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Chile

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Südamerika : Chile
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Lage
noframe
Flagge
Ci-flag.png
Kurzdaten
Hauptstadt: Santiago de Chile
Staatsform: Präsidialrepublik
Währung: Chilenischer Peso (CLP)
Fläche: 757.000 km²
Bevölkerung: 15,8 Mio
Sprachen: Spanisch
Religionen: Römisch katholisch 70%, Protestantisch 15%, Jüdisch zu vernachlässigen
Telefonvorwahl: +56
Internet TLD: .cl
Zeitzone: MEZ+4


Karte von Chile

Chile ist ein Land in Südamerika. Es erstreckt sich entlang der Pazifikküste in Nord-Süd-Richtung. Angrenzende Länder sind Peru, Bolivien und Argentinien.

Regionen[Bearbeiten]

Chile wird administrativ in 13 Regionen eingeteilt u.a.X. Región Los Lagos. Diese sind von Norden nach Süden durchnummeriert. Die Region Metropolitana mit Santiago als Hauptstadt, zwischen der 5.und 6. Region gelegen, ist die nicht nummerierte 13. Region.

Allgemeiner kann man Chile in die folgenden Landschaften einteilen:

  • der große Norden - die großen Wüstengebiete im Norden (Altiplano, Atacama)
  • der kleine Norden - die Halbwüstengebiete von Los Vilos bis etwa zum Rio Copiapó
  • Zentralchile mit mediterranem Klima - Die Hauptstadtregion sowie die Regionen nördlich und südlich davon
  • der kleine Süden - die Seenregion, die kalten Regenwaldgebiete um Puerto Montt, die Inselgruppe Chiloé
  • der große Süden - etwa ab Puerto Aisen bis Feuerland

Eine weitere Gliederung ergibt sich durch die Anden, die Chile von Norden bis Süden komplett durchziehen. Diese gliedern sich in eine Küstenkordilliere, das große Längstal und die östliche Kordilliere. Das große Längstal senkt sich kontinuierlich ab und verschwindet südlich von Puerto Montt komplett im Meer, während die Küstenkordilliere die Inselketten und Fjorde vor der Küste bildet.

Städte[Bearbeiten]

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Im Norden:

  • Chuquicamata Die größte offene Kupfermine der Welt, das größte von Menschen gegrabene Loch dieser Welt.
  • San Pedro de Atacama Ein Touristik-Zentrum mitten in der Atacama Wüste. Die Landschaft der Umgebung ist atemberaubend. Nur ein paar der möglichen Ausflüge: Ritte durch Mondlandschaften, das Besteigen von Sanddünen, die Geysire von El Tatio, Schweben im gesättigten Wasser von Salzlagunen.
  • Das VLT - Very Large Telescope in Paranal - ist das weltgrößte optische Teleskop. Führungen sind nur nach Voranmeldung mit zum Teil erheblichen Wartezeiten möglich. Betreiber ist die ESO - European Southern Observatory.
  • Das [Valle de Elqui] liegt östlich der Hafenstadt La Serena und fasziniert seine Besucher mit seiner einzigartigen Natur: die kahlen Bergen der Halbwüste, das fruchtbare Tal voller Weinplantagen für die Piscoproduktion und dem fast ganzjährig blauen Himmel, der nachts zu Sternobservationen einlädt. Allerlei Touren für Outdoorfans, um das Tal, und seine Besonderheiten kennenzulernen, bietet eine Tourismusagentur in Pisco Elqui an.

Im Süden:

  • Der Nationalpark Conguillio am Fuße des aktiven Vulkans Llaima wird als der schönste NP in Chile bezeichnet. Urtümliche Araucarienwälder neben kristallklaren Seen bieten wunderschöne Blicke. Der Park ist von Temuco aus über Cunco [1] Melipeuco das ganze Jahr über befahrbar. Die zweite Zufahrt über Curacautin ist nur Sommers befahrbar weil die Erdstrasse im Park dort stellenweise nicht passierbar ist

Hintergrund[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Flugzeug[Bearbeiten]

Der große internationale Flughafen von Santiago Arturo Merino Benítez (AMB, Flughafenkürzel=SCL) wird eigentlich von fast allen großen Fluggesellschaften und Kooperationen derselben mehrmals täglich angeflogen. Am sinnvollsten ist der Hinflug mit einer Linie der "Oneworld"-Alliance (z.B. LAN Chile, Iberia). Da bei Inlandsflügen mit LAN Chile manchmal beim Übergepäck ein Auge zugedrückt wird, lohnt sich auch ein eventueller Mehrpreis dafür.

