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Transnistrien

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Transnistrien ist ein östlich des Flusses Dnister gelegenes Land, das seit 1992 de facto unabhängig ist. Transnistrien wird jedoch noch von keinem Staat oder einer internationalen Organisation als vollständig souveräner Staat anerkannt [1], da es ein Teil der Republik Moldau war.

Flagge
Staatsflagge Transnistriens
Kurzdaten
Hauptstadt Tiraspol
Staatsform Sozialistische Republik
Währung Transnistrischer Rubel
Fläche 3.567 km²
Bevölkerung 555.500
Amtssprache Russisch, Ukrainisch, Moldawisch (kyrillische Schrift)
Telefonvorwahl +373
Internet TLD .md
Zeitzone MEZ+1h (OEZ)
Karte Transnistrien 02 02.png

Inhaltsverzeichnis

Regionen[Bearbeiten]

Plan der Regionalen Verwaltungseinheiten

Transnistrien ist in fünf Verwaltungsregionen und zwei freie Städte unterteilt.

Städte[Bearbeiten]

Die wichtigsten Städte sind Tiraspol (168.000 Einwohner), Bender und Rybniza.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

In Transnistrien befinden sich Teile der ehemaligen Siedlungsgebiete der Schwarzmeerdeutschen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Transnistrien (offiziell Transnistrische Moldauische Republik) ist ein Teil Moldawiens. Es erklärte im Jahre 1990 seine Unabhängigkeit, weil es sich im Gegensatz zu Moldawien nicht von der Staatengemeinschaft der ehem. SSR Staaten loslösen wollte. Auf den Einmarsch Moldawischer Polizei folgte ein Bürgerkrieg bis 1992. Die in Transnistrien immer noch stationierte russischen Armee nahm daraufhin eine Schutzfunktion auf, die dem Land seine de facto-Unabhängigkeit erhielt.

Bis heute wurde das Land von keiner Regierung anerkannt, man bekommt jedoch den Eindruck, dass es sich um einen vollständig unabhängigen Staat handelt: Eigene Grenzkontrollen (an den Hauptverkehrsstraßen), Uniformen, Nummernschilder, Währung, Briefmarken, etc.

Die Situation ist seit 1992 weiterhin stabil, das Auswärtige Amt rät weiterhin jedoch von Reisen nach Transnistrien aus politischen Gründen ab. Die deutsche Botschaft in Chisinau (Moldawien) kann auf dem Gebiet Transnistriens keine konsularischen Dienstleistungen anbieten.

Visum[Bearbeiten]

Für Transnistrien selber benötigt man kein Visum. Man füllt eine Imigration- Card in russisch oder englisch aus, die Einreise ist kostenfrei. Seit dem 1.3.2008 wird auch keine Einladung zur Einreise mehr benötigt.

Wer weniger als 24 Stunden verbleibt, wählt den Eintrag Transit/Tourist und lässt das Adressfeld frei.

Die Immigration- Card beinhaltet alle Informationen doppelt, ein Teil verbleibt an der Grenze, der zweite Teil ist mitzuführen.

Der zweite Teil der Immigration- Card wird bei einem Aufenthalt über 24 Stunden auf der Rückseite mit einer Eintragung über die Registrierung versehen. Wenn die Registrierung außerhalb der Öffnungszeiten bei der Polizei vorgenommen wird, bekommt man dort einen weiteren Zettel mit dem Behördenstempel.

Die angegebene Aufenthaltsadresse sollte der Realität entsprechen, die Grenzkontrolle hat die Möglichkeit, die Angaben im Melderegister zu verifizieren. Da sich bei den Einwohnern die Meldeadresse und der reale Aufenthalt oft unterscheiden, sollte man sich im Vorfeld der Reise die korrekten Daten geben lassen um Rückfragen zu vermeiden.

