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Usedom

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Eine umfassende Karte der deutschen Insel Usedom

Usedom, poln. Uznam, ist eine 445 Quadratkilometer große Insel im Mündungsdelta der Oder. Sie wird im Osten durch die Swine und den Kanal "Kaiserfahrt" von Wollin, im Westen durch Achterwasser sowie Peenestrom und im Süden durch das Kleine Haff vom Festland getrennt. Usedom ist mit (durchschnittlich) 1917 Sonnenstunden im Jahr die sonnenreichste Region Deutschlands. Im Jahre 2003 wurden hier offiziell gar 2242 Sonnenstunden gezählt. Swinemünde, die größte Stadt der Insel, gehört seit 1945 zu Polen. Weitere größere Orte sind die Seebäder Heringsdorf, Ahlbeck, Bansin, Ückeritz, Koserow und Zinnowitz sowie die Stadt Usedom.

Geografische Gestalt[Bearbeiten]

Bedingt durch die geologische Entstehung der Insel (Inselkerne, Anlagerung von Sediment, Abtrag durch Meeresströmung) weist Usedom eine stark in Halbinseln ("Haken" und "Orte") gegliederte Gestalt auf. Im Nordwesten liegt der Peenemünder Haken zwischen Peenestrom, Greifswalder Bodden und Ostsee, im Westen liegt der Wolgaster Ort zwischen Peenestrom und der Krumminer Wiek. Es folgen von Nord nach Süd: Halbinsel Gnitz, Loddiner Höft, Halbinsel Cosim, Lieper Winkel und Usedomer Winkel. Die höchsten Erhebungen der Insel sind der Golm und der Zirowberg im Osten. An der Außenküste ragen Streckelsberg (bei Koserow) und Langer Berg (bei Bansin) an der Küstenlinie auf. Aufgrund der Entstehungsgeschichte und der niedrigen Höhe über NN gibt es auf Usedom zahlreiche Binnenseen, deren größten der Schmollen- und der Gothensee sind.

Orte[Bearbeiten]

Die Ostseebäder sind: Seebad Heringsdorf (mit den Ortsteilen Ahlbeck, Bansin und Heringsdorf), Swinemünde/Swinoujscie, Ückeritz, Kölpinsee, Koserow, Zempin, Zinnowitz, Trassenheide und Karlshagen. Städte: Swinemünde/Swinoujscie (PL), Wolgast (ein kleiner Teil des Wolgaster Verwaltungsgebietes liegt auf der Insel Usedom) und Usedom. Weitere Orte sind u.a.: Peenemünde, Bannemin, Mölschow, Krummin, Neeberg, Sauzin, Ziemitz, Loddin, Stubbenfelde, Pudagla, Neppermin, Mellenthin, Benz, Zirchow, Sellin, Labömitz, Katschow, Garz, Kamminke, Reetzow, Liepe, Morgenitz, Rankwitz, Quilitz, Grüssow, Dargen, Prätenow, Gummlin.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • In Peenemünde, der Wiege der Raumfahrt, gibt es ein Museum mit Exponaten über den Bau der Rakete V 2. Das Historisch-Technische Informationszentrum (HTIZ), das nunmehr im früheren Kraftwerk Peenemünde untergebracht ist, bietet mit zahlreichen Exponaten einen Überblick über die Entwicklung und Erprobung zahlreicher Waffensysteme in den Jahren 1937 bis 1945. Neben der Darstellung technischer Entwicklung in den Erprobungsstellen von Heer und Luftwaffe wird auf den Einsatz von KZ-Häftlingen und auf die Anwendung der Waffen gegen die Zivilbevölkerung eingegangen. Ein Ausblick stellt die Entwicklung der Raketentechnik nach dem II. Weltkrieg bis zur bemannten Raumfahrt dar. Das HTIZ ist eingebettet in das Flächendenkmal der früheren Erprobungsstellen auf dem Peenemünder Haken, zu dem z. B. die Ruine des Sauerstoffwerkes im Orte gehört. Der Peenemünder Haken ist überwiegend Sperrgebiet, auf dem u. a. im Nordosten die Raketenprüftstände I bis X sowie die Reste der Katapultstartanlagen der Robotbombe Fi 103 zu sehen sind.
  • Die Dreikaiserbäder Heringsdorf (der offizielle Name von Ahlbeck, Bansin und Heringsdorf lautet Ostseebad Heringsdorf) besitzen eine durchgehende, ungefähr acht Kilometer lange Strandpromenade, die überwiegend mit inzwischen aufwändig restaurierten wilhelminischen Bädervillen bebaut ist. Zu diesem Ensemble gehören die drei Seebrücken von Ahlbeck, Bansin und Heringsdorf. Neben der Strandpromenade lohnen die Kaiserbäder auch jenseits der Promenade mit ihren unzähligen Bädervillen einen Besuch.

