Neu bei Wikitravel? Bitte lies dir kurz unsere Einsteigertipps durch.

Tokio

Aus Wikitravel
(Weitergeleitet von Tokyo)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Tokio ist eine große Stadt, die wir in Stadtteilartikel aufgeteilt haben. Dort gibt es evtl. genauere Informationen und umfangreichere Listen!
Confusion.png   Es gibt andere gleichnamige Orte, siehe Tokio (Wegweiser).




Tokyo
Kitanomaru Park, Teil des Kaiserpalastes
Lage
Lage von Tokyo
Tokyo
Tokyo
Kurzdaten
Bevölkerung: 8.300.000
Koordinaten: 35° 41' 6" N, 139° 45' 5" O 
Zeitzone: UTC+9 (MEZ+8)
Website: offizielle Website von Tokyo




Stadtkarte von Tokyo, Yamanote Linie in Grün, Chūō Linie in Orange

Tokio (東京 Tōkyō) ist die Hauptstadt Japans. Mit knapp über 9 Millionen Einwohnern ist Tokio eine der größten Städte der Welt, der Grossraum Tokio hat ca. 35 Millionen Einwohner.

Während Bill Murray den Beifall der Kritiker für seine Performance in dem erfolgreichen Film "Lost in Translation" (2003) erhielt, argumentierten viele, dass die Stadt Tokio der tatsächliche Star des Films gewesen ist. Da allerdings der größte Teil des Films in einem Hotel gedreht wurde, sind es wahrscheinlich die Gebräuche und Verhaltensweisen der Japaner, die die Anziehungskraft dieses Films ausmachen.

Stadtteile[Bearbeiten]

Das Verwaltungsgebiet von Tokio reicht von der Bucht von Tokio bis in die mehr als 2.000 Meter hohen Berge der Tama-Region. Zu ihm gehören 23 Verwaltungsbezirke (die das Zentrum der Stadt bilden), 39 eingegliederte Städte und Dörfer (die Tama-Region), sowie die vorgelagerten Ogasawara- und Izu-Inseln im Pazifik.

Die 23 Verwaltungsbezirke

Die Bezirke (23区 nijūsan ku) bilden den Kern der Metropole, mit dem Kaiserpalast, traditionellen Gärten und Parks, modernen Wolkenkratzern und zweigeschossigen Holzhäuschen. Um den Kaiserpalast in der Mitte der Stadt fährt die JR Yamanote-Ringlinie in einem Durchmesser von fünf bis zwölf Kilometern alle grossen Bahnhöfe und Zentren Tokios ab.

  • Kita (北区 kita-ku)
  • Koto (江東区 kōtō-ku)
  • Meguro (目黒区 meguro-ku)
  • Minato (港区 minato-ku)
  • Nakano (中野区 nakano-ku)
  • Nerima (練馬区 nerima-ku)
  • Ota (大田区 ōta-ku)
  • Setagaya (世田谷区 setagaya-ku)

Die Tama-Region

In der Tama-Region (多摩 tama) westlich der 23 Verwaltungsbezirke wird aus der Metropole langsam grüne Landschaft, von Shinjuku- und Tokyo-Bahnhof mit dem Zug in einer bis anderthalb Stunden relativ gut erreicht werden können. Städte in Tama dienen in erster Linie als Schlafstädte für die Hauptstadt. Wesentlich interessanter ist die bergige Landschaft mit Heisswasserquellen, einer Tropfsteinhöhle, und die Wälder, die besonders zur Herbstlaubzeit (紅葉 kōyō) gegen November prächtige Anblicke bieten.

Die Inseln

Die Izu-Inseln (伊豆諸島 izu shotō) sind vulkanischen Ursprungs und reihen sich vor der Bucht von Tokyo (100 bis 350 Kilometer von Tokyoter Rathaus entfernt) wie an einer Perlenkette auf: Oshima, Toshima, Niijima, Shikineshima, Kozushima, Miyakeshima, Mikurashima, Hachijyojima und Aogashima. Etwa 700 Kilometer weiter liegen die 20 Ogasawara-Inseln (小笠原諸島 ogasawara shotō), von denen nur Chihijima und Hayajima bewohnt sind.

