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Togo

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Lage
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Flagge
To-flag.png
Kurzdaten
Hauptstadt: Lomé
Staatsform: Präsidiale Republik
Währung: CFA-Franc (FCFA)
Fläche: 56.785 km²
Bevölkerung: 5,56 Mio
Sprachen: Französisch (offiziell und Handelssprache), Ewe und Mina
Religionen: Naturreligionen 51 %, Christen 29 %, Muslime 20 %
Stromsystem: 127-220/50 Hz (Europäischer Stecker)
Telefonvorwahl: +228
Internet TLD: .tg
Zeitzone: UTC


Karte von Togo

Togo liegt in Westafrika. Angrenzende Länder sind Benin im Osten, Ghana im Westen und Burkina Faso im Norden.

Regionen[Bearbeiten]

Städte[Bearbeiten]

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Togoville - die ehemalige Hauptstadt

Tamberma - Villages bei Kande (nördlich von Kara)

Kpalimé - mittlere Großstadt, ca. 120 km nördlich von Lomé, unweit der ghanaischen Grenze. Kunstzentrum Togos für Batik und Schnitzereien. Viele Sehenswürdigkeiten, schönes Bergland.

Hintergrund[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Deutsche Staatsbürger benötigen für die Einreise ein Visum. Dieses wird an den Grenzen gegen eine Gebühr von 10000 CFA umgehend erteilt und ist 7 Tage gültig. Wer sich länger im Land aufhalten will kann sein Visum in Lomé verlängern lassen. Alternativ ist es auch möglich sich vor der Einreise bei einer Botschaft eines der Mitgliedsländer der "entente touristique" ein "VTE"(Visa touristique d'entente) ausstellen zu lassen. Dieses ist bis zu 3 Monate für die Länder Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Niger und Togo gültig. Empfehlenswert für Westafrikareisende ist die Botschaft Togos in Accra (Ghana), welche das Visum am selben Tag für 30000 CFA austellt. Am einfachsten ist es aber sicherlich, sich bereits vor der Einreise in einem togolesischen Konsulat in Deutschland ein Visum zu besorgen. Die Kosten liegen bei ca. 30,- €. Das Visum muss nicht vor Ort beantragt werden, der Pass wird dazu ans Konsulat geschickt. Empfehlenswert ist es, sich ggfs. mit dem zuständigen (Honorar-) Konsul über die aktuelle politische Lage und die nötigen Reisevorbereitungen zu informieren.

Flugzeug[Bearbeiten]

Air France fliegt Lomé mehrmals wöchentlich an. Weitere Fluggesellschaften die nach Lomé fliegen sind Air Afrique, Ethiopian Airlines und Royal Air Maroc. (Stand 11/2006) Brussels Airlines fliegt ebenfalls mehrmals wöchentlich von Brüssel über Abidjan (Zwischenstopp) nach Lomé und zurück direkt nach Brüssel. (Stand 11/2013)

Bahn[Bearbeiten]

Bahnen verkehren in ganz Togo nicht mehr, sämtliche Gleise, Züge und Bahnhöfe sind nur noch Ruinen.

Bus[Bearbeiten]

Richtige Buslinien gibt es lediglich in Lomé. Weiter verbreitet sind "Großraumtaxis". Es handelt sich dabei um Kleinbusse, meist Japanische Marken, die an einem bestimmten Sammelplatz so lange vollgepackt werden, bis gar nichts mehr rein passt. Dabei ist eine Mindestbesetzung von ca. 20 Mann nebst Dachgepäck vorgesehen. Wichtig ist der Zeitpunkt, zu dem man zu diesen Bussen zusteigt. Nicht zu früh, sonst wartet man Stunden, bis auch der Fahrer der Ansicht ist, der Wagen sei nun voll und nicht zu spät, sonst ist eventuell der Tagestransport abgeschlossen. Es handelt sich hierbei um die günsigste und sicher auch unterhaltsamste Methode vor Ort voran zu kommen. Bei längeren Touren wird meistens erst noch einmal gehalten, damit sich die Passagiere mit Nahrungsmitteln eindecken können. (Toll sind Hefezöpfe und knusprige Stangen- im Norden kann man auch Schafskäse bekommen.)

Auto[Bearbeiten]

Mit dem eigenen Auto außerhalb der großen Nord- Süd- Strecke zu fahren ist etwas für gut ausgerüstete Ralley- Fahrer. Zur Regenzeit sind die Seitenstraßen nicht befahrbar und auch in der Trockenzeit sollte man einige Erfahrung im "Schlagloch"- Ausweichen mitbringen. Ersatzteile gibt es eher für die älteren Modelle. Technisch begabte Togolesen können dann sicher auch bei den Reparaturen helfen. Tankstellen gibt es in Lomé und unterwegs in den größeren Städten.