Empfehlenswert sind Flüge aus Deutschland über Madrid, Rio oder Buenos Aires (ca. 18h). Flüge über die USA z.B. mit United Airlines oder Delta Air dauern hingegen sehr lange (ca. 30h), haben aber den Vorteil, dass man dabei mehr als doppelt soviel Gepäck mitnehmen darf (2 Gepäckstücke zu je 23 Kilogramm plus Handgepäck).

Transport im Land[Bearbeiten]

Flugzeug[Bearbeiten]

Neben LAN Chile gibt es noch Aerolineas del Sur und Sky-Airline, die Inlandsverbindungen anbieten. Normalerweise sind sie etwas günstiger als Lan aber man sollte trotzdem immer alle drei Fluggesellschaften miteinander vergleichen. Billigangebote für z.B. 1€ gibt es aber nie. Es gilt jedoch je Früher man bucht, desto günstiger fliegt man (von Last-Minute Angeboten abgesehen). Inlandsflüge für 20-40 Euro sind leicht zu bekommen.

Bahn[Bearbeiten]

Die Züge verkehren vor allem auf der Hauptstrecke von Santiago in Richtung Süden bis Temuco. Seit Anfang Januar ist auch das letzte Teilstück der Bahntrasse von Temuco nach Puerto Montt, das bei den Erdbeben in den 60er Jahren schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde, wieder hergerichtet. Momentan wird auch Valdivia wieder an das Bahnnetz angeschlossen werden.

In den Ballungszentren von Santiago de Chile, Valparaíso/Viña del Mar und Concepción/Talcahuano verkehren moderne Vorortzüge.

Im Norden gibt es lediglich noch einen Passagierdienst von Calama nach Uyuni in Bolivien, der von der bolivianischen Empresa Ferroviaria Andina SA bedient wird, aber zur Zeit eingestellt ist.

Ins Colchagua-Tal fährt am Wochenende der Tren del Vino, eine recht touristische Museumsbahn, von San Fernando nach Santa Cruz.

Bus[Bearbeiten]

Das Bussystem in Chile ist ziemlich perfekt ausgebaut. Es gibt viele große Busgesellschaften, die ständig von den städtischen Busterminals (oft sehr zentral) fast jeden Winkel des Landes erreichen, zumindest in Zentralchile. Im Süden wird es damit etwas spärlicher, manchmal fahren nur 2 Busse pro Woche zu überregionalen Zielen (z.B. Osorno-Coihaique).

Es gibt unterschiedliche Klassen (von Premium bis Classico), die normalerweise deutlich besser sind als europäische Busse. In der obersten Klasse hat man z.B. eine 1,80 lange Liegefläche für sich. Die Hauptbusunternehmen sind Turbus (www.turbus.com) und Pullman (www.pullman.cl). Turbus ist meistens etwas teurer aber dafür bieten die Busse auch mehr Platz.

Wenn man längere Strecken zurück legen möchte empfielt sich ein Nachtbus. Man schläft abends ein und ist morgens da. Alles was südlicher als Puerto Montt liegt, wird von den großen Busunternehmen nicht mehr angefahren.

Aus allen Nachbarländern verkehren regelmäßige Busverbindungen nach Chile.

Auto[Bearbeiten]

Für das Auto fahren in Chile benötigt man den Führerschein des Herkunftslandes – aber um Schwierigkeiten beispielsweise bei Polizeikontrollen zu vermeiden, ist zusätzlich ein internationaler Führerschein ratsam. Solche Kontrollen finden auf vielen Landstraßen regelmäßig statt, wobei Fahrzeugpapiere und Führerschein geprüft werden. Die Verkehrsregeln- und Zeichen entsprechen denen in Europa. Leider werden sie selten respektiert bzw. anders interpretiert. Autofahren in Santiago ist mit Rom (Italien) zu vergleichen. An Zebrastreifen sollte man lieber zwei Mal schauen, bevor man die Straße überquert.

