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Spanien

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Lage
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Flagge
Sp-flag.png
Kurzdaten
Hauptstadt: Madrid
Staatsform: Parlamentarische Monarchie
Währung: Euro (EUR)
Fläche: 505.000 km²
Bevölkerung: 43,5 Mio.
Sprachen: Kastilisch 74 %, Katalanisch 17 %, Galizisch 7 %, Baskisch 2 %
Religionen: Römisch-Katholisch 94 %
Telefonvorwahl: +34
Internet TLD: .es
Zeitzone: UTC+1 (MEZ)


Karte von Spanien

Spanien liegt in Südeuropa. Es teilt sich zusammen mit Portugal die Iberische Halbinsel. Einst Weltmacht mit Kolonien in Mittel- und Südamerika sowie auf den Philippinen, durchlebte Spanien im 20. Jahrhundert durch Bürgerkrieg und Faschismus eine schwere Zeit. Spätestens seit der Demokratisierung nach 1975 und dem Beitritt zur Europäischen Union 1986 sind die schweren Jahre vorbei; Spanien ist mit seinen Stränden, seinem Nachtleben und seiner kulturellen Vielfalt zum Touristenmagnet aufgestiegen.

Regionen[Bearbeiten]

Die insgesamt 17 Regionen Spaniens werden als autonome Gemeinschaften (comunidades autónomas) bezeichnet:

Beliebte Reiseregionen sind :

Städte[Bearbeiten]

Spanien besitzt hunderte von interessanten Städten. Die touristisch bedeutsamsten von ihnen sind:

  • Barcelona - Hauptstadt Kataloniens, eine lebhafte und weltoffene Stadt. Berühmt für die Architektur von Antoni Gaudi.
  • Bilbao - frühere Industriestadt mit dem Guggenheim-Museum.
  • Granada - Maurische Hauptstadt des Landes bis 1492. Größte Universität nach Madrid und Barcelona.
    Plaza Mayor in Madrid
  • Madrid - Hauptstadt des Landes, lebhafte Stadt mit großartigen Museen und wilden Nächten.
  • Marbella - luxuriöser, an der Costa del Sol gelegener Ferienort mit exklusiven Restaurants, Hotels und Clubs.
  • Pamplona - mit den berühmten Stierrennen.
  • Salamanca - eine malerische, alte Universitätsstadt.
  • Santiago de Compostela - Pilgerziel in Galicien.
  • Santander - Hafenstadt im Kantabrien.
  • Sevilla - besitzt die drittgrößte Kathedrale der Welt.
  • Toledo - bereits in der Maurenzeit eine weltoffene Stadt mit christlichen, jüdischen und muslimischen Zügen; auch bekannt durch den Maler El Greco.
  • Valencia - hier wurde die Paella erfunden.
  • Valladolid - hier wird das akzentfreiste Spanisch gesprochen.
  • Zaragoza - römische Ruinen.

Marbella

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Flugzeug[Bearbeiten]

Spanien besitzt eine Vielzahl großer und kleinerer internationaler Verkehrsflughäfen, von denen viele auch aus dem deutschsprachigen Raum regelmäßig direkt angeflogen werden. Die wichtigsten und größten sind Madrid-Barajas, Barcelona-El Prat und Palma-Son Sant Joan. Weitere bedeutende Flughäfen befinden sich in Malaga, Alicante, Valencia und Sevilla sowie auf den wichtigten Inseln wie Lanzarote, Ibiza oder Teneriffa. Einige Billigfluggesellschaften nutzen bevorzugt kleinere Flughäfen wie Reus oder Girona.

Bahn[Bearbeiten]

Tipp: Da die Bahnseiten der spanischen Staatsbahn horarios.renfe.es gerade einmal taugen, um bei grob bekannter Route von Hand eine Verbindungsmöglichkeit zusammen zu stellen, kann man alternativ auch die Reiseauskunft der Deutschen Bahn für die Routenplanung innerhalb Spaniens nutzen.

