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Ukraine
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Inhaltsverzeichnis
| Lage | |
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| Flagge | |
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| Kurzdaten | |
| Hauptstadt: | Kiew |
| Staatsform: | Präsidialrepublik |
| Währung: | Hryvnia (UAH), 1 € = 10,884 Hryvnia (Jan 2010) |
| Fläche: | 604.000 km² |
| Bevölkerung: | 47,7 Mio |
| Sprachen: | Ukrainisch, Russisch |
| Religionen: | ukrainisch-orthodox, russisch-orthodox, griechisch-katholisch, römisch-katholisch, muslimisch |
| Stromsystem: | 220 Volt Wechselstrom, Schuko-Stecker passen meistens (normale ganz sicher) |
| Telefonvorwahl: | +380 |
| Internet TLD: | .ua |
| Zeitzone: | UTC+2 (MEZ+1) |
Die Ukraine liegt in Osteuropa. Sie grenzt im Westen an die Europäische Union (Polen, Slowakei, Ungarn, Rumänien) und Moldawien, im Norden an Weißrussland und im Nordosten und Osten an Russland. Im Süden bildet das Schwarze Meer eine natürliche Grenze.
[bearbeiten] Regionen
[bearbeiten] Städte
- Dnipropetrowsk
- Donezk
- Jalta
- Charkiw
- Kiew (ukrainisch Kyiv) - Hauptstadt
- Lemberg (Lviv)
- Odessa
- Sewastopol
- Simferopol
- Cherson
[bearbeiten] Weitere Ziele
[bearbeiten] Hintergrund
Die Ukraine ist nach Russland (europäischer Teil) der zweitgrößte Staat in Europa. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1990 gründete sich die Ukraine 1991 als unabhängiger Staat. Seitdem befindet sich die Ukraine in einem Transformationsprozess vom zentral gesteuerten Staat mit einer Planwirtschaft zu einem Staat mit einer Marktwirtschaft und demokratischen Strukturen. Wie schwierig dieser Prozess ist, wurde besonders in den Präsidentenwahlen 2004 deutlich. Der südostliche Teil des Landes (die Regionen Donetzk, Dnjepropetrowsk, die Krim und Odessa) ist stärker von Russland geprägt, der zentrale und westliche Teil (die Regionen Lwiw, Kiew) tendiert mehr zur Europäischen Union. Die Ukraine zählt zu den ärmeren Ländern Europas.
Touristisch ist sie erst wenig erschlossen. Dies liegt zum einen an den für westeuropäische Standards ärmlichen Verhältnissen, die Ukrainern das Reisen fast unmöglich machen und der bisherigen Abgeschlossenheit des Staates. Eine Einreise ist erst seit Mai 2005 ohne Visum möglich, bis vor einigen Jahren wurde dieses nur mit einer offiziellen Einladung bzw. Buchung in einem Reisebüro ausgestellt. Lediglich in der Westukraine um Lemberg und auf der Krim gibt es nennenswerten Tourismus (Jalta, Aluschta, Feodosija). Auf der Krim sind auch die Erholungszentren (Sanatorien) für ukrainische, viele russische und weißrussische Bürger. Für westeuropäische Bürger stellt die Sprache das größte Hindernis dar. Ukrainisch und Russisch sind die Sprachen, die nur von wenigen (West-)Europäern beherrscht werden, andererseits werden Deutsch, Englisch oder Französisch nur selten verstanden.
[bearbeiten] Anreise
Die Reise in die Ukraine setzt für Bürger der Europäischen Union voraus:
- einen Reisepass, der mindestens einen Monat über das Ende des geplanten Aufenthalts in der Ukraine hinaus Gültigkeit besitzt [1]. Am Besten sollte der Pass noch mindestens 6 Monate gültig sein.