Das Tempolimit beträgt auf Autobahnen 120 km/h, 100 km/h auf Landstraßen sowie 60 km/h innerorts. Nachts sollte man besonders aufmerksam fahren: Straßen und andere Verkehrsteilnehmer sind teilweise nicht beleuchtet und schlecht zu erkennen.

Auf der von La Serena bis Puerto Montt mittlerweile durchgehend als Autobahn (mautpflichtig) ausgebauten Panamericana / Ruta 5 kommt man recht schnell voran. Auch sonst sind viele Hauptstraßen asphaltiert und gut ausgebaut. Langsamer kommt man auf den Schotterstraßen ("Rípio") voran, ohne Geländewagen hält sich das Fahrvergnügen auf diesen Straßen doch sehr in Grenzen. Einen guten Überblick über den aktuellen Ausbaustand erhält man auf der Website von Turistel unter "Mapas Ruteros". Überhaupt bietet der Verlag Turiscom sehr gutes Kartenmaterial und Reiseführer an, das aber leider nur in Chile erhältlich ist. Informationen zu Straßenzuständen, der ungefähren Reisezeit sowie Entfernungen (auf deutsch) zu mehr als 120 Routen in Chile bietet die Website von cochera andina. Um sicher zu reisen und keine unangenehmen Überraschungen zu erleben, ist es sehr empfehlenswert, sich im Vorfeld genau über die geplante Route zu informieren und ein Mietfahrzeug zu wählen, das für den Straßenzustand ausgelegt ist.

Eine echte Pionierstraße ist die Carretera Austral, die irgendwann einmal die Provinz Magallanes mit dem Rest Chiles verbinden soll. Dazwischen liegen allerdings das patagonische Inlandeis, jede Menge Fjorde und Bergrücken. Bis es also vielleicht irgendwann so weit ist, müssen alle Straßentransporte in den Süden den Weg durch Argentinien nehmen.

Tankstellen ("Servicentros") sind an und für sich ausreichend vorhanden, allerdings gilt das nicht für besonders entlegene Gebiete wie den Norden oder die Carretera Austral. Hier sollte man alle Gelegenheiten zum Tanken nutzen! Wichtigste Ketten sind Copec, Esso, Shell und Repsol/YPF. Benzin ist grundsätzlich bleifrei und wird in 93, 95 und 97 Oktan angeboten. Achtung: Je höher man in die Anden kommt, desto mehr steigt auch der Benzinverbrauch, oft auf über 20 Liter pro 100 km. Wählen Sie auch kein Fahrzeug, das zu schwach motorisiert ist.

Mietwagen: Neben den international bekannten Anbietern wie Avis, Hertz, Budget und Alamo gibt es jede Menge lokale Firmen, die meistens (aber nicht immer) ebenso zuverlässig sind. Mitglieder des ADAC erhalten bei der Autovermietung des Automovíl Club de Chile einen Rabatt.

Schiff[Bearbeiten]

Fähren: Eine wichtige Rolle im Süden Chiles spielen die Fähren, die zahlreiche Fjorde vor allem südlich von Puerto Montt sowie zwischen der Insel Chiloé und dem Festland anlaufen. Auch die einzelnen Teilstücke der Carretera Austral werden von den Fähren zusammengehalten. Ein Klassiker unter Rucksacktouristen ist die mehrtägige Reise mit der Puerto Edén durch die chilenischen Fjorde von Puerto Montt nach Puerto Natales.

Auch nach Feuerland gibt es mehrere Fährverbindungen, unter anderem von Punta Arenas nach und über die Meerenge Primera Angostura in der Magellanstrasse.

Kreuzfahrtschiffe: Immer mehr Kreuzfahrtschiffe aller Größen tummeln sich in chilenischen Gewässern. Nicht zuletzt weil Kreuzfahrt-Touristen als besonders lukrative Gruppe gelten wird auch die Infrastruktur ausgebaut. Um großen Kreuzfahrtschiffen die Zufahrt nach Puerto Natales zu ermöglichen und damit den Nationalpark Torres del Paine für Kreuzfahrt-Touristen zu erschließen, soll sogar die Meerenge von Paso Kirke breiter gesprengt werden. Besonders beliebt sind Expeditions-Kreuzfahrten mit Abstecher in die Antarktis. Allerdings muß man dafür recht tief in die Tasche greifen.