Im Gegensatz zu den spanischen Seiten bekommt man bei der DB einen vollständigen Routenvorschlag von Abfahrtsbahnhof zum Zielbahnhof geliefert, auch wenn diese Verbindung ein Umsteigen erfordert. Wer den Reisepreis ermitteln möchte, kann die einmal gefundene Route auf den spanischen Bahn-Seiten von Hand nachklicken und so die Kosten und den Zugtyp erfahren.

Tipp: Für alle Fernzüge besteht Reservierungspflicht. Also rechtzeitig buchen. Am Bahnhof kann es passieren, dass man am Schalter lange warten muss. Der grobe Ablauf ist wie auf einem deutschen Arbeitsamt. Zunächst eine Nummer ziehen und dann warten bis am Schalter die Nummer angezeigt wird. In Madrid und Barcelona kann es im Sommer zu bis zu 4 Stunden Wartezeit kommen ==> Also den Anschlusszug nicht zu knapp planen :-)

Bus[Bearbeiten]

Es existieren Überlandbusverbindungen von deutschen Großstädten nach Spanien. Z.B. mit Eurolines: http://www.eurolines.com. Vom Saarland oder der Pfalz aus verkehren regelmäßig ein mal in der Woche Reisebusse an die Costa Brava, mit denen man fahren kann auch ohne eine komplette Reise zu buchen.


Auto[Bearbeiten]

Mautstation bei Barcelona

Vorab: egal von welchem Punkt Deutschlands, Österreichs oder der Schweiz man mit welchem spanischen Ziel auch immer startet - mit einer Fahrzeit mit +/- 24 Stunden sollte man rechnen. Es ist dringend empfohlen, daß sich mindestens zwei Fahrer im Auto befinden. Für Routenvorschläge durch Frankreich sei auf den dortigen Gliederungspunkt Auto verwiesen.

Auto fahren in Spanien ist Nervensache. Man sollte sich durch Hupen nicht einschüchtern lassen, denn das ist hier üblich. Verkehrsregeln werden meist nicht kleinlich ausgelegt und man kann das Auto auch noch in der zweiten und dritten Reihe kurz abstellen ohne dass die Polizei es gleich abschleppt.

In Spanien ist es Vorschrift, im Auto stets Ersatz-Glühbirnen mitzuführen (Bußgeld-Gefahr), weiterhin ist privates Abschleppen verboten.

Schiff[Bearbeiten]

Ferryto.com bietet Informationen zu Fährverbindungen von Großbritannien nach Spanien an. Fährlinien führen von Portsmouth nach Bilbao (AT Ferries; P&O) und von Plymouth nach Santander.

Eine sehr umfangreiche Informationsquelle über alle aktuellen Fährlinien bietet www.ferrylines.com

Mobilität[Bearbeiten]

allgemeine Geschwindigkeitbeschränkungen:

PKW 50 km/h innerorts, 90-100 km/h auf anderen Straßen und 120 km/h auf Autobahnen.

PKW + Anhänger 50 km/h innerorts, 70-80 km/h auf anderen Straßen und 80 km/h auf Autobahnen.

Sprache[Bearbeiten]

Weitere Informationen auch in unserem Sprachführer Spanisch!

Die spanische Sprache gehört zu den romanischen Sprachen und hat sich somit auf der Basis des Lateinischen entwickelt. Aufgrund der Jahrhunderte andauernden maurischen Besiedelung des Landes hat das Spanische einen starken Einfluss des Arabischen genossen, und es gibt eine Vielzahl von Wörtern, die arabischer Herkunft sind (alhambra, almohada [Kopfkissen], alfombra [Teppich]). Die spanische Rechtschreibung folgt im wesentlichen der Aussprache, d. h. ein Wort wird unter der Beachtung der spanischen Ausspracheregeln i. d. R. so geschrieben, wie es gesprochen wird.

