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Tschechien

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Lage
noframe
Flagge
Flagge von Tschechien
Kurzdaten
Hauptstadt: Prag
Staatsform: Parlamentarische Republik
Währung: Tschechische Krone (CZK)
Fläche: 78.900 km²
Bevölkerung: 10,5 Mio.
Sprachen: Tschechisch
Religionen: Römisch-Katholisch 39.2%,
Protestantisch 4.6%,
Orthodox 3%,
andere 13.4%,
Telefonvorwahl: +420
Internet TLD: .cz
Zeitzone: UTC+1 (MEZ)
Sommerzeit: UTC+2 (MEZ+1)


Karte von Tschechien

Tschechien liegt in Mitteleuropa. Das kleine Binnenland wird im Westen von Deutschland, im Norden von Polen, im Osten von der Slowakei und im Süden von Österreich begrenzt.

Seit 2004 ist Tschechien Mitglied der Europäischen Union.

Regionen[Bearbeiten]

Tschechien setzt sich aus den historischen Regionen Böhmen, Mähren und dem südlichen Schlesien zusammen. Politisch gibt es heute 14 kraje (größere Verwaltungseinheiten - Region/Bezirk) und viele okresy (kleinere Verwaltungseinheiten - Bezirk/Kreis).

Mit einer Fläche von rund 78.000 qkm und einer Einwohnerzahl von über zehn Millionen Bürgern ist die Tschechische Republik gut mit dem Freistaat Bayern zu vergleichen. Die ehemals sieben Regionen Nord-, Ost-, Süd-, West-, und Mittelböhmen plus Prag sowie Nord- und Südmähren sind keine gewachsenen politischen oder kulturellen Einheiten. Heute ist das Land in 14 Regionen eingeteilt. Die Kleinheit des Landes und der sprichwörtliche Pragozentrismus haben föderalistische Strukturen verhindert. Wenn hier also von Regionen die Rede ist, haben diese einen rein funktionalen Zweck: zur Einteilung Tschechiens in Verwaltungsgebiete. Der Vielfalt der tschechischen Landschaften wird dieses Raster nicht gerecht.

Nordböhmen und das Paradies – In Nordböhmen etwa existieren neben trostlosen Industrierevieren herrliche Naturreservate. Das Böhmisches Paradies lockt Urlauber mit bizarren Felsformationen und wildromantischen Burgen. An der Grenze zu Sachsen und Polen laden Elbsandstein-, Iser- und Riesengebirge zu Kletterpartien und Wintersport ein. Im November gleicht der bekannteste Wintersportort im Riesengebirge, Špindlerův Mlýn (Spindlermühle), einer Geisterstadt. Bald darauf werden sich die 1.300 Einwohner des nordböhmischen Skimekkas ihren Ort mit gut 9.000 Gästen teilen müssen. Auch die Schneekoppe ist ein beliebtes Winterreiseziel. Die mit 1602 Metern höchste Erhebung des Riesengebirges bewacht seit ewigen Zeiten die böhmisch-schlesische Grenze.

Die höchstgelegene Stadt aber heißt Boží Dar, Gottesgab also und liegt an der Grenze zu Sachsen bei Oberwiesenthal. Sie genießt als Ausgangspunkt für Touren aller Art einen hervorragenden Ruf unter Skiläufern wie Wanderern gleichermaßen. Zwanzig passable Abfahrten und genauso viele Lifte hat der 1028 m hochgelegene alpine Ort in seiner nächsten Umgebung zu bieten. Das wintersportliche Filetstück stellt aber die Langlaufstrecke dar. Der Ort liegt nämlich unmittelbar an der Magistrale, einem Skiwanderweg von 30 Kilometer Länge, sorgfältig gespurt und mit langen Stangen gekennzeichnet.

