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Valle Gran Rey

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Spanien : Kanarische Inseln : La Gomera : Valle Gran Rey
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Das Valle Gran Rey (Tal des großen Königs) liegt im Südwesten der zweitkleinsten Kanarischen Insel La Gomera.

Ortsteile[Bearbeiten]

Das Valle Gran Rey, kurz auch "Valle" oder "VGR" genannt, ist eines der wichtigsten Tourismuszentren auf Gomera. Der Tourismus spielt sich dabei vor allem in den fünf Ortschaften im Delta an der Bucht des Tals ab: La Calera, dem alten Hauptort des Tals. Vueltas, der alte Hafenort. Borbalan und La Puntilla, zwei "künstliche" Orte, die mit Vueltas zusammengewachsen sind, und La Playa, ein neuerer Touristenort an der Bucht. Im oberen Tal gibt es weitere kleine Ortschaften.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Valle Gran Rey wurde Ende der 60er Jahre von den Hippies und Aussteigern entdeckt. Auch heute findet man hier noch einige "alternative" Urlauber oder "Sinn-Sucher".

Seit den 90er erlebt das Valle Gran Rey einen Tourismusboom, der mit dem Bau zahlreicher neuer Straßen und etlicher Appartmentanlagen einhergeht. So wurden z.B. im Ortsteil Playa einige 08/15 Appartmentgebäude gebaut, die auffällig leer aussehen, im oberen Calera hat ein Immobilienmakler einen Hang mit einer großen Wohnanlage zugepflastert. Aus kleinen Sträßchen wurden breite gepflasterte Avenidas.

Dennoch sind die Orte wesentlich geruhsamer als die Touristenzentren auf Teneriffa. Insbesondere sind die Gebäude eher ortstypisch gebaut. Nur der direkte Vergleich zu früher lässt den Bauboom erahnen, den Gebäuden sieht man das von außen nicht an. Sie fügen sich gut in die übrige Architektur ein. Wer vor allem sehr viel Ruhe sucht, ist allerdings im Norden von La Gomera besser aufgehoben.

Anreise[Bearbeiten]

Die Anreise erfolgt in der Regel mit dem Flugzeug nach Teneriffa Süd. Vom Flughafen dauert die Fahrt per Taxi (22 Eur) ca. eine halbe Stunde bis zum Hafen Los Cristianos auf Teneriffa. Mit dem Bus (1,90 Euro/Person) kann man nur bis zum Busbahnhof Los Christianos fahren. Von dort ist es zu Fuss ca. 20 min bergab bis zum Hafen.

Von Los Christianos nimmt man die Fähre der Fährgesellschaft Lineas Fred Olsen oder die Fähre der Naviera Armas nach San Sebastián de La Gomera.

Von dort geht es mit dem Bus(5 Euro/Person), dem Mietwagen oder dem Taxi (kostet etwa 60 Euro One-Way) die 50 km ins Valle Gran Rey. In allen Fällen braucht man einen robusten Magen oder Tropfen gegen Übelkeit. Der Busfahrplan ändert sich immer wieder. Derzeit gibt es pro Tag vier Busverbindungen (Sonntag leider nur 2) von Valle Gran Rey nach San Sebastian. Zweimal täglich fährt eine Buslinie von San Sebastian zum Flughafen. Erfreulicherweise wird der tägliche 8 Uhr Bus aus dem Valle derzeit mit zwei Fahrzeugen bedient. Ein Bus fährt auf dem direkten Weg in den Hafen von San Sebastian.

Außerdem ist es auch möglich, von Teneriffa Nord mit einem Kleinflugzeug der Gesellschaft Binter nach Gomera zu fliegen.

Mobilität[Bearbeiten]

Zwischen den fünf Ortsteilen kann man zu Fuß gehen. Vom oberen La Calera nach La Playa braucht man knapp eine halbe Stunde von dort nach Vueltas weitere 15 Minuten. Borbalan und La Puntilla liegen auf dem Weg. Vom unteren La Calera nach La Playa gut 15 Minuten.

Um zu anderen Inselorten zu gelangen, benötigt man einen Mietwagen oder ein Taxi oder man nimmt die Fähre.

Die Busverbindungen sind eher schlecht und sind auf die Fähre in San Sebastian und die Ankunftszeiten der Flugzeuge auf dem kleinen Inselflugplatz ausgerichtet. Die Busverbindungen sind also keinesfalls mit denen auf Lanzarote oder Teneriffa zu vergleichen.

