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Wikitravel:Latinisierung

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Latinisierung (oder Transkription, Transliteration) ist der Vorgang der Abbildung einer Schrift in das lateinische Alphabet, in dem auch die deutsche Sprache geschrieben wird. Diese Seite versucht, ein paar Richtlinien für die Latinisierung in Wikitravel zur Verfügung zu stellen.

Faustregel: Die Latinisierung soll dem Laien ermöglich, die Aussprache zu erahnen, und dem Experten, etwas richtig auszusprechen.

Allgemeines[Bearbeiten]

  • Verwende den gängigsten deutschen Namen als Artikelname, wenn ein solcher existiert.
  • Benutze sonst für Artikelnamen die gängigste korrekte Latinisierung des Ortsnamens. Artikelnamen dürfen auch diakritische Zeichen enthalten. Näheres s. Konventionen zur Benennung von Artikeln.
  • Stelle im Artikel auch die Schreibweise in der landesüblichen Schrift und deren korrekte Latinisierung in Klammern zur Verfügung.

Beispiele:

  • Bahrain
    • Artikelname: Bahrain
    • Im Artikel: Bahrain (arabisch: مملكة البحرين, Mamlakat al-Bahrayn)
  • Faiyum
    • Artikelname: Faiyūm
    • Im Artikel: Faiyum (arabisch: الفيوم, al-Faiyūm)

Orte, Sehenswürdigkeiten, Küche u.ä.[Bearbeiten]

Das Folgende gilt für alle Auflistungen unter Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten, Küche, Ausgehen, Unterkunft usw.

  • Wenn es für einen Ort einen gängigen deutschen Namen gibt, soll dieser benutzt werden. Dahinter soll in Klammern die Schreibweise in der landesüblichen Schrift und deren korrekte Transkription stehen:
    • Beispiel: Platz des Himmlischen Friedens (天安门广场, Tiān'ānmén Guǎngchǎng)
  • Wenn es keinen deutschen Namen gibt, ist die Transkription als Name zu verwenden. Dahinter soll in Klammern die Schreibweise in der landesüblichen Schrift stehen.
    • Beispiel: Tunguta (トゥングタ). Das Reisfeld in der Mitte der Insel...

Fremdwörter und -namen[Bearbeiten]

Folgendes gilt für Fremdwörter und -namen in Texten.

  • Die landesübliche Bezeichnung kann in Klammern direkt hinter der deutschen Übersetzung angegeben werden. Innerhalb der Klammer steht zuerst die Schreibweise in landesüblicher Schrift und dann deren Transkription.
    • Beispiel: Eine japanische Spezialität, die man einmal probieren sollte, ist Aal (うなぎ, unagi).
  • Wenn im Text die Transkription verwendet wird, ist sie in Kursivdruck zu setzen und dahinter in Klammern die Schreibweise in landesüblicher Sprache anzugeben. Wenn du eine wörtliche Übersetzung zufügen möchtest, folgt diese in der Klammer. Sie ist in Anführungsstriche zu setzen.
    • Beispiel: In Thailand wird der im Westen übliche schwarze Tee als chaa ron (ชาร้อน, wörtl. "Tee heiß") bezeichnet.

Sprachen[Bearbeiten]

Chinesisch[Bearbeiten]

Pinyin Sprachtonabbildung
Ton a e i o u ü
1 ā ē ī ō ū ǖ
2 á é í ó ú ǘ
3 ǎ ě ǐ ǒ ǔ ǚ
4 à è ì ò ù ǜ
  • Berücksichtige chinesische Buchstaben, wenn möglich.
  • Für Artikel über Taiwan verwende Wade-Giles-Latinisierung und herkömmliche chinesische Buchstaben.
  • Für Artikel über Hong Kong (Kantonesisch) verwende Yale und herkömmliche chinesische Buchstaben.
  • Für Artikel über alles sonst, inklusive China verwende die vereinfachte Form der chinesischen Buchstaben und Hanyu pinyin-Latinisierung.
  • Verwende Tonzeichen und nicht Tonzahlen (Zhōngguó, nicht Zhong1 Guo2) Tool dazu

Siehe auch: Namenskonventionen Chinesisch

Japanisch[Bearbeiten]

Macron Sprachton
a e i o u
ā ē ī ō ū
  • Verwende Hepburn-Latinisierung.
  • Bilde lange Vokale mit Macron ab.
  • Verwende Apostrophe nur für Begriffsklärungen bei Silben.
  • Berücksichtige japanische Buchstaben, wenn möglich.