Westböhmen und die Bäder – Die Region Westböhmen gliedert sich geographisch in mehrere Landschaften. Das Becken des Egerlandes im Nordwesten wird von den Ausläufern des Oberpfälzer Waldes, des Fichtelgebirges und des Kaiserwaldes eingeschlossen. Inmitten des Bäderdreiecks liegt die ehemalige Reichsstadt Eger (Cheb). Die zahlreichen Mineralquellen, die nicht nur Karlsbad zu Weltruhm verhalfen, gehen auf eine jungvulkanische Tätigkeit zurück. Marienbad profitiert von seiner Lage am bewaldeten Westrand des Tepler Hochlandes, das wegen seiner alkalischen Säuerlinge bekannt ist. Zwischen diesem Hochland, dem Niederen Böhmerwald und dem Mittelböhmischen Waldgebirge breitet sich das Pilsener Becken aus, in dem sich vier Quellflüsse zur Berounka vereinigen. Das traditionell verwöhnte Publikum des böhmischen Bäderdreiecks Karlsbad (Karlovy Vary), Marienbad (Mariánské Lázně) und Franzensbad (Františkovy Lázně) findet in dieser Region zahlreiche Sport- und Freizeitmöglichkeiten der gehobenen Klasse. Das Karlsbader Golfareal aus den 30er Jahren etwa wurde internationalem Standard angepasst. Für Anfänger wurde eine Golfschule eingerichtet, in der man sich auch das nötige Rüstzeug, Schläger und Bälle für den geruhsamen Sport auf der grünen Wiese beschaffen kann. Seit über hundert Jahren frönen die Kurgäste dem Reitsport – zumindest als Zuschauer. Während des internationalen Filmfestivals finden sonntags hochdotierte Wettrennen statt.

Prag und Mittelböhmen – Im Zentrum Mitteleuropas aber liegt die goldene Stadt Prag, die von Generationen von Reisenden mit Attributen im Superlativ geehrt wurde. Als die “Mutter der Städte”, “das hunderttürmige Prag”, “ein Diadem am Hals Europas” wurde die Moldaumetropole bezeichnet und Frank Kafka sah in ihr ein “Mütterchen mit Krallen”, das ihn nicht mehr losließ. Die Prager selbst drücken sich prosaischer aus, wenn sie lakonisch reimen: V Praze je blaze, in Prag fühlt man sich wohl. Das belegen jährlich 20 Millionen Touristen, die das schönste Panorama Europas vom Hradschin aus bewundern. Wie das ewige Rom umgeben auch die tschechische Hauptstadt sieben Hügel, die sich um ein historisches Ensemble mit architektonischen Glanzleistungen vom Mittelalter bis zur Gegenwart gruppieren. Mehr als fünfhundert Türme ragen in den Prager Himmel, weit über hundert Sakralbauten loben den Schöpfer dafür, dass er seine schützende Hand über der Tschechen und früher auch über die Deutschen liebstes Kind hält. Prag war im Mittelalter das Zentrum des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen. Mitten durch diese städtische Schönheit fließt die von Smetana symphonisch verdichtete Moldau, deren acht Inseln die Liebe der Tschechen zum grenzenlosen Meer versinnbildlichen.

Die Millionenstadt hat aber auch jenseits des kulturellen Pflichtprogramms touristische Zerstreuung zu bieten. Im Sommer locken der Stausee in der Divoká Šárka, Badeseen in Hostivař und in der Nähe von Řepy und Poděbrady zu einem kühlen Bad. Südlich der Hauptstadt schwillt in der Region Mittelböhmen die Moldau mit nasser Verstärkung durch die Berounka und die Sázava zu einem stolzen Strom an, ehe sie selbst sich unterhalb von Schloss Mělník in den Fluten der Elbe verliert. Die beiden südlichen Nebenflüsse durchqueren reizvolle Landschaftsschutzgebiete (Křívoklatsko, Český kras), die den Pragern als beliebte Naherholungsgebiete dienen. Kaum 30 Kilometer westlich von Prag präsentiert das Böhmische Karst eine fast weltfremde Abgeschiedenheit, in der die Bewohner eine Wasserpumpe im Garten bedienen müssen, um in den Genuss fließenden Wassers zu kommen. Nahe an der Stelle, wo die Louděnice in die Berounka mündet, erheben sich zahlreiche Kalksteinfelsen, die nicht nur für Wanderer ein beliebtes Ausflugsziel sind. Bei schönem Wetter kann man hier stramme Freeclimber beobachten, für die die steilen Felsen einen idealen Trainingsort abgeben.

Südböhmen und Böhmerwald – In der Südböhmischen Region (Jihočeský kraj) gibt es unberührte Wälder, die hin und wieder von Seenlandschaften unterbrochen werden. Über die grünen Hügel sind großzügig Burgen und Märchenschlösser verteilt. Dazwischen sind Renaissance-Städtchen gestreut mit ihren mediterranen Marktplatzarkaden, wie Krumau (Český Krumlov), Neuhaus (Jindřichův Hradec), Písek, Tabor und Třeboň. Urbanes Leben findet man in der südböhmischen Universitätsstadt Budweis (Český Budějovice) vor.

