Valle Gran Rey
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Das Valle Gran Rey (Tal des großen Königs) liegt im Südwesten der zweitkleinsten Kanarischen Insel La Gomera.
[bearbeiten] Ortsteile
Das Valle Gran Rey, kurz auch "Valle" oder "VGR" genannt, ist eines der wichtigsten Tourismuszentren auf Gomera. Der Tourismus spielt sich dabei vor allem in den fünf Ortschaften im Delta an der Bucht des Tals ab: La Calera, dem alten Hauptort des Tals. Vueltas, der alte Hafenort. Borbalan und La Puntilla, zwei "künstliche" Orte, die mit Vueltas zusammengewachsen sind, und La Playa, ein neuerer Touristenort an der Bucht. Im oberen Tal gibt es weitere kleine Ortschaften.
[bearbeiten] Hintergrund
Das Valle Gran Rey wurde Ende der 60er Jahre von den Hippies und Aussteigern entdeckt. Auch heute findet man hier noch einige "alternative" Urlauber oder "Sinn-Sucher".
Seit den 90er erlebt das Valle Gran Rey einen kleinen Tourismusboom, der mit dem Bau zahlreicher neuer Straßen und einiger Appartmentanlagen einhergeht. Trotzdem sind die Orte wesentlich geruhsamer als die Touristenzentren auf Teneriffa.
Wer vor allem Ruhe sucht, ist allerdings im Norden von La Gomera besser aufgehoben.
[bearbeiten] Anreise
Die Anreise erfolgt in der Regel mit dem Flugzeug nach Teneriffa Süd. Vom Flughafen dauert die Fahrt per Bus oder Taxi ca. eine halbe Stunde bis zum Hafen Los Cristianos auf Teneriffa. Seit 28. März 2008 gibt es wieder eine Fährverbindung von Los Cristianos bis direkt nach Vueltas im Valle Gran Rey. Sie trägt den Namen Benchi Express und wird von Lineas Fred Olsen betrieben. Leider ist die aktuelle Homepage von Lineas Fred Olsen recht unübersichtlich. Man kann nicht erkennen, welche der Fähren ab Los Christianos direkt ins VGR weiter fährt oder evtl. in San Sebastian endet. Die aktuellen Fahrpläne und Preise des Benchi Express findet man unter [1].
Oder man nimmt von Los Christianos die große Schnellfähre der Fährgesellschaft Lineas Fred Olsen oder die Autofähre der Naviera Armas nach San Sebastian de La Gomera.
Von dort geht es mit dem Bus, dem Mietwagen oder dem Taxi (kostet etwa 50 Euro One-Way) die 50 km ins Valle Gran Rey. Der Busfahrplan ändert sich immer wieder. Derzeit gibt es pro Tag vier Busverbindungen (Sonntag leider nur 2) von Valle Gran Rey nach San Sebastian. Zweimal täglich fährt eine Buslinie von San Sebastian zum Flughafen. Erfreulicherweise wird der tägliche 8 Uhr Bus aus dem Valle derzeit mit zwei Fahrzeugen bedient. Ein Bus fährt auf dem direkten Weg in den Hafen von San Sebastian.
Eine zeitlang war es auch möglich, in Teneriffa Nord zu landen und dann mit einem Kleinfluzeug nach Gomera überzusetzen.
[bearbeiten] Mobilität
Zwischen den fünf Ortsteilen kann man zu Fuß gehen. Vom oberen La Calera nach La Playa braucht man knapp eine halbe Stunde von dort nach Vueltas weitere 15 Minuten. Borbalan und La Puntilla liegen auf dem Weg. Vom unteren La Calera nach La Playa gut 15 Minuten.
Um zu anderen Inselorten zu gelangen, benötigt man einen Mietwagen oder ein Taxi oder man nimmt die Fähre.
Die Busverbindungen sind eher schlecht und sind auf die Fähre in San Sebastian und die Ankunftszeiten der Flugzeuge auf dem kleinen Inselflugplatz ausgerichtet.