Osterinsel und Isla Robinson Crusoe: Zu diesen beiden Inseln existiert keine regelmäßige kommerzielle Schiffsverbindung. Theoretisch gibt es zwar die Möglichkeit mit einem Versorgungsschiff der chilenischen Marine auf die Inseln zu Reisen, aber auch nur wenn die Reise nachweislich dem Gemeinwohl dient (was auch immer damit gemeint ist). Und selbst dann haben Inselbewohner jederzeit Vorrang vor Touristen, so daß die Wahrscheinlichkeit daß man tatsächlich mitkommt wohl ziemlich klein ist.

Sprache[Bearbeiten]

Die Verkehrssprache ist spanisch. Allerdings werden in Chile oft Silben und Endungen "verschluckt", also nicht oder nicht deutlich gesprochen. Zudem gibt es viele Ausdrücke (Modismen), die nur in Chile benutzt werden. Die Verständigung ist von daher nicht sehr einfach für Menschen, die in der spanischen Sprache nicht sicher genug sind.

Daneben gibt es noch Sprachen der indigenen Minderheiten wie der Mapuche, die allerdings bei Reisen durchs Land nicht von Bedeutung sind, da auch diese Minderheiten Spanisch sprechen.

Die meisten Chilenen sprechen kein Englisch, aber in der Hauptstadt Santiago findet man viele jüngere, die recht gut in Englisch sind.

Es gibt auch einen geringen Anteil Chilenen, insbesondere in der Mittel- und Oberschicht, die deutsch sprechen, da ihre Vorfahren (meistens vor mehreren Generationen) aus Deutschland gekommen sind und/oder weil sie auf einer der zahlreichen "Deutschen Schulen" Deutsch gelernt haben.

Kaufen[Bearbeiten]

In Chile existieren neben dem Chilenischen Peso (CLP) noch andere Verrechnungseinheiten, in denen bisweilen Kredite, Versicherungs- und Mietverträge, aber auch andere finanzielle Transaktionen abgeschlossen werden. Eine davon ist die sogenannte UF (UF = Unidad de fomento), die andere, die sich ausschließlich nach dem Verbraucherpreisindex (IPC = Indice de Precios al Consumidor) richtet und deren Wert monatlich festgelegt wird, ist die UTM (Unidad Tributario Mensual)

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Bis vor wenigen Jahren sahen die Speisekarten in chilenischen Restaurants sehr eintönig aus. Es gab Rindfleisch (Lomo), Hähnchen (Pollo) oder Fisch (Pescado). Alles meist ohne Soße und aus der Pfanne oder dem Ofen. Als Beilagen standen meist nur Reis, Pommes Frites, einfacher Salat oder Kartoffelpuree zur Auswahl. In den besseren Restaurants, insbesondere am Meer, gab es zusätzlich noch Meeresfrüchte als Vorspeise.

Seit etwa dem Jahr 2000 vollzieht sich aber in der chilenischen Küche ein grundlegender Wandel. Immer mehr junge Köche entdecken den Reichtum des Landes an verschiedenen Zutaten, vor allem die unglaubliche Vielfalt an Fischarten und anderen Meerestieren, an Früchten und Gemüsearten. Sie beginnen, mit den Zutaten sehr stilvoll zu experimentieren und entwickeln aus typischen chilenischen Zutaten sehr leckere und einfallsreiche Kreationen. Leichte Anleihen aus der europäischen Küche, insbesondere der italienischen und französischen, sind zwar zu erkennen, aber es wird keineswegs kopiert. So gut wie immer bleibt die typisch "chilenische Note" erhalten. Besonders die Hauptstadt Santiago befindet sich in einer spannenden kulinarischen Phase, aber auch in der Provinz ist der Trend weg vom früher allgegenwärtigen "Lomo con arroz" (Rindfleisch mit Reis) deutlich zu spüren.

Abgerundet wird dieser positive Trend dadurch, dass auch wirklich traditionelle chilenische Gerichte, die früher nur selten in Restaurants zu finden waren, sondern nur zu festlichen Anlässen im privaten Kreis auf den Tisch kamen, den Weg in die Restaurants gefunden haben. Die Zubereitung ist oft sehr aufwändig, so dass es inzwischen einige Restaurants gibt, die sich aussschließlich der traditionellen chilenischen Küche verschrieben haben.

