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Bilbao

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Bilbao
Panorama von Bilbao
Lage
Lage von Bilbao
Bilbao
Bilbao
Kurzdaten
Bevölkerung: 352.168 (2007)
Fläche: 41,3 km²
Höhe über NN: 19 m ü. NN
Koordinaten: 43° 15' 25" N, 2° 55' 24" W 
Postleitzahl: 48000-48015
Zeitzone: GMT+1
Website: offizielle Website von Bilbao
Im Notfall
Notruf: 112





Bilbao ist eine Stadt im Baskenland (bask.Euskal Herria). Ihr offizieller Titel lautet La muy noble y muy leal e invicta villa de Bilbao (Die sehr noble, sehr loyale und unbesiegte Stadt Bilbao).

Der Name Bilbaos hat sehr wahrscheinlich seinen Ursprung aus dem baskischen bi albo, was auf Hochdeutsch zwei Seiten bedeutet und sich auf die beiden Seiten der Ria bezieht.

Die Stadt liegt an der Mündung der Ría de Bilbao in den Golf von Biscaya (Kantabrisches Meer). Bis zur San Antón Brücke in der Altstadt, wo die Grenze der Gezeiten ist, am Ibaizabal (baskisch für Breiter Fluss). Der viel zitierte Nervión ist eigentlich nur ein Seitenarm des Ibaizabal und vereinigt sich in Basauri mit demselben.


Sie ist die größte Stadt des Baskenlandes und Hauptstadt der Provinz Bizkaia (span. Vizcaya) sowie die wichtigste Industrie-, Handels- und Hafenstadt im Baskenland.

Das Klima in Bilbao ist im Allgemeinen milder als in den meisten Teilen der iberischen Halbinsel. Im Winter sinkt die Temperatur selten unter den Gefrierpunkt. Meistens schwanken die Temperaturen in dieser Jahreszeit zwischen 8°C und 15°C. Im Sommer wird es dafür auch nicht so heiß, 18°C bis 25°C sind die Regel. Tage mit 35°C im Schatten sind eher rar. Die See bringt regelmässig den Sirimiri, einen Nieselregen, der positiv auf das Grün der Hügel um die Stadt wirkt. Jedoch wird man durch den Sirimiri gerade im Sommer oftmals im Ungewissen gelassen, ob sich die Fahrt an die Strände lohnt. Dabei darf man sich hier vom Wetter nicht täuschen lassen. Oftmals ist es in der Stadt bewölkt und regnerisch, während an der Küste die Sonne scheint.


Geschichtlicher Hintergrund

Don Diego López V de Haro, Graf von Vizcaya, gründete mittels des am 15. Juni 1300 in Valladolid geschriebenen und am 4. Januar 1301, durch Ferdinand IV von Kastillien in Burgos bestätigten, Gründungsbrief (carta puebla) die Villa de Bilvao. In der Einleitung dieses Gründungsbriefes heißt es:

En el nombre de Dios é de la vgen vienaventurada Sancta María. Sepan por esta carta quantos la vieren é oieren como yo Diego Lope de Haro, sennor de Vizcaia, en uno con mi fijo Don Lope Diaz é con placer de todos los vizcaynos, fago en Bilvao de parte de Vegonna nuevamente población é villa qual dizen el puerto de Bilvao...

(dt.Im Namen Gottes und der seligen heiligen Jungfrau Maria. Wisst, dass durch diesen Brief, wenn ihr ihn seht oder davon hört, wie ich, Diego Lope de Haro, Graf von Vizcaya, eins mit meinem Sohne Don Lope Diaz und der Freude aller Vizcaynos, mache in Bilvao auf dem Teil der Vegonna (Begoña) von neuem Ortschaft und Gemeinde welche sich besagt Hafen von Bilvao...)

Bevor Don Diego diesen Brief mit dem Recht zur Gründung der Stadt un des Hafens bekam, befand sich dort wo heute 'Bilbao la Vieja steht ein kleines Dorf von Eisenschmieden, Seeleuten und Bauern. Die ersten Straßen Bilbaos waren Somera, Artekale sowie die Tenderia

Die Landwirtschaft verschwand mit der Zeit, aber das Eisen und das Meer haben sich als bestimmende Elemente Bilbaos im Laufe der Geschichte erhalten. Das hochwertige Eisen der nahen Bergwerke wurde schon von den Römern geschätzt und ausgebeutet. Die Tatsache, dass die Ria ein großes Stück weit schiffbar ist, machte es möglich, im darin gelegenen Hafen, der sicherer war als jene an der Küste, die Waren Kastiliens zur Ausfuhr nach Europa zu verladen.

Ein Produkt der Eisenindustrie Bilbaos, auch wenn es sich dabei um kein sehr rühmliches handelt, hat sogar den Eintrag in die Weltliteratur gefunden. So heißt es doch in Shakespeares Hamlet: "Methought I lay worse than the mutinies in the bilboes") Mit Bilboes sind eiserne Stangen gemeint, an welche die Matrosen zur Strafe mit den Füßen gefesselt wurden.

Auch wenn schon Mitte des 19.Jahrhunderts mit dem Bau der ersten Hochöfen begonnen wurde, sollte die Entwicklung Bilbaos erst nach der letzten Belagerung im Karlistenkrieg in 1874 richtig anlaufen. Damals vereinigten sich die Gemeindebezirke von Abando und Begoña, es erfolgte die Erweiterung (Ensanche) des Stadtkerns und so bedeutende Gebäude wie das Theater Arriaga, die Börse oder die Alhóndiga (ehem. Wein- und Spirituosenlager) wurden erstellt.

Die industrielle Entwicklung an der Ria, die Gründung von Eisenhütten und Schiffsbauunternehmen, trieben das Bankwesen und den Handel vorwärts und machte Bilbao zur Hauptstadt der baskischen Wirtschaft.

Der industrielle Niedergang ab den siebziger Jahren des letzen Jahrhunderts hat sich in der Region bemerkbar gemacht. Allerdings auch mit positiven Folgen, da Bilbao seine Aktivitäten zu diversifizieren gewusst hat und von seinem Image einer hässlichen, grauen, schmutzigen Stadt abgekommen ist, das es jahrzehntelang geboten hatte.