Wer wandern will, aber seinen Ausgangspunkt nicht im Valle Gran Rey hat, sondern z.B. im El Cedro, dem Lorbeerwald, kann den 8 Uhr Bus nehmen. Taxi fahren ist extrem teuer: Vom Hafen in Vueltas bis nach La Calera etwa 9 Euro!
[bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Tropischer Fruchtgarten Argayal, 1,5 km östlich von Vueltas (Fahrweg am Rand des Hafens folgen, dann Beschilderung ins Seitental). Di-Fr, 10-11 Uhr, Führung ca. 90 min. Da man sich an verschiedenen Stellen der Führung anschließen kann, entstehen lange Wartezeiten. Bei der Führung werden zahlreiche Obstbäume aus allen Teilen der Welt gezeigt und erläutert, die Dank des milden Klimas auf den Kanaren gedeihen können.
[bearbeiten] Aktivitäten
[bearbeiten] Radfahren
- Mountain Biking
Von der Bike Station in La Puntilla aus kann man sich auf die Berge chauffieren lassen und dann ins Valle hinunterfahren. Man kann auch einfach so Fahrräder für ein paar Tage mieten und eigene Touren planen. Fahrradmitnahme ist im Linienbus nicht möglich, so dass man um den beschwerlichen Aufstieg kaum herumkommt. Doch Vorsicht: Dieser Fahrradverleih ist der einzige im Valle. Die Leute sind sich ihres Monopols sehr bewusst, ein Fahrrad kostet soviel wie ein Mietwagen und die Mitarbeiter sind sehr arrogant.
Seit November 2007 kann man auch beim "Bikers Inn - best bikes and more" in Vueltas (Hafenviertel) im Valle Gran Rey Mountainbikes mieten oder sich geführten Touren anschließen. Das Bikers Inn ist eine gute Alternative zur Bike-Station. Organisiert werden Touren in alle Regionen der Insel. Man kann in kleinen Gruppen oder manchmal sogar auf individuell gestalteten Ausflügen mit freundlichem Guide La Gomera per Mountainbike erkunden.
[bearbeiten] Schiffstouren
- Schiffstouren mit Wal und Delfinbeobachtung.
Infos dazu gibt es in Vueltas im Club de Mar, am Hafen und bei Excursiones Tina.
[bearbeiten] Strand und Schwimmen
- Die Strände des Valle Gran Rey
Je nach Jahreszeit verfügt auch das Valle Gran Rey über schöne Strände, die sind jedoch nicht mit den Stränden anderer Kanareninseln wie Fuerteventura oder auch Teneriffa zu vergleichen. Im Winter ist nach einem heftigem Sturm oft der viel Sand weggespült um dann im Frühjahr wieder da zu sein.
Der Strand am Charco del Conde ist der sogenannte Babystrand. Hier können sich Kleinkinder in einer flachen Minilagune vergnügen. Bei Flut schwappt das Meerwasser in die Gumpe hinein und das Wasser wird gewechselt. Nach ein paar Stunden Sonnenbestrahlung ist das Wasser in der Gumpe aber wieder so weit aufgeheizt, dass die Kleinen sich prächtig amüsieren können.
Ziwschen den Ortsteilen La Puntilla und La Playa findet man den eigentlichen Strand des Valle Gran Rey, ein schmaler Streifen schwarzen Strandes hinter einer niedrigen Mauer. Der Strand ist nicht bewirtschaftet, man kann also keine Liegestühle oder Sonnenschirme mieten, dafür sollte man selber sorgen. Etwas breiter wird der Strand dann an der Casa Maria, neuerdings kann man da, vor allem im Sommer, auch Tretboote ausleihen. Ab dem Frühjahr ist der Playa de Valle Gran Rey deutlich größer als im Winter.
Ganz schön ist auch der Hafenstrand in Vueltas. Er ist eigentlich auch recht sauber.
Die meisten Touristen findet man am Playa Ingles. Der Playa Ingles (FKK-Strand) erreicht man, wenn man Richtung Norden durch La Playa geht. Man schlägt sich zwischen die Restaurants in die Straßen, bald entlang einer Appartmentanlage links, vorbei an einem Sportplatz und einem Hubschrauberlandeplatz rechts, und erreicht dann nach wenigen Minuten einen Strand mit starker Brandung.
