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Tschad

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Tschad

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Lage
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Flagge
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Kurzdaten
Hauptstadt: N'Djamena
Staatsform: Präsidiale Republik
Währung: CFA-Franc BEAC (XAF)
Fläche: 1,28 Mio km²
Bevölkerung: 12,8523 Mio
Sprachen: Französisch (offiziell), Arabisch (offiziell), Sara (im Süden), mehr als 120 weitere
Religionen: Muslime 51 %, Christen 35 %, Animisten 7 %, andere 7 %
Telefonvorwahl: +235
Internet TLD: .td
Zeitzone: UTC +1
Website: Tourismusseite


Karte von Tschad

Der Tschad liegt in Afrika. angrenzende Länder sind Libyen im Norden, der Sudan im Osten, die Zentralafrikanische Republik im Süden sowie Kamerun, Nigeria und Niger im Westen.

Regionen[Bearbeiten]

Städte[Bearbeiten]

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Zakuma Nationalpark
  • Tschadsee
  • Ennedi und Tibesti

Hintergrund[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Tschad ein gültiges Einreisevisum, das bei der tschadischen Botschaft in Berlin beantragt werden muss.

Flugzeug[Bearbeiten]

Der einzige internationale Flughafen des Landes liegt in N'Djamena (Kürzel NDJ) und wird 3 mal pro Woche (Stand 2012) von Air France von Paris aus angeflogen (Flugzeit 5:50 Stunden. Kosten: ca. 1000 €). Weitere internationale Flüge bieten Air Inter Congo, CanAir Cargo, Ethiopian Airlines, die libysche Afriqiyah Airways ab Tripolis, Sudan Airways ab Khartoum sowie die togolesische ASky von Lomé an. Vom Flughafen aus gibt es Taxis für den Transport zur Innenstadt, die nur knapp 2 km entfernt ist. Inlandflüge: Die "Toumai Air Tchad" offeriert mit einer Fokker 28 zwischen Ndjamena (NDJ) und Abecher (AEH) pro Woche zwei Flüge mit 150 Sitzplätzen.

Bahn[Bearbeiten]

Es gibt keine Eisenbahn im Tschad.

Bus[Bearbeiten]

Busverbindungen sind rar und werden nur in größeren Orten angeboten.

Auto[Bearbeiten]

Mit dem Auto zu fahren ist mit gewissen Risiken verbunden (Raubüberfälle, Bürgerkrieg). Selbst unter gut ausgebauten Fernstraßen versteht man in der Regel Schotterpisten. Das gesamte Netz asphaltierter Straßen umfasst ca. 270 km, etwa das von Liechtenstein. Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet.

Schiff[Bearbeiten]

Der Hauptfluss Chari ist nur in der Regenzeit mit kleineren Flussschiffen befahrbar. Der Tschadsee hat einige Fährverbindungen.

Mobilität[Bearbeiten]

Die Mobilität ist gering, da das Straßennetz sehr schlecht ist. Innerhalb der Städte gibt es Taxis, überregional sollte man das Flugzeug nehmen.

Sprache[Bearbeiten]

Laut dem jüngsten Ethnologiereport gab es im Jahr 2003 im Tschad noch etwa 110 lebende Sprachen. Amtssprache ist das Standard-Arabisch, doch wird von etwa einer Million Einheimischer das "Chadian Arabic" gesprochen. Dieser Dialekt wird auch in Teilen von Kamerun, der zentralafrikanischen Republik, Niger und Nigeria benutzt. Zweite Amtssprache ist Französisch. Französisch wird in vielen Behörden gesprochen.

