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Venezuela

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Südamerika : Venezuela
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Lage
noframe
Flagge
Ve-flag.png
Kurzdaten
Hauptstadt: Caracas
Staatsform: Präsidiale Bundesrepublik
Währung: 1 Bolivar Fuerte (BsF) = 100 Céntimos
Fläche: 912.000 km²
Bevölkerung: 25 Mio
Sprachen: Spanisch (Amtssprache), zahlreiche indigene Sprachen
Religionen: Nominell Römisch-Katholisch
96 %, Protestanten 2 %, andere 2 %
Stromsystem: 120-240/60Hz (US Stecker)
Telefonvorwahl: +58
Internet TLD: .ve
Zeitzone: UTC -4.5 (MEZ-5.5h)


Karte von Venezuela

Venezuela ist ein Land im nördlichen Südamerika. Es besitzt im Norden einen langen Karibik-Küstenabschnitt. Angrenzende Länder sind Kolumbien im Westen, Brasilien im Süden und Guyana im Osten. Venezuela liegt an wichtigen Luft- und Seerouten zwischen Nord- und Südamerika.

Regionen[Bearbeiten]

Bundesstaaten[Bearbeiten]

Städte[Bearbeiten]

  • Caracas - Hauptstadt des Landes.
  • Maracaibo - zweitgrößte Stadt.
  • Valencia - drittgrößte Stadt.
  • Merida - Hauptstadt der südamerikanischen Wandertouren.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Absolut sehenswert ist die Gran Sabana im Süden Venezuelas, an der Grenze zu Brasilien. Auf dem Hochplateau (1.000 m) hat man das Gefühl, im nächsten Augenblick einer Herde Dinosaurier zu begegnen. Die Landschaft ist neben ihrer relativ kargen, aber eigentümlichen Vegetation von den sogenannten "Tepuis" geprägt, mehreren Tafelbergen, deren Flora und Fauna jeweils einzigartig ist und die bis heute noch nicht alle von Menschen erschlossen wurden. Schon die Fahrt von Meereshöhe auf das Plateau, welche ca. 3 h dauert, führt den Reisenden durch verschiedene Klimazonen, die durch ihre jeweilige Vegetation faszinieren.

  • Salto Angel
  • Morocoy
  • Chichiriviche
  • Mochima
  • Rio Caura
  • Los Llanos (Hato el Frio)
  • Ciudad Bolivar
  • Puerto Ayacucho

Hintergrund[Bearbeiten]

Nach dem Zusammenbruch der 1819 geschaffenen Republik Groß-Kolumbien wurde Venezuela 1830 unabhängig. 1864 wurde das Land in eine Bundesrepublik umgewandelt. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert regierten größtenteils Militärdiktaturen, gleichzeitig sorgte der enorme Ölreichtum für einen wirtschaftlichen Aufstieg, aber auch für zunehmende Abhängigkeit von den USA. Seit 1958 gibt es freie Wahlen. Seit dem Amtsantritt von Hugo Chávez im Jahre 1998 wendet sich Venezuela wieder stärker von den USA ab. Chávez unterhält stattdessen enge Beziehungen zu Fidel Castro und will nach eigenen Aussagen den "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" aufbauen. Eine größere Unabhängigkeit von allen sogenannten Erst-Welt-Ländern wird gesucht. Größe Investitionen in Infrastruktur, z.B Metro (U-Bahn) in Caracas, Valencia. Autobahnen etc. Eine großer Anteil des aus dem Erdöl-Erlös stammenden Staatshaushalts wird in soziale Projekte, wie die medizinische Betreuung der Barrios gesteckt.

Anreise[Bearbeiten]

Flugzeug[Bearbeiten]

Caracas wird von fast allen großen internationalen Flughäfen angeflogen. Leider gibt es keine direkten Charterflüge mehr von Europa auf die Insel Margarita, (Porlamar.