- Der Abschluss einer speziell für die Ukraine gültigen Krankenversicherung wird weiterhin empfohlen. Offiziell besteht für Reisende in die Ukraine die Verpflichtung, eine Reisekrankenversicherung mit Gültigkeit in der Ukraine nachzuweisen. Fälle, in denen dies beim Grenzübertritt kontrolliert und/oder die Einreise aufgrund des fehlenden Krankenversicherungsschutzes verweigert wurde, sind dem Auswärtigen Amt allerdings nicht bekannt. (Quelle: Auswärtiges Amt)
- Ein gültiges Visum ist für EU-Bürger und Schweizer nicht mehr notwendig! Die Visumspflicht wurde im Juli 2005 abgeschafft. Die Aufenthaltsdauer ist auf 90 Tage im halben Jahr begrenzt. Sie kann beliebig unterbrochen und fortgesetzt werden. Wenn bei einer Ausreise für die vergangenen 6 Monaten mehr als 90 Tage Aufenthalt ersichtlich sind, muß man mit einer Geldstrafe rechnen. Sollte man die Dauer von 90 Tagen begründet überschreiten müssen (z.B. wegen Krankheit, Fahrzeugdefekt usw.) sollte man sich rechtzeitig um eine Verlängerung bei der Meldebehörde kümmern, für Ausländern ist immer die Behörde in der Hauptstadt des Oblastes zuständig.
- An der Grenze bei der Einreise war früher eine Zollerklärung und eine "Imigration Card" abzugeben. Seit 18.August 2010 benötigt man keine "Imigration Card" zur Ein- und Ausreise zur bzw aus der Ukraine mehr.
[bearbeiten] Flugzeug
Die Ukraine wird am stärksten von den Flughäfen Amsterdam, Koeln/Bonn, München Frankfurt am Main, Berlin, Warschau, Prag, Budapest, Wien, Paris, Dortmund und Istanbul direkt angeflogen. Günstige Flugverbindung bieten in der Regel die Lufthansa, Germanwings, Wizz Air, LOT, CSA und Malev. Die führende ukrainische Fluggesellschaft Ukraine International Airlines fliegt von Frankfurt und Berlin (Tegel) täglich nach Kiev.
Der wichtigste internationale Flughafen der Ukraine ist Kiew-Borispol. Er liegt etwa 30 km östlich von Kiew und ist mit Kiew über eine sechsspurige Autobahn verbunden.
Von Kiew-Borispol aus kann man mit dem Flugzeug auch mehrere nationale Flughäfen in der gesamten Ukraine erreichen.
[bearbeiten] Bahn
Neben diversen - umständlicheren - Verbindungen, gibt es ab Berlin Hbf einen durchgehenden Zug nach Kiew. Der Zug fährt täglich nachmittags ab Berlin und erreicht Kiew am nächsten Tag gegen 16.50 Uhr, d. h. die Fahrzeit beträgt ca. 24 Stunden. Der Zug besteht nur aus Schlafwagen mit Betten zu 2-3 Personen je Abteil. Es besteht Reservierungspflicht. Es wird kein Restaurantwagen mehr mitgeführt. Der in die Ukraine durchlaufende Zugteil wird ausschließlich von der ukrainischen Eisenbahn betrieben. Standard des Zuges (Waggons, Personal) ist ukrainisch. Da inzwischen viele Ukrainer in Deutschland leben, wird der Zug insbesondere zu Besuchszwecken in der alten Heimat benutzt. Viel Gepäck ist da normal. In den Sommermonaten ist eine frühzeitige Buchung dringend zu empfehlen. Außerdem hat der Zug an einigen Tagen in der Woche Kurswagen nach Odessa, d. h. diese Wagen fahren ab Kowel weiter, wie der einmal wöchentlich verkehrende Kurswagen nach Lemberg, was allerdings länger dauert als die Benutzung einer Umsteigeverbindung. Andere Kurswagen fahren vom Endbahnhof Kiew weiter nach Harkov, Simferopol (je zweimal wöchentlich) bzw. Donezk (zweimal pro Woche).
