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Wien/Simmering

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Wien/Simmering ist ein Stadtteil von Wien und der 11. Gemeindebezirk. Er liegt im Südosten des Stadtgebietes und umfasst die ehemaligen Vororte Simmering und Kaiserebersdorf sowie seit 1955 auch das ehemalige Fischerdorf Albern. Während Simmering bist 1860 landwirtschaftlich geprägt war setzte danach eine rasche, großstädtische Verbauung ein die schließlich 1892 auch zur Eingemeindung von Simmering und Kaiserebersdorf führte. Weite Teile des Bezirkes (Simmeringer Haide) blieben zunächst unverbaut und beherbergen heute Industriebetriebe und Gärtnereien. In Kaiserebersdorf entstanden in zwei Schüben (später 1960er bis Mitte der 1970er sowie seit Mitte der 1990er) große Wohnhausanlagen die ins besondere in den Anfangszeiten den Charakter von Satellitenstädten hatten.

Anreise[Bearbeiten]

Vom Zentrum erreicht man den Bezirk am schnellsten mit der U-Bahn (U3). Die Straßenbahnlinie 71 verbindet entlang der Simmeringer Hauptstraße das Stadtzentrum mit dem Zentralfriedhof. Ins besondere der Zentralfriedhof ist auch durch die S7 (gleichnamige Station) erschlossen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Kirchen[Bearbeiten]

Die Altsimmeringer Pfarrkirche (auch: St. Laurenz Kirche) in der Kobelgasse befindet sich im ehemaligen Ortskern von Simmering. Sie wurde im Jahr 1267 erstmals urkundlich erwähnt und zählt damit zu den ältesten Kirchen Wiens. Während der ersten und zweiten Wiener Türkenbelagerung wurde sie schwer beschädigt, die Errichtung der Kirche in ihrer heutigen Form erfolgte 1746. Direkt an die Kirche schließt der Simmeringer Friedhof an. Erreichbar mit der U3, den Straßenbahnlinien 71 und 6, der Schnellbahnlinie S80 und mehrere Autobuslinien (u.a. 73A, 72A, 69A), jeweils Station Simmering.


Der Bau der Neusimmeringer Pfarrkirche am Enkplatz wurde bereits seit den 1870er Jahren geplant, da die alte Pfarrkirche St. Laurenz aufgrund der wachsenden Einwohnerzahlen nicht mehr die nötigen Kapazitäten bot. Aber erst im Oktober 1907 wurde der Grundstein gelegt, und nach rund dreijähriger Bauzeit wurde am 7. Dezember 1910 das vom Architekten Johann Schneider entworfene Kirchengebäude feierlich eingesegnet und somit seiner Bestimmung übergeben. Der neuromanische Sakralbau fasst 2800 Personen und wurde ab 1999 generalsaniert. Das ursprünglich aus der Klosterneuburger Stiftskirche stammende Altarbild stammt von Leopold Kupelwieser. Anreise mit der U3 (Station Enkplatz) sowie den Straßenbahnlinien 71 und 6 (Station Grillgasse)

Auf dem Gelände des Zentralfriedhofs befindet sich die Karl-Borromäus-Kirche (auch: Dr.-Karl-Lueger-Gedächtniskirche). Die Begräbniskirche wurde von 1908 bis 1910 nach Plänen des Architekten Max Hegele errichtet und zählt heute zu den bedeutendsten Jugendstil-Kirchenbauten. Von 1995 bis 2000 wurde die Kirche umfassenden Restaurierungsarbeiten unterzogen, unter anderem wurde die im Zweiten Weltkrieg zerstörte und danach nur notdürftig instand gesetzte Innenkuppel originalgetreu wiederhergestellt.

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

Schloss Neugebäude (Simmeringer Hauptstraße, gegenüber Zentralfriedhof, Erreichbar mit den Straßenbahnlinien 71 und 6, Station Zentralfriedhof 2. Tor): 1587 vollendetes Renaissanceschloss Kaiser Maximilians II., 1683 und 1704 schwer beschädigt, zwar teilweise wieder aufgebaut, aber seit der Fertigstellung von Schloss Schönbrunn nicht mehr vom Kaiserhaus benutzt und daher dem Verfall überlassen. Erst in jüngster Zeit bemüht sich ein Verein um die Erhaltung und Revitalisierung des wertvollen Gebäudes. Im Sommer gibt es hier Konzerte, ein Filmfestival und kulinarische Betreuung im Garten. http://www.schlossneugebaeude.at.

