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Costa Rica

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Lage
Karte von Costa Rica
Flagge
Flagge von Costa Rica
Kurzdaten
Hauptstadt: San José
Staatsform: Präsidial Republik
Währung: Costa Rican Colón (CRC)
Fläche: 51.100 km²
Bevölkerung: 4,30 Mio.
Sprachen: Spanisch
Religionen: Röm.Katholisch 76,3 %
Evangelisch 13,7 %
Zeugen Jehovas 1,3 %
Telefonvorwahl: +506
Internet TLD: .cr
Zeitzone: UTC-6


Karte von Costa Rica

Costa Rica liegt in Mittelamerika. Angrenzende Länder sind Nicaragua im Norden und Panama im Süden.

Regionen

Offiziell (politisch) ist Costa Rica in sieben Provinzen geteilt:

Zudem existiert eine touristische Einteilung in Regionen:

Städte

Die größten Städte sind San José, Alajuela, Cartago und Heredia. Wichtige Hafenstädte sind Limón und Puntarenas.

Weitere Ziele

Hintergrund

Flora und Fauna

Costa Rica Colibrì

Für Naturliebhaber ist Costa Rica - zu Recht - ein Paradies. Das Land ist bekannt für seine Biodiversität und umfasst zwölf unterschiedliche Vegetationszonen, darunter Mangroven- und Feuchtgebiete, Regen-, Nebel- und Trockenwälder sowie den páramo, eine alpinen Hochebene in über 3.000 Meter Höhe. Mit einer Landfläche, die zu über einem Viertel unter Naturschutz steht und einem Vorkommen von rund 5% aller bekannten Arten gehört Costa Rica zu den artenreichsten Ländern der Erde. Darüber hinaus leben hier ein Zehntel aller Vogelarten.

Diese Artenfülle verdankt das Land seiner Lage am Übergang zwischen zwei Kontinenten. An den Küsten und Flussmündungen findet man Brackwassergebiete, in denen Mangroven gedeihen. Diese Pflanzen bieten zahlreichen Tierarten einen idealen Lebensraum - auch wenn sie nicht besonders attraktiv wirken. Krokodile, zahlreiche Vögel, Reptilien und Amphibien sowie Kleinsäuger findet man hier. In den Feuchtgebieten Costa Ricas leben zahlreiche Vögel, Krokodile, Affen und viele andere Tiere. Während der Regenzeit werden die Feuchtgebiete regelmäßig überflutet, in der trockenen Jahreszeit stellen sie dagegen riesige Wattflächen dar. Das komplexeste Ökosystem der Erde ist der Regenwald. Über 50 Prozent aller weltweit bekannten Arten leben im Regenwald. Es existieren 13 Typen von Regenwäldern, u.a. den Klassiker, den tropischen Tieflandregenwald. Der tropische Tieflandregenwald besteht aus mehreren Geschossen. Nur ein geringer Prozentsatz der Sonne, ungefähr 10 Prozent, erreicht den Urwaldboden. Aus diesem Grund leben hier nur genügsame Pflanzen, man nennt diese Etage auch die Bodenschicht. Die nächste Etage, der sogenannte Unterwuchs, wird von niederen und jungen Bäumen bewohnt. In der Mittelschicht findet man dann mittelhohe Bäume von fünf bis 20 Metern. Die obere Etage zeichnet sich durch gigantische Bäume aus, die 20 bis 40 m hoch werden und riesige Blattkronen entfalten. Diese bilden ein dichtes grünes Dach, aus dem vereinzelte Urwaldriesen, sogenannte "Überständer", herausragen. Diese gigantischen Bäume können Höhen von 60 Metern und mehr erreichen. Den echten Tieflandregenwald kann man am besten in der Region am Golfo Dulce bewundern. Neben dem Tieflandregenwald finden sich auch Gebirgs- und Nebelregenwälder. Abgesehen davon gibt es im Norden Costa Ricas noch Trockenwälder. Hier ist der Artenbestand deutlich geringer, die Bäume werden in der Regel nicht höher als 15 Meter. Trockenwälder bestehen aus drei Etagen, der Boden, bestehend aus Gebüsch und Gras, dem unteren Stockwerk, bestehend aus Bäumchen und Sträuchern und dem oberen Stockwerk mit großem, offenen Blätterdach. Wie schon angesprochen, ist auch die Fauna Costa Ricas sehr artenreich. Die meisten Tierarten leben im tropischen Regenwald: Affen, Vögel, Insekten, Reptilien und Amphibien - aber auch große und kleine Säugetiere.

