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Singapur

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Asien : Südostasien : Singapur
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Singapur ist eine große Stadt, die wir in Stadtteilartikel aufgeteilt haben. Dort gibt es evtl. genauere Informationen und umfangreichere Listen!



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Lage
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Flagge
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Kurzdaten
Hauptstadt: Singapur
Staatsform: Parlamentarische Republik
Währung: 1 Singapur-Dollar (S$)
= 100 Cents
Fläche: 693 km²
Bevölkerung: 4,35 Mio.
Sprachen: Englisch (offiziell), Chinesisch (offiziell), Malaiisch (offiziell und Amtssprache), Tamil (offiziell)
Religionen: Buddhisten (chinesisch), Muslime (malaysisch), Christen, Hinduisten, Sikh, Taoisten
Stromsystem: 230V/50Hz (Britische Stecker)
Telefonvorwahl: +65
Internet TLD: .sg
Zeitzone: UTC+8


Karte der Stadtteile von Singapur


Singapur ist ein Stadtstaat in Südostasien. 1819 wurde Singapur von Sir Thomas Stamford Raffles als Handelsposten der East India Company errichtet. Bis 1959 war es dann britische Kolonie, vereinigte sich 1963 mit Malaysia, zog sich jedoch schon zwei Jahre später wieder aus dem Verbund zurück und wurde unabhängige Republik. Nach und nach entwickelte sich Singapur zu einem der erfolgreichsten Länder weltweit, mit festen internationalen Handelsbeziehungen (sein Hafen gehört zu den größten der Welt) und einem pro Kopf Bruttosozialprodukt, das dem der führenden Nationen Westeuropas gleicht. Man kann zwar durchaus der Meinung sein, dass es Singapur an eigener Originalität und einem Wahrzeichen (wie dem Eiffelturm in Paris oder dem Burj Khalifa in Dubai) fehlt; nichts desto trotz ist Singapur - wie es der Slogan "Uniquely Singapore" des Fremdenverkehrsbüros verspricht - in jeder Hinsicht einmalig und ein idealer Ort für einen hochinteressanten und entspannenden Urlaub!



Stadtteile[Bearbeiten]

Singapur ist ein sehr kleines Land auf einer kleinen Insel, aber mit vier Millionen Einwohnern eine recht große Stadt, die aus mehr oder weniger großen "Stadtteilen" besteht.

  • Central Business District — Das CBD ist sozusagen die Innenstadt von Singapur, die aus folgenden Teilen besteht:
    • Chinatown — seit 1828 auf Empfehlung von Stamford Raffles angelegtes Distrikt der Chinesischen Siedler
    • Orchard Road — Singapurs weltbekannte Shopping-Meile
    • Riverside — hier findet man Museen, Denkmäler und Theater, und nicht zuletzt jede Menge Restaurants, Bars und Clubs
  • Bugis and Kampong Glam — Bugis and Kampong Glam sind die früheren Zentren des muslimischen Singapurs, auch heute leben hier noch viele Muslime, die traditionelle Waren verkaufen.
  • Little India — In diesem Gebiet um die Serangoon Road ließen sich seit dem 19. Jahrhundert indische Einwanderer nieder, und es entwickelte sich seitdem zum indischen Zentrums Singapurs.
  • East Coast — Die East Coast um Bedok ist eine von Singapurs größten Wohngegenden, der East Coast Park an der Küste ist ein künstlich angelegtes Naherholungsgebiet mit Stränden, Grillplätzen, Fitnessgebieten und hervorragenden Restaurants.
  • North and West — Der Norden und Westen Singapurs besteht aus großen Wohn- und Industriegebieten, u.a. Woodlands und Jurong.
  • Central — In der "Mitte" Singapurs findet man neben Wohngebieten auch noch einige Naturreservate mit Regenwäldern, Stauseen und Parks.
  • Sentosa — Sentosa ist Singapurs größte Insel, die bis 1967 den Briten als Militärbasis diente, heute jedoch zu einer erstaunlichen Freizeitinsel für alle Altersstufen und Interessen verwandelt wurde.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Auch wenn es Singapurs Größe nicht unbedingt vermuten lässt, hat das Land doch jede Menge Interessantes zu bieten. Man kann in Singapur problemlos einen abwechslungsreichen Urlaub verbringen, der mehr als nur ein paar Tage (das ist im Moment noch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer eines Singapur-Reisenden) dauert.

