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Trampen
Hier geht es rund um den Transport "per Daumen" also per Anhalter fahren. [Bearbeiten] Metainfos[Bearbeiten] Sinn dieser SeiteTrampen ist eine Transportoption, daher sollte in einem Reiseführer darauf eingegangen werden. Auf dieser Seite finden sich allgemeine Informationen, die durch speziellere/spezifischere Tramper-Infos im jeweiligen Artikel (Land, Stadt) ergänzt bzw. überschrieben wird. Diese Seite ist umstritten, bitte diskutiere mit! [Bearbeiten] Hinweise zur Erweiterung von Artikeln um spezifische Tramper-InfosEin Beispiel findet sich unter Berlin#Trampen.
[Bearbeiten] Potenzielle Gefahren und Vorkehrungen[Bearbeiten] AllgemeinEs passiert immer wieder etwas, sowohl Anhaltern als auch Mitnehmenden, von Belästigung über Diebstahl und Vergewaltigung bis zu Tötungsdelikten. Trampen ist immer und überall mit einem gewissen Risiko verbunden! Auch wenn das Risiko beim Trampen innerhalb Europas nahe Null ist, kann man es zusätzlich minimieren, indem man
Trampen ist weniger gefährlich als oft angenommen. Auf über 10 000 km Strecke waren meine unangenehmsten Erfahrungen mehrere stinkende Fahrer und Fahrer, die einem die Ohren blutig reden. Wesentlich häufiger sind unendlich freundliche Leute, die interessante Lebensgeschichten haben. Menschen, die einen noch zum Kaffee einladen oder zum Mittagessen zu sich nach Hause. [Bearbeiten] SpezifischAfrika Nordamerika Südamerika Trampen ist in den meisten Ländern Südamerikas meist ungefährlich, aber schwierig. Viele Autofahrer haben Angst davor, von falschen Trampern überfallen zu werden, zudem sind Familienautos oft klein und besonders auf Reisen oft überfüllt. Man sollte sich daher nie voll aufs Trampen verlassen. Am besten funktioniert es mit Lastwagenfahrern, die man auf den entsprechenden Parkplätzen oder an Tankstellen ansprechen kann. In den Andenländern (Bolivien, Peru, Ecuador) verlangen Lastwagenfahrer Geld für die Strecke - ganz kostenloses Trampen ist dort so gut wie unmöglich. In Argentinien und Chile ist Trampen schon wesentlich angenehmer, es ist kostenlos und die Wahrscheinlichkeit mitgenommen zu werden ist größer als zb in Bolivien. Nichtsdestotrotz kann es passieren, dass einen keiner mitnimmt. Am besten man informiert sich vorher über die spezielle Region. Asien In Israel ist die für uns herkömmliche "Daumen-raus"-Geste, das Zeichen Prostituierter, um sich als solche für potentielle Kunden erkennbar zu machen, also vorsicht. Um zu trampen stellt man sich an den Straßenrand und zeigt mit dem Zeigefinger in die Richtung, in die man fahren möchte. Nordeuropa In Finnland ist Trampen in den 1990ern unüblich geworden, nachdem spezialisierte, laut Einheimischen russische Banden die Fahrer regelmäßig ausraubten. Das Konzept ist noch bekannt. Man wird gerade in ländlichen Gegenden wieder sehr schnell mitgenommen, wahrscheinlich weil Einheimische fast nie trampen und es daher etwas 'Besonderes' ist. Zentraleuropa Trampen ist in Europa in nahezu allen Ländern gut möglich. Solange man die Landessprache spricht, bietet sich das Trampen auf Autobahnen an, durch direktes Ansprechen an Tankstellen (Straßenkarten mit eingezeichneten Autobahnraststätten sind sehr hilfreich). In der Regel dauert es keine 15 Minuten, bis man einen Fahrer gefunden hat. Strecken sind dann für gewöhnlich schneller zurückzulegen als mit der Bahn. Auch Trampen zu zweit funktioniert gut, wenn man einigermaßen "normal" aussieht. Mit Rucksack und Trekkingklamotten kann sich jeder denken, wieso man unterwegs ist. Als Paar hat man besser Chancen (solange die Frau den Daumen raushält), aber auch zwei Männer funktioniert einwandfrei. Auch ohne die Landessprache zu sprechen ist Trampen in Europa problemlos möglich. Es bietet sich dann jedoch an auf Landstraßen auszuweichen und es mit dem Daumen oder einem Schild zu versuchen. Je ländlicher die Gegend und je ärmer das Land, desto besser klappt es mit dem Daumen. Eine Karte sollte man dabei haben. Deutschland ist das Trampparadies für jeden, der diesen Artikel lesen kann und somit des Deutschen mächtig ist. 600km innerhalb von 8 Stunden sind auf Autobahnen ein Mittelwert. In die Niederlande ist Trampen ungefähr wie in Deutschland. Spezial für Tramper sind Tramperplätze (Niederlandisch: liftershalte) in die Nähe von Autobahnen.