Anreise

Flugzeug

In Costa Rica gibt es zwei internationale Flughäfen: Zum einen den in Nähe von Alajuela gelegene Flughafen "Juan Santamaria", der im Luftverkehr der Hauptstadt San José zugeordnet wird und der in Liberia gelegene "Daniel Oduber".

Für lokale Flüge innerhalb Costa Ricas gibt es zwei nationale Airlines: Nature Air und SANSA Linienflüge ab San José nach: Golfito, Palmar Sur, Drake Bay, Manuel Antonio, Tamarindo, Liberia, Tortuguero und andere.

Bahn

Die Bahnlinie, die von San José nach Puntarenas führt, ist eher als Touristenattraktion einzustufen, vor allem für die Costaricaner stellt diese Bahnstrecke ein Stück Identität dar. Als Transportmittel ist der Bus nach Puntarenas viel schneller. Trotzdem lohnt sich auch für Touristen das Erlebnis "Zugfahren", da eine größtenteils naturbelassene Strecke die Schienen umsäumt.

Zudem gibt es im Großraum San José eine täglich bediente Strecke von Pavas zur U-Latina. Die Verbindung San José - Heredia hat ihren Betrieb 2009 aufgenommen, weitere Strecken sind geplant [1].

Bus

Gute Verbindungen mit öffentlichem Bus ab der Hauptstadt San José. Ein Fahrplan ist beim offiziellen Tourismusinstitut zum Download zu finden. www.visitcostarica.com. Sehr empfehlenswert ist auch die Seite www.horariodebuses.com. Für andere Verbindungen gibt es auch die Shuttle Busse Interbusfür Touristen. Internationale Verbindungen in ganz Zentralamerika mit Ticabus bis nach Tapachula (Mexico) im Norden und Panama City im Süden. Transnica und NicaExpresso verkehren zwischen Nicaragua und Costa Rica.

Auto

Es gibt zahlreiche Mietwagenagenturen in Costa Rica, sowohl internationale Firmen (wie z.B. National) als auch lokale Vermieter (wie z.B. Mapache Rent A Car). Es ist nicht möglich, mit dem Mietwagen die Grenzen nach Nicaragua oder Panama zu überqueren. Das Mindestalter um ein Auto zu mieten, liegt bei 21 Jahren. Es empfiehlt sich, ein 4x4 Wagen zu mieten, denn die Straßenverhältnisse sind außerhalb des "Valle Central" (Region um San José) nicht überall gut, vor allem in der Regenzeit. Viele touristische Zentren (wie Monteverde) können ohne 4x4 nur sehr unkomfortabel besucht werden. Straßen können oftmals nur als Schotterpiste bezeichnet werden, sind aber mit einem konventionellen PKW, während der Trockenzeit, durchaus befahrbar.

Achtung: die Mietwagenagenturen verrechnen eine obligatorische Haftpflichtversicherung, wodurch sich der angebotene Mietpreis in etwa verdreifacht!

Schiff

Mobilität

Busse decken fast sämtliche Ziele ab, durch den miserablen Zustand der Straßen (und meistens auch der Fahrzeuge), sollte man sich allerdings auf andere Verhältnisse einstellen, was Schnelligkeit etc. angeht. Busse sind sehr billig, verglichen mit Europa (z.B. eine Stunde Busfahrt kostet grob gerechnet etwa 1-2 US$, eine Stunde Taxifahrt zwischen 10 und 20 US$).