Wer wandern will, aber seinen Ausgangspunkt nicht im Valle Gran Rey hat, sondern z.B. im El Cedro, dem Lorbeerwald, kann den 8 Uhr Bus nehmen. Später am Morgen fährt kein Bus mehr.

Bleibt als Alternative das Taxi. Vom Hafen in Vueltas bis nach La Calera etwa 9 Euro. Vom Taxistand bis Lomo de Balo gute 10 Euro. Bis in den El Cedro können es je nach Startpunkt der Wanderung auch gute 25 Euro werden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

  • Tropischer Fruchtgarten Argaga, 1,5 km östlich von Vueltas in Richards Barranco (Fahrweg am linken Rand des Hafens unter den Felsen folgen, dann Beschilderung ins Seitental). Di+Fr, 10-17 Uhr, Führung ca. 90 min. Bei der Führung werden zahlreiche Obstbäume aus allen Teilen der Welt gezeigt und erläutert, die Dank des milden Klimas auf den Kanaren gedeihen können. Eintritt 10€

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Kinderbetreuung[Bearbeiten]

Seit April 2010 ist in La Playa,C/Noria der Kindertreff Kangorooh eröffnet. Hier können Kinder auf 120qm in offenen Spielgruppen spielen, lesen, basteln, Freunde kennenlernen und Workshops zum Thema der Insel machen. Es finden aber auch Themenbastelnachmittage und Filmtage statt. Kangorooh kann stunden- oder tageweise genutzt werden und die Kinder werden von einer ausgebildeten Erzieherin mit 20 Jahren Berufserfahrung betreut.

Radfahren / Mountain-Biking / E-Biking[Bearbeiten]

Valle Gran Rey besitzt eine sehr gute touristische und Verkehrsinfrastruktur und ist deshalb der beste Ausgangspunkt für Rad- und insbesondere Mountainbike-Touren auf die ganze Insel. Es gibt in den verschiedenen Ortsteilen drei Fahrradverleihe, die von Citybikes über E-Bikes (!) (nur in La Playa und La Puntilla) bis hin zu vollgefederten Marken-MTBs alle Arten von Rädern günstig vermieten und fast täglich geführte Touren mit kleinen Gruppen in allen Schwierigkeitsstufen anbieten. Die Touren beginnen in der Regel mit einem Taxitransfer auf die Hochfläche, führen von dort in und durch das Zielgebiet (z.B. Nationalpark Garajonay, wilder Nordwesten oder grüner Norden) und häufig als Abschluss die 1200 Höhenmeter Abfahrt auf der Straße oder kleinen Nebenwegen zurück ins Valle Gran Rey. Einige Touren führen auch mit der Fähre zurück zum Ausgangspunkt und beschreiben somit einen Kreis. Die Tourenanbieter informieren in der Regel auch über Möglichkeiten zur individuellen Tourengestaltung und organisieren einen günstigen individuellen Transfer mit dem Großraumtaxi in den Nationalpark.

Die drei Fahrradverleihe bzw. Tourenanbieter in Valle Gran Rey sind:

in La Playa: Gomera Bikes

in La Puntilla: Bike Station

in Vueltas: Bikers Inn

Die Verleihpreise liegen bei 4 bis 7 Euro pro Tag für Citybikes, 12 bis 15 Euro pro Tag für Mountainbikes und 22 bis 26 Euro für vollgefederte MTBs. E-Bikes kosten 12 bis 19 Euro pro Tag. Geführte Tagestouren inklusive Rad und Helm werden ab 37 Euro pro Person angeboten, der reine Transfer auf die Hochfläche ab 12 Euro (alle Preise Stand 2011).

Schiffstouren[Bearbeiten]

  • Schiffstouren mit Wal und Delfinbeobachtung.

Infos dazu gibt es in Vueltas im Club de Mar und im Hafen Excursiones Tina und Speedy-Adventure sowie Oceano Gomera

Scooter bzw. Rollerfahren[Bearbeiten]

Es gibt in Valle Gran Rey (Ortsteil La Playa) einen Verleiher von Scootern (Rollern), die mit dem normalen Autoführerschein genutzt werden können. Die Scooter eigenen sich insbesondere zum Erkunden der oberen Ortsteile und um in den Nationalpark Garajonay zu gelangen. Die Preise des Verleihs liegen zwischen 25 und 35 Euro pro Tag, auch Halbtagsmieten sind möglich.

Strand und Schwimmen[Bearbeiten]

  • Die Strände des Valle Gran Rey

Die Strände des Valle Gran Rey sind nicht dessen Aushängeschild, die sind eher bescheiden. Wer einen typischen Strandurlaub erleben möchte, ist auf Gomera falsch. Die Strände sind eher schmal und haben schwarzen Lavasand. Im Winter wird bei heftigem Sturm oft viel Sand weggespült, der dann im Frühjahr wieder da ist.