Schloss Kaiserebersdorf (Kaiserebersdorfer Straße, Endtstation der Straßenbahnlinie 6) 1162 von Konrad de Prato als wehrhafte Burg erbaut, 1499 von den Habsburgern zum Jagdschloss umgebaut, 1505 wurde die erste Menagerie Europas im Schloss eingerichtet, 1773 von Kaiser Joseph II. in eine Kaserne für die Artillerie umfunktioniert, dann ab den spätem 1920er Jahren als Jugendstrafanstalt genützt. Seit 1975 die Strafvollzugsanstalt Simmering.

Schloss Thürnlhof Schloss Thürnlhof diente von 18. Mai bis 5. Juli 1809 Napoleon als Hauptquartier während der Schlacht von Aspern.

Bauwerke[Bearbeiten]

Gasometer

Gasometer (U-Bahn Station Gasometer Linie U3). Die Gasometer sind vier ehemalige Gasspeicher des städtischen Gaswerkes Wien-Simmering, welches 1896 im Einfluss der historischen Ziegel-Industriearchitektur errichtet wurde. Sie zählen zu einer der größten Gasometer ihrer Art auf dem Europäischen Kontinent und waren auch Drehort für den James-Bond-Streifen Der Hauch des Todes. Die Gasometer wurden nach ihrer Außerbetriebnahme aufwendigst revitalisiert. Die vier Architekten Jean Nouvel, Coop Himmelblau, Manfred Wehdorn und Wilhelm Holzbauer entwarfen eine eigene Stadt in der Stadt innerhalb der historischen Gasometer-Ziegelaußenhülle und füllten diese mit Wohnungen, Büros, einem Einkaufszentrum, einem Kino, einer Veranstaltungshalle für Konzerte und einem Studentenwohnheim. Besonders für Architekturinteressierte zu empfehlen. (Es werden Führungen von Architektur- und Technikexperten für Besucher angeboten).

Rosenhof Der unter Denkmalschutz stehende Rosenhof in der Mautner-Markhof Gasse wurde um 1670 als Herrensitz an der Stelle dreier dem Himmelpfortkloster im damaligen Wien zinspflichtigen Anwesen errichtet. Erbauer des Herrensitzes war Siegfried Christoph der jüngere Graf von Breuner (* 1635; † 8. Mai 1698). Um 1850 wurde im Rosenhof eine Spiritusfabrik eingerichtet. Seit 1861 befindet er sich im Besitz der Familie Mautner-Markhof.

Denkmäler[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Bezirksmuseum Simmering (http://www.bezirksmuseum.at/simmering)

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

Die Simmeringer Hauptstraße durchzieht den gesamten Bezirk und ist die Lebensader des Bezirks. Die Verlängerung stadteinwärts ist der Rennweg (endet am Schwarzenbergplatz) und stadtauswärts die Wiener Straße (in Schwechat) bzw im weiteren Verlauf die B9 nach Bratislava. Sie folgt im Verlauf der alten Römerstraße von Vindobona nach Carnuntum.

Die zweite relevante Straße ist die Kaiser-Ebersdorferstraße, sie zweigt beim Simmeringer Platz von der Simmeringer Hauptstraße ab und endet in Kaiser-Ebersdorf am Münnichplatz beim Schloss Kaiser-Ebersdorf.

Bei beiden Straßen handelt es sich jedoch nicht um die ehemaligen Dorfstraßen von Simmering bzw. Kaiser-Ebersdorf. Diese sind die Mautner-Markhof Gasse (Simmering) bzw. die Schmidgunstgasse (Kaiser-Ebersdorf). An Hand dieser beiden Gassen ist der dörfliche Charakter der bis Mitte des 19. Jhdt den heutigen 11. Bezirk geprägt hat, der sonst weitgehend der Modernisierung geopfert wurde, noch gut zu erkennen.

Parks[Bearbeiten]

Friedhöfe[Bearbeiten]

Mit 2,5 km² ist der Simmeringer Zentralfriedhof(Simmeringer Hauptstraße 234) der größte innerstädtische Friedhof der Welt. Er wurde 1874 eröffnet, besitzt eine evangelische und jüdische Abteilung und eine eigene, auf dem Friedhofsareal verkehrende Buslinie. Die Ehrengräber der Republik Österreich mit den Ruhestätten vieler weltweit bekannter Persönlichkeiten sind ein beliebtes Ziel von Touristen, besonders aus Fernost.

