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Afghanistan

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Ein Dorf in Tora Bora
Lage
noframe
Flagge
Af-flag.png
Kurzdaten
Hauptstadt: Kabul
Staatsform: Islamische Republik
Währung: 1 Afghani (AFA) = 100 Puls
Fläche: 648.000 km²
Bevölkerung: 28,5 Mio
Sprachen: Dari 50 %, Paschtu 35 %, Sonstige: Urdu
Religionen: Islam (Sunniten 80 %, Schiiten 19 %), Sonstige 1 %
Stromsystem: 220V/50Hz +/-50%
Telefonvorwahl: +93
Internet TLD: .af
Zeitzone: UTC+4.5


Karte von Afghanistan

Afghanistan [1] liegt in Südasien, wird manchmal allerdings auch Zentralasien zugeordnet. Die Nachbarstaaten sind; im Norden: Turkmenistan, Usbekistan und Tadschikistan; im Osten: China und Pakistan; im Süden: Pakistan; im Westen; Iran

Regionen

Afghanistan ist äußerst gebirgig. Nur im Süden und im Grenzgebiet zu Usbekistan wird das Land flacher. Es ergibt sich folgende Einteilung:

Süden

  • Rigestan (Sandland) - 25.000 km² große Wüstenregion östlich des Flusses Hilmend. Wird von Belutschen beweidet.
  • Dascht-e Margo - die westlich des Hilmend gelegene Wüste.

Mitte

  • Nuristan - erstreckt sich östlich von Kabul, nördlich des Kabulflusses zwischen dem Alingar-Tal und der pakistanischen Grenze.
  • Paropamisus - im Ostteil auch Safed Koh (nicht zu verwechseln mit dem Spin Ghar-Gebirge westlich des Khyberpasses!) genannt heißt das bis über 3000 m hohe Gebirge nördlich des Flusses Heri Rud. Der wichtigste Siedlungspunkt ist dort die Stadt Herat.

Norden

  • Hindukusch - erstreckt sich ab Kabul nach Nordosten und wird hauptsächlich von Tadschiken, der zweitgrößten Bevölkerungsgruppe Afghanistans, bewohnt.
  • Baktrische Ebene - eine der wenigen tiefgelegenen (300 bis 600 m) Ebenen des Landes. Wichtigste Stadt ist Mazar e Sharif.

Städte

  • Kabul - Hauptstadt.
  • Jalalabad im Osten nahe der pakistanischen Grenze.
  • Kandahar im Süden, Zentrum der Paschtunen.
  • Mazar-e Sharif im Norden nahe der usbekischen Grenze mit der Blauen Moschee.
  • Herat - Oasenstadt im Westen.
  • Kunduz im Nordosten an der Straße von Kabul nach Mazar-e Sharif.
  • Faizabad - Provinzhauptstadt von Badakhshan im Nordosten.

Weitere Ziele

Hintergrund

Anreise

Zur Einreise nach Afghanistan ist für Ausländer ein Visum nötig. In Deutschland wird das Visum durch die afghanische Botschaft in Berlin ausgestellt. Der Vordruck ist auf der Homepage der Botschaft (Visaantrag) als pdf-Datei zum Download eingestellt.

Die deutsche Botschaft befindet sich in Wazir Akbar Khan, Mena 6 Kabul. Die Botschaft ist aus Deutschland über 0093-20- 2101512/13/14/15, 030/5000-7175-10 oder 01888/17-7175-10 erreichbar. Die Rufnummer aus Afghanistan ist 020-2101512. Der Bereitschaftsdienst ist aus Deutschland unter 0093-70-276607 und aus Afghanistan unter 070-276607 erreichbar.

Die Postanschrift ist: Embassy of the Federal Republic of Germany P.O. Box 83 Kabul / Afghanistan.

Flugzeug

Die Anreise per Flugzeug nach Afghanistan ist über den Kabul International Airport (KBL), etwa 16 km von der Hauptstadt entfernt gelegen, möglich. Aus dem deutschsprachigen Raum gibt es mit Stand Juli 2012 keine Direktflüge, folgende Umsteigeverbindungen bieten sich an:

  • flydubai ab Dubai
  • Gulf Air via Bahrain (aus Frankfurt am Main)
  • Turkish Airlines via Istanbul (z. B. aus Berlin-Tegel, Düsseldorf, Hamburg, München, Stuttgart, Wien und Zürich)

Bahn

Es existiert keine grenzüberschreitende Bahnlinie für den Personentransport. Allerdings gibt es einige nennenswerte Zugverbindungen in die Grenznähe wie z.B. von Moskau nach Duschanbe oder von Saratow über Samarkand nach Taschkent.

