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Waldkarpaten

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Mitteleuropa : Polen : Waldkarpaten
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Blick auf Tarnica, der höchste Berg
Waldkarpaten

Die Waldkarpaten sind ein Gebirgszug im südöstlichen Polen. Die Region ist Teil der Wojewodschaften Karpatenvorland und grenzt im Süden an die Slowakei, im Osten an die Ukraine, im Westen an Beskiden und im Norden an das Tal des San.

Innerhalb der Wojewodschaft Karpathenvorland nehmen die Waldkarpaten den südlichen Teil ein. Der höchste Berg ist die Tarnica mit ca. 1300 m. Die Bieszczady sind bis zu einer Höhe von ca. 1000 m mit Mischwäldern bewachsen, woran sich Hochaue, sogenannte Polonina, anschließen und eignen sich sehr gut zum Wandern und Skifahren. Insbesonder der Skilanglauf ist in den Waldkarpaten sehr beliebt. Den Charm der Waldkarpaten machen die Poloniana aus, die besonders zur Herbstzeit ein prächitiges Farbenkleid annehmen. Die Waldkarpaten sind seit dem Zweiten Weltkrieg so gut wie unbewohnt und im Nationalpark leben noch Bären, Wölfe und Luchse. Die Bäche der Waldkarpaten fließen in dem Fluss San zusammen, der nach Norden hin in den Solinastausee enwässert. Floß und Kanufahren auf dem San sind sehr beliebt. Auf der Solina gibt es die Möglichkeit zu Segeln oder mit Ausflugsschiffen die zahlreichen einsamen Buchten des größten polnischen Stausees zu erkunden. Viele Gegenden sind nur über den Wasserweg zu erreichen.

Waldkarpaten von Commons

Regionen[Bearbeiten]

Orte[Bearbeiten]

Waldkarpaten Bieszczady 1.jpg
  • Sanok
  • Lesko
  • Solina  : Tourstischer Ort am gleichnamigen Stausee
  • Baligrod
  • Cisna  : Touristisches Zentrum der Region.Der Ort hat etwa 400 Einwohner, einige Gaststätten und zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten.
  • Wetlina  : Ort an der Genze des Bieszczadynationalparks, guter Ausgangsort für Wanderungen im Park, viele Übernachtungsmöglichkeiten.
  • Ustrzyki Gorne: Kleiner Ort im Nationalpark mit einigen Übernachtunsmöglichkeiten, Sitz der Nationalparkdirektion.
  • Wolosate  : Südöstlichster Ort Polens. Im Dorf befindet sich ein Gestüt zur Aufzucht der seltenen Huzulenpferde. Ausgangsort für Wanderungen auf den höchsten Berg der Bieszczady, den "Tarnica".
  • Tarnawa
  • Ustrzyki Dolne

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Bieszczady..JPG

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Geschichte der Waldkarpaten ist eng mit den polnischen Teilungen im 18.Jhdt. verbunden. Im Jahr 1772 wurde die Region der Habsburger Monarchie einverleibt. Bis 1918 gehörte es zur österreichischen Provinz Galizien. Nach dem ersten Weltkrieg kamen die Bieszczady wieder zu Polen. Als Folge des zweiten Weltkrieges wurden die polnischen Waldkarpaten praktisch entvölkert. Bis dahin bestand die Bevölkerung aus Ukrainern, Polen und Juden. Ein von 1943 bis 1947 andauernder Bürgerkrieg, in dem ukrainische Partisanen mit Terrorakten für ihre Unabhängigkeit kämpften, wurde von der polnischen Armee in der "Operation Weichsel" ein Ende gesetzt. Die ukrainischstämmige Bevölkerung(Bojken und Lemken wurden nahezu komplett umgesiedelt. In den sechziger und siebziger Jahre kam es zu einen verstärkten Zuzug in der Region. Oft waren es eine Art Aussteiger, die hier dem sozialistischen System entfliehen wollten. Nach dem Ende des Sozialismus wurden in den Bieszczady die touristische Infrastruktur zum Teil intensiv ausgebaut.

Sprache[Bearbeiten]

Amtssprache ist polnisch. Deutsch wird kaum verstanden, junge Leute sprechen aber oft englisch.

Anreise[Bearbeiten]

Von Nordwesten kommend über Wroclaw, Krakau, Tarnow nach Sanok. Aus Mitteldeutschland empfiehlt sich die Strecke über Prag, Brno, Trecin, Poprad, Presov und Svidnik in die Biesczady. Aus Süddeutschland über Wien, Bratislava, Trencin und dann wie bei der Route von Mitteldeutschland. Die beiden letzten Routen lassen sich gut mit einem Besuch der Tatra verbinden.