Anreise

Flugzeug

Der Aeropuerto de Bilbao (BIO) 9 km nördlich des Stadtzentrums wird aus dem deutschsprachigen Raum direkt angeflogen:

  • Lufthansa aus Düsseldorf, Frankfurt am Main, München und Stuttgart
  • Vueling aus Berlin-Tegel

Ab dem Flughafen und zurück besteht eine Busverbindung zur Plaza Moyua (Haltestelle vor dem Hotel Carlton) welche von Bizkaibus betrieben wird.

Mit der Bahn

Bilbao wird von der größten spanischen Eisenbahngesellschaft Renfe angefahren. Die Fahrzeit von Madrid aus beträgt ca. 7 Stunden. Landschaftlich sehr reizvoll ist die Anreise von Donostia (span. San Sebastian) her mit dem Euskotren.

Mit dem Bus

Von der Anreise mit dem Fernreisebus wird wegen der Länge der Reisezeit (ab der Schweiz z.B. 22 Std.) abgeraten. Wer es trotzdem auf sich nehmen möchte, der kann sich für die Fahrt ab Deutschland bei Eurolines informieren. Ab der Schwiz wird eu vo Alsa-Eggmansicher gärn ghulfe. Ab dem Busbahnhof (Termibus, Metro- und Tramhaltestelle San Mamés) besteht eine große Anzahl nationaler und internationaler Busverbindungen. Weitere Auskünfte liefert euch Alsa.

Mit dem Auto

Wird ebenfalls, sofern man keinen hotel- oder unterkunftseigenen Parkplatz hat, abgeraten. Und wenn ja, dann besser mit einem GPS-Gerät, damit man die Autobahngebühren (bis zu 90 Euros ab Frankfurt/Main einfach) der Gabatxos (Franzosen) bzw. der A8 (17 Euros Donostia - Bilbao einfach) via Fernstraßennetz umfahren kann.

Mit dem Schiff

Es besteht ab dem Hafen Santurtzi eine regelmässige Fährverbindung nach Portsmouth (England).

Öffentliche Verkehrmittel

Mapaturismobilbao.jpg

Sehr lohnenswert ist der Kauf einer Creditranskarte zu 5,10 oder 15 Euros. Die Creditrans ist frei übertragbar und, sobald der Kredit unter dem Saldo von einem Euro fällt, wieder aufladbar. Daneben ist der Fahrpreis ca. 30% niedriger als mit dem Kauf eines Einzelfahrscheins. Die Creditrans ist gültig für Bus, Metro, Tram, Feve, Euskotren, Funicular de Arxanda und die Puente Colgante.

U-Bahn

  • Metrobilbao , teilweise überirdisch. Linie 1 von Etxebarri nach Plentzia. Linie 2 von Etxebarri nach Portugalete. Neue Linien und Erweiterungen der Bestehenden, befinden sich zurzeit noch im Bau. Die Metrobilbao verkehrt täglich von 6:00 Uhr bis etwa 23:00 Uhr. Freitags wird der Betrieb bis 2:00 Uhr ausgedehnt und Samstags fährt die Metrobilbao im Halbstundentakt die ganze Nacht. In der Schwachverkehrszeit besteht auf den beiden Außenstrecken ein 10- bis 20-Minutentakt, in der Nebenverkehrszeit ein Takt von fünf bis sieben Minuten. In der Hauptverkehrszeit fährt dort etwa alle fünf Minuten ein Zug. Durch die Linienbündelung auf dem Abschnitt San Inazio – Etxebarri verdoppelt sich jeweils der Takt. Während der Aste Nagusia wird der Betrieb die ganze Nacht aufrechterhalten.

Busbetriebe

Tram

  • Euskotran, zurzeit nur eine Strecke ab Atxuri bis zum Hospital de Basurto, weitere Strecken befinden sich noch in der Planung. Während der Aste Nagusia ist die Strecke von Atxuri bis zur Haltestelle in Abando außer Betrieb.

Taxi

  • die für auswärtige Besucher wichtigsten Taxistände befinden sich bei der Kirche San Antón, am Arenal sowie an der Plaza Circular Ecke c/Buenos Aires. Der von der Stadt festgelegte Tarif für die drei autorisierten Unternehmen beträgt an Werktagen von 7:00-22:00 Uhr 3,25€ Grundtaxe plus 0,60€ pro Kilometer. An Wochenenden, Feiertagen sowie Werktags von 22:00-7:00 Uhr 4,00€ Grundtaxe plus 0,82€ pro Kilometer Radio Taxi Bilbao Tel. 94.444.88.88, Tele Taxi Tel. 94.410.21.21, Radio Taxi Nervión, Tel. 94.426.90.26 obwohl das Trinkgeld im Fahrpreis inbegriffen, ist es üblich ein wenig aufzurunden.

Eisenbahnen

  • Euskotren Baskische Eisenbahnen, Richtung Deusto und Lezama ab Estacíon San Nicólas, c/Askao, Richtung Bermeo und Donostia ab Estacion de Atxuri, c/Atxuri
  • Feve ab Estacíon de Santander,c/Bailen, Bahnverbindungen von und nach Balmaseda,León und Santander
  • Renfe Renfe Cercanías ab Estación de Abando, Hurtado de Amezaga, Renfe Cercanías bietet Regionalverbindungen von und nach Santurtzi, Muskiz sowie Orduña, Renfe bringt euch nach Spanien und den Rest von Europa.

Touristeninformationsbüros

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Hier erhältst du weitere nützliche Informationen sowie ein handliches Stadtplänchen, welches dir beim Bummeln weiterhilft.

  • Oficina de Turismo de la Plaza Ensanche (Hauptbüro), Plaza Ensanche 11, 0034/94 479 57 60 (). Montags bis Freitags geöffnet von 9:00-14:00 Uhr und von 16:00-19:30 Uhr.
  • Oficina Turismo Guggenheim, Avenida Abandoibarra 2. montags bis freitags geöffnet von 11:00-18:00 Uhr, samstags von 11:00-19:00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 11:00-15:00 Uhr, im Sommer montags bis samstags von 10:00-19:00 Uhr an Sonn- und Feiertagen von 10:00-18:00 Uhr.
  • Oficina Turismo Arriaga, Plaza Arriaga. montags bis freitags geöffnet von 9:00-14:00 Uhr und von 17:00-19:30 Uhr, samstags von 9:30-14:00 Uhr und von 17:00-19:30 Uhr, an Sonn- un Feiertagen von 9:30-14:00 Uhr Im Sommer (18.Juni-16. September) die ganze Woche jeweils von 9:30-14:00 Uhr und von 16:00-19:30 Uhr geöffnet.
  • Aeropuerto Internacional de Bilbao, 0034/94 471 03 01 (). montags bis freitags geöffnet von 7:30-23:00 Uhr, Samstag und Sonntag von 8:30-23:00 Uhr.