Die beste Werbung für Südböhmen ist das Reiseverhalten der Tschechen selbst: Die meisten Einheimischen verbringen ihren Urlaub rund um die rauschende Šumava. Der Fischfreund wird in Südböhmen ein wahres Angelparadies entdecken. Einer der größten Fischteiche im Třeboner Becken ist der Weltteich, tschechisch Svět, mit einer Fläche von 210 Hektar. In den siebziger Jahren haben Landschaftsschützer rund um den See einen Lehrpfad mit dem sinnigen Namen “Reise um die Welt” geschaffen, der im Kurpark von Třeboň beginnt. An seinem Ufer nisten außer stolzen Schwänen auch viele seltene Wasservögel, die im hohen Schilfrohr Schutz finden.

Edles Ostböhmen – Zwischen den rauschenden Wäldern des Adlergebirges an der nordöstlichen Landesgrenze und der sanften Hügellandschaft der Böhmisch-Mährischen Höhe erstreckten sich in der fruchtbaren Elbebene die Jagdgründe des ostböhmischen Adelsgeschlechts derer von Pernstein. Diese hinterließen nicht nur zahlreiche Jagdschlösser, sondern mit der im 16. Jahrhundert nach einen einheitlichen Plan umgebauten Stadt Pardubice auch die mustergültige Idealanlage einer Renaissancestadt. Wie eine hügelige Klammer verbindet die Böhmisch-Mährische Höhe die beiden Landesteile. Ausgedehnte Wälder, kleine und große Seen, hin und wieder ein Häuschen am Hang: Das Hochplateuau Vysočina strahlt eine toskanische Faszination aus. Nicht nur auf Touristen, die hier ausgedehnte Spaziergänge und romantische Ausflüge unternehmen können, auch auf zahlreiche Maler, die mit Staffelei und Farbkasten ausgestattet ihrem Naturalismus frönen. Der berühmte tschechische Maler Antonín Slavíček hat dieser Gegend mit seinen Landschaftsgemälden ein Denkmal gesetzt. Die mächtige Burg Pernštejn und die Königsburg Svojanov runden das Landschaftsbild ab.

Malerisches Mähren – Nordmährens Facetten reichen vom hektischen Großstadttreiben in dem zu Unrecht als Kohlerevier gemiedenen Städtekonglomerat Ostrava bis zur ländlichen Einsamkeit des Kuhländchens, dessen buntgefleckte Rindersorte auf den Wiesen zwischen dem Altvatergebirge und den mährisch-schlesischen Beskiden auf die Alm getrieben wurde. Kilometerlange Alleen mit glänzendroten Äpfeln führen in den hintersten Zipfel Nordmährens, zum Altvatergebirge. Über eine dieser Alleen erreicht man auch das alte Kurbad Velké Losiny am Fuße des Gebirges. Ein weißes Renaissanceschloss liegt versteckt in einem kleinen Wald an einem rauschenden Bächlein. Noch etwas höher liegt das mondäne Bergbad Karlová Studanka, wo angeblich der sauberste Wind Mitteleuropas wehen soll. Ein ganz anderer Wind weht in den Pavillons des Städtchens, wo den Gästen abends aufgespielt wird. Etwas bescheidener vielleicht, aber dennoch quickfidel erweisen sich die nordmährischen Kurorte als zukünftige Konkurrenz ihrer berühmten westböhmischen Verwandten.

Malerische Kleinstädte mit mediterranem Charme verführen zu ausgedehnten Weinproben in den südmährischen Winzerhochburgen um Mikulov und Znojmo. Zu den charakteristischen Landschaften Südmährens gehören die 30 km breite, außerordentlich fruchtbare Hanna-Ebene südlich von Olmütz und das südmährische Hügelland zwischen Znojmo und Brünn, dessen sonniges Klima und fette Böden die Weinkultur dieser Gegend zur Blüte brachten. Es soll Leute geben, die auf ihrer Fahrt von Brünn nach Wien nur einmal eine kleine Pause machen wollten und dann ihren ganzen Urlaub dort verbrachten. Fasziniert von der umwerfenden Landschaft mit den vielversprechenden Weinbergen, bestückt mit einer Reihe bemerkenswerter Schlösser, pars pro toto sei hier Lednice genannt, und durchzogen vom Flusstal der Dyje, deren Wasser reiche Fischteiche speist, schenkt man solchen Gerüchten gerne Glauben.

