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Uruguay

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Südamerika : Uruguay
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Montevideo
Lage
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Flagge
Uy-flag.png
Kurzdaten
Hauptstadt: Montevideo
Staatsform: Präsidiale Republik
Währung: Uruguayischer Peso (UYU)
Fläche: 176.000 km²
Bevölkerung: 3.286.314 (2011)
Sprachen: Spanisch
Religionen: Katholiken 66 %, Protestanten 2 % Juden 1 %
Stromsystem: 220 V / 50 Hz
Telefonvorwahl: +598
Internet TLD: .uy
Zeitzone: UTC-3h
Website: Tourismusseite


Karte von Uruguay

Uruguay (offiziell: República Oriental del Uruguay, deutsch: Republik Östlich des Uruguay) zählt zu den kleineren Ländern Südamerikas. Es grenzt im Norden an Brasilien und im Westen an Argentinien.

Regionen[Bearbeiten]

Städte[Bearbeiten]

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

"Ein Haus mit Garten", mit diesem Bild beschreiben die Orientalen gerne ihr eigenes Land. Das Haus, Montevideo, mit gut 1,5 Mio. Einwohnern, ist das ökonomische, kulturelle und politische Zentrum des Landes; andere größere Städte, wie z.B. Paysandu und Salto im Nordwesten des Landes, wirken mit einigen Tausend Einwohnern wie kleine Dörfer. Der Garten Uruguays ist das unendliche weite, flache Hinterland, die Pampa, die von wenigen Menschen, dafür umso mehr Rindern und Schafen bewohnt wird.

Uruguay ist nach Französisch-Guayana und Suriname das drittkleinste Land Südamerikas. Es ist Mitglied im MERCOSUR und hat, nicht nur aufgrund seiner geographischen Lage, enge Beziehungen zu seinen Nachbarn Argentinien und Brasilien. Die Einwohner sprechen Spanisch als einzige Amtssprache, auch wenn ihre Vorfahren aus vielen europäischen Ländern - darunter besonders Spanien und Italien, aber auch Deutschland und Armenien - stammen. Diese Vielfalt spiegelt sich in der Kultur des Landes wieder. Candombe lieben die Orientalen genauso wie den Tango Sudamericano (argentinischer Tango), der besonders durch Carlos Gardel, der nicht (wie so oft behauptet) Argentinier war, sondern in Uruguay geboren wurde. Auch in der Küche finden sich viele Einflüsse. Neben Pasta und Pizza essen die Orientalen wenig Huhn und Fisch, obwohl das Land am Rio de la Plata und dem Atlantik liegt, aber dafür umso mehr Rindfleisch. Bei einer Parrillada am Wochenende stehen die Männer um das Feuer, um den Grill vorzubereiten, während die Frauen Fleisch und Würste vorbereiten. Kaffee und Tee wird nur wenig getrunken. Umso mehr lieben die Menschen in Uruguay ihren Maté; überall kann man Menschen mit der Thermosflasche unter dem Arm und dem Matébecher mit der Bombilla in der Hand Maté trinken sehen.

Anreise[Bearbeiten]

Flugzeug[Bearbeiten]

Es besteht keine Direktverbindung zwischen Frankfurt und Montevideo. Des weiteren besteht eine Direktverbindung zwischen Madrid und Montevideo, die von Iberia betrieben wird. Pluna [1]bietet einen Flug mit Stopover in Rio de Janeiro an. Ansonsten bieten einige Airlines (z.B. Varig [2]) inneramerikanische Flüge nach Montevideo an.

Eine preisgünstigere Alternative ist der Flug bis Buenos Aires und von dort mit dem Schiff oder auf dem Landweg nach Uruguay. Es bieten sich drei Möglichkeiten an: 1. die direkte Schnellfähre von Buenos Aires nach Montevideo; 2. mit der Fähre über den Rio de la Plata nach Colonia und von dort mit dem Bus weiter nach Montevideo; 3. die Fahrt mit dem Bus von Buenos Aires um den Rio de la Plata herum bis nach Montevideo.

Die Anreise nach Uruguay ist mit dem Zug leider nicht möglich, da es nur wenige marode, inneruruguayische Zugverbindungen gibt, die vorwiegend zum Gütertransport verwendet werden. Bahnverbindungen mit dem Ausland gibt es nicht.

Bus[Bearbeiten]

Die Busverbindungen in Uruguay sind überall sehr gut. Die Busse sind üblicherweise klimatisiert und mit Toiletten an Bord. Hauptknotenpunkt der Verbindungen ist Tres Cruces in Montevideo, das große Busterminal. Dort kann sich, wenn man Spanisch spricht, problemlos informieren.