Der Zug fährt von Berlin über Frankfurt/Oder durch Polen (Posen, Warschau, Lublin) und erreicht gegen Mittag des folgenden Tages die ukrainische Grenze bei Chelm/Jagodin, polnischer Grenzbahnhof ist Dorohusk. Die Grenze verläßt man etwa drei Stunden später, da einerseits Grenzkontrollen auf polnischer und ukrainischer Seite stattfinden, der Zug in eine Halle gefahren wird und bei allen Wagons die Drehgestelle ausgetauscht werden (andere Spurweite der ukrainischen und russischen Bahnen) und drittens die Uhren auch noch eine Stunde vorgestellt werden. Dann geht es weiter durch die ausgedehnten Landschaften der Westukraine. Die Geschwindigkeit des Zuges ist wegen der schlechten Schienen recht niedrig.
Für die Rückfahrt bietet sich der Gegenzug an. Er fährt täglich um etwa neun Uhr ab Kiew Pass und erreicht Berlin am nächsten Tag gegen neun Uhr morgens. Auch hier ist eine rechtzeitige Buchung der Bettplätze erforderlich. Dies ist fast nur in Berlin oder Kiew möglich (Buchungen jetzt auch über Reisebüros in Deutschland möglich). Findet die Rückfahrt innerhalb von sechs Wochen statt, so können die Fahrkartenausgaben der Deutschen Bahn die Bettreservierung von Kiew nach Berlin per Fax mit Leipzig (bis Ende 2005: Berlin) regeln, was allerdings auch zehn Tage oder länger dauern kann. Bei längerem Zielaufenthalt muss man sich am ukrainischen Abgangsbahnhof die Bettkarten rechtzeitig besorgen. Die Schalter sind dort auch nachts (z. B. bei der Ankunft) geöffnet. Die Bettkarten sind dort allerdings teurer und man muss erst Hryvnia kaufen.
Das Bahn-Ticket von Berlin nach Kiew kostet in die eine Richtung EUR 76,60 2. Kl./124,20 1. Kl. (plus EUR 22 für die obligatorische Bettreservierung). Das Ticket ist zwei Monate lang gültig. Besitzer von RailPlus Karten erhalten 25% Rabatt auf den Normalpreis. Mitfahrerrabatt und Sparpreis Ukraine sind auch verfügbar, diese sind aber mit RailPlus nicht kombinierbar. Die Schlafwagen der Ukrainischen Staatsbahn sind renoviert worden und auch zum großen Teil klimatisiert.
Günstigere Möglichkeiten zur Anreise ab Deutschland bestehen durch Kauf von Binnenfahrkarten ab der polnischen Grenze (Kostrzyn, Szczecin oder Zgorcelec) bis zum polnischen Grenzbahnhof Przemysl (Kosten: Umgerechnet Ca 15 Euro im Schnellzug), ab Przemysl verkehren mehrmals täglich direkte Busse nach Lwiw (Lemberg) in der Ukraine, die umgerechnet ca. 5 Euro (einfache Fahrt) kosten. Auf Fahrkarten im polnischen Binnerverkehr gibt es für Rentner mit Ausweis 37 %. Am Schalter fast immer ohne Probleme möglich, kontolleure im Zug scheinen diese Regelung manchmal nicht zu kennen. Die Nachbuchung im Zug kostet 6 Zloty extra.
Ab Lemberg sind dann direkt bei der ukrainischen Bahn Fahrkarten (Schlaf- bzw. Liegewagen) zu Zielen in der gesamten Ukraine erhältlich, die Preise liegen weit unter denen für internationale Züge (Fahrt im Grossraumwaggon von Lwiw nach Kiew kostet je nach Zugart maximal 7 Euro).Die Fahrkarten können an besonderen Schaltern mit Kreditkarten bezahlt werden.
[bearbeiten] Bus
Als allgemein nutzbare Verkehrsmittel gibt es mehrere Busunternehmen, die aus Nord- Süd und Westdeutschland quasi im Linienverkehr mehrmals wöchentlich in verschiedene größere Städte in der Ukraine fahren.Die Fahrkosten sind im Grunde die gleichen wie mit der Bahn, wegen der langen Reisezeit ist die Bahn aber komfortabler.