Am Charco del Conde ist der sogenannte Babystrand. Hier können sich Kleinkinder in einer flachen Minilagune vergnügen. Bei Flut schwappt das Meerwasser in die Gumpe hinein und das Wasser wird gewechselt. Nach ein paar Stunden Sonnenbestrahlung ist das Wasser in der Gumpe wieder so weit aufgeheizt, dass die Kleinen sich prächtig amüsieren können.

Zwischen den Ortsteilen La Puntilla und La Playa findet man den eigentlichen Strand des Valle Gran Rey, ein schmaler Streifen schwarzen Sandes hinter einer niedrigen Mauer. Im Wasser wird der Sand bald von großen Kieseln abgelöst. Der Strand ist nicht bewirtschaftet, man kann also keine Liegestühle oder Sonnenschirme mieten. Etwas breiter wird der Strand dann an der Casa Maria. Neuerdings kann man da, vor allem im Sommer, auch Tretboote ausleihen. Ab dem Frühjahr ist der Playa de Valle Gran Rey etwas größer als im Winter.

Ganz schön ist auch der Hafenstrand in Vueltas. Er ist eigentlich auch recht sauber. Hier gibt es so gut wie keine Wellen, daher auch gut für Kinder geeignet.

Am Playa Ingles findet man nur Touristen. Den Playa Ingles erreicht man, wenn man bei der Casa Maria zum Wasser sehend rechts abbiegt, vor dem kleinen Dorfplatz entlang durch La Playa geht. Man schlägt sich zwischen die Restaurants in die Straßen, bald entlang einer Appartmentanlage links, vorbei an einem Sportplatz und einem Hubschrauberlandeplatz rechts, und erreicht dann nach wenigen Minuten ausserhalb des Ortes einen wilden Strand mit starker Brandung. Hier sollte man sehr vorsichtig sein, es herrschen oft starke Strömungen und Wellen und so mancher Tourist hat schon seinen Leichtsinn mit dem Leben bezahlt. Wellenhüpfen und Wasserschlachten sind also eher zu empfehlen. Der Strand ist wunderschön und wirklich wild. Wer auf ausgedehntes Schwimmen verzichten kann und an der rauhen Landschaft Gefallen findet, ist hier goldrichtig. Gelgentliches Abkühlen ohne großen Schwimmanteil ist auch hier nicht wirklich gefährlich. Nacktbaden ist üblich.

In der sog. "Schweinebucht" gibt es noch einen einsamen Strand, der nur bei Ebbe erreichbar ist. Man sollte die Gezeiten also genau beachten, um nicht eingeschlossen zu werden. Um die "Schweinebucht" zu erreichen geht man hinter dem Hafen die Piste am Fels entlang bis man zum Strand vor dem Barranco de Argaga kommt. Dieser Strand ist kaum für ein Strandleben geeignet, da es wenig Sand und viele große Kiesel gibt. Bis zum Ende des Strandes laufen und sich um den Felsvorsprung herum hangeln und man erreicht diese sehr versteckte Bucht.

Für die meisten Urlauber dürfte die aber wenig attraktiv sein, da hier ein sehr spezielles Publikum verkehrt, das zu einem guten Teil auch die Nächte in Höhlen verbringt. Diese sind in unmittelbarer Strandnähe im Fels. Mit ein wenig Phantasie kann man sich die hygienischen Zustände vorstellen.

Tauchen[Bearbeiten]

Derzeit gibt es keine für Touristen geeignete Tauchschule.

Auf dem Hafengelände gibt es noch den "Club de Buceo". Für Touristen scheint der aber nicht zu sein.

Wandern[Bearbeiten]

Gomera eignet sich gut für Bergwanderungen. Die wichtigsten Wanderwege, die man ohne Anfahrt vom Valle Gran Rey aus starten kann:

  • Zum Wasserfall: 1-2 Stunden ab El Guro. Anfang markiert mit gelben Pfeilen und gelb-blauer Markierung. Dann weiter im Bachbett. Wegverlauf ändert sich mit Wasserstand. Teilweise muss man etwas klettern. Die Schlucht verengt sich immer mehr und am Ende steht man zwischen den Felsen vor einem ca. 5m hohen Wasserfall, dort geht es dann auch nicht mehr weiter.
  • Über Risco La Merica nach Arure von da nach Las Hayas und Abstieg ins Valle Gran Rey. Einstieg im oberen Calera an der großen Zisterne hinter einem Haus mit Terrasse und vielen Blumen. Nicht zu verfehlen. Diese Tour kann man auch umgekehrt gehen von Arure über La Merica und dann den Abstieg nach La Calera.
  • Las Hayas evtl. Weiterwanderung in den Lorbeerwald. Nach Las Hayas gibt es 2 Aufstiege, die beide im oberen Teil des Tales knapp unterhalb der Kirche starten. Der erste beginnt auf der Straße nach Lomo de Balo gleich nach der Brücke links. Dort steigt man über große Findlinge in den Baranco ein und findet bald oberhalb der Terrassenfelder den Weg nach Las Hayas. Leider wird dieser Weg nicht mehr gepflegt. Daher ist der Kontakt zu Kakteen und Agaven kaum zu vermeiden.

Zum 2. Aufstieg muss man auf der kleinen Straße noch weiter laufen. Nach wenigen Minuten trifft man auf einen kleinen Bambuswald in einer scharfen Rechtskurve. Von da aus wenige Meter zurücklaufen und man findet rechts den beschilderten Wanderweg nach Las Hayas.

  • El Cercado, von da aus weiter über Chipude zum Tafelberg La Fortaleza oder Abstieg über die Alm La Mantanza und den Kirchenweg ins Valle Gran Rey. Einstieg in die Wanderung bei der Ermita de los Reyes, dort nach dem Kirchplatz den Wanderweg weiter, durch kleine Dörfer bis zum ausgeschilderten Aufstieg nach El Cercado.
  • Baranco de Argaga nach Gerian - schwierige Wanderung mit Klettern, von da über die Alm La Mantanza und den Kirchenweg zurück ins Valle Gran Rey (Ankunft an der Ermita de los Reyes). Achtung! Bei Feuchtigkeit, z.B. nach Regen ist diese Wanderung hochgefährlich, da etliche Stellen sehr glatt werden und ein Abrutschen kaum zu vermeiden ist. Noch gefährlicher ist es, bei jeder Wetterlage, in den Baranco de Argaga über diesen Weg abzusteigen. Man kann sich sehr leicht versteigen. An vielen steilen Kletterstellen, die von unten nach oben noch zu meistern sind, beißt man sich von oben nach unten die Zähne aus und provoziert Unfälle. Einheimische raten vom Abstieg immer ab!

Auf jeden Fall sollten Wanderer für genügend Wasser (im Sommer nicht unter 3 Liter je Person, besser mehr!) und zweckmäßige Kleidung sorgen. Teilweise sind die Wanderungen auf Gomera sehr anspruchsvoll! Man sollte auch nie alleine wandern und auf jeden Fall ein Handy mitnehmen. Idealerweise kann man sich für den Anfang auch einer geführten Wanderung anschließen, die im Valle von mehreren Anbietern angeboten werden.

Wer gern auf eigene Faust wandert, sollte sich einen Wanderführer in Buchform anschaffen. "Bergwandern auf La Gomera" ist der Titel des wohl beliebtesten Buches, erhältlich in vielen Touristenläden in Strandnähe.

Man sollte ein gutes Orientierungsvermögen haben und nach den Steinmännchen Ausschau halten, die andere Wanderer als Wegmarkierung aufgestellt haben. Mit ein paar Brocken Spanisch kann man auch Einheimische fragen, leider nur in den Dörfern, unterwegs trifft man eher selten andere Menschen.

Die Abstiege sind nach einer langen Wanderung manchmal etwas beschwerlich und erfordern viel Konzentration, da der Boden manchmal etwas rollig ist. Das gilt besonders für den Kirchenpfad, der sehr viel Konzentration erfordert. Wer das vermeiden will, kann mit dem Bus ins Tal zurückfahren. Haltestellen gibt es in Chipude nahe der Kirche, auf der Straße zwischen Chipude und EL Cercado, und El Cercado an der Bar Maria.

In Arure ist die Haltestelle an der Hauptstraße gegenüber der Bar La Conchita, in Las Hayas ist die Bushaltestelle sehr versteckt. Da sollte man vor Ort nachfragen.

Man sollte sich unbedingt nach den Buszeiten erkundigen. Busfahrpläne hängen in vielen Bars aus, einfach bei der Bedienung fragen. Die Linie 6 fährt zur Zeit (Herbst 2007) täglich ab Aeropuerto um 17:30 über Chipude, El Cercado, Las Hayas und Arure ins Valle. Grundsätzlich hält der Linienbus zwischen den Ortschaften auf freier Strecke auf Handzeichen. Wenn man also die Ortschaft aus Zeitgründen nicht mehr erreichen kann, reicht es, entlang der Straße zu laufen und dem Bus ein Handzeichen zu geben.