In Transnistrien muss man sich bei einem Aufenthalt von mehr als 24 Stunden registrieren lassen. In Tiraspol erhält man dies in einem neuen Bürogebäude in der Kotovskiy Straße 2A. Die Straße ist auf dem Stadtplan im Lonely Planet eingezeichnet, wenn auch leicht anders geschrieben. Es ist etwas westlich des Zentrums, Richtung Fluss, aber vom Zentrum aus in fünf bis zehn Minuten zu Fuß zu erreichen. Die Gegend macht keinen gefährlichen Eindruck. Zur Registrierung zeigt man einfach seinen westlichen Reisepass vor und die Leute wissen schon, was gemeint ist. Man muss allerdings ein paar Fragen beantworten und wird evtl. zu einem anderen Fenster geschickt, um zu bezahlen (ein paar Cent). Wichtig: Darauf achten, dass einem das "Visum" bzw. der Durchschlag nicht abgenommen wird! Auch jüngere Angestellte sprechen hier nicht unbedingt Englisch oder Deutsch, ggf. werden aber Papierschilder gezeigt, auf denen seltsame englische Sätze stehen, die einem sagen sollen, was zu tun ist. Z.B. bedeutet das Schild mit der Aufschrift "What numbers leave to Tiraspol?", dass man ihnen sagen/zeigen soll, an welchem Datum man abreist.

Außerhalb der Öffnungszeiten (werktags bis 16 Uhr oder 16:30 Uhr) bzw. außerhalb der Städte kann man sich bei der Polizei registrieren lassen. Sollte man mehrere Tagen bleiben, muss man auf jeden Fall klären, ob die Registrierung nur für 24 Stunden gültig ist oder länger.

Die 24 Stunden bis zur Ausreise oder bis zur Registrierung sind einzuhalten, die Einreisezeit wird auf der Immigration- Card vermerkt.

Anreise[Bearbeiten]

Vor Reisen nach oder durch Transnistrien sollten sich Reisende über die aktuelle politische Lage informieren. Reisende, die sich dennoch nach Transnistrien begeben, werden darauf hingewiesen, dass eine konsularische Betreuung durch die deutsche Botschaft Chisinău grundsätzlich nicht erfolgen kann.

Das Fotografieren militärischer Anlagen und wichtiger Industrie- und Verkehrseinrichtungen ist in Transnistrien verboten.

Man kann mit dem Bus und dem eigenen Pkw nach Transnistrien einreisen, und zwar meistens über die Hauptverkehrsstraße die von Chisinau über Bender und Tiraspol nach Odessa führt. Moldawien und die Ukraine verlangen unter anderem von EU-Bürgern kein Visum mehr.

Mit dem Pkw wird (nach telefonischer Auskunft der Beschwerdehotline vom 8.9.08 und Besuch im August 2011) rechtmäßig eine Straßenbenutzungsgebühr in Höhe von 5 US-Dollar verlangt. Dafür sollte man dann auch eine Quittung erhalten.

Reisende sollten nicht über die Übergänge zwischen der Ukraine in dem abtrünnigen Landesteil Transnistrien einreisen. Reisende riskieren, sich illegal in der Republik Moldau aufzuhalten, weil an diesen Übergängen keine Kontrolle durch die moldauischen Behörden erfolgt.

Mit umständlichen Ein- und Ausreiseprozeduren und zahlreichen Verkehrskontrollen muss in Transnistrien gerechnet werden. Dabei kann es zu Schikanen kommen, die auf die Zahlung eines Bestechungsgeldes abzielen.

Vor Reisen nach oder durch Transnistrien sollten sich Reisende über die aktuelle politische Lage informieren. Eine konsularische Betreuung durch die Botschaft kann im Landesteil Transnistrien grundsätzlich nicht erfolgen.

Seit 2010 ist der Grenzübertritt von Kischinow Richtung Tiraspol bei Bender völlig problemlos und kostenlos. Der einzige bewaffnete Kontrollposten im Land, bei dem ggf. man halten muss, ist an der Dnjester- Brücke in Bender.

Wenn man über die Ukraine nach Transnistrien einreist und dann nach Moldawien weiterfährt, kommt man häufig in die Situation, dass man nie offiziell in Moldawien ankommt: Transnistrien stempelt den Pass nicht, Moldawien kontrolliert entweder gar nicht (auf dem Land) oder der Kontrolleur stempelt nichts in den Pass (Hauptverkehrsstraßen). Bei einer Aufenthaltsdauer bis zu 3 Tagen kann man problemlos über Moldawien ausreisen, bei mehr als 3 Tagen sollte man sich in Moldawien registrieren um unnötigen Diskussionen an der Grenze aus dem Weg zu gehen.