Hintergrund[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Flugzeug[Bearbeiten]

Tokio hat zwei Flughäfen: den internationalen Flughafen Narita und den Binnenflughafen Haneda.

Flughafen Narita[Bearbeiten]

Narita Airport (成田空港 narita kūkō) liegt weite 70 Kilometer östlich von Tokio. Der Flughafen hat zwei Terminals, Narita Airport (成田空港 narita kūkō) und Airport Terminal 2 (空港第 2 ビル kūkō dai-ni biru). Die Terminals sind untereinander mit dem Terminal Connection Bus (kostenlos) verbunden, der Bus fährt alle 8 bis 20 Minuten los und braucht 10 Minuten. An welchen Terminal Ihr ankommt oder abfliegt, hängt von eurer Fluggesellschaft ab (Übersicht [1]).

Folgende Fluggesellschaften fliegen Tokio-Narita aus dem deutschsprachigen Raum direkt an:

  • All Nippon Airways - ANA aus Frankfurt am Main und München
  • Austrian Airlines aus Wien
  • Japan Airlines - JAL aus Frankfurt am Main
  • Lufthansa aus Frankfurt am Main und München
  • Swiss aus Zürich

Von beiden Terminals kommt man

  • per Keisei Bus nach Ginza oder zur Tokyo Station (70-80 Minuten, 900-1000 Yen)
  • per Keisei Skyliner Aiport Express nach Nippori und Ueno (56 Minuten, 1,920 Yen)1
  • per JR Narita Express (N'EX) nach Tokyo-Bahnhof (53 Minuten, 2,940 Yen), Shinjuku, Ikebukuro (etwa 80 Minuten, 3,110 Yen), Omiya (3,740 Yen), Yokohama (etwa 90 Minuten, 4,180 Yen) und Ofuna (4,500 Yen). Die Preise können sich je nach Saison um bis zu 400 Yen erhöhen. Alle Sitze sind reserviert, Stehplätze (立ち席 tachiseki) werden 510 Yen billiger als der normale Preis angeboten.2
  • per JR Aiport Narita (Rapid Service) nach Tokyo (etwa 90 Minuten, 1,280 Yen), Yokohama (1,890 Yen), Ofuna (2,210 Yen)3
  • per Airport Limousine Bus alle großen und auch kleinere Bahnhöfe Tokyos, Yokohama und Haneda Aiport an (nach Tokyo-Bahnhof 80 bis 110 Minuten, etwa 2,500 bis 3,500 Yen; Shinjuku 85 Minuten, 3,000 Yen)4
  • mit dem Taxi (タクシー takushii) nach zum Beispiel Tokyo-Bahnhof (etwa 17,000 Yen), Shinjuku (19,000 Yen), Yokohama (22,000 Yen)

1: Stand Februar 2006, 2: Preise für normale Sitze, Stand Dezember 2005, 3: Stand März 2005, 4: Stand Dezember 2011

Flughafen Haneda[Bearbeiten]

Haneda Aiport (羽田空港 haneda kūkō) liegt auf einer Insel im Süden Tokyos. Haneda hat zwei Terminals für Inlandsflüge, Terminal 1 (JAL Group, SKY, SNA) und 2 (ANA, ADO), und ein kleines internationales. Die Terminals sind durch einen kostenlosen Shuttle Bus miteinander verbunden.

