Vilnius

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Vilnius ist die Haupstadt von Litauen, und ist gemeinsam mit der österreichischen Stadt Linz Europäische Kulturhauptstadt für das Jahr 2009.

[bearbeiten] Stadtteile

[bearbeiten] Hintergrund

Wilna ist die Hauptstadt der Republik Litauen. Sie wurde 1323 erstmals erwähnt. Mit der Union mit Polen begann ihre Bedeutung langsam zu schwinden, als Krakau sich zur Hauptstadt des polnisch-litauischen Doppelstaates entwickelte. Litauen beherbergt die älteste Universität der baltischen Staaten, 1569 gegründet. 1795 fiel Litauen an das russische Reich. Im Kampf um die Unabhängigkeit wurde die Stadt 1921 von der polnischen Armee Pilsudskis besetzt. Mit der Besetzung Litauens durch die Sowjetarmee 1940 wurde Vilnius wieder zur Hauptstadt Litauens.

Vilnius ist geprägt durch sein faszinierendes Völkergemisch, dass sich über die Jahrhunderte entwickelte. Schon zu Zeiten des heidnischen Litauens entstand eine Kultur der religiösen Toleranz, die sich über Jahrhunderte erhielt. So ist nicht verwunderlich, dass Vilnius besonders durch die Vielzahl an Kirchen geprägt ist: litauisch römisch-katholisch, polnisch römisch-katholisch, russisch-orthodox, unitarisch, protestantische, belarussische und ukrainische Kirchen sowie eine einzige Synagoge. Auf Grund seiner großen Toleranz und der Anerkennung einer jüdischen kulturellen Autonomie konnte sich Vilnius zu einem Zentrum jüdischer Kultur in Osteuropa entwickeln, von wo aus das geistige Leben der Juden in Osteuropa nachhaltig beeinflußt wurde. Nach der Besetzung durch polnische Truppen kam es verstärkt zu antisemitischen Ausschreitungen. Endgültig zerstört wurde die jüdische Kultur von Vilnius jedoch erst im Zuge der deutschen Vernichtungspolitik, als die jüdische Bevölkerung Vilnius durch Erschießungen vor den Toren der Stadt und nach der Deportation in Konzentrationslager ermordet wurde.

In den Zeiten des zweiten litauischen Erwachens war Vilnius einer der Zentren im Kampf um die litauische Unabhängigkeit. Hier wurde durch massenhaften, friedlichen Protest gegen die sowjetische Besatzung die Freiheit erkämpft und ein Beitrag zum Zerfall der Sowjetunion geleistet.

Noch heute ist Vilnius eine multikulturelle Stadt, in der viele Bewohner dreisprachig sind: litauisch, polnisch und russisch.

[bearbeiten] Anreise

[bearbeiten] Flugzeug

Diverse Fluglinien fliegen nach Vilnius, u.a. Air Baltic, Fly LAL, SAS, Ryanair, Lufthansa etc. Der Flughafen liegt etwas außerhalb der Stadt, ist jedoch mit Bussen mit der Stadt verbunden.

[bearbeiten] Bahn

Anreise über Görlitz (D), über Warschau (PL), über Suwalki (PL) nach Vilnius (LT) stellt kein Problem dar. Zugticktet´s sollte man in dem jeweiligen Land kaufen oder man möchte die DB mit Geld überschütten. Der Bahnhof befindet sich am Rande der Innenstadt und ist in Laufdistanz.

[bearbeiten] Bus

Von vielen Städte in Mitteleuropa gibt es Busverbindungen nach Vilnius. Der Busbahnhof befindet sich direkt gegenüber vom Hauptbahnhof.

[bearbeiten] Auto

Mit dem Auto fährt man über Warschau und Bialystok zum polnisch-litauischen Grenzübergang nahe Suwalki. Kürze wäre die Strecke über Grodno/Weißrussland, allerdings muß man hierfür ein kostspieligen Transitvisum beantragen.

[bearbeiten] Schiff

Regelmäßige Fährverbindungen von Deutschland nach Litauen gehen von Kiel und Sassnitz nach Klaipeda (Memel). Von Klaipeda aus geht es dann weiter mit dem Auto / Bus auf einer sehr gut ausgebauten Autobahn nach Vilnius. Dabei kann man entweder einen offiziellen Bus, oder einen privaten Kleinbus, der teurer und schneller ist, nehmen. Alternativ, wenn man zuviel Zeit hat, lässt sich auch der Zug von Klaipeda nach Vilnius nehmen.

[bearbeiten] Mobilität

Wer innerhalb der Innenstadt wohnt, die in Laufentfernung von Busbahnhof und Bahnhof ist, kann sich per pedes fortbewegen. Wer längere Entfernungen zurücklegen will kann auf das Nahverkerssystem zurückgreifen. Es gibt viele Bus- und Trolleybuslinien. Tickets kann man beim Fahrer kaufen. Billiger sind die Tickets jedoch, wenn man sie an einem der vielen Tabakläden kauft, die überall in der Stadt verstreut sind. Diese Tickets gelten jedoch nur für städtische Busse. Private Busse erkennt man an der 0 am Anfang der Busnummer.