Schiff[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Ein beliebtes Fortbewegungsmittel der Togolesinnen und Togolesen ist der Motorroller, auf dem bisweilen ganze Kleinfamilien transportiert werden. Öffentliche Verkehrsmittel sind rar, nur gelegentlich gibt es Busverbindungen. Für Reisen ist es praktikabler, einen Fahrer samt Privatbus zu mieten.

Sprache[Bearbeiten]

Französisch, Ewe (Süden), Kabiye (Norden) und einheimische Sprachen anderer Ethnien, im Grenzgebiet zu Ghana Englisch.

Das Ewe ist nach dem Franzöisch die meistgesprochene Sprache in Togo. Ihr Alphabet wurde während der Kolonialzeit von den Deutschen verfasst. Zuvor war das Ewe eine re- €Lautsprache. Das Alphabet hat teilweise andere Buchstaben als das deutsche Alphabet, da im Ewe Laute vorkommen, die es im Deutschen nicht gibt.

Kaufen[Bearbeiten]

Eine Geldversorgung mit der Maestrokarte ist in Togo nicht möglich. Kreditkarten werden zwar in den meisten Hotels und zunehmend auch in den größeren Geschäften akzeptiert, ein Missbrauch kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Darüber hinaus werden erfahrungsgemäß Kreditkarten der Fa. "MasterCard" nicht akzeptiert. Barmittel in Devisen sollten grundsätzlich nur bei Banken eingetauscht werden, von der Mitnahme einer größeren Summe an Barmitteln wird aber bereits aus Sicherheitsgründen abgeraten.

Zu kaufen bekommt man eigentich so gut wie alles in Togo, nur nicht in Geschäften. Es gibt viele große Märkte und natürlich auch die Straßenverkäufer, die überall zu finden sind. Man bekommt neben tollem Obst und Gemüse auch die Sachen, die man zum täglichen Leben braucht: Papiertaschentücher, Duschgel, Zahnpasta, Kugelschreiber, CDs. Für uns Europäer sind natürlich die Gewürze sehr begehrt und die wunderschönen, bunten Baumwollstoffe (pagnes). Es gibt aber vereinzelt auch Supermärkte, die unseren in nichts nachstehen - nur eben kleiner sind. Teilweise sind die Waren dort sehr teuer.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Die Togoische Küche ist sehr gut. Es wird vor allem mit Yamwurzel, Maisbrei (Pâte), graubraunen Bohnen, Reis oder Spaghetti gekocht. Fleisch ist selten und teuer. Ein typisches Sonntagsessen ist Fufu (gestampfter Yambrei) mit scharfer Soße, die mit rotem Palmnussöl oder Erdnüssen zubereitet wird und in der ein paar Stücke Ziegenfleisch schwimmen. Gegessen wird mit der Hand und nicht wie in Europa üblich mit der ganzen Familie am Tisch, sondern oft irgendwo und nicht zur gleichen Zeit. Milch und Milchprodukte sind in Togo nicht üblich, aber begehrt (Es gibt im ganzen Land Filialen einer Speiseeiskette namens FanMilk, bei der man frische Milchprodukte erwerben kann). Weitere Gerichte sind:

- Pâte: Gekochter Maisbrei mit einer Soße aus schleimigen Gombos und getrocknetem Fisch. Sehr weit verbreitete und geschätzte Mahlzeit der Togoer.

- Bohnen mit Gari: Graubraune Bohnen gekocht mit Gari (geröstete Maniok-Raspel, getreidefarben, hart) und dazu mit Piment (Chili-artiges Gewürz) gewürztem rotem Palmnussöl.

- Reis mit Bohnen

- Spaghetti mit gekochten Yamsstücken und scharfer Piment-Soße

Das hier ist nur eine Auswahl, die sich an den am häufigsten gegessenen Speisen im Süden des Landes orientiert. Im Norden mischt sich die Küche mit orientalischen Einflüssen.

Früher aßen die Togolesen auch noch andere Tiere als heute. Durch die Herrschaft der Europäer wurden Tiere wie Hunde, Katzen, Fledermäuse von der Speisekarte verdrängt, aber dennoch essen auch heute noch einige Leute dieses Fleisch (es schmeckt nebenbei bemerkt auch gar nicht schlecht). Auch wird das Fleisch von Feldratten und sog. Agouti (auch ein Nagetier) gern gegessen.