[bearbeiten] Auto
Die Anreise mit dem Auto ist über verschiedene Grenzübergänge möglich. Als kürzeste Verbindung Deutschland-Ukraine bietet sich der Grenzübergang bei Chełm an, wenn man Kiew als Ziel hat. Die Grenzübergänge sind unterschiedlich stark frequentiert, hilfreich ist diese Übersicht. Für deutsche Verhältnisse ist man zunächst von den großen Entfernungen zwischen den Städten beeindruckt. Da auch die kleineren Ortschaften oft abseits der Straßen liegen, größere Ortschaften weiträumige Umgehungen haben, ist man notfalls auch weit von Hilfe entfernt. Die Straßen sind außerhalb der Ortschaften in mittelmäßigem Zustand, sie werden aber ausgebaut. Mit Radarkontrollen und allgemeinen Verkehrskontrollen ist ständig zu rechnen. Innerorts können Straßen oft sehr starke Schäden aufweisen: Große Schlaglöcher, fehlende Kanaldeckel u. ä. Mangelnde Beleuchtung kann in der Nacht zum Risiko werden. Fahrzeuge, Fuhrwerke, Radfahrer und Fußgänger können auch bei völliger Dunkelheit völlig unbeleuchtet am Straßenverkehr teilnehmen. Ein weiteres Problem stellt die Beschilderung dar. Richtungswegweiser sind für deutsche Verhältnisse recht selten und ein Verfahren ist leicht möglich. Ohne Sprachkenntnisse kann die Reise schnell zum Abenteuer werden. Unterkünfte sind seit einigen Jahren (nach 2005) recht zahlreich zu finden. Gut beschildert kann man sie sehr leicht an den Transit - Fahrstrecken ausmachen. An den Nebenachsen, die oft in besserem Zustand sind als die Hauptverbindungstrassen, sind Gasthöfe (Gostinizi) aber nach wie vor selten.
Dinge, die nach wie vor Pflicht sind:
- Feuerlöscher
- Warndreieck
- Verbandskasten
- Fahrzeugschein
- internationale (grüne) Versicherungskkarte
- Notariell beglaubigte Vollmacht, Apostille und beglaubigte Übersetzung ins Ukrainische, dass man rechtmäßig das Fahrzeug fährt, wenn der PKW nicht auf einen selbst zugelassen ist.
Die Mitnahme des Internationalen Führerscheins wird dringend empfohlen. Offiziell reicht der nationale Führerschein für Schweizer und EU-Bürger aus. Auf jeden Fall sollte man, schon aus Höflichkeitsgründen, eine kyrillische Übersetzung mit offiziellem Stempel dabei haben (ist über die Automobilclubs erhältlich). Obwohl es ohne geht, ist der internationale Führerschein weiterhin empfehlenswert (Stand Mitte Januar 2010).
Anmerkungen zu Polizeikontrollen (Stand Mitte 2006!): Diese sind zu 95 Prozent darauf ausgelegt, das kleine Polizisteneinkommen (ca. 1400 UAH) aufzubessern. Wenn die "Schtraf" genannt wird, bietet man unter grossen Jammern maximal ein Zehntel. Und auf die Frage, was die Verfehlung in Deutschland kosten würde, sollte man eine Zahl zwischen 5 und 20 Euro nennen - dann hört man ein vergnügtes "Das kostet es bei uns auch!". Die generelle Erfahrung: Ist das "Geschäftliche" erledigt, werden aus den strengen Beamten sehr nette Leute, mit denen man sich dann über Familie und Kinder austauschen kann. Das offizielle Verfahren bei Verhängung einer Strafe besteht übrigens in der Ausfertigung eines Protokolles. Die Polizei darf keine Strafzahlungen entgegennehmen. Auf Grundlage des Protokolles verhängt ein Richter die Strafe die man dann an Bankterminals bezahlen muß. Die ganze Prozedur scheitert bei Ausländern bereits daran, daß ukrainische Gerichte gar keine Post ins westliche Ausland schicken weil es zu teuer ist. Wenn man also auf das Protokoll besteht, wird man oft einfach weggeschickt. Bei schweren Delikten wie Unfall unter Alkoholeinfluß ist das natürlich nicht der Fall, da muß man unter Umständen mit einer Beschlagnahmung des Fahrzeuges bis zur Verhängung und Entrichtung der Strafe rechnen.