Hier sollte sehr vorsichtig sein, hier herrschen oft starke Strömungen und so mancher Tourist hat schon seinen Leichtsinn mit dem Leben bezahlt. Wellenhüpfen und Wasserschlachten sind also eher zu empfehlen. Einheimische findet man hier selten. Der Strand ist wunderschön und wirklich wild. Wer auf ausgedehntes Schwimmen verzichten kann und an der rauhen Landschaft Gefallen findet, ist hier goldrichtig. Gelgentliches Abkühlen ohne großen Schwimmanteil ist auch hier nicht wirklich gefährlich. Nacktbaden ist üblich.
In der sog. "Schweinebucht" gibt es noch einen einsamen Strand, der nur bei Ebbe erreichbar ist. Man sollte die Gezeiten also genau beachten, um nicht eingeschlossen zu werden.
[bearbeiten] Tauchen
Im Ortsteil Playa und im Hafen befinden sich Tauchschulen. Diese bieten tägl. Tauchausflüge an. Allerdings ist die Unterwasserwelt Gomeras nicht unbedingt der Kanller und nicht zu vergleichen mit z.B. der von Hierro.
[bearbeiten] Wandern
Gomera eignet sich gut für Bergwanderungen. Die wichtigsten Wanderwege, die man ohne Anfahrt vom Valle Gran Rey aus starten kann:
- Zum Wasserfall: 1-2 Stunden ab El Guro. Anfang markiert mit gelben Pfeilen und gelb-blauer Markierung. Dann weiter im Bachbett. Wegverlauf ändert sich mit Wasserstand. Teilweise muss man etwas klettern.
- Über Risco La Merica nach Arure von da nach Las Hayas und Abstieg ins Valle Gran Rey. Einstieg im oberen Calera an der großen Zisterne hinter einem Haus mit Terrasse und vielen Blumen. Nicht zu verfehlen.
- Las Hayas evtl. Weiterwanderung in den Lorbeerwald. Nach Las Hayas gibt es 2 Aufstiege, die beide im oberen Teil des Tales knapp unterhalb der Kirche starten. Der erste beginnt auf der Straße nach Lomo de Balo gleich nach der Brücke links. Dort steigt man über große Findlinge in den Baranco ein und findet bald oberhalb der Terrassenfelder den Weg nach Las Hayas. Leider wird dieser Weg nicht mehr gepflegt. Daher ist der Kontakt zu Kakteen und Agaven kaum zu vermeiden.
Zum 2. Aufstieg muss man auf der kleinen Straße noch weiter laufen. Nach wenigen Minuten trifft man auf einen kleinen Bambuswald in einer scharfen Rechtskurve. Von da aus wenige Meter zurücklaufen und man findet rechts den beschilderten Wanderweg nach Las Hayas.
- El Cercado, von da aus weiter über Chipude zum Tafelberg La Fortaleza oder Abstieg über die Alm La Mantanza und den Kirchenweg ins Valle Gran Rey. Einstig in die Wanderung bei der Ermita de los Reyes, dort nach dem Kirchplatz den Wanderweg weiter, durch kleine Dörfer bis zum ausgeschilderten Aufstieg nach El Cercado.
- Baranco de Argaga nach Gerian - schwierige Wanderung mit Klettern, von da über die Alm La Mantanza und den Kirchenweg zurück ins Valle Gran Rey (Ankunft an der Ermita de los Reyes). Achtung! Bei Feuchtigkeit, z.B. nach Regen ist diese Wanderung hochgefährlich, da etliche Stellen sehr glatt werden und ein Abrutschen kaum zu vermeiden ist. Noch gefährlicher ist es, bei jeder Wetterlage, in den Baranco de Argaga über diesen Weg abzusteigen. Man kann sich sehr leicht versteigen. An vielen steilen Kletterstellen, die von unten nach oben noch zu meistern sind, beißt man sich von oben nach unten die Zähne aus und provoziert Unfälle. Einheimische raten vom Abstieg immer ab!
