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Die Senke ist mindestens seit dem '''Paläolithikum''' (Altsteinzeit) besiedelt, wohl nicht so sehr die Senke selbst als vielmehr die Berghänge. Das Klima unterschied sich vom heutigen deutlich: die sich damals abwechselnden Trocken und Feuchtzeiten ermöglichten eine Steppenlandschaft mit zugehöriger Tierwelt (Gazellen, Strauße usw.). Ihre Hinterlassenschaften, z.B. in [[Umm ed-Dabādib]], sind vorwiegend Feuersteinwerkzeuge. Aus dem Neolithikum (Jungsteinzeit) stammen neben Feuersteinwerkzeugen auch Felszeichnungen, z.B. am [[Gebel eṭ-Ṭeir]] und südlich des Darb el-Ghubbarī auf halben Weg nach [[Dāchla|ed-Dāchla]].
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Die Senke ist mindestens seit dem '''Paläolithikum''' (Altsteinzeit) besiedelt, wohl nicht so sehr die Senke selbst als vielmehr die Berghänge. Das Klima unterschied sich vom heutigen deutlich: die sich damals abwechselnden Trocken und Feuchtzeiten ermöglichten eine Steppenlandschaft mit zugehöriger Tierwelt (Gazellen, Strauße usw.). Ihre Hinterlassenschaften, z.B. in [[ʿAin Umm ed-Dabādib|Ain Umm ed-Dabādib]], sind vorwiegend Feuersteinwerkzeuge. Aus dem Neolithikum (Jungsteinzeit) stammen neben Feuersteinwerkzeugen auch Felszeichnungen, z.B. am [[Gebel eṭ-Ṭeir]] und südlich des Darb el-Ghubbarī auf halben Weg nach [[Dāchla|ed-Dāchla]].
  
 
Aus '''altägyptischen Zeiten''', zumindest zwischen dem Alten und dem Neuen Reich fehlen (noch) archäologische Zeugnisse. Das Alte Ägypten trieb Handel mit seinen Nachbarn im heutigen [[Libyen]] und [[Sudan]]. Mit dem Esel als damals einzig bekanntem Lasttier – das Kamel wird erst unter den Persern eingeführt – konnte man Wegstrecken über 200 km kaum durchführen, nach spätestens drei Tagen braucht ein Esel Wasser. Alle Karawanen müssen über el-Chārga geführt und hier Rast gemacht haben. Als Indizien sollen hier die erst 1971/1972 entdeckte Mastabagräber und der Gouverneurspalast von [[Balat]] in [[Dāchla|ed-Dāchla]] aus der 6. Dynastie, die Biografie des Herchuf an seinem Grabe 34n in [[Assuan/West Bank|Qubbet el-Hawa]], in der er Transporte entlang der Oasenstraße, dem [[Darb el-Arbaʿīn]], nennt und die ebenfalls aus der 6. Dynastie stammt. Im Neuen Reich gibt es Berichte über die Lieferung landwirtschaftlicher und mineralischer Erzeugnisse aus el-Chārga in den [[Luxor/West Bank|thebanischen Gräbern]] bzw. im [[Luxor]]-Tempel. Die Nähe zu [[Luxor]] und die Tatsache, dass in el-Chārga dieselben Hauptgötter wie in Theben verehrt wurden, lässt die Vermutung gerecht erscheinen, das die ersten Heiligtümer in el-Chārga bereits im Neuen Reich errichtet wurden.
 
Aus '''altägyptischen Zeiten''', zumindest zwischen dem Alten und dem Neuen Reich fehlen (noch) archäologische Zeugnisse. Das Alte Ägypten trieb Handel mit seinen Nachbarn im heutigen [[Libyen]] und [[Sudan]]. Mit dem Esel als damals einzig bekanntem Lasttier – das Kamel wird erst unter den Persern eingeführt – konnte man Wegstrecken über 200 km kaum durchführen, nach spätestens drei Tagen braucht ein Esel Wasser. Alle Karawanen müssen über el-Chārga geführt und hier Rast gemacht haben. Als Indizien sollen hier die erst 1971/1972 entdeckte Mastabagräber und der Gouverneurspalast von [[Balat]] in [[Dāchla|ed-Dāchla]] aus der 6. Dynastie, die Biografie des Herchuf an seinem Grabe 34n in [[Assuan/West Bank|Qubbet el-Hawa]], in der er Transporte entlang der Oasenstraße, dem [[Darb el-Arbaʿīn]], nennt und die ebenfalls aus der 6. Dynastie stammt. Im Neuen Reich gibt es Berichte über die Lieferung landwirtschaftlicher und mineralischer Erzeugnisse aus el-Chārga in den [[Luxor/West Bank|thebanischen Gräbern]] bzw. im [[Luxor]]-Tempel. Die Nähe zu [[Luxor]] und die Tatsache, dass in el-Chārga dieselben Hauptgötter wie in Theben verehrt wurden, lässt die Vermutung gerecht erscheinen, das die ersten Heiligtümer in el-Chārga bereits im Neuen Reich errichtet wurden.