Schneller gehts mit Maršrutai, privatbetriebene Minibusse, die entlang einer offiziellen Buslinie fahren und für winkende Menschen zum Einsteigen und nach Bedarfsanmeldung zum Aussteigen halten.

Am schnellsten gehts mit dem Taxi. Sie sind billiger, wenn man sie anruft (z.B. von der öffentlichen Telefonzelle für umsonst).

Fahrräder sind nur sehr langsam im kommen. Das liegt einmal daran, dass die Stadt hügelig ist, aber wohl noch mehr am Fahrverhalten, das Fahrradfahren z.T. zu einem Überlebenskampf werden läßt.

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[bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Vilnius verfügt über die vielleicht größte zusammenhängende Altstadt in Osteuropa. Es gibt wenige Gebäude im Stil der Backsteingotik. Der Großteil der Gebäude sind geprägt vom italienischen Barock. Die Innenstadt liegt im Tal am Ufer des Flusses Neris. Dominiert wird sie vom Gediminasturm (Gedimino Bokštas), der auf dem Gediminasberg steht, an dessen Fuß sich die renovierte Burg und die Kathedrale befindet. Von hier aus erstreckt sich zum einem gen Westen der Gedimino Prospektas, die Haupteinkaufsstraße Vilnius, die sich bis zum Parlament, dem Seimas hinzieht. Zum anderen beginnt gen Süden hier die Pilies gatvė (Piliesstraße), die 'Touristenstraße' Vilnius, die sich durch schöne Architektur geprägt bis zum Rathaus schlängelt. Auf der Höhe des Rathauses begann das ehemalige jüdische Ghetto. Auf halber Strecke der Pilies gatvė geht es rechts zur Universität Vilnius, die durch ihre 14 Innenhöfe und die Universitätskirche geprägt ist. Auf der anderen Seite des Universitätskomplexes schließt der Präsidentenpalast an. Besonders die vielen kleinen Gassen um die Pilies gatvė laden zum Schlendern ein. Nördlich des Neris beginnt das neue Vilnius in dem eine Vielzahl von Hochhäusern entstehen. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Fernsehturm von Vilnius bei dessen pazifistischer Verteidigung gegen die Sowjetarmee 1991 14 Menschen von Panzern überrollt wurden. Sowie die Siedlung Lazdyniai, die in Sowjetzeiten als Vorzeigesiedlungen galten.

Etwas außerhalb der Stadt liegt das (bzw. einer von dreien) geographische Zentrum Europas.

[bearbeiten] Aktivitäten

[bearbeiten] Einkaufen

[bearbeiten] Küche

Die litauische Küche ist sehr nahrhaft und preiswert. Spezialitäten sind u.a. Didzkukuliai oder Zepeliniai (große Fleisch, Quark oder Pilz gefüllte gekochte Kartoffeltaschen), Lietiniai (gefüllte Pfann-/Eierkuchen) und im Sommer Salti Barsciai (Kalte Rote Beete Suppe mit Ei).

[bearbeiten] Ausgehen

Besonders in der Innenstadt gibt es verschiedene Clubs, besonders in der Nähe des Rathauses. Ansonsten werden viel Bars frequentiert. Für etwas extravagantere Musik sei die Seite hardcore.lt empfohlen.

[bearbeiten] Unterkunft

[bearbeiten] Günstig

  • Hostelgate, Sv. Mikalojaus gatve 3, +370-63832818, mailto:hostelgate@gmail.com, [1]. Kleine nette Herberge in der Altstadt mit gemischten Mehrbettzimmern und einem Doppelzimmer.

[bearbeiten] Mittel

[bearbeiten] Gehoben

[bearbeiten] Lernen

[bearbeiten] Arbeiten

[bearbeiten] Sicherheit

In Clubs sollte man auf seine Sachen schon aufpassen und im Dunkeln als AusländerIn nicht unbedingt in allen Stadtviertel der Stadt spazieren gehen. Die historische Altstadt scheint aber sehr sicher, man trifft auch andauernd auf Touristen.

[bearbeiten] Gesund bleiben

[bearbeiten] Klarkommen

[bearbeiten] Kommunizieren

Am einfachsten geht es natürlich in der Reihenfolge: litauisch, polnisch und russisch. Aber da Vilnius zu einem immer beliebteren Reiseziel wird, sprechen auch immer mehr Menschen englisch und deutsch. Besonders im Zentrum wird es wohl kaum Verständnisprobleme geben. Wer sich aus dem Zentrum raustraut und keine der drei Sprachen beherrscht sollte sich entweder an jüngere Menschen halten (von denen viele gut oder sehr gut englisch oder auch deutsch reden), oder versuchen sich mit Händen und Füßen durchzuschlagen. Und wer ein paar litauische Sätze lernt, öffnet sich damit den Weg zu den Herzen der Bewohner, die sehr stolz auf ihre Sprache sind und sich geehrt fühlen, wenn Fremde ihre Sprache lernen.

Die Menschen in Vilnius sind sehr offen und freundlich und helfen Fremden gerne weiter.

[bearbeiten] Weiter geht's

[bearbeiten] Weblinks

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