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Afrikanische Flora und Fauna: Unterschied zwischen den Versionen

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Dieser Artikel gibt einen Überblick über die '''Flora und Fauna in [[Afrika]].'''
 
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Aktuelle Version vom 16. Januar 2013, 17:41 Uhr

Dieser Artikel ist ein Reisethema.

Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Flora und Fauna in Afrika.

Unbekannter Vogel

Inhaltsverzeichnis

Siehe auch: Nationalparks in Afrika

Vorbereitungen[Bearbeiten]

Es ist sehr wichtig, genügend Wasser zur Hand zu haben, da die Nationalparks bei 32°C im Schatten sehr heiß werden können.

Die besten Ausflüge lassen sich mit guter optischer Ausrüstung unternehmen. Dazu gehören Ferngläser, Fotoapparate und Videokameras. Die Ausrüstung muss mit den schwierigsten Lichtbedingungen zurecht kommen können - intensiver Beleuchtung am Tage und schwachem Licht in der Dämmerung, wenn besonders viele Vertreter der Fauna aktiv sind.

Einige Tiere wie Elefanten und Giraffen nähern sich sehr oft dem eigenen Auto, so dass die Standardausrüstung gute Motive bietet. Löwen und Leoparden sind manchmal eher schüchtern, so dass du sie mit einem Fernglas besser erblicken kannst. Das Fotografieren erfordert gute Kameralinsen. Ferngläser sollten eine 10-malige Vergrößerung besitzen, idealerweise auch eine Nachtsichtvorrichtung. 200 mm-Kameralinsen sind das absolute Minimum, ideal sind 500 mm - beachte vor allem, dass sich mit billigen Geräten die schwierigen Lichverhältnisse in der Dämmerung nicht ohne weiteres kaschieren lassen.

Es ist zu empfehlen, genügend Filmmaterial mitzunehmen. Falls benötigt, kannst du dieses jedoch auch vor Ort kaufen. Wahrscheinlich wirst du bei einem Besuch soviel Bildmaterial wie selten zuvor erzeugen, da die Anzahl der Motive schier unerschöpflich ist. Es ist wahrscheinlich besser, zwei oder gar fünf mal soviel Filmmaterial oder Memorysticks mitzunehmen als auf "normalen" Reisen. Für die Kamerabatterie sollte möglichst Ersatz vorhanden sein; gerade wenn du sie vorher nie wechseln musstest, so wird dies höchstwahrscheinlich hier der Fall sein.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Flammenbaum

Pflanzen[Bearbeiten]

Die Akazien (Acacia) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Schnülsenfrüchtler (Fabaceae), Unterfamilie Mimosengewächse (Mimosoideae). Die Gattung umfasst mehr als 1200 Arten.
Oft wird der Name „Akazie“ fälschlicherweise auf die Robinien übertragen. Die beiden Gattungen Acacia und Robinia sind jedoch nicht nahe miteinander verwandt und gehören zu unterschiedlichen Unterfamilien der Hülsenfrüchtler.
Akazien, die in wärmeren Regionen häufig als Ziergehölze gepflanzt werden, werden dort häufig „Mimosen“ genannt. Die echte Mimose (Mimosa pudica) ist jedoch ein kurzlebiger Halbstrauch mit rosa Blütenköpfchen.

Tiere[Bearbeiten]

Vögel[Bearbeiten]

Scharlachspint
Schlangenhalsvogel
Ein Fischadler landet auf seinem Nest
Helmperlhühner
Madenhacker auf dem Rücken eines Springbocks
Gruppe von vier Rotschnabeltokos
Textor
Sattelstorch
Sekretär
Kleine Zebragruppe
Gnu in einem durch Feuer zerstörten Gebiet
Männlicher Pavian
Gepard
Zwergmungo in der Nähe eines Touristencamps
Elefantenherde

Der Scharlachspint (Merops nubicoides) im linken Bild ist ein Insektenfresser, der sich sowohl von Insekten als auch von Grashüpfern ernährt. Er brütet in Simbabwe und in der ehemaligen südafrikanischen Provinz Transvaal. Meiner Meinung nach ist der Vogel im linken Bild eine Gabelracke. Mfg Ingrid

Im rechten Bild ein Schlangenhalsvogel (Anhinga melanogaster). Schlangenhalsvögel können auf Naturdämmen beobachtet werden, wenn sie ihre Federn von einem vorangegangenen Flug trocknen.

