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Varna

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Varna ist eine Hafenstadt und die drittgrößte Stadt in Bulgarien.

Hintergrund[Bearbeiten]

Varna hat rund 335.000 Einwohner und ist damit - neben Sofia und Plovdiv - die drittgrößte Stadt in Bulgarien. Bedeutung hat sie vor allem als Drehscheibe des Tourismus an der Schwarzmeerküste. Die meisten großen Hotels liegen allerdings nicht im eigentlichen Stadtgebiet, sondern in den nördlichen Vororten Zlatni Pyaseci ("Goldstrand"), Sveti Konstantin i Elena, Chayka, Albena und dem großen Komplex "Sunny Day". Sie ist zudem ein wichtiger Hochschulstandort und hat in ihren Vororten, etwa 25 km westlich am Ende eines natürlichen, seeschifftiefen Kanals ein großes Industriegebiet.

Bulgarien wird eines der beiden Länder sein, in dem die Kulturhauptstadt Europas für 2019 ernannt wird. Varna ist eine der fünf bulgarischen Bewerberstädte.

Anreise[Bearbeiten]

Flugzeug[Bearbeiten]

Der Flughafen von Varna wird, ebenso wie der von Burgas, von einem deutsch-bulgarischen joint venture betrieben, das mehrheitlich zum deutschen Fraport-Konzern gehört. Im Winter gibt es relativ wenige Flugverbindungen, dafür im Sommer lebhaften Betrieb mit (vor Allem) Deutschland, Österreich, Großbritannien, Russland, Israel, Belgien. Verbindungen mit Sofia drei bis vier mal pro Tag, zur Zeit ausschließlich mit Bulgaria Air. Das Gelände des Flughafens gehört hauptsächlich zu der Gemeinde Aksakovo und liegt etwa 10 km westlich vom Stadtzentrum Varna. Der bei Weitem größte Teil des Flugverkehrs steht im Zusammenhang mit dem Tourismus, gewöhnlich Pauschalreisen. Zu den Ferienorten an der Küste nördlich von Varna besteht ein gut organisierter Busverkehr.

Bahn[Bearbeiten]

Der Bahnhof liegt direkt am Hafen und nahe am Stadtzentrum. Zwischen Varna und Russe wurde die erste Bahnlinie Bulgariens gebaut. Heute besteht täglich Verbindung mit Sofia, wobei die Züge für die knapp 500 Kilometer lange Strecke 8 bis 10 Stunden benötigen. Es gibt Züge, die diese Strecke über Nacht befahren. Die Eisenbahn in Bulgarien ist nicht sehr modern, aber preisgünstig.

Bus[Bearbeiten]

Rückfahrt von Varna in den Süden: Von der Stadt fährt man mit dem Bus 409 zu der "Central Bus Station". Diese sieht wie eine Markthalle aus. Trägt leider kein sichtbares Schild, aber die Ticketverkäuferin im Bus versteht "Central Bus Station" und weist beim Ankunft dann auf die Haltestelle hin. In dm Gebäude gibt es dann einen Ticketschalter.

Auto[Bearbeiten]

Bei der Anreise sollte bedacht werden, dass es in Bulgarien bisher nur wenige Autobahnstrecken gibt, die Fahrt also erheblich mehr Zeit in Anspruch nimmt als in Mitteleuropa üblich. Von der Strecke Sofia - Varna, die 450 Kilometer lang ist, sind zur Zeit (Dezember 2011) nur rund 160 km autobahnartig ausgebaut. Eine durchgehende Verbindung ist in Planung, wird aber voraussichtlich frühestens 2015 fertig gestellt sein - ebenso wie die Verbindung zur anderen großen Küstenstadt Bulgariens, Burgas. In den Sommermonaten ist das Parken in Varna sehr schwierig, zumal es keine öffentlichen Parkhäuser gibt (außer bei den Einkauszentren am westlichen Stadtrand). Viele innerstädtische Straßen sind, ebenso wie Gehsteige, in einem sehr schlechten Zustand. Eine gute Alternative zum eigenen Auto sind die zahlreichen Taxis; sie sind im Prinzip preiswert; jedoch werden immer wieder krasse Fälle von Touristen-Nepp bekannt.

Schiff[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Es gibt ein relativ gut ausgebautes Busnetz, auch in die Vororte hinein. Beliebt sind die zahlreichen Taxis, die im Prinzip preisgünstig sind - vorausgesetzt, die offiziellen Preise werden eingehalten. Sie liegen bei etwa 50 Eurocents für 1 Kilometer. Wie überall in Bulgarien sind die Taxis gelb und haben an den Türen von außen lesbare Aufkleber mit Preisangaben. In der Hauptsaison kam es immer wieder vor, dass dennoch von Touristen Phantasiepreise verlangt wurden. Das Fahrrad ist in bulagrischen Städten kein geeignetes Verkehrsmittelö, weil die innerstädtischen Straßen oft in einem miserablen Zustand sind und Autofahrer auf Radfahrer nicht die geringste Rücksicht nehmen. Auf der Strandpromenade können Fahrräder benutzt werden; bei guten Wetter kann dies aber wegen des dichten Fußgängerverkehrs schwierig sein.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Die Stadt hat an historischen Bauten wenig aufzuweisen; auch die Gebäude der "Altstadt" stammen fast alle aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Ein markantes Gebäude ist die Marineakademie, die jedoch nicht öffentlich zugänglich ist.