Sehenswürdigkeiten

La Plaza mit San Antón
  • La Plaza (Mercado de la Ribera), die größte überdachte Markthalle Europas sowie das Herz und die Seele von Bilbao. Das Gebäude wurde 1929 auf dem Platz, wo zuvor der Offene Markt stattfand, errichtet (Architekt Pedro Ispizua). Daher sprechen die Einheimischen von der Plaza wenn sie vom Mercado reden. Der Markt ist von Montag bis Samstag jeweils ab 8:00 Uhr bis ca. 14:00 Uhr geöffnet. Im Untergeschoss werden, außer montags, Fisch und Meeresfrüchte verkauft, im Mittelgeschoss findet man Fleisch, Geflügel, Käse sowie Früchte und Gemüse. Das Obergeschoss befindet sich zurzeit im Umbau. Nach Abschluss der Arbeiten werden die Frucht- und Gemüsehändler hier wieder ihre Plätze einnehmen. Wer an einem Stand einen Einkauf tätigen will, stellt sich nicht in einer Reihe an oder zieht eine Nummer sondern fragt ganz einfach, wer als letzter dran ist, merkt sich dann die Person und wartet, bis der oder die Verkäufer-in einem bedient.
Pintxos
  • die Pintxos] (dt.Spießchen), Pintxos sind kleine Häppchen, oft auf Brotscheiben, welche aus allem was irgendwie essbar (ja, auch Hahnenkamm gehört dazu) ist gemacht werden. In einigen Bars sind sie mit so viel Liebe zum Detail präsentiert, dass man Skrupel bekommt, diese kleinen Kunstwerke zu zerstören. In der Regel werden sie nicht beim Kellner bestellt, sondern man stellt sich an die Bar und bedient sich. Beim Bezahlen erwähnt man dann wieviele Pintxos konsumiert worden sind. Es gibt allerdings auch Orte (vorwiegend in Gipuzkoa), wo einfach die Spießchen gezählt werden.
  • Gu bilbotarrak (wir Bilbain@s)


Kirchen

Wappen Bilbaos mit San Antón
  • Iglesia San Antón, Ribera, Gothische Kirche aus der ersten Hälfte des 15.Jhdt., welche im 16.Jhdt. dann dem Hlg.Antonius gewidmet wurde. Das Gebäude ist eine Stilmixtur mit Renaissanceportal und einem barocken Turm, welcher 1777 errichtet wurde. Die Kirche wurde auf den Ruinen einer Burg gebaut und erscheint auch auf dem Stadtwappen von Bilbao. Neben der Kirche spannt sich die Brücke von San Antón (16.Jhdt.) über die Ría, welche wie die Kirche zu den ältesten Bauwerken der Stadt zählt
  • Catedral de Santiago, Plaza de Santiago, gotische Kathedrale aus dem 14.Jhdt. dem Hlg. Jakob gewidmet. Die Hauptfassade und der neogotische Turm stammen aus dem 19.Jhdt. Die Kathedrale ist von Montag bis Samstag jeweils von 11:00-13:00 Uhr und von 17:00-19:00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 11:00-13:00 für Besucher geöffnet. Der Eintritt ist frei, für den Besuch der Sakristei wird jedoch ein Euro verlangt. Dafür bekommt man allerdings einen Faltprospekt mit Erläuterungen auf Deutsch. Auf dem Platz vor der Kathedrale befindet sich ein Brunnen mit der Inschrift Por el bien público (zum Wohl der Leute). Er wurde im 18.Jhdt. von Karl III gestiftet.
  • Iglesia de San Nicolás, Arenal, Barocke Kirche aus dem 18.Jhdt. dem Patron der Seefahrer gewidmet. Montag bis Samstag von 10:30-13:00 Uhr und von 17:30-19:30 Uhr geöffnet.
  • Begoñako Andra Maritxu (Santuario de Nuestra Señora de Begoña), Virgen de Begoña 38, Basilika im gotischen Stil aus dem 16.Jhdt., im Jahre 1835 während des ersten Karlistenkrieges wurde die Fassade und der Turm zerstört und erst zu Beginn des 20.Jhdt. wieder aufgebaut. Montag bis Samstag von 10:30 - 13:30 Uhr und von 17:30 - 20:30 Uhr geöffnet.