Eine Besonderheit des Spanischen ist, dass es keine doppelten Konsonanten kennt. Eine Ausnahme bilden "ll" und "rr", die aber im Spanischen Alphabet jeweils einen eigenen Buchstaben darstellen und in Worten wie z. B. llamar (rufen, anrufen), allí (dort) oder perro (Hund) vorkommen, wobei der Buchstabe "ll" etwa den Klang eines deutschen "j" hat und der Buchstabe "rr" ein sehr stark gerolltes "r" symbolisiert. Darüber hinaus gibt es noch die Doppelung des c wie z. B. in "acción" (Aktion); hierbei handelt es sich um das Aufeinandertreffen von zwei Silben, von denen eine auf -c endet und die Folgende mit c- beginnt. Von der Aussprache her werden beide c getrennt gesprochen wobei das erste c wie ein deutsches k, das zweite c wie ein englisches "th" ausgesprochen wird.

Spanische Wörter werden auf der vorletzten Silbe betont, wenn das Wort auf einen Vokal oder auf n oder s endet, sonst werden sie auf der letzten Silbe betont. Weicht die Betonung eines Wortes von dieser Regel ab, so trägt das Wort einen Akzent auf dem betonten Vokal (z. B. el último [der Letzte], la nación [Nation], el águila [der Adler]...). Die spanische Sprache kennt drei Akzente, den Akut (´), die Tilde (~) und das Trema (zwei Punkte über dem Buchstaben). Der Akut ist ein reines Betonungszeichen, wird aber auch bei Wörtern, die gleich geschrieben werden aber eine unterschiedliche Bedeutung haben zur Wortunterscheidung eingesetzt (z. B. si [ob] sí [ja]). Die Tilde findet sich in manchen Wörtern über dem Buchstaben n und ändert dessen Aussprache in "nj" (español). Das Trema findet sich im Spanischen in einigen Wörtern über dem Buchstaben "u", wenn dieser auf ein g folgt, um anzuzeigen, dass er ausgesprochen werden soll (z. B. lingüistico [Linguist], vergüenza [Schande]) im Gegensatz etwa zu "guitarra" welches wie "gitarra" ausgesprochen wird.

Auch in der spanischen Grammatik finden sich Besonderheiten. So gibt es z. B. zwei Verben mit der deutschen Entsprechung "sein", nämlich "ser" und "estar". Ersteres wird z. B. verwendet, wenn man über grundlegende Eigenschaften spricht oder wenn man die Uhrzeit benennt, letzeres zur Ortsangabe oder für vorübergehende Eigenschaften. Eine weitere Besonderheit der spanischen Grammatik ist die Anbindung des direkten Objekts an den Satz mit der Präposition "a", wenn das direkte Objekt eine Person bezeichnet (Pepe busca a su madre [Pepe sucht seine Mutter]); wenn es sich bei dem direkten Objekt nicht um eine Person handelt, fällt die Präposition "a" weg (Pepe busca su coche [Pepe sucht sein Auto]). Ein weiterer interessanter Aspekt des Spanischen ist, dass Reflexivpronomen häufig an das Verb angehängt werden (z. B. lavarse [sich waschen]). Das gleiche gilt in bestimmten Fällen für die Dativ- und Akkusativpronomen (z. B. cómetelo [iß es auf], escríbeselo [schreib es ihm/ihr]).

Das Spanische kennt die Modi des Indikativ (indicativo), Imperativ (imperativo) und Konjunktiv (subjuntivo), verschiedene Tempora der Vergangenheit (z. B. pretérito pluscuamperfecto, pretérito imperfecto, pretérito indefinido, pretérito perfecto), die Gegenwart (presente) und die Zukunft (futuro) sowie das Konditional (condicional). Eine besondere Rolle in der spanischen Sprache nimmt der Subjuntivo ein, der wesentlich häufiger als der Konjunktiv im Deutschen genutzt wird und darüberhinaus eine komplett andere Funktion einnimmt. Der Subjuntivo wird zum einen genutzt, um den verneinten Imperativ zu bilden, zum anderen, um eine innere Einstellung oder eine Haltung auszudrücken oder um zu signalisieren, dass etwas einen Wunsch oder eine Nichtwirklichkeit darstellt.

