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Transsibirische Eisenbahn

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Russland : Transsibirische Eisenbahn
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Die Transsibirische Eisenbahn

Die klassische Transsibirische Eisenbahn (kurz Transsib) führt von Moskau nach Wladiwostok. Abzweigende Strecken sind die Transmandschurische und die Transmongolische Eisenbahn, die beide in Peking enden. Streckenführung nach Peking hat nichts mit der Transsibirischen Eisenbahn zu tun. Darüber hinaus gibt es parallel und nördlich der Transsib die BAM (Baikal-Amur-Magistrale), die in Taischet von der Transsib abzweigt und nördlich am Baikalsee vorbei durch die totale Wildnis Ostsibiriens zum Pazifik führt. Richtungsangaben in diesem Artikel sind immer als "von Westen nach Osten" zu verstehen. Links verweisen oft auf englische Seiten.

Transsibirische Eisenbahn auf dem Weg nach Novosibirsk

Fahrpreise und Hintergrund[Bearbeiten]

2015 gilt neues Preissystem: Bucht möglichst die oberen Plätze in der Kupe-Klasse, das ist die 2. Schlafwagenklasse; bis Ende April 30% Rabatt, dann 15%, ab Mitte September 2015 wiederum 30%.

Ganz neu ist ein kontingentiertes Angebot, das auch im besten Zug Russlands gilt, dem 'Rossiya': Bis 09.05.2014 kostet die Gesamtstrecke Moskau-Wladiwostok nonstop inclusive Schlafwagenzuschlag und Bettwäsche im Luxuszug Rossiya 751.-, in anderen Zügen 547.-. Abfahrt des Rossiya ist immer an ungeraden Tagen um 13.50 h ab Moskau, der andere -günstigere- durchgehende Zug verkehrt an geraden Tagen ab Moskau um 00.35 h. Reisedauer 143 bzw. 162 Stunden. Einzige Buchungsbedingung der Russischen Bahn: Es müssen mindestens 4 Reisende sein, die zusammen fahren. Fahrt kann auch, zu denselben Tarifen, in Gegenrichtung erfolgen.

Tickets für die russische Bahn bekommt man am günstigsten im Internet - auf den Seiten der russischen Bahn (http://pass.rzd.ru/main-pass/public/en). Ein bisschen teurer, aber billiger als die meisten Reisebüros, ist es bei jedem Fahrkartenschalter der Bahn. Allerdings sind von Mai bis Oktober die Züge Monate im Voraus ausverkauft. Die Fahrpreise sind je nach Reisezeitraum unterschiedlich teuer. Es gibt einen Standardpreis, der zu manchen Zeiten bis zu 50 % billiger und zu anderen Zeiten bis zu 20 % teurer ist. Das ist aber einfach zu durchschauendes Prinzip.

Die Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn ist heute unproblematisch und bequem. Ein Ticket im Liegewagen für die Gesamtstrecke, 9.288 km, kostet 393,- € (ab Januar 2014). Im Sommer und an weiteren Spitzenverkehrstagen wird es vor allem in den Schlafwagenklassen teurer, offizielle Preise 2014 1. Klasse Moskau-Wladiwostok 1.390.-, 2. Klasse 973.-; dann wird es wieder deutlich billiger. Man kann Fahrkarten auch in deutschen Reiseagenturen beziehen, allerdings zu sehr viel höheren Preisen. Je weiter man nach Osten kommt, umso größer scheint die Armut und die Städte werden immer puritanischer. Und auch das Aussehen der Menschen ändert sich langsam zum asiatischen Erscheinungsbild.

Am meisten Leute lernt man aber im Zug kennen. Vor allem für Individualreisende ist die Chance sehr hoch, dass man mit Einheimischen im Abteil ist. Die herzliche Art dieser Menschen möchte ich aber hier nicht beschreiben, macht diese herrlich herzliche Erfahrung einfach selbst.

Geschichte[Bearbeiten]

Schon im alten Rom gab es die Redewendung: „Der Weg ist das Leben“. Dieses Wort passt auch auf die längste Eisenbahn Russlands – die Transsibirische Eisenbahn, die sich mit einer Länge von 9.288 km zwischen Moskau und dem am Pazifik gelegenen Wladiwostok erstreckt und die zweitlängste Eisenbahnstrecke der Welt ist (noch 874 km länger ist die Strecke Moskau - Pjöngjang, Regelzug 2 X monatlich). Der Bau begann im Mai 1891 in der Nähe von Wladiwostok. Die Bauarbeiten (1891 – 1901) sind eine Heldentat des russischen Volkes: Innerhalb von 10 Jahren errichtete man mehr als 7.000 km Eisenbahnanlagen – bei keiner anderen Eisenbahn geschah derlei in solchem Tempo. Und das trotz all der Bergrücken, Moore und Schluchten, trotz Frostboden, undurchdringlicher Taiga und gewaltigen sibirischen Flüssen, die es zu überwinden galt. Alles geschah mit einfachsten Mitteln: Spitzhacke und Schaufel. Geschick und Ausdauer der russischen Ingenieure und Arbeiter brachten das Wunder dieses Eisenbahnbaus zustande.

Nach Fertigstellung der Eisenbahn, deren Gesamtstrecke 9 288,2 km misst, schrieb die Pariser Zeitung „La France“: „Nach der Entdeckung Amerikas und dem Bau des Suezkanals kennt die Geschichte kein anderes Ereignis, das so große direkte und indirekte Konsequenzen hätte wie der Bau der Transsibirischen Eisenbahn“.