Städte[Bearbeiten]

Weitere sehenswerte Orte[Bearbeiten]

  • Böhmisch Böhmisch Krumau (Český Krumlov)
  • Karlstein (Karlštejn) mit der Burg Karlštejn, 30 km südwestlich von Prag
  • Kuttenberg (Kutná Hora) – ehemalige Bergmannsiedlung (Silberabbau). Das historische Zentrum von Kuttenberg wurde mit den Kirchen St. Barbara und Mariä-Himmelfahrt in Sedletz (Sedlec) in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.
  • Prebischtor (Pravčická brána), das größte natürliche Felsentor in Europa und die Kamnitzklamm (Soutěsky Kamenice) bei Hřensko im Nationalpark Böhmische Schweiz.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Lidice - 20 km westlich von Prag gelegenes Dorf, von den Nazis 1942 zerstört und nach dem Krieg wiederaufgebaut.
  • Die Moldau fließt von Westböhmen Richtung Prag und kann sehr schön vom Fahrrad aus erkundschaftet werden. Ausgehend von Bayrisch Eisenstein erstrecken sich gut ausgeschilderte Radwege durch ein touristisch noch weitgehend unerschlossenes Gebiet.
  • Bernsteinstraße - der historische Handelsweg verläuft von Südmähren über Olomouc und Bouzov nach Norden.

Hintergrund[Bearbeiten]

Prag ist die Hauptstadt von Tschechien und war im Mittelalter das Zentrum des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Zeitweise war der bömische König gleichzeitig römisch-deutscher Kaiser.

Anreise[Bearbeiten]

Durch Tschechien führt der Internationale Bergwanderweg Eisenach–Budapest, der heute Teil des europäischen Fernwanderweg E3 ist.

Flugzeug[Bearbeiten]

Prag hat einen internationalen Flughafen.

Bahn[Bearbeiten]

Von Deutschland gibt es verschiedene Wege mit der Bahn nach Tschechen zu reisen:

  • ... über Dresden und Schöna(Gr) nach Decin, Usit und Prag. Hier verkehren zweistündlich moderene EuroCity-Züge aus Richtung Berlin/Hamburg. Zahlreiche dieser Züge verkehren über Praha hinaus nach Pardubice, Brno und Breclav. Nahverkehrszüge verbinden ebenfalls zweistündlich Bad Schandau (S-Bahn von Dresden) mit Decin. Für die EuroCity-Züge gibt es das Angebot Europa-Spezial-Tschechien ab 39 € (in Grenznähe ab 19 €) in der 2. Klasse von jedem DB-Bahnhof nach Tschechien.
  • ... von Sachsen über das Erzgebirge gibt es zahlreiche weitere kleine Eisenbahngrenzübergänge. Die Strecken sind allesamt landschaftlich sehr reizvoll. Allerdings sind die Fahrzeiten auf den häufig kurvigen Strecken entsprechend länger.
    • Über Vejprty(Gr) gelangt man von Chemnitz und Annaberg-Buchholz nach Chomutov.
    • Potucky(Gr) verbindet Zwickau mit Karlovy Vary.
    • Züge der Vogtlandbahn verkehren über Kraslice(Gr) in Kooperation mit Viamont von Zwickau und Plauen nach Sokolov im Egertal.
    • Über Vojtanov(Gr) fahren Züge der Vogtlandbahn von Plauen in Kooperation mit der Tschechischen Bahn (CD) nach Cheb.
  • ... von Bayern verkehren Züge über Cheb(Gr) von Maktredwitz, über Furth i.W.(Gr) vier tägliche Züge von München bzw. Nürnberg nach Prag. Beim Grenzübergang Bayrisch Eisenstein muß in der Regel von einen deutschen in einen tschechischen Zug umgestiegen werden.
  • Nachtzüge der DB Autozug verkehren unter der Marke CityNightLine täglich über Schöna(Gr):
    • Zürich - Basel - Karlsruhe - Mannheim - Frankfurt - Decin - Usti n.L. - Praha
    • Amsterdam - Köln - Dortmund - Decin - Usti n.L. - Praha
    • Weitere Nachtzüge verbinden Praha mit Wien, Budapest, Kosice und vielen weiteren europäoschen Städten.

Folgende Zugkategorien werden geführt:

  • Osobní vlak (Os) = Personenzug, hält überall.
  • Spěšný vlak (Sp) = Eilzug
  • Expresní (Ex) = Expresszug
  • EuroNight (EN) = Internationaler Nachtschnellzug
  • Rychlík (R) = Schnellzug
  • IC/EC = Intercity/Eurocity
  • SuperCity (SC) = Spezieller Schnellzug zwischen Prag und Ostrau.