Spanisch zu lernen lohnt sich nicht nur für die Reise. Da Spanisch zu den meistgesprochenen Sprachen der Welt zählt, kann das Beherrschen dieser Sprache auch im Beruf von Nutzen sein. Es eröffnet einem sowohl Mittel- und Südamerika als auch weite Teile der USA, in denen Spanisch auf dem Weg zur zweiten Amtssprache ist. Auch in einigen ehemaligen spanischen Kolonien in Afrika und Südostasien kann man noch auf Relikte des Spanischen treffen.

Kaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Essen & Trinken

Wird ein Land von der Natur mit kulinarischen Zutaten so beschenkt wie Spanien, kann die Landesküche nur exzellent sein.

Feinstes Olivenöl, Knoblauch, sonnengereifte Zitrusfrüchte und Tomaten, frischer Fisch und Meeresfrüchte bilden die Basis für eine qualitativ hochwertige Küche. In der Bekanntheit allen voran gehen die Tapas, warme und kalte Kleinigkeiten aller Art, die man hauptsächlich bei einem Streifzug durch Bars serviert bekommt. Zur Wahl stehen beispielsweise Boquerones fritos, frittierte Sardellen, Champiñones al ajillo, Champignons mit Knoblauch, Pinchitos morunos, marinierte Fleischstückchen oder sonst eine der 1001 möglichen Varianten.

Neben anderen Reis- und Eiergerichten sind die weltberühmte Paella, ein Reisgericht mit Meeresfrüchten, Safran, Erbsen und Hühnchen, aber auch die Tortilla, ein Eieromelett, sehr beliebt. Weitere Schätze der iberischen Küche sind die kalte Gemüsesuppe Gazpacho, weißer Nougat aus Mandeln und Honig, luftgetrocknete Würste und Schinken sowie Fisch und Meeresfrüchte in jeder Form. Zu gegrillten Spezialitäten darf die beliebte Sauce Allioli aus Olivenöl, Knoblauch und Eigelb nicht fehlen.

Über den spanischen Wein könnte man ein eigenes Buch schreiben, gehört das Land doch zu den größten Weinproduzenten der Welt. Als Tipp soll jedoch genügen, dass der Hauswein des Restaurants, der vino de la casa, in der Regel eine gute Wahl ist - so lernt man verschiedene Weine aus mitunter kleinen, aber feinen Kellereien kennen. Den Durst löscht allerdings am besten neben kühlem Wasser die Cerveza, ein helles, leichtes und meist sehr kalt serviertes Bier.

Ausgehen[Bearbeiten]

Das Feiern liegt den Spaniern im Blut - ob bei farbenfrohen Fiestas, prachtvollen Bußprozessionen oder einfach so in einer gemütlichen Tapas-Bar oder angesagten Disco: Nur selten wird eine Gelegenheit zum fröhlichen Beisammensein ausgelassen.

Dementsprechend groß ist die Auswahl an Ausgeh- und Amüsiermöglichkeiten, für jeden Geschmack und Geldbeutel ist etwas dabei. Am besten beginnt man den Abend in einem Straßencafé oder kleinen Bar zum Aufwärmen, ehe man gegen 21 Uhr ein Lokal zum Essen aufsucht und nicht vor Mitternacht die erste Discothek ansteuert. Denn frühestens dann fängt die Stimmung an, langsam bis zum Siedepunkt zu steigen.

Die coolsten Trends findet man beispielsweise in den Kneipenvierteln von Barcelona und Madrid, die angesagtesten DJs legen in den Megadiscos von Ibiza wie dem Space oder Privilege auf, und den herzergreifendsten Flamenco erlebt man in Sevilla. Heiße Strandpartys versüßen die Nacht an der levantinischen Küste, und auf Mallorca ist sogar Skihüttenzauber unter südlicher Sonne möglich.

