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Brasilien: Unterschied zwischen den Versionen

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== Respekt ==
 
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Brasilianer sind in der Regel sehr offen und sprechen frei über ihre Probleme, vor allem über politische Korruption und andere Probleme. Aber nicht sie nachzuahmen, da sie wahrscheinlich beleidigt fühlen, wenn Sie ihr Land oder ihre Bräuche zu kritisieren sind. In einigen kleinen Städten, kann die lokale Politik ein heikles Thema sein und man sollte vorsichtig sein, wenn darüber zu reden. Seien Sie höflich, wie immer.
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Brasilianer sind in der Regel sehr offen und sprechen frei über ihre Probleme, vor allem über politische Korruption und andere Probleme. Es ist allerdings nicht empfehlenswert als Tourist sich negativ über die brasilianische Politik zu äußern oder das Land oder ihre Bräuche zu kritisieren, da sich Einheimische dadurch beleidigt fühlen könnten. In einigen kleinen Städten kann die lokale Politik ein heikles Thema sein und man sollte vorsichtig sein, wenn man darüber spricht. Seien Sie stets höflich.
  
Seien Sie sich bewusst, dass Rassismus ein sehr ernstes Vergehen in Brasilien ist. Die meisten Brasilianer auf Rassismus die Stirn runzeln, und selbst wenn Sie nur ein Scherz werden oder Sie denken, Sie kennen Ihr Unternehmen, ist es dennoch ratsam, von allem, was als Rassismus wahrgenommen werden können, zu unterlassen. Laut der brasilianischen Verfassung von 1988, ist Rassismus ein Verbrechen, für die Kaution nicht verfügbar ist, und muss mit 6 Monaten bis 8 Jahren Haft erfüllt werden. Dies wird sehr ernst genommen. Doch das Gesetz nur scheinbar zu einer manifesten, zweifellos rassistische Äußerungen und Handlungen gelten. Daher bewusst sein und respektvoll zu sein, wenn es um rassistische Verhältnisse in Brasilien, nicht annehmen, dass Sie verstehen, Brasiliens Geschichte der Ungleichheit der Rassen besser als eine brasilianische Person der Farbe.
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Seien Sie sich bewusst, dass der Rassismus ein sehr ernstes Vergehen in Brasilien ist. Die meisten Brasilianer reagieren empfindlich auf rassistische Äußerungen, selbst wenn man nur ein Scherz macht und die Aussage nach Ihrem Empfinden inhaltlich relativ harmlos erscheint. Laut der brasilianischen Verfassung von 1988 ist Rassismus ein Verbrechen, für die im Falle einer Verhaftung keine Kaution hinterlegbar ist und bei Verurteilung mit 6 Monaten bis 8 Jahren Haft bestraft wird. Dies wird sehr ernst genommen. Obwohl das Gesetz nur für zweifellos rassistische Äußerungen und Handlungen gilt, sollte man dessen bewusst sein und sich stets respektvoll verhalten, wenn es um Rassenverhältnisse in Brasilien geht. Man sollte nicht davon ausgehen, dass man die brasilianische Geschichte mit der Ungleichheit der Rassen besser versteht als ein Brasilianer, dem es betrifft.
  
Denken Sie daran, dass Portugiesisch ist nicht Spanisch und Brasilianer (wie auch andere Redner Portugiesisch) beleidigt fühlen, wenn Sie nicht nehmen, dies zu beachten. Beide Sprachen können sich gegenseitig verständlich zu einem gewissen Grad, aber sie unterscheiden sich erheblich in der Phonetik, Wortschatz und Grammatik. Es ist nicht eine gute Idee, Portugiesisch mischen mit spanischen, erwarte nicht, dass die Menschen verstehen, was du sagst, wenn Sie (absichtlich oder unabsichtlich) einfügen spanischen Wörtern Sätze ins Portugiesische.
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Denken Sie daran, dass Portugiesisch die Landessprache/Amtssprache ist und nicht Spanisch. Brasilianer - wie auch andere Portugiesischsprachige - können sich beleidigt fühlen, wenn man dies nicht beachtet. Beide Sprachen können sich gegenseitig bis zu einem gewissen Grad verstehen, aber sie unterscheiden sich erheblich in der Phonetik, Wortschatz und Grammatik. Es ist keine gute Idee Portugiesisch mit Spanisch zu mischen; man kann nicht erwarten, dass die Menschen verstehen was man sagst, wenn man (absichtlich oder unabsichtlich) spanische Wörter in portugiesische Sätze hineinmischt.
  