Auto[Bearbeiten]

Autofahren in Uruguay ist verblüffend gut zu meistern als Europäer, außer in Montevideo, wo es einiges an Durchsetzungsvermögen braucht. Aber als routinierter Automobilist lebt man sich schnell in das Uruguayische Verkehrssystem ein. Die Benzinpreise sind in etwa gleich hoch wie in Europa.

Schiff[Bearbeiten]

Montevideo und Colonia können mit der Fähre [3]von Buenos Aires erreicht werden. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn man nur einen Flug bis Buenos Aires gebucht hat und weiter nach Uruguay möchte. Eine Fährverbindung der Firma Cacchiola gibt es von Tigre (Argentinien) nach Carmello mit Anschlussbus nach Montevideo. Hier kann aber kein Auto mitgenommen werden.

Mobilität[Bearbeiten]

In den Städten sind Taxis relativ preiswert und zuverlässig (ab ca. 4 US$). In Montevideo sollte man die schwarz-gelben Taxis nutzen. Die besitzen eine Uhr, die auch vom Fahrer immer eingeschaltet wird. Irritierend ist, dass die Uhranzeige nur Grundlage für eine Umrechnungstabelle ist. Die Preise, die nach der Tabelle verlangt werden, sind aber korrekt. Man sollte bei der Bezahlung auf volle 10er-Teilung aufrunden.


Straßennetz

Uruguays Straßen Netz ist gut ausgebaut. Die Hauptverkehrsstraßen sind asphaltiert und in einem guten Zustand. Abseits davon ist es oft reine Schotterpisten mit gestampften Oberbau d.h. es fehlt die letzte Asphaltsicht. Vorsichtig! Auch wenn einige Straßen so aussehen als würden Sie nicht benutzt. Bitte das Auto nur am Straßenrand parken. Die Viehtransporter tauchen plötzlich aus dem nichts auf und bremsen nicht ab.

Die Interbalenaria ( RUTA 1 ) Richtung Punta del Este hat eine Mautstelle, der Preis ist aber moderat .

Das Fernbusnetz ist in Uruguay hervorragend und günstig. Hauptterminal in Montevideo ist Terminal Tres Cruces. Vorn dort fahren fast alle Fernbuslinien. Es wird aber empfohlen seine Tickets zu reservieren, da es auf den Fernlinien keine Stehplätze gibt. Eine einfache Fahrt von Montevideo nach Punta del Este kostet etwa 10 - 15 EURO. Fahrten mit den Vorort-Bussen z.B. nach Atlantida kosten etwas um 2,50 . Im Vergleich dazu sind Busfahrten in Montevideo mit 1 EURO teuer.

Eisenbahnnetz

AFE als staatl. Anbieter betreibt einen kleinen Vorort-Personenverkehr. Wer Lust hat sollte sich unbedingt den alten Hauptbahnhof Central General Artigas in der Nähe des Hafens anschauen, leider ist dieser nicht mehr in Betrieb. Der neue Hauptbahnhof ist ca 600m nördlich.

Wer dann einen Blick auf den Fahrplan wirft, wird sehen warum es kaum Bahnverkehr gibt.

Die restliche Bahninfrastruktur ist marode und auch nicht betriebsfähig.

Auto mieten

Es gibt sehr viele Autovermietungen in Uruguay, teils kleine Anbieter. Es sind aber auch tatsächlich europäische Anbieter vertreten, wo man auch günstig zB 5 Tage für USD 150,-- ein kleines, gutes Auto mieten kann. Aber Achtung! Fahrten ins Ausland sind nicht erlaubt.

Sprache[Bearbeiten]

Spanisch wird von allen Bewohner Uruguays gesprochen. Auch in touristischen Zentren ist es ratsam einen Grundwortschatz an spanischen Wörtern zu beherrschen, da selbst Englisch nicht verbreitet gesprochen wird.

Das lateinamerikanische Spanisch weicht teilweise deutlich vom kastilischen Spanisch ab.

Kaufen[Bearbeiten]

Internationale Kreditkarten werden allgemein akzeptiert. Mit Kreditkarten (und PIN-Nr.) sowie einigen (nicht allen) ec-Bankkarten kann an Geldautomaten Bargeld abgehoben werden. Der US-Dollar und der Euro sind als Zahlungsmittel anerkannt und können problemlos in den zahlreichen Wechselstuben (Casas de Cambio) zum aktuellen Kurs gegen die einheimische Währung (Peso) eingewechselt werden. Bargeld darf bis zu einer Summe von 10.000 USD eingeführt werden.