Version vom 16. April 2006, 20:35 Uhr

Die Senke el-Charga (auch el-Kharga, el-Khargah, el-Khargeh, arab.: الواحات الخارجة, al-Wāḥāt al-Chārga, „die äußeren Oasen“) liegt bezogen auf die Nord-Süd-Lage im zentralen Teil der Libyschen Wüste (Ägypten), im Gouvernement Neues Tal (New Valley), etwa 200 km westlich von Luxor. Sie ist die größte bevölkerte Senke in der Libyschen Wüste. Sie reicht von 30° 25' O bis 30° 50' O (West – Ost) mit einer durchschnittlichen Breite von ca. 30 km und von 26° 00' N bis 24° 30' N (Nord – Süd) mit einer Länge von 200 km.

Inhaltsverzeichnis

Hintergrund

Namensgebung

El-Chārga wird zumeist mit der ca. 190 km westlich gelegenen Senke ed-Dāchla als „Doppeloase“ zusammengefasst. In altägyptischer Zeit hieß diese Doppelsenke wḥA.t oder wḥA.t rsy.t (die Oase bzw. die südliche Oase), aber auch knm.t (südliche Oase). In griechisch-römischer Zeit heißt diese Verwaltungseinheit Oasis magna oder Oasis megale (griech. ῎Οασις μεγάλη), d.h. „die Große Oase“. Die administrative Trennung erfolgt etwa ab dem 4. Jahrhundert n. Chr., sie trägt nun ihren heutigen Namen, die „äußeren Oasen“.

Politische und wirtschaftliche Bedeutung

Der Hauptort der Oase war Hībis, in arabischer Zeit auch el-Miamun genannt. Das Verwaltungszentrum der Doppelsenke war wohl immer in der Senke ed-Dāchla in Qalamun. Erst seit 1958 ist die Stadt el-Chārga die Hauptstadt des Gouvernements Neues Tal, das auch die Senken ed-Dāchla und Farāfra umfasst.

Die Senke verdankt ihre wirtschaftliche Bedeutung als Haltepunkt an verschiedenen Karawanenrouten nach Libyen und in den Sudan (der Darb el-Arba'īn). Zugleich ist sie Lieferant landwirtschaftlicher (Gemüse, Datteln, Wein) und mineralischer Erzeugnisse, zumindest seit dem altägyptischen Neuen Reich.

Lage

Die Senke (geografische Lage siehe oben) erhebt sich ca. 30 bis 90 m über NN. Insbesondere im Norden und im Osten wird die Senke von Gebirgszügen begrenzt, die eine Höhe bis ca. 400 m erreichen können. Die teils schroffen Abhänge dieser Gebirgszüge erschweren auch den Zugang vom bzw. zum Niltal. Die Senke el-Chārga kann nur über folgende sieben Pässe (arab. نقب, Naqb) erreicht werden (von Nord nach Süd):