Auf jeden Fall sollten Wanderer für genügend Wasser (im Sommer nicht unter 3 Liter je Person, besser mehr!) und zweckmäßige Kleidung sorgen. Teilweise sind die Wanderungen auf Gomera sehr anspruchsvoll! Man sollte auch nie alleine wandern und auf jeden Fall ein Handy mitnehmen. Idealerweise kann man sich für den Anfang auch einer geführten Wanderung anschließen, die im Valle von mehreren Anbietern angeboten werden.
Wer gern auf eigene Faust wandert, sollte sich einen Wanderführer in Buchform anschaffen. "Bergwandern auf La Gomera" ist der Titel des wohl beliebtesten Buches, erhältlich in vielen Touristenläden in Strandnähe.
Man sollte ein gutes Orientierungsvermögen haben und nach den Steinmännchen Ausschau halten, die andere Wanderer als Wegmarkierung aufgestellt haben. Mit ein paar Brocken Spanisch kann man auch Einheimische fragen, leider nur in den Dörfern, unterwegs trifft man eher selten andere Menschen.
Die Abstiege sind nach einer langen Wanderung manchmal etwas beschwerlich und erfordern viel Konzentration, da der Boden manchmal etwas rollig ist. Das gilt besonders für den Kirchenpfad, der sehr viel Konzentration erfordert. Wer das vermeiden will, kann mit dem Bus ins Tal zurückfahren. Haltestellen gibt es in Chipude nahe der Kirche, auf der Straße zwischen Chipude und EL Cercado, und in El Cercado an der Bar Maria.
In Arure ist die Haltestelle an der Hauptstraße gegenüber der Bar La Conchita, in Las Hayas ist die Bushaltestelle sehr versteckt. Da sollte man vor Ort nachfragen.
Man sollte sich unbedingt nach den Buszeiten erkundigen. Busfahrpläne hängen in vielen Bars aus, einfach bei der Bedienung fragen. Die Linie 6 fährt zur Zeit (Herbst 2007) täglich ab Aeropuerto um 17:30 über Chipude, El Cercado, Las Hayas und Arure ins Valle.
Noch ein wichtiges Wort zum Wasservorrat: Keinesfalls am Wasser sparen. 3 Liter je erwachsener Person sind das absolute Minimum bei ausgedehnten Wanderungen. Eigene Erfahrung hat im Sommer gezeigt, dass eine Wanderung nach Arure mit 6 Litern Wasservorrat je Person wegen Wassermangels abgebrochen werden musste. Allerdings war es an jenem Tag auch besonders heiß, insbesondere war es oben heißer als im Tal. Diese Inversionswetterlage ist normal für die Kanaren, im Sommer senkt sich die Inversionsschicht aber oft so weit hinunter, dass man beim Aufstieg innerhalb weniger Höhenmeter plötzlich in staubtrockener, sehr heißer Luft geht, obwohl es im Tal noch immer angenehm temperiert ist. Da ist Vorsicht also angesagt.
"Nachtanken" von Wasser ist auf Gomera schwer, da die Wanderungen sehr einsam sind. Kleine Läden gibt es in El Cercado, in Chipude, Arure und (selten geöffnet) in Las Hayas.
Bei der Wanderung vom Baranco de Argaga nach Gerian und zurück über die Alm La Mantanza gibt es untwerwegs keine Zivilisation. "Nachtanken" geht da nur per Rinnsal im Baranco, das im Sommer oder Herbst allerdings selten Wasser führt. Und wenn, dann ist das so mit Leben erfüllt, dass man es kaum trinken mag.
[bearbeiten] Einkaufen
In allen Ortsteilen im Valle sind ausreichend kleine Supermärkte vorhanden, die ganz gut sortiert und auf Selbstversorger eingerichtet sind. Die Supermärkte haben in der Regel auch sonntags geöffnet.