Einkaufen[Bearbeiten]

Die Kaufmöglichkeiten sind eingeschränkt, Souvenirläden gibt es an den größeren Hotels und Restaurants. Auf dem Markt sollte man auf Taschendiebe aufpassen. In der Hauptstadt gibt es mehrere Supermärkte, in denen man die meisten westlichen Lebensmittel und Haushaltswaren bekommt. Im Allgemeinen sind Lebensmittel und Konsumgüter wesentlich teurer als in Europa. Günstiger ist Benzin und Diesel, Zigaretten und Weißbrot. Siehe dazu: Einkaufen in N'Djamena [[1]]

Geld abheben[Bearbeiten]

Mit EC-Karten kann nirgendwo Geld abgehoben werden. Mit Kreditkarten, vorzugsweise Visa, kann in mehreren Filialen der Societé Général sowie im Novotel, Meridien und Kempinsky abgehoben werden. Allerdings muss man damit rechnen, dass manchmal alle Automaten in der Stadt ausfallen. Man sollte nicht bis zum letzten CFA warten bis man Nachschub organisiert.

Küche[Bearbeiten]

Ausgehen[Bearbeiten]

Siehe: [Ausgehen in N'Djamena]

Unterkunft[Bearbeiten]

Seit 2006 gibt es drei Hotels mit internationalen Standards im Tschad, alle in der Hauptstadt gelegen. Das neueste Hotel ist das 5-Sterne Hotel Kempinski N’Djamena. Mit seiner eindrucksvollen Fassade aus feinstem Treventino Marmor stellt es nach eigenen Angaben ein neues Wahrzeichen für Tschad dar. Es bietet umfangreiche Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten und garantiert höchste Standards. Die Zimmerpreise lagen im März 2007 zwischen 139 bis 289 Euro pro Person. Französischen Luxus bietet das zum Starwood-Konzern gehörende Méridien Chari, wo die meisten Zimmer einen Blick auf den Park und den herrlichen Fluss Chari haben. Zur Schonung der Reisekasse empfiehlt sich das Novotel La Tchadienne, das auch alle westlichen Standards aufweist. Freizeitaktivitäten wie z.B. Swimmingpool werden angeboten. Auch hier sind die Preise immer noch entsprechend "westlich". Günstigere und nach europäischem Standard auch akzeptable Hotels (Klimaanlage, eigenes Bad) sind das Hotel Shanhay, das Hotel Sahel und das Central.

Lernen und Arbeiten[Bearbeiten]

Der Tschad muss vor allem Maschinen, Fahrzeuge und Nahrungsmittel einführen. Exportieren kann das Land Baumwolle, Viehzuchtprodukte, Erdnüsse und seit 2013 Erdöl. Die Tschader hofften auf Arbeitsplätze in der Ölindustrie, 80% leben unter der offiziellen Armutsgrenze von 1,25 USD am Tag. Leider haben die Militarisierung des Landes und mafiose Regierungsmethoden (der Tschad ist einer der korruptesten Staaten der Welt) ein Projekt der Weltbank scheitern lassen. Auflage der Weltbank waren Investitionen in Infrastruktur und Bildung sowie 10% Rücklagen für zukünftige Generationen, woran sich die Regierung nicht hielt. Ein Parlamentsbeschluss änderte die Gesetze und es wurden ausstehende Beamtengehälter ausbezahlt; der Zukunftsfonds wurde gekippt. Die Zahlen variieren je nach Quelle.

Feiertage[Bearbeiten]

11. August - Nationalfeiertag - Unabhängigkeit von Frankreich am 11.8.1960

Sicherheit[Bearbeiten]


Qsicon Achtung.svg
Vor Reisen in die Hauptstadt N'Djamena, in die Region des Tschadsees, in das Grenzgebiet zwischen Tschad und Kamerun sowie in das Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik wird gewarnt. Darüber hinaus wird von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Regionen der Republik Tschad, insbesondere der Gebiete der Sahara, ihrer Randgebiete und der Sahelzone, dringend abgeraten. Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Tschad auf, besondere Vorsicht walten zu lassen. Stand 17.07.2015





Reisen im Land sind mit erheblichen Risiken verbunden. Im Norden und Osten des Landes gibt es ausgedehnte, z.T. unmarkierte Minenfelder. Touren durch die Sahara (Tibesti, Ennedi, Borkou) sind daneben mit erheblichen Verkehrs- und Gesundheitsrisiken verbunden; auch hier gilt ein erhöhtes Anschlags- oder Entführungsrisiko für westliche Reisende.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Reisende sollten für den Tschad unbedingt eine zuverlässige Rückholversicherung und einen Auslands-Krankenversicherungsschutz abschließen.