Noch ein wichtiges Wort zum Wasservorrat: Keinesfalls am Wasser sparen. 3 Liter je erwachsener Person sind das absolute Minimum bei ausgedehnten Wanderungen. Eigene Erfahrung hat im Sommer gezeigt, dass eine Wanderung nach Arure mit 6 Litern Wasservorrat je Person wegen Wassermangels abgebrochen werden musste. Allerdings war es an jenem Tag auch besonders heiß, insbesondere war es oben heißer als im Tal. Diese Inversionswetterlage ist normal für die Kanaren, im Sommer senkt sich die Inversionsschicht aber oft so weit hinunter, dass man beim Aufstieg innerhalb weniger Höhenmeter plötzlich in staubtrockener, sehr heißer Luft geht, obwohl es im Tal noch immer angenehm temperiert ist. Da ist Vorsicht also angesagt.

"Nachtanken" von Wasser ist auf Gomera schwer, da die Wanderungen sehr einsam sind. Kleine Läden gibt es in El Cercado, in Chipude, Arure und (selten geöffnet) in Las Hayas.

Bei der Wanderung vom Baranco de Argaga nach Gerian und zurück über die Alm La Mantanza gibt es untwerwegs keine Zivilisation. "Nachtanken" geht da nur per Rinnsal im Baranco, das im Sommer oder Herbst allerdings selten Wasser führt. Und wenn, dann ist das so mit Leben erfüllt, dass man es kaum trinken mag.

Wer nicht auf eigene Faust wandern will, dem stehen verschiedene Anbieter u.a. Timah Trekking oder ÖkoTours von geführten Wanderungen (einschließlich Transfer) zur Verfügung.

Tanz und Meditation[Bearbeiten]

Zweimal täglich außer Dienstag gibt es in der Finca Argayal Meditation und Tanz, von Vipassana über Quantum Light Breath bis hin zu Yoga. Das Programm hängt in verschiedenen Cafès aus oder lässt sich online [1] abrufen.

Im Tanzstudio Mariposa (Borbalan, Höhe Spar, aber in der Parallelstraße dazu im Untergeschoss) findet donnerstags von 18.30 bis ca. 20.00 Uhr eine Tanzmeditation statt.

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

In allen Ortsteilen im Valle sind ausreichend kleine Supermärkte vorhanden, die ganz gut sortiert und auf Selbstversorger eingerichtet sind. Die Supermärkte haben in der Regel auch sonntags geöffnet.

Die Preise in einem Supermarkt auf La Gomera sind die höchsten in ganz Spanien, für den deutschen discounter-verwöhnten Touristen erschreckend hoch. Wesentlich preiswerter kauft man im Supermarkt in San Sebastian ein, der Unterschied liegt zwischen 20 und 50%.

Wenn man gut plant, kann man in den ersten Tagen des Urlaubs einen Mietwagen nehmen und zum Einkaufen fahren. Das gesparte Geld finanziert locker den Wagen, obendrein hat man die Gelegenheit auch andere Teile der Insel zu besuchen.

  • Post befindet sich im Ortsteil Borbalan hinter dem Spielplatz
  • Banken gibt es in den Ortsteilen La Calera, Borbalan und Puntilla. Geldautomaten befinden sich in allen Ortsteilen, außer in Vueltas.

Bioläden gibt es am Busbahnhof bei La Calera (von Borbalan kommend vor der Brücke, rechts durch die Hecke, 9 bis 14 Uhr, 16.30 bis 19.30 Uhr) sowie in Vueltas im Ansiria (kein Obst und Gemüse). Etwas höhere Preise als in Deutschland.

Sonntags von 10.00 bis 14.00 Uhr findet am Busbahnhof ein Markt statt. Hier tummeln sich die Kunsthandwerker der Insel, daneben gibt es Aloe-Vera-Produkte der Insel und natürlich den Cafe con leche zwischendurch.

Wer auf Torten und Kuchen nicht verzichten will, findet an der Hauptstraße in Borbalan (kurz vor Vueltas) und La Playa in der Parallelstraße zur Uferpromenade eine deutsche Bäckerei. Von der Schwarzwälder Kirsch (mit Buttercreme) bis zum Hefezopf findet man alles, was das deutsche Kuchenherz begehrt. Brot und Brötchen natürlich auch.