In Frankreich verhält es sich ähnlich wie in Deutschland. Allgemein sind die Franzosen sehr angetan, wenn man sie mit einem freundlichen "Bonjour monsieur/madame" anspricht. Mit English kommt man nicht weit. Die Nummernschilder in Frankreich sind so aufgebaut, dass die letzten Ziffern das Department angeben. Hat man eine entsprechende Karte, in der die Departments samt Zahlen eingezeichnet sind, kann man so einigermaßen erfahren, woher der Fahrer kommt bzw. wohin er fährt. In Spanien ist das trampen mit Frankreich vergleichbar. Es gibt eine größtenteils mautpflichtige Autobahn mit nebenliegenden kostenlosen Strassen, diese sind jedoch nicht so gut ausgebaut. Wie in Frankreich eignen sich die Mautstellen im allgemeinen gut fürs trampen, da häufig genügend Zeit und Platz für die Autofahrer da ist, um den Tramper zu beobachten, zu überlegen und zu parken. Wenn man die Fahrer direkt anspricht, ist es hilfreich rudimentäre Spanischkenntnisse vorzuweisen, da nicht wenige Spanier abweisend reagieren, wenn man sie direkt auf Englisch anspricht, obwohl sie nicht selten etwas Englisch sprechen. In Portugal kommt man gut auf Englisch weiter. Im Süden ist es allgemein etwas schwieriger zu trampen, da dort mehr Ausländer wohnen und hinziehen, was dazu führt, dass die Einheimischen nicht ganz so offen sind und die vielen Ausländischen Autos sich nicht unbedingt trauen in dieser für sie unbekannten Umgebung Leute mitzunehmen. In Italien ist das Trampen durch Daumen-Raushalten nicht erlaubt. Erlaubt ist nur das direkte Ansprechen auf Parkplätzen oder an Tankstellen. Sollte die Polizei einen am Straßenrand stehen sehen, kann man damit rechnen, dass man ermahnt wird. Die Schweiz hat ein ziemlich wirres Autobahnnetz. Das bedeutet, dass praktisch jeder Fahrer beim nächsten Autobahnkreuz in die falsche Richtung weiterfährt und zuvor keine Tankstelle ist. Deshalb immer nur mitfahren, wenn sicher ist, dass man mindestens zur nächsten Tankstelle in der richtigen Richtung gelangt. Österreich ist gut geeignet. Die Nummernschilder sind ähnlich wie in Deutschland. Die Herkunft bzw. der Zielort des Autos läßt sich also leicht herausfinden. Trampen ist in Polen sehr beliebt. Es ist auch üblich in Jugendherbergen oder auf Parkplätzen vor Sehenswürdigkeiten jemanden um eine Mitfahrt zu bitten. Ein kleines Entgelt ist üblich, muss jedoch nicht sein. In Touristengebieten verkehren oft kleine Minibusse, die man anhalten kann und für einen symbolischen Bertrag zur nächsten Sehenswürdigkeit gebracht wird. In Kroatien, im vom Krieg zerstörten aber von den Touristenscharen verschonten Hinterland (Ostslawonien) gut möglich. An der Küste hauptsächlich Touristen mit vollen Autos. Oft (für europäische Verhältnisse) sehr lange Wartezeiten (5 Stunden +). Osteuropa In Rumänien bezahlt man für gewöhnlich fürs Trampen. Man kommt dabei aber sehr günstig weg, sollte jedoch entsprechend viel Kleingeld haben, denn da es in Rumänien kaum Autobahnen oder größere Straßen gibt, sind die Strecken pro Fahrer eher kurz. In ländlichen Gegenden hält aber praktisch eines von 10 Autos. Selbst LKWs halten auf größeren Landstraßen auf Handzeichen an und nehmen einen dann auch meistens kostenlos mit. In größeren Städten gibt es am Stadtrand und manchmal auch zentral an geeigneten Haltebuchten richtige