Bahn[Bearbeiten]

Venezuela hatte ein Bahnnetz, das aber aufgrund des Ölvorkommens zugunsten des Straßennetzes verschwand. Die letzte Passagierbahnverbindung von Barquisimeto nach Puerto Cabello wurde vor ein paar Jahren ebenfalls eingestellt.

Bus[Bearbeiten]

Außer in Caracas besteht der öffentliche Verkehrstransport aus Bussen. Alle Städte und Hauptorte verfügen über lokale Bustransportsysteme. Die Fahrpreise sind sehr günstig. Die Verbindungen zwischen den Städten werden von mehreren Busgesellschaften bedient. Auch hier sind die Preise sehr günstig.

Auto[Bearbeiten]

Schiff[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Inlandsflüge sind sehr günstig und am besten vor Ort zu buchen. Das gilt vor allem in größeren Städten. Wer vorhat, auf oder von einem Kleinflughafen z.B in die Gran Sabanna zu fliegen, kann es erleben, dass sich dies durch mangelnde Sprachkenntnisse als teuer heraus stellt. Der Pilot des Fliegers weiß sehr wohl, dass sie um ihn nicht herum kommen und könnte es ausnutzen.

Ein besonderes Highlight ist der Flughafen von Merida - die Landebahn befindet sich auf einer schiefen Ebene und kann nur von Turboprops angeflogen werden. Ebenfalls zu empfehlen ist ein Flug von Ciudad Bolivar nach Kavak (Gran Sabana). Kavak wird nur mit kleinen Cessnas jeder Altersstufe angeflogen - gut zu kombinieren mit einem Flug über den Salto Angel (höchster Wasserfall der Welt).

Busreisen sind eine kostengünstigere Alternative zum Fliegen. Busbahnhöfe gibt es in allen größeren Städten. In kleinen und Kleinststädten muss man sich durchfragen. Nicht alle Bushaltestellen werden auch zur Rückfahrt benutzt. Dort wo man aussteigt, wird nicht immer auch wieder eingestiegen. Nachfragen hilft hier. Beschilderungen sind schlicht mangelhaft. Achtung vor den Klimaanlagen: Die Überlandbusse werden gerne durch ordentliche Klimaanlagen runtergekühlt. Oft sind die Temperaturen unter 16 Grad. Daher warme Kleidung in den Bus mitnehmen.


Leihwagen sind in allen klein bis mittelgroßen Städten erhältlich, Preise gehen von US$ 30 bis zu mehreren Hunderten (09-07-2006). Auch Taxifahren ist günstig, Taxilinien geben einen höheren Grad an Sicherheit. Preise sollten immer im Voraus verhandelt werden. In Venezuela ist Benzin sehr billig. Davon abgesehen muss man sich darüber im Klaren sein, dass die Straßen oft in sehr schlechtem Zustand sind. Tiefe Schlaglöcher sind eher die Regel als die Ausnahme, und in den Städten kann es schonmal sein, dass der eine oder andere Gullideckel komplett fehlt. Vor allem Landstrassen, die durch unbewohntes Gebiet führen, sind nachts gefährlich. Man sollte dann nicht anhalten (müssen), auch kein Venezolaner (sofern er gute Absichten hat) würde das tun. Es ist besser, lange Nachtfahrten über Land gänzlich zu vermeiden. Ausserdem sollte man immer wissen, wie weit es zur nächsten Tankstelle ist. Zuweilen sind mehrere hundert Kilometer lange Strecken unbewohnt und frei von Tankstellen.

Sprache[Bearbeiten]

Die Landessprache ist Spanisch. Um im Land auf eigene Faust herumzureisen, sollte man zumindest über ausbaufähige sprachliche Grundkenntnisse verfügen. Außerhalb von Caracas kommt man mit Englisch nicht sehr weit. Selbst in Caracas ist es nicht die Regel, dass alle Welt Englisch spricht. Sprachschulen gibt es in Merida, Caracas, Puerto la Cruz und der Insel Margarita. Selbst eine Woche Unterricht kann schon einen grossen Unterschied machen.