Bargeld braucht man ebenfalls bei der Einreise nach Transnistrien, da der Zoll ggf. nach einem Bestechungsgeld fragen wird. Dies sollte 10 US-Dollar/Euro pro Person nicht übersteigen. Die offizielle Linie der transnistrischen Regierung ist, dass die Einreise visumsfrei und kostenlos ist. Das Argument korrupter Zöllner ist es, dass der Ablauf durch dieses Bestechungsgeld beschleunigt wird, man keine kyrillische Zollerklärung ausfüllen muss und nicht durchsucht wird, was sonst angeblich Stunden dauern könnte (äußerst unangenehm, wenn der gesamte Reisebus bereits wartet). Es ist ratsam, jedem Zollbeamten sofort (noch bevor dieser nach Geld fragt) klar zu machen, dass man nichts Illegales einführt und sich ggf. gerne durchsuchen lässt.

Im August 2011 bot der Zöllner an, für 5 EUR das Autoimmatrikulationsdokument für einen auszufüllen. Weitere "Bearbeitungsgebühren" wurden nicht erhoben. Dort behandelte uns jeder in einer völlig akzeptablen bis freundschaftlichen Weise.

Im Oktober 2012 lagen am Grenzübergang Bendery alle Zoll- und Einreiseformulare in englischer Sprache vor, dazu hingen Ausfüllbeispiele aus. Die Zöllner schickten mich gleich an den Tisch eines Kollegen, der gut Englisch sprach. Die Straßen- und Zollgebühr berechnete sich nach dem Fahrzeugtyp. Für eine Mittelklasseliemousine wurden 12 US$ fällig. Zahlbar auch in €, es war passend zu zahlen. Das Zollformular für das Fahrzeug wird gestempelt und gilt für mehrere Einreisen innerhalb des eingetragenen Gültigkeitszeitraums. Die Prozedur war etwas umständlich, jedoch nicht schikanös. Die Personenkontrolle ging schnell und war kostenlos.

Eine nachträgliche Beschwerdemöglichkeit (sollte man unbedingt nutzen, spätere Reisende werden es Ihnen danken) gibt es im Internet unter http://customs.tiraspol.net/. Allerdings nur in der russischen Version (Горячая линия anklicken). Man kann die Beschwerde auch als E-Mail an dos@gtk.idknet.com (transnistrische Zollbehöre) versenden. Man sollte die Beschwerde aber auf Russisch übersetzen, zur Not mithilfe von www.google.com/language_tools oder einem ähnlichen Programm. Es gibt auch eine telefonische Beschwerdehotline: (00373 533) 9-45-78 oder 9-25-68. Ein englischsprechender Beschwerdebeauftragter ist unter der Ruf-Nr. 00373-77771508 bzw. mosers@hotbox.ru erreichen.

Am besten ist es, wenn man Tag, Uhrzeit, Name des Grenzübergangs und eben diese Nummer angeben kann. Man soll auch seine eigene Telefonnummer für Rückfragen angeben. Es empfiehlt sich, die Nummer des Zöllners (kleine Plakette auf der Brust) gleich einzuprägen, noch bevor es ein Problem mit ihm gibt. Auch der netteste Zöllner kann sich auf einmal als korrupt erweisen!

Seit dem 26.09.2011 gibt es eine klare Regelung der Behandlung von Bargeld. Beträge bis 10.000 USD (bzw. Äquivalent in anderen Währungen) sind bei Ein- und Ausfuhr durch Nutzung des grünen Kanals bzw. auf Aufforderung mündlich zu deklarieren, darüber hinaus ist eine vollständige Zollerklärung mit Herkunftsnachweis erforderlich. Für per Zollerklärung deklarierte Beträge sind 0,18 Prozent der deklarierten Summe an Zollgebühren zu entrichten. Auf Wunsch kann man auch geringere Beträge als 10.000 USD deklarieren.