Innerhalb des Großraumes San Jose gibt es ein weitreichendes, undokumentiertes Netz von "Linienbussen". Die jeweiligen Endhaltestellen sind auf die Windschutzscheibe geschrieben. Die Fahrpreise bewegen sich zwischen 70 und 300 Colones.

Vom Flughafen in die Stadt

Der Bus ist zugleich die billigste Art vom Flughafen in die Innenstadt zu gelangen. Während ein Taxi inzwischen ca. 20 US-$ kostet (Stand 2011), kann man für ca. einen halben Dollar mit dem Bus fahren.

Sprache

Die Landessprache ist Spanisch, und gerade für den engeren Kontakt mit Einheimischen ist es von Vorteil, zumindest einige wenige Sätze zu beherrschen. Allerdings ist Englisch in den touristisch gut erschlossenen Gebieten weit verbreitet und viele Informationen für Touristen finden sich in beiden Sprachen oder auch nur auf Englisch. An der Karibikküste um Puerto Limón sprechen auch die Einheimischen untereinander einen auf dem Englischen basierenden Dialekt, Kreol-English.

Algunos „tiquismos“ (einige spezielle costaricanische Ausdrücke, die man immer und überall hört):

  • la bomba = Tankstelle
  • buena nota = ok, super
  • chapulines = eine “Gang”, häufig von jungen Dieben
  • chunche = Ding, fast alles wird „chunche“ genannt
  • cien metros = einen Häuserblock
  • ¿hay campo? = Gibt es noch Platz? (z.B. im Bus)
  • macha/machita = blonde Frau
  • pulpería = kleiner Laden
  • soda = Kleines Restaurant
  • ¡Pura Vida! = Super!, Cool!, oder einfach um jemanden zu begrüssen, sich zu verabschieden oder als Antwort auf die Frage "Wie geht es dir?"
  • Tuanis = Cool! (stammt aus dem Englischen "too nice")
  • Mae = Sehr geläufiger Ausdruck als Anrede unter Jugendlichen
  • Tico/Tica = Bezeichnung für Costa-Ricaner, sie bezeichnen sich auch selbst so, sehr verbreitet
  • chanclas/chancletas = Flip Flops (Badelatschen)
  • tucan = 5000-Colones-Schein (Einheimische Währung)
  • que tal?= Wie gehts?
  • rojo = 1000-Colones-Schein (Einheimische Währung)
  • bombillo = Glühbirne
  • manteca = (Brat-)Fett

Aktivitäten

Tierwelt in Costa Rica
Arenal Vulkan

Costa Rica bietet gleichermaßen für Sport- und Erholungssuchende ein unheimlich vielfältiges Programm. Wer allerdings geharkten, weißen Sandstrand a la Malediven erwartet, wird enttäuscht werden, hier erwarten einen großteils naturbelassene Traumstrände, die sich für vielerlei Wasseraktivitäten eignen. Schwimmen kann man gleichermaßen auf der Karibik- oder Pazifikseite, das Wasser ist eigentlich immer angenehm warm. An manchen Stellen gibt es gefährliche Strömungen, bitte erkundige dich unbedingt, wo du gefahrlos schwimmen kannst.

Surfen geht ebenfalls fast überall - am besten an der Pazifikküste (beliebt im Norden: Malpaís/Santa Teresa , Jacó, Tamarindo, Hermosa, im Süden: Dominical, doch auch südlich von Puerto Viejo an der Karibikseite gibt es sehr gute Plätze. Für Windsurfer empfiehlt sich der See Arenal, er ist aber für Anfänger nicht geeignet. Segeln und Motorboot fahren? Kein Problem, ebenso Hochseefischen. Fürs Hochseefischen ist die Pazifikseite besser geeignet, und hier speziell die Bucht von Nicoya und der Golfo Dulce. Der Golfo Dulce ist relativ tief, hier finden sich viele Hochseefische wie Blue Marlin, Segelfisch und andere. Abgesehen davon gibt es hier viele Delfine und die großen, ungefährlichen Walhaie.