Alle Züge in Tschechien sind seit 2007 zuschlagfei. Für die Nutzung von SuperCity-Zügen ist eine Platzkarte (200 CZK; mit Railplus ermäßigt) zu lösen. Mit den schnellen Rychlíks kommt man in alle Ecken des Landes. Osobní vlak sind bei längeren Strecken wegen der Langsamkeit nur bedingt zu empfehlen, bieten allerdings unter Umständen einen kulturellen Einblick in das Leben in der Provinz und auf dem Land, da diese Zuggattungen auf Nebenstrecken eingesetzt werden und dementsprechend auch in den kleinsten Dörfern anhalten.

Spezial-Tickets: Eine Art Netzfahrkarte ist die "Síťová jízdenka ČD Net". Diese bietet für eine Person einen Tag lang freie Fahrt auf dem gesamten Netz der Tschechischen Bahnen. Der Preis beträgt 550 CZK. Wer nur in einem bestimmten der tschechischen Kreise unterwegs ist, der kann sich die Fahrkarte auch nur für diese Region kaufen (vergleichbar mit den Ländertickets in Deutschland, allerdings nur für eine Person). Die Preise liegen dabei je nach Gebiet zwischen 150 und 225 CZK.

Wenn man am Wochenende unterwegs ist, lohnt sich das Tschechische Wochenendticket. Name: "Sone+" (sprich "Sone plus"). Es gilt für 2 Erwachsene plus 3 Kinder unter 16 Jahren. Es ist in verschiedenen Versionen erhältlich:

1. für die gesamte Tschechische Republik - 600 CZK
2. für die gesamte Tschechische Republik & Stadtverkehr Prag - 700 CZK
3. für den Mittelböhmischen Kreis (Středočeský Kráj) & Stadtverkehr Prag - 400 CZK
4. für alle Kreise einzeln - 200 bis 250 CZK

Für Vielfahrer gibt es eine preiswerte 2000-Kilometer-Bank (Kilometrická banka) für 2100 CZK. Damit kostet 1km etwas mehr als eine Krone. Abgebucht werden minimal 100km, maximal nur 400. Gültig ist sie sechs Monate ab dem ersten Geltungstag, erhältlich an Bahnschaltern.

Für Reisen aus Sachsen und Bayern nach Tschechien bieten sich die jeweiligen Ländertickets an. Das Sachsen-Böhmen-Ticket (eine Person 22 EUR, bis zu fünf Personen 33 EUR) sowie das Bayern-Böhmen-Ticket (eine Person 25 €, jede weitere bis fünf Personen 4,50 € extra) bieten Mo - Fr von 9 Uhr bis 3 Uhr des Folgetages freie Fahrt auf allen Regionalzügen in Deutschland und allen Zügen im tschechischen Grenzgebiet. Am Wochenende kann man sogar schon ab 0 Uhr losfahren. Der Geltungsbereich in Tschechien zieht sich von Liberec, Děčín, Ústí nad Labem, Most, Chomutov, Karlovy Vary, Cheb bis nach Plzeň, České Budějovice und Český Krumlov.

Fahrplanauskunft: intermodale tschechische Reiseauskunft IDOS und Reiseauskunft der Deutschen Bahn AG

Bus[Bearbeiten]

Von Deutschland aus verkehren u.a. die Busgesellschaften Touring/Eurolines, BerlinLinienBus und Orangeways in verschiedene tschechische Städte. Auch die tschechische Firma Student Agency bietet Fahrten zwischen Deutschland und Tschechien an. Die Buslinie Bohemianlines ist für Reisen aus Skandinavien über Berlin nach Tschechien interessant.

Auto[Bearbeiten]

Mit dem Auto nach Tschechien zu fahren, stellt kein großes Problem dar. Die Straßen sind meistens in gutem Zustand. Es gibt einige wichtige Autobahn- und Schnellstraßenverbindungen, deren Benutzung mautpflichtig ist.

Verkehrsbestimmungen:

  • innerorts: 50 km/h
  • außerorts: 90 km/h
  • auf Autobahnen: 130 km/h
  • Autobahnen in Städten: 80 km/h
  • ganzjährig mit Licht fahren
  • Warnwesten mitführen
  • Ersatzlampen-Set mitführen
  • absolutes Alkoholverbot

Die Kraftstoffpreise liegen noch unter dem deutschen Durchschnitt.