Bemerkenswert ist auch, dass die Brasilianer fanatischen über Fußball (Soccer) sind und so gibt es (manchmal gewaltsame) Streitigkeiten zwischen Teams aus verschiedenen Städten, und das Gehen mit dem T-Shirt von einem Team in bestimmten Bereichen kann als umstritten oder sogar gefährlich angesehen werden. Apropos krank des brasilianischen Fußball-Nationalmannschaft wird nicht als eine Beleidigung, aber man sollte nie loben die argentinische Mannschaft vergleichen oder sie beide.
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Bemerkenswert ist auch, dass die Brasilianer fanatisch sich für den Fußball (Soccer) begeistern und so gibt es (manchmal gewaltsame) Konflikte zwischen Teams aus verschiedenen Städten. Noch gefährlicher kann es werden, wenn rivalisierende Fangemeinden aus derselben Stadt oder derselben Region aufeinandertreffen. Das geht soweit, dass der Einheimische in der Regel Touristen davon abrät sich ein sogn. Derby im Stadion anzuschauen, da man sich dadurch unnötig gefährdet. Das Tragen eines T-Shirts eines Vereins kann in bestimmten Bereichen als umstritten oder sogar gefährlich angesehen werden. Kritik an der brasilianischen Fußball-Nationalmannschaft wird nicht als eine Beleidigung empfunden, aber man sollte nie die argentinische Mannschaft loben oder Vergleiche zwischen diesen Nationalteams anstellen.
  
Brasilien ist offen für LGBT-Touristen. São Paulo verfügt über die größte LGBT-Pride-Parade in der Welt, und den meisten großen Städten wird Homosexuell Szenen haben. Beachten Sie jedoch, dass Homophobie weit verbreitet in der brasilianischen Gesellschaft ist, und Brasilien ist nicht das sexuelle Paradies, dass viele Ausländer es sich als wahr. Paare, die in irgendeiner Weise nicht zu den traditionellen heterosexuellen Erwartungen nicht entsprechen, sollten erwarten, offen zu sein für verbalen Belästigungen und starrt, wenn die Anzeige Zuneigung in den Straßen, obwohl mehrere Stadtteile von vielen der großen Städte sind sehr einladend der LGBT-Bevölkerung, und LGBT -orientierte Bars und Clubs sind häufig. Am besten ist es, Informationen von Einheimischen zu sammeln, welche Gebiete sind eher konservativ und welche Bereiche sind fortschrittlicher.
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Brasilien ist offen für LGBT-Touristen. São Paulo verfügt über die größte LGBT-Pride-Parade der Welt und in den meisten großen Städten gibt es Homosexuellenszenen. Es ist jedoch auch darauf zu achten, dass Homophobie in der brasilianischen Gesellschaft weit verbreitet ist und Brasilien nicht das sexuelle Paradies ist, wie es sich viele Ausländer vorstellen. Paare, die in irgendeiner Weise nicht in den traditionellen heterosexuellen Schema passen, müssen damit rechnen angestarrt oder für verbal belästigt zu werden, wenn sie ihre Zuneigung öffentlich zeigen, obwohl mehrere Stadtteile vieler großer Städte sehr einladend für LGBT-Bevölkerung sind und es viele LGBT-orientierte Bars und Clubs gibt. Am besten ist es Informationen von Einheimischen zu sammeln, welche Gebiete eher konservativ und welche fortschrittlicher und offener sind.
[Bearbeiten] Soziale Etikette
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Cheek-Küssen ist sehr häufig in Brasilien, bei Frauen und von Frauen und Männern. Wenn zwei Frauen oder verschiedenen Geschlechts zum ersten Mal treffen, ist es nicht ungewöhnlich, sich zu küssen. Zwei Männer schütteln sich die Hände. Ein Mann küssen eines anderen Mannes Wange ist äußerst bizarr für brasilianische Verhältnisse (es sei denn, im Vater-Sohn-Beziehungen). Kissing ist geeignet für informelle Anlässe, verwendet werden, um sich selbst oder wird vertraut einführen, vor allem für junge Menschen. Händeschütteln ist besser geeignet für formelle Anlässe oder zwischen Frauen und Männern, wenn keine Form der Intimität bestimmt ist. Der Versuch, die Hände zu schütteln, wenn man ihnen einen Kuss wird als ungerade sein, aber nie unhöflich. Doch, klar zu verweigern Ein Kuss ist ein Zeichen der Verachtung.
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Cheek-Küssen kommt sehr häufig in Brasilien vor, bei Frauen untereinander und von Frau zu Mann. Wenn zwei Frauen oder Menschen verschiedenen Geschlechts zum ersten Mal sich begegnen, ist es nicht ungewöhnlich sich zu küssen. Zwei Männer schütteln sich die Hände. Das gegenseitige Wangeküssen unter Männern ist äußerst bizarr für brasilianische Verhältnisse (es sei denn in Vater-Sohn-Beziehungen). Das Küssen ist für nicht-formelle Anlässe geeignet, vor allem unter jungen Menschen. Das Händeschütteln ist besser geeignet für formelle Anlässe oder zwischen Frauen und Männern, wenn keine Form der Intimität bestimmt ist. Der Versuch die Hände zu schütteln, wenn man eine Geste für einen Kuss entgegengebracht bekommt, wird nicht als unhöflich empfunden, doch die klare Verweigerung ist ein Zeichen der Verachtung.
  
