Uruguay
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| Lage | |
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| Flagge | |
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| Kurzdaten | |
| Hauptstadt: | Montevideo |
| Staatsform: | Präsidiale Republik |
| Währung: | Peso Uruguayo (UYP) |
| Fläche: | 176.000 km² |
| Bevölkerung: | 3,4 Mio |
| Sprachen: | Spanisch |
| Religionen: | Katholiken 66 %, Protestanten 2 % Juden 1 % |
| Telefonvorwahl: | +598 |
| Internet TLD: | .uy |
| Zeitzone: | UTC-3h |
Uruguay (offiziell: República Oriental del Uruguay, deutsch: Republik Östlich des Uruguay) zählt zu den kleineren Ländern Südamerikas. Es grenzt im Norden an Brasilien und im Westen an Argentinien.
[bearbeiten] Regionen
[bearbeiten] Städte
- Montevideo - Hauptstadt mit 1,5 Mio Einwohnern
[bearbeiten] Weitere Ziele
- Punta del Este - Bekanntester Badeort Südamerikas
- Piriápolis - Weiterer bekannter Badeort mit hügeliger Umgebung
- Colonia del Sacramento - Alte Kolonialstadt am Río de la Plata
- La Paloma - Strand- und Partyort
- Cabo Polonio - Seelöwenkolonie und wüstenähnliche Landschaften
- Ombuwald - "Bosque de Ombués, einzigartiger Wald der aus Solitärbäumen besteht
- Punta del Diablo - Fischerdorf mit Wanderdünen
- Santa Teresa Nationalpark - Nationalpark, historischer Park und Strandort
- Dayman - Thermalbadeort
[bearbeiten] Hintergrund
Uruguay - la casa con jardín
"Ein Haus mit Garten", mit diesem Bild beschreiben die Orientalen gerne ihr eigenes Land. Das Haus, Montevideo, mit gut 1,5 Mio. Einwohnern, ist das ökonomische, kulturelle und politische Zentrum des Landes; andere größere Städte, wie z.B. Paysandu und Salto im Nordosten des Landes, wirken mit einigen Tausend Einwohnern wie kleine Dörfer. Der Garten Uruguays ist das unendliche weite, flache Hinterland, die Pampa, die von wenigen Menschen, dafür umso mehr Rindern und Schafen bewohnt wird.
Uruguay ist nach Französisch-Guayana und Suriname das drittkleinste Land Südamerikas. Es ist Mitglied im MERCOSUR und hat, nicht nur aufgrund seiner geographischen Lage, enge Beziehungen zu seinen Nachbarn Argentinien und Brasilien. Die Einwohner sprechen Spanisch als einzige Amtssprache, auch wenn ihre Vorfahren aus vielen europäischen Ländern - darunter besonders Spanien und Italien, aber auch Deutschland und Armenien - stammen. Diese Vielfalt spiegelt sich in der Kultur des Landes wieder. Candombe lieben die Orientalen genauso wie den Tango Sudamericano (argentinischer Tango), der besonders durch Carlos Gardel, der nicht (wie so oft behauptet) Argentinier war, sondern in Uruguay geboren wurde. Auch in der Küche finden sich viele Einflüsse. Neben Pasta und Pizza essen die Orientalen wenig Huhn und Fisch, obwohl das Land am Rio de la Plata und dem Atlantik liegt, aber dafür umso mehr Rindfleisch. Bei einer Parrillada am Wochenende stehen die Männer um das Feuer, um den Grill vorzubereiten, während die Frauen Fleisch und Würste vorbereiten. Kaffee und Tee wird nur wenig getrunken. Umso mehr lieben die Menschen in Uruguay ihren Maté; überall kann man Menschen mit der Thermosflasche unter dem Arm und dem Matébecher mit der Bombilla in der Hand Maté trinken sehen.
[bearbeiten] Anreise
[bearbeiten] Flugzeug
Es besteht eine Direktverbindung zwischen Frankfurt und Montevideo. Des weiteren besteht eine Direktverbindung zwischen Madrid und Montevideo, die von Iberia betrieben wird. Pluna [1]bietet einen Flug mit Stopover in Rio de Janeiro an. Ansonsten bieten einige Airlines (z.B. Varig [2]) inneramerikanische Flüge nach Montevideo an.