Flugzeug[Bearbeiten]

Chisinau (Moldawien) und Odessa besitzen internationale Flughäfen. Von beiden Städten aus ist man per Bus oder Taxi innerhalb von etwa einer Stunde in Transnistrien.

Bahn[Bearbeiten]

Aus Moldwavien kommend, fuhr nach Jahren der Blockade längere Zeit nur das Zugpaar 65/66 Chisinau-Tiraspol-Moskau über transnistrisches Gebiet. Seit Anfang Oktober 2010 verkehrt wieder ein tägliches Zugpaar Chisinau - Tiraspol - Odessa. Während der Sommersaison verkehrt des weiteren neu der Zug Saratov (Russland)-Tiraspol-Chisinau- Varna (Bulgarien). Dazu kommen mehrere tägliche Regionalzüge Chisinau-Bendery 2.Wer das Abenteuer liebt, kann mit dem Regionalzug von Chisinau nach Bendery fahren. Dieser Zug ist extrem langsam, nicht sehr bequem und hält in jedem Dorf, so dass man viel von den Einheimischen mitbekommt. Kurz vor Bendery hält der Zug auf offenem Feld, man muss aussteigen und sich durch ein kleines Dorf hindurch den Weg suchen, bis man an einer grösseren Strasse auf einen Kontrollposten stösst, wo der Grenzübertritt erfolgen kann. Nun geht es etwa eine weitere halbe Stunde zu Fuss dieser Strasse entlang, bis man an einer Haltestelle einen Bus nach Bendery nehmen kann. Bahnfahrten in Transnistrien sind sehr günstig; die Fahrt von Tiraspol nach Chisinau kostet 13 Rubel (knapp 1 €).

Aus der Ukraine (von Osten) kommend aus in ländliche Gebiete Transnistriens zu gelangen ist es jedoch üblich, einen Zug auf der Strecke Odessa-Lemberg (Lviv) zu nehmen, von diesem an einem der Zwischenhalte auszusteigen und von dort per Bus, Taxi oder Anhalter über die Grenze zu fahren. Allerdings ist nicht jeder Grenzübergang für internationalen Reiseverkehr eingerichtet, man sollte versuchen vorher von Einheimischen verifizieren zu lassen das der gewählte Übergang nicht nur kleinen Grenzverkehr erlaubt.

Bus[Bearbeiten]

Auf der Strecke Odessa-Chisinau verkehren regelmäßig Reisebusse, dazu auch noch Marschroutkas (Sprinter und vergleichbare, die Platz für 10 bis 20 Personen haben, aber auch mal 35 reinstopfen). Diejenigen die Transnistrien durchqueren machen mindestens in Tiraspol Halt, meistens auch in Bender. Abfahrt ist ab Busbahnhof, diesen erreicht man mit der Straßenbahn Linie 5 vom Hauptbahnhof auf der gegenüber McDonalds gelegenen Straßenseite (Haltestellen werden bei der Staßenbahn in Odessa mit in der Oberleitung hängenden Schildern gekennzeichnet, relativ schwer zu entdecken wenn man es nicht weiß). Eine direkte Fahrt von Tiraspol Bahnhof nach Odessa Hauptbahnhof kostet ca. 50 Rubel. Schneller geht die Fahrt wenn man von Odessa mit dem Bus bis an die Grenze fährt (15 Griwina), die Grenze zu Fuß passiert und dann mit dem nächsten Bus nach Tiraspol fährt (ca. 20 Rubel). Die Station in Odessa heißt DvaStolba (II Stolba) und ist per Marschroutka (ca. 30 min) zu erreichen.

Zwischen Chisinau und Tiraspol verkehren hauptsächlich Marschroutkas, tagsüber in halbstündigem Takt. In Chisinau fahren sie meistens von Gara Central. Die Fernverbindungen aus der Ukraine kommen in Chisinau jedoch am Busbahnhof Gara Nord an, von da aus sollte man mit dem Kleinbus (z.B. 107) zum Busbahnhof Gara Central fahren. Busse von Chisinau Gara Nord mit Ziel Odessa fahren meistens nicht durch Transnistrien. Von Gara Nord erreicht man aber schnell die nördlichen Landesteile von Transnistrien, mehrere Busse fahren zum Beispiel direkt nach Grigoriopol. Der dabei benutzte Grenzübergang bei Puhaceni ist der schnellste und unkomplizierteste weil er meist nur von Einheimischen benutzt wird.