Wenn die Leute zum ersten Mal treffen, werden sie noch einmal küssen (São Paulo), zweimal (Rio de Janeiro) oder dreimal (Florianópolis und Belo Horizonte, zum Beispiel), je nachdem, wo Sie sind, abwechselnd rechts und links über die Wangen. Beachten Sie, dass, während dies zu tun, sollten Sie nicht auf den Wangen (wie in Russland) zu küssen, aber eigentlich nur berühren Wangen küssen und machen einen Sound beim Küssen die Luft, indem du deine Lippen auf einem Fremden Wange ist ein klares Zeichen für sexuelles Interesse.
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Wenn die Leute sich zum ersten Mal treffen, küssen sie sich einmal (São Paulo), zweimal (Rio de Janeiro) oder dreimal (Florianópolis und Belo Horizonte, zum Beispiel), je nachdem wo man ist, abwechselnd rechts und links über die Wangen. Beachten Sie, dass man nicht direkt auf die Wange küsst (wie in Russland). Eigentlich berühren sich nur die Wangen und die Kussgeräusche werden in die Luft abgegeben. Eine Berührung der Wange mit den Lippen ist ein klares Zeichen für sexuelles Interesse.
  
In Brasilien Duschen sind lang und häufig. In der Tat ist Brasilien das einzige Land, das Japan Rivalen in der Höhe der Zeit verbringen die Menschen sich selbst reinigen
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In Brasilien wird lang und häufig geduscht. In der Tat ist Brasilien neben Japan das einzige Land, wo die Menschen sehr viel Zeit mit der Körperpflege verbringen.
  
Viele Brasilianer tanzen kann und Brasilianer sind in der Regel wohl mit dem eigenen Körper. Während des Gesprächs können sie näher zueinander stehen als Nordamerikaner oder Nordeuropäer haben, und neigen auch dazu, einander mehr, zB berühren Über der Schulter oder Arm, umarmt usw.
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Während des Gesprächs können Brasilianer näher zueinander stehen als Nordamerikaner oder Nordeuropäer es kennen. Eine Konversation kann daher mehr Berührungen beinhalten, man klopft oder hält die Schulter oder den Arm des anderen, umarmt sich usw., was der Norsamerikaner oder der Europäer nur unter sehr vertrauten Personen tut.
  
Brasilianer gerne trinken, vor allem (sehr) kaltes Bier (in Kneipen und bei heißem Wetter) und Wein (in Restaurants oder im Winter). Allerdings betrinken, auch in einer Kneipe, wird als sehr ungeeignet sei denn, Sie mit sehr guten Freunden und jeder ist so betrunken wie du bist. Die Leute gehen in Kneipen zu reden, flirten und Witze erzählen, nicht wesentlich zu trinken.
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Brasilianer trinken gerne, vor allem (sehr) kaltes Bier (in Kneipen und bei heißem Wetter) und Wein (in Restaurants oder im Winter). Allerdings wird das Betrinken, selbst in einer Kneipe, als sehr unangebracht betrachtet; es sei denn, man ist mit sehr guten Freunden unterwegs und alle sind so betrunken. In erster Linie aber gehen Brasilianer in Kneipen um zu reden, zu flirten und Witze zu erzählen und nicht um sich zu betrinken.
  
 
== Kommunizieren ==
 
== Kommunizieren ==

Version vom 26. Dezember 2012, 17:27 Uhr


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Lage
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Flagge
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Kurzdaten
Hauptstadt: Brasilia
Staatsform: Präsidiale Bundesrepublik
Währung: Real (BRL)
Fläche: 8,51 Mio km²
Bevölkerung: 184 Mio
Sprachen: Portugiesisch (offiziell), Spanisch, Englisch, Französisch
Religionen: Römisch-katholisch 80%
Stromsystem: 127V/60Hz or 220V/60Hz (North American or European plug)
Telefonvorwahl: +55
Internet TLD: .br
Zeitzone: UTC -3 (MEZ - 4)


Karte von Brasilien

Brasilien liegt in Südamerika und ist das fünftgrößte Land der Welt. Angrenzende Länder (von Nord nach Süd) sind Französisch Guayana, Suriname, Guyana, Venezuela, Kolumbien, Peru, Bolivien, Paraguay, Argentinien und Uruguay.

Inhaltsverzeichnis

Regionen

Das Land besteht aus 26 Bundesstaaten, einem Bundesdistrikt und ist in fünf Regionen aufgeteilt:

Der Zentralwesten

Der Südosten

Der Süden

Städte

  • Belém - Hauptstadt des Bundesstaates Pará
  • Belo Horizonte - Hauptstadt von Minas Gerais
  • Curitiba - ist die Hauptstadt des Bundesstaates Paraná.
  • Diamantina - ist ein schönes Ziel.
  • Florianópolis - ist sehr zu empfehlen. Sehr schöne Strände.
  • Fortaleza - Hauptstadt des Bundesstaates Ceará
  • Goiânia - Hauptstadt des Bundesstaates Goiás
  • Manaus - Hauptstadt des Amazonas, alte Goldgräber und Gummisucherstadt, eine seltsame Vermischung ursprünglicher Indianerkulturen mit europäischer Hochkultur. Ausgangspunkt für ökologische Kreuzfahrten und biologischer Forschung
  • Novo Airão - Kleinstadt im Amazonas, Ausgangspunkt zum Parque nacional do Jaú (Jaú Nationalpark)
  • Ouro Preto - sehr sehenswert: die am besten erhaltene koloniale Stadt des gesamten Kontinents. Seit den 1930er Jahren unter Denkmalschutz
  • Parintins - folkloristische Kleinstadt im Amazonas, Festival "Boi Bumbá)
  • Petrópolis - Residenz der brasilianischen Kaiser, Palast.
  • Pouso Alegre
  • Porto Alegre - Hauptstadt des Bundesstaates Rio Grande do Sul.
  • Presidente Figueiredo - im Amazonas, bekannt für seine Wasserfälle und geheimnisvollen archeologischen Grotten die zum Großteil noch unerforscht sind.
  • Recife - Hauptstadt des Bundesstaates Pernambuco
  • Rio de Janeiro - ist eine sehr lebendige Stadt.
  • Salvador da Bahía - die Stadt des Capoeira und ehemalige Hauptstadt Brasiliens.
  • Santos - Hafenstadt vor São Paulo
  • São Paulo - ist die größte Stadt Brasiliens. Aufgrund der ethnischen Vielfalt eine kulturelle Hochburg ganz Südamerikas. Wirtschaftsmetropole Brasiliens.

Weitere Ziele

Hintergrund

Geschichte

Kultur

Oper von Manaus

Klima

Bei der ungeheuren Ausdehnung des Landes ist das Klima je nach der Entfernung vom Äquator wie nach der Erhebung über dem Meer sehr verschieden. Während schon westlich von Rio de Janeiro aus der Serra do Espinhaco und häufiger noch weiter im Süden auf der Serra Geral in Rio Grande do Sul die Temperatur unter 0° sinkt und das Klima der letztgenannten außertropischen Gebiete überhaupt gemäßigt ist, herrscht im Stromgebiet des Amazonas eine gleichförmig heiße Temperatur von 28-29°C im Mittel und ohne wesentliche Abkühlung während der Nächte. In Rio de Janeiro selbst beträgt die Temperatur in den heißesten Monaten (Januar und Februar) 26,5°C, im kühlsten Monat (Juli) 21,9°C, doch bringt die täglich von 10 bis gegen 18 Uhr wehende Seebrise angenehme Kühlung. Im Amazonasbecken herrscht eine fast ununterbrochene Regenzeit, die Hauptregenmonate sind November bis März. In Südbrasilien sind im Sommer mehr Gewitterregen, im Winter mehr Landregen vorherrschend. Eine eigentliche Regenzeit gibt es hier nicht.

Anreise

Bürger der Europäischen Union benötigen für die Einreise nach Brasilien kein Visum (sofern der Aufenthalt im Land touristischen Zwecken dient und man nicht länger als 90 Tage bleiben will). Man muss eine Einreisekarte ausfüllen, die in der Regel schon im Flugzeug ausgeteilt wird. Der untere Abschnitt dieser Karte sollte sorgfältig aufbewahrt werden, da er bei der Ausreise wieder vorgelegt werden muss. Der Reisepass muss bei der Einreise noch 6 Monate gültig sein. Wer länger als 90 Tage im Land bleiben will, kann eine Verlängerung seiner Aufenthaltserlaubnis um weitere 90 Tage beantragen. Dies geschieht bei der Policia Federal, die sich in den Hauptstädten der Bundesstaaten befindet.

Blick auf Rio

Flugzeug

Internationale Flughäfen mit direkten Verbindungen nach Europa: Rio de Janeiro, Sao Paulo, Salvador, Forteleza, Brasilia, Natal und Recife. Verbindungen mit allen großen Airlines, Rio und Sao Paulo direkt ab vielen europ. Metropolen. TAP über Lissabon verfügt über das dichteste Netz. Bei Umsteigeverbindungen in Sao Paulo zwischen Internationalen und Nationalen Flughafen (Fahrzeit 60 min) verkehren Airline Busse der TAM und GOL umsonst wenn einer der Flüge mit der jeweiligen AirLine erfolgt.

Brasiliens Fluggesellschaften: TAM (dichtes Streckennetz, London und Paris, Mailand, New York), Varig (nach Umstrukturierung kleines Netz, New York und Frankfurt), BRA (kleines Netz, Köln-Bonn), GOL (Billigflug, dichtes Netz, einige Verbindungen in Südamerikanische Metropolen, für Nichtbrasilianer nur mit American Express buchbar, sehr zuverlässig), Webjet (Billigflug, kleines Netz).

Viele kleine regionale Airlines, meist mit Webpräsenz und Internetbuchungsmöglichkeit.

Fluglotsen unterstehen in Brasilien dem Militär. Nach dem GOL-Absturz 2006 (Kollision mit einer anderen Maschine durch falsche Übergabe zwischen den Lotsenbereichen) wird Dienst nach Vorschrift geleistet. Dadurch kommt es derzeit (März 2007) zu erheblichen Verspätungen.

