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Delhi

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Delhi
Schlangenbeschwörer in Delhi
Lage
Lage von Delhi
Delhi
Delhi
Kurzdaten
Koordinaten: 28° 40' 0" N, 77° 13' 0" O 





Delhi ist eine Stadt in Indien. Genau genommen besteht das National Capital Territory aus drei Städten: Delhi, die alte Mogulstadt; New Delhi, 1920 von den britischen Kolonialherren angelegt, und Delhi Cantonment. Landläufig wird all dies unter Delhi oder Greater Capital Area zusammengefasst. Die gesamte Greater Capital Area steht unter Verwaltung der Zentralregierung, gehört also zu keinem Bundesstaat.

Stadtteile

Delhi wurde in 9 Stadtteile eingeteilt.

1. Central Delhi 2. East Delhi 3. New Delhi 4. North Delhi 5. North East Delhi 6. North West Delhi 7. South Delhi 8. South West Delhi 9. West Delhi

Diese Einteilung wurde von der Bezirksregierung eingeführt zur leichteren Erfassung der Einwohner.

Hintergrund

Anreise

Flugzeug

Der Indira Gandhi International Airport liegt ca. 1.5 Stunden außerhalb der Stadt und ist überraschend klein. Da fast alle Flüge aus Europa zwischen 00.00 und 05.00 nachts ankommen, kann es lange dauern alle Einreiseformalitäten zu durchlaufen. Wer glücklich ist, wird danach am Ausgang abgeholt, andere müssen mit einem Taxi oder einer Riksha den Weg antreten. Die Fahrt sollte mit einem Motorriksha zwischen 150 und 200 Rs. kosten, dabei ist es nicht ratsam auf das Einschalten des Taxameters zu bestehen, falls man sich in Delhi nicht extrem gut auskennt. Wegen der späten Nachtstunde der Ankunft, ist es ratsam, ein Hotelzimmer vorher zu reservieren. Die Taxi-/Rikshafahrer werden dann in der Regel behaupten, das Hotel sei abgebrannt, überbucht, oder von Aufständischen angegriffen worden. Das zielt darauf ab, die Reisenden in andere Hotels zu locken, wo die Taxifahrer Provision bekommen. Diese Provision wird dann direkt auf den Zimmerpreis aufgeschlagen. Eine Möglichkeit dies zu umgehen ist, die Prepaid-Taxi booth im Inneren des Flughafengebäudes, wo man eine Taxifahrt zu einem festgesetzten Preis und Ziel erstehen kann. Die schnellste und günstigste Weise ist die Fahrt mit der Metro. Die Metro fährt zwischen 06.00 und 22.00 Uhr und ist sehr modern. Die Fahrt in die Innenstadt kostet 60 Rs.!

Bahn

Auf dem Bahnhof Sahai Rohilla, New Delhi

Es gibt in Delhi vier Bahnhöfe, die recht weit voneinander entfernt liegen: Old Delhi Railway Station, New Delhi Railway Station, Nizamuddin Station und Sahai Rohilla. Vor Reiseantritt also darüber informieren und die Wegstrecke zeitlich einplanen. Tickets können direkt im Bahnhof gebucht werden, normalerweise wird man vorher aber von Touts abgefangen, die behaupten, der einzige / offizielle Ticketschalter wäre ihr Reisebüro. Oft steht es sogar auf den Geschäftsschildern, man sollte sich aber nicht davon beirren lassen, da sich der wirkliche Schalter im Bahnhof befindet. Tickets können hier auch mit Dollar bezahlt werden.

Taxis am Flughafen Wenn man am Flughafen ankommt, ist das beste die Prepaid Taxi Booth. Rikshas mit allem Gepäck und mitten in der Nacht sind nicht zu empfehlen, vor allem wenn die Fahrt bis mitten in die Stadt geht. Ich habe auch schon recht schlimme und amüsante Stories gehört. Die Taxifahrer sind sehr einfallsreich etwas zu erfinden, um den Gast in das Hotel ihrer Wahl zu bringen. Da hilft es, wenn man sehr strikt und konsequent ist und erklärt, dass man nirgends anders hin will als zur angegebenen Adresse.

Bus

Das grösste ISBT (Interstate bus terminal) befindet sich gleich gegenüber des Kashmere Gate, nördlich der Altstadt. Von hier fahren staatliche wie auch private Busgesellschaften in alle grössere Ortschaften Nordwestindiens. Daneben gibt es noch die weniger frquentierten Busterminals Sarai Kale Khan Inter State Bus Terminal und Anand Vihar Interstate Bus Terminal.

