Neu bei Wikitravel? Bitte lies dir kurz unsere Einsteigertipps durch.

Zeeland

Aus Wikitravel
Wechseln zu: Navigation, Suche

Zeeland ist eine Provinz der Niederlande

Regionen[Bearbeiten]

Die Provinz Zeeland unterteilt sich in folgende Regionen:

  • Noord-Beveland
  • Schouwen-Duiveland
  • St. Philipsland
  • Tholen
  • Walcheren
  • Zeeuwsch-Vlaanderen
  • Zuid-Beveland

Bis auf Zeeuwsch-Vlaanderen, das als "Festland" direkt an Belgien grenzt, handelt es bei diesen Regionen um Halbinseln, die durch Westerschelde, Osterschelde, Teilen des Rhein-Maas-Deltas und einer Reihe von dazwischen verlaufenden Kanälen getrennt sind.

Orte[Bearbeiten]

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund/Allgemeines[Bearbeiten]

Der Tourismus in Zeeland hat sich erst in den letzten 25 - 30 Jahren langsam entwickelt. Anders als den Küstengebieten in Noord-Holland mit seinen klassischen Badeorten Katwijk, Noordwijk, Julianadorp etc., wo bereits seit den 50er Jahren der Tourismus als eigenständiger Wirtschaftszweig entwickelt wurde, war Zeeland bis in die 70er Jahre hinein eher ein Geheimtipp - und ist es vielfach bis heute.

Zeeland bietet für jeden etwas. Vom typischen Sommerstrandurlaub bis hin zu außergewöhnlichen kulturellen Erfahrungen ist alles dabei. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der individuellen Gestaltung des Urlaubes. Anregungen gibt es viele, Animation jedoch sehr selten. Reisezeit ist ganzjährig. Viele Urlauber außerhalb der Saison geniessen die Ruhe und die Weite der Landschaft. Und das Erlebnis, an einem frostklaren Tag bei eisiger Kälte einen Spaziergang an einem menschenleeren Strand zu machen, vergisst man nicht so schnell. Viele Unterkünfte sind dementsprechend auch auf ganzjährigen Tourismus ausgerichtet - vom Zelten auf dem Campingplatz einmal abgesehen.

Grundsätzlich ist Zeeland, wie die Niederlande überhaupt, sehr familien- und kinderfreundlich. Das zeigt sich in vielen Dingen, z. B. gibt es in fast allen Restaurants spezielle Kindermenus und in den meisten Unterkünften sind Kinderstühle und -betten erhältlich.

Zeeland wird immer noch überwiegend von niederländischen Touristen besucht. In Zeeuwsch-Vlaanderen trifft man auch viele Belgier und neuerdings auch Schweizer und Franzosen an, was auf eine Werbekampagne in diesen Ländern zurück geht. Deutsche Touristen sind ebenfalls häufig anzutreffen, obwohl deren Zahl in den letzten Jahren deutlich zurück gegangen ist. Dies hat mit erheblichen Preissteigerungen in den Tourismusbetrieben in Zeeland einerseits und mit der wirtschaftlichen Situation in Deutschland andererseits zu tun. Für eine vierköpfige Familie ist ein Urlaub auf Mallorca oder der Türkei einfach billiger und komfortabler als ein gleich langer Urlaub an der holländischen Nordseeküste. Viele Deutsche kommen daher gerne für ein verlängertes Wochenende oder außerhalb der Ferienzeiten nach Zeeland. Die wirtschaftliche Entwicklung in den Niederlanden ist hingegen seit Jahren sehr positiv, so dass die Kaufkraft entsprechend hoch ist.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima entspricht weitestgehend dem typischen europäischen Nordseeklima mit viel Wind und Sonne. Die Temperaturen liegen im Winter um den Gefrierpunkt und erreichen im Sommer durchschnittlich ca. 25 Grad Celsius. Die meisten Sonnenstunden von ganz Zeeland gibt es nachweislich in Zeeuwsch-Vlaanderen. Besonders die Küsten Walcherens und West-Zeeuwsch-Vlaanderens zeichnen sich durch ein so genanntes Reizklima mit einer extrem hohen Jodkonzentration in der Luft aus und sind daher für Patienten mit Atemwegserkrankungen (Asthma, Heuschnupfen, Bronchitis u.ä.) besonders zu empfehlen. Nach einer anfänglichen Verschlimmerung der Symptome kommt es zu einer schnellen Ausheilung bzw. einer deutlichen Linderung der Beschwerden. Für Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen dagegen kann das Klima bei körperlicher Überanstrengung eher zu Beschwerden führen.