Burgen, Schlösser und Paläste

Bauwerke

Teatro Arriaga
  • Teatro Arriaga, Plaza Arriaga, das dem "baskischen Mozart" Juan Crisóstomo de Arriaga gewidmete Stadttheater im neobarocken Stil wurde 1890 fertiggestellt. Nach einem Brand im Jahre 1914 wurde das Gebäude wieder aufgebaut und 1919 feierte man die Wiedereröffnung.
  • San Mamés], c/Luis Briñas, 1913 nach den Plänen von Manuel Maria Smith erbaut und für die Weltmeisterschaft 1982 renoviert. Auch la catedral genannt, weil hier ursprünglich eine Kirche stand, die dem Hlg. Mammes gewidmet war. Mammes war einer der ersten Christen und wurde von den Römern den Löwen vorgeworfen, die sich dann aber weigerten ihn zu verschlingen. Daher rührt auch die Bezeichnung los leones, die Löwen, für die Spieler des Bilbao Athletic Club]. Die Kapazität des Stadions beträgt rund 40'000 Sitzplätze, welche jedoch nicht ausreichen. Wegen seiner veralteten Infrastruktur und der ungenügenden Kapazität sowie diversen Sicherheitstechnischen Mängel wird daher jetzt auf dem unmittelbar angrenzenden, ehemaligen Messegelände der Stadt das neue San Mamés San Mames Berria gebaut. Nach Abschluss der Arbeiten sollen dann rund 56'000 Sitzplätze zur Verfügung stehen.
  • Isozaki Atea II auch Torres Isozaki (Architekt Arata Isozaki), Paseo Uribitarte, die zwei rund 83 m hohen Zwillingstürme, sind das neueste Wahrzeichen der Stadt und sind durch eine Passerelle mit der Zubizuri verbunden. Diese Passerelle führte zu einer Anklage durch Santiago Calatrava gegen die Stadt, weil diese angeblich sein Geistiges Eigentum verletzt habe.
  • Brücke Zubizuri (Architekt Santiago Calatrava) Die Zubizuri (bask. für Weisse Brücke) soll an ein aufgeblähtes Segel im Wind erinnern und verbindet die Paseo Uribitarte mit dem Paseo Campo Volatin. Bei Regenwetter sollte Vorsicht geboten werden, da die Bodenkacheln aus Glas sehr rutschig sind.
Euskalduna Kongresszentrum
  • Euskalduna Jauregia (span.Palacio Euskalduna), Abandoibarra etorbidea 4, Musik- und Kongresspalast aus dem Jahr 1999 nach den Plänen von Federico Soriano und Dolores Palacios auf dem Gelände der ehemaligen Schiffswerft Euskalduna errichtet.
  • Metro(Architekt Sir Norman Foster) die Metrobilbao besticht vor allem durch ihr schnörkelloses, funktioneles Design. Der Stararchitekt Norman Foster entwarf nicht nur einige Stationen, sondern zwei komplett neue U-Bahnlinien. Auch wurde die schon vorhandene Euskotrenstrecke nach Plentzia dabei integriert. Foster verwendete bei den Stationen nahezu ausschließlich die Materialien Stahl, Beton und Glas. Der Architekt verfolgte drei Kernpunkte: Einfachheit, Funktionalität und Ästhetik. Das lässt sich daran erkennen, dass die Stationen weiträumig, klar und ohne auffällige Elemente sind. So weit dies möglich war, wurde der Einfall von natürlichem Tageslicht ermöglicht. Die Stationen sollten nicht nur,wo es dies zuließ, an der Oberfläche sein, sondern auch schnell und ohne große Umwege erreichbar. Der freien Zugänglichkeit zu jedem Bahnhof wurde hohe Aufmerksamkeit gewidmet. Die Metrobilbao erhielt 1998 den Brunel Preis für Architektur für das Gesamtkonzept und für die Station Sarriko im Speziellen. Wegen ihrer sehr guten Erreichbarkeit und Infrastruktur für Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen wurde sie auch mit dem GIMM Award belohnt. Als markantestes Merkmal seines Stationsdesigns entwarf Sir Foster muschelförmige Eingänge, die im Volksmund bald den Namen „Fosteritos“ erhielten.
  • Guggenheim Museum (Architekt Frank Gehry) Das am linken Flussufer der Ría liegende Gebäude erinnert ein wenig an ein Schiff das flussaufwärts fahren wollte und dabei an der Puente de la Salve gestrandet ist. Wegen seines spektakulären Äußerem, aus Titan, Kalkstein und Glas, ist es zu recht ein Wahrzeichen der Stadt. Auch wenn es vor und während der Bauarbeiten, vor allem wegen der hohen Kosten von rund 100 Mio. Euros, für Den Bau und die Pinakothek, heftigen Widerstand von Seiten der Bevölkerung gab, ist es heute nicht mehr aus dem Stadtbild wegzudenken.
Puente Colgante
  • Puente de Vizcaya, auch Puente Colgante Die Hochbrücke wurde vom Ingenieur und Architekten Alberto de Palacio y Elissague, einem Schüler Gustave Eiffels, entworfen. Seit ihrer Fertigstellung 1893 verbindet die Schwebefähre die Gemeinde Portugalete mit dem Stadtteil Las Arenas der Gemeinde Getxo auf der anderen Seite der Ría. 1937 während des spanischen Bürgerkrieges zerstört. Nach dem Krieg wieder aufgebaut und im Jahre 1941 erneut in Betrieb genommen ist sie heutzutage die älteste noch betriebene Schwebefähre der Welt. 2006 wurde die Schwebefähre durch die UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die UNESCO erachtet das Bauwerk als eine der herausragenden Stahlbaukonstruktionen aus der Zeit der Industriellen Revolution.

Denkmäler

Museen

  • Bilboko Arte Eder Museoa (Museo de Bellas Artes de Bilbao) Museum der schönen Künste, Plaza del Museo 2, Dienstag bis Samstag von 10:00-20:00 Uhr, Sonn- und Feiertage von 10:00 -14:00 Uhr geöffnet, mittwochs freier Eintritt. Klassisches Kunstmuseum mit einer der wichtigsten Pinakotheken der iberischen Halbinsel.
Guggenheim Museum
  • Guggenheim Museoa,Abandoibarra etorbidea 2, Dienstag bis Sonntag jeweils von 10:00 bis 20:00 Uhr geöffnet, im Juli und August auch montags. In der Dauerausstellung befinden sich mehrheitlich Exponate zeitgenössischer Kunst, daneben finden immer wieder Sonderausstellungen statt die von den Werken Albrecht Dürers, Harley Davidsons (bisheriger Besucherrekord) bis zur Mode Giorgo Armanis gehen. Vor dem Museum steht die Blumenskulptur Puppy des US-Amerikanischen Künstlers Jeff Koons, welche eigentlich nach einem Jahr hätte entfernt werden sollte, aber dann schlussendlich, nach Einsprache der Bilbaínos doch stehen blieb und sich bis heute größter Beliebtheit erfreut.
  • Museo Marítimo Ría de Bilbao, Maritimes Museum, Muelle Ramón de la Sota 1, Im Winter Dienstag bis Freitag von 10:00-14:00 und von 16:00-18:00 Uhr, Samstag und Sonntag von 10:00-13:30 und 16:00-20:00 Uhr geöffnet, im Sommer auch auf Nachfrage. Zum Museum gehören sowohl die Innen-, als auch die Außenbereiche, wo sich die Trockendocks befinden, Gegenstände und Elemente im Zusammenhang mit der Seefahrt in der Ría de Bilbao, dem Hafen und der Seefahrtskultur im Allgemeinen. Zur Ausstellung gehören Schiffe der Reedereien von Bilbao sowie Modelle von Schiffen aus den bekanntesten Werften der Stadt.
  • Euskal Museoa (Museo Vasco) Museum der baskischen Geschichte, Plaza Unamuno 4, Dienstag bis Samstag 11:00-17:00 Uhr, Sonntag von 11:00-14:00 Uhr geöffnet, donnerstags freier Eintritt. Exponate aus allen Äras der baskischen Geschichte, daneben auch Sonderaustellungen. Der Besuch des Museums lohnt sich auch wegen seines schönen Innenhofes.
  • Museo de Reproducciones de Bilbao c/San Francisco 14, Dienstag bis Freitag von 10:00-14:00 und von 16:00-18:00 Uhr, sonntags von 10:00-14:00 Uhr geöffnet. Täuschend echte Kopien bekannter Meisterwerke im Originalformat.