Zu den traditionellen Gerichten gehört an erster Stelle die "Empanada", eine Teigtasche, die entweder mit Käse gefüllt und frittiert ist, oder mit einer Füllung aus Fleisch, Zwiebeln, Ei und Olive aus dem Ofen kommt. Manchmal sind auch Empanadas mit Meeresfrüchten zu finden. Empanadas werden meist als Vorspeise serviert. Weitere traditionelle Gerichte sind z.B.: Conejo Escabechado (geschmortes Kanninchen), Carne Asada (gegrilltes Rindfleisch), Pastel de Choclo (Maisauflauf mit Fleischfüllung) oder Humitas (Maisklöße im Maisblatt). Immer wiederkehrende typische Zutaten sind z.B.: Palta (Avocado), Cilantro (Korianderkraut), Zapallo (eine Kürbisart), Alcachofas (Artischocken), Apio (Stangensellerie), Aji (eine Paste aus Chili und Knoblauch), Pebre (eine Soße aus Zitronensaft, Öl, Tomate, Zwiebeln, Petersilie, grüner Chili und Korianderkraut), Congrio (Meeraal, Sehr leckere), Centolla (Königskrabbe), Machas (eine Muschelart), Jaibas (eine Krebsart), Locos (eine Meeresschnecke), Erizos (Seeigel).

Ausgehen[Bearbeiten]

In Santiago ist zum Beispiel der Paseo Mar oder die Calle Suiza bei Nacht sehr zu empfehlen. Valparaiso hat auch seine schönen Ecken, in Rancagua gibt es beispielsweise die Disco Broadway oder in Machalí die Salsothek. Ebenfalls empfehlenswert sind Saltos del Laja, Termas del Flaco und Las Penas. Eine Ubersicht ueber aktuelle Angebote von Restaurants und Geschaeften findest du auf Dongo.cl.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Chile bietet ein breit gefächertes Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten. Vom Luxushotels mit Preisen wie in Europa bis zu einfachen Herbergen oder Hostals ist alles vorhanden.

Hotels

Bandbreite und Ausstattung in etwa mit Europa vergleichbar.


Hostals

Vor allem für Rucksacktouristen bieten sich Hostals als Übernachtungsmöglichkeit an. In den meisten Hostals stehen Einzel-, Doppelzimmer oder Dormitorios (Mehrbettzimmer, nur Männer,nur Frauen oder gemischt) zur Verfügung. Vor allem in den entlegeneren Teilen (San Pedro de Atacam, Arica etc.) und in der Hochsaison ist es ratsam das Zimmer vorab per Mail zu reservieren. Ebenso können in den Hostals die verschiedensten Touren gebucht werden, was vor allem für Leute die des spanischen nicht mächtig sind von Vorteil ist.

Infoseiten: www.backpackerschile.com, www.hostalworld.com

Arbeiten[Bearbeiten]

Die Arbeitszeiten betragen in einigen Firmen 10 Stunden und mehr pro Tag. Besser organisierte Firmen geben eine Arbeitszeit von 8 Stunden vor. Jedoch gibt es viele Teilzeitarbeiten.

Lehrer beispielsweise in Sprachschulen werden gewoehnlich pro Stunde bezahlt.

Der Lohn in Chile ist sehr unterschiedlich. Er betraegt von etwa 15 Euro pro TAG bis zu 30 Euro pro Stunde (240 pro Tag)

Der Urlaub richtet sich nach der Länge der Betriebszugehörigkeit und liegt bei ca. 15 Tagen pro Jahr.

Feiertage[Bearbeiten]

Chile ist wie das gesamte Südamerika stark christlich geprägt. Daher entstammen viele gesetzliche Feiertage dem Christentum.