Außerdem lohnt es sich, von Singapur aus Ausflüge zu den umliegenden Inseln unternehmen und dort ein paar ruhigere Stunden zu verbringen. Zu den Badeinseln zählen Kusu Island, St. John's Island, Lazarus Island und die Sister Islands, die den Besuchern teilweise sogar Duschen oder BBQ-Plätze zur Verfügung stellen und sehr sauber sind (typisch Singapur eben). Im Norden Singapurs kann man Pulau Ubin, Singapurs zweitgrößte Insel (nach Sentosa) besuchen und dort noch unberührte Natur erleben.

Außerdem bietet es sich an, eine Singapur-Reise mit einem Badeurlaub in Indonesien oder Malaysia zu kombinieren. Unweit von Singapur liegt zum Beispiel die indonesische Insel Bintan, die noch ein nahezu unberührtes Urlaubsparadies ist, ebenso wie die malysischen Tioman Islands. Diese Inseln sind sehr gut und günstig mit komfortablen Schnellbooten von Singapur aus zu erreichen.

Hintergrund[Bearbeiten]

In Singapur hat der Reisende die Gelegenheit, ganz Asien in einem einzigen Land zu erleben, denn die Bewohner Singapurs sind eine bunte Mischung aus Chinesen, Malayen, Indern sowie vielen Gastarbeitern und Auswanderern aus allen Ländern der Welt. Als Staat, der für seine strengen Gesetze und Strafen überall bekannt ist, genießt Singapur teilweise einen eher langweiligen Ruf, jedoch ist die "Schweiz von Asien" für viele auch eine willkommene Abwechslung von der Armut, dem Chaos und der Kriminalität, die in so vielen Teilen des asiatischen Kontinentes vorherrschen.

Doch Singapur hat noch mehr zu bieten: An erster Stelle steht sicherlich das legendäre singapurische Essen. In sogenannten Hawker Centres bieten (meist ehemalige Straßenhändler) unschlagbar günstiges Essen aus allen Ländern Asiens an. Zudem ist Singapur ein Einkaufsparadies, denn Shopping-Mekkas wie die Orchard Road oder Suntec City laden zu unbegrenzten Geldausgaben ein.

Nicht zuletzt ist zu bemerken, dass sich gesellschaftliche Restriktionen in den letzten Jahren immer mehr gelockert haben und es mittlerweile sogar möglich ist, sich beim Bungee Jumping oder Table Dancing zu vergnügen. 2009 werden dann auch die ersten Casinos eröffnen, als Teil von Singapurs neuer Kampagne für "Spaß und Unterhaltung", mit der man die Zahl der Touristen verdoppeln und ihre Aufenthaltsdauer erhöhen will. Und in Zukunft wird es sicher noch mehr Aktionen geben, mit denen sich Singapur vom "Fine-Staat" zum "Fun-Staat" wandeln will.

Klima[Bearbeiten]

Da Singapur fast direkt am Äquator und damit mitten in den Tropen liegt, ist das Klima das ganze Jahr über heiß und schwül, es gibt keine Jahreszeiten wie man sie in Mitteleuropa kennt und nur geringe Temperaturschwankungen.

Die Tagestemperatur liegt zwischen 23 und 34 Grad Celsius, es werden fast nie Temperaturen außerhalb dieses Intervalls erreicht. Die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit liegt bei 84%; während langer, starker Regenfälle werden aber auch oftmals 100% erreicht.

Es gibt keine Regenzeit, jedoch sind die Monate Dezember und April die regenreichsten, Februar und Juli die trockensten Monate.