Der Wiener Liedermacher Wolfgang Ambros widmete dem 1874 eröffneten „Zentral“ zum 100-jährigen Bestehen das Lied Es lebe der Zentralfriedhof mit der Liedzeile Wenn's Nacht wird über Simmering, / kommt Leben in die Toten …

Vis-a-vis vom Zentralfriedhof, im ehemaligen Schlossgarten des Schloss Neugebäude, befindet sich das Wiener Krematorium und der Urnenhain.

Daneben befindet sich auch der im November 2011 eröffnete Tierfriedhof Wien. Auf diesem ersten Tierfriedhof der Stadt sind auf 2.500 Quadratmetern kreisförmige Gräberfelder rund um Bäume angelegt, die mehreren hundert Erd- und Urnengräbern Platz bieten. Zur Anlage gehören auch eine Urnenwand und Verabschiedungsräumlichkeiten.

Beim Alberner Hafen befindet sich der u.a. aus dem Film "Before Sunrise" bekannt gewordene Friedhof der Namenlosen. Der Friedhof dient als letzte Ruhestätte für "namenlose" Wasserleichen die im Zeitraum von 1845 bis 1940 im Hafenbereich auf Grund eines Strudels von der Donau angeschwemmt wurden.

Der Simmeringer Friedhof befindet sich hinter der Altsimmeringer Pfarrkirche im alten Ortskern von Simmering. Er wurde vermutlich zur selben Zeit wie die Kirche gegründet, seit Ende des 18. Jahrhunderts mehrmals erweitert und wird auch heute noch belegt. Der Kaiserebersdorfer Friedhof an der Thürnlhofstraße existiert seit dem 17. Jahrhundert an diesem Standort, der ursprüngliche Kaiserebersdorfer Ortsfriedhof dürfte sich auf dem heutigen Münnichplatz befunden haben.

Verschiedenes[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Die einzige Einkaufsstraße in Simmering ist die Simmeringer Hauptstraße (etwa im Bereich zwischen U3 Station Zippererstraße und U3 Station Simmering), allerdings finden sich hier in erster Linie Geschäfte des täglichen Bedarfs. Insgesamt liegen 3 mittelgroße Einkaufszentren in Simmering:

Gasometercity:

Das Einkaufszentrum erstreckt sich durch alle 4 ehemaligen Gasometer und den Zubau. Der ursprüngliche Schwerpunkt lag auf Bekleidung, mangels Erfolg wird derzeit zunehmen auf Nahversorgung umgestellt. Im Zentrum befindet sich auch ein großes Kino und eine Konzerthalle.

Erreichbar über die U3 Station Gasometer bzw. Abfahrt Erberg (dann beschildert) von der A23. 3 Stunden gratis parken. http://www.gasometer.at/ http://www.megaplex.at/ (Kino) http://www.planet.tt/ (Konzerte)

Einkaufszentrum Simmering:

Einkaufszentrum direkt an der Simmeringer Hauptstraße (U3 Station Enkplatz). Mischung aus Nahversorgung und ein paar internationalen Ketten. http://www.zs.co.at/


Huma Einkaufszentrum:

In erster Linie großflächige Geschäfte (H&M (Beleidung), Mediamarkt (Unterhaltungs- und Haushaltselektronik), Interspar (Supermarkt), Hervis (Sport)) direkt an der Autobahnabfahrt Simmeringer Haide der A4, gratis parken. Öffentlich nur sehr mühsam erreichbar (U3 bis Endstation Simmering, dann ca. 15 Minuten mit der Buslinie 73a, allerdings fahren nur einzelne Kurse bis zum Einkaufszentrum (Landwehrstraße)). Gut geeignet für motorisierte Zweckeinkäufe ohne Erlebnisfaktor. Aktuell wird das Einkaufszentrum umgebaut um die Anzahl der Geschäfte zu erhöhen. Vorraussichtlich 2016 abgeschlossen.

http://www.huma.at

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Günstig[Bearbeiten]

An der Simmeringer Hauptstraße finden sich diverse lokale (Schnitzel) und internationale (chinesisch, Pizza, Kebab) Fastfoodlokale aber auch Supermärkte und (in erster Linie türkische) kleinere Lebensmittelgeschäfte. Die höchste Dichte findet man im Bereich zwischen Braunhubergasse und Hauffgasse bzw. bei der U3 Station Enkplatz (konkret rund um die Kreuzung Grillgasse/Simmeringer Hauptstraße).