Straßen und Plätze

Plaza Berria
  • Plaza Berria (Plaza Nueva), wunderbarer Platz, Mitte des 19.Jhdt. fertiggestellt, mit vielen Bars und Geschäften allerlei Art unter ihren Arkaden, welche zum Verweilen einladen. Sobald die Schule aus ist verwandelt sich der Platz zum Familientreffpunkt mit dementsprechend viel Leben. Jeden Sonntagmorgen gibt es hier einen Flohmarkt. Während den Fiestas im August finden hier, nach der Siesta, am Nachmittag meist Folkoredarbietungen statt und nachts ab 24:00 Uhr gibt es Konzerte der verschiedensten Stilrichtungen.
  • Plaza Moyua auch Plaza Eliptíca, als besondere Sehenswürdigkeit sei hier der Palacio de Chávarri aus dem Jahr 1894 vermerkt. Ursprünglich im Besitz der Familie Chávarri ist es Heutzutage der Sitz der Zivilregierung Bizkaias. Wenn man von der Plaza her die Gran Via Richtung Abando hinuntergeht findet man zahlreiche Geschäfte jeder Art wie zum Beispiel Zara oder den Corte Inglés.
  • Casco Viejo auch Alde Zaharra Die Altstadt umfasst nicht nur die Siete Calles (Sieben Straßen) unter dessen Namen sie auch bekannt ist. Das Casco Viejo, das nach der verheerenden Überschwemmung von 1983 renoviert werden musste, ist eine der wichtigsten Freizeit- und Geschäftszonen Bilbaos. In seinen Straßen wechseln sich klassische und moderne Geschäfte mit den zahlreichen Bars und Restaurants ab, die das Beste der baskischen Küche bieten. In der c/del Perro (dt. Hundestraße) befindet sich ein Brunnen dessen Wasserhähne Löwenköpfe darstellen. Nun sollen die Bilbaínos aber beim Anblick ebendieser Hähne ausgerufen haben "Das sind doch keine Löwen, sondern Hunde !" Daher rührt der Name der Straße.

Parks

  • Parque Doña Casilda Iturrizar (auch Parque de los Patos genannt) Mit seinen Gärten, Spazierwegen und Lauben, sowie einem großen Teich ist er die größte Gartenanlage des Stadtzentrums.
  • Parque Extebarria
  • Parque Europa
  • Parque Ametzola
  • Parque Miribilla

Verschiedenes

Aste Nagusia

ab dem Samstag nach Maria Himmelfahrt (15. August) bis zum Sonntag eine Woche später.

Die einzigen neun Tage der Welt mit zehn Nächten. Während der Aste Nagusia (Semana Grande) verwandelt sich die Stadt in ein wahres Tollhaus. Die Fiestas welche, wegen einer durch die Diktatur Francos 1937 erzwungenen Pause, seit 1978 in ihrer heutigen Form stattfinden sind der absolute Höhepunkt des Jahres.

Die Fiestas werden durch die Bilboko Konpartsak (Dachverband der 27 Konpartsas) und der Stadtverwaltung organisiert. Wobei es natürlich jederman freisteht seinen Teil zum guten Gelingen beizutragen. Wer also hier seine Straßenkunst, welcher Art auch immer diese sein mag, aufführen möchte ist aufs Herzlichste dazu eingeladen. Schließlich handelt es sich im Gegensatz zu den San Fermines in Iruña (Pamplona) oder der Aste Nagusia Donostis um eine Fiesta Popular (Volksfest). Auch hier in Bilbao finden während den Fiestas, leider, Stierkämpfe statt. Doch gibt es im Gegensatz zu Pamplona keinen Encierro (dt. Stierrennen). Denn für ein lächerliches Dutzend Stiere steht kein Bilbaíno morgens auf. Dazu müssten es mindestens dreihundert sein !

Offiziell beginnen die Fiestas jeweils Samstagnachmittag mit der Präsentation der Marijaia (dt. Festmarie) einer kurzen Ansprache des Pregonero (Ansager, jeweils eine bekannte Perönlichkeit der Stadt) und dem Txupinazo (Abfeuern einer Rakete) durch die Txupinera (Raketenabfeuerin, Verteterin der Konpartsas) auf dem Balkon des Teatro Arriaga. Danach gibts eine Prozession mit der Marijaia die an allen Txosnas (Festhütten) vorbeiführt. Wer durstig ist, muss mitlaufen oder warten, da keine Txosna Getränke oder Bokatas (dt. Faustbrot) verkauft ehe der Marijaia die Referenz erwiesen wurde. Übrigens das Berühren ihres Rockes bringt Glück !

Für die aktiven Konparseros beginnen die Fiestas jeweils schon eine Woche früher mit dem Aufbau der Txosnas . Ursprünglich waren sämtliche mit einer Basiskonstruktion aus Mekanotubo(dt.Stahlgerüst). Im Laufe der Jahre wurden diese aber von Karpas (dt.Festzelt), wie sie in Sevilla üblich sind, ersetzt. Da sich diese aber nicht so individuel gestalten lassen, sind mittlerweile einige Konpartas wieder zum Mekanotubo zurückgekehrt. Man sieht während den Fiestas auch des öftern Graffitis mit der Forderung Mekanotubo me mola, Karpas a Sevilla !!! (Stahlgerüst gefällt mir, Festzelte nach Sevilla !!!)Seit der Ausgabe 2007 werden die Campana (Glocke, Gewinner Eguzkizaleak, siehe Bild oben) und eine Mosca (Fliege, "Gewinner" Lehioak, siehe Bild) für die schönste bzw. hässlichste Txosna vergeben.