Folgende Fluggesellschaften fliegen Tokio-Haneda aus dem deutschsprachigen Raum direkt an:

  • All Nippon Airways - ANA aus Frankfurt am Main
  • Lufthansa - LH aus Frankfurt am Main

Von allen Terminals kommt man

  • per Monorail nach Hamamatsu-cho (21 Minuten, 470 Yen)1
  • per Keikyu-Linie nach Shinagawa (14 Minuten, 400 Yen), Shinjuku (32 Minuten, 590 Yen), Yokohama (24 Minuten, 470 Yen), Narita Aiport (1,560 Yen)1
  • per Airport Limousine Bus alle großen und auch kleinere Bahnhöfe Tokios, Yokohama und Narita Aiport an (nach Tokio-Bahnhof 40 Minuten, 900 Yen; Shinjuku 50 Minuten, 1,200 Yen)1

1: Stand Februar 2006

Bahn[Bearbeiten]

Der Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen (新幹線 shinkansen) der JR verbindet Tokio (Tokio-Bahnhof 東京駅 tōkyō-eki) mit ziemlich allen anderen großen japanischen Städten schnell und zuverlässig. Zum Beispiel: Kyoto (2 Stunden 33 Minuten, 13,320 Yen), Osaka (Shin-Osaka-Bahnhof 2 Stunden 58 Minuten, 13,850 Yen), Hiroshima (4 Stunden 25 Minuten, 18,350 Yen). Von Tokyo-Bahnhof erreicht man mit der JR Yamanote-Ringlinie (山手線 yamanote-sen) leicht alle großen Bahnhöfe der Stadt (Shinjuku, Shibuya, Shinagawa, Ueno, Ikebukuro).1

1: Stand Februar 2006

Bus[Bearbeiten]

Der Willer Express verbindet Tokyo mit vielen Städten und bietet auch Nachtfahrten an. Die Strecke Tokyo - Kyoto beispielsweise kostet ab 3500 Yen (Stand: November 2014). Die komplette Seite ist auf Englisch verfügbar und es kann beispielsweise per Visa gezahlt werden. Allerdings brauchen Busse relativ lange, da auf japanischen Autobahnen ein Tempolimit von 80km/h ist.

Auto[Bearbeiten]

Schiff[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Auto[Bearbeiten]

Tokio hat ein gut ausgebautes Straßen- und Schnellstraßennetz in sehr gutem Zustand, das allerdings chronisch verstopft und sehr zähflüssig ist, so dass man nicht schnell vorankommt. Dazu kommt, dass die Stadt sehr unübersichtlich ist. Ohne Navigationssystem wird man in Tokio nirgendwo ankommen (auch wenn man sich etwas auskennt), und auf Strassenschildern sind nur Namen auch in lateinischer Umschrift geschrieben. Parkplatzgebühren sind astronomisch (etwa 500 Yen für 30 Minuten in den Zentren) und kostenfreie Parkplätze gibt es nicht.

In Japan fährt man auf der linken Straßenseite, Fahrräder fahren auf dem Gehsteig.

U-Bahn[Bearbeiten]

Das U-Bahnnetz von Tokio

Tokio hat ein sehr gut ausgebautes U-Bahn-Netz. Bezahlt wird nach Anzahl der gefahrenen Stationen. Um zu den Gleisen zu gelangen, geht man in einen der Durchgänge und steckt seine Fahrkarte in einen Automaten. Ist diese gültig, öffnet sich eine Schranke. Falls nicht, geht man in den Durchgang ganz rechts. Dort sitzt zu jeder Zeit jemand vom Service, der einem behilflich ist und passende Karten verkauft. Das gleiche tut man beim Verlassen der Station. Normale Papiertickets werden dabei nicht wieder herausgegeben.

Hat man z.B. eine Karte für 3 Stationen gekauft, fährt aber 5, muss man bei der Sevicestation am ganz rechten Durchgang, oder bei einem Fare Adjust-Automaten nachzahlen, da sich die Schranke zum Verlassen des Bahnhofs mit diesem Ticket nicht öffnen lassen wird. Schwarzfahren ist somit unmöglich (es sei denn man klettert über diese Schranken...).