  • Naqb Ramlīya (der Sandpass) liegt im äußersten Nordosten der Senke. Über diesen Pass führt die wohl berühmteste Piste, der 1800 km lange Darb el-Arbaʿīn von Asyūṭ in die Region Darfur im Sudan. Die moderne Asphaltstraße von Asyūṭ über die Stadt el-Chārga nach Bārīs folgt dieser alten Route.
  • 13 km südlich des erstgenannten Passes liegt der Naqb Yabsa, der eine Alternative zum Naqb Ramlīya darstellt.
  • Der Naqb Rufūf befindet sich 45 km nordöstlich der Stadt el-Chārga. Die Pisten, die ihren Ausgangspunkt in den Orten zwischen Sōhāg bis Abydos haben, erreichen die Senke über diesen Pass.
  • Der Naqb Umm Sighawāl (auch Naqb Abū Sighawāl) liegt etwas südlich des Naqb Rufūf. Von der Nilortschaft Girga (südlich von Sōhāg) oder von Abydos führt die Piste Darb Girga oder Darb ed-Deir zur Stadt el-Chārga vorbei an der römischen Festung Deir el-Munīra.
  • Der Naqb Būlāq befindet sich ca. 35 km südlich des Naqb Abū Sighawāl und ca. 25 km nordnordöstlich des gleichnamigen Dorfes. Den Pass erreicht man über die Piste von Armant (er-Rizaiqāt) aus.
  • Der Naqb el-Gāgā (auch Naqb el-Jaja, arab. نقب الجاجا) liegt nordöstlich des Dorfes el-Gāgā wird von Pisten aus Farschut (zwischen Qena und Abydos) oder Armant benutzt. Die heutige Asphaltstraße führt entlang des antiken Piste Darb el-Gāgā über diesen Pass zum Dorf el-Gāgā. Die Eisenbahnlinie LuxorQenael-Chārga verläuft ebenfalls über diesen Pass, ab zumeist weit nördlicher als die Straße, und gelangt zwischen el-Gāgā und Būlāq in die Senke.
  • Der südlichste Pass ist der Naqb Dūsch nordnordöstlich des gleichnamigen Dorfes. Pisten von Edfu und Esna aus erreichen hier die Senke.

Die Nachbarsenke ed-Dāchla erreicht man über zwei Pisten von el-Chārga aus, und zwar über die Pisten Darb ʿAin Amūr im Norden oder den Darb el-Ghubbarī. Die moderne Asphaltstraße folgt dem Darb el-Ghubbarī, in früheren zeiten war wohl der Darb ʿAin Amūr der beliebtere, weil ʿAin Amūr über einen Brunnen verfügte.

Die Ausläufer der Wanderdüne Ghurd Abū Muḥarrik passieren die Senke westlich der Straße nach Bārīs.

Geschichte

Die Senke ist mindestens seit dem Paläolithikum (Altsteinzeit) besiedelt, wohl nicht so sehr die Senke selbst als vielmehr die Berghänge. Das Klima unterschied sich vom heutigen deutlich: die sich damals abwechselnden Trocken und Feuchtzeiten ermöglichten eine Steppenlandschaft mit zugehöriger Tierwelt (Gazellen, Strauße usw.). Ihre Hinterlassenschaften, z.B. in Ain Umm ed-Dabādib, sind vorwiegend Feuersteinwerkzeuge. Aus dem Neolithikum (Jungsteinzeit) stammen neben Feuersteinwerkzeugen auch Felszeichnungen, z.B. am Gebel eṭ-Ṭeir und südlich des Darb el-Ghubbarī auf halben Weg nach ed-Dāchla.

Aus altägyptischen Zeiten, zumindest zwischen dem Alten und dem Neuen Reich fehlen (noch) archäologische Zeugnisse. Das Alte Ägypten trieb Handel mit seinen Nachbarn im heutigen Libyen und Sudan. Mit dem Esel als damals einzig bekanntem Lasttier – das Kamel wird erst unter den Persern eingeführt – konnte man Wegstrecken über 200 km kaum durchführen, nach spätestens drei Tagen braucht ein Esel Wasser. Alle Karawanen müssen über el-Chārga geführt und hier Rast gemacht haben. Als Indizien sollen hier die erst 1971/1972 entdeckte Mastabagräber und der Gouverneurspalast von Balat in ed-Dāchla aus der 6. Dynastie, die Biografie des Herchuf an seinem Grabe 34n in Qubbet el-Hawa, in der er Transporte entlang der Oasenstraße, dem Darb el-Arbaʿīn, nennt und die ebenfalls aus der 6. Dynastie stammt. Im Neuen Reich gibt es Berichte über die Lieferung landwirtschaftlicher und mineralischer Erzeugnisse aus el-Chārga in den thebanischen Gräbern bzw. im Luxor-Tempel. Die Nähe zu Luxor und die Tatsache, dass in el-Chārga dieselben Hauptgötter wie in Theben verehrt wurden, lässt die Vermutung gerecht erscheinen, das die ersten Heiligtümer in el-Chārga bereits im Neuen Reich errichtet wurden.