Anreise[Bearbeiten]

Das Gebiet ist touristisch gut erschlossen. Die Usedomer Bäderbahn (UBB) fährt von Stralsund über Züssow und Wolgast bis nach Swinemünde. Bahnfahrgäste aus Berlin haben in Züssow von der RegionalExpress-Linie 3 und einigen Fernzügen Anschluss an die UBB nach wenigen Minuten; die Züge warten aufeinander. Straßenbrücken überqueren den Peenestrom bei Zecherin (B 110) und in Wolgast (B111). Mit dem Flugzeug kann man auf dem Flughafen Heringsdorf landen, der bei Garz liegt. Von dort besteht eine Linienbusverbindung in die Kaiserbäder (Ahlbeck, Bansin, Heringsdorf).

  • Polen: Nach Swinemünde, dem größten Ort der Insel, gelangt man von Ahlbeck über den Grenzübergang Ahlbeck/Swinemünde (wahlweise mit der sog. „Europa-Linie“ oder der Bäderbahn), oder mit dem Schiff von den anderen Usedomer Ostseebädern. Man kann auch von Stettin (Flughafen) aus bzw. über die polnische Insel Wollin anreisen. Zur Insel Wollin führen vom Festland aus Straßenbrücken bei der Stadt Wollin und beim Ort Dievenow über die Dievenow (ein Mündungsarm der Oder). Die Swine muss dann allerdings mit einer Fähre überquert werden, wenn man nach Swinemünde will. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad kann die Stadtfähre von Swinemünde kostenlos genutzt werden, mit dem Auto müssen Personen, die nicht in Swinemünde wohnen, die - ebenfalls kostenlose - Autofähre bei Kaseburg nutzen.

Mobilität[Bearbeiten]

Zwischen den Orten an der Ostseeküste verkehrt regelmäßig die Usedomer Bäderbahn; in den Kaiserbädern sowie in Swinemünde verkehren regelmäßig Ortsbusse. Ansonsten verkehren Busse abgesehen von der Verbindung Heringsdorf / Swinemünde - Anklam nur sehr selten, in den Ferien teilweise gar nicht. Detaillierte Informationen zum Busverkehr geben Ostseebus (deutscher Teil) sowie die Stadt Swinemünde (polnischer Teil). Inzwischen reicht die Bahnstrecke der UBB wieder bis Swinemünde; der weitere Wiederaufbau ist zumindest bis zum Flughafen geplant.

Ausflugsschiffe verkehren zwischen den Ostseebädern auf Usedom und nach Misdroy auf Wollin. Von Swinemünde aus gibt es Fährverbindungen nach Ystad in Schweden und nach Kopenhagen (DK). Der Flughafen Heringsdorf wird von mehreren Fluggesellschaften angeflogen.

Neben Ortsstraßen wird der Autoverkehr von den beiden Bundesstraßen B110 (Inselbrücke bei Zecherin bis Swinemünde) und B111 (Inselbrücke Wolgast bis Swinemünde) dominiert. Beide Bundesstraßen werden durch die L265 (Pudagla, Neppermin) und die L266 (Ahlbeck-Zirchow) verbunden. Die L264 erschließt den Peenemünder Haken von Bannemin über Trassenheide, Karlshagen nach Peenemünde.

Bedingt durch die Einschnürung Usedoms zwischen Zinnowitz und Ückeritz kann erhöhtes Verkehrsaufkommen (etwa während der Sommersaison) nur auf der B111 geführt werden. Dies führt zu gelegentlichen Staus, die zu umfahren keine Möglichkeit besteht. Vor allem wegen des gut ausgebauten Netzes von Radwegen hat in den letzten Jahren die Anzahl der Radfahrer stark zugenommen, so dass eine gewisse Entlastung der Bundesstraßen eingetreten ist.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