Ist man längere Zeit in Tokio, so sollte man sich eine wiederaufladbare Karte (Pasmo oder Suica), mit der man in der U-Bahn, der S-Bahn und im Bus bezahlen kann, zulegen. Kaufen kann man die Karten nur an einem Schalter für 500 Yen Pfand, von denen man 290 zurück erhält, wenn man die Karte wieder abgibt. Außerdem muss die Suica direkt mit 1500 Yen und die Pasmo mit 500 Yen aufgeladen werden. Man kann mit den Karten auch in vielen Supermärkten bargeldlos zahlen.

Seit kurzem gibt es auch verschiedene Tageskarten, ein Tagesticket für die Tokyo Metro kostet 710 Yen (Stand: November 2014).

Morgens und zur Feierabendzeit wird es recht voll in den U-Bahnen, jedoch fahren die Züge dann auch häufiger. Zwischen 22 Uhr und 1 Uhr fahren die Züge dann recht selten, zwischen ca. 1 Uhr und ca. 5 Uhr fahren gar keine Züge.

Die U-Bahn wird von zwei Gesellschaften betrieben "Tokyo Metro" und "Toei". Es gibt durchgehende Tickets, aber eine Fahrt bei der man das Netz wechselt ist etwas teurer als eine Fahrt innerhalb eines der beiden Netze. Auch bei Tageskarten muss man aufpassen für welches der Netze sie gelten, es gibt aber auch kombinierte für beide Netze (Kosten: 1000 Yen, Stand: November 2014).

Hier ein paar Preisbeispiele für typische Touristenstrecken der U-Bahn (Stand: Herbst 2006), die unterschiedlichen Preis resultieren aus unterschiedlichen Strecken:

Shibuya - Roppongi : 260 - 290 Yen (1,80 bis 2,00 €), Dauer: 12 - 15 Minuten

Shibuya - Asakusa(Tobu Toei Metro) : 230 - 290 Yen (1,60 bis 2,00 €), Dauer: 32 - 40 Minuten

Asakusa - Ginza  : 190 - 260 Yen (1,30 bis 1,80 €), Dauer: 16 - 27 Minuten

Ginza - Akihabara  : 130 Yen (0,80 €), Dauer: 12 - 16 Minuten

U-Bahn fahren ist in Tokio also nicht wesentlich teurer als in Europa. Wechsel zwischen dem U-Bahn- und dem S-Bahn-Netz sollte man vermeiden, da keine Übergangstickets existieren (mit einigen Ausnahmen).

Es gibt verschiedene Informationsseiten zur U-Bahn in Tokio:

- generelle Info über Tokio-Metro

- Fahrstrecke und Preis über Tokio-Subway

S-Bahn[Bearbeiten]

Zwei Linien der Japan Railways dienen vor allem dem Stadtverkehr. Die Chuo-Linie und die berühmte Yamanote-Ring-Linie. Die Chuo-Linie führt von der Tama-Region über den Bahnhof Shinjuku nach Akihabara bzw. Bf. Tokio. Es gibt normale S-Bahnen ("Local") nach Akihabara und Schnellzüge ("Express") mit nur wenigen Zwischenhalten zum Bf. Tokio. Die Yamanote-Linie führt in einem Ring vom Bf. Tokio über Shibuya, Harajuku, Shinjuku, Ikebukuro und Ueno wieder zum Bf. Tokio. Sie ist so wichtig, dass sogar die Fernsehnachrichten über kleinere Störungen berichten.

Da die S-Bahn von den Japan Railways betrieben wird, gilt auf ihr auch der Japan Railway-Pass.


Orientierung[Bearbeiten]