Trampertreffs. Die Einheimischen nutzen diese Art der Fortbewegung allerdings nicht zum Reisen, so dass man ihnen den Vortritt lassen sollte. Hat man es eilig, empfiehlt es sich, in einiger Entfernung vor oder hinter diesen Gruppen zu stehen, da man ohne Sprachkenntnisse sich kaum durchsetzen kann, wenn dann mal ein Auto hält. Steht man in Rumänien mit dem Daumen an der Straße kann es auch vorkommen, dass Taxis oder sogenannte Maxitaxis anhalten. Maxitaxis sind oft Mercedes Sprinter, in ländlicheren Gegenden aber auch manchmal alte VW-Busse oder andere Kleinbusse. Den Preis sollte man dann erfragen. Oft lohnt es sich aber ein Maxitaxi oder sogar ein Taxi zu nehmen. Maxitaxis sind preislich etwa bei 3-5 Euro auf 100km. Ungarn: Entlang der Autobahn von West nach Ost kommt man gut voran. Eine Verständigung mit Händen und Füßen ist nicht immer zu vermeiden, dennoch sprechen erstaunlich viele Ungarn gut bis sehr gut Deutsch und wenn nicht komt man heutzutage auch mit Englisch gut voran. Ansonsten findet man von Westen kommend noch mindestens bis Budapest immer wieder Deutsche oder Österreicher, die einen auch gerne mitnehmen. Auf Landstraßen kommt man ebenfalls gut voran. [Bearbeiten] Tipps[Bearbeiten] AllgemeinStandorte
eigenes Erscheinungsbild
Taktik
Die Faltpläne von Falk sind (einmal das System verstanden) besonders nützlich. Strecken
Alternativen
[Bearbeiten] SpezifischAfrika Im Sudan erfreut sich das Mitfahrern auf Lkws bzw. auf derer Ladung einer sehr großen Beliebtheit. Es ist üblich dafür Geld zu zahlen, das vorher ausgehandelt wird. Im Stadtbereich Khartum, Omdurman, Bahri (Khartumnord) ist herkömmliches (kostenloses) Trampen mit den zahlreichen Pickups sehr gut möglich. Zum Anhalten die Autos am Besten "herunterwinken" (mit angwinkeltem Arm und der ganzen Hand oder der arabischen "Kommher"-Geste). Nordamerika
Südamerika
Asien
* Auf der Fahrbahn um Mitfahrt zu bitten ist in einigen Bundesstaaten Australiens illegal. Eine angebotene Mitfahrt zu akzeptieren oder das Warten auf einem Bürgersteig ist hingegen legal. In Australien gilt der herausgestreckte Daumen als Beleidigung. Dies ist also nicht zu empfehlen. Zentraleuropa
Osteuropa
[Bearbeiten] RechtsfragenDiese Informationen sind nicht rechtsverbindlich! Sie dienen nur einer ersten, groben Orientierung und stellen keinerlei Form von Rechtsberatung dar! [Bearbeiten] Allgemein[Bearbeiten] SpezifischAfrika In Ostafrika erweißt sich trampen als sehr einfach, zum Teil selbst für kurze Strecken innerhalb der Städte. Um mitgenommen zu werden einfach den ausgestreckten arm mit offener Handfläche nach oben auf und ab wippen lassen (wichtig dabei ist den Arm nicht anzuwinkeln, da dies z.B in Ruanda als Bettlergeste verstanden wird). In Ruanda wird keine Gegenleistung erwartet, in Kenia und Uganda kommt es darauf an von wem man mitgenommen wird. Oft hat man als Weißer einen Sonderbonus, sodass sehr schnell leute anhalten und zusammenrücken damit noch mit reinpasst. Nordamerika Südamerika Asien Zentraleuropa In Italien ist das Trampen durch Daumen-Raushalten nicht erlaubt. Erlaubt ist nur das direkte Ansprechen auf Parkplätzen oder an Tankstellen. Sollte die Polizei einen am Straßenrand stehen sehen, kann man damit rechnen, dass man ermahnt wird. Osteuropa |
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