Neu bei Wikitravel? Bitte lies dir kurz unsere Einsteigertipps durch.

Wladiwostok

Aus Wikitravel
Russland : Wladiwostok
Wechseln zu: Navigation, Suche

Wladiwostok stellt nicht nur den Endpunkt der Transsibirischen Eisenbahn und eine wichtige Hafenstadt im Osthandel dar, sondern ist auch malerisch gelegen und besitzt eine ansehnliche, wiedererstehende Innenstadt. Die Stadt wurde in den 1860er Jahren gegründet und die historische Bebauung ist bis heute teilweise erhalten geblieben. Wegen seiner schönen Lage in einer idyllischen Hügellandschaft an der Pazifikküste, wegen seiner Buchten und Häfen, der historischen Bebauung und nicht zuletzt auch wegen des Nebels hat der sowjetische Generalsekretär Nikita Chruschtschow diese Stadt angeblich einmal als das "San Francisco Russlands” bezeichnet. Tatsächlich ist der Vergleich nicht so abwegig, auch wenn die Jahrzehnte der Sovjet-Herrschaft in Wladiwostok ihre Spuren hinterlassen haben. In der Sowjet-Zeit wurde Wladiwostok zur Hauptbasis der russischen Pazifik-Flotte und damit zu einer “geschlossenen Stadt”: Ausländer durften die Stadt nicht besuchen. Das hat sich inzwischen glücklicherweise geändert.

Anreise[Bearbeiten]

Der Wladiwostok Hbf.

Die Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn kostet von Moskau aus nur etwa 200 $ pro Person. Züge aus Harbin in China benötigen etwa 30 Stunden und kosten 50 $.

Im wechselnden Wochenrhythmus verkehren von Niigata und Fushiki an der japanischen Küste Fähren. Die Fahrpreise liegen bei 25.200 ¥ (235 $) pro Richtung.

Auch einige russische Fluggesellschaften wie Aeroflot und Vladivostok Air fliegen Wladiwostok an. Der Flughafen liegt etwa 30 km vom Zentrum entfernt und wird mit Vorortzügen und Bussen bedient. Es ist auch möglich mit dem Taxi die abenteuerliche und meist überteuerte Fahrt vom Flughafen in die Innenstadt zu wagen. Die "Schnellstraße" wird derzeit ausgebaut.

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Wladiwostok (oder auch Vladivostok) ist das Zentrum der Provinz Primorje, die aufgrund des gemäßigten Klimas über die nördlichsten Monsunregenwälder der Welt verfügt. Weiterhin führen viele weitere Naturattraktionen wie beispielsweise reizvolle Berg- und Küstenlandschaften derzeit zu einer gemäßigten Entwicklung der unerschlossenen touristischen Ressourcen.

Hafen-Spaziergang

Ausgehend vom historischen Hauptbahnhof (dem Endpunkt der Transsibirischen Eisenbahn) geht es direkt zum nahegelegenen "Sea Terminal", das von Kreuzfahrtschiffen und Hochseefähren angesteuert wird. Ein kurzer Rundgang durch das schlichte Gebäude mit Shopping-Mall lohnt durchaus. Von der Besucherterrasse der Terminals bietet sich ein unverbauter Blick auf das Hafengelände. Der Geruch von Schweröl liegt eigentlich ständig in der Luft. Große Militärschiffe ankern hier und gefährlich alt aussehende Fähren schippern umher.

Neben dem "Sea Terminal" liegt ein historisches U-Boot auf dem Land, das auch besichtigt werden kann. Laut russischer Militärpropaganda hat das U-Boot S-56 bis zu seiner Stillegung zehn feindliche Schiffe versenkt. Damit wurden Boot und Besatzung zur russischen Militär-Legende. Im Innenraum des U-Boots ist eine Ausstellung zur Militärgeschichte untergebracht Außerdem sind der Kommandostand und Torpedos erhalten.

Direkt hinter dem U-Boot erstreckt sich eine kleine Grünanlage mit einer russischen Kapelle und einem Triumphbogen und einer Gedanktafel. Die Anlage ist dem "militärischen Ruhm der pazifischen Flotte" gewidmet. Der Triumphbogen hingegen wurde hingegen zu Ehren von Zar Nikolai II. errichtet, der im Jahr 1891 zum Abschluss seiner Weltreise, den Grundstein für den Bau der Transsibirischen Eisenbahn gelegt hat. Nach der Revolution von den Kommunisten zerstört, wurde das Monument 2003 zum 135. Geburtstag des Zaren wieder aufgebaut.

