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Sossusvlei

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Das Sossusvlei ist eine Landschaft in Namibia.

Düne in dem Sossusvlei

Hintergrund[Bearbeiten]

Die rote Dünenlandschaft rund um das Sossusvlei ist eine der Hauptattraktionen Namibias. Sie gehört zum Namib-Naukluft-Park und liegt ca. 300 km südwestlich der Hauptstadt Windhoek.

Landschaft[Bearbeiten]

Der rote Sand der Namib stammt ursprünglich aus der Kalahari. Von dort schwemmt ihn der Orange River (Oranje) in den Atlantik. Der Benguela-Strom verteilt ihn an der Küste Namibias, von wo aus er vom Wind landeinwärts getrieben wird. Am Atlantik ist der Sand noch gelb, auf seinem Weg ins Landesinnere werden die Körner von einer dünnen Eisenoxidschicht umhüllt, die ihm seine rote Farbe geben. Die Eisenkörnchen kann man sehen, wenn man mit einem Magneten durch den Sand fährt.

Auf der Höhe von Sesriem fließt der Tsauchab in die Wüste und durchschneidet die Dünen. Er bildet eine Lehmpfanne, die sich nur alle 5-10 Jahre mit Wasser füllt. Den Atlantik erreicht der Fluss aber nie, er versickert spätestens im Sossusvlei. Durch den festen Untergrund aus Lehm kann es bis zu 4 Wochen dauern, bis das Wasser wieder vollständig versickert ist[1].

Flora und Fauna[Bearbeiten]

  • Springböcke: In Massen, wie überall in Namibia
  • Oryx-Antilopen: Sie haben sich hier an die Wüste angepasst. Vorsicht: Oryx-Antilopen flüchten nicht wie die meisten anderen Tiere. Wenn man ihnen zu nahe kommt, könnten sie angreifen. Durch die äußerst spitzen Hörner sind sie extrem gefährlich.
  • Schakale
  • Eidechsen
  • Geckos
  • Schlangen: Achtung! Nicht jede Schlange schlängelt sich fort, wenn sie Bodenvibrationen spürt. Einige Schlangen vertrauen auf ihre Tarnung und verschwinden nicht!

Klima[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem PKW[Bearbeiten]

Die Anreise zum Sossusvlei erfolgt über Sesriem. Sesriem ist nur über Schotterstraßen erreichbar. Hier befindet sich der Eingang zum Nationalpark. Die Entfernung zum Vlei beträgt von hier ca. 60 km. Die Strecke wurde mittlerweile geteert, nachdem der Straßenstaub durch das starke Verkehrsaufkommen die Vegetation geschädigt hatte. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf dieser Strecke beträgt 60 km/h. Fünf Kilometer vor dem eigentlichen Vlei ist ein Parkplatz für einachsig betriebene Autos, nur Allradfahrzeuge können das letzte Stück, das aus sehr weichem Sand besteht, weiterfahren. Die Fahrt kann lediglich im Allradauto bewältigt werden. Sollte man im tiefen Sand stecken bleiben, helfen die Fahrer der Pendelbusse gerne für eine Gebühr von 100 N$ aus. Für alle weniger Mutigen bzw. Allrad-Erfahrenen besteht die Möglichkeit, gegen Gebühr von etwa 90 N$ pro Person einen dort eingerichteten Pendelverkehr zu nutzen. Wer es auf sich nehmen möchte, kann auch die 5 km zu Fuß bis zum Vlei gehen. Dabei sollte man mindestens die doppelte Zeit und die dreifache Anstrengung im Vergleich zum Wandern auf festem Untergrund einkalkulieren. Wer also vom Vlei aus noch auf eine der hohen Dünen steigen will, sollte sich diese zusätzliche Strapaz lieber ersparen.

Das Gate öffnet bei Sonnenaufgang und schließt bei Sonnenuntergang.

Direkt hinter dem Gate, innerhalb des Sperrgebiets, befindet sich ein Campingplatz. Von dort aus ist es auch möglich, schon vor Sonnenaufgang zum Vlei zu fahren (allerdings darf man den Campingplatz auch erst kurz vor Sonnenaufgang verlassen).

Eine Tankstelle gibt es beim Campingplatz von Sesriem.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Die Sossusvlei Lodge verfügt über eine Landepiste (1200 m Schotter), ebenso die Sossusvlei Mountain Lodge, Kulala und die Namib Naukluft Lodge.

Gebühren / Permits[Bearbeiten]

Am Nationalparkeingang ist eine Gebühr zu entrichten (Erwachsene: N$ 80; Kinder: N$ ??; Auto: N$ 10).

Mobilität[Bearbeiten]

Die Lodges der Umgebung bieten geführte Touren zum Sossusvlei an, falls man nicht den eigenen Wagen nutzen will.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Sossusvlei[Bearbeiten]

Das Sossusvlei bildet den Endpunkt des Tsauchab: der Fluss, der nur nach Regenfällen Wasser führt, endet hier in einer von Dünen umrahmten Senke.