Bus

Eine reguläre Busverbindung besteht zwischen Herat und Mashad im Iran. Aufgrund des Drogenschmuggels sind die Grenzkontrollen jedoch sehr ausführlich, Verzögerungen sind keine Seltenheit.

Auto

Die Anreise ist über Peschawar in Pakistan über den Khyber Pass, von Quetta in Pakistan nach Kandahar (sehr gefährlich), von Mashad im Iran nach Herat und von Usbekistan nach Mazar-e Sharif. Alle diese Strecken sollten nur bei Tag und wenn möglich in Begleitung gefahren werden. Über den Khyber-Pass ist Begleitung obligatorisch. Generell stellt diese Reiseform ein erhöhtes Risiko dar. Über Kandahar zu reisen, sollte man auf keinen Fall in Erwägung ziehen. Selbst die Afghanen aus Kabul sagten mir, dass es dort unten zu gefährlich ist.

Schiff

Blue mosaic, Kabul.jpg

Der Amudarja, ein Zufluss des Aralsees, ist aus Richtung Turkmenistan bis Termiz an der usbekisch-afghanischen Grenze schiffbar. Die dortige "Brücke der Freundschaft" ist auch die einzige Landverbindung zwischen beiden Ländern.

Mobilität

Innerhalb des Landes sind Minibusse eine gute Transportmöglichkeit. In grösseren Städten gibt es auch Buslinien. Die afghanische Flugesellschaft Ariana fliegt innerhalb des Landes eine Vielzahl von Städten an. Ebenso wird von den anderen afghanischen Fluggesellschaften ein inner-afghanischer Flugdienst angeboten.

Sprache

Die beiden Hauptsprachen des Landes sind Dari (persisch) und Paschtu. Mit Englisch ist es zumindest in grösseren Städten möglich sich verständlich zu machen. In ländlichen Gegenden ist eine Grundkenntnis der oben genannten Sprachen wichtig. Grundsätzlich gilt wie überall, dass eine Begrüßung in der Landessprache das Eis schnell bricht. Die Begrüßung ist Salaam aleikum mit der Erwiderung (w)aleikum salaam. Die Schriftsprache ist Persisch, vielerorts ist allerdings auch eine zusätzliche Beschriftung in lateinischer Schrift angebracht.

Kaufen

Neben der einheimischen Währung Afghani bzw. New Afghani ist der Dollar das Hauptzahlungsmittel. Bezahlt wird üblicherweise in Bargeld. Der Handel spielt sich überwiegend auf den Basaren ab, hier ist fast alles erhältlich. Es ist wichtig zu handeln, da von westlichen Touristen ein Vielfaches des eigentlichen Preises eingefordert wird. Handeln gehört hier zur Kultur, es sollte jedoch nicht übertrieben nach unten gehandelt werden.

Beispiel: Eine Burka kostet zwischen 2 und 5 Dollar, verlangt werden gerne erst einmal 15 bis 20 Dollar.

Küche

In der Region des heutigen Afghanistan liegt der Ursprung vieler gebräuchlicher Kulturpflanzen, die in Europa inzwischen zu den Grundnahrungsmitteln zählen, wie etwa Weizen, Erbsen, Möhren und Zwiebeln. Schon früh gelangten zudem über die großen Handelswege, wie etwa der Seidenstraße, kulinarische Kostbarkeiten aus dem Osten nach Afghanistan: Pfirsiche und Rhababer aus China, Auberginen und Wassermelonen aus Indien sowie – ursprünglich aus Malaysia stammend – die Apfelsine.