Das große Tauch-Eldorado ist Costa Rica nicht. Andererseits gibt es an der Pazifik-, wie auch an der Karibikküste, einige gute Tauch- und Schnorchelplätze. Zwei Weltklasse-Tauchplätze sollten allerdings nicht unerwähnt bleiben: [Isla del Coco] (Kokosinsel), die allerdings knapp 500 Kilometer weit im Pazifik liegt und die [Isla del Cano] vor der Drake Bay.

Kajak fahren kann man mittels eines Küstenkajaks fast überall. Auch hier bietet sich wieder der Golfo Dulce mit seinem ruhigen Wasser und seiner phantastischen Natur an. Natürlich kann man auch auf den zahlreichen Flüssen in Costa Rica Kajak fahren. Ein kleines Abenteuer ist das River-Rafting. Hier befährst du mit einem Schlauchboot einen mehr oder weniger wilden Fluss, das ist auch für Anfänger geeignet.

Wandern und Bergwandern kann man überall in Costa Rica. Da bieten sich zum einen die verschiedenen Berge und Vulkane an, zum anderen hat man die Auswahl zwischen Savannen im Nordwesten, Nebelwäldern in Monteverde, tropische Regenwälder an der karibischen Seite und dem gigantischen Tieflandregenwald in der Region Golfo Dulce. Über ein Viertel des kleinen Landes sind Nationalparks und geschützte Gebiete. Wichtig sind Regen- Sonnen- und Mückenschutz, außerdem wadenhohe, bequeme Wanderschuhe und möglichst ein Fernglas.

Reiten kann man ebenfalls überall im Land, mit oder ohne Führer. Tennis und Golf sind nicht so verbreitet, im Gegensatz zu Canopy. Beim Canopy schwebt man an einem Stahlseil zwischen den Baumkronen des Regen- oder Nebelwaldes - ob man dort allerdings - wegen zu großer Vermarktung - noch die Flora und Fauna genießen kann, ist zweifelhaft. Radfahren ist in Costa Rica weitverbreitet, an vielen Stellen kann man sich Räder mieten. Doch Vorsicht: Nach Einbruch der Dunkelheit vielbefahrene Straßen meiden - Unfallgefahr.

Touristen dürfen in Costa Rica nicht jagen, Waffen dürfen nicht eingeführt werden. Angeln ist mit einer Lizenz möglich, die bekommst du von deiner Lodge oder deinem Reiseveranstalter.

Kaufen

Geldautomaten gibt es in allen größeren Städten und Orten mit viel Tourismus. Mit VISA Karte kann man problemlos überall Geld bekommen. Mit Maestro Karte sollte man sich an die Automaten in den "AM/PM" Supermärkten wenden da diese bis zu 250 000 Colones pro Transaktion ausgeben. ATH Geldautomaten aktzeptieren auch Maestro Karten geben aber nur bis zu 100 000 Colones pro Transaktion aus.

Küche

Alltägliche Gerichte sind: Gallo Pinto zum Frühstück (Reis, schwarze/rote Bohnen, Koriander, Zwiebel - alles gemischt) meist mit Rührei dazu oder Spiegelei. Casado zum Mittag oder Abendessen (Reis, schwarze/rote Bohnen (dieses Mal nicht miteinander gemischt) dazu ein Stück Fleisch oder Hühnchen oder Fisch, Salat, gebratene Kochbanane und etwas Gemüse) Die vielen Fruchtsäfte oder Milchshakes aus reifen exotischen Früchten (Mango, Papaya, Guanábana, Maracuya, Cas, Melone...) sind nicht wegzudenken! und natürlich Kaffee! Für Europäer unbekannt ist die Pejibaye - eine Palmfrucht. Man isst sie gekocht und meist mit Mayo.

Ausgehen

In San José gibt es ein großes Angebot, um auszugehen. Bei Touristen und Einheimischen gleich beliebt ist das "Centro Comercial El Pueblo", oder einfach nur "El Pueblo" mit vielen verschiedenen Bars, Diskotheken, Restaurants und Souvenir-Shops. Für die Salseros zu empfehlen ist die "Castro's Bar" (eigentlich eine Diskothek und nicht eine Bar) im "Barrio México". Außerhalb von San José findet sich in jeder Ortschaft mindestens eine Bar wo auch getanzt werden kann, aber unter der Woche ist nicht unbedingt viel los.