Den Fischadler (Heliaeetus vocifer) kannst du an den Ufern des Flusses Sabie in Südafrika beobachten.

Helmperlhühner können oft an Straßen beim Picken nach Insekten oder Samen beobachtet werden.

Der Rotschnabel-Madenhacker (Buphaguse rythrorhynchus) ist ein "Mitfresser", der sich von Parasiten auf den Körpern von Kudus, Impalas und Springböcken ernährt.

Rotschnabeltoko

Der Textor (Ploceus cucullatus) ist ein farbenfroher, gelber Vogel mit charakteristischen, hängenden Nestern. Brutkolonien können oft an Flussufern gesehen werden; die Vögel besuchen auf der Suche nach Nahrung auch oft die Caps in den Nationalparks.

Sehr leicht zu erkennen aufgrund seiner Farbe und Größe ist der Sattelstorch (Ephippiorhynchus senegalensis). Er verbringt den Winter im Kruger National Park.

Sekretär

Säugetiere[Bearbeiten]

Burchell-Zebras(Equus burchellii) können im Kruger National Park in kleinen Gruppen (weniger als 10 Tiere) beobachtet werden. Die Gruppe besteht aus einem Hengst und mehreren Stuten und Fohlen. In den Nationalparks von Tansania und Kenia gibt es mehrere 1.000 solcher Zebragruppen. Bei der geburt der Fohlen verlassen die Stuten die Gruppen und kehren anschließend wieder zurück.

Gnus (Connochaetes taurinus) bilden kleine Gruppen und pflanzen sich saisonal fort. Der Nachwuchs wird von November bis Februar in der Herde geboren. Die Kälber werden bei Gefahr heftig verteidigt.

Büffel (Syncerus caffer) sind ungestüme Großtiere, männliche Exemplare können bis zu 700 kg schwer werden. Büffel leben in Herden und besitzen einen starken sozialen Zusammenhalt. Wenn es die natürliche Umgebung erlaubt, können die Herden auf tausende Mitglieder anwachsen. Die Gruppen werden sowohl von männlichen als auch weiblichen Tieren angeführt. Räuber werden aktiv angegriffen, um Kälber, verletzte oder alte Mitglieder zu schützen. Die Mütter gebären bis zu 40 kg schwere Kälber, die bereits kurz nach der Geburt laufen können. Sie werden nach sieben Monaten entwöhnt, bleiben aber bis zu zwölf Monate lang bei der Mutter. Der bevorzugte Lebensraum der Büffel ist sowohl die dichte als auch die offene Savanne.

Paviane (Papio ursinus) leben in Gruppen, die von einem männlichen Tier geführt werden. Die Neugeborenen sind schwarz und werden von ihren Müttern herumgetragen. Später sitzen sie auf den Rücken ihrer Mütter und nach drei bis vier Monaten wechseln sie ihre Farbe in das Braun-Grau der Erwachsenen.

Leoparden sind die schnellsten Jäger in Afrika. Wenn du sie aus der Nähe sehen kannst, hast du großes Glück, da sie eher dazu tendieren, sich im Gras zu verstecken. Im Dickicht der südafrikanischen Landschaft wirst du sie nicht sehen, während die Savanne von Kenia und Tansania bessere Möglichkeiten bietet. Leoparden bewegen sich in der Regel alleine oder in einer kleinen Gruppe, die aus einer Mutter und dem Nachwuchs besteht. Sie jagen in der kühleren Tageszeit. Bei einem kurzen und schlagartigen Sprint können Leoparden eine Geschwindigkeit von 100 km/h erreichen und ihre Beute ganz alleine erlegen. Ihre Lieblingsbeute sind Impalas, Vögel stehen jedoch auch auf der Speisekarte.

Der Zwergmungo (Helogale parvula) lebt in sozialen Gruppen mit einem Elternpaar und mehreren jungen und heranwachsenden Tieren. Zwergmungos sind tagaktiv. Wenn sie Gefahr verspüren, flüchten die lustig anzusehenden Tiere schnell in ihre Stollen, kehreren aber genauso schnell wieder zurück. Sie sind oft an Strömen, Flüssen und Teichen, aber auch im Umfeld der Touristencamps in hohem Gras und Dickicht zu finden. Zwergmungos leben von Insekten, kleinen Vögeln und Eiern.

