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At-Tud

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Et-Tōd (auch el-Tod; arab.: الطود, aṭ-Ṭūd, altägyptisch: Djerty, griechisch: Tuphium) ist ein Dorf ca. 20 km südlich von Luxor in Oberägypten (Ägypten) auf dem östlichen Nilufer. Es liegt gegenüber der Stadt Armant (Erment) auf dem westlichen Nilufer.

Hintergrund[Bearbeiten]

Et-Tod lag im Süden des 4. oberägyptischen Gaus (thebanischer Gau). Es ist einer der vier Kultorte des Month (weitere sind Armant, Medamud und der Month-Bezirk von Karnak-Nord). Month, der häufig als Falke oder Stier dargestellt wird, ist thebanischer Ortsgott, der hier bis ins Mittlere Reich (anstelle des Amun) Hauptgott und Königsgott war.

Anreise[Bearbeiten]

Die Anreise erfolgt über die Verbindungsstraße Luxor-Assuan auf dem östlichen Nilufer. Die archäologische Stätte erreicht man nach einer Durchfahrt durch das Dorf et-Tōd.

Es empfiehlt sich, den Besuch des Tempel von et-Tōd mit dem Gräberfeld von Moʿalla (Erste Zwischenzeit) zu verbinden.

Einige Reisebüros in Luxor bieten Tagesexkursionen nach et-Tōd an.

Mobilität[Bearbeiten]

Hin- und Rückfahrt muss zusammen mit den Konvois Luxor-Assuan erfolgen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Die archäologische Stätte ist von 09:00 – 17:00 Uhr geöffnet. Wichtig: Die Eintrittskarten zu diesem Tempel müssen am Tickethäuschen des Tempels von Luxor erworben werden! Der Preis für das Ticket beträgt LE 20. Da die Eintrittskarten bereits ab 6:00 Uhr morgens verkauft werden, können Sie sich ohne Weiteres dem Konvoi um 7:00 Uhr anschließen.

Tempel des Month[Bearbeiten]

Die Anfänge des Tempels liegen in der 4. Dynastie und im Mittleren Reich (Zeit Sesostris I.), die heutzutage sichtbaren Tempelteile stammen aus griechisch-römischer Zeit. Funde belegen seine Nutzung bis in koptischer Zeit, der Tempel wurde zu jener Zeit als Kirche benutzt. Der bedeutendste Fund ist der 1936 gefundene Schatz von Tōd aus der Zeit Amenemhets II. (Mittleres Reich), der im Tempelfundament entdeckt wurde und im Ägyptischen Museum Kairo besichtigt werden kann: in einer Kupferschatulle befanden sich Schalen und Schmuck aus Silber, Gold und Lapislazuli. Der Ziegeltempel aus der 11. Dynastie ließ sich ebenfalls rekonstruieren: er bestand aus einem Hof, Säulensaal, dem Opfervorraum und dem anschließenden Statuenschrein. Die Darstellungen wurden auf Kalksteinplatten angebracht.

Man betritt das Gelände im Osten im Bereich der Tempelrückwand. Südlich und östlich des Tempelgebäudes findet man zahlreiche Architekturfragmente aus ptolemäischer und koptischer Zeit. Es erscheint sinnvoll, nun bis zum Westende des Geländes zu laufen, um den Tempel am Eingang zu betreten.

Man befindet sich nun im Bereich der antiken Kaianlage. Diese Kaianlage und die nachfolgende Sphingenallee wurden erst unter Ptolemaios IV. angelegt. Nach dem Durchschreiten der Kaimauer gelangt man zur ca. 30 m langen Sphingenallee. Nach einem weiteren Tordurchgang erblickt man auf der Nordseite den dekorierten Barkenschrein mit Pfeilerumgang Thutmosis’ III.

Nun blickt man auf den eigentlichen Tempel, von dem heute nur noch die Säulenhalle und die Vorhalle (Pronaos) teilweise erhalten sind. Diese Tempelteile wurden unter Ptolemaios VIII. Euergetes II. bis Antonius Pius vor den Tempel Sesostris’ I. unter Nutzung der alten Fassade davor gesetzt, während vom früheren Tempel nur noch Fundamentreste erhalten sind.

Im Säulenhof mit seinen vier Säulen sind nur noch wenige Dekorationsreste erhalten, z.B. die Darstellung eines Stiers am rechten Eingangspfosten. Vom Hof gelangt man zur Mittelhalle und zur südlich gelegenen Halle der Göttin Tjenenet, der Gefährtin des Month und Göttin der Königsgeburt. Der Unterteil dieser Halle, die eigentliche Halle der Tjenenet, zeigt an der Nordseite die Tjenenet im Schrein vor einer Frau und den König vor den Göttinnen Neith, Hert, Astarte und Sachmet. Der obere Teil wird als Schatzhaus bezeichnet. Hier ist Month in verschiedenen Szenen und Erscheinungsformen dargestellt, weiterhin Opferdarstellungen des Königs vor Re und Month.

Nördlich des Tempels erkennt man den aus römischer Zeit stammenden Heiligen See.

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Weiter geht's[Bearbeiten]