Sprache[Bearbeiten]

In Zeeland als südlichster Provinz der Niederlande ist Niederländisch Amtsprache. Grundsätzlich gilt, dass in den südlichsten Provinzen das "sauberste" Niederländisch gesprochen wird, das weitestgehend frei von Dialekten ist. In Zeeuwsch-Vlaanderen wird häufig auch das dem Niederländischen sehr ähnliche (belgische) Flämisch gesprochen. Als regionaler Dialekt existiert zudem das "Zeeuwsch", welches in seiner Bedeutung ähnlich ist wie in Deutschland das Plattdeutsche. Besonders in Touristikbetrieben kommt man aber auch mit Englisch und Deutsch sehr gut zurecht. Beide Sprachen werden an niederländischen Schulen gelehrt und somit verfügt fast jeder Niederländer über entsprechende Grundkenntnisse.

Anreise[Bearbeiten]

Die Anreise erfolgt am besten mit dem PKW. Der Weg nach Zeeuwsch-Vlaanderen führt am besten über Antwerpen, dort auf den Ring 1 durch den Kennedy-Tunnel. Direkt hinter dem Kennedy-Tunnel weist ein Schild den Weg zur zweiten Ausfahrt Richtung Zeeuwsch-Vlaanderen. Die Straße verläuft fast auf der Grenze zu den Niederlanden auf belgischer Seite und führt direkt nach Knokke. Diverse Abfahrten führen nach Zeeuwsch-Vlaanderen. Die Anreise auf eine der Halbinseln erfolgt von Deutschland aus am besten über Eindhoven - Tilburg - Bergen op Zoom - Vlissingen oder über Antwerpen - Bergen op Zoom - Vlissingen.

Mobilität[Bearbeiten]

Zeeland ist verkehrstechnisch nicht zu vergleichen mit den Ballungszentren der "Randstad Holland" oder Deutschlands. Erst in den vergangenen Jahren hat ein Ausbau der Infrastruktur begonnen.

Wikitravel hilft bei der Suche eines Campingplatzes in der Provinz Zeeland mit der Liste der Campingplätze.

Strassen[Bearbeiten]

Zeeland verfügt über eine einzige Autobahn: die A58 führt von Bergen op Zoom nach Vlissingen. Sonst gibt es gut ausgebaute Landstraßen, die die einzelnen Städte und Ortschaften verbinden. Auf Autobahnen darf man max. 120 km/h fahren, auf Landstraßen 80 km/h, 50 km/h in Ortschaften. Es ist zu empfehlen, diesen Tempolimits Folge zu leisten. Radarfallen sind recht häufig und die Strafverfolgung bei Verkehrsdelikten macht auch vor Touristen nicht halt. Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss wird ebenfalls hart bestraft und auch recht häufig kontrolliert.

Westerscheldetunnel[Bearbeiten]

Im Jahr 2001 wurde nach über 10-jähriger Bauzeit der Westerscheldetunnel in Betrieb genommen. Der fast 7 km lange Tunnel verbindet die Städte Goes in Zuid-Beveland und Terneuzen in Zeeuwsch-Vlaanderen und führt unter der Westerschelde durch. Die Benutzung des Tunnels ist kostenpflichtig. Häufig kommt es zu langen Staus auf beiden Seiten des Tunnels, z. B. bei einer Panne, einem Unfall oder einer routinemäßigen Überprüfung. In diesen Fällen wird der Tunnel komplett für den Verkehr gesperrt. Eine Gruppe von Aktivisten hat kürzlich eine Petition beim niederländischen Parlament und bei Königin Beatrix eingereicht, in der gefordert wird, den Tunnel mautfrei zu halten, um die Verbindung von Zeeuwsch-Vlaanderen an den Rest der Provinz aufrecht zu erhalten. Der Ausgang ist noch offen.