Während der Aste Nagusia stellt man auch sehr schnell fest, dass Bilbao mit gutem Recht als eine der offensten Städte Europas bezeichnet werden darf. Jedermann wird sich hier sehr schnell Zuhause fühlen. Nicht umsonst heißt es: "Der Bilbaíno wird geboren, wo es ihm passt, zu dem Zwecke gibt es die Welt!"

Das Spektrum der an der Aste Nagusia beteiligten Konpartsas geht von Quartiervereinen, Kulturgesellschaften, Sprachförderungsgruppen (die baskische Sprache ist in vielen Bereichen immer noch nicht annerkannt), Ökologisten, Feministinnen, Internationalisten, Republikaner (man darf nicht vergessen, dass der spanische Staat vor der Rebellion Francos eine Republik war und dieser auf sehr zweifelhaftem Wege die konstitutionelle Monarchie eingeführt hat), Anti-Militaristen über Kämpfern für die Pressefreiheit (das Baskenland ist das einzige Gebiet Westeuropas in dem nach dem zweiten Weltkrieg unter einer demokratischen Regierung Zeitungen verboten wurden) bis zu Internationalisten und mehr. Was allerdings alle Komparseros gemeinsam haben ist die Leidenschaft für ein gutes Gelingen der Fiestas und gegenseitige Solidarität untereinander auch während dem Rest des Jahres.

Festivitäten

  • Txapelketa Gastronomikoa Gastronomischer Wettbewerb: Disziplinen: Tortilla Patata (Kartoffelomelett), Bacalao Pil-Pil, Txipirones en su Tinta, Bacalao a la Vizcaína, Marmitako, Guisado de Rabo (Stierschwanzragout). Der Wettbewerb ist öffentlich und jeder der Lust hat und bereit (nicht breit) ist, sich morgens um neun einzuschreiben, darf mitmachen. Für alle anderen ist es eine gute Gelegenheit, den Köchen über die Schulter zu schauen und sich dabei einige Tipps zu holen.
  • Su Artifizialen Feuerwerk: Jeden Abend um ca. 22:30 Uhr gibt es ein Feuerwerk. Fünf davon beteiligen sich am Concurso de la Villa de Bilbao (Wettbewerb), während sich die anderen vier für den Wettbewerb des darauf folgenden Jahres empfehlen. Die Feuerwerke werden jeweils mit drei Böllern begonnen und beendet. Beim Schlussbouquet wird's in der Regel Laut.
  • Konzerte: Es gibt über die ganze Innenstadt verteilt 14 Konzertbühnen, auf denen die Musi in allen möglichen Stilrichtungen spielt.
  • Theater: In dem Saal des Bilborock (ehemalige Kirche an der Muelle de la Merced), am Arenal, der Plaza Arriaga und anderen Orten finden Theater für Gross und Klein statt.
  • Für Kinder gibts an der Muelle de la Ripa einen Txikipark mit Hüpfburgen und anderen Attraktionen.
  • Kirmes: Im Parque Etxeberria gibt einen Kirmes mit Fresständen und natürlich auch vielerlei Bahnen. Ebenfalls gastiert hier ein Zirkus.
  • Toro de Fuego: (dt. Feuerstier) jeden Abend um 20:30 Uhr rast ein auf der Plaza Arriaga ein mit Knallkörpern un Feuerwerk gespickter "Feuerstier" durch die Menge.
  • Herri Kirolak: An verschiedenen Tagen finden auf der Plaza Arriaga Wettkämpfe in den Disziplinen der baskischen Volksportarten (Steineheben, Holzhacken, Gewichtetragen, Seilziehen und mehr) statt.
  • Straßenkünstler: Die Aste Nagusia zieht natürlich auch viele Straßenkünstler allerlei Art an. Von Jongleuren über Musikgruppen zu Marching Bands, Volkstanzgruppen und Männerchören die mit ihren Darbietungen so manchen erfreuen. Tipp: in der c/Correos spielen gewöhnlicherweise zwei Jungs am Nachmittag auf ihrer Txalaparta (eine Art Xylophon aus Holzbrettern und Steinplatten).

Tipps: Unbedingt ein Zapia (blaues Halstuch) kaufen. Sehr praktisch zum sich die Reste des Kalimotxo (Mischgetränk aus "Rotwein" und Cola) vom Maul zu wischen. Und auch damit man von den Iñakis (fliegende Händler) in Ruhe gelassen wird. Die offiziellen gibt es an jeder Txosna, die Luxusversion aus Seide mit eingesticktem Stadtwappen wird in Souvenir- und Trachtenläden verkauft. Es empfiehlt sich auch vor allem nachts in der Masse gutes Schuhwerk zu tragen um Schnittverletzungen durch herumliegende Glasscherben zu vermeiden.

Es gäbe hier an dieser Stelle noch einiges aufzuzählen, doch würde dies den Rahmen sprengen. Auf jeden Fall ist die Aste Nagusia ein Ereignis dass jedem der sie besucht hat in Erinnerung bleiben wird.

Aktivitäten

  • Pintxopoteo (Häppchen und Wein)
  • mit der Standseilbahn Funicular de Artxanda auf den Hügel ein wenig Ausspannen und die Aussicht geniessen.
  • Fußballspiel des Athletic Club de Bilbao (Primera Division) mit den Einheimischen in einer Bar anschauen. Eintrittskarten sind, dadurch dass alle Plätze von Abonnenten belegt sind, sehr schwer erhältlich und sehr begehrt.