Estrella ist ein kleiner Schmuckladen http://www.estrella-schmuck.de/ im Ortsteil Borbalan.Dort werden von der Inhaberin exclusiver Lavaschmuck und andere ausgefallene Schmuckstücke angeboten. Sehr schön und liebevoll eingerichtet. Manchmal kann man beim Kettenherstellen zuschauen.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Typische Gerichte für La Gomera sind:

  • Kaninchen (z.B. Conejo en salmorejo)
  • Ziege (Cabra) und Ziegenkäse (Queso del cabra)
  • Zicklein (Cabrito)
  • gegrillte ganze kleine Tintenfische (Chocos a la plancha)
  • gegrillter Thunfisch (Atun a la plancha)
  • Brunnenkressesuppe (Potaje de berros)

Gofio ist ein Gemisch aus geröstetem Mais- und Gerstenmehl, es wird nicht nur zu fast allen Speisen gereicht - die Gomeros streuen es auch in Kaffee und Wein.

Oft gibt es Papas Arrugadas, die typischen Runzelkartoffeln, die von einer Salzkruste umgeben sind (nur Gomera-Anfänger pellen die Kartoffeln!).

Mojo, eine scharfe Soße aus Chilli, Öl, Knoblauch, wird den meisten Gerichten gereicht. Es gibt sie in der grünen und der roten Variante.

Bei Almogrote, den man in einigen Restaurants und Bars erhalten kann, handelt es sich um einen mit Öl angemachten Hartkäse.

In manchen Bars im Valle Gran Rey gibt es auch Tapas. Ein Tipp für gute Tapas ist die Puerto Bar (sehr leckere Boquerones – rohe mit Öl und Knoblauch marinierte Sardellen) gegenüber vom Restaurant El Puerto in Vueltas. La Finca in La Calera bietet oft, aber leider nicht jeden Tag, sehr leckere tagesfrisch zubereitete Tapas an.

Sehr gutes asiatisches Essen bekommt man im El Baifo in La Playa (reservieren!). Gute arabische Küche bietet das Garbanza in Puntilla.

Leider legen die meisten Restaurants keinen Wert auf frische Zutaten. So bekommt man fast überall Seezunge angeboten, die es in den kanarischen Gewässern gar nicht gibt und die importiert wird.Immer nach frischer Ware verlangen und auf Tafeln wie "Pescado fresco" (frischer Fisch) achten. Da das Meer um Gomera recht fischarm ist, ist frischer Fisch selten. Die Salate bestehen oft aus Karotten, roter Beete und Mais aus der Dose. Was aber immer frisch und lecker ist, ist der firschgepresste Orangensaft, den es fast überall gibt.

Ausgehen[Bearbeiten]

Das Valle Gran Rey bietet eine Vielzahl von Ausgehmöglichkeiten.

In La Playa:

  • Gecko Bar: Bierbar mit vielen deutschen Stammgästen. Riesige Spielesammlung und immer die neuesten Sportevents.
  • Diskothek Club del Mar: Die letzte Disco des Valles, leider inzwischen geschlossen.
  • Casa Maria: DER Treff zum Sonnenuntergang. Notfalls kann man hier auch essen (weder frisch noch lecker).
  • Las Olas neben Casa Maria. Gut um ein paar Drinks einzuwerfen, wenn es bei Maria zu voll ist. Sehr leckere Bocadillos (belegte Brötchen). Ansonsten ist die Küche nicht zu empfehlen, wenn man keinen Betonmagen mitgringt. Salate aus dem Großhandelseimer sind schon abschreckend.
  • El Paraiso, gleich nebenann, ist ebenfalls nicht besser. Es verfügt über eine nette Atmosphäre, da sich die Lokalität etwas zurückgelegen an der Strandstraße zwischen Casa Maria und dem Hafen befindet.
  • Der Italiener La Islita ist sehr zu empfehlen. Er liegt an der Straße zum Playa Inglés, ggü. den Appartments "Tres Palmeras".
  • Bar Yaya an der Standpromenade
  • El Baifo mitten in Playa bietet sehr leckeres asiatisches Essen. Reservierung empfohlen.
  • Das Mango an der Ecke Strandpromenade ist ganztätig geöffnet. Tagsüber als Cafè mit dem Üblichen von Saft, Bier, Wein bis hin zu Shakes. Die Bocadillos sind besonders lecker und günstig. Abend als Restaurant mit gomerischer Karte und Preisen in der oberen Mittelklasse.