Die Strafen sind mittlerweile drastisch erhöht worden, z. B. Geschwindigkeitsübertretungen um mehr als 20km/h bis 50km/h kosten ab 270 bis 340 grn. Es ist weiterhin möglich, durch "Privatabrechnung ohne Protokoll" mit der Miliz die Summe zu halbieren.
[bearbeiten] Schiff
Die wichtigsten Häfen sind Odessa und Sewastopol, die auch vom Ausland aus erreichbar sind.
Fährverbindungen von Odessa nach Istanbul (und andere) können auf http://www.ukrferry.com gefunden werden. Die dort gezeigten Zeiten (z.B. Varna-Illychevsk 18-12 Uhr) sind für die Planung der Weiterreise ungeeignet da die Ankunft sich um etwa vier Stunden verspätet und die Vorgänge am Zoll (mit Fahrzeug) sechs Stunden in Anspruch nehmen!
Weitere Fährverbindungen gibt es von Istanbul nach Jalta oder Sewastopol von Odessa nach Constanta (Rumänien) und Varna (Bulgarien).
[bearbeiten] Mobilität
Das wichtigste Transportmittel innerhalb der Ukraine ist die Eisenbahn und der Bus. Zwischen den größeren Städten verkehren täglich mehrere Züge (v.a. Nachtzüge). Das Reisen in der 1. Klasse (Купе - 4er Abteil) ist recht komfortabel und preiswert. Zum Beispiel kostet die Verbindung zwischen Lviv (Lemberg) und Kiew (ca. 8 1/2 Stunden Fahrtzeit) in dieser Klasse nur rund 55 Hryvnia (ca. 5 Euro - stand Frühling 2011). Die "Luxus" Klasse (СВ - 2er Abteil) schlägt in der Regel mit dreimal so viel zu Buche wie die Erste, lohnt sich meiner Meinung nach aber nur wenn man zu zweit reist und Privatsphäre sucht. Am billigsten kommt man natürlich in der 2. Klasse davon. Nächtliche Ruhestörungen und Abschläge beim Komfort sind aber vorprogrammiert, ebenso ist die Gefahr gross am nächsten Morgen etwas nicht wiederzufinden. Es handelt sich dabei um offene Waggons mit relativ schmalen und harten Liegen. Dafür entschädigt diese Klasse aber mit einem relativ großen Einblick in das Leben der ukrainischen Bevölkerung - gute Ukrainisch- oder Russischkenntnisse vorausgesetzt.
Verbindungen nach und von Odessa und der Krim können in den Sommermonaten schon mal ausgebucht sein. Es empfiehlt sich daher einige Tage bis eine Woche im Voraus zu buchen. In der Regel ist aber innerhalb von 2 bis 3 Tagen für alle Verbindungen zumindest ein 3. Klasse Ticket zu bekommen. Vor den Verkaufsstellen der Fahrkarten können sich unter Umständen grosse Schlangen bilden - so kann es mehrere Stunden dauern, bis man zu seiner Fahrkarte kommt.
Neben der Eisenbahn findet auch ein sehr reger Busverkehr zwischen den einzelnen Städten statt.
Ein zuverlässiger Anbieter von innerländischen Verbindungen ist Avtolux. So kostet z.b eine Busfahrt von Kiew nach Charkow ca. 13 Euro einfach. Tee, Kaffee, sowie Snacks im Preis inbegriffen. Die Fahrscheine können problemlos via Internet reserviert und am Busbahnhof abgeholt werden.
[bearbeiten] Sprache
Die Landessprache der Ukraine ist Ukrainisch, jedoch wird in einigen Teilen (besonders Osten) Russisch gesprochen. Man wird also kaum Menschen finden, die nicht der russischen Sprache mächtig wären. Ukrainisch ist an sich auch den westslawischen Sprachen sehr ähnlich, sodass man auch mit Polnisch oder Slowakisch (mit Einschränkungen auch Tschechisch) recht gut zurecht kommt. Da Englisch sehr wenig verbreitet ist, sind elementare Grundkenntnisse einer slawischen Sprache sehr empfehlenswert und erleichtern die Kommunikation und Orientierung deutlich. Außerdem sollte man das kyrillische Alphabet in Ansätzen beherrschen, da fast alle schriftlichen Informationen (Fahrpläne, Speisekarten, Schilder von Geschäften..) nur in kyrillischer Schrift vorliegen.