Zahnradbahn und Aussichtsplattform

Wladiwostok kann von sich behaupten, die einzige Zahnradbahn in ganz Russland zu betreiben. Eine kurze Fahrt mit der historischen Bahn lohnt auf jeden Fall. Vor allem da man sich den beschwerlichen und nicht besonders attraktiven Aufstieg zu einem Aussichtspunkt erspart. Von hier aus hat man einen traumhaften Blick über Stadt, Bucht und Umland. Außerdem sticht die monumentale (derzeit - Stand: Ende 2010 - noch nicht fertiggestellte) Brücke ins Auge, die die Innenstadt mit den vorgelagerten Inseln verbinden soll. Ein kleiner Souvenir-Shop ist hier ebenfalls untergebracht. Oftmals treffen sich auf der Plattform Hochzeitspaare zum Foto-Shooting. Auch chinesische Reisegruppen steuern das Ziel gerne an.

Aquarium

Noch ist das alte, in die Jahre gekommene Aaquarium nur bedingt zu empfehlen. Vor allem wer vergleichbare Einrichtungen etwa in Lissabon oder Valencia kennt, wird enttäuscht sein. Schwerpunkt liegt auf der Meeresbiologie des nordwestliche Pazifiks. Doch derzeit lässt Russland in Waldiwostok das weltweit größte Ozeanarium bauen. Die neue Anlage mit über 400 Wasserbecken und Aquarien soll auf der Insel Russki im Jahr 2012 eröffnet werden.

Stadtstrand

Direkt vor dem Aquarium erstreckt sich eine kleine Bucht mit Sandstrand. Hier gibt es die Möglichkeit kostenlos im Meer zu baden (ebenso wie in den kostenpflichtigen Strandbädern). Wer allerdings der Sauberkeit und Wasserqualität misstraut (und das möglicherweise berechtigt, da die erste Kläranlage der Stadt erst 2009 eröffnet wurde), kann auch an der hübschen und bei schönem Wetter sehr belebten Strandpromenade entlangflanieren. Hier herrscht Jahrmarktstimmung. Sandwich-Buden, Restaurants und ein kleiner Freizeitpark sorgen für Unterhaltung.

Deutsche Spuren

Die deutschen Einflüsse in Waldiwostok offenbaren sich zwar erst auf dem zweiten Blick, sind aber dann unverkennbar. Das Gebäude des Wladiwostoker Kaufhauses GUM war zum Beispiel einst das Haupthaus der Firma Kunst & Albers und gilt als das "erste deutsche Kaufhaus" - erbaut ausgerechnet am "Ende der Welt". Gustav Kunst und Gustav Albers, zwei junge Männer aus Hamburg, gründeten 1864 hier an der russischen Pazifikküste ein kleines Geschäft. Daraus entwickelte sich das stattliche Handelshaus “Kunst & Albers” - das bis heute noch in der Innenstadt bewundert werden kann. Bis zum Ersten Weltkrieg wurde Kunst & Albers zu einem Handelsimperium mit Filialen in allen bedeutenden Städten des Russischen Fernen Ostens sowie in Hamburg, Moskau und Nagasaki. Nach Übernahme durch die Sovjets wurde aus “Kunst & Albers” die bis heute bestehende Kaufhauskette GUM.

Die Anfang des 20. Jahrhunderts nach den Pläne des deutschen Architekten Georg Junghändel erbaute Pauluskirche, relativ unscheinbar im Schatten der neu entstehenden Brücke, beherbergte viele Jahre lang ein Armeemuseum. Heute ist das Gotteshaus wieder einem ursprünglichen Zweckl gewidmet. Hier trifft sich eine kleine evangelische Gemeinde. Ihr Pfarrer ist gebürdiger Hamburger und kam nach der Perestroika hierher.

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Ausgehen[Bearbeiten]

Eine gutes und preiswertes Hotel ist das "Hotel Vladivostok" eine ÜF kostet um die 70€. Der Fußweg beträgt von Bahnhof ca. 10min. Man sollte darum bitten ein Zimmer mit Meerblick zu bekommen, kostet kein Aufpreis. Die Zimmer sind renoviert und man kann auch die Deutsche Welle empfangen.

Alternativ sei auch das Hotel Primorye, ebenfalls nur wenige Fußminuten vom Hauptbahnhof entfernt, empfohlen. Das Hotelrestaurant bietet italienische Küche.

Weiter geht's[Bearbeiten]





Varianten

Aktionen

Insider für dieses Reiseziel:

In anderen Sprachen

andere seiten