Die ältesten Tempel der Senke el-Chārga, nämlich der von Hībis und Ghweita, haben ihre Ursprünge in der Äthiopier- bzw. Saitenzeit (25. bzw. 26. Dynastie), auch wenn die Inschriften erst aus persischer Zeit stammen.

Seine Blüte erreicht die Senke in griechischer bzw. noch deutlicher in römischer Zeit. Die Römer unterhalten in Ägypten zwei Legionen Soldaten, in der Senke el-Chārga wohl bis zu 1000 Soldaten. Neben Militärposten und Garnisonen werden Siedlungen, Tempel und Aquädukte (arab. قناة, Qanāt) insbesondere im Nordteil der Senke erweitert oder neu angelegt. Die Festungen gehörten zu einem großen Festungssystem in Nordafrika. Die Aufgabe des hiesigen Militärs bestand in der Überwachung der Karawanenwege zum Niltal, nach ed-Dāchla und nach dem Sudan.

Auch als Verbannungsort dient die Senke seit römischer Zeit, häufig für die verfolgten Christen. Seit dem 3. Jahrhundert (n. Chr.) gibt es hier die ersten Christen, zu den berühmtesten Verbannten zählen Athanasius und Nestorius. Am Ende des vierten Jahrhunderts sind el-Chārga und ed-Dāchla fast vollständig christlich. Zahlreiche bedeutende Monumente wie der Friedhof el-Bagawāt und das Kloster 'Ain Mustafā Kāschif zeugen von dieser Zeit. El-Chārga wird zudem Bischofssitz. Immer wieder erfolgende Angriffe aus Nubien und Libyen und zunehmende Feindlichkeiten mit den Muslimen lassen das Christentum und den Bischofssitz im 14. Jahrhundert erlöschen.

Im Mittelalter ist die Senke teilweise verwaist, erst in mameluckischer Zeit werden hier wieder Soldaten zur Bewachung der Karawanenwege stationiert. Der Darb el-Arbaʿīn ist noch bis ins 19. Jahrhundert in Nutzung. Die Karawanenwege werden nicht nur für den Handel genutzt, sondern dienen auch als Wege für Mekka-Pilger aus Nordafrika. Während der britischen Okkupation Ägyptens werden hier ebenfalls Soldaten stationiert, die hier feindliche Angriffe aus dem Sudan und aus Libyen abwehren sollen.

1958 erlebt das damalige kleine Dorf el-Chārga einen bedeutenden Aufschwung. Unter Nasser wird das Gouvernement Neues Tal gebildet, zu dem auch die Senken ed-Dāchla und Farāfra gehören, und el-Chārga wird zu dessen Hauptstadt ausgebaut.

Als Reiseziele sind die Senken bisher auch noch nicht sehr bekannt. Das legt wohl zum einen an der Lage. Der teilweise große Aufwand schreckte auch in der Vergangenheit europäische Reisende ab. Die frühesten Reisenden wie z.B. der französische Reisende Poncet (1698) interessieren sich hauptsächlich für den Darb el-Arbaʿīn, die Senke selbst bietet wenig Sehenswertes. Der Anfang des 19. Jahrhunderts gilt als große Zeit der Entdeckungen in der Libyschen Wüste. Der Franzose Cailliaud entdeckt 1818 den Hībis-Tempel, ihm folgen Edmondstone (1819), die Briten Gardner Wilkinson (1825) und Hoskins (1832), die Deutschen Brugsch (1850 – 1880, erste wissenschaftliche Beschreibung des Hībis-Tempels), Rohlfs (1874), Schweinfurth (1875), von Bock (1888/9 und 1897/8, Beschreibung des Friedhofs el-Bagawāt), die britischen Kartografen Beadnell und Ball (1898), die amerikanischen Ägyptologie Winlock und Davies (1909 – 1913, 1926 – 1939, Beschreibung des Hībis-Tempels) und 1936 der deutsche Ägyptologe Naumann (Beschreibung der Tempel von el-Chārga).

In den 1970-er und 1980-er Jahren werden die Tempel vom Flugsand befreit. Seit dem gibt es auch wieder archäologische Forschungen und weitere Freilegungen.

Auch wenn mit teilweise großem Aufwand touristische Infrastruktur geschaffen wurde (Flughafen, das Pioneers Hotel), steckt der Tourismus immer noch in den Kinderschuhen. Touristen, die nach el-Chārga kommen, sind keine Badetouristen, sondern an den Altertümern und an der Wüste Interessierte. Und hierfür fehlt eine eigene Infrastruktur.