Unterkunft

Einfache Unterkünfte bieten "Cabinas" und Backpacker-Herbergen. Ab umgerechnet 15 US-$ sollte man in San José eine Unterkunft in Mehrbett-Zimmern finden. Ab 25$ p.P. findet man kleine saubere Pensionen und alle Preisklassen aufwärts Hotels. An den Küsten sind die Preise (saisonabhängig) etwas höher. Im Vergleich zu den angrenzenden Ländern Nicaragua und Panama sind die Unterkünfte in Costa Rica nicht billig. Wer ca. 20 $ p.P. und Nacht veranschlagt sollte in Backpacker-Herbergen und einfachen "Cabinas" gut hinkommen. Die Preise sind je nach Saison verhandelbar. Ab 30$ p.P. kann man schon etwas Luxus verlangen, wie eigenen Kühlschrank, warm Wasser und eine schöne Terrasse, Internet, Reise-Wäscheservice, Moskitonetze, eine Küche zum selber kochen, etc... Natürlich sind auch an den Küsten die Hotelpreise und Standards bis oben hin offen. Und es gilt wie überall, nicht alles was billig ist ist schlecht und umgekehrt. Lassen Sie sich die Zimmer zeigen und vertrauen Sie nicht auf wunderschöne "Nacht"-Bilder im Internet. Sterne bei Hotels sind manchmal schon veraltet, wie die Hotels auch.

Lernen und Arbeiten

Durchaus empfehlenswert ist das Volontärs-Programm in den diversen Nationalparks von Costa Rica. Es gibt eine zentrale Verwaltung dafür in San José, bedingt kann man es aber auch direkt vor Ort bei der Leitung der Nationalparks versuchen. Auch über die Academía Tica außerhalb von San José kann man an solchen Programmen teilnehmen (im Anschluss an einen dort absolvierten Sprachkurs). In aller Regel zahlt man während der Volontärs-Tätigkeit als Tourist ein paar Dollar pro Tag, hat dafür dann Kost und Logie frei - und tolle Erfahrungen! (So kann man das Schlüpfen der Meeresschildkröten am Strand überwachen, am Vulkan, der Karibik-Küste oder seine Dienste anbieten).

Feiertage

Semana Santa, Ostern. Ist das Hochland leer und die Strände voll. Party, Konzerte und Tanz ist angesagt.