Elefanten sind die am weitesten verbreiteten Sehenswürdigkeiten im Kruger National Park und es ist auch möglich, sie aus der Nähe zu betrachten. Die Elefanten des Amboseli-Parks in Kenia sind berühmt für ihre Stoßzähne, die größten weltweit. Für einige könnten sie zu nahe sein - für verzagte Besucher sind sie definitiv nichts.

Elefanten sind die größten Landsäuger der Welt. Ein männliches Tier kann bis zu 6.000 kg und ein weibliches Tier immerhin bis zu 3.500 kg schwer werden. Sie leben in großen Gruppen, die von dem jeweils erfahrendsten Weibchen geführt werden. Männliche Tiere werden nur bis zu einem bestimmten Alter akzeptiert, danach bilden sie eigene Junggesellengruppen. Nur die stärksten Bullen werden in weiblichen Gruppen toleriert.

Elefanten sind oft beim Bad in Flüssen zu sehen. Sie können täglich bis zu 160 l Wasser und 100 kg an Pflanzen zu sich nehmen. Sie sind sowohl tag- als auch nachtaktiv. Elefanten sind friedliche Kreaturen; sie werden nur agressiv, wenn sie verwundet werden oder ihre Jungen schützen müssen.

Trinkende Giraffe

Giraffen (Giraffa camelopardalis) sind die höchsten Säugetiere der Welt. Männchen können bis zu 5,2 m und Weibchen bis zu 4,7 meter hoch werden. Die Tiere sind bis zu 1.400 kg schwer.

Die Schwangerschaft für ein einzelnes Kalb dauert 450 Tage, nach der Geburt wiegt das Jungtier bereits bis zu 100 kg und kann bald darauf auch schon auf vier Beinen laufen. Giraffen leben in losen Familiengruppen und die neugeborenen Kälber kommen nach einer Woche hinzu. Junge Giraffen wachsen schnell und erreichen innerhalb von sechs Monaten die Ein-Meter-Grenze. Die Gruppen können sich aus 4 bis 30 Mitgliedern zusammensetzen, der Zusammenhalt ist jedoch lose und fluktuativ.

Giraffen sind Weidetiere und können Laub fressen, das von keinem anderen Säugetier erreichbar ist. Um die enorme Größe zu erreichen, müssen die Tiere bis zu 20 Stunden am Tag fressen, lediglich an den heißesten Tagesstunden schlafen sie.

Flusspferde am Crocodile River (KNP)

Flusspferde (Hippopotamus amphibious) können in dichtem Abstand an Flüssen beobachtet werden. Die Kälber haben ein Geburtsgewicht von 30 kg und sind fünf Monate lang von ihrer mutter abhängig. Nach dieser Zeit beginnen sie zu grasen.

Impalas leben in großen Herden und die neugeborenen Lämmer kommen nach 1 bis 2 Tagen hinzu. Sie sind ausgezeichnete Sprinter und können viele Räuber abhängen. Die Männchen besitzen eindrucksvolle Hörner, die mehr bei Kämpfen um die Weibchen als als Verteidigungswaffe eingesetzt werden.

Der Kudu (Tragelaphus strepsiceros) ist eine große Antilope und im Kruger National Park weit verbreitet. Die Kälber werden außerhalb der Herde geboren und 1 bis 2 Wochen in einem geheimen Versteck gehalten, bevor sie sich der Herde anschließen. Im Nationalpark sind sie sehr beliebt, aber gehasst von den Farmern, da nicht mal 2 Meter hohe Zäune sie abhalten können, die Farm zu betreten und die Ernte zu fressen.

Junge Löwen mit der Mutter während der Tageshitze in der nähe eines Stromes
Springbock mit Vogel auf dem Rücken (Rotschnabel-Madenhacker)

Löwen (Panthera leon) sind in weiten Teilen Afrikas verbreitet und können am besten am See Nakuru, in Masai Mara, der Serengeti und in einem geringeren Umfang auch in Südafrika beobachtet werden. Nichtsdestotrotz hast du großes Glück, wenn du sie aus der Nähe beobachten kannst. Löwen jagen am frühen Morgen und in der nacht, tagsüber sind sie eher faul. Um sie zu sehen, musst du vor Sonnenaufgang aufstehen, ansonsten wirst du sie nur nach dem großen Mahl im Schatten verweilen sehen.