Einkaufen kann man am Besten in einem der vielen Einkaufszentren, wie z.B. Montevideo Shopping, Shopping Tres Cruces oder Shopping Punta Carretas, wo es auch sicher ist. Das Zentrum der Stadt hingegen ist nach der letzten Krise noch ein wenig herunter gekommen und viele Ladengeschäfte stehen leer. Inzwischen (2010/11) scheint sich die Situation erheblich verbessert zu haben. Man kann durchaus im Zentrum durch die Straßen schlendern und einkaufen. Die Preise und die Waren unterscheiden sich allerdings kaum von denen in Deutschland.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Die Küche ist sehr durch die agrarische Struktur geprägt. Rindfleisch in jeglicher Form ist sehr verbreitet. Vegetarier werden es manchmal schwer haben, fleischlose Kost zu erhalten. Die Zubereitung ist häufig auf dem Grill. Ansonsten ist die Küche von spanischen und italienischen Einflüssen geprägt.

Ausgehen[Bearbeiten]

Ausgehen gehört am Wochenende zu den Lieblingsbeschäftigung der jungen Leute. Motto ist: "Sehen und gesehen werden" Auf das Auftreten wird viel Wert gelegt und ein gewisser Machismos ist verbreitet. Wie in Südeuropa beginnt das Nachtleben relativ spät. Das Nachtleben findet hauptsächlich in der Altstadt, der "Ciudad vieja" und in den in der ganzen Stadt verteilten Diskotheken und Bars statt. In den Tanzlokalen braucht man sich vor ein Uhr nachts nicht sehen lassen, weil dann noch geschlossen ist, auch während der Woche.

Studium[Bearbeiten]

In Uruguay gibt es zwei Hauptuniversitäten. Die Universidad de la Republica und die Universidad Catolica. Der Schulbesuch und der Besuch von weiterführenden Schulen und Universitäten ist bei öffentlichen Einrichtungen kostenlos. Es gibt aber eine Vielzahl von privaten Bildungseinrichtungen, die kostenpflichtig sind. Das Bildungssystem Uruguays ist insgesamt aber gut und führt dazu, dass nur ca. 4 Prozent der Bevölkerung Analphabeten sind, also weniger als in vielen Industrieländern.

Arbeiten[Bearbeiten]

Feiertage[Bearbeiten]

Datum Spanische Bezeichnung Deutsche Bezeichnung Bemerkungen
1. Januar Año nuevo Neujahr arbeitsfrei
6. Januar Día de los niños Dreikönigstag wird umgangssprachlich als Reyes (Könige) bezeichnet.
Februar / März Carnaval Rosenmontag und Faschingsdienstag bewegliche Feiertage
24. März 2016 Semana Santa Gründonnerstag bis Karsamstag bewegliche Feiertage
19. April Desembarco de los 33 Orientales Landung der 33 Orientalen wird am Montag nachgeholt, falls er auf einen Sonntag fällt
1. Mai Día de los trabajadores Maifeiertag arbeitsfreier Tag.
18. Mai Batalla de Las Piedras Schlacht bei Las Piedras wird am Montag nachgeholt, falls er auf einen Sonntag fällt
19. Juni Nacimiento de José Artigas Geburtstag von José Artigas unveränderlicher Feiertag
18. Juli Jura de la Constitución Schwur auf die Verfassung arbeitsfreier Tag
25. August Declaratoria de la Independencia Tag der Unabhängigkeit arbeitsfreier Tag
12. Oktober Día de las Américas Entdeckung Amerikas wird am Montag nachgeholt, falls er auf einen Sonntag fällt
2. November Día de los Fieles Difuntos Allerseelen unveränderlicher Feiertag
25. Dezember Navidad
auch: Día de la familia
Weihnachten  


Sicherheit[Bearbeiten]

Uruguay gilt allgemein als sicheres Reiseland. Aufpassen sollte man auf sein Hab und Gut trotzdem, besonders in touristischen Gegenden und größeren Städten, wo es auch einige Taschendiebe gibt. Bewaffnete Raubüberfälle auf Restaurants in besseren Wohngegenden Montevideos nehmen zu. Besonders kritisch sind bestimmte Straßen und Viertel der Altstadt und des Zentrums, insbesondere außerhalb der Geschäftsöffnungszeiten, aber auch die Ausgehviertel Punta Carretas und Pocitos. Generell jedoch sollte man sich zu Fuß möglichst in Gruppen mehrerer Personen bewegen, Handtaschen, Fotogerät und Schmuck etc. möglichst nicht oder zumindest nicht sichtbar tragen. In der Altstadt (Ciudad Vieja) sollten kleinere Gassen abseits der Hauptwege auch tagsüber gemieden werden. Nachts wird zu besonderer Vorsicht im Umfeld der Hostels geraten.