Der Busbahnhof für Fernreisen in Tiraspol ist auf dem Parkplatz vor dem Bahnhof, Tickets werden in der linken Bahnhofshalle verkauft, auch für Marschroutkas. Diese Marschroutkas halten alle auch in Bender. Bender und Tiraspol sind außerdem über eine Trolleybus- Linie miteinander verbunden. Für einige Verbindungen innerhalb Transnistriens (Richtung Dubasari/ Grigoriopol, Pervomaisk (ukr. Grenze)) gibt es einen weiteren Busbahnhof (Prigorodskij) in Tiraspol, dieser kann zu Fuß in 5 Minuten erreicht werden. Vor dem Bahnhof stehend geht es nach rechts über den verlängerten Bahnsteig, dann an den Gleisen entlang und am Ende dieses Weges wieder nach rechts, nach ca. 300 m erreicht man eine Sheriff Tankstelle, gegenüber liegt der Busbahnhof (nach Avto- Stanzia fragen). In Transnistrien steht auf dem Ticket das KFZ- Kennzeichen des jeweiligen Busses so dass dieser einfach zu finden ist.

Auto[Bearbeiten]

Zahlreiche Straßen führen nach Transnistrien. An den Hauptverkehrsstraßen wird wie an einer normalen Grenze kontrolliert, wobei die Wartezeiten zwischen 20 Minuten und mehreren Stunden betragen können. Es ist ratsam, die Einreisebestimmungen für Moldawien zu erfüllen, wenn man mit dem eigenen Auto nach Transnistrien fahren will. Die Einreise von Moldawien auf der Hauptstrasse ist verhältnismässig einfach, es gibt kaum Kontollen des Fahrzeugs. Allerdings ist die Ausreise mit dem eigenen PW in die Ukraine eine echte Herausforderung. Es gibt mehere "Posten" die mit dem Fahrzeug absolviert werden müssen und zahlreiche Formulare sind auszufüllen. Nur die wenigsten Touristen sind aber in der Lage diese auszufüllen, da sie ausschliesslich in russisch abgefasst sind. Das Ausfüllen wird einem gegen eine Gebühr abgenommen, wobei dann einfach ein Stempel auf das leere Formular gedrückt wird. Es empfiehlt sich unbedingt beim meterweisen Vorrücken während der Grenzprozedur darauf zu achten, dass dem Reisenden alle abverlangten Formulare wie Führerschein, Versicherungskarte, Fahrzeugausweis usw. ausgehändigt werden (auch die transistrischen Formulare !!) da vor dem definitiven Übertritt in die Ukraine eine Schlusskontrolle durchgeführt wird. Fehlende Dokumente werden mit einem Bestechungsgeld übersehen, jedoch nicht wieder ausgehändigt. Rückwärtsgehen oder Fahren an der Grenze ist nicht erlaubt! Dafür sind die ukrainischen Behörden relativ nachsichtig und verständnisvoll. Abgenommene Dokumente sollte sich der Reisende dann aber in die Ukraine nachsenden lassen, da die Ukrainer nur gerade an den Grenzübergängen aus Transnistrien tolerant sind. Will man später beispielsweise nach Ungarn zurückreisen, müssen alle Papiere vorgelegt werden. Die verschiedenen Kontrollen in den einzelnen kleinen Büros und Häuschen an der Grenze läuft immer nach dem selben Muster ab. Das geforderte Geld wird meist nicht direkt kassiert. Es wird vielmehr eine Gebühr erwähnt, wobei der Beamte in einem vor sich liegenden Stappel aus Zeitungen oder Formularen zu wühlen beginnt. Der Reisende fährt gut die "Gebühr" in kleinen Scheinen in den Stapel gleiten zu lassen - dies beschleunigt das Weiterkommen enorm. Offenbar scheut man sich Bestechungsgeld direkt aus den Händen zu nehmen. Dies gilt nach Stand 2011 allerhöchstens nur noch für die Formalitäten an der ukrainisch-transnistrischen Grenze. Die Ein-/Ausreise von/nach Moldawien läßt sich ohne solche Tricksereien durchführen.