Ihre Speisekarte setzt sich aus größeren Säugetieren und Zebras zusammen. Die männlichen Tiere beteiligen sich oft nicht an der Jagd, verlangen jedoch den "Löwenanteil" an der Kost; die weiblichen Tiere müssen dann warten, bis sie an der Reihe sind.

Junglöwen sind mehr als zwei Jahre von ihrer Mutter abhängig, mit der Jagd beginnen sie nach 11 Lebensmonaten. Löwen sind soziale Tiere, die in Herden in einer Größenordnung von 3 bis 30 leben. Die Herden bestehen in der Regel aus 1 bis 4 männlichen Tieren und mehreren Weibchen.

Der Springbock (Raphicerus campestris) sieht wie ein kleiner Impala aus und ist wahrscheinlich das sichtbarste Tier im Kruger National Park. Schon bei der (Ein-)Fahrt in den Park "grüßt" es dich oft. Die männlichen Tiere haben Hörner, die jedoch kleiner sind als die der Impalas. Die Neugeborenen leben versteckt im Gras und sind nur schwer zu erblicken.

Dösende Hyäne

Die Hyäne (Crocuta crocuta) ist besser als ihr Ruf! Sie ist ein guter Jäger und nicht von Aas, dass Löwen übrig gelassen haben, abhängig.

Hyänen leben in kleinen Horden von 3 bis 4 Tieren, können aber auch größere Gruppen bilden. Der Anführer der Horde ist weiblich; zusammen jagen sie in der Nacht, können aber auch tagsüber beobachtet werden. Sie fressen Insekten, Säugetiere wie z.B. Zebras und manchmal erlegen sie sogar eine Giraffe oder verjagen Löwen von ihrer Beute. In Nationalparks durchsuchen sie oft Abfallbehälter.

Jungtiere sind von der Muttermilch 9 bis 12 Monate abhängig und sind nach 15 Monaten geschlechtsreif.

Die Grüne Meerkatze zählt zu den in Grupen lebenden Affen, die in der nähe von Flüssen lebt und sich von Früchten und Insekten ernährt. Die Gruppen zählen bis zu 20 Mitglieder. Neugeborene Tiere sind drei Monate von ihrer Mutter abhängig, bis sie geschlechtsreif sind.

Rhinozerosmutter mit Kalb
Wildhunde
Leopardenschildkröte

Die Weißen Rhinozerosse waren im Kruger National Park ausgestorben, wurden jedoch wieder eingeführt und haben sich seitdem hervorragend entwickelt.

Die Kälber können nach der Geburt sofort laufen, sind jedoch noch sehr langsam. Nach einem Monat können sie der Mutter zum Grasen folgen und bleiben drei Jahre lang bei ihr.

Warzenschweine sind sehr kleine Säugetiere mit gemischter Nahrung. Die Jungen werden während der Regenzeit (Dezember bis Januar) geboren und leben die ersten 6 bis 7 Wochen in ihrem Bau, danach folgen sie ihrer Mutter.

Wildhunde (Lycaon pictus) leben in Gruppen von 10 bis 15 Mitgliedern. Wildhundsichtungen sind oft ein großes Ereignis, da sie zu den seltensten raubtieren von Afrika zählen. Sie sind hauptsächlich tagaktiv und jagen und den Morgenstunden oder am späten Nachmittag. Sie leben von kleinen Säugern, Impalas, Springböcken und teilweise von Büffeln. Die Wildhundhorden sind hierarchisch angeordnet mit einem Weibchen an der Spitze.

Reptilien[Bearbeiten]

Krokodile (Crocodylus niloticus) leben in und an den Flüssen. Sie sind sehr erfolgreiche Jäger und fressen so viel sie können. Durch Sonnen im Winter und Wasserabkühlung im Sommer halten sie ihre Körpertemperatur aufrecht.

Leopardenschildkröten (Geochelone pardalis) können am besten auf geteerten Straßen beobachtet werden (im hohen Gras sind sie vom Auto aus unsichtbar). Sie mögen es, Wasser auf geteerten Straßen zu trinken.

Varianten

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