Faustformel (in ganz Lateinamerika):

"Wenn Du Englisch sprichst, öffnen sich alle Türen. Wenn Du Spanisch sprichst, öffnen sich auch die Herzen".

Kaufen[Bearbeiten]

Geldscheine

Venezuela benutzt ab dem 1. Januar 2008 den Bolivar Fuerte (BsF) als Landeswährung. Aus dem bisherigen Bolivar wurden drei Nullen gestrichen. In einer Übergangsphase von sechs Monaten bleiben auch noch die alten Geldscheine und Münzen gültig. Es ist einfacher, US-Dollar nach Venezuela mitzunehmen und dort einzutauschen. Ein Rücktausch ist nicht möglich. Der offizielle (feste) Kurs des Bolivar Fuerte lag bei 2,15 BsF für einen Dollar. Nach der Abwertung des Bolivar liegt er nun bei 6,3 (offiziell). Auf dem Schwarzmarkt wird er mit ca 17-22. BsF je Dollar bewertet und verliert weiter an Wert. Die Spekulanten halten sich zahlreich am Plaza Simon Bolivar auf. Auch auf dem Flughafen von Maiquetía kann man allerorts schwarz Bolivars kaufen. Da dies jedoch offensichtlich illegal ist, kann es potenziell alle dies mit sich bringenden Konsequenzen nach sich ziehen. Wer dieses Risiko eingehen will, sollte zumindest die Personen kennen, mit denen er handelt. Viele Touranbieter, Hotels, Restaurants,... kaufen gerne Dollar.

Viele Händler und Verkäufer (einschließlich Bus- und Taxifahrer) nehmen ungern große Scheine entgegen. Daher ist es ratsam, kleinere Geldstücke zur Hand zu haben.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Landestypisch sind Arepas, kleine Maisfladen mit diversen Füllungen ("Döner sudamericano"). Auf jeden Fall probieren: frisch gepresste Fruchsäfte, kein Vergleich zu dem, was man hier als Fruchtsaft vorgesetzt bekommt.

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Feiertage[Bearbeiten]

Termin Name Bedeutung
1. Januar Día de Año Nuevo Neujahrstag
6. Januar Día de Reyes Dreikönigstag
beweglich Carnaval Karneval, Montag und Dienstag vor Aschermittwoch
20. April 2014 Semana Santa Ostern, (Vorsicht, wird wirklich fast eine ganze Woche gefeiert)
19. April Verkündung der Unabhängigkeit
12. Oktober Dia de la Raza Tag an dem Christopher Columbus Venezuela entdeckte

Sicherheit[Bearbeiten]

In den Gebieten entlang der kolumbianischen Grenze in den venezolanischen Teilstaaten Amazonas, Apure, Barinas, Táchira und Zulia besteht als Folge des kolumbianischen Binnenkonflikts immer noch eine erhöhte Gefahr von Entführungen und anderen Gewaltverbrechen. Von Reisen in die Grenzregion zu Kolumbien wird abgeraten. Abgeraten wird auch von der Ausreise nach Kolumbien über den Landweg. Vorübergehende Schließungen der Grenze zu Kolumbien können - wie in der Vergangenheit des Öfteren geschehen - nicht ausgeschlossen und jederzeit kurzfristig verfügt werden. Grenzschließungen ziehen erfahrungsgemäß teilweise extrem lange Wartezeiten nach sich.

Generell zählt Venezuela zu den unsicheren Ländern. Die Unsicherheit in Venezuela entsteht vor allem durch die hohe Straßenkriminalität. Sie trifft Einheimische und Touristen gleichermaßen. Ein typisches touristisches Verhalten und Erscheinungsbild kann Räuber anlocken. Es ist aber nicht notwendig, um ausgeraubt zu werden. Touristische (mit Ausnahme von Margarita) oder ländliche Gegenden sind oft weniger gefährlich als Großstädte, doch Gewaltkriminalität kommt auch dort vor. Ausgeraubt zu werden kann immer lebensgefährlich sein. Deswegen ist von jeglichem Widerstand dringend abzuraten. Venezolanische Räuber haben meistens Waffen und schrecken nicht vor deren Gebrauch zurück. Sie haben kaum Konsequenzen zu befürchten, da es der Polizei oft an Motivation, Mut oder Kompetenz mangelt, gegen Verbrecher vorzugehen, oder weil sie sogar selbst Täter ist. Die Mordrate in Venezuela ist mit steigender Tendenz eine der höchsten Weltweit ([1]).