Termin Name Bedeutung
01.01. Neujahrstag
25.03. Karfreitag
01.05. Tag der Arbeit
21.05. Seeschlacht bei Iquique Seeschlacht 1879 während des Salpeterkriegs mit Bolivien, in der Arturo Pratt (chilenischer Nationalheld) ums Leben kam.
29.06. Peter und Paul
15.08. Mariae Himmelfahrt
18.09. Unabhängigkeitstag Am 18.09.1810 erklärte eine Junta die Unabhängigkeit Chiles von Spanien
19.09. Tag des Heeres Militärparade in Santiago
12.10. Ibero-Amerika-Tag Tag der Entdeckung Amerikas durch Christoph Columbus
31.10. Reformationstag Erstmals 2008, auf Antrag der wachsenden evang. Kirchen vom Parlament eingeführt
01.11. Allerheiligen
08.12. Mariae Empfängnis
25.12. Weihnachtsfeiertag

Sicherheit[Bearbeiten]

Chile ist eines der sichersten Länder Südamerikas. Man kann auch allein durch das Land reisen. In Valparaiso sollte man abends etwas vorsichtiger in den Hafenvierteln sein aber die Touristischen Regionen sind relativ sicher. Leider wird jedoch ziemlich viel gestohlen und das mit Tricks. Wenn sie mit dem Bus durch Chile reisen sollten sie ganz besonders bei Zwischenstopps auf ihre Wertsachen aufpassen. Diese kurzen Stopps werden ausgenutzt da der Bestohlene in der Regel gleich weiterreist und nicht Zeit hat um zur Polizei zu gehen. Wenn sie ein Häuschen oder ein Appartement mieten seien sie bei der Anreise nicht zu auffällig und zeigen sie nicht, dass sie Geld haben. iPhone, Laptop und teurer Schmuck bleibt am besten in Europa. Wichtige Dokumente wie Reisepass, Flugtickets und Notfallsgeld sollten sie immer in einer ,von der Elektronik separierten, Tasche aufbewahren da diese sonst unbeabsichtigt mit dem "Zielobjekt" mitgestohlen werden kann. Falls sie ein Auto mieten, sollten sie es immer (wenn irgendwie möglich) auf bewachten Parkplätzen abstellen. Manchmal gibt man den Bewachern auch den Autoschlüssel damit sie den Wagen umparken können. Es gibt offizielle und inoffizielle "Bewacher", wobei die inoffiziellen fast immer genauso vertrauenswürdig wie die offiziellen sind und man ihnen auch den Autoschlüssel überlassen kann. Diese Menschen leben davon und verdienen Geld und stehlen selten, die meisten Menschen auf der Welt werden ja nicht freiwillig kriminell, sondern weil sie es anders nicht schaffen. Generell sollte man in Chile in der Nacht nicht den Stadtkern verlassen da es dort zu Problemen kommen kann. Auch Parks sollte man bei Dunkelheit meiden.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

In Chile sind normalerweise keine unvorhersehbaren und ernsthaften Gesundheitsgefahren zu erwarten. Möglicherweise wird man Opfer der "Chilenitis", der lokale Variante von "Montezumas Rache".

Bei Reisen in den Norden wird wegen der Gefahr der Chagas-Erkrankung (Übertragung durch nachtaktive Wanzen) vor Übernachtungen in einfachsten Unterkünften wie z.B. Lehmhütten gewarnt. Insbesondere bei Reise von der Küste in die Anden sollte dort auch auf ausreichende Akklimatisierung (Höhenkrankheit!) geachtet werden.

Im Süden besteht ein gewisses Risiko der Infektion mit dem Hanta-Virus (Übertragung durch Ratten), insbesondere in den Regionen VI, VII und VIII. Außerdem macht sich, besonders in der südlichsten Region Magallanes das Ozonloch über der Antarktis bemerkbar - trotz der meist kühlen Temperaturen ist Sonnenschutz zu empfehlen.

Ärztliche Versorgung: Im Vergleich zu anderen südamerikanischen Ländern ist das chilenische Gesundheitssystem recht gut ausgebaut - allerdings sind die privaten Kliniken meist die besseren (wenn auch teureren) Einrichtungen. Auf jeden Fall notwendig ist daher der Abschluß einer Auslands- krankenversicherung. Auf dem Land gibt es einfache Krankenhäuser und Gesundheitsstationen, komplizierte Fälle müssen in die größeren Städte ausgeflogen werden.

Eines der angesehensten und modernsten Krankenhäuser in Chile ist die Clinica Alemana in Santiago, die bereits 1918 von der deutschen Gemeinde gegründet wurde. Weitere "deutsche Kliniken" finden sich vor allem im Süden des Landes, so in Concepción, Temuco, Valdivia, Osorno und Puerto Varas.