Die Preise in einem Supermarkt auf La Gomera sind die höchsten in ganz Spanien, für den deutschen discounter-verwöhnten Touristen erschreckend hoch. Wesentlich preiswerter kauft man im Supermarkt in San Sebastian ein, der Unterschied liegt zwischen 20 und 50%.
Wenn man gut plant, kann man in den ersten Tagen des Urlaubs einen Mietwagen nehmen und zum Einkaufen fahren. Das gesparte Geld finanziert locker den Wagen, obendrein hat man die Gelegenheit auch andere Teile der Insel zu besuchen.
- Post befindet sich im Ortsteil Borbalan hinter dem Spielplatz
- Banken gibt es in den Ortsteilen La Calera, Borbalan und Puntilla. Geldautomaten befinden sich in allen Ortsteilen, außer in Vueltas.
[bearbeiten] Küche
Typische Gerichte für La Gomera sind:
- Kaninchen (z.B. Conejo en salmorejo)
- Zicklein (Cabrito)
- gegrillte ganze kleine Tintenfische (Chocos a la plancha)
- gegrillter Thunfisch (Atun a la plancha)
- Brunnenkressesuppe (Potaje de berros)
Gofio ist ein Gemisch aus geröstetem Mais- und Gerstenmehl, es wird nicht nur zu fast allen Speisen gereicht - die Gomeros streuen es auch in Kaffee und Wein.
Oft gibt es Papas Arrugadas, die typischen Runzelkartoffeln, die von einer Salzkruste umgeben sind (nur Gomera-Anfänger pellen die Kartoffeln!).
Mojo, eine scharfe Soße aus Chilli, Öl, Knoblauch, wird den meisten Gerichten gereicht. Es gibt sie in der grünen und der roten Variante.
Bei Almogrote, den man in einigen Restaurants und Bars erhalten kann, handelt es sich um einen mit Öl angemachten Hartkäse.
In manchen Bars im Valle Gran Rey gibt es auch Tapas. Ein Tipp für gute Tapas ist die Puerto Bar (sehr leckere Boquerones – rohe mit Öl und Knoblauch marinierte Sardellen) gegenüber vom Restaurant El Puerto in Vueltas. La Finca in La Calera bietet oft, aber leider nicht jeden Tag, sehr leckere tagesfrisch zubereitete Tapas an.
[bearbeiten] Ausgehen
Das Valle Gran Rey bietet eine Vielzahl von Ausgehmöglichkeiten.
In La Playa:
- Cafe Ethnico: Hier wurden wöchentlich im Hinterzimmer Kinofilme gezeigt. Ist aber jetzt geschlossen, in die Räumlichkeiten ist eine Tauchschule eingezogen.
- Gecko Bar: Freundliche Atmosphäre und viele Stammgäste.
- Diskothek Club del Mar: Hier kann der Gomera-Besucher mehrfach die Woche bis tief in die Nacht das Tanzbein schwingen.
- Tasca Bar: von einem Engländer geführt und oft gut besucht. Die Tasca Bar heißt jetzt (Herbst 2007) Jazz Bar. Ist eher club-lounge-mäßig und erinnert an Chill-out-Läden in Deutschland.
- Casa Maria: DER Treff zum Sonnenuntergang. Hier kann man auch ganz gut inseltypisch essen. Maria spart neuerdings an der Größe der Portionen, was den immerschlanken Strandnixen passt, Wanderer aber mit knurrenden Mägen zurücklässt. Dazu kommt, dass Marias Preise eher auf der hohen Seite liegen. Folglich ist die Casa Maria neuerdings nicht mehr so gut besucht. Während man früher kaum einen Platz bekam und warten musste, sind heute fast immer Plätze frei.
- Las Olas neben Casa Maria. Gut um ein paar Drinks einzuwerfen, wenn es bei Maria zu voll ist. Sehr leckere Bocadillos(belegte Brötchen). Ansosnten ist die Küche nicht zu empfehlen, wenn man keinen Betonmagen mitgringt. Salate aus dem Großhandelseimer sind schon abschreckend.
- El Paraiso, gleich nebenann, ist ebenfalls nicht besser (Das ist Geschmackssache). Es verfügt über eine nette Atmosphäre, da sich die Lokalität etwas zurückgelegen an der Strandstraße zwischen Casa Maria und dem Hafen befindet.
