Toronto
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Toronto ist die Hauptstadt des Regierungsbezirks Ontario und liegt am westlichen Teil des Ontariosees. Zusammen mit den umliegenden Gemeinden ist es der größte Ballungsraum Kanadas. Hier leben ungefähr 6 Millionen Menschen.
[bearbeiten] Stadtteile
Toronto (historischer Name: York, auch "little York" im Vergleich zu New York) gliedert sich in die Innenstadt (das eigentliche Toronto) und die Bezirke North York, York, und Etobicoke im Westen, so wie East York und Scarborough im Osten. Toronto ist auf einem Schachbrettmuster aufgebaut. Die zentrale Achse der Stadt ist die Yonge Street, die vom Ontario-See aus Richtung Norden erstreckt und dann nordwestlich quer durch die gesamte Provinz Ontario verläuft. In ost-westlicher Richtung ist eine der wesentlichen Querstrassen die Bloor Steet. Die Kreuzung der beiden Strassen markiert das obere Ende der eigentlichen Innenstadt. Gleichzeitig laufen unter diesen beiden Strassen die einzigen U-Bahnlinien der Stadt, und man kann daher sagen, das die Ecke Bloor-Yonge quasi das Herz von Toronto ist. Die Bezirke der Stadt Toronto teilen sich wiederum in verschiedene "neighbourhoods" die oft einen ganz eigenen Charakter haben. So sind die Staddteile "Annex" und "Yorkville" nordwestlich von Bloor-Yonge sehr urban und hip, mit Edelrestaurants aber auch Studentenkneipen. In Yorkville findet auch das Toronto Filmfestival statt, das bedeutendste in Nordamerika. Nordöstlich von Bloor-Yonge liegt Rosedale, ein ruhiger und reicher Stadteil mit imposanten Immobilien und einer parkähnlichen Landschaft. Direkt südlich davon ist St. Jamestown/Cabbagetown. Ursprünglich nach den irischen Aussiedlern benannt, die hier ihren Kohl in den kleinen Vorgärten anbauten, ist diese Gegend heute eine Mischung aus arm und reich, straight und gay. Weiter östlich entlang der Bloor St, jenseits des Don Valley liegen Riverdale im Süden und "the Danforth". Hier wechselt die Bloor St ihren Namen zu Danforth, daher auch der Name. In diesem Stadtteil haben sich viele Griechen niedergelassen, Moussaka, Souflaki und andere Spezialitäten sind hier in erstklassiger Qualität im Angebot. Riverdale ist dagegen von Thais und Indern geprägt, mit vielen guten und preiswerten Lokalen. Wer einen Sari oder Bollywood-Filme kaufen will, hat hier eine große Auswahl. Noch weiter südlich und direkt am See liegt der "Studio District"- hier schlägt das Herz der Medienwelt in alten Industriegebäuden, die zum Teil zu Lofts umgebaut wurden. Weiter nach Osten: "The Beach"- tatsächlich ein Stadtteil mit Sandstrand und einem kilometerlangen "Boardwalk" am Ontario-See. Im Sommer kann man hier skaten, Beachvolleyball spielen oder im Pavillion einen Kaffee trinken. Man erreicht diesen Stadtteil am besten mit der Strassenbahn ("The Rocket"), die auf der Queen Street (einer weiteren Ost-West Strasse) läuft. Am Ost-Ende der Linie ist die R.C. Harris Filtration Plant, ein imposantes Wasserwerk im Art-Deco Stil, das Wasser aus dem Ontario-See für die Stadt aufbereitet. Von hier aus kann man stundenlang in östlicher Richtung am Seeufer entlang laufen. Die Stadt liegt hier oberhalb der sandigen Klippen und die Strände sind recht einsam.
[bearbeiten] Hintergrund
Von bescheidenen Anfängen als Umschlags- und Handelsplatz der Engländer, die hier den Fellhandel mit den Indianerstämmen des Hinterlandes betrieben (Toronto bedeutet "Ort der Begegnung" in der Sprache der Huronen) hat sich die Stadt (zunächst von den Siedlern York genannt) zunehmend zum Wirtschaftszentrum Kanadas entwickelt.
Heute ist Toronto eine Metropole, die Menschen aus aller Welt anzieht. An keinem Ort der Welt wurden mehr unterschiedliche ethnische Gruppen gezählt. Das Miteinander dieser Einwanderer prägt das Bild von Toronto. Für jede Gruppe gibt es typische Straßenzüge, die mit Spezialitätengeschäften, Resutaurants und Kultureinrichtungen ein Stück Heimat jenseits des Ozeans bieten. Ukrainer, Juden, Inder, Thais, Chinesen, Griechen, Italiener, Portugiesen, Japaner, Polen, Koreaner, Brasilianer und noch viele mehr haben Toronto ihr Gesicht geliehen.