Barrios (Armutsviertel) sind zu meiden, und auch sonst ist es immer ratsam, gemeinsam mit Ortskundigen unterwegs zu sein.

Nächtliche Spaziergänge sind immer gefährlich, und werden nur von Venezolanern, die keine Alternative haben oder solchen mit "schlechten" Absichten unternommen.

Die Regierung macht angeblich den Versuch, an Wochenenden sowie an Volksfeiertagen wie z.B. Karneval, die Sicherheit durch polizeiliche sowie militärische Präsenz zu verbessern. Dies ist aber meistens eine Illusion, da Polizei und Militär sich in der Regal auf Anwesenheit und vor allem Straßenkontrollen beschränken. Solche Kontrollen sind oft sehr akribisch und werden benutzt um Kontrollierte zur Bestechung zu nötigen. Oftmals sind die Ordnungskräfte selbst in kriminelle Aktivitäten verwickelt.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Venezuela gilt als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten. Im Grenzgebiet zu Brasilien, in der Parima-Region im Staat Amazonas, sowie in Bolivar besteht ein generelles Gelbfieber-Übertragungsrisiko. Landesweit besteht ein Tollwutrisiko und eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Auf der Straße sollte nur verzehrt werden, was nicht in der Hitze schlecht werden kann (Gebratenes, Gekochtes, Vorsicht mit Salat oder Mayonnaise).

Die medizinische Versorgung ist kostenlos. Es gibt Gesundheitszentren, in denen auch Kubanische Ärtze die Behandlung gewährleisten.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima ist tropisch-heiß und feucht, in den Bergen gemäßigter. Die heiße Region (tierra caliente) nimmt in Venezuela den weitaus größten Teil des Landes ein. Sie reicht bis zu ungefähr 700 m ü. NN und hat eine Durchschnittswärme von 26° C. Mehrere Punkte sind noch wärmer, wie La Guaira (29°), Puerto Cabello (28°) und Maracaibo (29° C). Die gemäßigte Region (tierra templada) liegt zwischen 700 und 2.000 m; die wärmsten Monate sind April und Mai (mit selten mehr als 25° C), die kühlsten Dezember und Januar, in welchen die Temperatur am Morgen und Abend oft auf 15° C sinkt. Die kalte Region (tierra fria) beginnt schließlich in einer Höhe von 2.200 m und reicht bis zur Schneegrenze, welche in Venezuela zwischen 6 und 8° n.B. in einer Höhe von 4.520 m liegt, jedoch in kühleren Jahren 400 m tiefer sinkt. Die mittlere Temperatur beträgt hier 2 bis 3° C.

Respekt[Bearbeiten]

Kommunizieren[Bearbeiten]

Auf Spanisch "Guten Tag" sagen zu können ist ein guter Anfang. Wichtiger Unterschied zwischen der Deutschen Sprache und der Spanischen Sprache sind die Diphtonge, die getrennt ausgesprochenen Vokale z.B Buenos Dias: Bu-enos Di-as. Ähnlich des Deutschen in Ge-ändert.
Guten Morgen - Buenos Días
Guten Tag - Buenas Tardes
Guten Abend - Buenas Noches
Gute Nacht - Buenas Noches
Danke - Gracias
Bitte (als Frage) - por favor
Gut - bien, im Venezolanischen auch: chévere ("tschäwäre")

Es ist auf jeden Fall empfehlenswert, Spanisch vor Antritt der Reise zu lernen.





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