Die Route der Transsib reicht vom Moskauer Jaroslawler Bahnhof nach Wladiwostok. Diese Strecke umfasst 2 Kontinente, 16 große Flüsse, 6 Föderationsstaaten und fast 100 Städte . Bis heute sind die Brücken über die Flüsse Amur, Jennisej und Ob einzigartig – sie sind die größten des Kontinents. Insgesamt hat die Strecke 485 Brücken.

Die neue Magistrale hat Russland verändert. Die Anbindung an die Eisenbahn bewirkte einen Aufschwung der Wirtschaft in Sibirien und Fernost, und massive Zuwanderung in diese Regionen. Städte, die an der Eisenbahn lagen, wuchsen, wurden schöner und große Industriestädte entstanden: Nowosibirsk, Krasnojarsk, Irkutsk, Ulan Ude, Tschita, Chabarowsk und Wladiwostok.

Die Transsibirische Eisenbahn ist die Hauptachse des russischen Eisenbahnnetzes und das Verbindungsglied des asiatischen und des europäischen Bahnnetzes.

Eisenbahnbrücke der Transsibirischen Eisenbahn über den Kama in der Nähe von Perm

Vorbereitung[Bearbeiten]

Alleine oder in einer Gruppe?[Bearbeiten]

Ist man alleine unterwegs, ist dies eine Chance, dass die Reise ein authentisches Abenteuer wird. Dazu kommt die Freiheit, im ganz eigenen Tempo zu reisen und zu verweilen. Aber es lastet auch die gesamte Organisation auf einem selbst. Flug- und Zugbuchungen, Hotels finden und dann noch die Sehenswürdigkeiten suchen. Weiter ist es zwar schwer, aber definitiv nicht unmöglich, einen Fahrschein am Bahnschalter zu kaufen, wenn man nicht über gute Russischkenntnisse verfügt. Und wenn, so ist stundenlanges Anstehen angesagt am Schalter. Zudem noch sind die Transsib-Züge oft vollständig ausgebucht, laut RZD 96%. Genaue Planung und Reservierung sind jedenfalls im Sommer von Vorteil, es sei denn man ist flexibel und hat keine Probleme damit ein paar Tage zu warten. Beim Kauf Vorort kann man ausserdem eine Menge sparen.

Alternativ gibt es seit einer Weile in größeren Bahnhöfen auch Terminals, an denen man sich eine Verbindung aussuchen und die Fahrkarte per Kreditkarte bezahlen und ausdrucken kann. Außerdem besteht mit sehr viel Russischkenntnissen die Möglichkeit, sich bei der russischen Eisenbahn zu registrieren und die Fahrkarte online zu bezahlen. Allerdings ist das russische Bahntarifsystem hochkomplex mit 42 Saisonkoeffizienten und einer Flut von saisonalen Zu- und Abschlägen.

Man erhält eine Codenummer, mit der man dann in Russland die Originalfahrkarte am Schalter abholen kann. Rechtzeitiger Kauf ist empfehlenswert, da die Plätze frühestens 45 Tage vor Abfahrt gebucht werden können und gerade die teuren Plätze, besonders im Sommer, zuerst vergriffen sind.

Nach aller Erfahrung sind "schlechte" Plätze, also die Gangliegen mit Nummern 37 - 54 außerhalb der offenen Abteile, und bei den Toiletten, Nummern 32 - 36, manchmal noch zu bekommen, aber bei Langstrecken Geschmackssache. Die Gangliegen eignen sich nur bis 1,65 m Größe. Sehr empfehlenswert ist Buchung auf elektronischem Wege, man steigt dann nur mit seinem Reisepass ein, die Zugbegleiter führen Listen mit Namen.

Und dann sollte man noch darüber nachdenken, ob man es über Tage alleine nur mit russisch sprechendem Volk oder besser seinem Reisepartner aushält. Fahrscheine und Hotels kann man natürlich auch im heimischen Reisebüro buchen. Die Preise werden dann aber schnell exorbitant außer bei den 1 - 2 echt russischen Anbietern. Unbedingt alle Preise vergleichen, man macht leicht EUR 1.000.- oder mehr kaputt.

In der Gruppe fallen alle diese Probleme weg. Man muss nur bezahlen und dann zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Eine Gruppenreise ist etwa fünfmal teurer, als wenn man sich selber organisiert. Dafür ist man dann an den Zeitplan der Gruppe gebunden und auch Interaktionen mit Einheimischen werden sich dann wohl auf das здравствуйте (Strasstwutje=höflich für hallo) zum Kellner beschränken. Allerdings werden im Zweierabteil Moskau-Peking, Stand Februar 2015, 6.240.- EUR fällig, dafür hat man aber ständig eine Reiseleitung und nichts mit Einheimischen zu tun.

Eine sehr günstige Möglichkeit ist es, als Fahrkarte das slowakische City Star zu nutzen, da man um 100 Euro (excl. obligatorischer Reservierungen) von Pressburg (Bratislava) an den Pazifik und retour fahren kann. Außerdem gibt es Mitfahrerrabatte. Die Reservierungen für die Betten im Schlafwagen bekommt man an jedem Bahnschalter der DB und ÖBB, der internationale Fahrkarten ausstellen kann, außerdem bei vielen Bahnschaltern der SBB. Allerdings betragen die Gebühren für Reservierungen und Schlafwagen ein Vielfaches des Preises des City Star Tickets. Letztendlich liegt das City Star Ticket zwischen russischen und deutschen Preisen.