Einkaufen

  • Mercado de la Ribera
  • Dendarikale (Altstadt)
  • Gorostiaga, c/Victor 9, seit 1857 DIE Adresse für Txapelas (Baskenmützen)

Küche

Txipirones en su tinta

Man beachte, dass es in Bilbao in dem eigentlichen Stadtgebiet nach wie vor keinen McDonalds gibt, was eigentlich für die gute Küche hier spricht. Dazu muss gesagt werden, dass baskische Köche den Ruf genießen, sogar aus einem ausgelatschten Pantoffel noch eine Delikatesse zu machen. Das Tagesmenü besteht im allgemeinen aus zwei aus dem Tagesangebot wählbaren Tellern (Primer und Segundo Plato) sowie einem Dessert, Tischwein und Wasser sind in der Regel im Menüpreis inbegriffen. Es empfiehlt sich sehr ein Wörterbuch zur Hand zu haben, da in den meisten Restaurants die Speisekarten nur auf Spanisch und Euskera sind und Restaurants mit Speisekarten auf Englisch, oder gar Deutsch kann man oftmals durchaus als Touristenfallen bezeichnen. Das Tagesmenü und À-La-Carte Angebot ist üblicherweise in einem Schaukasten oder auf einer Tafel am Eingang aufgeführt. Vielen Lokalen sieht man von außen nicht an das es Restaurants sind, weil der Jantokia (span.Comedor,dt. für Speisesaal) sich im ersten Stock befindet. In der Regel setzt man sich nicht einfach an einen Tisch sondern sagt dem Kellner, wie viele Personen essen möchten und lässt sich dann den Tisch zuweisen. In den Sommermonaten kann es auch vorkommen, dass man bis zu einer Stunde auf einen Tisch warten muss. Man kann sich natürlich auch ein anderes Lokal suchen, doch ist die Tatsache, dass alle Tische besetzt sind, auch eine Referenz an die Küche des Hauses. In diesem Falle empfiehlt es sich, bei einem Gläschen Txakoli (ein trockener Weißwein aus der Region) an der Bar zu warten. Als Digestif empfiehlt sich ein Patxaran. Hierbei handelt es sich um einen aus den Beeren der wilden Schlehe gewonnenen Likör.

typische Spezialitäten

  • Bacalao a la Vizcaína, Klippfisch (Kabeljau) in einer Sauce aus (milden) Chorizopfeffern
  • Txipirones en su Tinta, Tintenfischchen in eigener Tinte, Grundzutaten der Sauce sind immer Zwiebeln, Tomaten und die Tintenbeutel, daher die schwarze Farbe der Sauce. Vielfach wird auch noch ein Stückchen dunkler Schokolade beigemischt.
  • Porrusalda, Lauch-Kartoffel-Eintopf
  • Marmitako, Thunfisch-Kartoffel-Eintopf
  • Pimientos de Gernika, grüne (milde) Paprikas aus der Gegend von Gernika
  • Bacalao (Filetstücke) oder Kokotxas (Bäckchen) al Pil-Pil, Klippfischfisch in einer Sauce aus Olivenöl und Knoblauch Die Konsitenz der Sauce bildet sich durch das in der Haut des Kabeljaus vorhandenen Pektins. Die Legende besagt dass ein Fischhändler aus Bilbao im Jahr 1836, eine Bestellung uber 100 ó 120 bacalladas (100 oder 120 Klippfische) telegrafierte. Der Angestellte im Telegrafenamt scheint aber seinerzeit einen Tippfehler begangen zu haben und es wurden dem Händler 1'000'120 Klippfische geliefert. Der Irrtum hätte den Händler eigentich ruinieren sollen, hatte er doch keine Möglichkeit mehr die Lieferung zu retournieren weil die Stadt mittlerweile, im Zuge des Karlistenkrieges, sich im Belagerungszustand befand. Doch hatte er Glück im Unglück und den Bilbaínos gingen nach und nach die Lebensmittelvoräte aus und das einzige was noch übrig blieb waren besagte Bacalladas sowie Olivenöl und Knoblauch. So brachte es der Händler zu guter letzt zu großem Reichtum.

Hier eine kleine Auswahl von Lokalen mit klassischer und neuer baskischer Küche.

Günstig

ab 7 Euros für die Tagesmenus

  • Iñakiren Taberna,Barrenkale Barrena 14
  • Kaltzo, Barrenkale Barrena 5
  • Baste,c/Maria Muñoz 6, unbedingt die ausgebackenen Muscheln (Mejillones Rellenos) probieren
  • Rio Ocha,c/del Perro

Mittel

ab 15 Euros für die Tagesmenus

  • Mugarra,c/Ercilla 14
  • Harrobia,c/del Perro 2
  • Agape,c/Hernani 13
  • ogeitamairu, c/Bailen 33

Gehoben

ab 45 Euros für die Tagesmenus

  • Mina, Muelle de Marzana
  • Zortziko,c/Alameda de Mazarredo 17

Pintxos

  • Urkia,c/Somera
  • Madariaga,c/Somera
  • Gure Etxea,c/Somera
  • Cafe Bar Bilbao, Plaza Berria
  • Sasibil,c/del Perro, grosse Auswahl an Wein und als Besonderheit Pintxos aus Hahnenkamm

Nachtleben

Findet vor allem in und ausserhalb der Bars und Tabernas statt und ist nichts für grelle Party-People. Die Bilbaínos gehen nach wie vor lieber mit der Cuadrilla einen Heben als in die Discothek. Wobei gesagt werden muss, dass sich auf diesem Gebiet einiges getan hat in den letzten Jahren.

Barzonen

  • im Casco Viejo: c/Somera y Gomorra, Ituribide ("Rockerzone"), Barrenkale ,c/Santa Maria, c/Ronda, c/del Perro, c/del Torre
  • Bilbi: Bilbao la Vieja (ab Mitternacht bis....)
  • Santutxu:c/Karmelo, c/Santa Clara, Zabalbide,
  • Indautxu: c/Licenciado Pozas, Alameda Urquijo
  • Deusto: Avenida Lehendakari Aguirre, c/Ramon y Cajal
  • Abando: Alameda Mazarredo, c/Ledesma

Clubs

  • Bullit Groove Club, c/Dos de Mayo 3,Donnerstag-Samstag ab 23:00 Uhr, Electro-Pop, Funk, Pop, Rare Groove, Rock
  • Conjunto Vacio, Muelle de la Merced 3, Freitag-Sonntag 00:00-04:30 Uhr, House, Progressive House, Electro House
  • Le Club, Muelle Marzana 4, Freitag-Sonntag 00:00-05:00 Uhr, House, Pop, Rock
  • Abadía Club, c/Iparraguirre 4, Freitags 00:00-05:00 Uhr, Minimal-Techno, Tech-House

Unterkunft

Bilbao Reservas * 0034/90 287 72 98. Montag bis Samstag von 10:00-13:30 Uhr und von 16:30-19:30 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 10:00-14:00 Uhr. ist ein Angebot des städtischen Tourismusbüros und bietet dir die die Möglichkeit dein Hotel oder Pensionszimmer schon von Zuhause aus zu buchen.