Banderolen bis zum Verlassen der Sicherheitszone am Gepäckstück lassen, da es immer wieder zu Nachkontrollen kommt.

Bahn

Bus

Innerstädtische Busse fahren nach Linien von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, danach ausgedünnt. Fahrzeiten erfährt man durch Fragen, bezahlt wird im Bus. Überlandbusse fahren von der Rodoviária. Fahrscheine bekommt man bei der jeweiligen Busgesellschaft. Bei Nachtverbindungen starke Nachfrage. Fahrpreis etwa 3-5 Euro pro Stunde Fahrzeit. Man erhält einen Fahrschein mit Sitzplatznummer, bei Nachbussen wird die Ausweisnummer notiert. Überlandbusse, die große Entfernung bedienen, halten nur an den Busbahnhöfen. Bei kleineren Entfernungen wird überall auf Wunsch des Fahrgastes gehalten. Busse sind in der Regel absolut pünktlich, zuverlässig, komfortabel und sauber.

Busüberfälle sind selten, häufen sich eher in der Zeit vor Carneval und betreffen die Ballungsräume der Metropolen Sao Paulo und Rio de Janeiro.

Auto

Taxi innerhalb der Städte preisgünstig und zuverlässig. In den Metropolen werden die Türen oft verriegelt, die Fenster geschlossen und nach 22 Uhr rote Ampeln überfahren. Mietwagen sind in allen Metropolen zu haben. Hauptstraßen sind asphaltiert und in gutem Zustand. Die Entfernungen sind sehr groß. Benzin gibt es Flächendeckend in unterschiedlichen Qualitäten und Beimischungen. Die Hälfte der Autos fahren heute mit Alkohol; neuerdings gibt es auch Autos mit Vielstoffmotoren, die mit beiden Treibstoffen fahren.

Edelkarossen sieht man in Brasilien sehr selten. Hohe Importzölle sind ein Grund. Diebstahl, Überfall und Entführung m.S. der wichtigere.

Schiff

Mobilität

Praktisch jeder Ort in Brasilien ist per Bus oder Minibus erreichbar. Die Busse in entlegene Gebiete fahren nicht regelmäßig und sind sehr gut besucht. Busfahrten sind günstig - brauchen jedoch Zeit. In den meisten Orten gibt es sog. „Rodovíarias“ (Busbahnhöfe), von denen regelmäßig Busse in die wichtigsten Städte der Umgebung abfahren. Dabei gibt es verschiedene Busgesellschaften, die aber im Allgemeinen für den gleichen Komfort die gleichen Preise verlangen. Für Langstrecken gibt es Busse neben „normalen“ Reisebussen auch Busse mit Liegesitzen oder Sitzen, die sich quasi zum Bett umklappen lassen. Allgemein lässt sich sagen, dass brasilianische Reisebusse um einiges bequemer sind (Beinfreiheit, klappbare Sitze, Toilette, ...) als deutsche Reisebusse. Auf größeren Touren wird i.A. an Restaurants angehalten, in denen gegessen werden kann.

Sprache

In Brasilien wird Portugiesisch gesprochen. Das brasilianische Portugiesisch unterscheidet sich jedoch etwas von der Version, die in Portugal gesprochen wird. Die Brasilianer verwenden in der gesprochenen Sprache häufig eine vereinfachte Grammatik und es wird auch weicher gesprochen als in Portugal. Ohne einen gewissen portugiesischen Grundwortschatz wird man sich in Brasilien recht schwer tun, da Englisch und andere Fremdsprachen nur sehr vereinzelt gesprochen werden (vgl. Kommunizieren).

Kaufen

Der brasilianische Real (Mehrzahl Reais, Kurzzeichen R$) war lange Zeit an den Dollar gekoppelt. Man erhält (Stand 10/10) ca. 2,34 R$ für einen Euro. Brasilien ist selbst in den Metropolen ein recht preiswertes Reiseland.

Küche

Es ist schwierig eine Brasilianische Küche zu definieren, da eine Vielzahl verschiedener Völker und Kulturen eine eigene Küche mitbringen.

  • Churrasco: Das ist am Spieß gegrilltes Fleisch gewürzt nur mit Salzkristallen. In den sogenannten Churrascarias wird dieses traditionelle Essen angeboten. Man zahlt einmal einen Preis und kann dann soviel Fleisch und Buffet essen, wie man möchte. Die Normalen Preise liegen zwischen 15R$ und 25R$.
  • Fejoada: ein Bohneneintopf mit verschiedenen Fleischarten.

Das Typische Brasilianische Essen ist Reis mit braunen Bohnen und ein Stückchen Fleisch dazu.

Ausgehen

Unterkunft

Hotels und Pousadas in allen Preisklassen von einfach bis Nobel sind ausreichend und überall vorhanden. In der Regel bezahlt man pro Zimmer, ab der dritten Person für ein Beistellbett extra. Frühstück ist in der Regel inbegriffen. Sauberkeit ist Standard. Der Tourismus in Brasilien ist erst im Begriff sich zu vernetzen. Informationen erhält man in der Regel nur vor Ort.