Doch auch, wer es lieber ruhiger mag, muss nicht lange nach einem passenden Lokal oder Restaurant für einen entspannten Abend suchen. Egal, ob liebevoll restauriertes Herrenhaus mit gehobener Küche oder einfaches Strandlokal mit Meerblick und frisch zubereitetem Fisch - die Auswahl ist beinah unüberschaubar.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Wikitravel hilft mit der Liste der Campingplätze bei der Suche nach Orten mit einem Campingplatz. Außerdem bietet Spanien weitere Unterbringungsmöglichkeiten an: Hotels und Hostals: von internationalen Hotelketten bis zum kleinen Hostal werden in Kategorien (0 bis 5 Sternen) geteilt, die bestimmte Qualitätskriterien widerspiegeln. Die Hostals sind kleiner, meistens weniger komfortabel dafür aber billiger. Weiter Möglichkeiten bieten Jugendherbergen und die Nationale Paradores die Unterkünfte in historische Gebäude oder Naturreservaten bieten. Zudem, ist die Vermietung von Ferienwohnungen speziell in Städten wie in Barcelona, Madrid eine Alternative für Familien mit Kindern.

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Feiertage[Bearbeiten]

Gesetzliche Feiertage:

Termin Name Bedeutung
1. Januar Año Nuevo Neujahr
6. Januar Dia de Reyes Dreikönigsfest
17. April 2014 Jueves Santo Gründonnerstag
18. April 2014 Viernes Santo Karfreitag
1. Mai Dia del Trabajo Tag der Arbeit
25. Juli Santiago Apóstel Sankt Jakobus
15. August Fiesta de la Asunción Maria Himmelfahrt
12. Oktober Día de la Hispanidad Nationalfeiertag, Jahrestag der Entdeckung Amerikas
1. November Todos los Santos Allerheiligen
6. Dezember Día de la Constitución Tag der Verfassung
8. Dezember Purísima Concepción Maria Empfängnis
25. Dezember Navidad Weihnachten

In der Region Valencia wird am 9. Oktober außerdem die Befreiung von den Mauren gefeiert. Dieser Tag wird Fiesta de San Dionisio genannt.

Gesundbleiben[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Hin und wieder versuchen südamerikanische Banden auf Autobahnen, Touristen durch Hinweise über vermeintliche Schäden am Fahrzeug zum Stoppen zu verleiten. Halten Sie nur auf Parkplätzen in Gegenwart anderer Autofahrer bzw. neben Notrufsäulen, um Hilfe anzufordern. In den letzten Jahren machen osteuropäische Banden, die in Villengegenden auf Raubzüge gehen und dabei häufig äußerst brutal sind, von sich reden.

Klima[Bearbeiten]

Die eigentümliche Plastik des Landes hat eine große Verschiedenheit des Klimas zur Folge. Es lassen sich drei klimatische Zonen unterscheiden: eine mitteleuropäische oder kältere gemäßigte Zone, zu welcher der größte Teil der Nordküste, die nördlichen Gegenden der Hochebene von León und Kastilien und das Plateau von Alava gehören; eine afrikanische oder subtropische, welche Andalusien bis zur Sierra Morena, Granada, die südöstliche Hälfte von Murcia und den südlichsten Teil von Valencia begreift, und eine südeuropäische oder wärmere gemäßigte Zone, welche alles übrige Land umfasst.