Während der Trockenzeit (Dezember-April) kommt es in den Ländern des „Afrikanischen Meningitisgürtels“, wozu der Tschad gehört, regelmäßig zu Meningokokken-Epidemien. Die Impfung mit dem konjugierten 4-fach-Impfstoff wird allen Reisenden empfohlen.

Bezüglich der Cholera besteht in vielen Regionen des Landes ein erhöhtes Risiko, v.a. in den Distrikten N'djamena, Massakory, Bongo und Bol. Die Infektionsgefahr für Touristen ist jedoch eher gering. Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen werden empfohlen. Landesweit besteht eine Risiko für diverse Infektionskrankheiten, die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen).

Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, frisch gekochten Tee oder Kaffee, nie Leitungswasser. Eiswürfel nur, wenn sie auch sicher mit sauberem Wasser hergestellt wurden. Nur gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Trinkwasser in versiegelten Flaschen gilt als unbedenklich. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst Schälen oder Desinfizieren. Fisch und Fleisch nur gut durchgekocht genießen, Obst und Gemüse nur geschält und/oder gekocht essen.

Klima[Bearbeiten]

Im Norden typisches Wüstenklima, im Süden des Landes wechselfeuchtes Tropenklima.

Im Norden liegen die Tagestemperaturen im Winter bei ca 28 Grad, nachts etwa 13 Grad. Im Sommer erreichen die Tagstemperaturen etwa 45 Grad, nachts kühlt es nur leicht ab auf etwa 26 Grad!

Im Süden gibt es keine große Unterschiede im Jahr, es ist eigentlich immer über 30 Grad tagsüber, lediglich die Nachttmeperaturen varieren von 14 Grad (Januar) - 26 Grad (Mai). Die Tagestemperaturen variieren von 33 bis 41 Grad!

Respekt[Bearbeiten]

Im Tschad leben schwarze Sudanvölker; die Sara und die Hausa bilden die größten Gruppen. Die im Süden lebenden Völker halten noch heute an ihren alten Naturreligionen und Stammestraditionen fest. Nur wenige dieser Menschen wurden durch Missionstätigkeit zu Christen bekehrt. Der dünn besiedelte Norden wird von arabischen und arabisierten Viehzüchtern und Nomaden bewohnt; u.a. den Tibbu und den Kanuri. Sie alle sind orthodoxe Muslime mit den entsprechenden Sittengeboten sowie Kleidungs- und Speisevorschriften, die auch die Besucher respektieren müssen. Für Europäer kaum nachvollziehbar sind die traditionellen Auseinandersetzungen zwischen nomadisierenden und sesshaften Völkern. Diese nehmen immer wieder gewaltsame und blutige Formen an, bis hin zum Bruderkrieg unter Einsatz modernster Automatikwaffen.

Fotografieren benötigt eine besondere schriftliche Erlaubnis (s. u.), stößt jedoch selbst bei Vorliegen dieser Erlaubnis im gesamten Land auf erhebliche kulturelle und Sicherheits-Vorbehalte. Das Fotografieren von militärischen Einrichtungen, Regierungsgebäuden, Flughäfen und anderen „strategischen Einrichtungen“ sollte unbedingt unterlassen werden. Privat-Personen reagieren häufig aggressiv, wenn sie ohne vorherige Einwilligung fotografiert werden.

Kommunizieren[Bearbeiten]

Festnetz-Telefone sind kaum verbreitet, in den großen Städten gibt es akzeptable Verbindungen.

Das GSM Mobilfunknetz wird durch zwei Betreiber abgedeckt: CelTel Tchad SA und MILLICOM TCHAD (noch keine Netzinformationen verfügbar). Prepaidkarten werden für beide Netze angeboten. Weitere Infos zur Netzabdeckung und Roamingpartnern findet man unter GSM-World.

Für längeren Aufenthalt bzw. für Wüstentouren empfiehlt sich ein Satellitentelefon. Es können Iridium, Thuraya und INMARSAT Telefone eingesetzt werden. Satellitentelefone können in fast allen europäischen Ländern geliehen werden.





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