In Odessa und Chisinau bieten viele Fahrer ihre Dienste als inoffizielles Taxi an, was den Vorteil hat, schneller als der Bus zu sein. Die Fahrten können u.U. sehr günstig sein, da die Fahrer neben den Personen auch noch andere Dinge über die Grenze bringen, wessen man sich bewusst sein sollte.

Mobilität[Bearbeiten]

Innerhalb von Transnistrien reist man i.d.R. per Maxitaxi, Taxi oder auf dem Land per Anhalter, wenn man kein eigenes Fahrzeug hat.

Sprache[Bearbeiten]

Offizielle Sprachen sind Rumänisch (manchmal als "Moldawisch" bezeichnet) sowie Russisch und Ukrainisch. Verkehrssprache ist überall russisch, geschrieben wird in kyrillischer Schrift.

Die Chance, jemanden zu treffen, der Englisch oder Deutsch spricht ist etwa gleich hoch (d.h. sehr gering), es lohnt sich also immer, es auch auf Deutsch zu versuchen. Auch junge Leute sprechen nicht unbedingt eine westliche Fremdsprache. An der Universität von Tiraspol kann allerdings Germanistik studiert werden, wenn man also Einheimische kennen lernen will, die Deutsch sprechen, könnte man es hier versuchen.

Grenzer sprechen meistens ein paar Brocken Englisch und/oder Deutsch, auch treffen sie gelegentlich westliche Ausländer und wissen, wie sie sich verständlich machen können.

Transnistrischer Rubel[Bearbeiten]

Die Währung kann außerhalb Transnistriens nicht getauscht werden. Die bei Wikipedia angegebene inoffizielle Abkürzung PRB ist eher ungebräuchlich. Auf Quittungen wird oft die Abkürzung RUP benutzt.

Geldautomaten, die VISA oder Maestro akzeptieren, gibt es nur selten. Die reichlich vorhandenen Wechselstuben akzeptieren mindestens US-Dollar, Euro, moldawische Lei, ukrainische Griwina und russische Rubel. Die Geldscheine sollten in gutem Zustand sein, eingerissene Banknoten (auch nur bei wenigen Millimetern) werden oft nicht akzeptiert. Dagegen sind die Rubel- Noten oft in einem schlechten Zustand. Ein Rücktausch in andere Währungen ist von den jeweiligen Vorräten abhängig.

Einen Anhaltspunkt für den aktuellen Wechselkurs gibt es bei der Nationalbank. Stand 11/ 2011 gibt es für einen Euro 14 Rubel.

Kaufen[Bearbeiten]

Bei der Einfahrt nach Tiraspol findet sich entlang der Hauptstraße ein Sherrif-Supermarkt, der auch eine Wechselstube besitzt und etwas weiter stadteinwärts eine weitere Wechselstube gegenüber eines weiteren Sheriff-Marktes. Der Kurs lag im August 2011 bei 15,10 Rubel für 1 EUR. Der Liter Kraftstoff um 13 Rubel.

Kaufen kann man in Transnistrien zahlreiche Dinge zu Preisen, die ein Westeuropäer meist sehr gering findet. Schuhe fangen bei umgerechnet 10 € und gut verarbeitete Lederschuhe ab 20 € an. Zigaretten sind sehr günstig, falls man sich mit einer ortsüblichen Sorte anfreunden kann (1 Stange ab 2 €). Markenzigaretten fangen bei gut 0,80 € pro Schachtel an. Alkohol, tja wer wirds vermuten: Wodka, Schnaps und ein Flachmann im Centbereich Der lokale Weinbrand "KVINT" ist exzellent, die 0,5 liter Flasche "Surprisny" mit 10 Jahre altem Cognac kostet im Laden ca. 5 Euro. Der Standard-KVINT kostet um 1 EUR für 0,5 Liter 1 bis 2-Liter-Flaschen Bier ebenfalls. KVINT-Wodka ist ab 90 Cent pro 0,5L-Flasche erhältlich Lokale, wo man essen kann gibt es nur wenige. Gastfreundliche Menschen gibt es aber auf den Dörfern viele, dann sollten aber schon einige Russischkenntnisse vorhanden sein. Es gibt zumindest in Tiraspol die Kette "Andy's Pizza", deren Lokale sehr sauber und ordentlich aussehen. Warme Kleidung lässt sich um die Wintermonate auch sehr preiswert kaufen. Apotheken und Medikamente: die überwiegend russischen Arzneien sind sehr preiswert, so kostet Aspirin nur einige Cent. Dies alles ist günstig aus Sicht eines Westeuropäers, denn schließlich liegt das durchnittliche Prokopfeinkommen bei nur ca. 100 € im Monat. So sollten Handeln und verantwortlicher Umgang mit Geld dort selbstverständlich sein.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Die Anzahl an Hotels ist gering. In Tiraspol und Bender gibt es Häuser mit europäischem Standard.