In der mitteleuropäischen Zone haben die tiefer gelegenen Gegenden ein sehr angenehmes Klima, indem die Temperatur selbst im heißesten Sommer nicht leicht über +33°C steigt, an den kältesten Wintertagen kaum unter -3° sinkt und Frost und Schneefall nur vorübergehend auftreten. Die Atmosphäre ist meist feucht, Regen besonders im Herbst und Frühling häufig. Die Täler der Nordküste gehören zu den gesündesten Gegenden Europas. Ein ganz anderes Klima herrscht auf den Hochflächen des altkastilischen Tafellandes; hier sind heftiger Frost und starker Schneefall schon im Spätherbst keine Seltenheit, und während des Winters ist durch Schneemassen oft wochenlang alle Kommunikation unterbrochen. Im Frühling bedecken kalte Nebel oft tagelang das Land, und im Sommer herrscht glühende Hitze, die selten durch Regen gemäßigt wird. Dabei sind in jeder Jahreszeit Stürme häufig. Erst die von Regengüssen begleiteten Stürme bringen dem Plateauland angenehme Witterung. Von Ende September bis November ist der Himmel fast stets unbewölkt, und die Fluren bedecken sich mit frischem Grün; doch oft schon im Oktober machen Frühfröste diesem zweiten Frühling ein Ende. Einen Gegensatz zu diesem der Gesundheit sehr nachteiligen Klima bieten die innerhalb der südeuropäischen Zone gelegenen Küstenstriche dar, namentlich die Flußtäler Südgaliciens, wo ein gleichmäßiges, mildes Küstenklima herrscht, indem die mittlere Temperatur des Sommers ungefähr +20°, die des Winters +16° beträgt und Frost und Schnee selten, Regen und Tau häufig sind. Die Ebenen und Täler der Südost- und Ostküste haben im allgemeinen ein dem des südlichen Frankreich entsprechendes, nur wärmeres Küstenklima, doch nicht ohne bedeutende und häufige Temperaturschwankungen. Die afrikanische Zone der Halbinsel ist dadurch ausgezeichnet, dass in ihren Tiefebenen, Küstengegenden und tiefen Tälern Schnee und Frost fast unbekannte Erscheinungen sind, indem die Temperatur höchst selten bis 3° sinkt. Die heißesten Gegenden sind die Südostküste bis Alicante sowie die angrenzenden Ebenen, Hügelgelände und Plateaus von Murcia und Ostgranada. Weit gemäßigter sind die Küstengegenden Niederandalusiens. Der glühend heiße, alle Vegetation versengende Solano (Samum) sucht am häufigsten die südöstlichen Küstenstriche heim. Im übrigen ist das Klima in den niederen Gegenden der afrikanischen Zone ein angenehmes Küstenklima mit einer mittlern Temperatur, die nicht leicht über +24,5° steigt oder unter +12° C fällt. Der eigentliche Frühling beginnt hier Ende Februar und dauert an der Küste bis Mitte Mai, im Innern bis Anfang Juni. Während des Sommers vertrocknet auch hier die Vegetation, wie auch die Äquinoktialregen einen zweiten Frühling hervorzaubern, welcher aber nicht schnell verfließt, wie im Plateauland, sondern durch den minder blütenreichen Winter, fast die angenehmste Jahreszeit jener Gegenden, in den eigentlichen Frühling übergeht. Die Ebenen und Küstengegenden der afrikanischen Zone haben folglich acht Monate Frühling und vier Monate Sommer. Was die eigentlichen Gebirgsgegenden anlangt, so lassen sich hier fünf Regionen unterscheiden: die untere oder warme (bis 800 m) mit 27-17° mittlerer Temperatur, die Bergregion (800-1.600 m) mit 16-9°, die subalpine Regton (1.600-2.000 m) mit etwa 8-4°, die alpine Region (2.000-2.500 m) mit 3°-0, die Schneeregion (2.500-3.500 m) mit einer mittleren Jahrestemperatur von wahrscheinlich unter 0. In den Pyrenäen findet sich ewiger Schnee nur in der Zentral- und östlichen Kette, wo die Grenze desselben auf der spanischen Seite bei 2.780 m liegt. In der Sierra Nevada, dem höchsten Gebirge Spaniens, nimmt man die Schneelinie am Nordabhang bei 3.350, am Südabhang bei 3.500 m an, weshalb hier bloß die höchsten Gipfel, und auch diese sparsam, mit ewigem Schnee bedeckt sind.