Die große Klammer für dieses Miteinander bildet die Lage am Ontariosee, der auch der Provinz ihren Namen gibt ("glitzerndes Wasser"), mit Sandstränden und Anhöhen, die noch aus der Eiszeit stammen. Toronto ist ein guter Startpunkt für Reisen durch die umliegenden Gegenden, die Muskokas, die Bruce Peninsula, das Niagara Escarpment, Georgian Bay (am Lake Huron), Algonquin Park oder zu den Niagarafällen
[bearbeiten] Anreise
[bearbeiten] Flugzeug
Die meisten Reisenden erreichen Toronto mit dem Flugzeug. Der internationale Flughafen von Toronto ist der Lester B. Pearson International Airport und liegt etwa 30 Autominuten (während der Hauptverkehrszeiten dauert es deutlich länger) westlich von Downtown. Die bequemste Möglichkeit vom Flughafen in die Stadt zu gelangen ist neben dem Taxi der Airport Express. Dabei handelt es sich um einen Bus-Shuttle, der alle 20 Minuten wichtige Hotels in Downtown bedient. Die einfache Fahrt kostet ca. 16 CAD. Eine Taxifahrt in die Innenstadt kostet 46 CAD. Die billigste Methode um vom Flughafen in die Innenstadt zu kommen ist mit der TTC. Der Bus 192 pendelt regelmäßig zwischen allen 3 Terminals und der Endhaltestelle "Kipling" der U-Bahn. Eine einfache Fahrt kostet 2,75 CAD.
[bearbeiten] Bahn
[bearbeiten] Bus
[bearbeiten] Auto
Erfahrungen mit dem Auto von Montreal nach Toronto auf dem 401:
Da man in Kanada maximal 100km/h fahren darf (Straßen mit mehr als 2 Spuren, bzw 80km/h auf Straßen mit 2 Spuren) ist das Autofahren recht entspannt, selbst wenn man den Großraum Toronto betritt. Dort wird die 401 zu einer Autobahn mit 3 Spuren für den Expressverkehr (ganz links, rechtzeitig auf die Beschilderung der Ausfahrten achten, da die Expressspuren nicht überall Ausfahrten haben, sondern nur alle paar Exits) und 3 Spuren für den normalen Verkehr.
Ist man das Fahren auf deutschen/europäischen Autobahnen gewöhnt, dann sollte man sogar um und in Toronto keine größeren Schwierigkeiten haben. Wie überall gilt: sich vorher genau merken, welche Ausfahrt man nehmen muss (sind nach den Straßen, auf die sie führen benannt), evtl. auch die davor (auch bei 100km/h macht es keinen Spaß, sich in der Lage wiederzufinden, über 3 Spuren zur Ausfahrt witschen zu müssen).
In Ontario (im Gegensatz zu z.B. Quebec) darf man an roten Ampeln rechts abbiegen sofern frei ist. Fußgänger haben wie in Deutschland Vorrang, wenn ihr Signal auf "Gehen" steht.
[bearbeiten] Schiff
Toronto war bis Anfang 2006 per Fähre von Rochester im US Bundesstaat New York zu erreichen. Zur Zeit ist dieser Dienst wegen finanzieller Risiken eingestellt.
[bearbeiten] Mobilität
Toronto verfügt über ein eingeschränktes U-Bahn Netz:
die Yonge-Spadina Linie beschreibt ein U von Downsview im Norden über die W.R. Allen Rd , Spadina Ave, und die University Ave zum Hauptbahnhof (Union Station)im Süden und läuft von dort wieder nach Norden über die Yonge Street bis zum anderen Nordende an der Finch Ave. Diese Linie ist an ihren Nordenden an den GO-Transit (lokales Bahn- und Busnetz für Toronto und Umland) angeschlossen
Die andere wesentliche U-Bahnlinie verläuft in ost-westlicher Richtung unter den Strassen Bloor/ Danforth und verbindet so die Bezirke Etobicoke und Scarborough. Hier ist der westliche Endpunkt Kipling (mit Anschluß an den GO-Verkehr) und im Osten steigt man in Kennedy Station um auf eine oberirdische Verlängerung nach Osten (Buslinien, im U-Bahn Preis enthalten).
Das U-Bahnnetz wird durch zahlreiche Strassenbahnlinien ergänzt (Torontonians nennen ihre Strassenbahnen gerne "the rocket"), die die Strassen sowohl nord-Südlich wie auch ost-westlich durchlaufen, so z.B. auf der Queen Street , der College Street/Carlton Street oder der Spadina Ave.
Das gesamte Netz der Bahnen und Busse wird von der Toronto Transit Commission (TTC) verwaltet.
Eine Besonderheit von Toronto sind die Fähren, die Toronto Island (im Ontariosee, direkt vor der Stadt) mit dem Festland verbinden. Vom Fähranleger am Südende der Yonge St. kann man Hanlan's Point, Centre Island und Ward's Island anlaufen. Die Inseln sind untereinander verbunden, für den Autoverkehr gesperrt und mit Rad, Rollschuh oder Zu Fuß zu erkunden. Eine weitere Fähre verbindet den Toronto City Airport, der ebenfalls auf der Insel liegt, mit dem Festland
[bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
am Ufer des Ontariosees.- Der Zoo
- Der 1976 fertiggestellte CN Tower
- Wikipedia über den CN Tower
- Harbour Cruises werden von verschiedenen Sight Seeing Veranstaltern angeboten.