Regionen

Orte

Weitere Ziele

Im Norden der Stadt el-Chārga

  • Ain Umm ed-Dabādib (arab. عين إم الدبادب, ʿAin Umm ad-Dabādib) mit einer römischen Festung, einem Aquädukt und Felsgräbern.
  • Qasr el-Labacha (arab. قصر اللبخة, Qaṣr al-Labacha) mit einer römischen Festung, einem funktionstüchtigen Aquädukt samt Quelle und Tempeln.
  • Qasr el-Gibb (arab. قصر الجب, Qaṣr al-Ǧubb) ist der Standort einer römischen Festung.
  • Qasr es-Sumeira (arab. قصر السميرة, Qaṣr as-Sumaira) ist der Standort einer römischen Festung.
  • Tempel Ain et-Tarakwa (arab. عين التراكوة, ʿAin at-Tarākwa).
  • Qasr ed-Dabaschiya (arab. قصر الضباشية, Qaṣr aḍ-Ḍabāschīya) mit einem römischen Kolumbarium und Tempel.
  • Dorf el-Munira (arab. المنيرة, al-Munīra) mit einer großen römischen Festung im Osten des Dorfes.
  • Gebel et-Teir (arab. جبل الطير, Ǧabal aṭ-Ṭair) mit Felszeichnungen und der Maria-Höhle.
  • Dorf Muhammad Mustafa (arab. محمد مصطفى, Muḥammad Muṣṭafā)
  • Dorf 'Ezbet Muhammad Tuleib (arab. عزبة محمد طليب, ʿIzbat Muḥammad Ṭulaib)

Unmittelbar am nördlichen Stadtrand von el-Chārga

  • Der persische Hibis-Tempel (arab. هيبس, Hībis).
  • Der frühchristliche Friedhof Gabbānat el-Bagawāt (arab. جبانة البجوات, Ǧabbānat al-Baǧawāt, auch مقابر البجوات, Maqābir al-Baǧawāt), nördlich vom Hibis-Tempel.
  • Kloster Ain Mustafa Kaschif und Umgebung (arab. عين مصطفى كاشف, ʿAin Muṣṭafā Kāschif), einschließlich des Klosters und der Kapelle von ʿAin Saʿaf.
  • Der Tempel und das Dorf en-Nadura (arab. الناضورة, an-Nāḍūra) befinden sich östlich des Hibis-Tempels.

Im Westen der Stadt el-Chārga

  • Dorf und römische Siedlung Ain el-Bileida (arab. عين البليدة, ʿAin al-Bilaida).

Im Süden der Stadt el-Chārga

  • Tempel el-Ghweita (arab. الغويطة, al-Ghwaiṭa), Tempel der thebanischen Triade.
  • Tempel Qasr ez-Zaiyan (arab. قصر الزيان, Qaṣr az-Zaiyān), Tempel des Amenebis.

Im Norden von Bārīs

  • Gebel Tafnis (arab. جبل طفنيس, Ǧabal Ṭafnīs) mit griechischen, koptischen und arabischen Felsinschriften.
  • Kirche und Friedhof Ain Schams ed-Din (arab. عين شمس الدين, ʿAin Schams ad-Dīn)
  • Hassan-Fathy-Village (Neu-Baris).

Im Süden von Bārīs

  • Tempel Qasr Dusch (arab. قصر دوش, Qaṣr Dūsch), Tempel der Isis und des Sarapis.

Bedeutsame Gebirgszüge

  • Gebel el-'Aguz (arab. جبل العجوز, Ǧabal al-ʿAgūz)
  • Gebel esch-Scheich (arab. جبل الشيج, Ǧabal asch-Schaich)
  • Gebel Tarif (arab. جبل تارف, Ǧabal Tārif)

Anreise

Auto

Die Oase el-Chārga ist über Fernstraßen von Asyūṭ, ed-Dāchla oder Luxor aus erreichbar. Die Fernstraße von bzw. nach Luxor ist seit 2005 für den Verkehr geöffnet.

Bus

Die Anreise erfolgt üblicherweise mit dem Linienbus von ed-Dāchla oder Asyūṭ. Näheres erfahren Sie im Kapitel el-Chārga (Stadt).