Auto

Schiff

Mobilität

In den letzten Jahren wurden wegen der starken Luftverschmutzung fast alle Rikshas und Taxis mit Gasmotoren ausgestattet, und neuerdings haben auch Rikshas ein Taxameter. Der Preis ist trotzdem Verhandlungssache, da sich die Fahrer oft weigern es einzuschalten, obwohl sie gesetzlich dazu verpflichtet wären. Es ist erfahrungsgemäss auch besser einen Festpreis zu vereinbaren, will man keine ausgedehnte Spazierfahrt machen.

Die Taxis sind bequemer und teurer, dafür ist man dem Fahrtwind weniger ausgesetzt. Falls man nächtens ein Fortbewegungsmittel braucht, empfiehlt es sich, dies vorher bei einer Prepaid-Booth am lokalen Markt zu buchen.

Es gibt ein für Uneingeweihte schwer durchschaubares System aus Buslinien und -gesellschaften. Offizielle Haltestellen sind an charakteristischen Unterständen erkennbar, Fahrpläne gibt es aber nicht. Stattdessen wird das Fahrziel bei den älteren Bussen in Devanagari aussen auf angeschrieben, sowie vom Fahrkartenverkäufer aus der Tür gerufen. Nach und nach werden die älteren durch neue grüne Tatabusse ersetzt, die von einer staatlichen Gesellschaft betrieben werden, bei diesen ist das Endziel des Busses auch auf Englisch angeschrieben. Trotzdem besteht die Gefahr von Taschendiebstählen (die Busse sind sehr voll).

Mittlerweile kann jede Sehenswürdigkeit, wie auch der Flughafen einfach mit der Metro erreicht werden. Sie ist die modernste Ihrer Art in Indien und verkehrt zu einem grossen Teil überirdisch. Token können am Schalter erworben werden, wobei man zum Teil länger anstehen muss. Wer öfters mit der Metro reist kann sich gegen eine Depotgebühr eine Smartcard erwerben, diese kann man an jeder Station aufladen und spart 10 % zum regulären Preis. Touristenkarten lohnen sich hingegen kaum.

Sehenswürdigkeiten

  • Rotes Fort (Lal Qila), Festungsanlage aus rotem Sandstein. UNESCO Weltkulturerbe, Eintritt 10 Rps. bzw. 250 Rps. für Ausländer
  • Jamia Masjid, größte Moschee Indiens aus rotem Sandstein, erbaut von Shah Jahan, Eintritt frei, ein Minarett kann gegen Entgeld bestiegen werden. Während der Gebetszeiten ist Nichtmuslimen der Zutritt verwehrt
  • Raj Ghat, Parkanlage mit Gedenkstätten der politischen Führer Indiens u.A. Mahatma Ghandi und Nehru, Eintritt frei
  • Jantar Mantar, eine der fünf Sternwarten des Jai Singh II (1699 - 1743) in der Nähe zum Connaught Place, die fast schon futuristisch anmutenden Instrumente bilden einen interessanten Kontrast zu den umgebenden Hochhäusern. Eintritt 5 Rps. bzw. 100 Rps. für Ausländer
  • Purana Qila (Altes Fort), Festungsanlage, Vorgängerbau des Roten Fort. Davor befindet sich ein kleiner See auf dem man Boote ausleihen kann, Eintritt 5 Rps. bzw. 100 Rps. für Ausländer
  • Humayun Mausoleum, Grabmal des Humayun inmitten einer Gartenanlage, UNESCO Weltkulturerbe, Eintritt 10 Rps. bzw. 250 Rps. für Ausländer
  • Safdar Jang Mausoleum, Grabmal des Safdar Jang inmitten eines weitläufigen Parks, das letzte grosse Monument der Moghulkaiser, Eintritt 5 Rps. bzw. 100 Rps. für Ausländer
  • Lodi Gärten, Grabstätten der Sayyid- und Lodi Herrscher-Dynastien. Sehr schöne Parkanlage, Eintritt frei
  • Lakshmi Narajan Tempel, einer der wenigen typischern nordindischen Tempelbauten Delhis, Eintritt frei, Schuhe können kostenlos am Eingang deponiert werden
  • Bahai House of Worship, spektakulärer Tempel in Lotusform der Bahai Religion, Eintritt frei, Schuhe können ebenfalss kostenlos deponiert werden
  • Qutb Minar, Siegessäule (Turm) des Muhammed-e-Ghur aus rotem Sandstein, UNESCO Weltkulturerbe, auf dem Areal kann man gut Papageien beobachten, Eintritt 10 Rps. bzw. 250 Rps. für Ausländer
  • Old Delhi mit seinen verwinkelten Altstadtgassen voller kleiner Geschäfte und Märkte [1]
  • Pahar Ganj, Basar Viertel mit unzähligen Hotels
  • Zoo, Direkt unterhalb des Purana Quila. Gute Möglichkeit um mit den Einheimischen in Freizeitstimmung in Kontakt zu kommen.
  • Gurdwara Bangla Sahib, Eines der wichtigsten religiösen Zentren der Sikhreligion in Delhi. Ausländer werden kostenfrei herumgeführt und die Prinzipien der Religion erläutert. Zum Besucherempfngszentrum führt direkt links von der Schuhabgabe eine Treppe herunter, dort können die Schuhe deponiert werden und man bekommt ein Tuch ausgehändigt um den Kopf zu bedecken. In der Langaarhalle kann man gratis essen, auch die Küche wo die Speisen zubereitet werden kann man besuchen und sogar selber mithelfen. Eintritt frei, nur wenige Minuten zu Fuss vom Connaught Place aus entfernt.