Apotheken: Bei kleineren Beschwerden ist die Apotheke die erste Anlaufstelle. Zumindest in den größeren Städten ist es kein Problem eine Apotheke zu finden, es gibt sie praktisch an jeder Ecke und meist zu einer der großen Ketten (z.B. Farmacias Ahumada, Cruz Verde oder Salco Brand) zugehörig. Dort gibt es neben Arzneimitteln auch Drogerieartikel und oftmals auch Geldautomaten.

Impfungen: Bei Einreise aus Europa sind derzeit keine Impfungen zwingend vorgeschrieben; allerdings sind für Chile unbedingt folgende Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie sowie Hepatitis A angeraten. Dazu sind bei Individual- und Abenteuerreisenden auch Impfungen gegen Typhus und Hepatitis B zu empfehlen.

Klima[Bearbeiten]

Chile hat sehr unterschiedliche Klimazonen, für die aber alle ein besonders ausgeprägter Tagesgradient in der Temperaturkurve gilt. Die Schwankungen zwischen Tag und Nacht können bis 15°C ausmachen. Deshalb gilt die Faustregel: Sonnenuntergang = Pullover anziehen.

Im Norden von Chile beispielsweisse gibt es keinen Winter, die Temperaturen entlang der noerdlichen Kueste betragen tagsüber das ganze Jahr hindurch zwischen 15 und 29 mit vorwiegend Sonnenscheintagen.

Im Mittelteil Chiles sind die Temperaturen aehnlich, jedoch gibt es in den Wintermonaten (Juni bis September) an den Küstenstreifen fast taeglich kuehle Nebel die abends vom Meer hereinziehen und bis in die Morgenstunden bleiben. Diese Nebel bewirken einen Temperatursturz von bis zu etwa 5 Grad Celsius in der Nacht.

Im Suedteil Chiles ist es ueberwiegend kuehl das ganze Jahr hindurch. Es gibt viele Regentage und auch im Sommer muss gelegentlich geheizt werden. Es gibt jedoch an einigen Tagen auch einen Fön von den Anden, genannt puelches. Dann gibt es bei sturmartigen Böen und Temperaturen über 30°C höchste Waldbrandgefahr.

Der Nord und Mittelteil von Chile ist vorwiegend trocken und daher gibt es hier die besten astronomischen Observatorien der Welt, z.B. die Europäische Südsternwarte (ESO). Es gibt hier die trockenste Wueste der Welt (Atacama Wueste).

Im Januar 2006 wurde entschieden dass auf dem Hochplateau Chajnator auf 5000m Höhe in der Nähe von San Pedro de la Atacama das groesste radioastronomische Observatorium der Welt gebaut werden soll, im Norden von Chile. Es soll im Jahre 2012 fertiggestellt werden.

Respekt[Bearbeiten]

Wenn sie zuvorkommend und respektvoll zu den Menschen sind, werden diese es auch sein. Sie sollten zwar aufpassen, dass sie nicht übers Ohr gehauen werden (z.B. im Taxi), aber sie sollten auf keinen Fall davon ausgehen, dass die Leute das tun wollen. Das ist beleidigend. Auch sollten sie kein Bestechungsversuche bei Polizei o.ä. unternehmen, nur wenn man diskret darauf aufgefordert wird (was einem als Tourist in einer schwierigen Situation manchmal helfen kann). Über Preise zu verhandeln ist eher unüblich, jedoch wenn ihnen der Preis übertrieben hoch vorkommt, können sie es ja probieren. Die chilenische Frau ist eher emanzipiert, vielleicht nicht so wie in Europa, aber grundsätzlich wird sie respektvoll behandelt. Wenn sie in Städte fahren, welche nur durch Tourismus "am Leben bleiben" werden sie sehr respektvoll behandelt und die Menschen werden alles probieren, damit sie sich wohl fühlen, aber in Außenbezirken großer Städte kann es sein, dass ein Tourist als nervig angesehen wird. Am besten sie zeigen nicht zu sehr, dass sie ein "Fotoapparat-Sonnenhut-Bermudashort"-Tourist sind.

Kommunizieren[Bearbeiten]

70% aller chilenischen Unternehmen besitzen einen Internetanschluss.





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