- Der Italiener La Islita ist sehr zu empfehlen und das spanische Restaurant nebenan ebenso! Beide liegen an der Straße zum Playa Inglés.
- Bar Yaya schräg gegenüber von Casa Maria, jenseits des Dorfplatzes, glänzt mit großen Portionen und netter Bedienung. Lecker ist es auch noch.
- El Baifo mitten in Playa bietet sehr leckeres asiatisches Essen. Reservierung empfohlen.
In Borbalan:
- Gleich nach dem Busbahnhof links in Bananenfeldern das El Palmar. Empfehlenswert ist die gemischte Fischplatte für 2 Personen zu 18,5 Euro (Stand Herbst 2007).
- Hinter dem Spielplatz liegt das El Coco Loco, hier gibt es besten Steaks im Valle Gran Rey. Dazu wird am Donnerstag und Freitag gegrillt, u.a. Steaks, Huhn, aber auch sehr leckeren Fisch. Man sitzt im luftigen Gastraum, an der kleinen Bar oder auf der Terasse im kleinen Garten. Sehr nette Bedienung!
In La Calera:
- Bar La Pista am Fuße La Caleras Nähe Taxistand. Gutes Essen, neuerdings mit dem Trend etwas Edleres anzubieten, viele einheimische Gäste. Preise im Mittelfeld, aber jetzt (Herbst 2008) leider geschlossen. Vielleicht kommt es ja wieder.
- Im unteren La Calera Los Descansillos, ein Restaurant mit palmwedelbedeckter Terrasse und dem Charme der späten 80er. Gut, wenn man es nicht eilig hat.
- Im oberen La Calera das Restaurant Mirador: Gutes Essen in sehr angenehmer Athmosphäre mit grandiosem Blick auf das untere Valle von einer überdachten Terrasse. Zu empfehlen ist Thunfisch in kanarischer Sauce. Leider sind hier die Preise eher gehoben.
- Ein paar Meter weiter das Restaurant Sebastian. Sehr gutes und preiswertes Essen auf einer Terrasse. Gewöhnungsbedürftig ist der muffelige Service und die wenig einladende Bestuhlung. Das Essen wird jedoch stets frisch zubereitet und dauert daher eher etwas länger. Empfehlenswert ist Atun a la Plancha.
In La Vueltas
- Guten und frischen Fisch zu morderaten Preisen bekommt man direkt am Hafen im Restaurant El Puerto. Immer voll und es duftet nach Fisch. Durchschnittlicher Preis für einen "Pescado fresco - Frischer Fisch des Tages" ca. 6,50€ (inkl. Kartoffeln und Mojo). Die Bedienung ist hier jedoch eher deftig und gewöhnungsbedürftig.
Berühmt im Valle Gran Rey ist das sogenannte "Bermuda-Dreieck" zwischen La Calera, La Playa und Vueltas, wo schon manche Nachtschwärmer Nacht für Nacht "verloren" gingen. La Tasca, eine nette Cocktailbar mit Karibikambiente, Cocktails ab 3.80 EUR.
Ein paar Meter weiter liegt die Cacatua, ehemaliger Treffpunkt der buntesten Mischung aus Hardcore-Hippies und Gomero-Jugend. Heute machts sie's gemütlicher mit freundlicher Ausstattung und gemäßigterer Musikbeschallung. Ein Tip für alt und jung.
Gleich nebenan die Cacatua-Terrasse. Schon für's Frühstück zu empfehlen, gerne Kinder
An der Hauptstraße das kleine "Bistro", oder auch "Cafe der anderen Art" genannt. Liebevolle Frühstücksteller und kreative Crepes sind der Geheimtip.
Ausserdem gibt es gegenüber der Cacatua-Terrasse das Restaurant "Abisinia". Dort gibt es typisch gomerianische Küche, aber auch einige internationale Gerichte. Die Preise sind bislang mehr als moderat, und die Köchin versteht ihr Handwerk. Unbedingt zu empfehlen! Gleiches gilt für das "Pescador" neben dem Abisinia. Der Tip sind die frischen Grillhähnchen in Knoblauch, die in der Saison jedoch vorbestellt werden müssen. Andere schwärmen von den Gambas in Knoblauch.