Schiff[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Bahnfahren mit der Tschechischen Bahn ist günstig und vermittelt zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch den Eindruck klassischen Eisenbahnreisens, der etwa in Deutschland längst wegmodernisiert wurde. Dazu gehören die von vielen Reisenden bevorzugten Abteilwagen mit ihren weichen Polstern sowie die noch immer zahlreichen personalbedienten Verkaufsstellen für Fahrkarten ("Schalter") auch an kleinen Bahnhöfen. Gegenüber den Fernzügen fallen die auf Nebenbahnen anzutreffenden Schienenbusse ("Brotbüchsen") im Komfort eindeutig hinter westeuropäisches Niveau zurück. Zu den negativen Seiten des Bahnfahrens mit der CD zählen auch Verfügbarkeit und Ausstattung der Sanitäranlagen in den Zügen.

Folgende Zugkategorien werden geführt:

  • Osobní vlak (Os) = Personenzug, hält überall.
  • Spěšný vlak (Sp) = Eilzug
  • Expresní (Ex) = Expresszug
  • EuroNight (EN) = Internationaler Nachtschnellzug
  • Rychlík (R) = Schnellzug
  • IC/EC = Intercity/Eurocity
  • SuperCity (SC) = Spezieller Schnellzug zwischen Prag und Ostrau.

Alle Züge in Tschechien sind seit dem 9.12.2007 zuschlagfei. Für die Nutzung von SuperCity-Zügen ist eine Platzkarte (200 CZK; mit Railplus ermäßigt) zu lösen. Mit den schnellen Rychlíks kommt man in alle Ecken des Landes. Osobní vlak sind bei längeren Strecken wegen der Langsamkeit nur bedingt zu empfehlen, bieten allerdings unter Umständen einen kulturellen Einblick in das Leben in der Provinz und auf dem Land, da diese Zuggattungen auf Nebenstrecken eingesetzt werden und dementsprechend auch in den kleinsten Dörfern anhalten.

Spezial-Tickets: Eine Art Netzfahrkarte ist die "Síťová jízdenka ČD Net". Diese bietet für eine Person einen Tag lang freie Fahrt auf dem gesamten Netz der Tschechischen Bahnen. Der Preis beträgt 550 CZK. Wer nur in einem bestimmten der tschechischen Kreise unterwegs ist, der kann sich die Fahrkarte auch nur für diese Region kaufen (vergleichbar mit den Ländertickets in Deutschland, allerdings nur für eine Person). Die Preise liegen dabei je nach Gebiet zwischen 150 und 225 CZK.

Wenn man am Wochenende unterwegs ist, lohnt sich das Tschechische Wochenendticket. Name: "Sone+" (sprich "Sone plus"). Es gilt für 2 Erwachsene plus 3 Kinder unter 16 Jahren. Es ist in verschiedenen Versionen erhältlich:

1. für die gesamte Tschechische Republik - 600 CZK
2. für die gesamte Tschechische Republik & Stadtverkehr Prag - 700 CZK
3. für den Mittelböhmischen Kreis (Středočeský Kráj) & Stadtverkehr Prag - 400 CZK
4. für alle Kreise einzeln - 200 bis 250 CZK

Für Vielfahrer gibt es eine preiswerte 2000-Kilometer-Bank (Kilometrická banka) für 2100 CZK. Damit kostet 1km etwas mehr als eine Krone. Abgebucht werden minimal 100km, maximal nur 400. Gültig ist sie sechs Monate ab dem ersten Geltungstag, erhältlich an Bahnschaltern.


Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt man im ganzen Land überall hin, also mit Fernzügen, Regionalzügen, Bussen und Stadtverkehr. Verbindungen raussuchen kann man sich über www.idos.cz (auch in deutsch und englisch). Die Preise sind noch recht freundlich, es ist umweltverträglich und man lernt das Land und die Menschen definitiv besser kennen als auf der Autobahn.

Sprache[Bearbeiten]

Neben der Amtssprache Tschechisch wird auch Slowakisch, Russisch, Englisch und in Grenzregionen zum deutschsprachigen Raum im besonderen Maße Deutsch verstanden.