[bearbeiten] Kaufen
Seit der Unabhängigkeit der Ukraine 1991 verbessert sich die Versorgungslage stetig. Inzwischen erhält man alle Waren des täglichen Bedarfs sowie elektrische/elektronische Geräte problemlos. Die Güter des täglichen Bedarfs stammen im wesentlichen aus der Ukraine und sind relativ preiswert (Brot 2-3 Hryvnia, 1 l Milch 3-4 Hryvnia). Importe aus EU-Ländern sind eventuell etwas teurer als in Deutschland (z.B. Computer, Haushaltsgeräte). Inzwischen findet man viele Produkte, die uns bekannt sind, auch dort. Preiswertere technische Geräte stammen unter anderem aus Polen, Italien, Tschechien, Südfrüchte häufig aus Spanien. Viele bekannte Handelsketten trifft man dort wieder (z. B. McDonalds, Spar).
Zahlungsmittel ist die Hryvnia. Der Wechselkurs der Hryvnia unterliegt starken Schwankungen. Der Wert des EURO ist von März 2008 bis Mai 2009 von 7,8 auf 10,3 Hryvnia gestiegen (jetzt im Jan 2010 11 Hryvnia). Bei wertvolleren Gütern (Autos, Immobilien) wurde durchweg mit dem Dollar gerechnet, der EURO gewinnt an Bedeutung. Der Tausch der Währungen ist im allgemeinen jederzeit bei allen Banken und den häufig anzutreffenden Wechselstuben möglich. Außerhalb der Ukraine werden Hryvnia nicht gehandelt, in der Ukraine sind jedoch Euro gern gesehen. Als Tourist sollte man Euro in möglichst kleinen Scheinen mitbringen, da Euro- bzw. Cent-Münzen außerhalb der EU nicht akzeptiert werden. Eventuell kann man in Euro bezahlen, als Wechselgeld erhält man dann aber Hryvnia.
[bearbeiten] Küche
Gern gegessen werden in der Ukraine Wareniki (Teig mit verschiedenen Füllungen: Beeren/Quark/Kartoffelbrei etc.), Borschtsch (Ukrainisches Nationalprodukt: eine Art Suppe aus roter Beete) und trinkt Horilka (Wodka) sowie Kwas (Kohlensäurehaltiges Erfrischungsgetränk, welches durch Gärung aus den Grundzutaten Wasser, Roggen und Malz gewonnen wird: vergleichbar mit Fassbrause)
[bearbeiten] Ausgehen
Das Ausgehen sollte man auf keinen Fall verpassen in der Ukraine. Die Menschen sind im allgemeinem sehr freundlich und neugierig andere Menschen (Ausländer) kennen zulernen. Dem entsprechend wird man als Ausländer des öfteren angesprochen, sei auf dem Markt (Rynok), im einer Marschrutka (kleiner Transportbus), auf der Strasse oder beim Ausgehen.
Es wird oft ausgelassen gefeiert und das bis spät in den Morgen.
Wer es gemütlicher will, kann natürlich auch gut essen gehen, was es sehr preiswert und lecker ist. Aber mit einem angeschlagenen Magen sollte man dies lieber lassen, da das Essen erstens ordentlich gewürzt wird und ausserdem die hygienischen Verhältnisse manchmal nicht dem gefordertem Standard entsprechen. Besonders zu empfehlen sind: Borschtsch (Rote Beete-Suppe) und Wareniki (Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen, z.B. Kartoffel, Tworog). Es gibt diverse größere Pizzaketten. Ein Essen bestehend aus zwei Pizzen, zwei Getränken und einer Nachspeise kostet nicht einmal drei Euro.