Fähren[Bearbeiten]

Die einzige noch bestehende regelmäßige Fährverbindung innerhalb Zeelands ist die zwischen Breskens und Vlissingen. Handelte es sich früher um eine Auto- und Personenfähre, ist man mit der Eröffnung des Westerscheldetunnels auf kleinere Fährboote umgestiegen, die nur noch Zweiräder und Personen befördern und dementsprechend Fiets-Voetveer genannt werden. Die Fähren sind wie alle niederländischen Fähren nach Mitgliedern der königlichen Familie benannt, diese heissen "Prinses Maxima" und "Prins Willem-Alexander". Die Fähren verkehren in den Monaten von Mai bis September wochentags halbstündlich, in den übrigen Monaten oder am Wochenende nur stündlich. Die Fahrzeit beträgt ca. 20 Minuten. Da es nur zwei Fährboote gibt, hat es in der Vergangenheit häufig Ärger gegeben, wenn eines der Boote ausfiel. Schlimmstenfalls wird in solchen Fällen eine Bus-Ersatzverbindung eingerichtet, die dann durch den Westerscheldetunnel auf die andere Seite führt. Der Betreiber des Fährdienstes ist Veolia Transport. Andere Fährverbindungungen haben eher touristischen Charakter und werden nur in den Sommermonaten temporär eingerichtet.

Zug[Bearbeiten]

Die einzige Zugverbindung führt von Vlissingen (ein Kopfbahnhof) nach Roosendaal über Arnemuiden, Kruiningen etc. und verläuft praktisch parallel zur einzigen Autobahn der Provinz, der A58. Plänen der niederländischen Bahn zufolge soll die Verbindung ausgedünnt werden, d.h. kleinere Bahnhöfe wie z.B. Arnemuiden sollen nicht mehr angefahren werden. Derzeit regt sich noch heftiger Protest gegen diese Pläne. Der Ausgang ist noch offen.

Bus[Bearbeiten]

Das gängigste öffentliche Verkehrsmittel in Zeeland sind die Busse. Diese verbinden häufig ganze Regionen und mehrere Städte/Ortschaften werden angefahren. In vielen Ortschaften gibt es überhaupt nur eine einzige Haltestelle. Die Busse werden zum einen von Connexxion und zum anderen, besonders in Zeeuwsch-Vlaanderen, von Veolia Transport betrieben.

Fahrrad[Bearbeiten]

Wie überall in den Niederlanden sind Fahrräder das beliebsteste Fortbewegungsmittel. Für Touristen gibt es überall in der Provinz die Möglichkeit, Fahrräder tage- oder wochenweise zu mieten. Auch Kindersitze, Fahrrad-Anhänger, Tandems, Mountainbikes, Kinderfahrräder etc. lassen sich problemlos überall anmieten. Es gibt fast überall sehr gut ausgebaute und sichere Fahrradwege.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

siehe auch WikiPedia:Deltawerke

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Fort Rammekens Fort Rammekens ist eine Festung am Ufer der Westerschelde nahe Ritthem, einige Kilometer von Vlissingen. Das Fort ist umgeben von Sumpfland, Bächen und einem wunderschönen Waldgebiet, in dem man wunderbar wandern kann. Fort Rammekens ist das Ergebnis der Partnerschaft zwischen der Forstbehörde und dem Meeresmuseum Zeeland.

http://www.fortrammekens.nl/

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Eine typisch niederländische Küche gibt es eigentlich nicht. Die Einflüsse der Zeit als Kolonialmacht haben sich sehr stark mit regionalen Gerichten vermischt. So ist Saté mittlerweile ein niederländisches Nationalgericht geworden, obwohl sein Ursprung in der ostasiatischen Küche zu suchen ist. Auch der Gebrauch von ursprünglich asiatischen Gewürzen, Gewürzmischungen und Marinaden ist weit verbreitet. Die niederländische Küche ist heute geprägt von einem hohen Gemüseanteil und, für deutsche Verhältnisse, vergleichsweise wenig Fleisch. Dies ist ein Umstand, der aus dem lange Jahre sehr niedrigen Lohnniveau in den Niederlanden erwachsen ist. Typische Gerichte sind Stamppot, eine Mischung aus Kartoffelbrei und Gemüse, oder auch Suppen mit sehr viel Gemüse.