Für Japanisch ist Hepburn (wurde von einem Amerikaner für Ausländer geschrieben) die allgemeine Norm der Latinisierung seit mehr als 100 Jahren, speziell in Veröffentlichungen, die auf Ausländer ausgerichtet wurden, während der offizielle Standard Kunrei (von Japanern für Japaner geschrieben) nur wenig genutzt wird.

Siehe auch: Namenskonventionen Japanisch

Ägyptisch-Arabisch[Bearbeiten]

Ein großes Problem wird die Schreibung ägyptischer Ortsbezeichnungen sein. Es gibt unterschiedliche Verfahren der Transliteration selbst unter den deutschen Orientalisten, weitere Regeln für anderssprachige Orientalisten. So kommt man nicht umhin, Kompromisse einzugehen. Daher schlage ich folgende Vorgehensweise vor, die berücksichtigen soll, dass der Tourist die Wörter so vorlesen kann, dass sie von einem Einheimischen verstanden werden können:

  • Bei großen bzw. wichtigen Städten sollte man die eingedeutschte bzw. international übliche Schreibweise benutzen. Z.B. Kairo, Alexandria, Giza etc.
  • Das خاء (ḫāʾ, ch win in ach) und das شين (šīn) der besseren Lesbarkeit wegen als ch bzw. sch zu transliterieren. In Ausnahmefällen, wenn die englische Bezeichnung deutlich bekannter ist, wie im Falle Khān el-Khalīli, diese so belassen.
  • Wenn bekannt, schreibe man gelängte Vokale (ā, ē, ī, ō, ū) bzw. kennzeichne emphatische Konsonanten (ḍ, ḥ, ṣ, ṭ, ẓ). Das emphatische k sollte man wie im Englischen mit q schreiben. Die Kennzeichnung ist wichtig, da sich bedeutungsunterscheidend ist. Das stimmhafte und stimmlose th (ذ ،ث) als ḏ bzw. ṯ schreiben, nicht als dh bzw. th, da es wohl die „richtige“ Aussprache im Dialekt fördert.
  • Das عين (ʿayn) und das Hamza im Wortinneren (z.B. Qurʾān) sollten mitgeschrieben werden, mindestens mit einem Apostroph gekennzeichnet.
  • Artikel würde ich - wegen des ägyptischen Dialekts - als el- (nicht al-), aber die Assimilation kennzeichnend wie in er-Roda, schreiben.
  • Die Nisba-Endung (يّة ...), häufig am Ende von Ortsbezeichnungen, sollte als -īya geschrieben werden. Dies gilt sinngemäß auch für يّ.
  • Das tāʾ marbūṭa (ة) sollte nur als a geschrieben werden (ohne h), also Giza, nicht Gizeh oder Gizah.
  • Den Diphthong ai wie in دير sollte man des Dialekts wegen als ei, d.h. Deir (Kloster), (gesprochen als als langes ä) schreiben.
  • Das جيم (ǧīm) als g schreiben, das es im ägyptischen Dialekt auch als g gesprochen wird; es sollte als ǧ geschrieben werden, wenn auch so gesprochen. Das زاء (zaʾ) als z schreiben.

Dateinamen sollten die transliterierte Schreibweise mit allen diakritischen Zeichen enthalten. Zusätzlich soll eine Weiterleitung« gesetzt werden, der gar keine diakritischen Zeichen verwendet, auch keine deutschen ( vgl. Wikitravel:Konventionen zur Benennung von Artikeln). Es sollte auf den einleitenden Artikel al- verzichten werden. Dies hilft u.U. bei der Suche. Beispiel:

[[Minyā|al-Minyā]]

Andere Sprachen[Bearbeiten]

Sonderzeichen


Eine Übersicht über alle Artikel zur Arbeit an Wikitravel findest du im Index für den Wikitravel-Namensraum.

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