Eine gute Alternative zu Hotels sind privat vermietete Wohnungen. Dazu fragt man am besten Bekannte vor Ort oder Taxifahrer. Eine möblierte Einraumwohnung in gutem Zustand und zeitgemäßem Komfort kostet ca. 20 USD pro Nacht.

Sicherheit[Bearbeiten]

Nicht-organisierte Kriminalität Touristen gegenüber scheint gering zu sein, da relativ viel Militär und Polizei präsent ist. An deren Anweisungen sollte man sich halten, insbesondere keine Militäranlagen fotografieren und die Vorhänge in Minibussen zuziehen, wenn der Fahrer dies sagt (bzw. die anderen Passagiere es auch tun) und dann nicht hinausgucken.

In der PMR, vor allem in Tiraspol herrscht ganz offenbar das Gebot der gegenseitigen Besitzstandswahrung. Zudem wird man als Tourist derart zuvorkommend, höflich, respektvoll und ehrlich behandelt, dass man sich keine Sorgen machen braucht. Kleinkriminalität ist gemäß diverser Reiseberichte de facto inexistent. Wenn es denn so etwas wie Kriminalität gibt, dann im ganz großen Stil, von dem Reisende nur in den seltensten Ausnahmefällen betroffen sein könnten.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Siehe Moldawien

Kommunizieren[Bearbeiten]

Die gesamte Telekommunikation wird durch Interdnestrkom bereitgestellt.

Im Mobilfunknetz wird CDMA-2000 verwendet, der Standard ist nicht mit GSM kompatibel man benötigt ein CDMA- Telefon oder ein Dual- GSM- CDMA- Gerät. Eine Mobilfunknummer erhält man nur mit registriertem Wohnsitz.

In einigen Regionen hat man Empfang der moldawischen Mobilfunkanbieter Orange und Moldcell, regional funktionieren auch die ukrainischen Netze Kyivstar und MTS. Je nach verwendeter ausländischer SIM kann man in diesen Netzen roamen. Die Netze sind jedoch oft überlastet.

Mit moldawischen Simkarten und mit im moldawischen Netz roamenden SIM sind Anrufe nach Transnistrien offiziell nicht möglich, weder ins Festnetz noch ins transnistrische Mobilfunknetz. Mit Stand 11/ 2011 kann man mit moldawischen Mobilfunkkarten in das Netz von Interdnestrkom telefonieren, in dem man die normalerweise übliche Vorwahl +373 zu +00373 verändert. Ob der Trick Bestand hat, kann man schwer voraussagen da die Sperrung der Telefonate von moldawischer Seite gewollt ist.

In den Städten gibt es meist in Restaurants offenes WLAN.

Internet ist auch in kleineren Orten erstaunlich gut ausgebaut und wird rege genutzt.

Entgegen anders lautender Angaben ist mit Stand 11/ 2011 keine gezielte Blockierung von VOIP Telefonaten mehr vorhanden so dass Telefonate mit SIP- Protokoll, die Telefonfunktionen von z. B. ICQ, Yahoo oder auch Skype funktionieren.

Mobiles Internet wird mit CDMA/ EV-DO realisiert, ist aber noch nicht sehr verbreitet.

Weblinks[Bearbeiten]

Offizielle Tourismus-Seite der Regierung (engl.)



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