Sicherheit

Costa Rica ist ein vergleichsweise sicheres Reiseland. Trotzdem muss man auch hier einige Dinge beachten. Das gilt speziell für San José sowie den Süden der karibischen Küste, so wie in allen Orten in denen sich Touristen aufhalten. Diebstähle sind an der Tagesordnung, auch Überfälle kommen vor. Wertsachen sollten nicht im Hotelzimmer oder noch schlimmer im mitgenommenem Rucksack oder Handtasche verbleiben, sondern gehören in den Hotelsafe, wobei man die Safe-Quittung nicht verlieren sollte. Gibt es keinen Safe, fragen Sie die Hotelbetreiber nach einer Möglichkeit der sicheren Aufbewahrung. Wertsachen, z.B. Kameras, Portemonnaies, Bargeld, Schmuck oder schöne Uhren sollten nicht offen gezeigt werden, tragen Sie keine Taschen und Rucksäcke, ausser gerade Eingekauftes, mit sich. In San José sollte man auch keinen Modeschmuck offen tragen, weil dieser einem z.B. auch aus dem Ohr gerissen werden kann. Riechen Sie nicht an Parfum-Proben von Strassenverkäufern, es kann Aether sein. Vor allem der Busbahnhof von San José sollte nach 18:00 gemieden werden, selbst Polizeibeamte sieht man dann dort nicht mehr. Gepäck sollte nicht mal kurz aus den Augen und schon gar nicht im Mietwagen liegen gelassen werden. Auch im Gepäckabteil der Busse ist Gepäck nicht sicher, also auch bei jedem Halt auf der Route darauf achten. Taschendiebe sind besonders in San José und in Bussen aktiv. In den letzten Jahren sind bewaffnete Überfälle in San José häufiger vorgekommen. Es ist Nachts und mit Gepäck sicherer mit dem Taxi zu fahren, wobei auch hier wichtig sein kann, nur die offiziellen zu nehmen, deren Fahrer anhand der Lizenz-Nummer identifizierbar ist. Fahren Sie "nie" in der Nacht mit ihrem Mietauto! Versuchen Sie Ihre Reiseroute so zu stecken, dass sie genug Zeit haben um bei Tageslicht zu fahren, auch wenn Sie sich verfahren sollten. Achten Sie darauf, dass in Ihrem Mietwagen ein funkionierender Wagenheber ist. Winkt ihnen ein freundlicher Mitmensch zu und zeigt auf ihren plötzlich platten Reifen, fahren Sie weiter soweit es geht, es sind Trickdiebe. Beachten Sie diese kleinen Regeln, sollte Ihnen nichts passieren. Vergessen Sie vor lauter Schönheit der Natur und Freundlichkeit der Bevölkerung nicht die schwarzen Schafe, die meist aus den Nachbarländern kommen. Meistens verschwindet die Fotokamera genau in den letzten Ferientagen, mit den schönen Ferienfotos, was oft schmerzhafter ist als die billige Kamera vom Seccondhand. Auch Laptops sind eine beliebte Beute.

Gesund bleiben

Impfungen sind zur Einreise keine vorgeschrieben, ausser Sie reisen von einem Land ein in dem Gelb-Fieber vorkommen kann. Malariaprophylaxe gibt es nicht und es ist auch in Costa Rica nicht nötig teure Malariamittel mitzunehmen. Es exestiert das Dengue Fieber, tritt es auf, wird ein Alarm ausgelöst und Pestiziede gespritzt. Die Symptome sind Schwächegefühl,Muskelschmerzen, Schwindel und Erbrechen. In Costa Rica kann man das Leitungswasser nicht trinken! Es gibt wenige Ausnahmen, fragen Sie vorher. Die häuftgste Krankheit ist die einfache Diarrhö, sei es durch Kolibakterien oder einfach nur wegen der Umstellung auf eine andere Ernährung. Auch Schnupfen, Husten wird auf dem Reiseweg mitgebracht und bricht in den Ferien aus. Blasenentzündung, etc. Costa Rica verfügt über ein sehr gutes Gesundheitssystem. Auch in der Apotheke sind Fachkräfte die gerne helfen. Auch die Naturmedizin ist sehr anerkannt. Leider treten auch immer mehr Geschlechtskrankheiten auf. Achten Sie immer auf Hygiene.

Erstaunlicherweise kommen in Costa Rica mehr Vergiftungen durch Pflanzen als durch Tiere vor, meist sind Touristen davon betroffen, die ohne weitere Kenntnis alle ihnen unbekannten Früchte probieren, oder ganz einfach nur Wolfsmilchgewächse berühren. Das sollte man natürlich tunlichst lassen, es sei denn, man ist sich ganz sicher, um welche Frucht - oder Nuss - es sich handelt. An giftigen Tieren wären Vogelspinnen zu erwähnen, deren Bisse jedoch in der Regel wie Bienenstiche sind. Die sehr seltenen Skorpionstiche verlaufen ebenfalls meist glimpflich. Lassen Sie sich von einem "ausgebildetem" Führer das erste mal in den Dschungel begleiten. Er wird Ihnen den Zauber und aber auch unbekannten Gefahren zeigen.