[bearbeiten] Unterkunft
Hotelzimmer in Kiew sind oft ziemlich teuer, und die Qualität lässt einiges zu wünschen übrig. Es ist daher am einfachsten eine Wohnung oder Zimmer zu mieten. Wenn man über russische oder ukrainische Sprachkenntnisse verfügt, kann man eine Zeitung kaufen, die Anzeigen lesen, und meistens ein günstiges Zimmer oder Wohnung finden. Weil das aber oft etwas zeitintensiv ist, kann man sich auch an eine Agentur wenden, die Wohnungen vermittelt. Es gibt zum Beispiel im Südteil vom Hauptbahnhof in Kiew über Kassen 38 und 39 eine Agentur, die im Zentrum von Kiew Wohnungen und Zimmer finden kann. Preise fangen bei 15 Dollar an. Sofort nach der Ankunft mit dem Zug oder Bus kann man dort eine Unterkunft finden. Ausserdem gibt es in Kiew einige Jugendherbergen; durch eine Internetsuche lassen sie sich schnell finden. Ein Bett kostet um die 20-25 Dollar pro Nacht.
(Die Preise sind veraltet. Im Herbst 2007 lag das untere Preisniveau fürein Zimmer zwischen 40 und 50 USD)
[bearbeiten] Lernen
[bearbeiten] Arbeiten
[bearbeiten] Feiertage
| Termin | Name | Bedeutung |
| 09.05. | Tag des Sieges | Am 09. Mai 1945 kapitulierte das NS-Deutschland (nach MEZ war das noch der 08. Mai) |
| 24.08. | Unabhängigkeitstag | Am 24. August 1991 wurde die Unabhängigkeit von der Sowjetunion ausgerufen. Es lohnt sich zu diesem Jahrestag in Kiew zu sein |
[bearbeiten] Sicherheit
Wegen der großen Arbeitslosigkeit und Armut ist man als erkennbar wohlhabender Tourist oder Ausländer bevorzugt das Ziel von Eigentumsdelikten. Es empfiehlt sich, sich eher dezent zu kleiden, um nicht sofort als Tourist aufzufallen. Besondere Aufmerksamkeit ist geboten. Wer mit dem Auto reist, sollte dies nachts auf einem geschlossenen Hof oder in einer Garage abstellen. In den Städten kann man auf umzäunten und bewachten Parkplätzen einen Stellplatz mieten. Bei einem eventuell notwendig werdenden Reifenwechsel die Fahrzeugtüren verschließen, um der Gefahr eines Diebstahls vorzubeugen. Schlafende Autofahrer am Straßenrand sind ebenso gefährdet wie frei geparkte Autos in Städten. Nächtliche Autofahrten über Land sollten vermieden werden. Wegen schlechter Straßenverhältnisse, fehlender Straßenmarkierungen und häufig unvorhersehbaren Hindernissen auf der Fahrbahn besteht ein deutlich erhöhtes Unfallrisiko.
[bearbeiten] Gesund bleiben
Wegen der extremen HIV-Zuwachsrate: Kondome mitnehmen!
[bearbeiten] Respekt
In der Ukraine, kommt es oft zu spürbaren Unterschieden beim Verhalten von Menschen zueinander, im Vergleich zu Deutschland, vor. So hat man z.B. immer großen Respekt vor älteren Menschen, man wird es nie erleben dass eine Oma in der U-Bahn (Metro) steht, es wird ihr immer ein Platz angeboten.
Die Menschen sind sehr direkt und ehrlich. Unter Jugendlichen ist alles sehr einfach. Wer gierig ist oder nicht mit ein wenig Respekt zu Mitmenschen auftritt, wird sehr schnell merken, dass es kein guter Weg ist, Leute kennenzulernen. Es wird immer untereinander geteilt und es wird sích immer gegenseitig geholfen.
Als ausländischer Tourist wird man oft Opfer überhöhter Preise (besonders im Taxi). Wenn man nicht aufpasst, kann eine Fahrt vom Flughafen in die Stadtmitte Kiews statt 200 schon mal 500 Hryvna kosten. Sobald man zeigt, dass man sich nicht betrügen lässt, es stehen ja schließlich viele weitere Taxis wartend auf schnelles Geld vor dem Flughafen, dann kriegt man auch richtige Preise angeboten. Besser noch vor Fahrantritt einen Festpreis vereinbaren ggf im Vorfeld Einheimische nach den üblichen Preisen fragen.