Auf den Märkten Togos findet man heutzutage auch Äpfel und allerlei frisches Gemüse und Kartoffeln, Maggiwürfel und eine Vielzahl an Gewürzen. Je seltener jedoch das Produkt, desto höher der Preis.

- Sodabis

Palmschnaps, den die Togolesen gerne für sich privat in den Feldern brennen. Diesen gibt es günstig auf dem Land zu kaufen. Am Besten, man fragt auf einem der Märkte nach, denn offen wird der hochprozentige Stoff meist nicht angeboten, da dieser nicht immer so ganz legal gebrannt wird.

Legal dagegen ist der Palmwein, der aus Kokosnusshälften getrunken wird. Es handelt sich dabei um ein braunes, etwas schaumiges Getränk, das auch mit Zucker ausgeschenkt wird.

Ausgehen[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Lernen[Bearbeiten]

Das Schulsystem gleicht weitestgehend dem der Schulen in Frankreich. Es gibt Nachmittagsunterricht, Schuluniformen und der Mittwochnachmittag ist frei.


Die Grundschulen in Togo sind staatlich und kostenfrei. Kinder in bunten Schuluniformen sind daher nachmittags auch in den kleineren Orten zu sehen. Das Problem: Die Regierung besteht darauf, dass der Unterricht auf französisch statt findet. Da gerade in den ländlichen Regionen hauptsächlich der eigene Dialekt gesprochen wird, verstehen die Kinder nicht besonders viel, von dem was sie unterrichtet bekommen. So entsteht der Eindruck, dass hinter dem im Chor gesprochenen "oui" häufig ein großes Fragezeichen steht.

Entsprechend dünn ist das Interesse, auch eine weiterführende Schule zu besuchen. Diese sind nicht mehr so häufig vertreten und auch weniger stark besucht, da die Kinder auch dann in einem Alter sind, in dem die Eltern zu Hause auf deren Hilfe angewiesen sind.

Es gibt zwei Universitäten in Togo, in Lomé und Kara. Beide Universitäten empfangen gerne Gaststudenten, 2012 wurde ein bestehendes Abkommen mit der Universität Tübingen erweitert.

Arbeiten[Bearbeiten]

Feiertage[Bearbeiten]

Termin Name Bedeutung
xx. yy Xyz Xyz

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Gelbfieberimpfung ist vorgeschrieben, Malariaprophylaxe ist auch sinnvoll - ebenso wie Impfungen gegen Hepatitis und Typhus. Neuste Informationen bekommt man beim Tropenmediziner und in den größeren Stadtgesundheitsämtern/Hafengesundheitsämtern. Erfahrungen zeigen allerdings, dass selbst eine Malaria-Prophylaxe nur teilweise vor einer Malaria schützt und häufig trotzdem abgeschwächte Symptome zu beobachten sind (Beispiel: Doxycyclin).

Leitungswasser sollte immer vermieden werden, da es häufig verunreinigt ist. Eine günstige Alternative ist Wasser in Plastiksäckchen (überall erhältlich, genannt "pure water", 0,5 Liter für 25 francs cfa oder 4 cent). Bei Getränkeflaschen darauf achten, dass der Verschluss intakt ist. Für frische Nahrungsmittel (Obst, Gemüse etc.) gilt: "Cook it, peel it or leave it" (dt. Koch es, schäle es oder lass es sein).

Klima[Bearbeiten]

Das Klima ist tropisch und ganzjährig heiß und feucht. Es gibt 2 Jahreszeiten: Die Regenzeit reicht etwa von April bis Oktober, der August ist der kühlste Monat mit Mittagstemperaturen um 30° C. Von November bis März etwa reicht die Trockenzeit mit Mittagstemperaturen um 40°C und einer Luftfeuchtigkeit an der Küste von 90%. In der Trockenzeit weht Staub von der Sahara über das Land.

Respekt[Bearbeiten]

Kommunizieren[Bearbeiten]

Telefon: Die nationale Telefongesellschaft ist die Togo Telecom. Auslandsgespräche können problemlos aus Hotels geführt werden. Günstiger sind allerdings Gespräche auf Postämtern oder in den öffentlichen oder kommerziellen Telefonzellen.

Mobiltelefone: Netzbetreiber sind Togo Cell und Telecel Togo. Das Mobilfunknetz von Togo Cell deckt das ganze Land ab und von Telecel Togo alle großen Städte. Roaming-Verträge mit Mobilfunkgesellschaften u.a. in Deutschland, Österreich und der Schweiz bestehen. Das Mobilfunknetz auf Basis einer Prepaid-Card ist sehr ausgebaut.

Internet: Internetanbieter ist Togo Telecom. Internetcafés sind landesweit vorhanden.






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