Einreisebestimmungen[Bearbeiten]

Deutsche und österreichische Staatsangehörige müssen bei der Einreise ein Formular ausfüllen und erhalten bis zu 90 Tagen, bei der Einreise in Singapur eine kostenfreie Aufenthaltsgenehmigung. Erforderlich hierfür ist für Erwachsene und Kinder lediglich ein noch mindestens 6 Monate gültiger Reisepass. Auch ein vorläufiger Reisepass wird akzeptiert. Der Personalausweis ist für die Einreise nach Singapur KEIN gültiges Dokument. Einen Teil des Einreiseformulars erhält man mit dem Pass zurück. Dieser Abschnitt muss bei der Ausreise wieder vorgelegt werden. Die Dauer der Aufenthaltserlaubnis darf in keinem Fall überschritten werden, hier drohen drastische Strafen. Ebenso sind unbedingt die äußerst strengen Zollvorschriften zu beachten, siehe Sicherheit.

Anreise[Bearbeiten]

Flugzeug[Bearbeiten]

Der internationale Verkehrsflughafen Singapurs ist das hochmoderne Drehkreuz Changi Airport (SIN) im Osten des Stadtstaates. Folgende Fluggesellschaften fliegen Singapur aus dem deutschsprachigen Raum direkt an:

  • Lufthansa (Terminal 2) aus Frankfurt am Main
  • Singapore Airlines (Terminal 3) aus Frankfurt am Main, München und Zürich
  • Swiss (Terminal 2) aus Zürich

Eine weitere Verbindung von Qantas ab Frankfurt am Main wurde im April 2013 eingestellt.

Über die genannten Direktverbindungen hinaus gibt es zahlreiche Umsteigeverbindungen mit fast allen bekannten europäischen, arabischen und asiatischen Airlines.

Der Zeitvertreib bei der Durchreise fällt in Changi leicht: Es gibt ein Kino (Terminal 2), Schwimmbad und Fitnessstudio (Terminal 1), und ca. 200 gratis Internet-PCs sowie kostenfreies WLAN. Außerdem gibt ein Hotel im 3. Stock der beiden Terminals: Ambassador Transit Hotel, Tel. +65-6541-9106, [1]. Es ist ohne Einreisekontrolle zugänglich; Zimmer gibt es für 6-Stunden-Blöcke mit stundenweiser Erweiterungsmöglichkeit. Auch das Mieten einer Dusche (ohne Zimmer) ist hier möglich.

Vom Flughafen aus gibt es mehrere Möglichkeiten, in die Stadt zu gelangen:

Taxi

Gleich nach dem Zoll findet man Schilder, die zum Taxibereich führen. Es werden immer Taxameter verwendet, die Preise sind günstig. Eine Fahrt in die Stadt kostet ca. S$20.00 (inklusive S$3-5 Flughafen-Aufschlag). Es gibt auf dem Flughafen neben den blauen oder gelben "normalen" Taxis auch die Silvercabs (meistens Mercedes). Diese sind am Flughafen deutlich teurer. Man sollte unbedingt die normalen Taxis benutzen, auch wenn es bei ihnen eine sehr lange Schlange gibt. Denn diese Schlangen werden wirklich sehr schnell abgebaut und man muss trotz 100m Warteschlange selten länger als 10min warten.

Linienplan der MRT
MRT

Die MRT, Singapurs U-Bahn, fährt bis zum Terminal 2. In Tanah Merah muss man in einen anderen Zug umsteigen. Die 30minütige Fahrt bis zum Rathaus (City Hall station) kostet S$2.00 (plus S$1 Kaution für ein Einzelfahrt-Ticket).

Straße[Bearbeiten]

Es bestehen 2 Landverbindungen zu Malaysia, den in den 1920er Jahren eröffneten Johor-Singapur-Damm, der die Woodlands in Singapur mit Johor Bahru in Malaysia verbindet. Im Westen Singapurs wurde 1996 eine Brücke eröffnet, die Tuas in Singapur mit Gelang Patah in Malaysia verbindet.