In den meisten Hotels liegen zwar einfache Stadtpläne aus, aber diese sind nur für die grobe Orientierung ausreichend. Wenn man genauere Orientierung wünscht, sollte man sich entweder vor der Reise oder aber direkt in Tokio (Oriental Basar in der Omote-sando, U-Bahn Omote-sando oder Meji-jingu-mae, S-Bahn Harajuku) den "Tokyo City Atlas - A Bilingual Guide" besorgen (ISBN 4770028091, Verlag: Kodansha International), mit dem eine sehr gute Orientierung möglich ist.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Die japanische Hauptstadt hat keine Altstadt und kein Zentrum im Sinne europäischen Städtebaus, Bahnhöfe bilden die Zentren, an denen sich die Menschenmassen und ein Gewühl von Restaurants und Läden konzentrieren. Tokio lässt keine gezielte Planung erkennen, erscheint viel zu groß und hat wenige klassische Sightseeing Spots, doch die wahre Schönheit steckt im Detail: konzentrierte Neonreklame und gestylte Läden, angelegte Gärten, Tempel und Schreine, vielseitiges Essen in den unzähligen Restaurants, und besonders die Japaner selbst und ihre Art zu leben. Die Top-Sehenswürdigkeiten sind der Sensō-Tempel (Sensō-ji) in Asakusa, der Kaiserpalast (in den man nicht hinein kann), das Rathaus mit seiner Aussichtsplattform und der Meiji-Schrein. Die touristisch interessantesten Viertel sind Chiyoda, Chuo, Minato, Shibuya, Shinjuku und Taitō.

Tokio ist viel zu groß und die interessanten Gegenden zu verteilt, um alles zu Fuß abzulaufen. Die Sehenswürdigkeiten lassen sich am einfachsten Viertel für Viertel, von großem Bahnhof zu großem Bahnhof abklappern:

  • Chiyoda (千代田区 chiyoda-ku) - Kaiserpalast, Tokio-Bahnhof, Tokio International Forum und das Elektroparadies Akihabara.
  • Chuo (中央区 chūō-ku) - Edeleinkaufsviertel Ginza und Fischmarkt Tsukiji.
  • Minato (港区 minato-ku) - Vergnügungsviertel Roppongi und dem Tokyo Tower, Hochhäuser von Shiodome, traditionelle japanische Gärten, Rainbow Brige und die künstliche Insel Odaiba in der Bucht von Tokyo.
  • Setagaya (世田谷区 setagaya-ku) - Shimo-Kitazawa.
  • Shibuya (渋谷区 shibuya-ku) - Mit dem gleichnamigen Einkaufs- und Vergnügungsviertel, dem Meiji-Schrein, dem Yoyogi-Park und der Omotesandō (Tokyos Pendant zur Champs-Elysees) in Harajuku, dem Ausgehviertel Ebisu und dem Modebezirk Daikanyama.
  • Shinjuku (新宿区 shinjuku-ku) - Tokios Rathaus und Bürohochhäuser, Shopping ohne Ende, Rotlichtviertel Kabuki-chō, Shinjuku Gyoen Park und Tokyos größter Bahnhof Shinjuku.
  • Taitō (台東区 taitō-ku) - Senso-Tempel in Asakusa und Ueno Park und seinen vielen Museen.

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Ein international bekannter Stadtteil Tokios ist die Ginza – ein schickes Viertel mit vielen noblen Geschäften, die auch westliche Luxusgüter darbieten. Shoppen gilt in Japan als Freizeit-Vergnügen. Aus diesem Grund sind die Kaufhäuser auch am Wochenende geöffnet. Kaum anderswo auf der Welt wird Höflichkeit so groß geschrieben wie in Japan. Sollte einem die anprobierte Ware von der Größe her nicht passen, so entschuldigen sich die Verkäufer vielmals.

Japanische Kleidermaße unterscheiden sich von den - für uns üblichen - westlichen. XXS, XS, S und M sind immer und überall erhältlich, wobei selbst die japanische Kleidergröße M nicht der europäischen entspricht. Sollte man doch ein passendes Kleidungsstück gefunden haben, ist ein kalkulierender Blick auf das Preisschild empfehlenswert. Besonders ausländische Mode wird oftmals zu horrenden Preisen angeboten. Japanische Kleidungsstücke hingegen sind ein wenig günstiger, wobei gerade Freizeit- und Jugendmode recht ausgefallen und nicht zu allen Gelegenheiten tragbar ist. Neben der exquisiten Ginza mit Labeln wie Gucci, Prada, Armani usw. sind besonders Shibuya (mehr Freizeit- und Jugendmode), Harajuku (ausgefallene Jugendmode) und Ost-Shinjuku (großes Angebot an ausländischen Marken) zu empfehlen. Schnäppchenjäger benötigen jedoch viel Geduld, Ausdauer und ein ruhiges Gemüt um fündig zu werden.