Traditionell ist Fleisch, das mit Früchten, Walnüssen und Rhababer gekocht wird ein wesentlicher Bestandteil der afghanischen Küche. Die Herstellung von Milchprodukten, wie z.B. Joghurt und verschiedenen Käsesorten, geht ebenso auf die Einflussnahme zentralasiatischer Reitervölker zurück, wie die Mehlspeisen Mantu, gedämpfte Fleischtaschen und Aschak, gekochte Lauchtaschen. Reis setzte sich erst in den folgenden Jahrhunderten zunächst als Speise der gehobeneren Schichten durch, wobei hier vor allem der afghanische „Dickreis“ (Rundkornreis – berendsch-e luk) zu erwähnen wäre. Reis und Fleisch bedeuten auch heute noch einen gewissen Luxus, wohingegen das Brot als Grundnahrungsmittel geradezu heilig ist. Zu den Mahlzeiten wird schwarzer oder grüner Tee mit viel Zucker gereicht, der aus der afghanischen Kultur nicht wegzudenken ist.

Ausgehen

Unterkunft

  • Kabul: Deutscher Hof Kabul; Kabul-Afghanistan, Street No. 3, House No. 60, Kalaih Fatullah Tel: +93 (0) 70 288134, EZ ca 40 Euro, DZ ca. 70 Euro. Man kann aber auch in Kabul und in anderen Städten in Gästehäusern übernachten. Das sollte man aber vorher von Leuten, die da wohnen, überprüfen lassen. Der Service ist sehr bescheiden, der Preis aber hoch.Nachsatz: Der "Deutsche Hof" in Kabul existiert schon seit einiger Zeit nicht mehr. Es gibt aber eine große Auswahl von internationalen Restaurants in Kabul. In anderen Städten sind kaum internationale Restaurants vorhanden.

Arbeiten

Arbeit in Afghanistan zu finden ist sehr schwer, da der dortige Arbeitsmarkt brach liegt und viele Menschen in Armut leben. Es ist eigentlich als Ausländer (und als Einheimischer) nur möglich, in internationalen Organisationen dort zu arbeiten, bspw. dem DED (www.ded.de). Es ist keine relevante Anzahl an Industriebetrieben vorhanden. Nennenswert ist lediglich der Handel.

Feiertage

Termin Name Bedeutung
21.03. Neujahr Neujahr nach dem iranischen Kalender [Nowrouz]
14.03. Ashoura
15.05. Mouloud Geburtstag des Propheten
18.08. Unabhängigkeitstag Unabhängigkeitstag

Sicherheit


Achtung neu.png
Reisewarnung: 30.12.2010 Vor Reisen nach Afghanistan wird dringend gewarnt.

Wer dennoch reist, muss sich der Gefährdung durch terroristisch oder kriminell motivierte Gewaltakte bewusst sein.

Trotz Präsenz der Internationalen Schutztruppe ISAF kann es landesweit zu Attentaten kommen. Die Sicherheitskräfte der Regierung sind nicht in der Lage, Ruhe und Ordnung zu gewährleisten.

In ganz Afghanistan besteht das Risiko, Opfer einer Entführung zu werden. In der Hauptstadt Kabul können Überfälle und Entführungen auch tagsüber nicht ausgeschlossen werden. Im übrigen Land bestehen teilweise noch deutlich höhere Sicherheitsrisiken

Quelle:http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/Nodes/AfghanistanSicherheit_node.html





Korruption ist weit verbreitet. Die Straßen haben zahlreiche Kontrollpunkte, wobei Aussenstehenden nicht immer erkenntlich ist, ob es sich um offizielle oder illegale Straßensperren handelt.

Nach Einbruch der Dunkelheit sollte man nicht mehr allein unterwegs sein. Insbesondere nicht auf Straßen, da zum Einen die Kontrollpunkte den Weg oft mit einer Kette versperren, die nicht zu sehen ist, und viele Fahrzeuge nur mit wenig bis keiner Beleuchtung unterwegs sind, und zum Anderen die Wahrscheinlichkeit eines Überfalls rapide ansteigt.

Minen und Kriegsschrott

Nach 30 Jahren Krieg ist das Land mit Minen und Munitionsteilen sowie Kriegsgerät verseucht. Waffen gehören zum Alltag, auch wenn sie nicht überall offen getragen werden.

Grundregeln:

  • Wo kein Einheimischer geht, sollte man auch nicht gehen.
  • Unbefestigte Straßen und Wege, die von Einheimischen nicht benutzt werden, sollte man auch nicht benutzen.
  • Rote Steine oder Holzpflöcke sind keine Fetische sondern kennzeichnen Minenfelder. Daneben gibt es noch Totenköpfe oder dreieckige Schilder mit der entsprechenden Aufschrift.
  • Bei altem Kriegsgerät, Munition und Munitionsteilen besteht die Gefahr einer Explosion.
  • Zum Pinkeln hinter einen Baum gehen kann tödlich sein (in ländlichen Gebieten hocken sich viele Einheimische einfach auf den Boden).