  • sofern nicht anders vermerkt werden zu den aufgeführten Preisen 7% IVA (MwSt.) verrechnet, Stand Februar 2008

Günstig

  • Hostal Residencia La Estrella, c/ María Muñoz 6 (Casco Viejo), 0034/94 416 40 66. DZ mit Bad 52€ inkl. MwSt..
  • Pension Zubia, c/ Amistad No. 5-1 (Abando), 0034/94 424 85 66.
  • Hostal Don Claudio, c/ Hermógenes Rojo 10 (Zorroza), 0034/94 490 50 17 (), [1]. EZ ohne Bad ab 25 Euros, DZ mit Bad ab 43 Euros.
  • Hostal Gurea, Bidebarrieta 14 (Casco Viejo), 0034/94 416 32 99 (), [2]. ab 26 Euros.
  • Pensión Mardones, c /Jardines 4, pisos 2º y 3º (Casco Viejo), 0034/94 415 31 05 (), [3]. ab 35 Euros, nur DZ erhältlich.

Mittel

Gehoben

  • Miró, Alameda Mazarredo 77 (Indautxu), 0034/94 661 18 80 (, fax: 0034/94 425 51 82), [4]. DZ ab 112€.
  • Hotel Carlton, Plaza Moyua 2 (Indautxu), 0034/94 416 22 00 (, fax: 0034/ 94 416 46 28), [5]. DZ ab 101.65 € inkl. MwSt..
  • López de Haro, c/Obispo Orueta 2-4 (Indautxu), 0034/94 423 55 00 (, fax: 0034/94 423 45 00), [6]. DZ ab 203.30€ inkl. MwSt..
  • Sheraton, Lehendakari Leizaola 29 (Indautxu), 0034/94 428 00 00 (, fax: 0034/94 428 00 01), [7]. DZ ab 245€.

Camping

Ausserhalb der Stadt in Sopelana (mit der Metro erreichbar)

  • Camping Sopelana, Crta. Bilbao-Plentzia, Km 18., Playa Atxabiribil, s/n (48600 Sopelana), 0034/94 676 19 81 (), [8]. ab 11€ für Parzelle und Parkplatz sowie 5€ für Erwachsene bzw 4€ für Kinder pro Übernachtung.

Sicherheit

Bilbaos Innenstadt ist auch bei Nacht sehr sicher. Während der Fiestas ist jedoch ein wenig Vorsicht vor Taschendieben geboten.

Gesund bleiben

  • kann vor allem während den Fiestas problematisch werden, aber ansonsten wird in den Ambulatorien des Staatlichen Gesundheitsdienstes Osakidetza schnell und unbürokratisch geholfen. Die Ambulatorien sind von Montag bis Freitag von 8:00-20:00 Uhr geöffnet und Samstags von 8:00-14:00 Uhr. Ausserhalb der Öffnungzeiten begibt man sich direkt zum Hospital de Basurto. Wer eine Ambulanz braucht ruft direkt die Nummer 94 410 00 00 oder die 112

Hier noch die wichtigsten Ambulatorien der Innenstadt

  • c/Virgen de Begoña 32
  • c/Ronda 6
  • c/ Henao 7-9, Plaza del Ensanche
  • c/ Luis Iraurrizaga 1

Kommunizieren

Auch wenn eine eindeutige Aufwärtstendenz im Bereich des Tourismus gibt, ist Bilbao keine Stadt die den Tourismus zum Überleben braucht. Ihr werdet hier sehr schnell feststellen, dass Spanisch eine Weltsprache ist und man nur vereinzelt auf Leute mit Englischkentnissen trifft. Man ist hier auch nicht in Malorka (span. Mallorca) und daher sollte man es schon gar nicht auf Hochdeutsch versuchen wollen. Im Gegensatz zu Lateinamerika ist man hier im allgemeinen mit allen per du. Auch wenn Spanisch die vorherrschende Sprache in den Gassen ist, sprechen die meisten Jungen fließend Baskisch. Die Einwohner Bilbaos, auch wenn sie nicht des Euskera mächtig sind, verwenden für übliche Floskeln oft die baskische Form. Touristen welche es ihnen gleichtun stossen dabei auf grösstes Wohlwollen. Dazu hier eine kleine und hoffentlich nützliche Auswahl:

  • Egunon = Guten Tag
  • Arrastaldeon = (nach dem Mittagessen) Guten Tag
  • Gabon = Gute Nacht
  • Kaixo = Hallo
  • Agur = Tschüss
  • Geroarte = bis Später, kann auch wenn man die Person nie mehr wieder sieht als Tschüss verwendet werden
  • Hurrengoarte = bis zum Nächsten mal
  • Ikusiarte = man sieht sich
  • On egin = Guten Appetit
  • Topa = zum Wohl
  • Eskerrik asko = Danke
  • Bai = Ja
  • Ez = Nein
  • Parkatu = Entschuldigung
  • Mesedez = Bitte
  • das X wird wie Sch, das Z wie S ausgesprochen, der Rest so wie man es sich vom Hochdeutschen her gewöhnt ist

Weiter geht's

San Juan de Gaztelugatxe
  • Gernika durch den Luftangriff der Legion Condor vom 26. April 1937 sowie dem Bild Picassos bekannter Ort. Lohnenswert ist der Besuch des Museo de la paz. Die Austellung ist in baskisch, kastilisch, englisch und französisch gehalten und vermittelt auf eindrückliche Weise einen Einblick in die Geschehnisse wärend des spanischen Bürgerkrieg. Gernika ist auch ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in das Biosphärenreservat Urdaibai
  • Mundaka für Surfer ein Muss. Einen kleinen Eindruck gibts hier auf diesem Surfvideo mit der bekannten Linkswelle.
  • San Juan de Gaztelugatxe Kapelle auf kleiner Insel in atemberaubender Landschaft an der Küste zwischen Bilbao und Bermeo
  • Balmaseda Schmuckes Dorf mit historischem Kern an der der Grenze zu Burgos.

Weblinks

Literatur

  • Mark Kurlansky, Die Basken- eine kleine Weltgeschichte erschienen bei Claasen, München ISBN3-546-00213-X



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