Flugzeug

El-Chārga (UVL) besitzt zwar einen Flughafen im Norden der Stadt el-Chārga. Aufgrund zu geringer Passagierzahlen hat EgyptAir aber den Linienverkehr eingestellt.

Mobilität

Auto

Viele Ziele können Sie mit einem PKW oder Taxi erreichen.

Schwierigkeiten bereiten Exkursionen in die Wüste, weil es in el-Chārga ungefähr ein geländegängiges Fahrzeug gibt. Es gehört Mr. Mohsen Abd el-Monaem, PR-Manager der Egypt Tourist Authority, Tel.: (092) 792 1206, Fax: +20 (092) 792 1205, Wohnung: (092) 792 7896, Mobil: (010) 180 6127. Da er sehr umtriebig ist, besorgt er Ihnen, wenn sein Fahrzeug in Nutzung ist, ein Fahrzeug aus ed-Dāchla.

Ja, richtig: aus ed-Dāchla. Es ist durchaus sehr sinnvoll, die Wüstenexkursionen in die Senke el-Chārga vom 200 km entfernten ed-Dāchla aus zu planen bzw. durchzuführen. Ein geländegängige Fahrzeug mit Fahrer kostet aus ed-Dāchla ca. LE 700 – 800 (ca. 100 – 120 €); das aus el-Chārga vermittelte Fahrzeug leicht das Doppelte. Gut, manchmal geht es nicht anders.

Bus

Busse fahren von El-Chārga – Bārīs um 07:00, 09:00 und 14:00 Uhr; der Fahrpreis beträgt LE 4. Die zentrale Haltestelle ist die Bassatin-Station in el-Chārga, ca. 500 m westlich des Midan Bassatin (arab. ميدان البساتين, Mīdān el-Bassātīn) im Stadtzentrum.

Minibusse und Service-Taxis fahren auch nach ed-Dāchla, Asyūṭ und Bārīs. Die zentrale Haltestelle hierfür ist der Midan esch-Scha'ala (arab. ميدان السعلة, Mīdān asch-Schaʿala).

Sehenswürdigkeiten

Wenn Sie nur wenig Zeit haben (1 bis 2 Tage), so besuchen Sie in jedem Falle:

  • Den persische Hibis-Tempel (arab. هيبس, Hībis),
  • den frühchristliche Friedhof Gabbānat el-Bagawāt (arab. جبانة البجوات, Ǧabbānat al-Baǧawāt, auch مقابر البجوات, Maqābir al-Baǧawāt), nördlich vom Hibis-Tempel,
  • das Archäologische Museum in der Stadt el-Chārga und
  • den Tempel Qasr Dusch (arab. قصر دوش, Qaṣr Dūsch), Tempel der Isis und des Sarapis.

Aktivitäten

Küche

Restaurants finden Sie nur in der Stadt el-Chārga (Stadt).

Ausgehen

Unterkunft

Unterkunftsmöglichkeiten gibt es in el-Chārga (Stadt) und Bārīs.

Zudem gibt es weitere Unterkunftsmöglichkeiten in oder in der Nähe von Dörfen entlang der Straße el-Chārga (Stadt) nach Bārīs:

  • Camp Nasser (arab. مخيم ناصر, Mucheim Nāṣir) im Dorf Nasser (arab. قرية ناصر, Qarya Nāṣir), Tel.: +20 (092) 792 2088, ca. 10 km südlich von el-Chārga (Stadt).
  • Hotel Sahara City (arab. فندق صحارة سيتي, Funduq Ṣaḥāra Sītī) im Dorf eth-Thaura (arab. قرية الثورة, Qarya eṯ-Ṯaura), Tel. +20 (092) 762 0240, ca. 29 km südlich von el-Chārga (Stadt).
  • Camp Ayoon el-Wadi (arab. مخيم عيون الوادي, Muḥeim ʿAyūn el-Wādī) im Dorf Bulaq (arab. قرية بولاق, Qarya Būlāq).

Kommunizieren

Telefon

Die Telefonvorwahl für el-Chārga ist 092 bzw. 002092 von Deutschland aus. Seit 2005 sind alle Telefonnummern siebenstellig, den vormals sechsstelligen Telefonnummern wurde eine 7 vorangestellt. Mobiltelefonnummern sind hiervon nicht betroffen.

Sicherheit

Klima

Weiter geht's

Weblinks


Varianten

Aktionen

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