In Restaurants wird man diese klassischen niederländischen Gerichte jedoch kaum finden. Hier finden sich häufig die unvermeidliche Saté (Hühnerfleischspieße mit Erdnussbuttersosse), Garnelen-, Fleisch- oder Käsekroketten, Tostis (mit allem Möglichen überbackene Toastscheiben), Stokbroden (Baguettes mit diversen Belegen) und Pannekoeken (von süß bis herzhaft). Typische Fischgerichte sind Scholle, Seezunge, Garnelen und, besonders in Zeeland, Mies-Muscheln.

"Fast Food" hat in den Niederlanden eine lange Tradition. Es haben sich einige landestypische Besonderheiten entwickelt. So findet man z. B. häufig Verkaufsstände mit asiatischen Snacks. Es ist völlig normal, frische Frühlingsrollen (Loempias) oder Dim Sum zu genießen. Nicht fehlen dürfen natürlich auch Pommes Frites und Frikandel. Beides schmeckt am besten "Speciaal", also mit der typisch niederländichen Fritessaus, Ketchup und frischen, gewürfelten Zwiebeln.

Nachtleben[Bearbeiten]

Von einem wirklichen "Nachtleben" kann eigentlich nicht gesprochen werden. In den größeren Städten wie Vlissingen, Middelburg, Terneuzen oder Goes gibt es eine Reihe von Kneipen, Restaurants und Diskotheken, die in der Regel bis kurz vor Mitternacht geöffnet haben, am Wochenende auch länger.

In den Sommermonaten findet der größte Teil des Nachtlebens auf den Campingplätzen, in den Ferienparks und an den Stränden statt. An allen Stränden Zeeland gibt es eine Anzahl von Strandpavillions, in denen man in der Regel von morgens bis nachts essen, trinken und feiern kann. Die meisten Pavillions bieten eine Speisekarte mit kleinen Snacks und/oder warmen Gerichten. Einige sind sogar für ihre gute Küche berühmt. In den Sommermonaten, aber auch z. B. zu Silvester, beim Neujahrtauchen, zu Karneval o.ä. werden in den Strandpavillions diverse Feiern für Einheimische und Touristen organisiert.

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Kriminalitätsrate ist in Zeeland vergleichsweise gering. In den Sommermonaten wird allerdings an den Stränden, in den Ferienparks, auf den Campingplätzen und in den Städten vor Taschendiebstählen gewarnt. Und in der Tat gab es in den letzten Jahren auch Berichte, nach denen besonders in den großen Ferienparks in Walcheren ganze Banden in die Ferienhäuser eingebrochen sind und Wertsachen entwendet haben, während die Urlauber den Tag am Strand verbrachten. Die Polizei hat darauf reagiert und patroulliert in der Saison regelmäßig in den Ferienparks.

Ein Strandurlaub birgt auch immer gewisse Gefahren und das Meer ist nicht so harmlos, wie es manchmal scheint. Jedes Jahr geraten immer wieder Urlauber in Seenot, z. B. weil sie die Strömung oder die Wassertemperatur unterschätzt haben. An allen Stränden in Zeeland gibt es darum in der Hauptsaison bewachte Strandposten mit Rettungsschwimmern und Nothelfern. Auch gibt es an den Stränden Informationen darüber, ob man gefahrlos schwimmen kann oder ob dies gefährlich ist.


Weiter geht's[Bearbeiten]

Varianten

Aktionen

Insider für dieses Reiseziel:

In anderen Sprachen

andere seiten