Regionale Besonderheiten

Im Südosten finden immer wieder Kampfhandlungen zwischen den US-Streitkräften und Taliban-Kämpfern statt. Weiterhin spielt die Kriminalität im Rahmen des Schmuggels zwischen Pakistan und Afghanistan eine große Rolle. Die Zentralregierung aus Kabul hat hier deutlich weniger Macht als in anderen Landesteilen. Beiderseits der pakistanisch-afghanischen Grenze herrschen die örtlichen Führer. Durch dieses Gebiet führt auch die Straße zwischen Peshawar in Pakistan und Kabul in Afghanistan. Der Grenzübergang ist der Kaiber Pass (auch Khyber Pass genannt), der auf pakistanischer Seite nur mit einem bewaffneten Begleiter befahren werden darf.

Der Nordosten ist durch die Präsenz der ISAF Truppen relativ sicher. Zusätzlich wirken hier zahlreiche Hilfsorganisationen. Hier liegen jedoch auch große Mohnanbaugebiete mit der dazugehörigen Infrastruktur und entsprechendem Schmuggel.

Im Westen ist der Drogenschmuggel im afghanisch-iranischen Grenzgebiet eine Gefahr für Reisende.

Die Hauptstadt Kabul ist immer wieder Ort von Attentaten, wobei sich diese auf die Jalabad-Road zu konzentrieren scheinen. Auch hier ist die Lage wechselnd. Nicht jedes Attentat muss einen politischen Hintergrund haben, auch kriminelle oder persönliche Motive sind Ursache.

Gesund bleiben

Trotz zahlreicher Hilfsprojekte und zum Teil hervorragender Ausbildung der Ärzte ist die medizinische Infrastruktur sehr schlecht ausgebildet. Wohlhabende Afghanen lassen sich grösstenteils im Ausland behandeln. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ist obligat. Hier sollte man sich genau erkundigen, ob diese auch für Afghanistan gilt.

Vorbereitung

Die Impfungen gemäß Robert Koch Institut sollten beherzigt werden. Der Nordosten des Landes ist von März bis Oktober Malariagebiet, hier ist ein Standby Medikament mitzuführen und ggf. eine Prophylaxe einzunehmen. Krankheiten wie Tuberkulose sind weit verbreitet. Die Reiseapotheke sollte neben den üblichen Medikamenten gegen Durchfall und Verstopfung auch Antibiotika, sterile Verbandmaterialien und Spritzen mit Nadeln enthalten. Sterile Einmalskalpelle sind auch kein Fehler.

ACHTUNG: Die Gesundheitstipps ersetzen keinen ärztlichen Rat. Vor Antritt einer Reise informieren sie sich bitte bei ihrem Arzt über notwendige Impfungen und Ähnliches.

In Kabul kann man zu den "deutschen Ärzten" gehen. http://www.medical-kabul.com/index2.html. Das sind Malteser, die eine eigene Praxis eröffnet haben. Außerdem auf der Darlaman Road ins Core (??) Krankenhaus, auf der rechten Seite, kurz vor dem Palast. Das ist eine Art Tagesklinik, mit ausländischen (amerikanischen) Ärzten. Oder in Mazar-i-Sharif zu der Bundeswehr. Es geht wohl auch mittlerweile, wenn man als Europäer (oder nicht-Afghane) zur ISAF fährt, auf der Jallalabad Road. Dort haben mittlerweile die Franzosen das sagen. Wie das da abläuft, weiß ich aber nicht, die Bundeswehr hat in 2005 alle behandelt, die kamen.

Respekt

Kommunizieren

Telefon Man kann mittlerweile in fast allen Landesteilen mit den MobilPhone telefonieren. Telefonkarten der beiden großen Telefonfirmen Roshan und AWCC gibt es auf den Strassenmärkten für ca 20 Dollar.

Internet funktioniert nur eingeschänkt in größeren Städten. In Kabul kommt noch das Problem des zu schwachen Stroms hinzu.

Post Von der Zentralpost in Kabul kann man problemlos Briefpost nach Deutschland versenden, zu einem Bruchteil der Kosten wie in Deutschland.





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