In Puntilla

  • Das Garbanza, ein arabisches Restaurant. Schmeckt sehr gut, nette Atmosphäre.
  • Charco del Conde, Avda. Maritima, (tf.922 805 403), gutes einheimisches Restaurant.
  • In der Stichstraße vom Charco del Conde weg liegt das Cafè Olè. Kostenloses WLAN, ein dickes Bücherregal und bequeme Sofas machen das Cafè zum beliebten Abhängeort für Wahl-Gomeros. Von neun bis halb Acht gibt es Säfte, Shakes, Kaffee und das Bierchen, dazu Frühstück, Müsli, Obstsalat und vieles andere mehr. Bester Käsekuchen der Insel.

In Borbalan:

  • Gleich nach dem Busbahnhof links in Bananenfeldern das El Palmar. Empfehlenswert ist die gemischte Fischplatte für 2 Personen zu 18,5 Euro (Stand Herbst 2007).
  • Hinter dem Spielplatz liegt das El Coco Loco, hier gibt es besten Steaks im Valle Gran Rey. Dazu wird am Donnerstag und Freitag gegrillt, u.a. Steaks, Huhn, aber auch sehr leckeren Fisch. Man sitzt im luftigen Gastraum, an der kleinen Bar oder auf der Terasse im kleinen Garten. Sehr nette Bedienung!

In La Calera:

  • Bar La Pista am Fuße La Caleras Nähe Taxistand. Gutes Essen, neuerdings mit dem Trend etwas Edleres anzubieten, viele einheimische Gäste. Preise im Mittelfeld, aber jetzt (Herbst 2008) leider geschlossen. Vielleicht kommt es ja wieder.
  • Im unteren La Calera Los Descansillos, ein Restaurant mit palmwedelbedeckter Terrasse und dem Charme der späten 80er. Gut, wenn man es nicht eilig hat.
  • Im oberen La Calera das Restaurant Mirador: Gutes Essen in sehr angenehmer Athmosphäre mit grandiosem Blick auf das untere Valle von einer überdachten Terrasse. Zu empfehlen ist Thunfisch in kanarischer Sauce. Leider sind hier die Preise eher gehoben.
  • Ein paar Meter weiter das Restaurant Sebastian. Sehr gutes und preiswertes Essen,das auf der Terasse serviert wird, von der aus man einen wunderbaren Blick auf das Tal und die Bucht. Traditionelles Restaurant das seit 1954 existiert,und jetz in zweiter Generation geführt wird. Das Essen wird stets frisch zubereitet. Empfehlenswert ist Atun a la Plancha, Garnelen in Knoblauchsoße und Kaninchen in Soße.

In La Vueltas

  • Guten und frischen Fisch zu morderaten Preisen bekommt man direkt am Hafen im Restaurant El Puerto. Immer voll und es duftet nach Fisch. Durchschnittlicher Preis für einen "Pescado fresco - Frischer Fisch des Tages" ca. 6,50€ (inkl. Kartoffeln und Mojo). Die Bedienung ist hier jedoch eher deftig und gewöhnungsbedürftig.
  • El Pescador, ist Fischer und hat frischen Fisch.
  • Tambara - das etwas erhöht an der Hafenstraße liegende Cafe ist ein toller Platz, um den Sonnenuntergang zu erleben. Auf dem schmalen Balkon genießt man den Blick auf's Meer, leckeren Kaffee, Säfte, Shakes und Tapas. Ganztägig geöffnet.
  • im Italiener "Da Lorenzo" scheint wohl wirklich ein Italiener zu kochen, das Essen ist sehr lecker.

Berühmt im Valle Gran Rey ist das sogenannte "Bermuda-Dreieck" zwischen La Calera, La Playa und Vueltas, wo schon manche Nachtschwärmer Nacht für Nacht "verloren" gingen. La Tasca, eine nette Cocktailbar mit Karibikambiente, Cocktails ab 3.80 EUR.

Ein paar Meter weiter liegt die Cacatua, ehemaliger Treffpunkt der buntesten Mischung aus Hardcore-Hippies und Gomero-Jugend. Heute machts sie's gemütlicher mit freundlicher Ausstattung und gemäßigterer Musikbeschallung. Ein Tip für alt und jung.

Gleich nebenan die Cacatua-Terrasse. Schon für's Frühstück zu empfehlen, gerne Kinder

An der Hauptstraße das kleine "Bistro", oder auch "Cafe der anderen Art" genannt. Liebevolle Frühstücksteller und kreative Crepes sind der Geheimtip.