Außer einigen relativ ungefährlichen Meeresbewohnern und Insekten kommen jedoch auch Giftschlangen in Costa Rica vor - und zwar 19 Arten. Und von diesen können wenige Arten gefährliche Giftbisse anbringen. Es sind dies die > Korallenschlangen (Echte), > Buschmeister, > Lanzenottern und > Palmenvipern. Giftschlangenbisse können relativ einfach vermieden werden. Ziehe dir bei Touren oder Wanderungen angemessene Kleidung an. Dazu gehören lange, nicht eng anliegende Hosen, festes, hohes Schuhwerk und ein Hut. Hüte bieten einen sehr guten Schutz gegen baumbewohnende Schlangen. Bei Wanderungen bevorzugt dorthin treten, wo man sicher sein kann, dass sich dort keine Schlange befindet, also bespielsweise nicht durch unübersichtliches Gestrüpp oder Gras laufen. Beim Übersteigen von toten oder umgefallenen Baumstämmen besonders acht geben, Schlangen lieben solche Verstecke. Manche Schlangen leben an Baumstämmen, auf Ästen, Zweigen oder auch Astgabeln. Es ist daher ratsam, sich dort nur festzuhalten oder anzulehnen, wenn man sich überzeugt hat, dass sich dort keine Schlange niedergelassen hat. Klar dürfte sein, dass man ebenfalls nicht in uneinsichtige Höhlen oder Löcher greift und barfuß gehen sollte man ebenfalls tunlichst vermeiden. Einige Schlangen haben Tarnfärbungen und sind deshalb relativ schlecht zu entdecken, das gilt sowohl für boden- als auch für baumbewohnende Arten. Solltest du doch einmal unvermittelt vor einer Schlange stehen gilt: Ruhe bewahren, hektische Bewegungen vermeiden und sich ganz langsam zurückziehen. Die meisten Schlangen sehen relativ schlecht und reagieren in der Regel eher auf sich bewegende Objekte. Bei Übernachtungen in direkter Naturnähe empfiehlt es sich auch, Schuhe, Kleidung und Bettzeug vor der Nutzung zu inspizieren. Wenn du diese einfachen Vorsichtsmaßnahmen beachtest, ist eine Gefahr fast auszuschließen, zumal Schlangen kaum aggressiv sind und Menschen aus dem Weg gehen. Klar, wenn man auf sie tritt oder sie sich bedroht fühlen, versuchen auch sie sich zu wehren. Sollte es doch einmal zu einem Giftunfall kommen, beachte bitte folgendes: Ruhe bewahren, keine Panik aufkommen lassen. Wenn möglich, die gebissene Extremität ruhigstellen (Bein schienen, Arm in Schlinge legen). Schmuck, wie Ringe oder Armbänder abnehmen, durch eine evtl. Schwellung könnte die Gefahr einer Abschnürung bestehen. Falls möglich, die Schlange identifizieren. Selbstverständlich ist sofort ein rascher Transport zum nächsten Arzt oder in die nächste Klinik notwendig, wo dann weiterbehandelt wird. Bei schwereren Giftunfällen wird in der Regel Antiserum, also ein Gegenmittel, verabreicht.

WICHTIG: Nach neuesten Erkenntnissen sollte man KEINESFALLS die Bissstelle erweitern, also weder ein- oder ausschneiden, auspressen oder aussaugen. Die vielfach angebotenen "Snakebite Kits" erwiesen sich in diesem Zusammenhang in der Praxis nicht nur als nutzlos, sondern als gefährlich. In älterer Literatur ist vielfach noch vom Abbinden des betroffenen Körperteils zu lesen, davon wird heutzutage dringend abgeraten, ebenso von Erwärmen oder Kühlen der Bisstelle. Hausmittel, Alkohol und Kaffee sind ebenfalls nicht nur nutzlos, sondern gefährlich.