Aktivitäten

Einkaufen

Delhi ist ein wahres Einkaufsparadies, in dem es nichts gibt, was es nicht gibt. An fast allen Straßenständen ist Verhandeln ein wichtiger Teil des Geschäfts, es sei denn, die Preise sind ausdrücklich als "fixed prices" deklariert. Sogar in größeren Läden oder Kaufhäusern kann man manchmal über den Preis verhandeln. Mit einem freundlichen Lächeln hat man meistens mehr Erfolg. Die meisten Geschäfte sind von ca. 10 bis ca. 20 Uhr geöffnet, meistens auch sonntags.

Grosse Einkaufsmeilen in Delhi sind Pahar Ganj, Chandni Chowk, Connaught Place und South Extension. Die abgeschlossenen Kolonien und Stadtteile haben jeweils einen eigenen Markt, auf dem man sich mit Dingen für den täglichen Bedarf eindecken kann. Wenn man des Feilschens müde ist, bieten staatlich geführte Warenhäuser mit Festpreisen wie Central Cottage Emporium in der Nähe vom Connaught Circus eine erholsame Abwechslung, beim Verhandeln lässt sich aber oft ein besserer Preis erzielen. Dilli Haat ist einem Dorfmarkt grob nachempfunden. Man zahlt 10 Rs Eintritt und bekommt dafür zweiwöchentlich wechselnde Sortimente und oft auch kulturelle Veranstaltungen. Hier kann man diverse Souvenirs einkaufen und hinterher an den Ständen die verschiedenen lokalen Küchen Indiens kosten.

Küche

Ein typischer Delhi Küchenstil existiert eigentlich nicht. Die Küche ist massgeblich von der muslimischen Mughlai und der Punjabi Küche beeinflusst. Zur Mughlai Küche gehören eher Fleischspeissen, wie Hühnchen in allen Variationen. Die Punjabi Küche umfasst eher vegetarische Gerichte wie Dhal (ein Linsengericht) oder Currys mit Gemüse und Frischkäse (Paneer). Dazu wird jeweils Fladenbrot (Roti auch Chapatti genannt, in der Pfanne im Fett gebraten oder Naan, aus dem Ofen) gereicht. Überall in der Stadt findet man mobile Garküchen die einem für wenige Rupien verköstigen. Je nach Saison werden verschiedene frisch gepresste Fruchtsäfte, Zuckerrohrsaft, gebratene Maiskolben, frisch geröstete Erdnüsse, Kulfi (eine Art Eiskreme) und andere Süssspeissen angeboten. Das Schlachten von Kühen ist in Delhi verboten, dies gilt auch für McDonald's. Als Ersatz ist es möglich Büffelfleisch zu essen, dieses ist aber schwierig zu finden, der Büffelschlachthof befindet sich nördlich von Pahar Ganj.

Ausgehen

Es gibt zwei grosse Veranstaltungszeitschriften für Delhi: First City und Delhi Diary. Daneben gibt es zwar einige Pubs und Clubs, diese sind aber auch meist Teil eines Restaurants, was das ganze etwas merkwürdig macht, wenn man westliches Nachtleben gewohnt ist. Konzerte oder Veranstaltungen mit ausländischen Künstlern sind allerdings aufgrund der kritischen Masse der Zentralregierung von Honoratioren und Persönlichkeiten aller Art gut besucht. Da diese auch oft wenig Interesse an der eigentlichen Veranstaltung haben, gibt dies dem ganzen einen sehr offiziellen Charakter: Sehen und gesehen werden. Eine Jugendkultur im klassischen Sinne kann sich unter diesen Umständen nur bedingt entwickeln.