Ausserdem gibt es gegenüber der Cacatua-Terrasse das Restaurant "Abisinia". Dort gibt es typisch gomerianische Küche, aber auch einige internationale Gerichte. Die Preise sind bislang mehr als moderat, und die Köchin versteht ihr Handwerk. Unbedingt zu empfehlen! Gleiches gilt für das "Pescador" neben dem Abisinia. Der Tip sind die frischen Grillhähnchen in Knoblauch, die in der Saison jedoch vorbestellt werden müssen. Andere schwärmen von den Gambas in Knoblauch.

In der gleichen Gasse gibt es ein kleine Pizzeria mit echt italienischer Pizza und guten Espresso.

Seit Herbst 2006 gibt es das TUYO im gleichen Gebäudekomplex wie das El Puerto, jedoch an der Rückseite. Internationale, kreative Küche. Etwas teurer als sonst, aber sehr schöne Atmosphäre und nette Bedienung.

Nicht zu vergessen das vegetarische Restaurant 'La Salsa' (geöffnet meist nur in der Hochsaison im Winter). Liegt direkt auf dem Weg zum Hafen an der Straße, die am Meer entlang führt.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Alleinreisende oder Paare brauchen im Allgemeinen keine Vorbestellung. Außerhalb der Hochsaison (die ist im europäischen Winter) gibt es genügend Appartamentos vor Ort zu mieten. Wer mit Kindern reist, tut gut daran, die Unterkunft zu allen Jahreszeiten vorzubestellen, Appartments mit mehreren Schlafräumen sind im Valle Gran Rey nicht die Regel.

Die Appartamentos sind einfach eingerichtet, haben immer einen Kühlschrank und oft eine kleine Küche. Sehr häufig haben die Appartments einen Balkon, wenn nicht, dann einen Zugang zum Dach, so dass man im Freien frühstücken kann oder am Abend unter herrlichem Sternenhimmel Bier oder Wein genießen kann. Man kann sich fast immer gut selbst versorgen und ist nicht von Restaurants und Bars abhängig.

Reisende sollten sich im Klaren sein, welche Hauptaktivität sie im Urlaub bevorzugen wollen. Schwimmer und Strandgänger sind in den strandnahen Ortsteilen La Playa, Borbalan und Puntilla gut aufgehoben. Wanderer sollten besser nach Unterkünften im oberen Calera suchen, da man von da aus die Einstiege zu den meisten Wanderungen erreichen kann, ohne dass man zu lange auf der Straße laufen muss.

Die Preise für die Unterkünfte schwanken stark nach Lage (Strandnähe ist teurer) und Saison, sind im internationalen Vergleich aber noch immer moderat.

Stand 2007 für ein Studio zwischen 25 und 40 Euro die Nacht, Appartments mit 2 Schlafzimmern ab 50 Euro die Nacht.

Nachrechnen zeigt fast immer, dass es sich kaum lohnt, zu Pauschalarrangements zu greifen. Flug, Fähre und Unterkunft selbst zusammenzustellen kommt in der Regel preiswerter. Zudem sichert man damit der lokalen Bevölkerung einen größeren Anteil am Tourismuskuchen und das beruhigt das Gewissen. Ein paar Brocken Spanisch sollte man allerdings aus dem Sprachführer gelernt haben, mit Englisch kommt man nicht weit. Es reicht meist die freundliche Frage: Hay un appartamento libre por aqui? (Gibt es hier in der Gegend ein freies Appartment?) Diese Frage setzt bei den Einheimischen oft eine Welle der Hilfsbereitschaft in Gang. Nachbarn werden gefragt, der Onkel wird angerufen und wenige Versuche reichen um eine Unterkunft zu finden.

Im Valle Gran Rey gibt es natürlich auch Unterkünfte für Pauschalreisende. Die meisten befinden sich in Strandnähe in La Puntilla und La Playa und sind, verglichen mit den Hotelburgen auf Teneriffa, optisch erträglich.

Etwas ab vom Schuss ist das Leben in den Ortsteilen oberhalb von La Calera. Wen es in die Orte El Guro bis Casa de la Seda zieht, sollte einen Mietwagen einplanen und darf sich im Gegenzug auf recht viel Ruhe freuen. Wenn nur die laute Hauptstraße nicht wäre....

WLAN, WiFi & Internet[Bearbeiten]

Eine Reihe von Lokalen bieten gratis Zugang zum Internet an. Diese Zugänge sind so gut wie immer durch ein Kennwort geschützt, das man beim Personal erfragen kann. Meistens findet man einen Hinweis auf diesen Gratis-Service auf der Speisekarte, mitunter lohnt es sich aber auch einfach nachzufragen.

Weiter geht's[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]






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