Eine preisgünstigere Alternative ist der Flug bis Buenos Aires und von dort mit dem Schiff oder auf dem Landweg nach Uruguay. Es bieten sich drei Möglichkeiten an: 1. die direkte Schnellfähre von Buenos Aires nach Montevideo; 2. mit der Fähre über den Rio de la Plata nach Colonia und von dort mit dem Bus weiter nach Montevideo; 3. die Fahrt mit dem Bus von Buenos Aires um den Rio de la Plata herum bis nach Montevideo.
Die Anreise nach Uruguay ist mit dem Zug leider nicht möglich, da es nur wenige marode, inneruruguayische Zugverbindungen gibt, die vorwiegend zum Gütertransporden. Bahnverbindungen mit dem Ausland gibt es nicht.
[bearbeiten] Bus
Die Busverbindungen in Uruguay sind überall sehr gut. Die Busse sind üblicherweise klimatisiert und mit Toiletten an Bord. Hauptknotenpunkt der Verbindungen ist Tres Cruzes in Montevideo, das große Busterminal. Dort kann sich, wenn man Spanisch spricht, problemlos informieren.
[bearbeiten] Auto
Autofahren in Uruguay ist verblüffend gut zu meistern als Europäer, außer in Montevideo, wo es einiges an Durchsetzungsvermögen braucht. Aber als routinierter Automobilist lebt man sich schnell in das Uruguayische Verkehrssystem ein. Die Benzinpreise sind in etwa gleich hoch wie in Europa.
[bearbeiten] Schiff
Montevideo und Colonia können mit der Fähre [3]von Buenos Aires erreicht werden. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn man nur einen Flug bis Buenos Aires gebucht hat und weiter nach Uruguay möchte. Eine Fährverbindung der Firma Cacchiola gibt es von Tigre (Argentinien) nach Carmello mit Anschlussbus nach Montevideo. Hier kann aber kein Auto mitgenommen werden.
[bearbeiten] Mobilität
[bearbeiten] Sprache
Spanisch wird von allen Bewohner Uruguays gesprochen. Auch in touristischen Zentren ist es ratsam einen Grundwortschatz an spanischen Wörtern zu beherrschen, da selbst Englisch nicht verbreitet gesprochen wird.
Das lateinamerikanische Spanisch weicht teilweise deutlich vom kastilischen Spanisch ab.
[bearbeiten] Kaufen
Einkaufen kann man am Besten in einem der vielen Einkaufszentren, wie z.B. Montevideo Shopping, Shopping Tres Cruzes oder Shopping Punta Carretas, wo es auch sicher ist. Das Zentrum der Stadt hingegen ist nach der letzten Krise noch ein wenig herunter gekommen und viele Ladengeschäfte stehen leer.
[bearbeiten] Küche
Die Küche ist sehr durch die agrarische Struktur geprägt. Rindfleisch in jeglicher Form ist sehr verbreitet. Vegetarier werden es manchmal schwer haben, fleischlose Kost zu erhalten. Die Zubereitung ist häufig auf dem Grill. Ansonsten ist die Küche von spanischen und italienischen Einflüssen geprägt.
[bearbeiten] Ausgehen
Ausgehen gehört am Wochenende zu den Lieblingsbeschäftigung der jungen Leute. Motto ist: "Sehen und gesehen werden" Auf das Auftreten wird viel Wert gelegt und ein gewisser Machismus ist verbreitet. Wie in Südeuropa beginnt das Nachtleben relativ spät. Das Nachtleben findet hauptsächlich in der Altstadt, der "Ciudad vieja" und in den in der ganzen Stadt verteilten Diskotheken und Bars statt. In den Tanzlokalen braucht man sich vor ein Uhr nachts nicht sehen lassen, weil dann noch geschlossen ist, auch während der Woche.