Das Problem sind in der Tat die Reservierungen: Im Gegensatz zu Westeuropa übersteigt die Nachfrage nach Tickets saisonal das Angebot bei Weitem, so dass das günstige Ticket nicht zu gebrauchen ist, weil man keinen Platz -Liege- oder Schlafwagen- mehr abbekommt. Dies gilt insbesondere von Mitte Juni bis Mitte September und an orthodoxen Weihnachten.

Offizielle Angaben hierzu gibt es bei rzd.ru (russisch) Beachten, dass das russische Tarifsystem hochkomplex ist mit einer Fülle von Saisonkoeffizienten und relationsabhängigen Zu- und Abschlägen.

Visa[Bearbeiten]

Die Visa müssen für Russland, China und die Mongolei im Heimatland beantragt werden.

Das mongolische Visum kann einfach beim entsprechenden Konsulat (bzw. Mission in der Schweiz) beantragt werden. Das chinesische Visum ist ab 50 Tage vor der Einreise beim Chinesischen Konsulat erhältlich. ***UPDATE: Ab 01. September 2013 besteht für Deutsche keine Visumspflicht mehr! 30 Tage darf man sich nun in der Mongolei visumsfrei aufhalten. ***

Schwieriger ist das russische Visum. Man erhält es nur auf Einladung hin. Für ein Touristenvisum heißt dies eine bestätigte Hotelreservierung und einen entsprechenden Zahlungsbeleg/Quittung (Voucher). Sowohl für die Reservierung als auch für den Voucher bestehen Formvorschriften, die bei den russischen Auslandsvertretungen in Deutschland kaum jemanden interessieren, die aber gerade in der Schweiz sehr genau eingehalten werden.

Ein Ausdruck der Hotelreservierungen aus dem Internet ist daher meist ausreichend. Auch die meisten Reisebüros sind mit diesen Formularen nicht vertraut. Es ist daher empfehlenswert, ein spezialisiertes Reisebüro zu suchen oder die Formulare gesondert zu kaufen. Wer individuell durch Russland reisen möchte, sollte sich eine der "flexiblen" Einladungen besorgen, die im Internet oder über Visum-Agenturen angeboten werden. Die kosten zwar etwas Geld (gesehen zwischen 30 Dollar und 50 Euro), aber bei Hotel-Einladungen kann es passieren, dass sie nur für die Zeit der Übernachtungen ausgestellt werden.

Weitere Informationen bei den russischen Konsulaten.

Online Visasupport

Klima und Ausrüstung[Bearbeiten]

Es empfiehlt sich, die Ausrüstung möglichst klein zu halten und möglichst nicht zu viele oder nicht erforderliche Wertsachen mitzuführen. Je nach Jahreszeit muss das Gepäck angepasst werden. Im Sommer kann es in Sibirien und China über 40 Grad warm werden. Im Winter liegt die Temperatur in der Mongolei unter minus 30°C.

Im Frühjahr und Herbst kann man durchaus mit einigen T-Shirts, Pullover und einer leichten Jacke auskommen. Ansonsten können Kleidungsstücke günstig auf den Märkten zugekauft werden.

Unabdingbar auf so einer langen Zugsreise sind bequeme Kleidung (Bsp: Trainer) und Flip-Flops. Auch Reiseliteratur sollte man genug mitnehmen.

Schmuck kann man gleich zu Hause lassen. Ein Muss ist natürlich eine Fotokamera. Bei Digitalkameras sollte man ausreichend Speicherkarten mitführen. Die Bilder können in jeder größeren Stadt in Internetcafes auf CD gebrannt oder einen Server geladen werden. Stromanschlüsse für Notebooks gibt es in jedem Wagen. Allerdings ist angesichts der riesigen Entfernungen und menschenleeren Gebiete nicht durchgehend ein Internetprovider in Russland erreichbar, in Städten ab mittlerer Größe und um diese herum aber immer.

Klimatabellen

Geld und Kosten[Bearbeiten]

Die Kosten hängen hauptsächlich vom gewollten Qualitätsstandard ab. Reist man in der zweiten Klasse und steigt in Mittelklassehotels ab, so sind bei 150 - 200€ noch ein einfaches Abendessen und das grundlegende Kulturprogramm inbegriffen. Bei erster Klasse, Luxushotels und geführten Ausflügen kann man die Kosten einfach auf 500 € täglich hochtreiben. Bei Selbstversorgung, dritter Klasse und Jugendherbergen kann man die Kosten auf ca. 80€ pro Tag drücken. Noch günstiger geht es, wenn man viel Zeit hat und auf jeden Komfort verzichten kann, indem man 'Elektritschkas' nimmt, eine Art S-Bahn, die nur ca. die Hälfte der ohnehin sehr billigen Liegewagen kostet und nur Sitzwagen hat. Mit ca. 80 X Umsteigen kann man mit Elektritschkas bis auf eine Lücke zwischen Tschita und Khabarovsk von Moskau nach Wladiwostok fahren für unter 100,- €.


Rabatte gibt es so gut wie keine. Einzig die ISIC (oder ein lokaler Studienausweis) verhilft dann und wann zu besseren Preisen. Als Pensionär erhält man massive Rabatte.