  • Barbanek: Fuchsröhrenstraße 13, U3 Station Zippererstraße (Ausgang Hyblerpark). Uriges Beisl, Mittagsmenü um ca. 5 Euro, spezialisiert auf Innerein.

Mittel[Bearbeiten]

  • Stern Gasthaus Christian Werner, Braunhubergasse 6, erreichbar mit der Straßenbahnlinie 71, Station Braunhubergasse, oder der U3 (Station Simmering). Von den Wirtshausklassikern (Gulasch, Schnitzel und Co) in sehr guter Qualität, großen Portionen und günstigen Preisen bis zur eigenen Fisch, Rind und Innereienkarte reicht das Angebot. Sehr empfehlenswert.
  • Schloß Concordia (Kleine Oper Wien), Simmeringer Hauptstraße 283. Vis-a-vis Zentralfriedhof 1. Tor, erreichbar mit der Straßenbahnlinie 71, Station Zentralfriedhof 1. Tor. Ideal verbindbar mit einem Besuch des Zentralfriedhofs, Spezialität sind diverse Schnitzelvariationen in riesigen Portionen. Für eine Hauptspeise sind 10 bis 15 Euro zu rechnen, es gibt auch ein Mittagsmenü (Schnitzel) um 6,75 Euro. Im Sommer netter Gastgarten, Abends nur Kerzenlicht, "morbid-fantastisches k.u.k-Turmschlösschen".
  • Schloss Restaurant Thürnlhof, Münnichplatz 5, erreichbar mit der Straßenbahnlinie 71, Station Kaiserebersdorf (Endstation). Spezialität sind Backhenderl (Hähnchen), Hauptspeisen ab 8,50 Euro. Napoleon hat hier mal eine Nacht verbracht. Im Sommer netter Gastgarten.
  • Hopfen & Malz, Kaiser Ebersdorfer Str. 277 Tel.: 01/769 24 73, wenige Gehminuten von der Straßenbahnendstation der Linie 6 (Station Kaiserebersdorf) entfernt erwartet einen gut bürgerliche Küche und ein gemütlicher Gastgarten.

Gehoben[Bearbeiten]

  • Landhaus Winter, Alberner Hafenzufahrtsstraße 262, preislich gehobene Mittelklasse (Hauptspeisen ab 13,50 Euro), spezialisiert auf Fisch aber auch Wiener Küche.

Ausgehen[Bearbeiten]

In Simmering gibt es kein eigenes Nachtleben, auch einheimische gehen in anderen Teilen der Stadt aus. Einzige nennenswerten Ausnahmen sind:

  • Szene Wien: Hauffgasse 26, U3 (Enkplatz), 6 (Simmeringer Markt oder Geißelbergstraße), 71 (Hauffgasse), 69A (Geißelbergstraße), S7 (Geißelbergstraße), fast täglich Live Konzerte, Programm auf der Homepgage beachten

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Da Simmering kein klassischer touristischer Bezirk ist finden sich hier keine größeren Hotels oder Jugendherbergen. Es finden sich aber ein paar kleinere Hotels/Pensionen. Der Bezirk ist nur bedingt als Standort für einen Wienbesuch zu empfehlen, befinden sich doch die meisten Sehenswürdigkeiten in anderen Teilen der Stadt. Ins besonders Nachtschwärmer sind in den Innenbezirken besser aufgehoben. Für Reisende mit Auto kann ein Quartier in Simmering (keine Parkraumbewirtschaftung) evt. Sinn machen.

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Pension Weber (http://www.pension-weber.at/): Direkt bei der Endstation der Straßenbahnlinie 6 und mit kostenlosem Parkplatz. 30 Minuten Fahrzeit ins Stadtzentrum (mit der Straßenbahn), Preis pro Person und Nacht im Doppelzimmer inkl. Frühstück ca. 40 €.

Gehoben[Bearbeiten]

Kommunikation[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]



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