Motels: Eine Warnung vorweg: ein Motel-Zimmer wird in Brasilien stundenweise gebucht und dient als ruhiger Ort für Sex-Eskapaden. Versuche also nicht, dort zu übernachten. Die Aufmachung dieser Motels ist aber ziemlich eindeutig, sie heißen "Venus" oder "Club 69" und sind mit grellen Leuchtreklamen verziert... Ein normaler Tourist verirrt sich nicht ohne weiteres in so ein Motel.

Auch wenn es nicht der eigentliche Zweck ist: man kann dort auch übernachten. Viele Motels haben nicht nur Stundenpreise sondern auch Preise für eine ganze Nacht. Die Einrichtung ist eher zweckdienlich, also kein Kleiderschrank, Schreibtisch und keine helle Beleuchtung, dafür je nach Preisklasse ggf. eine größere Badewanne (sonst selten in brasilianischen Hotels). Frühstück ist im Zimmerpreis wohl meist nicht inklusive.

Lernen

Arbeiten

Feiertage

Gesetzliche Feiertage:

Termin Name Bedeutung
1. Januar Confraternização Universal Neujahrstag
Februar Carnaval Karneval
18. April 2014 Sexta-Feira da Paixão Karfreitag
21. April Tiradentes Gedenktag für den Nationalhelden Joaquim José da Silva Xavier.
1. Mai Dia do Trabalho Tag der Arbeit
19. Juni 2014 Corpo de Deus Fronleichnam
7. September Independência do Brasil Unabhängigkeitstag
12. Oktober Nossa Senhora Aparecida
2. November Finados Allerseelen
15. November Proclamação da República Tag der Republik
25. Dezember Natal Weihnachten

Sicherheit

Notrufe: Polizei 190

Da die brasilianische Bevölkerung überwiegend aus verschiedenen Einwanderungsgruppen aus Europa, Afrika und Südamerika besteht ist die Gesellschaft mutikulturell und ein Tourist nur durch seine Verhaltensweise und Sprache erkennbar. Kein Brasilianer trägt öffentlich Statussymbole zur Schau. Bezahlt wird in der Regel alles mit Kreditkarte, Bargeld nur in in geringen Beträgen.

In einigen Gebieten der Großstädte, insbesondere in den ärmeren Stadtteilen (Favelas), muss man als Tourist in Brasilien erhöhte Vorsicht walten lassen. Bei einem mehrwöchigen Aufenthalt in Brasilien kann es vorkommen, dass Sie Touristen treffen, die Ihnen erzählen, wie sie selbst mit vorgehaltener Waffe ausgeraubt wurden. Um dem unvermeidlich erscheinenden Raub vorzubeugen oder dessen schadvollen Effekt wenigstens zu begrenzen, reicht es schon einige simple Regeln zu befolgen:

  • Wenn man ausgeht, dann nur mit so viel Geld, wie man voraussichtlich brauchen wird (Niemals mehr als 20 Euro, also ein Geldbetrag der verkraftbar erscheint).
  • Immer einige Münzen (Kleingeld oder kleine Scheine) in der Hosentasche bereithalten und diese im Falle eines Überfalls bereitwillig geben. Zeigen bzw. behaupten, dass das alles sei, was man habe. Den Hauptteil des Geldes in einer um den Bauch gebundenen Geldbörse bzw. Geldgürtel unterbringen.
  • Nachts niemals alleine ausgehen, außer in gut beleuchteten und belebten Stadtteilen.
  • In ärmeren Gebieten, insbesondere nachts, lieber keine Wertgegenstände wie Armbanduhr oder Digitalkamera mitführen. Es gibt günstige Einwegkameras, die auch gute Bilder machen, deren Verlust lange nicht so schwer wiegt, wie der der geliebten Digitalkamera.
  • Niemandem in dunkle oder verlassene Gassen folgen. Jedem, vor allem denjenigen, die von Anfang an Vertrauen erwecken zu versuchen, das nötige Misstrauen entgegenbringen. Eine nahezu klassische Variante des Überfalls bei hellichtem Tage ist es, dass 3 bis 4 Jungs lächelnd auf einen zukommen, die Hand ausstrecken, die der gute Europäer natürlich sofort reflexartig greift, um dann festzustellen, dass sich unter dem T-Shirt einer der Jungs leider die Spitze eines nicht zu kleinen Messers abzeichnet, die in Richtung der eigenen Leber zeigt. Also: Gar nicht erst die Hand geben...

Sei nicht überrascht, wenn dir in den Einkaufsstraßen mancher touristisch gut erschlossenen Badeorte bis unter die Zähne bewaffnete Streifen begegnen. Nicht minder bewaffnet sind die Begleiter von Geldtransporten. Fünf Sicherheitskräfte, die vor dem Verlassen der Geldboten die Umgebung sichern, sind keine Seltenheit. Auch gibt es Jugendherbergen, vor denen Tag und Nacht Sicherheitskräfte stehen.

Besonders in ärmeren Vierteln der Großstädte greifen die Sicherheitsbeamten, angeblich wegen der hohen Kriminalität, zum Selbstschutz sehr schnell zur Waffe. In manchen Orten hat die Bevölkerung mehr Angst vor der Militärpolizei als vor Kriminellen.