  • Im Vordergrund stehen naturgemäß landschaftliche Gegebenheiten und hier ohne Zweifel die Ostseeküste. Usedom bietet entlang eines etwa 40 Kilometer langen, durchgehenden Sandstrandes ein abwechslungsreiches Küstenrelief. Steilküsten wechseln sich mit Flachküsten (Düne/ Deich) ab. Zudem liegen unmittelbar hinter der Flachküste gelegentlich Binnenseen (Kölpinsee und Schloonsee). Besonders schöne Aussichtspunkte sind der Streckelsberg bei Koserow und der Lange Berg bei Bansin.
  • Mit über 150 Kilometern Küstenlinie sind auch die Küsten zu den Haffgewässern Peenestrom, Krumminer Wiek, Stettiner Haff und Achterwasser abwechslungsreich und sehenswert. Besonders zu empfehlen sind jene Küstenabschnitte, die ein abwechslungsreiches Relief aufweisen: der Weiße Berg auf der Halbinsel Gnitz, das Loddiner Höft, der Rauhe Berg und der Konker Berg bei Pudagla und Quilitz auf dem Lieper Winkel.
  • Nach mehr als eineinhalb Jahrhunderten Bädertradition sind es vor allem die Seebäder, die mit Strandpromenaden, Seebrücken, Bädervillen und feinsandigem Ostseestrand von Interesse sind. Neben den "Kaiserbädern" Heringsdorf, Ahlbeck und Bansin sind Zinnowitz, die beiden Bäder Trassenheide und Karlshagen im Nordosten sowie die kleineren "Bernsteinbäder" Zempin, Koserow, Loddin/ Kölpinsee und Ückeritz in der Inselmitte interessant.
  • Das Hinterland der Insel Usedom bietet jedoch neben Ruhe, Naturnähe und einer harmonischen Landschaft viele Sehenswürdigkeiten, etwa alte Kirchen (z. B. Morgenitz, Liepe, Mellenthin, Usedom), ein Wasserschloss (Mellenthin) und vieles mehr.

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Seit mehr als 150 Jahren bietet Usedom mit ca. 40 Kilometer feinsandigem Strand Badespaß für jeden Geschmack und Geldbeutel. Die klimatisch günstige Lage, die Nähe zu Berlin und eine gute Verkehrsanbindung haben die Attraktivität der Insel stetig wachsen lassen.

So stehen alle maritimen Sportarten zweifellos im Vordergrund. Neben Schwimmen, Strand-Volleyball, Strandwandern sind es Surfen, Jet-Ski (nur zwischen Ückeritz und Bansin), Segeln, Tauchen, usw., die als Wassersportarten zu nennen sind. Zahlreiche Häfen an den Haffgewässern bilden Ausgangspunkte für Segeltörns, Surfausflüge usw. An diesen Orten finden sich Tauchbasen u. ä.

Nachdem der Golfplatz Balm international reüssiert hat, entsteht zwischen Korswandt und Ulrichshorst nun ein weiterer Golflplatz. In Balm befindet sich ein Golfhotel in landschaftlich sehr schöner Lage.

Usedom verfügt über ein sehr gut ausgebautes Netz von Radwegen, das rege genutzt wird und vor allem in den Sommermonaten ein entspanntes Erkunden aller Usedomer Sehenswürdigkeiten erlaubt. Beispielhaft sei der Küstenradweg zwischen Karlshagen und Swinemünde erwähnt.

Vor allem die insgesamt fast 200 Kilometer lange Küstenlinie lädt zum Wandern ein. Viele Wanderwege mit unzähligen Wegweiser und Lehrtafeln führen durch eine sehenswerte und harmonische Landschaft. Auch der behutsame Tierbeobachter kommt sicher auf seine Kosten und wird bei ausreichender Geduld die wieder zahlreicher werdenden Seeadler beobachten können.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Ausgehen[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Usedom liegt zwar unmittelbar an der Wassermasse der Ostsee (Pommersche Bucht) aber auch eingebettet in die nordostdeutsche und westpolnische Landmasse. Im Ergebnis dominieren - zumindest in Frühjahr und Sommer, häufig auch im Winter - stabile Hochdruckwetterlagen. So ist Usedom die sonnenscheinreichste Gegend in Deutschland. Sonnenscheinreichste Monate sind der Mai und der Juni; die meisten Regentage sind im Dezember und Januar zu erwarten.

Wegen der überall nahen Wasserflächen ist die Luftfeuchtigkeit gewöhnlich recht hoch und die Temperaturen gemäßigt. Höchsttemperaturen von 30°C im Sommer werden regelmäßig erreicht, jedoch selten deutlich überschritten.

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