Geld vieler bekannter Währungen kann in jeder Stadt zu guten Kursen bei den Banken gewechselt werden. Welches mitzubringen lohnt sich nicht, da die Wechselkurse im Land selber viel besser sind. Wechselstuben am Flughafen sollte man meiden (außer in China - siehe unten) oder nur so viel wechseln, dass man in die Stadt kommt. Auch in vielen Wechselstuben werden die wichtigsten Währungen (inkl. Schweizer Franken) zu einem etwas schlechteren Kurs gewechselt. US$ kann man auch weitab der Metropolen noch verwenden. Das gleiche gilt zunehmend auch für den Euro. Im Zug gibt es keine Wechselmöglichkeit, und wenn, dann zu miserablen Konditionen.

In China kann man nur zu einem von der Regierung festgelegten Wechselkurs Geld wechseln. Privatbanken verweigern da gerne vor allem bei Schweizer Franken den Service und man muss sich zur Staatsbank bemühen.

Kreditkarten können vor allem in Hotels, besseren Restaurants, Reisebüros und Boutiquen benutzt werden. Sie sind vor allem in Moskau und Peking gerne gesehen. An Geldautomaten sollte man auf Visa oder Mastercard setzen.

Travellers Cheques sind nur an wenigen Orten einlösbar. Dafür kriegt man dann eine akzeptable Rate.

Trinkgeld gibt man in Russland bis zu 10%. In der Mongolei rundet man die Rechnung auf. In China ist Trinkgeld sehr unbekannt.

Sprache[Bearbeiten]

Obwohl Russland ein riesiges Land ist und einige Provinzen eine eigene Sprache haben, wird in jeder Schule das gleiche Russisch unterrichtet. Hat man also ein wenig Russisch gelernt, kann man es auf der gesamten Strecke anwenden. Ein großes Hindernis für die meisten Reisenden ist das kyrillische Alphabet. Es zu lernen dauert etwa fünf Stunden und sollte als grundlegende Vorbereitung gelten, da nicht alle Anzeigen auch in lateinischer Schrift sind.

In der Mongolei wird Mongolisch gesprochen. Die Schrift ist auch Kyrillisch und enthält im Vergleich zum russischen Alphabet zwei weitere Zeichen.

In China spricht man den chinesischen Dialekt Mandarin. Wer kein Chinesisch spricht, sollte sich alles aufschreiben lassen, da man ansonsten mit großer Wahrscheinlichkeit nicht verstanden wird.

Englisch wird vor allem von jungen und gebildeten Leuten gesprochen. Außer in Sankt Petersburg und vielleicht noch Moskau ist das Englisch meistens sehr schlecht und mit einem starken Akzent belastet. Manche ältere Russen sprechen Deutsch. Jüngere lernen meist neben Englisch noch Deutsch.

Touristen unter sich sprechen in ihrer Muttersprache oder in Englisch. Französisch und Spanisch sind selten.

Anreise[Bearbeiten]

Grundsätzlich ist die Transsibirische Eisenbahn mit jedem bekannten Verkehrsmittel erreichbar. Am einfachsten sind aber Flugzeug und Zug.


Flugzeug[Bearbeiten]

Die meisten großen Städte auf dieser Route sind mit dem Flugzeug erreichbar, was wohl der einfachste Weg ist, seinen Startpunkt zu erreichen und am Ende der Reise zurückzukehren.

Moskau, Peking und Sankt Petersburg werden von vielen Airlines angeflogen. Ekaterinburg ist die östlichste russische Stadt,die durch Lufthansa mit Frankfurt verbunden ist. Die meisten anderen Städte (inklusive Wladiwostok) auf und neben der Strecke werden durch Aeroflot und Sibir Airways mit Moskau verbunden.

Zug[Bearbeiten]

Sankt Petersburg ist mit drei Direktzügen täglich mit Helsinki verbunden. Von Moskau und St.Petersburg gibt es Direktzüge bzw. Kurswagen nach Berlin, Wien und in viele Städte in Osteuropa. Hier ist zu beachten, dass je nach Route ein Transitvisum für Weissrussland benötigt wird.


Bus[Bearbeiten]

Auch wenn Busreisen im deutschsprachigen Raum nicht so populär sind wie Zugreisen, soll diese Methode hier dennoch erwähnt sein. Von Helsinki aus gibt es mehrere Verbindungen nach Sankt Petersburg. Von Berlin und Wien (und vielen anderen Städten in Deutschland) gibt es Busverbindungen nach Moskau und St.Petersburg.

In China hat man meist die freie Wahl zwischen Zug und Bus.

Schiff[Bearbeiten]

Sankt Petersburg wird von Kreuzfahrtschiffen und wenigen Ostseefähren angefahren. Dasselbe gilt für Kasan, welches über eine Flusskreuzfahrt erreicht werden kann.

Regelmäßige Fährverbindungen existieren zwischen Wladiwostok und Japan.

Auto[Bearbeiten]

Die Transsibirische Eisenbahn mit dem eigenen Fahrzeug zu erreichen macht nicht viel Sinn, weil man das Auto nicht mit auf den Zug nehmen kann. Die ganze Strecke mit dem eigenen Fahrzeug abzufahren würde ich als sehr abenteuerlich bezeichnen. Neben den behördlichen Aspekten an den Grenzen sind die teilweise schlechten Straßenzustände und die Wegweiser in den jeweiligen Landessprachen zu erwähnen.