Bereite dich auch darauf vor, dass du in einigen Regionen sehr penetrant angebettelt wirst. Besonders negativ fällt hier Salvador auf. Hier vor allem in den Stadtvierteln Barra (um den Farol de Barra) und Pelourinho (historische Altstadt).

Die zunehmende Kriminalität findet ihre Ursache in der mangelnden Bildung. Während die Oberschicht wie im "Westen" lebt, bekommt die Unterschicht viele Kinder. Schulen und Verhütungsmittel sind frei, werden aber von der Unterschicht oft nicht akzeptiert. Man findet in der einfachsten Hütte oft den neusten Fernseher, die größte markterhältliche Stereoanlage, verfügt aber weder über fließend Wasser noch ein Bett. Drogen- und Bandenkriege sind in den Metropolen Alltag. Ein einfach zu rupfendes Huhn ist der "Naive Tourist".

Sei zurückhaltend, freundlich und informiere dich vorher, in welchen Stadtvierteln du dich bewegst. Denn mit der nötigen Vorsicht ist Brasilien ein tolles Reiseziel.

Gesund bleiben

Brasilien steht oft zu unrecht im Verdacht, eine hohe Aidsrate zu besitzen. Dies ist nicht so, die HIV-Prävalenz ist etwa so hoch wie in den USA und im Nachbarland Argentinien. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

In vielen Bundesstaaten, vor allem im Nordosten und in Rio de Janeiro treten in den Sommermonaten (November bis April) immer wieder Dengue-Fieber-Epidemien auf. Dengue-Fieber wird von einer tagaktiven Mücke übertragen. Allen Reisenden wird konsequenter Mückenschutz insbesondere tagsüber empfohlen.

Respekt

Brasilianer sind in der Regel sehr offen und sprechen frei über ihre Probleme, vor allem über politische Korruption und andere Probleme. Es ist allerdings nicht empfehlenswert als Tourist sich negativ über die brasilianische Politik zu äußern oder das Land oder ihre Bräuche zu kritisieren, da sich Einheimische dadurch beleidigt fühlen könnten. In einigen kleinen Städten kann die lokale Politik ein heikles Thema sein und man sollte vorsichtig sein, wenn man darüber spricht. Seien Sie stets höflich.

Seien Sie sich bewusst, dass der Rassismus ein sehr ernstes Vergehen in Brasilien ist. Die meisten Brasilianer reagieren empfindlich auf rassistische Äußerungen, selbst wenn man nur ein Scherz macht und die Aussage nach Ihrem Empfinden inhaltlich relativ harmlos erscheint. Laut der brasilianischen Verfassung von 1988 ist Rassismus ein Verbrechen, für die im Falle einer Verhaftung keine Kaution hinterlegbar ist und bei Verurteilung mit 6 Monaten bis 8 Jahren Haft bestraft wird. Dies wird sehr ernst genommen. Obwohl das Gesetz nur für zweifellos rassistische Äußerungen und Handlungen gilt, sollte man dessen bewusst sein und sich stets respektvoll verhalten, wenn es um Rassenverhältnisse in Brasilien geht. Man sollte nicht davon ausgehen, dass man die brasilianische Geschichte mit der Ungleichheit der Rassen besser versteht als ein Brasilianer, dem es betrifft.

Denken Sie daran, dass Portugiesisch die Landessprache/Amtssprache ist und nicht Spanisch. Brasilianer - wie auch andere Portugiesischsprachige - können sich beleidigt fühlen, wenn man dies nicht beachtet. Beide Sprachen können sich gegenseitig bis zu einem gewissen Grad verstehen, aber sie unterscheiden sich erheblich in der Phonetik, Wortschatz und Grammatik. Es ist keine gute Idee Portugiesisch mit Spanisch zu mischen; man kann nicht erwarten, dass die Menschen verstehen was man sagst, wenn man (absichtlich oder unabsichtlich) spanische Wörter in portugiesische Sätze hineinmischt.

Bemerkenswert ist auch, dass die Brasilianer fanatisch sich für den Fußball (Soccer) begeistern und so gibt es (manchmal gewaltsame) Konflikte zwischen Teams aus verschiedenen Städten. Noch gefährlicher kann es werden, wenn rivalisierende Fangemeinden aus derselben Stadt oder derselben Region aufeinandertreffen. Das geht soweit, dass der Einheimische in der Regel Touristen davon abrät sich ein sogn. Derby im Stadion anzuschauen, da man sich dadurch unnötig gefährdet. Das Tragen eines T-Shirts eines Vereins kann in bestimmten Bereichen als umstritten oder sogar gefährlich angesehen werden. Kritik an der brasilianischen Fußball-Nationalmannschaft wird nicht als eine Beleidigung empfunden, aber man sollte nie die argentinische Mannschaft loben oder Vergleiche zwischen diesen Nationalteams anstellen.