[bearbeiten] Kommunizieren
Telefon:
Im ganzen Land wird das Telefonnetz gerade von analog auf digital umgestellt! Die "neuen" Telefonnummern des digitalen Netzes sind länger als die "alten" des analogen Netzes, allerdings muss für letztere beachtet werden, dass die Vorwahl der Stadt eine Stelle mehr besitzt! Beispiel für Odessa: Vorwahl für die "alten" Nummern ist 0482, für die "neuen" 048. Kiew ist schon komplett auf "digital" umgestellt, deshalb lautet die Vorwahl einfach 044.
- Aus dem Ausland in der Ukraine anrufen:
im Festnetz:
+380 [Vorwahl] [Nummer]
auf einem Mobiltelefon:
+380 [Code des Netzbetreibers] [Nummer] (Code von Kyivstar: 067 Code von UMC: 050)
- Von der Ukraine im Ausland anrufen:
8-10 [Ländercode] [lokale Vorwahl ohne die führende Null] [Nummer]
Einige Internet-Cafés bieten auch das Telefonieren über das Internet als günstige Alternative
für Gespräche ins Ausland an!
- Telefonieren innerhalb des Landes:
8 [Vorwahl] [Nummer]
- Telefonieren mit dem eigenen Mobiltelefon:
Alle GSM-Telefone aus Europa können in der Ukraine benutzt werden. Ob ein Roamingabkommen mit einem ukrainischen Provider besteht, muss man jedoch vorher mit dem eigenen Provider klären. Als Alternative ist der Kauf einer Prepaid-Karte eines ukrainischen Mobilfunk-Providers zu nennen. Provider sind:
- Kyivstar (die Prepaid-Karte heißt ACE&BASE) und
- UMC (die Prepaid-Karte heißt SIM-SIM)
- Jeans
- Golden Telecom
Internet:
Im Prinzip gibt es in allen Groß- und Kleinstädten Internet-Cafés. Allerdings geschieht gerade die Anbindung in den Kleinstädten nur mit geringer Bandbreite, so dass die Internetnutzung hier zur Geduldsprobe werden kann. Wer ein Smartphone oder die Kombination Mobiltelefon mit PDA/Laptop dabei hat, kann sich relativ günstig mit Hilfe einer lokalen Prepaid-Karte ins Internet einwählen. Die Vorteile sind insbesondere, dass man unabhängig von den Internet-Cafés ist und gerade bei Eingabe von vertraulichen Login-Passwörten die Datensicherheit wesentlich höher ist (im Internet-Café weiß man nicht, ob im Hintergrund nicht ein Trojaner mitlauscht, nach der Internet-Session sollte der Cache des Browsers und möglicherweise automatisch gespeicherte Passwörter gelöscht werden, was meist nicht ganz einfach ist, da die Oberfläche russisch ist).
Bei Kyivstar kostet die Einwahl per CSM (9600 Bit/s) 0,27 UAH für die Einwahl und dann 0,30 UAH/Min.
Die Daten zum Einrichten einer entsprechenden Verbindung lauten:
Dial-up-Nummer: +380672222901
Benutzer-Name: internet
Passwort: kyivstar
Wer das schnelle GPRS-Verfahren benutzen möchte, muss die ACE&BASE-Karte dazu erst freischalten lassen. Dazu wählt man die Nummer 477, dann wird man durch ein Sprachmenü geführt, welches komplett auf russisch ist. Wer kein russisch kann, sollte also am besten gleich beim Kauf der Karte den Verkäufer bitten, die Prozedur durchzuführen. Für 1MB Datenvolumen fallen 5 UAH an. Die genauen Einstellungen für verschiedene Betriebssysteme findet man auf englisch unter http://www.kyivstar.net/
Post:
Eine einfache Ansichtskarte nach Westeuropa kostet 3 UAH.