Los geht's[Bearbeiten]

Rote Linie = Transsiberische Eisenbahn
grüne Linie = Baikal-Amur-Magistrale

Hauptlinie[Bearbeiten]

Auszusteigen lohnt sich nicht überall. Am attraktivsten sind die folgenden Städte (ausgenommen Grenz- und Abzweigstädte).

Hauptstrecke:

  • Moskau (0 km, Moskauer Zeit)
  • Nischnij Nowgorod (442 km, Moskauer Zeit) an der Wolga
  • Perm (1436 km, Moskauer Zeit plus 2 Stunden) am Kama
  • Grenze zwischen Europa und Asien (1777 km), markiert durch einen weißen Obelisken
  • Jekaterinburg (1816 km, Moskauer Zeit plus 2 Stunden) im Ural
  • Tyumen (2138, Moskauer Zeit plus 2 Stunden) das erste russische Fort in Sibirien
  • Omsk (2712 km, Moskauer Zeit plus 3 Stunden) am Irtysch
  • Nowosibirsk (3335 km, Moskauer Zeit plus 3 Stunden) am Ob
  • Taiga (3565 km, Moskauer Zeit plus 4 Stunden) Abzweigung nach Tomsk
  • Krasnojarsk (4098 km, Moskauer Zeit plus 4 Stunden) am Jenissei
  • Abzweigung der BAM bei Taischet (4515 km)
  • Irkutsk (5185 km, Moskauer Zeit plus 5 Stunden) südlich vom Baikalsee
  • Ulan-Ude (5642 km, Moskauer Zeit plus 5 Stunden)
  • Abzweigung der Trans-Mongolischen Linie bei Zaudinsky (5655 km)
  • Tschita (6199 km, Moskauer Zeit plus 6 Stunden)
  • Abzweigung der Trans-Mandschurischen Linie bei Tarskaja (6312 km)
  • Chabarowsk (8521 km, Moskauer Zeit plus 7 Stunden) am Amur
  • Wladiwostok (9288 km, Moskauer Zeit plus 7 Stunden), am Pazifik

Baikal-Amur-Magistrale (BAM)[Bearbeiten]

  • Taischet(0 km, Moskauer Zeit plus 4 Stunden) Abzweigung von der Hauptstrecke
  • Bratsk (326 km, Moskauer Zeit plus 5 Stunden) Der Damm ist das eigentliche Highlight hier
  • Sewerobaikalsk (1064 km, Moskauer Zeit plus 5 Stunden) Am nördlichen Ende des Baikalsees
  • Tynda (2364 km, Moskauer Zeit plus 6 Stunden) die BAM-Stadt
  • Komsomolsk-na-Amure (3837 km, Moskauer Zeit plus 7 Stunden) letzte interessante Stadt, verbindung zur Hauptstrecke
  • Vaino (4283 km, Moskauer Zeit plus 7 Stunden) Fähre nach Kholmsk
  • Sovietskaya Gavan (4309 km, Moskauer Zeit plus 7 Stunden) Der triste Endpunkt der BAM

Die Transmongolische Eisenbahn[Bearbeiten]

  • Nauschki (5902 km / 0 km, Moskauer Zeit plus 5 Stunden) Russischer Grenzort
  • Sükhbaatar (21 km, Moskauer Zeit plus 5 Stunden) Mongolischer Grenzort
  • Ulaanbaatar (404 km, Moskauer Zeit plus 5 Stunden) Hauptstadt der Mongolei
  • Zamyn-Üüd (1113 km, Moskauer Zeit plus 5 Stunden) Mongolischer Grenzort
  • Erenhot (842 km bis Peking, Moskauer Zeit plus 5 Stunden) - Chinesischer Grenzort im Autonomen Gebiet der Inneren Mongolei mit ca. 45.000 Einwohner auf 966 m Höhe. Die Züge werden hier umgespurt.
  • Jining (498 km bis Peking, Moskauer Zeit plus 5 Stunden) Wichtiger Eisenbahnknotenpunkt
  • Datong (371 km bis Peking, Moskauer Zeit plus 5 Stunden) Für altertümliche Klöster
  • Peking (0 km, Moskauer Zeit plus 5 Stunden) Hauptstadt von China

Backpacker haben folgende Möglichkeit, um vor allem im Sommer kaum erhältliche und sehr teure Tickets auf der Strecke Ulan Bator-Peking zu umgehen, manche deutsche Agenturen verlangen 450.- dafür: Täglich morgens, Stand Dezember 2013, fährt ein Zug durch die Wüste Gobi bis nach Zamin Uud / Erlian an die chinesische Grenze. Kosten im Liegewagen etwa 10.-, Fahrkarten selbst kaufen am Schalter in Ulan Bator, keine Auslandsbuchungen möglich. Ab Erlian nehmt Ihr am besten einen der zahlreichen Nachtbusse bis Peking, ca. 10-12 Stunden, etwa 30.-. ACHTUNG die Grenze darf nicht zu Fuß überquert werden, nehmt Euch einen Minibus dafür, ca. 2.-. Weitere Infos sind auf <ref>http://transsibirischeeisenbahn.me<ref/>

Die Transmandschurische Eisenbahn[Bearbeiten]