Die Stadtteile mit einer großen Anzahl von Wellblechhütten, wie z.B. Cerro Norte, La Paloma oder Casabo sollte man, wenn überhaupt, nur mit Begleitung von Einheimischen betreten. Das Zentrum der Stadt und die Altstadt sind aber für südamerikanische Verhältnisse recht sicher. Handtaschen oder Wertgegenstände sollte man nicht auf dem Beifahrersitz liegen lassen.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Besondere Gesundheitsgefahren drohen in Uruguay nicht. Das medizinische Versorgungsangebot ist in der Regel mit dem in Europa zu vergleichen, kann jedoch in ländlichen Gebieten hiervon deutlich abweichen. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden in jedem Fall dringend empfohlen.

Klima[Bearbeiten]

Allgemein ist das Klima in Uruguay mehr oder weniger gemäßigt mit warmen Sommern (25-35 Grad) und milden Wintern (5-12 Grad). Es gibt keine ausgeprägte Regen- oder Trockenzeit. An der Küste kann man zwischen November und April baden. Uruguay hat über 200km langen Sandstrand. Zu großen Teilen menschenleer. Das Meerwasser ist eher kühl (Atlantik).

Respekt[Bearbeiten]

Die einheimische Bevölkerung ist sehr hilfsbereit und freundlich gesinnt. Man lacht gerne. Ausländerfeindlichkeit gibt es keine. Es bestehen die gleichen Anstandsregeln wie in West-Europa.

Kommunizieren[Bearbeiten]

In fast allen Hotels und Pensionen gehört ein Wlan-Anschluss ohne Zusatzkosten zum Standard. In sehr vielen Cafés und Bars wird ebenfalls Wifi für Gäste angeboten. Man muss nur nach dem Schlüssel fragen. Ein Wlan-fähiges Handy oder ein Notebook mit Skype mitzunehmen lohnt sich also. Die Telefonqualität per Skype nach Deutschland ist sehr gut, wenn die Wlan-Verbindung die richtige Qualität hat.

Fähren, Flüge und Busse lassen sich online buchen. Die Kommunikation mit Hotels und Pensionen läuft auch am Einfachsten über eMail.

Generell gibt (anders als in Deutschland) sehr oft kostenloses WLAN unter anderen hat die Burgerkette mit dem goldenen M immer kostenloses WLAN, man sollte aber eine Kleinigkeit kaufen.

Mobilfunk

Mobilfunk ist kein Problem, jedoch auf die Städte beschränkt. Man kann PrePaid-SIM-Karten fast überall kaufen und oft ist keine Registrierung notwendig. Das eigene Telefon darf aber keinen SIM-Lock haben. Aber bitte beachten, das GSM1900-Netz ( bei Triband-Geräten ) funktioniert nicht immer in ländlichen Regionen, deshalb sollte das eigene Telefon immer auch GSM1800 unterstützen. Sonst kann es einem schnell passieren das andere telefonieren, man selbst aber nicht. Oft gibt es auch günstig PrePaid-Pakete komplett mit Telefon und PrePaid-SIM-Karte. Meistens ist hat das Telefon aber ein SIM-Lock und kann dann nur mit dieser SIM-Karte genutzt werden.

MOVISTAR und Personal ( CTI ) versorgt nur die Küstengebiete. ANCEL ( staatl. Unternehmen ) versorgt mit GSM1800 (!) ( entspricht unserem E-Netz ) fast das gesamte Land. ANCEL ist aber in den Gesprächsgebühren etwas teurerer als die privaten Anbieter.

Satellitentelefon

Wer in entlegenere Gebiete reist, sollte bedenken das die Mobilfunkversorgung nicht so dicht ist, wie man es aus Europa gewohnt ist. Oft ist dann ein Alpaka der einzige Nachbar der Hilfe holen könnte, deshalb sollte man immer die Versorgungskarten der Mobilfunkbetreiber konsultieren und dann ggf. entscheiden ob man ein Satellitentelefon mitnimmt. Es können GlobalStar, Iridium und INMARSAT Telefone eingesetzt werden. Diese können entweder vor Ort oder bereits in Europa ausgeliehen werden.









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