Anders ist dies bei elektronischen Waren. Obwohl die Artikel durchaus ihren Preis haben und nicht unbedingt günstiger sind als in Europa, sind Schnäppchenfunde ohne weiteres möglich. Besonders erwähnenswert ist hierfür der Stadtteil Akihabara. Aber auch Ikebukuro oder Yūrakuchō (im Bereich der Ginza) bieten eine hervorragende Auswahl. Man sollte jedoch bedenken, dass die Erzeugnisse vorwiegend für den japanischen Markt bestimmt und mit europäischen Produkten nicht immer kompatibel sind.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Japanische Grundnahrungsmittel sind Reis und Fisch. Reis wird praktisch zu jedem Essen serviert. Dieser ist auf Grund seines hohen Stärkeanteils klebrig, so dass man ihn gut mit den Stäbchen essen kann. Japans Küstengewässer reichen vom russischen Eismeer bis in die tropischen Gefilde Okinawas, was der japanischen Küche eine einzigartige Vielfalt an Fischgerichten beschert. Ohnehin bietet die japanische Hügel/Wald/Berg - Landschaft keine ausladenen Flächen zur Rind- und Schweinehaltung, sodass das Meer seit jeher die Tische Japans deckt. In den tokioter Fischrestaurants kann man auch ausgefallene Fischsorten wie Hai, oder Kugelfisch (Fugu) probieren; auch Walfleisch wird gelegentlich angeboten. Das Fleisch des Kugelfisches ist nicht giftig und daran ist auch noch niemand gestorben, lediglich die Innereien enthalten ein tödliches Gift und müssen zum Verzehr speziell zubereitet werden. Japanische Männer essen diese zum Zeichen ihres Mutes und ihrer Männlichkeit. Man soll beim Verzehr spüren wie Lippen und Zunge zeitweise taub werden. Jährlich sterben Japaner beim Verzehr der Innereien, deshalb war der Verzehr dieser Delikatessen zeitweise in Japan verboten. Sehr frischen Fisch bekommt man in den kleinen Restaurants rund um den Fischmarkt (Tsukiji).

Wem die japanische Küche nicht schmeckt, findet in den sehr zahlreich vorhandenen Fast-Food-Ketten westlicher Prägung seine Mahlzeit. Ausserdem gibt es viele Lokale fast jeden Landes der Welt. Zum Beispiel findet man in fast jedem Stadtteil französisch und italienisch geprägte Lokale. Diese sind aber zum Teil (besonders in der Innenstadt) sehr teuer.

Ausgehen[Bearbeiten]

Roppongi das Vergnügungsviertel der Stadt Tokio. Dort befinden sich zahlreiche Clubs und Bars, unter anderem das Gas Panic. Diese Bar ist Treffpunkt für die Expats (in Tokio lebende Ausländer, zumeist amerikanische Soldaten) und ausländische Touristen. Preise für Eintritt und Verzehr sind höher als in Deutschland üblich. Man zahlt umgerechnet zwischen 20 und 50 Euro Eintritt (variiert nach Tag und Event, Frauen zahlen meist weniger) sowie ca. 5 Euro für ein Bier, daher empfiehlt es sich beim Ausgehen umgerechnet mindestens 100 Euro pro Person in bar mitzuführen. Ausweis- und Alterskontrolle findet bei Ausländern so gut wie nie statt; ausländische Jugendliche haben also keine Schwierigkeiten in einen Nachtclub zu kommen und dort Alkohol zu verzehren. Roppongi ist wie ganz Tokio ein sehr sicheres Viertel. Im Gegensatz zu vielen anderen Vierteln kann man dort auch einfach ohne festen Plan hinfahren, sich nachts treiben lassen und verschiedene Bars aufsuchen. In anderen Vierteln ist das schwieriger, da dort die Dichte von Bars/Diskos nicht sehr groß ist.