  • Zabaikalsk (6666 km, Moskauer Zeit plus 5 Stunden) Russischer Grenzort
  • Manzhouli (935 km bis Harbin, Moskauer Zeit plus 5 Stunden) Chinesischer Grenzort
  • Harbin (1388 km bis Peking, Moskauer Zeit plus 5 Stunden) Eine chinesische Millionenstadt mit russischem Einfluss
  • Shanhaiguan (415 km bis Peking, Moskauer Zeit plus 5 Stunden) Hier trifft die grosse Mauer das Meer
  • Peking (0 km, Moskauer Zeit plus 5 Stunden) Hauptstadt von China

Abstecher[Bearbeiten]

Einige der interessantesten Ziele sind etwas abseits der Hauptlinie. Sankt Petersburg darf hier natürlich auf keinen Fall fehlen, siehe WIKIPEDIA-Exzellenzartikel 'St. Petersburg'. Kasan (820 km, Moskauer Zeit plus 1 Stunde), die Hauptstadt der Tataren,liegt an der Wolga auf der alternativen Strecke zwischen Moskau und Jekaterinburg. Tobolsk (212 km ab Tyumen, Moskauer Zeit plus 2 Stunden) findet sich nahe Tyumen, und ist die alte sibirische Hauptstadt. Tomsk (79 km ab Taiga, Moskauer Zeit plus 4 Stunden), Sibiriens schönste Stadt, erreicht man von Nowosibirsk und Krasnoyarsk, wenn man bei Taiga abzweigt.

Ein Muss für jeden Transsibreisenden ist der Baikalsee als Weltnaturerbe der UNESCO. Ausgangspunkte hierfür sind Irkutsk und Severobaikalsk.

In der Mongolei sollte man unbedingt das Umland von Ulaanbaatar besuchen. Beispielsweise den Nationalpark Terelj oder (weit) im Süden die Wüste Gobi.

Die Grosse Mauer ist eine der Hauptattraktionen in China.

Züge und Klassen[Bearbeiten]

Richtig, Züge! Auf der Transsib herrscht Hochbetrieb. Die gesamte Strecke ist zweigleisig und zwischen Moskau und Irkutsk kreuzen sich alle 10 Minuten irgendwelche Züge. Sei dies Fernverkehr, Vorortszüge oder Gütertransporte.

Touristenzüge[Bearbeiten]

Für uns Touristen sind vor allem die Fernverkehrszüge wichtig. Hier gibt es die Kategorien Firmennye (Фирменный), Skory (Скорый) und Passaschirskiie (Пассажирский). Die Firmenyezüge gelten als Hochkomfortzüge und sind etwa gleich schnell wie die Skory (Express). Einiges langsamer, aber qualitativ akzeptabel sind die Passaschirskiie, was in etwa Passagierzug heisst.

Bei der Wahl gelten manchmal zwei Regeln:

  1. Je höher die Kursnummer, desto schlechter der (Service im) Zug. Die Zugkategorie steht im Fahrplan.
  2. Je weiter die Strecke ist, die man am Stück zurücklegen will, desto kleiner ist die Auswahl an Zügen (Kursen).

Die Direktzüge Moskau-Ulaanbataar-Peking und Moskau-Hohot-Peking (und zurück) fahren einmal pro Woche. Zwischen Moskau und Sankt Petersburg sind es über 20 täglich.

Auf den Fernverkehrszügen wird jeder Wagon durch eine oder zwei meist weibliche ZugbegleiterIn (проводник provodnik/проводница provodnitsa) betreut. Sie ist für die Reinlichkeit unter anderem der zwei Toiletten zuständig, leert den Müll, kocht Wasser und, ach ja, kontrolliert Fahrscheine.

Klassen[Bearbeiten]

Auf dem Russischen Eisenbahnnetz gibt es insgesamt sieben Klassen. Auf Darstellung der Klassen M1, M2, M3 wird hier nicht eingegangen, da exorbitant teuer wie 1.-KL.-Flüge.

  • In der ersten Klasse (СВ/SW-Spalny Wagon) besteht ein Wagen aus 9 Abteilen mit jeweils zwei Liegen. Die Abteile können von innen verschlossen werden. Mit einem Vierkantschlüssel kann man die Tür aber von außen öffnen. Ist die Kette vorgehängt, lässt sich die Tür nicht weiter als 5cm aufschieben.
  • Die zweite Klasse (Купе/Kupe) ist genau gleich aufgebaut, nur dass hier vier Betten (zwei oben, zwei unten) pro Abteil sind.
  • Die dritte Klasse (Плацкартный/Plazkartny) ist ein Liegewagen mit 54 Plätzen, Achtung, besser nur die Nummern 01 - 32 buchen. 33 - 36 sind direkt an der Toilette, 37 - 54 längs zur Fahrtrichtung angebrachte kurze und wegen ständigen Betriebs auf dem Gang unvorteilhafte Liegen außerhalb der offenen Abteile.
  • Die vierte Klasse (Obschchy) findet sich nur in Vorortszügen (Prigorodny Poesd oder Elektritschka) und in einigen Zügen bis ca. 1.800 km. Hier herrscht etwa die gleiche Bestuhlung, wie wir sie von den S-Bahnen her kennen. Wer ein Straflagerfeeling (Gulag) braucht, kann in dieser 4. Klasse fahren von Moskau bis Gulag Vorkuta, Fahrtdauer um die 40 Stunden, Ticket kostet EUR 34.- (Oktober 2012).