Unterkunft

Eine große Anzahl an günstigen Unterkünften sind im Stadtteil "Paharganj" zu finden, dieser liegt direkt westlich der "New Delhi Railway Station, station code NDLS". Weitere sehr einfache Unterkünfte sind rings um die Jama Masjid in der Altstadt zu finden.

Lernen

Arbeiten

Sicherheit

Speziell in Delhi ist es in letzter Zeit verstärkt zu sexuellen Übergriffen auf ausländische Frauen gekommen. Frauen sollten sich daher unter keinerlei Umständen nach ca. 18-19.00 allein (ohne männliche Begleitung) irgendwo auf der Straße bewegen. Auch Busse und Taxis sind nicht sicher. Der Straßenverkehr stellt in der "Road Death Capital of the World" eine besondere Gefahr dar, der mit Respekt begegnet werden sollte. Allgemein sieht man nach dem dunkel werden kaum noch Frauen, auch keine Inderinnen, mehr im Straßenbild. Dieses Phänomen bezieht sich jedoch nicht nur auf Delhi, sondern auf die meisten indischen Großstädte.

Neu sind die Schmuckbetrüger auch in Paharganj, New Delhi anzutreffen!!! Siehe Beitrag Goa.

"Eine beliebte Masche in Goa sind Geschäftsanbahnungen, bei denen man Schmuck oder Edelmetalle nach Europa exportieren soll. Man wird am Strand in ein Gespräch verwickelt, in dessen Verlauf der Gesprächspartner erzählt, dass er für ein Unternehmen arbeitet, welches Schmuck in das jeweilige Heimatland exportiert. Man bekommt zu hören, dass mehrere 100 Prozent Zoll darauf zu zahlen sind und der Betrüger möchte, dass man kleine Mengen Schmuck als Geschenk deklariert mitnimmt. Den gesparten Zoll wolle man sich teilen und man könne so mehrere 1000 Dollar verdienen. Die Betrüger gehen sehr professionell vor, man bekommt kostenlose Flüge, freie Kost und Logis angeboten, es werden Dokumente vorgezeigt, die angeblich von anderen Reisenden ausgestellt wurden, die auf diese Weise bereits Geld verdient hätten, manchmal gibt es sogar Geschäftsräume. Der Trick besteht dann darin, dass man den Schmuck erstmal bezahlen soll und ihn dann in der Heimat wieder lukrativ an einen Mittelsmann verkaufen könne. Dieser Mittelsmann existiert natürlich nicht und der teuer bezahlte Schmuck ist letztlich wertloser Plunder."

Gesund bleiben

Neben den allgemeinen Gesundheitshinweisen für Indien gilt für Delhi ganz besonders: kein Leitungswasser trinken, auch nicht beim Zähne putzen. Die Wasserqualität ist so schlecht, dass Hepatitisgefahr besteht. Ratsam ist es auch auf Eiswürfel o.ä. und ungekochtes Gemüse zu verzichten. Bei längerem Aufenthalt in Delhi ist der Kauf eines guten Wasserfilters eine gute Idee.

Klarkommen

Indien ist ein sehr weltoffenes Land. Viele Gepflogenheiten und Bräuche sind dem Europäer fremd und man könnte schnell durch seine Unwissenheit anecken. In einem Land mit so großer Armut gibt es auch eine Kriminalitäts- und Korruptionsrate, die nicht mit der Deutschlands zu vergleichen ist. In vielen im Handel erhältlichen Reiseführern gibt es Tipps, wie man dem Problem begegnen kann. Grundsätzlich sollte man sich aber merken, dass keine Tätigkeit oder Handreichung umsonst ist. Ob man nun in Pushka ein Blume geschenkt bekommt oder man von jemandem ein Bild machen will (hier sollte man unbedingt das Objekt vorher fragen, ob es fotografiert werden will), für alles wird ein verhandelbarer Preis verlangt.

Im Grundsatz kann man sagen, dass das Klarkommen im Bereich Rajastan schwieriger ist als in den südlichen Staaten Indiens.

Kommunizieren

In Indien sind über 100 verschiedene Sprachfamilien beheimatet, ein sehr großes Problem.

Im allgemeinen versteht aber fast jeder ein wenig Englisch. Mit Englisch kann man also in allen größeren Metropolen zurecht kommen. Auch Straßen-Schilder und Aushänge sind in Englisch, was als einzige einheitliche Nationalsprache gilt und Amtssprache ist.

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