Das Velfarre, die selbsternannte "größte Diskothek Asiens" und früher eine Institution im tokioter Nachtleben, hat leider mittlerweile geschlossen, wird aber in manchen (älteren) Reiseführern noch genannt. Die Kultdisko hinterlässt eine nicht zu schließende Lücke in Tokios Nachtleben.

Neben Roppongi gibt es noch weitere Viertel, die am Abend als "Ausgehviertel" zu bezeichnen sind. Shibuya ist eins davon. Hier gehen hauptsächlich junge Japaner zwischen 20 und 30 Jahren aus, die Stimmung des Viertels ist allgemein sehr jugendlich. Das Angebot reicht von Restaurants, Bars, Karaoke bis hin zu zahlreichen Clubs. Die Preise für Eintritt und Verzehr sind ähnlich wie in Roppongi.

In Shinjuku sind die Ausgehmöglichkeiten etwas gediegener - weniger jugendliche Stimmung, dafür mehr Chic. Die Altersstufe der hier ausgehenden ist ungefähr von 30 - 40 Jahren anzusiedeln. Es ist am Abend etwas weniger voll als in Roppongi und Shibuya und eher dominiert von Bars und Karaoke.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Es gibt Unterkünfte für jeden Geldbeutel in Tokio. Man kann in Hostels oder Privatzimmern teilweise sehr günstig übernachten, findet jedoch auch Hotels der internationalen Luxusklasse, die für den Normalbürger teilweise unerschwinglich sind. Wer längere Zeit in Tokyo verbringen möchte, kann auch wochen- oder monatsweise Appartements mieten.

Man kann von Deutschland aus Hotels in den einschlägigen Webseiten finden und buchen. Die meisten großen japanischen Hotels haben auch zumindest englische Webseiten.

Eine gute Beschreibung der verschiedenen Hoteltypen findet man auf den Webseiten der japanischen Fremdenverkehrsorganisation.

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Tokio ist eine der sichersten Städte der Welt. Auch nachts kann man sich gefahrlos in der Stadt bewegen. Japaner begegnen Europäern mit sehr viel Respekt.

Die Viertel Shibuya und Roppongi haben bei den Einwohnern Tokios einen schlechten Ruf in puncto Sicherheit. Das liegt u.a. daran, dass sich das Nachtleben auf diese beiden Viertel konzentriert. Dennoch sind diese beiden Viertel völlig harmlos und für Touristen gefahrlos zu betreten (tags und nachts). Die Japaner haben ein anderes Sicherheitsempfinden als Europäer.

Elendsviertel (Ghettos, Slums...) gibt es in Tokio keine. Als Deutscher hat man den Eindruck, in einer extrem sauberen (wenig Müll liegt auf den Straßen, und auch Graffitti ist in den Hauptstadtteilen Tokyos nur sporadisch zu sehen), extrem gepflegten und sicheren, fast schon sterilen Stadt zu sein. In den letzten Jahren sieht man allerdings in den städtischen Parks (z.B. in Ueno und Shinjuku) zunehmend Zelte aus blauen Plastikplanen, in denen Obdachlose wohnen.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Es kann schwierig sein englischsprachige Ärzte zu finden. Hilfsbereite Ärzte finden sich überall und sind sehr bemüht auch Ausländern trotz Sprachschwierigkeiten zu helfen. Selbst in größeren Kliniken wird oft nur wenig Englisch gesprochen. Teilweise hilft ein telefonischer Übersetzer wie z.b. im St. Luke's Hospital.

Gutes Englisch (und teilweise auch Deutsch) wird in der Tokyo Medical and Surgical Clinic gesprochen. In dringenden Fällen, welche keinen Notruf rechtfertigen, ist ein Arzt dort per Handy zu erreichen, die Rufnummer wird angesagt.