Durchschnittliche Tagestiefstwerte/Tageshöchstwerte:

Ort/Monat Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Madrid 3/10 4/12 6/16 7/18 11/21 15/27 18/31 18/31 15/26 10/19 6/13 4/10
Barcelona 4/13 5/15 7/16 9/18 12/21 16/24 19/28 19/28 17/26 13/22 8/16 6/14
Sevilla 5/16 7/18 8/21 10/23 13/26 17/31 19/35 20/35 18/32 14/26 9/21 7/17
Palma de Mallorca 4/15 4/16 5/17 7/19 11/23 15/27 17/31 18/31 16/28 12/23 8/18 5/16
Las Palmas 15/21 15/21 15/22 16/22 17/23 19/25 20/27 21/27 21/27 20/26 18/24 16/22
Valladolid -1/7 0/10 1/13 3/15 6/19 9/24 12/29 12/28 10/24 6/18 2/12 0/8
A Coruña 8/13 8/14 9/15 9/16 11/17 14/20 16/22 16/23 15/22 13/19 10/16 9/14

Respekt[Bearbeiten]

Das Schneuzen vor anderen Personen gilt in Spanien als sehr unhöflich. Der Raum sollte also beim Schneuzen verlassen werden.

Kommunizieren[Bearbeiten]

Da in Spanien der Tourismus eine der Haupteinnahmequellen ist, kommt man in den größeren Touristenzentren mit Deutsch und Englisch gut zurecht. In den ländlichen Gebieten empfiehlt es sich, ein paar Brocken Spanisch (Kastilisch) zu beherrschen. Das Kastilische ist neben Galizisch, Katalanisch und Baskisch Amtssprache in Spanien und wird von nahezu jedem Spanier gesprochen, da es in der Schule als Pflichtfach unterrichtet wird. In den autonomen Gebieten von Spanien, insbesondere in Katalonien, Galicien und im Baskenland herrschen das Katalanische (catalán) bzw. das Baskische (vasco, euskera) vor. Während der Zeit der Franco-Diktatur wurden diese Sprachen unterdrückt, konnten jedoch, da sie von der Bevölkerung weiterhin kultiviert wurden, überleben und werden heute mit großem Stolz gesprochen.

Mobilfunk[Bearbeiten]

International Roaming ist möglich. Das heißt, dass man mit einem deutschen Handy (deutscher SIM-Karte) sich einfach in eine spanisches Netz einwählt und unter der deutschen Nummer erreichbar ist. Dafür muss man recht hohe Verbindungs- und SMS-Kosten in Kauf nehmen - auch wenn man angerufen wird.

Vor allem, wenn man etwas länger in Spanien bleibt und in Kontakt mit Einheimischen treten möchte, sollte man sich überlegen eine spanische SIM-Karte (auf Guthabenbasis) zu kaufen, auf Spanisch tarjeta prepago genannt. Die Karten gibt es für ungefähr 10€ - 25 € und man kann sie ohne Ausweis in fast jedem Laden besorgen. Je nach Anbieter bekommt man von den Anschaffungskosten mehr oder weniger sofort oder nach Angabe der Adressdaten als Guthaben. Neben den traditionellen, etwas teureren Anbietern sind seit einigen Jahren auch neue Anbieter wie MÁSmovil am Markt.

In Spanien gibt es mehrere Mobilfunkanbieter:

Festnetz[Bearbeiten]

Telefónica (die "spanische Telekom") berechnet für einen Anruf nach Deutschland 11,87 Cent Einwahlgebühr und weitere 12 Cent pro Minute. Billiger kommt man jedoch in Call-Shops weg oder mit Calling Cards hin (in Supermärkten und Call-Shops zu finden). Ein System der Billigvorwahlen gibt es nicht, jedenfalls nicht im Wettbewerb.

Für internationale Gespräche gibt es aber die Möglichkeit zuerst die 902 999 007, dann nach der Ansage eine "1" und anschließend die internationale Nummer zu wählen. Die Kosten liegen deutlich unter denen der Telefónica, jedoch trotzdem immer über 4 Cent pro Minute. Weitere Informationen dazu gibt es hier (es, en, nl, de, fr).

Weblinks[Bearbeiten]





Varianten

Aktionen

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