Fahrpläne[Bearbeiten]

  • Fahrpläne und russische Preise mit Stand Februar 2015 auf Deutsch [1]
  • Der russische Fahrplan enthält auch Preise, nur auf Russisch.
  • Fahrpläne für China gibt es auf Englisch bei Treehouse oder bei chinatravelguide. Die offizielle Seite der Chinesischen Staatsbahn ist ausschließlich in Chinesisch.
  • Die mongolische Bahn ist per Internet unerreichbar, es gibt seit 6 Jahren nur eine einzige unveränderte Seite.

Die mongolische Seite befindet sich im Aufbau. mongoliatourism.gov.mn ist die offizielle Tourismusseite der Mongolei.

  • Allgemein für Zugreisen, die DB hat auch vereinzelte Fahrpläne von Russland.

Unterkunft und Verpflegung[Bearbeiten]

Essen[Bearbeiten]

Auf einer so langen Reise lernt man auch viele Küchen kennen. Für die lokale Küche schau doch einfach bei den einzelnen Städten und Regionen hinein. Hier sind nur ein paar allgemeine, zugbezogene Dinge.

Supermärkte (nicht unbedingt westlicher Art), günstige Essstände und einfache Restaurants gibt es eigentlich in jedem Ort entlang der Route. Teurere Restaurants finden sich vor allem in den Grossstädten. Auch Fastfood Ketten sind dort vorhanden. Die Amerikanischen Ketten finden sich aber nur in Moskau, Sankt Petersburg und Peking.

Die meisten Züge sind mit einem Speisewagen ausgerüstet. Ohne entsprechende Sprachkenntnisse kann das Bestellen aber bereits zum Erlebnis werden. Die Qualität hängt sehr stark vom jeweiligen Speisewagen ab und davon, ob der Koch gerade betrunken ist = selbst mehrfach erlebt. Hier ist zu beachten, dass bei Vorausbuchung der Klasse "mit Service" (nur 2er und 4er Schlafwagen) das Essen im Speisewagen oder am Platz im Fahrschein inbegriffen ist.

Eine Alternative zum Speisewagen sind die Babuschkas (zu Deutsch Grossmütter), die an einigen Stationen ihre Waren auf dem Bahnsteig feilbieten. Die Preise sind annehmbar, die Qualität meistens sehr gut und naturbelassen - ob man gekochte Hühnerbeine und Omul probieren will, muss jeder selber entscheiden.

Eine andere Alternative sind Fertiggerichte, die mit heissem Wasser aufgebrüht werden können. Eine reiche Auswahl davon gibt es in vielen Supermärkten und Kiosken nahe den Bahnhöfen. Für das heisse Wasser steht in jedem Wagen ein Samowar zur freien Verfügung, der von der Zugbegleiterin ständig gefüllt und erhitzt wird.

Das Essen wird traditionell auf dem Tisch im Abteil ausgebreitet und dann geteilt. Somit entsteht ein sehr gemütliches Picknick und man lernt seine Fahrbegleiter auf eine äußerst gemütliche Art kennen. Man sollte aber darauf achten, dass man eingeladen wird (Formsache) und dass man auch selber etwas dazulegt. Spezialitäten aus der Heimat sind dabei sehr willkommen.

Trinken[Bearbeiten]

Der Alkohol ist vor allem in Russland sehr stark in der Bevölkerung verankert. Somit gehört natürlich zum gemütlichen Picknick spätestens nach fünf Minuten auch der ominöse Wodka. An dieser Stelle sollte man sich mit absoluter Sicherheit bewusst sein, wann man aufhören muss. Ein Wetttrinken endet mit Sicherheit in einem russischen Spital oder dem Leichenhaus. Die Qualität dieses reinen Wassers kann ich nicht bemängeln. Trotz exzessiven Konsums auf meinen Reisen habe ich mein Augenlicht bisher nicht verloren. Von Flaschen ohne Zollsiegel sollte man dennoch die Finger lassen.

Samovar im Zug

Daneben haben vor allem Russland und China eine sehr intensive Teekultur. In Russland ist dies Schwarztee mit Zitrone, in China grüner Tee. Getrunken wird er vor allem in Pausen, nach dem Essen und auch als Aperitiv bei bestimmten Anlässen.

Schlafen[Bearbeiten]

Kabine mit vier Liegen

In Fernverkehrszügen hat man außer in der 4. Klasse immer ein Bett. Die Querliegen sind 1.80 Meter lang und etwa einen halben Meter breit. Achtung - die Längsliegen auf der Gangseite, Nummern 37-54, sind deutlich kürzer. Es kann sein, dass vergessen wurde, die Bettwäsche dazuzubuchen. Die Zugbegleiterin kassiert dann etwa 70 - 90 Rubel (ca. 2 € / CHF 2-3).

Vermeidet unbedingt die Plätze 33-36, diese sind direkt am Klo. Plus Plätze ab Nummer 37, das sind längsseitige Liegen gegenüber den offenen Abteilen. Ab Nr. 37 wird man dauernd beim Schlafen gestört wegen Leuten auf dem Gang, außerdem sind diese Liegen nur bis 1,60 m Größe brauchbar, da sehr kurz.

Muss man vor acht Uhr Ortszeit aussteigen, wird man eine halbe Stunde vor Ankunft von der Zugbegleiterin geweckt. Ansonsten wird man eine Viertelstunde vorher auf das Erreichen des Ziels hingewiesen. In der dritten Klasse wird eine halbe Stunde vor Ankunft das Licht angemacht.