Dead Vlei[Bearbeiten]

Dead Vlei war der Endpunkt des Tsauchab, bevor er hier so viel Lehm abgelagert hatte, dass er sich einen anderen Weg suchte und nun im Sossusvlei endet. Durch den Wassermangel sind die Bäume hier abgestorben, daher der Name des Tals. (In einigen tausend Jahren wird auch dem Sossusvlei das selbe Schicksal nicht erspart bleiben.) Man kommt nur zu Fuß hierher, aber der Besuch lohnt sich in jedem Fall und wer Dead Vlei gesehen hat wird von Sossusvlei nicht mehr zu begeistern sein.

Hidden Vlei[Bearbeiten]

Düne 45[Bearbeiten]

Die vielleicht berühmteste Düne liegt 45 km hinter dem Gate (daher der Name). Eine kurze Stichstraße führt zu einem Parkplatz an ihrer Basis. Sie wird vor allem zum Sonnenaufgang gerne bestiegen. Obwohl sie nur 170 Meter hoch ist (die höchsten Dünen der Gegend sind über 300 Meter hoch), ist der Aufstieg durchaus anstrengend.

Elim-Düne[Bearbeiten]

Eine Düne kurz nach dem Eingang des Nationalparks. Sie ist die Düne, die am weitesten im Landesinneren liegt. Ein schöner Ausflug wenn man abends nur noch wenig Zeit hat.

Sesriem Canyon[Bearbeiten]

Canyon des Tsauchab außerhalb des Nationalparktors.

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

  • Sossus-on-foot [2] - Geführte Wanderungen durch Sossusvlei und Dead Vlei. Mit Erklärungen zu Flora und Fauna, Geschichten aus dem Leben der Buschmänner und Überlebenstipps für die Wüste. Sehr zu empfehlen!
  • Wandern durch die Namib [3] - Wanderungen durch die unberührte Natur am Rande des Namib. Verschiedene Wanderwege entlang an Bergen, Tälern, Schluchten und Buschmannzeichnungen, auch für Familien mit Kindern geeignet.
  • Wandern im Naukluft-Gebirge

Essen & Trinken[Bearbeiten]

Die Sossusvlei Lodge bietet für 245 N$ (Stand Feb. 2015) ein hervorragendes Dinner-Büffet. Man sitzt auf einer großzügigen Terrasse mit Blick auf das ca. 100 m entfernte nachts beleuchtete Wasserloch der Lodge, an dem sich Springböcke und Oryx-Antilopen ein Stelldichein geben. Wer es mag, kann sich hier durch die halbe Tierwelt Afrikas futtern: Zebra, Oryx, Springbock, Kudu, Gnu, Strauß ... Vegetarier können sich an das Salatbüffet halten oder sich aus einer großen Gemüseauswahl etwas frisch garen lassen. Auch die Nachtischauswahl ist beachtlich.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Hotels und Herbergen[Bearbeiten]

Direkt am Eingangstor zum Nationalpark: Sossusvlei Lodge Telefon +264 (0)63 693-223

In der näheren bis weiteren Umgebung von Sesriem gibt es eine ganze Reihe von Lodges, die Anfahrtszeit zum Sossusvlei kann sich allerdings verdoppeln: Sossusvlei Mountain Lodge, Sossusvlei Wilderness Camp, Wolwedans Dune Camp Telefon +264 (0)61 230616, Wolwedans Dune Lodge Telefon + 264 (0)61 230616, Namib Naukluft Lodge Telefon +264 (0)61 372100, Kulala Desert Lodge, Desert Homestead Telefon +264 (0)63 683103 Den Touristenströmen entgeht man auf der Rostock Ritz Desert Lodge, eine Stunde vom Sossusvlei entfernt mit schönen Wanderwegen [4] Telefon +264 (0)61 257467

Camping[Bearbeiten]

Der einzige Campingplatz der Umgebung befindet sich bei Sesriem am Eingang zum Nationalpark. Die Campsites (ohne Strom, aber mit Wasser) sind sehr schön unter großen Akazien gelegen, dafür sind die sanitären Einrichtungen und der Pool etwas vernachlässigt (das ist leider bei den meisten staatlichen Campingplätzen in Namibia so).

Es gibt nur wenige Campsites, Reservierung ist empfehlenswert. Vorsicht, es treiben sich viele Schakale auf dem Platz herum, keine Lebensmittel herumstehen lassen, Müll sofort entsorgen!

Wenn die Campsites ausgebucht sind, gibt es noch eine große Ausweichfläche. Diese liegt jedoch im Schallpegel des Stromgenerators und bietet auch kaum Bäume.

Sicherheit[Bearbeiten]

Das größte Risiko dürfte in der großen Hitze liegen: viel zu trinken und guter Sonnenschutz sind hier unabdingbar.

Klima[Bearbeiten]

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