Klima

In Costa Ricas gibt es mehrere Klimazonen. Im Hochland ist es gemässigt kühl (Klima San Jose). Das Land grenzt an 2 Weltmeere dem Pazifik, dort unterteilt sich grundsätzlich in eine Regen- und eine Trockenzeit. Die Regenzeit beginnt im Mai und endet Mitte November. Trockenzeit fällt auf die übrigen Monate - Dezember bis einschließlich April. Als beste Reisezeit haben sich mittlerweile die Monate November bis Juli herausgestellt, da Oktober bis Mitte November sehr regenreich sind. Glücklicherweise regnet es auch während der Regenzeit nur kurz und meist Nachts, was für angenehme Termperaturen sorgt, im übrigen wirkt die Natur zu dieser Zeit weitaus lebendiger. Außerhalb der Hochsaison (Dezember bis April) kann man erheblich günstiger reisen, Hotels, Autovermietungen etc. gewähren dann teils erhebliche Rabatte. Am Atlantik, der Karibikseite,ist es das ganze Jahr angenehm warm um die 25-30 Grad mit relativ hoher Luftfeuchtigkeit. Nachts kühlt es nur wenig ab. Im Gegensatz zur Pazifikküste, ist es an der Karibikküste im September und Oktober in der Regel trocken. Während den restlichen Monaten kann es gelegentlich zu Gewittern kommen. Lediglich selten im Juli und regelmässig im Dezember häufen sich starke Niederschläge. Entgegen der allgemeinen Meinung, dass es an der costaricanischen Karibikküste sehr oft regnet, fällt in Puerto Viejo exakt die gleiche Jahresregenmenge wie in Tamarindo an der Pazifikküste.

Klima San José: Temperatur in [°C]:

  • Jan 23.1
  • Feb 23.6
  • Mar 24.2
  • Apr 24.7
  • Mai 23.9
  • Jun 23.5
  • Jul 23.5
  • Aug 23.4
  • Sep 22.8
  • Okt 22.6
  • Nov 22.9
  • Dez 23.0

Respekt

Die Umgangsformen in Costa Rica sind von Ort zu Ort verschieden. Respekt und Freundlichkeit ist selbstverständlich. Das Klassenbewusstsein ist immer noch ausgeprägt, Bauern und Arbeiter ordnen sich gesellschaftlich scheinbar höher Stehenden unter. Man legt Wert auf berufliche Titel und benutzt sie auch in der Anrede. Das Land ist Katholisch orientiert, der Glaube und die Kirche sind sehr wichtig. Man ist umgekeht aber sehr offen für andere Meinungen und respektiert diese auch. Bei der Wahl der Kleidung sind die Costaricaner je nach Region konservativ bis ausgeflippt, aber überall gilt außerhalb von Strandregionen sind Badesachen verpönt. Am Strand kein oben ohne! Die Leute sind in Costa Rica so abwechslungsreich wie ihre Natur, es gilt zu beobachten und sich anzupassen, man wird Ihr Entgegenkommen schätzen

Kommunizieren

In Costa Rica gibt es Telefonzellen fast an jeder Ecke. Am besten kauft man sich eine Telefonkarte. Es gibt zwei Sorten davon: die eine funktioniert mit Chip, die andere mit einem PIN-Code. Die PIN-Code Karte ist zu bevorzugen, da nicht alle öffentlichen Telefone die Chip-Karte akzeptieren. Diese Karten werden fast überall in kleinen Geschäften verkauft, in San José zudem auf der Straße. Die Karten sind für 500, 1000 oder 3000 Colones zu erhalten. Für internationale Gespräche braucht man die 3000 Colones Karte. Damit kann man ungefähr 10 min in die Schweiz oder nach Deutschland telefonieren. Lokale Gespräche sind dagegen sehr günstig.

Internetcafés sind weit verbreitet. Fast in jedem Dorf gibt es wohl Internetcafés. Die Kosten variieren stark. Für eine Stunde bezahlt man ungefähr von 150-700 Colones. Zum Teil gibt es Rabatt für Studenten - nachfragen. Sollte mal ein günstiges Café ausfindig gemacht haben, ist die wohl günstigste Telefonvariante über div. Kommunikationsplattformen. Kopfhörer und auch SD-Kartenleser sind in vielen Internetcafés zum Leih vorhanden.

Ab Mitte 2006 wurden Roamingabkommen mit den großen europäischen Netzbetreibern geschlossen. Das heisst, dass das costaricanische GSM-Netz mit europäischen Mobiltelefonen genutzt werden kann. Im Zweifelsfall also Ihren Netzbetreiber fragen.

Weblinks






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