Kaufen[Bearbeiten]

Das Preisniveau in Tschechien hat sich dem deutschen mittlerweile stark angepasst. Lebensmittelpreise befinden sich nahezu auf deutschem Niveau. Allerdings sind im Dienstleistungsgewerbe deutliche Preisunterschiede zu bemerken. Ein Bier kostet im Restaurant beispielsweise zwischen 25 und 35 CZK (etwa 1 - 1,60 EUR). Mittags gibt es in Restaurants häufig Menüs, die einem die Auswahl zwischen mehreren Gerichten mit Vorsuppe lassen. Diese Gerichte sind dann günstig zu bekommen und mit Getränke zahlt man oft nicht mehr als 130 oder 150 CZK (etwa 5 - 6 EUR). Typische Tschechische Produkte sind z.B. Glaswaren aus der Gegend um Nový Bor, Karlsbader Oblaten, der Kräuterschnaps Becherovka und Porzellan aus Karlsbad oder Umgebung. Die Umgebung von Zlin (Mähren) ist für Schuhe berühmt (Bat'a).

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Die tschechische Küche ist eine sehr deftige und herzhafte. Serviert werden Suppen (z.B. Knoblauch-, Brokkoli-, Hühner- oder Rindersuppe), Braten (z.B. Lendenbraten, Rinderbraten) oder Gegrilltes, meist begleitet von Rotkraut, Sauerkraut oder Kohl. Dazu gibt es die berühmten böhmischen Knödel und natürlich viel Soße, um die Knödel auch richtig vollzusaugen. Herunterspülen kann man das Essen mit einem der zahlreichen hervorragenden tschechischen Biere. Die berühmtesten Marken sind wohl Pilsener Urquell und Budejovický Budvar (Budweiser). Es gibt allerdings noch viele andere regionale Brauereien, die ebenfalls köstliches Bier herstellen. Zu nennen wären beispielsweise Zlatopramen, Louny, Kozel, Radegast und Gambrinus. Als Nachspeise gibt es dann meist etwas Süßes, wie einen Palatschinken (palačinky) oder ein Stück Kuchen (z.B. medovník oder Marlenka). Zum Abschluss gönnt sich der Tscheche dann seinen verdienten Schnaps (oder manchmal auch mehere). Gängige Sorten sind dabei slivovice (Pflaume), meruňka (Marille) oder auch hruška (Birne). Wer mag, kann aber natürlich auch einen Becherovka aus Karlovy Vary genießen.

Wer einen kleinen Snack für zwischendurch benötigt, für den gibt es in Tschechien an jeder Ecke kleine Imbisse mit verschiedenem Angebot. Während man bei einem traditionell tschechischen Imbiss eher Gebackenen Käse (smažený sýr) mit Pommes bekommt, gibt es natürlich auch zahlreiche Dönerläden und Asia-Imbisse.

Man kann noch Obstbäume an entlegenen Strassen und Wegen finden, die niemand mehr aberntet, auch ganze Plantagen, mit alten, schmackhaften Sorten. Wenn man etwas sucht, kann man noch etliche gute Quellen mit sauberem Wasser finden.

Ausgehen[Bearbeiten]

Es gibt in den Mittelstädten Rockclubs, wo an den Wochenenden oft Konzerte mit regionalen, in Deutschland völlig unbekannten Bands stattfinden, die aber oft sehr gut sind, ebenso wie die Stimmung. In den Sommermonaten gibt es viele große und kleinere Rock- oder Folkfestivals.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Wikitravel hilft mit der Liste der Campingplätze bei der Suche nach Orten mit einem Campingplatz.

Bei den Unterkünften gibt es große Preisunterschiede, vergleichen hilft. In den Städten gibt es meistens Informationsbüros, die Unterkunftsverzeichnisse herausgeben. Manchmal vermieten auch Hoch- und Berufsschulen preiswert Zimmer, z.T. nur während der Sommerferien. Bei etwas Suchen kann man eine vernünftige Unterkunftr für umgerechnet 10 € finden.

Für Gruppen und kleine Gruppen kann es günstiger sein, wenn man sich ein Ferienhaus (chata) mietet.