In der gleichen Gasse gibt es ein kleine Pizzeria mit echt italienischer Pizza und guten Espresso.
Seit Herbst 2006 gibt es das TUYO im gleichen Gebäudekomplex wie das El Puerto, jedoch an der Rückseite. Internationale, kreative Küche. Etwas teurer als sonst, aber sehr schöne Atmosphäre und nette Bedienung.
Nicht zu vergessen das vegetarische Restaurant 'La Salsa' (geöffnet meist nur in der Hochsaison im Winter). Liegt direkt auf dem Weg zum Hafen an der Straße, die am Meer entlang führt.
[bearbeiten] Unterkunft
Alleinreisende oder Paare brauchen im Allgemeinen keine Vorbestellung. Außerhalb der Hochsaison (die ist im europäischen Winter) gibt es genügend Appartamentos vor Ort zu mieten. Wer mit Kindern reist, tut gut daran, die Unterkunft zu allen Jahreszeiten vorzubestellen, Appartments mit mehreren Schlafräumen sind im Valle Gran Rey nicht die Regel.
Die Appartamentos sind einfach eingerichtet, haben immer einen Kühlschrank und oft eine kleine Küche. Sehr häufig haben die Appartments einen Balkon, wenn nicht, dann einen Zugang zum Dach, so dass man im Freien frühstücken kann oder am Abend unter herrlichem Sternenhimmel Bier oder Wein genießen kann. Man kann sich fast immer gut selbst versorgen und ist nicht von Restaurants und Bars abhängig.
Reisende sollten sich im Klaren sein, welche Hauptaktivität sie im Urlaub bevorzugen wollen. Schwimmer und Strandgänger sind in den strandnahen Ortsteilen La Playa, Borbalan und Puntilla gut aufgehoben. Wanderer sollten besser nach Unterkünften im oberen Calera suchen, da man von da aus die Einstiege zu den meisten Wanderungen erreichen kann, ohne dass man zu lange auf der Straße laufen muss.
Die Preise für die Unterkünfte schwanken stark nach Lage (Strandnähe ist teurer) und Saison, sind im internationalen Vergleich aber noch immer moderat.
Stand 2007 für ein Studio zwischen 25 und 40 Euro die Nacht, Appartments mit 2 Schlafzimmern um 50 Euro die Nacht.
Flug, Fähre und Unterkunft selbst zusammenzustellen ist auf La Gomera kein Problem. Dass man damit der lokalen Bevölkerung einen größeren Anteil am Tourismuskuchen sichert beruhigt obendrein das Gewissen. Ein paar Brocken Spanisch sollte man allerdings aus dem Sprachführer gelernt haben, mit Englisch kommt man nicht weit. Es reicht meist die freundliche Frage: Hay un appartamento libre por aqui? (Gibt es hier in der Gegend ein freies Appartment?) Diese Frage setzt bei den Einheimischen oft eine Welle der Hilfsbereitschaft in Gang. Nachbarn werden gefragt, der Onkel wird angerufen und wenige Versuche reichen um eine Unterkunft zu finden.
Im Valle Gran Rey gibt es natürlich auch Unterkünfte für Pauschalreisende. Die meisten befinden sich in Strandnähe in La Puntilla und La Playa und sind, verglichen mit den Hotelburgen auf Teneriffa, optisch erträglich.
Etwas ab vom Schuss ist das Leben in den Ortsteilen oberhalb von La Calera. Wen es in die Orte El Guro bis Casa de la Seda zieht, sollte einen Mietwagen einplanen und darf sich im Gegenzug auf recht viel Ruhe freuen.
[bearbeiten] Weiter geht's
[bearbeiten] Weblinks
- Valle-Infos
- Valle-Bote Gnadenlose Inselzeitung
- Lineas Fred Olsen
- Naviera Armas