Vorschriften und Sicherheit[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Am sichersten ist man im Zug selber. Das wohl Schlimmste, was einem hier passieren kann, ist, dass man beklaut wird. Mir selber sind aber keine Reisenden bekannt, die im Zug bestohlen wurden.

Ansonsten kann man sagen, je weiter man nach Osten kommt, umso unsicherer sind die Städte. Wenn man alleine unterwegs ist, sollte man einsame Gegenden meiden, in Menschenmengen besteht lediglich die Gefahr, beklaut zu werden. Auch zu beachten ist, dass manche Züge mitten in der Nacht am Reiseziel ankommen. Hier empfiehlt es sich, einen Zug zu wählen, der zu helleren Zeiten ankommt.

Auf Märkten wird man als Tourist, wie überall, zuweilen übers Ohr gehauen. Hier ist etwas Verhandlungsgeschick vonnöten, Russischkenntnisse helfen sehr weiter. Verhandlungen sollten immer in Rubel geführt werden, auch wenn der Händler mit Dollar beginnt und man am Schluss mit Dollar bezahlen will. Gewechselt wird zum aktuellen durchschnittlichen Bankkurs.

Händler und Taxifahrer halten einem in China und in der Mongolei oft am Ärmel fest, weil sie einen zu ihrem Stand bzw. Auto führen wollen. Hier reicht es, sich einfach loszureißen. Die Leute wollen einen vielleicht durch zu hohe Preise betrügen, sich aber sicher nicht körperlich schädigen.

In manchen Hotels wird Prostitution auf den Gängen betrieben. Wer diese Dienstleistungen in Anspruch nehmen will, sollte sich über die finanziellen und Gesundheitsrisiken im Klaren sein.

Die unsicherste Stadt bei Nacht ist Ulaan Baatar. Hotels und Jugendherbergen schließen hier sehr oft zwischen 0.00 Uhr und 6.00 Uhr, da es auf der Straße zu gefährlich ist.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Die Reise sollte man bei guter Gesundheit antreten und dieser Zustand soll sich bitte auch nicht bis zum Ende der Fahrt ändern. Eine gute medizinische Versorgung nach westlichen Maßstäben ist eigentlich nur in Moskau und Sankt Petersburg zu finden. In Peking sind die Zustände in Privatkliniken annähernd gut. In der Mongolei ist man in der Provinz mit dem eigenen Erste-Hilfe-Kasten wohl am besten versorgt. Für kleinere Verletzungen reichen die Privatkliniken in Ulaan Baatar noch aus, bei schwereren Leiden sollte man keine Kosten scheuen, um möglichst schnell Moskau, Peking, die USA oder Westeuropa zu erreichen.

Vor allem sollte man sich um die Grippe sorgen machen. Wegen der Gefahr, Tollwut zu bekommen, sollte man Abstand zu wilden Tieren halten.

Aktuelle medizinische Hinweise für die entsprechenden Länder gibt das Auswärtige Amt

Respekt[Bearbeiten]

Die Russen versuchen scheinbar immer noch mit der neuen Situation Kapitalismus klar zu kommen. Während ältere Leute meist scheinbar den alten Zeiten nachtrauern, empfangen die jungen die neue Freiheit mit offenen Armen.
Die meisten Russen werden einem abweisend und introvertiert vorkommen. Man zeigt Gefühle in Russland nicht auf der Straße. Kommt man aber mit ihnen ins Gespräch, erzählen sie einem ihre ganze Lebensgeschichte. Alkohol und ein paar Worte Russisch sind sehr hilfreich, um das Eis zu brechen.

Das nomadische Leben der Mongolen hat sie zu guten Gastgebern gemacht. Fremde sind gerne gesehen und willkommene Gäste. Eine persönliche Bindung zu ihnen aufzubauen ist jedoch ein Kunststück.

Bei den Chinesen ist die Familie der Mittelpunkt. Begegnungen sind meist von tiefer Ehrfurcht und gegenseitigem Respekt geprägt. Außerdem sind die Leute meist sehr hilfsbereit.

Fotografieren darf man trotz der touristischen Öffnung der Länder nicht überall. Vor allem Militär- und Verwaltungsgebäude sowie Grenzanlagen sollte man keinesfalls abbilden, wenn man nicht im schlimmsten Fall im Gefängnis enden will. Aber auch andere staatliche Gebäude wie beispielsweise Bahnhöfe sollte man nicht all zu offen ablichten. Museen weisen normalerweise auf ihre Regeln hin.

Weiter geht's[Bearbeiten]

Ist man nach sieben Tagen Transsibreise in Wladiwostok angekommen, hat man das Gefühl, man sei am Ende der Welt. Doch bekanntlich ist die Erde ja keine Scheibe. Somit hat man hier die Möglichkeit, eine Fähre zu besteigen und nach Japan weiter zu fahren. Nach Westen hin gibt es Züge nach Harbin in China mit Verbindungen nach Peking. Eine Fortsetzung der Reise nach Nordkorea wird sich schwierig gestalten.

Ist die Reise in Peking zu Ende, ist dies ein wunderbarer Startpunkt für eine Chinareise.

Ab Moskau kann man sich gerne noch den Goldenen Ring ansehen oder noch einen Abstecher nach Sankt Petersburg, dem Tor zu Skandinavien, machen. Auch gehen Direktzüge nach halb Europa.

Will man einfach nur nach Hause, kann man dieselben Methoden wie bei der Anreise nutzen.

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