- Zusammen mit den Fährverbindungen zu den vorgelagerten Inseln sind sie eine schöne Möglichkeit, die atemberaubende Skyline anzusehen.
- Die vorgelagerten Inseln selbst bieten eine gute Möglichkeit, sich in Parks von der Hektik der Innenstadt zu entspannen.
- Das National Museum bietet viele interessante Ausstellungen
- Auch die Universitäten sind schön anzusehen
- Die Hockey Hall of Fame: alles über den kanadischen Nationalsport
[bearbeiten] Aktivitäten
Canada's Wonderland ist ein großer Freizeitpark, etwas außerhalb von Toronto mit einer Vielzahl an Achterbahnen und Attraktionen. Das Tagesticket kostet für Erwachsene etwa $57, ist jedoch preiswerter, wenn man sie im Internet kauft. Es ist besondere Vorsicht geboten, da die Diebstahl an der Tagesordnung ist. Rucksäcke und Taschen sollten, auch wenn es gängige Praxis ist nicht unbeaufsichtigt in den Fächern oder auf Tischen an den Achterbahnen gelassen werden.
[bearbeiten] Einkaufen
Toronto bietet viele Möglichkeiten zum shoppen. Wer exklusive Designermode sucht findet eine Vielzahl von Läden an der Bloor Street zwischen University ave/Avenue road und der Yonge street. Aber auch für den regulären Shopper hat Toronto einiges zu bieten. Ein Anlaufspunkt sind die großen Einkaufszentren entlang der Yonge Street. Das Eaton Center findet man an der Dundas U-Bahn Haltestelle (Yonge-Line). Ein weiteres größeres Einkaufszentrum ist die Yorkdale Mall im Norden von Toronto. Auch diese ist bequem mit der U-Bahn zu erreichen. (Yorkdale station - University Line)
Wer nach Souvenirläden sucht der sollte unbedingt in Chinatown vorbeischauen. Hier kann man alles erwerben was das Touristenherz begehrt. Ein Muss für jeden Shopper ist auch ein Besuch beim Kensington Market östlich von Chinatown zwischen Spadina und Augusta ave. Hier findet man ein multikulturelles und teilweise alternatives Angebot das von Kleidung über Delicatessen zu einem großen Angebot von gemütlichen europäisch geprägten Cafés und Bistros reicht.
[bearbeiten] Küche
[bearbeiten] Ausgehen
In Downtown gibt es mehrere gute Restaurants. Ein besonderes Highlight bietet Marche-Moevenpick im BCE Place. Dort erhält man beim Eingang einen Lageplan, an welchen 'Marktständen' welche Leckerein gezaubert werden. An einem Stand gibt es Sushi, an einem anderen wird frisch gepresster Saft angeboten und an einem wieder anderen duftet es nach Crepes. Als Gast geht man von Stand zu Stand, nimmt sich mit, was man gerne essen möchte und erhält einen Stempel auf eine Karte. Diese muss beim Verlassen des Restaurants vorgezeigt und entsprechend ausgelöst werden. (Erfahrungsbericht aus Mai 2004)
BCE Place: Union subway, take the PATH to BCE place (Hockey Hall of Fame)
offizielle Homepage von Toronto: http://www.toronto.ca/index.htm
[bearbeiten] Unterkunft
Neben den normalen Unterkünften wie Hotels und Jugendherbergen gibt es während der Semesterferien (Mai - August) noch die Möglichkeiten günstig in Studentenwohnheimen zu übernachten. Stellvertretend sei hier das Neill Wycik College Hotel www.neill-wycik.com erwähnt. Hier sind Übernachtungen für ca. 30 CAD möglich. Die Zimmer sind zwar klein und genügen nur einfachen Ansprüchen, aber es ist alles sehr sauber und man ist mitten in Downtown Toronto.
[bearbeiten] Lernen
[bearbeiten] Arbeiten
[bearbeiten] Sicherheit
Obwohl die Kriminalitätsrate in Kanada weit geringer ist als in den Vereinigten Staaten, ist sie immer noch höher als in Europäischen Ländern wie zum Beispiel in Deutschland. Im Jahr 2004 war die Mordrate in Toronto geringer als in anderen großen Kanadischen Städten, wenngleich die waffenbezogenen Verbrechen in Toronto zugenommen haben.
[bearbeiten] Gesund bleiben
[bearbeiten] Klarkommen
[bearbeiten] Kommunizieren
Englisch und Französisch sind zwar die Amtssprachen in Kanada, jedoch werden in Toronto (laut Werbeplakat der Stadt) über 100 Sprachen gesprochen - 50% der Bevölkerung Torontos sind nicht in Toronto geboren. Englisch ist zwar von Vorteil, man sollte sich aber nicht wundern, wenn der Angesprochene selbst noch weniger englisch spricht, als man selbst. Aber die Leute hier sind es gewohnt, Sprachbarrieren zu überbrücken - man kommt immer irgendwie zurecht.
[bearbeiten] Weiter geht's
[bearbeiten] Weblinks