[bearbeiten] Studium
In Uruguay gibt es zwei Hauptuniversitäten. Die Universidad de la Republica und die Universidad Catolica. Der Schulbesuch und der Besuch von weiterführenden Schulen und Universitäten ist bei öffentlichen Einrichtungen kostenlos. Es gibt aber eine Vielzahl von privaten Bildungseinrichtungen, die kostenpflichtig sind. Das Bildungssystem Uruguays ist insgesamt aber gut und führt dazu, dass nur ca. 4 Prozent der Bevölkerung Analphabethen sind, also weniger als in vielen Industrieländern.
[bearbeiten] Arbeiten
[bearbeiten] Feiertage
| Datum | Spanische Bezeichnung | Deutsche Bezeichnung | Bemerkungen |
|---|---|---|---|
| 1. Januar | Año nuevo | Neujahr | arbeitsfrei |
| 6. Januar | Día de los niños | Dreikönigstag | wird umgangssprachlich als Reyes (Könige) bezeichnet. |
| Februar / März | Carnaval | Rosenmontag und Faschingsdienstag | bewegliche Feiertage |
| 9. April 2009 | Semana Santa | Gründonnerstag bis Karsamstag | bewegliche Feiertage |
| 19. April | Desembarco de los 33 Orientales | Landung der 33 Orientalen | wird am Montag nachgeholt, falls er auf einen Sonntag fällt |
| 1. Mai | Día de los trabajadores | Maifeiertag | arbeitsfreier Tag. |
| 18. Mai | Batalla de Las Piedras | Schlacht bei Las Piedras | wird am Montag nachgeholt, falls er auf einen Sonntag fällt |
| 19. Juni | Nacimiento de José Artigas | Geburtstag von José Artigas | unveränderlicher Feiertag |
| 18. Juli | Jura de la Constitución | Schwur auf die Verfassung | arbeitsfreier Tag |
| 25. August | Declaratoria de la Independencia | Tag der Unabhängigkeit | arbeitsfreier Tag |
| 12. Oktober | Día de las Américas | Entdeckung Amerikas | wird am Montag nachgeholt, falls er auf einen Sonntag fällt |
| 2. November | Día de los Fieles Difuntos | Allerseelen | unveränderlicher Feiertag |
| 25. Dezember | Navidad auch: Día de la familia | Weihnachten |
[bearbeiten] Sicherheit
Uruguay gilt allgemein als sicheres Reiseland. Aufpassen sollte man auf sein Hab und Gut trotzdem, besonders in touristischen Gegenden und größeren Städten, wo es auch einige Taschendiebe gibt. Als Europäer sollte man einige Stadtteile in Montevideo meiden, da man dort auch bei Tageslicht überfallen werden kann. Der Kauf von Schusswaffen ist für Uruguayer bis zu einem gewissen Kaliber erlaubt. Die Stadtteile mit einer großen Anzahl von Wellblechhütten, wie z.B. Cerro Norte, La Paloma oder Casabo sollte man, wenn überhaupt, nur mit Begleitung von Einheimischen betreten. Das Zentrum der Stadt und die Altstadt sind aber für südamerikanische Verhältnisse recht sicher. Handtaschen oder Wertgegestände sollte man nicht auf dem Beifahrersitz liegen lassen.
[bearbeiten] Gesund bleiben
Besondere Gesundheitsgefahren drohen in Uruguay nicht. Die ärztliche Versorgung ist gut, besonders in den Städten.
[bearbeiten] Klima
Allgemein ist das Klima in Uruguay mehr oder weniger gemäßigt mit warmen Sommern (25-35 Grad) und milden Wintern (5-12 Grad). Es gibt keine ausgeprägte Regen- oder Trockenzeit. An der Küste kann man zwischen November und April baden. Uruguay hat über 200km langen Sandstrand. Zu grossen Teilen Menschenleer. Das Meerwasser ist eher kühl (Atlantik).
[bearbeiten] Respekt
Die einheimische Bevölkerung ist sehr hilfsbereit und freundlich gesinnt. Man lacht gerne. Ausländerfeindlichkeit gibt es keine. Es bestehen die gleichen Anstandsregeln wie in West-Europa.
[bearbeiten] Kommunizieren
[bearbeiten] Weblinks
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