Im St. Luke's Hospital ist für Patienten auch ohne japanische Krankenversicherung eine unbürokratische Behandlung möglich. Bei der Registrierung für eine ambulante Behandlung (Outpatient devision) erhällt man eine Karte mit seinem Namen in Japanisch und kann gleich einen Termin mit der entsprechenden Abteilung machen. Die Wartezeiten sind kurz, man kommt ohne japanisch einigermaßen klar. Bezahlt wird nach der Behandlung in Bar oder mit Kreditkarte. Medikamente können in der hauseigenen Apotheke (im EG. gleich neben der Anmeldung das kleine Fenster) abgeholt werden.

Klarkommen[Bearbeiten]

Während viele Japaner früher Probleme mit der englischen Sprache hatten ist durch die Verbreitung des Internets und die Popularität der Sprachschulen Englisch heute weit verbreitet. Personen die nach ca. 1980 geboren sind beherschen Englisch ungefähr so gut wie Deutsche. Bestimmte Floskeln wie ja (hai), nein (iie), danke (arigatoo), vielen Dank (arigatoo gozaimasu) und Entschuldigung (sumimasen) sollte man vor dem Urlaub lernen. Japaner sind sehr höflich und bedanken sich oft bei jeder Kleinigkeit und entschuldigen sich auch für Nichtigkeiten.

Botschaften[Bearbeiten]

  • Deutsche Botschaft, 4-5-10, Minami-Azabu (Stadtteil: Minato-ku), +81 (0)3/ 5791-7700 (fax: +81 (0)3/ 5791-7773), [2]. Öffnungszeiten: Mo. - Fr.: 8 Uhr bis 12 Uhr.  edit
  • Österreichische Botschaft, 1-1-20 Moto Azabu (Stadtteil: Minato-ku), +81 (0)3/ 34 51 82 81 (, fax: +81 (0)3/ 34 51 82 83), [3]. Öffnungszeiten: Mo. - Fr.: 9 Uhr bis 13 Uhr.  edit
  • Botschaft der Schweizerische Eidgenossenschaft, 5-9-12 Minami-Azabu (Stadtteil: Minato-ku), +81 (0)3/ 5449 8400 (, fax: +81 (0)3/ 3473 6090), [4]. Öffnungszeiten: Mo. - Fr.: 9 Uhr bis 12 Uhr.  edit

Kommunizieren[Bearbeiten]

Postkarten nach Deutschland kosten 70 Yen (ca. 46 Cent - Stand: Sept. 2008). Briefe nach Deutschland kosten 110 Yen (ca. € 1 - Stand: Dez. 2010)

In manchen Poststationen kann man kostenlos im Internet surfen.

Will man von Tokio aus nach Deutschland telefonieren, muss man die 0049 vorwählen. Allerdings muss teilweise vorher noch eine Netzvorwahl gewählt werden. Damit bestimmt man die Gesellschaft, mit der man das Gespräch nach Deutschland tätigen will.

Will man von Deutschland aus nach Tokio telefonieren, muss man die 00813 vorwählen.

Weiter geht's[Bearbeiten]

Einen Tag sollte man in Tokios Nachbarstadt Yokohama verbringen. Sehenswürdigkeiten sind dort der Minato Mirai 21 (Landmark Tower 21), das höchste Gebäude Japans. Vom Besucherzentrum aus hat man einen herrlichen Blick über Yokohama und die Bucht von Tokio. Des weiteren befindet sich in Yokohama eines der weitverbreiteten China Towns und man kann eine Hafenrundfahrt machen.

In Kamakura, ca. eine Stunde mit dem Zug von Tokyo entfernt, befindet sich der Daibutsu (großer Buddha), die berühmteste Buddhastatue Japans.

Von besonderem landschaftlichem Reiz sind die japanischen Alpen und der Berg Fuji, der mit einer Höhe von 3.776 Metern Japans höchster Berg ist.

Weblinks[Bearbeiten]







Varianten

Aktionen

Insider für dieses Reiseziel:

In anderen Sprachen

andere seiten