Spiekeroog

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Spiekeroog ist eine ostfriesische Nordseeinsel in Niedersachsen. Sie hat um die 800 Einwohner.

[bearbeiten] Hintergrund

Wie jede Nordseeinsel hat auch Spiekeroog einen eigenen besonderen Charakter. Spiekeroog nennt sich selbst die grüne Insel. Während es auf anderen Inseln Autos, große Hotel- und Vergnügungsanlagen gibt, ist Spiekeroog mit die ruhigste Nordseeinsel. Das kleine Dorf ist zwar zur Hauptsaison immer voller Leute aber durch die niedrigen Häuser und die engen Gassen wirkt es trotzdem meist ruhig, beschaulich und idyllisch. Spiekeroog eignet sich daher vor allem für Urlauber, die Ruhe suchen, mit der Familie baden wollen oder, auch im Winter, Spaziergänge machen möchten. Das Publikum ist eher akademisch, alternativ, ruhig und gut situiert. Außerdem findet man viele Jugend- und Schulgruppen. Wer gediegenen Kururlaub sucht oder Party machen möchte ist auf Spiekeroog eher schlecht bedient.

[bearbeiten] Anreise

Bahnreisende fahren bis Norden oder Esens. Von beiden Bahnhöfen fahren Busse zu überdurchschnittlichen Preisen direkt zum Fährhafen. Da das Auto nicht auf die Insel darf sollte es im Garagenbetrieb der Reederei abgestellt werden. Für ein Tagesbesuch (oder kurzen Besuch) kann das Fahrzeug natürlich auch auf normalen Parkplätzen problemlos abgestellt werden. ACHTUNG: Wegen der tideabhängigen Wasserstraße zu Spiekeroog sind pro Tag max. 3 Fährabfahrten möglich! Eine Flugverbindung besteht nicht. Fahrräder können zwar auf die Insel mittgenommen werden sind aber mehr als nur unerwünscht; außerdem ist das Radfahren fast überall verboten. Auf der Fähre gibt es ein Bistro. Die Überfahrt dauert über 30-45 Minuten. Am Hafen kann man sich das Gepäck per Elektroauto zur Unterkunft bringen lassen. Auch leicht gehbehinderte können durch die Ebene die meisten Ziele zu Fuß erreichen. Es gibt aussreichend Bänke.

Zur Insel verkehren ausschließlich Personenfähren. Außer Krankenflüge gibt es keinen Flugverkehr.

[bearbeiten] Mobilität

Auf Spiekeroog kann alles zu Fuß erreicht werden. Das Fahrrad ist wegen der engen Straßen für Touristen unerwünscht. Es gibt eine Pferdebahn vom Dorf zum Westend und für wichtige Transporte werden Elektroautos eingesetzt. Wer mit kleinen Kindern unterwegs ist oder viel zu transportieren hat, sollte sich einen Bollerwagen mitbringen oder mieten.

[bearbeiten] Unterkunft

Es gibt viele Ferienwohnungen und Pensionen, allerdings wenig Hotels. Außerdem gibt es mehrer Jugend- und Familienheime und einen Campingplatz.

[bearbeiten] Nahversorgung

Zeitungen gibt es erst nach Ankunft der ersten Fähre. Die Lebensmittelversorgung ist ausreichend, aber die Preise sind im Vergleich die höchsten von den Nordseeinseln. Sonstige Güter (außer Spielwaren und Textilwaren) sind fast nur auf dem Festland erhältlich. Die Krankenversorgung ist mit einem Allgemeinmediziner und einer Apotheke eher spärlich.

[bearbeiten] Essen

Da die meisten Unterkünfte Ferienwohnungen sind, bietet es sich an sich zu großen Teilen selbst zu versorgen. Es gibt zwei kleine Supermärkte, einen sehr gut sortierten kleinen Feinschmeckerladen mit einem überdurchschnittlichen Weinangebot, einer gut sortierten Käsetheke und Bioprodukten, sowie einen neuen Bioladen mit großer, sehr gut sortierter Käsetheke, 50 Bioweinen, Milch, Käse, Eier, Obst & Gemüse mit insgesamt 500 reinen Bioartikeln, desweiteren gibt es zwei Bäckereien. Wer essen gehen möchte, findet keine besonders große Auswahl. Es gibt günstige Fisch-Imbisse, ein paar Restaurants mit guter norddeutscher Kost und zwei Restaurants für gehobene Ansprüche. Beide gehören zu den Spiekerooger Leidenschaften (Hotel und Restaurant). Während das hausinterne Restaurant sich zwar highclass gibt, aber doch relativ durchschnittliches und meist mit Convenience-Produkten zubreitetes Essen anbietet, das Kenner nicht überzeugen kann, scheint das neuere "Inselzauber" tatsächlich größtenteils frisch und in hoher Qualität zu kochen.

[bearbeiten] Aktivitäten

Die meisten Gäste besuchen den Badestrand, welcher über sehr sauberen und feinen Sand verfügt. Am Hauptstrand kann man sich Strandkörbe mieten. Außerdem wandern viele auf der Insel. Für kurze Spaziergänge gibt es mehrere Rundwege ums Dorf herum. Die zwei längeren Ausflüge sind eine Wanderung um das Westende und den alten Hafen (ca 2-3 Stunden)und eine Wanderung zur Ostspitze am besten einen Strecke am Strand und eine durch das Naturschutzgebiet (ca 4 Stunden). In der Hauptsaison werden täglich weitere Aktivitäten sehr unterschiedlicher Qualität angeboten. Sie reichen von Gutenachtgeschichten für die Kinder über Ausflüge zu den Seehundbänken, Konzerte, Ausstellungen, Bastel- und andere Kreativaktivitäten, Reiten etc. Das Inselkino ist ebenfalls nurin der Hauptsaison geöffnet. Das Café im Westend hat einen freakigen Touch und eine angenehme Atmosphäre. Man muss allerdings viel Zeit mitbringen. Die Bedienung ist laaangsam und vollkommen unprofessionell. Von Spiekroog aus kann man die Nachbarinseln Langeoog, Baltrum und Wangeroog erreichen.

[bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Als Sehenswürdigkeit sind z.B. die alte Inselkirche Spiekeroog anzuführen. Diese bereits im Jahre 1696 erbaute Kirche - die damit die älteste Kirche der Ostfriesischen Inseln ist, wird allerdings nur täglich für eine Stunde geöffnet. Einen Spaziergang ist auch das Umweltzentrum, welches über den Nationalpark Wattenmeer aufklärt. In direkter Nähe zum Inseldorf befindet sich die Museumspferdebahn, eine Art Eisenbahnwagon, der von Pferden, die seitlich zu den Bahnschienen laufen, gezogen wird.

[bearbeiten] Kinder

Die Insel ist eher für jüngere und ältere Kinder geeignet. Jugendliche können sich sehr schnell langweilen.

[bearbeiten] Senioren

Für Senioren (auch Frührentner) ist die Insel meistens prima. Nachteil ist allerdings sie schlechte medizinische Versorgung. Außerdem sollte man noch gut zu Fuß sein um zum mindesten den Hauptstrand zu erreichen (ca 10-15 Minuten).

[bearbeiten] Tipps

Kleidung für jedes Wetter nicht vergessen! Sich den Wind beim alten Hafen um die Ohren wehen lassen! Nicht nur am Strand, sondern auch die Dünenwege erkunden!

[bearbeiten] Links

Infos zur Insel und zur Anreise