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Äolische Inseln

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Die Liparischen Inseln, nach dem griechischen Windgott Äolus auch Äolische Inseln genannt, liegen nördlich von Sizilien im Tyrrhenischen Meer. Koordinaten: 38° 31' 59" N, 14° 54' 0" O 

Regionen

Zu dem Archipel zählen die sieben Hauptinseln

Lipari (37,6 km²) ist die größte und bevölkerungsreichste Insel des Archipels und bekannt für seine Vorkommnisse an Bimsstein und Obsidian. Der Bimsstein wird intensiv abgebaut und ist nach dem Tourismus die zweitgrößte Einnahmequelle auf der Insel.

Vulcano (21,2 km²), die südlichste der Liparischen Inseln, ist wegen ihrer warmen Schwefelquellen die meistbesuchte Insel des Archipels.

Salina (26,8 km²) ist die zweitgrößte und auch grünste der Liparischen Inseln.

Stromboli (12,6 km²) ist die nördlichste und viertgrößte Insel des Archipels, die nach dem gleichnamigen Vulkan benannt ist. Durch seine regelmäßige explosive Aktivität ist er der einzige noch ständig tätige Vulkan Europas und mit seinen rund 160.000 Jahren die "Jüngste" unter den Liparischen Inseln.

Orte

Weitere Ziele

Hintergrund

Die Liparischen Inseln wurden im Jahre 2000 als Naturerbestätte von der UNESCO auf die Liste des Welterbes gesetzt. Die Inseln stellen durch ihren vulkanischen Ursprung und fortwährende vulkanische Tätigkeit weltweit ein einzigartiges Beispiel für Studien des Vulkanismus dar.

Diese Vulkane sind vor rund 350.000 Jahren aus dem Meer aufgetaucht und bilden die Gipfel eines Systems von Unterwassererhebungen, die sich aus Wassertiefen bis zu 3000 m erheben. Um den Archipel herum gibt es weitere Unterwasservulkane, die aber nicht mehr aktiv sind.

Im Jahre 4000 v. Chr. wurden die ersten Siedlungen auf Lipari gegründet. In den folgenden Jahrhunderten durchlebte der Archipel mehrere Kulturepochen und wurde immer wieder durch verschiedene Bevölkerungszuwanderungen beeinflusst. Ende des 6. Jhdts. wurden die Inseln von Griechen besiedelt und die Kultur blühte wieder auf. Durch die Eroberung der Römer 251 v. Chr. wurden die griechischen Siedlungen zerstört und die Inseln verloren ihre strategische Wichtigkeit. Durch den Untergang des Römischen Weltreiches wurde der Archipel entvölkert. Im 18. Jh. begann eine Wiederbevölkerung, die den Handel wieder aufblühen ließ, jedoch zum Nachteil der Landwirtschaft, was viele Bewohner zur endgültigen Auswanderung trieb. Die heute dort lebenden 20.000 Insulaner leben, neben der Haupteinnahmequelle des Fremdenverkehrs, von der Landwirtschaft und dem Fischfang.

Die Liparischen Inseln sind durch die geologischen Bestandteile wie Lava und Asche, Lapilli, Bimsstein, Basalt, Obsidian und Vulkansand meist kahl und unfruchtbar. Die Bewohner kultivieren mit viel Mühe den trockenen Boden mit Olivenbäumen, Weinreben und Kapern.

Im Jahre 1949 wurden die Liparischen Inseln durch Rossellinis Verfilmung von "Stromboli" mit Ingrid Bergmann wiederentdeckt.

Architektur

Charakteristisch für die Liparischen Inseln ist die Architektur. In kleinen Ortschaften oder auf dem Land verstreut, sieht man weißgetünchte, würfelartig gebaute Häuser, die nach dem alten äolischen Baustil errichtet sind. Diese einfache, würfelige Form widersteht am Besten den ständigen Vulkanbeben. Die Häuser bestehen meist aus quadratischen Räumen, die untereinander nie verbunden sind und auf eine große Terrasse, bagghiu genannt, führen. Diese ist meist mit einem Laubendach abgedeckt, das auf Holzbalken liegend, Schatten spendet. Am Rand der Terrasse befinden sich Rundpfeiler, die typischen pulera, die als Stütze der Laube dienen. Die Terrasse wird von einer niedrigen Mauer umschlossen, in die Sitze aus Stein, bisuoli genannt, eingelassen sind. Die Sitzflächen sind oft mit farbigen Fliesen (Majolika) verkleidet. Gibt es ein weiteres Geschoss, ist dies über eine äußere gebogene Treppe zu erreichen. Die Zimmer im oberen Stockwerk sind durch eine Terrasse verbunden. Die Dächer sind flach und dienen zum Auffangen und Sammeln von Regenwasser.

Sprache

Anreise

Schiff

Es gibt günstige Verkehrsverbindungen, mit aliscafi (Tragflächenbooten) und traghetti (Fähren) von Neapel, Kalabrien (Reggio Calabria und Gioia Tauro) und Sizilien (Messina, Palermo, Cefalù, Sant'Agata di Militello, Giardini Naxos und Milazzo).

Mobilität

Sehenswürdigkeiten

Die Liparischen Inseln haben für Naturliebhaber, Vulkanwanderer und Badefreudige einiges an Reizen zu bieten: Sauberes Meer, feine, schwarze Sandstrände, Thermalquellen, Grotten und schroffe Felsriffe sowie insulare Naturlandschaften, die auf jeder Insel durch die geologischen Eigenschaften unterschiedlich sind.

Aktivitäten

Küche

Der Anbau von Kapern ist bekannt für die Liparischen Inseln. Die Kaper ist aus der Liparischen Küche nicht wegzudenken. Die Küche ist durch die abwechselnde Kulturgeschichte vielfältig und phantasievoll. Hauptcharakteristik eines jeden Gerichts sind duftende Kräuter und natürlich die capperi. Zu einer Mahlzeit wird meist gerösteter Fisch, Zitronenlikör und Malvasia (Wein) gereicht.

Ausgehen

Sicherheit

Weiter geht's

Weblinks

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