Brasilien ist offen für LGBT-Touristen. São Paulo verfügt über die größte LGBT-Pride-Parade der Welt und in den meisten großen Städten gibt es Homosexuellenszenen. Es ist jedoch auch darauf zu achten, dass Homophobie in der brasilianischen Gesellschaft weit verbreitet ist und Brasilien nicht das sexuelle Paradies ist, wie es sich viele Ausländer vorstellen. Paare, die in irgendeiner Weise nicht in den traditionellen heterosexuellen Schema passen, müssen damit rechnen angestarrt oder für verbal belästigt zu werden, wenn sie ihre Zuneigung öffentlich zeigen, obwohl mehrere Stadtteile vieler großer Städte sehr einladend für LGBT-Bevölkerung sind und es viele LGBT-orientierte Bars und Clubs gibt. Am besten ist es Informationen von Einheimischen zu sammeln, welche Gebiete eher konservativ und welche fortschrittlicher und offener sind.

Cheek-Küssen kommt sehr häufig in Brasilien vor, bei Frauen untereinander und von Frau zu Mann. Wenn zwei Frauen oder Menschen verschiedenen Geschlechts zum ersten Mal sich begegnen, ist es nicht ungewöhnlich sich zu küssen. Zwei Männer schütteln sich die Hände. Das gegenseitige Wangeküssen unter Männern ist äußerst bizarr für brasilianische Verhältnisse (es sei denn in Vater-Sohn-Beziehungen). Das Küssen ist für nicht-formelle Anlässe geeignet, vor allem unter jungen Menschen. Das Händeschütteln ist besser geeignet für formelle Anlässe oder zwischen Frauen und Männern, wenn keine Form der Intimität bestimmt ist. Der Versuch die Hände zu schütteln, wenn man eine Geste für einen Kuss entgegengebracht bekommt, wird nicht als unhöflich empfunden, doch die klare Verweigerung ist ein Zeichen der Verachtung.

Wenn die Leute sich zum ersten Mal treffen, küssen sie sich einmal (São Paulo), zweimal (Rio de Janeiro) oder dreimal (Florianópolis und Belo Horizonte, zum Beispiel), je nachdem wo man ist, abwechselnd rechts und links über die Wangen. Beachten Sie, dass man nicht direkt auf die Wange küsst (wie in Russland). Eigentlich berühren sich nur die Wangen und die Kussgeräusche werden in die Luft abgegeben. Eine Berührung der Wange mit den Lippen ist ein klares Zeichen für sexuelles Interesse.

In Brasilien wird lang und häufig geduscht. In der Tat ist Brasilien neben Japan das einzige Land, wo die Menschen sehr viel Zeit mit der Körperpflege verbringen.

Während des Gesprächs können Brasilianer näher zueinander stehen als Nordamerikaner oder Nordeuropäer es kennen. Eine Konversation kann daher mehr Berührungen beinhalten, man klopft oder hält die Schulter oder den Arm des anderen, umarmt sich usw., was der Norsamerikaner oder der Europäer nur unter sehr vertrauten Personen tut.

Brasilianer trinken gerne, vor allem (sehr) kaltes Bier (in Kneipen und bei heißem Wetter) und Wein (in Restaurants oder im Winter). Allerdings wird das Betrinken, selbst in einer Kneipe, als sehr unangebracht betrachtet; es sei denn, man ist mit sehr guten Freunden unterwegs und alle sind so betrunken. In erster Linie aber gehen Brasilianer in Kneipen um zu reden, zu flirten und Witze zu erzählen und nicht um sich zu betrinken.

Kommunizieren

Für alleinreisende Traveller ist es empfehlenswert, Portugiesisch zu können. Infrastrukturen wie im "Westen" (Abfahrtspläne, Hinweisschilder, Wegweiser usw) sind fast nicht vorhanden und werden derzeit auch kaum benötigt. Englisch gilt noch immer als Sprache der Diktaturen und wird, wie in gesamt Südamerika, ungerne gesprochen und notwendigerweise nur in der Geschäftswelt angewand.

Spanisch und Portugiesisch ist untereinander verständlich. Das Gemisch der beiden Sprachen nennt sich Umgangssprachlich Portuniol.

Tipp: Kauderwelsch-Handbuch Portugiesisch und handgroßes Lexikon in der Tasche mitführen, das erleichtert einiges. Bewährt haben sich auch Kugelschreiber und Papier, so dass man nach Bedarf Zahlen o. ä. kurz aufschreiben oder Worte visualisieren kann. An den Busbahnhöfen werden die Fahrtziele (Stadtnamen) groß aufgeführt, an den Schaltern auf den PC-Monitoren Fahrzeiten, Sitzplatz-Nummer und Fahrpreis angezeigt. Die Schalterangestellten sind sehr hilfsbereit, tippen auch bei Unverständnis Fahrpreise in den Taschenrechner zum Abgleich ein. Bei Stadtfesten o. ä. werden Getränke aus Styropor-Kühlkästen verkauft: Auf den Stöcken sind leere Dosen als Muster aufgespießt, so dass der sprachunkundige Tourist nur auf das gewünschte Getränk zu zeigen braucht.






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