Mobilität[Bearbeiten]

Hauptknotenpunkt für Busse ist Sanok. Von dort gibt es zahlreiche Direktverbindungen in die Biesczady, nach Krakau, Lublin, Katowice, Przemysl, Zakopane und nach Warschau. Im Biesczadynationalpark fahren neben Linienbussen zahlreiche Kleinbusse, welche die Wanderparkplätze anfahren.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Der Bieszczady-Nationalpark wurde im Süden der Waldkarpaten 1973 eingerichtet. Der Nationalpark hat eine Fläche von 29.000 Hektar. Er ist damit der größte polnische Gebirgs-Nationalpark. In der teilweise menschenleeren Region haben viele seltene Tiere ihr Rückzugsgebiet, es gibt hier Wölfe, Bären,Luchse(Wappentier des Nationalparks)Karpatenhirsche,Elche und einige Wisente.Zudem gibt es eine vielfältige Vogelwelt.So gibt es im Bieszczadynationalpark 3 Adlerarten(Steinadler,Schreiadler und Schlangenadler). Durch den Park führen einige ausgewiesene Wanderwege.Am Beginn eines jeden Wanderweges im Nationalpark stehen Infohütten der Nationalparkverwaltung,bei denen eine Eintrittsgebühr zu entrichten ist. Am Rande des Nationalparks gibt es einige Unterkünfte. Im 650 Meter hoch gelegenen Ort Ustrzyki Gorne hat die Verwaltung des Nationalparks ihren Sitz, hier laufen einige der schönsten Wanderwege zusammen.

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Der Biesczady Nationalpark lädt zu wunderschönen Wanderungen durch Urwälder und über die Poloninas,das sind die mit Gras oder Heidelbeeren bewachsenen Gipfelgrate ein.Eine dieser Touren führt zum Dreiländereck auf dem Kremenaros.Hier steht ein Obelisk mit den Wappen der drei sich hier berührenden Länder(Polen,Slowakei,Ukraine). Radfahrer kommen auf den Rundstraßen durch die Biesczcady auf ihre Kosten. Radwege gibt es im Nationalpark nicht. Es lohnt sich einige der vielen traditionellen Holzkirchen zu besichtigen. In den größeren Orten werden Busfahrten nach Lemberg in der Ukraine angeboten (Reisepass nicht vergessen).

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

In den meisten Lokalen wird polnische Küche angeboten. Hauptbestandteile der polnischen Küche sind Kartoffeln, Getreide und Fleisch. Einige typische Gerichte die man unbedingt probieren sollte sind Bigos (Eintopf aus Fleisch und Sauerkraut), Goloabki (Kohlrouladen mit einer Füllung aus Reis und Hackfleisch), Barszcz (ein Eintopf aus Kraut, roten Rüben und Fleisch). Oft gibt es auch Piroggen (gefüllte Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen). Die meisten Gerichte sind deftig und sehr lecker. Das Angebot an Getränken ist ähnlich wie in Deutschland. Das einheimische Bier ist sehr gut und süffig (oft gibt es unfiltriertes Bier). Bei Heißgetränken dominiert Tee vor Kaffee.

Ausgehen[Bearbeiten]

Das Ausgehen beschränkt sich in den Biesczady im wesentlichen auf den Besuch von Gaststätten. Im Ort Wetlina, am Rande des Nationalparks, gibt es in einigen Lokalen Konzerte(Jazz,Rock oder Country).

Sicherheit[Bearbeiten]

Die polnischen Waldkarpaten sind sicher. Bei Wanderungen im Biesczady Nationalpark sollte man die markierten Wege nicht verlassen (ist sowieso verboten). Für Autofahrer die sich unsicher fühlen gibt es überall bewachte Parkplätze.

Klima[Bearbeiten]

In den Waldkarpaten herrscht Gebirgsklima. Typisch sind hier häufige Wetteränderungen. Im Sommer kommt es häufig zu kurzen, teils starken Gewittern. Kältester Monat ist der Februar. Im Juli ist es in den Walkarpaten am wärmsten. Jährlich fallen etwa 1200 Liter Niederschläge. Niederschlagsreichster Monat ist der Juli. Am trockensten ist es im Januar. Im Herbst sind die Waldkarpaten, wegen der intensiven Baumfärbung, besonders schön. Die Hochlagen sind etwa 150 Tage mit Schnee bedeckt.

Weiter geht's[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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