Kirchen[Bearbeiten]

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

Nahe bei Varna, im Vorort Sveti Konstantin i Elena, etwa 8 km vom Stadtzentrum entfernt, liegt das Schloss Euxinograd. Der Bau stammt aus dem späten 19. Jahrhundert und ist architektonisch wenig bemerkenswert. Aber er ist umgeben von einem schönen Park, der bis ans Meer reicht und teilweise den Charakter eines botanischen Gartens hat, teilweise ein Weingarten ist. Park und Schloss sind normalerweise nicht öffentlich zugänglich. Jedoch können Gäste des Hotels und des Restaurants (beide in einem Anbau des Schlosses) das Gelände betreten; ein Parkplatz liegt an der Hauptstraße Varna-Baltchik, etwa 1 km vom Schloss entfernt. Das Schloss diente in der kommunistischen Zeit als Regierungsgästehaus. Die Einrichtung stammt zumeist aus den Sechzigerjahren. Eine Modernisierung ist geplant.

Bauwerke[Bearbeiten]

Denkmäler[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Varna hat ein sehr schönes Archäologisches Museum mit ca. 100.000 Objekten aus der gesamten Besiedelungszeit. Es liegt an der Strasse "Maria Luisa".

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

Eine gut 1 Kilometer lange Fußgängerzone erstreckt sich vom bulgarisch-orthodoxen Dom bis zum Meerespark. In ihr befindet sich u.a. das Theater, das Gerichtsgebäude, Banken, Geschäfte und Restaurants.

Parks[Bearbeiten]

Die "gute Stube" von Varna ist der Meerespark (Primorski Park), der sich vor dem Stadtzentrum und ausgehend vom alten Hafen etwa 2 km nach Norden erstreckt. Er ist zwischen 50 und 400 m breit und mit diversen öffentlichen Einrichtungen versehen wie Kinderspielplatz, Planetarium, Aquarium, Delfinarium, Musikpavillon "Rakovina", Naturkundemuseum, Marinemuseum, Freilichttheater, Kriegerdenkmal u.ä. Zum Meer hin besteht ein Steilhang von bis zu 25 m Höhe, der sich auf zahlreichen Treppen und Wegen überwinden lässt. Vor diesem Steilhang führt eine Straße entlang (für Motorfahrzeuge im Prinzip gesperrt), an der viele Restaurants, Bars und ein Schwimmbad liegen. Das Schwimmbad ist meistens durch Sportvereine belegt. Vor der Straße befindet sich ein viel genutzter Sandstrand von 10 bis 40 m Breite.

Verschiedenes[Bearbeiten]

Eine Besonderheit von Varna sind die kleinen Schwimmbecken, die an verschiedenen Stellen des Strandes (auch in den nördlichen Vororten) von Thermalquellen gespeist werden. Sie können von jedermann kostenlos benutzt werden. Das circa 45°C heiße Wasser ist stark schwefelig.

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Der Sonnenstrand, einer der bekanntesten Strände in Bulgarien, sollte unbedingt besichtigt werden. Viele Wasserparks befinden sich an der Küstenlinie. Sie sind auf jeden Fall einen Besuch wert.

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Am Ende der Fußgängerzone, neben dem Platz "Nezavisimost" und gegenüber der Kathetrale, gibt es einen Markt für Touristenshopping. Die Preise sind auf jeden Fall günstiger als in den Touristenresorts und feilschen ist Pflicht.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Sicherheitslage ist gut. Wie in allen Großstädten und an allen Touristenorten kommt es aber auch hier gelegentlich zu Trickdiebstählen und zu kleineren Betrügereien beim Kauf von Waren, Mahlzeiten oder Dienstleistungen (Bars, Diskos, Taxis ...) Von Spaziergängen allein im dunklen Meerespark wird abgeraten.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Klarkommen[Bearbeiten]

Kommunizieren[Bearbeiten]

Auch wenn natürlich Kenntnis des Bulgarischen - zumindest einiger Wörter - immer von Nutzen ist: an der bulgarischen Schwarzmeerküste hat der Tourismus eine lange Tradition. Daher findet man dort sehr viele Einheimische, die Deutsch, Englisch, Russisch, Französisch und andere Fremdsprachen sprechen. Die Straßenschilder sind fast durchweg in kyrillischer und lateinischer Schrift gefasst. Hinweisschilder, die für Touristen wichtig sind, und Speisekarten sind oft auf Bulgarisch, Deutsch und Englisch gefasst.

Weiter geht's[Bearbeiten]

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