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Feiertage[Bearbeiten]

Feiertag Datum
Neujahr und Tag der Wiedereinrichtung des tschechischen Staates 1. Januar
Ostermontag
Tag der Arbeit 1.Mai
Tag des Sieges 8. Mai
Tage der Slawenapostel Kyrill und Method 5. Juli
Tag der Verbrennung von Meister Jan Hus 6. Juli
Tag des tschechischen Staates 28. September
Tag der Gründung eines selbstständigen tschechoslowakischen Staates 28. Oktober
Tag des Kampfes für Freiheit und Demokratie 17. November
Heiligabend 24. Dezember
1. Weihnachtstag 25. Dezember
2. Weihnachtstag 26. Dezember


Sicherheit[Bearbeiten]

Tschechien ist trotz aller Vorurteile ein sicheres Reiseland. Es sind keine besonderen Sicherheitsvorkehrungen notwendig. Wer mit dem eigenen Auto anreist und sich deshalb Gedanken macht, hat an vielen Orten die Möglichkeit sein Fahrzeug gegen Entgelt auf einem bewachten Parkplatz abzustellen.

Wechselstuben

In Prag gibt es eine gewisse Anzahl Wechselstuben, die Touristen bewusst mit cleverer Werbung in die Falle locken. Der außen an der Wechselstube angebrachte Kurs, welcher durchaus in Ordnung ist, gilt nur, wenn man einen hohen Betrag (meist 10.000 CZK) tauscht. Darunter wird zu einem anderen Kurs gewechselt, der enorm abweicht und viel geringer ist. Wer dem aus dem Weg gehen will, fragt vor dem Wechseln immer wie viel Kronen man für den jeweiligen Euroschein bekommt und kann sich selbst ausrechnen, ob das Angebot in Ordnung ist oder nicht. Bei einem Kurs von 25 CZK für 1 EUR sind Wechselkurse von 24 oder 23 CZK völlig okay. Darunter sollte man besser nicht liegen und lieber zu einer anderen Wechselstube gehen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin mit EC- oder VISA-Karte abzuheben. Dabei empfielt es sich evtl. sich mit mehreren Leuten eine Bargeldabhebung zu teilen, da je nach Kreditinstitut Gebühren für das Abheben im Ausland anfallen.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Die Gesundheitsversorgung in Tschechien ist gut. Es gibt in allen größeren Städten Krankenhäuser und ein Sozialversicherungsabkommen zwischen Deutschland und Tschechien.

Es gibt Zecken, die u.a. Borreliose übertragen können. Das Leitungswasser ist z.T. stark gechlort.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima in Tschechien ist von dem Übergang zwischen einem ozeanisch und dem kontinentalen Klima geprägt, so sind die Temperaturen im Vergleich zu östlicheren Staaten auf dem gleichen Breitengrad im Sommer kühler, aber die Winter sind dazu im Gegensatz nicht so kalt und weisen eine relative Feuchtigkeit auf. Entsprechende gute Reisezeiten sind die Monate Mai bis September, aber der November bis Februar eignen sich hervorragend für Städtetouren. Im folgenden haben wir Ihnen einige klimatechnische Beispielwerte für die Monate Februar, Mai, Juli und August für Tschechien ausgewertet.

Tagestemperatur: 2°C, 11°C, 19°C, 15°C Sonnenstunden: 5 h, 7 h, 9 h, 6 h Regentage: 12 Tage, 6 Tage, 9 Tage, 13 Tage

Bei dem Land Tschechien handelt es sich um einen Binnenstaat, dies bedeutet dieses Land verfügt über keine angrenzenden Meerwasserflächen. Ausschlagend für das Klima in Tschechien ist die Lage der Randgebirge von denen Tschechien umgeben wird und die maßgeblich Einfluss auf das Klima haben. Durch seine Gebirge bietet sich in Tschechien auch die Möglichkeit zum Wintersport, der in den Monaten Dezember bis März ausgeübt werden kann.

Respekt[Bearbeiten]

Mit freundlichem, respektvollem Herangehen wird es keine Probleme geben. Ein paar Worte auf Tschechisch (verständlich ausgesprochen) erfreuen die Einheimischen.

Die Erinnerungen an die Naziherrschaft, den 2. Weltkrieg und die Zeit der kommunistischen Herrschaft sind präsent. In Kirchen sollte man entsprechend gekleidet und als Tourist nicht während Messen gehen sowie an Orten mit Mahncharakter (z.B. ehemaligen Konzentrationslagern) sich taktvoll benehmen.

Niemals sollte man die tschechischen Städte und Orte mit ihren ehemaligen deutschen Namen erwähnen, wenn man nach dem Weg fragt (z.B. anstelle von Karlovy Vary, Karlsbad etc.) oder beim Plaudern mit den Einheimischen.

Kommunizieren[Bearbeiten]

In Tschechien muss auch für Ortsgespräche die Vorwahlnummer gewählt werden. Die Null für innerstaatliche Ferngespräche entfällt.





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