Bahn[Bearbeiten]

Singapur besitzt keine eigene Eisenbahn, es gibt lediglich eine eingleisige Eisenbahnverbindung mit Malaysia. Eine Erweiterung auf 2 Gleise und Strombetrieb wurde von Malaysia zwar angestrebt, wird aber vom neuen malaysischen Ministerpräsidenten vorerst blockiert. Die Malaysische Eisenbahn fährt mehrmals täglich von Kuala Lumpur nach Singapur, darunter ein Nachtzug von Kota Bahru entlang der "Jungle Line" im Nordosten Malaysias. Die Züge sind sauber und effizient, jedoch langsamer als Busse.

Die Fahrtdauer von Singapur Hbf. nach Kuala Lumpur beträgt mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von nur 40-60 km/h etwa 7 Stunden. Die Züge fahren vom Hauptbahnhof Tanjong Pagar ab. Die Eisenbahnstrecke ist Eigentum von Malaysia, man muss daher bereits vor dem Einsteigen des Zuges die malayische Grenzkontrolle passieren, selbst wenn man Singapur noch nicht sofort verlässt. Auf der Rückfahrt kann man den Zug auch direkt nach dem Passieren der Grenzkontrolle in Woodlands verlassen.

Schiff[Bearbeiten]

Kreuzfahrtschiffe mit Station in Singapore legen alle am Cruise Centre des Harbour Front Centres an, welches sehr zentral, kurz vor der Freizeitinsel Sentosa liegt. Der regionale Fährverkehr läuft über das Tanah Merah Ferry Terminal, was unweit des Changi Airports liegt. Von dort fahren z.B. Schnellbote zu indonesischen oder malayischen Urlaubsinseln.

Bus[Bearbeiten]

Es gibt mehrere Expressbusse von/nach Kuala Lumpur, Johor Bahru, Mersing und anderen Teilen Malaysias. Plätze müssen reserviert werden. Von Johor Bahru, der Nachbarstadt Singapurs, empfehlen sich auch die singapurischen öffentlichen Buslinien 160, 170 oder 950. (Siehe auch Abschnitt: Mobilität -> Bus)

Mobilität[Bearbeiten]

Skyline von Singapur

Das Nahverkehrssystem gehört zu den besten der Welt, daher ist man in Singapur mühelos mobil. Auch die Taxis sind relativ günstig. Falls man mehrere Tage in Singapur ist, lohnt es sich auf jeden Fall eine EZ-link-Karte (sprich: "Easy-link") oder alternativ den Tourist Pass (der die freie Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln beinhaltet) zu kaufen.

Der Erwerb der EZ-Link-Card kostet 12 S$. Diese 12 S$ beinhalten 5 S$ Kartengebühr und 7 S$ Guthaben. Diese Guthaben kann an Atomaten aufgeladen werden. Im, Grunde kann man mit einem beliebigen Betrag die EZ-Link-Card aufladen, mit der Einschränkung ,dass pro Ladevorgang mindestens 10 S$ Guthaben geladen werden müssen und die Karte maximal mit einem Guthaben von 50 S$ aufgeladen werden kann. Die EZ-Link-Card kann an allen MRT Stationen erworben werden. Mit der EZ-Link-Card hat man bis zu 30% Preisvorteil gegenüber dem Erwerb von Einzelfahrkarten (Stand Februar 2013).

Den Singapur Tourist Pass gibt es in drei Versionen (für einen, zwei sowie drei Tage). Er kostet 10/16/20 S$. Bei dem Erwerb des Touristpasses ist der Reisepass vorzulegen und man muss für den Touristpass ein Pfand von 10 S$ hinterlegen. Der Touristpass ist nur in bestimmetn Traslink Offices erhältlich (siehe [2], Stand Februar 2013).


MRT-Bahn (U-Bahn)[Bearbeiten]

Singapurs U-Bahn-Netz wird von der SMRT Corp. und SBS Transit betrieben und ist gut ausgebaut. Die MRT (Mass Rapid Transit) ist ein günstiges und zuverlässiges Transportmittel. Tickets können bei Automaten an den Haltestellen oder beim Kassierer gekauft werden. Die Preise (bar oder per EZ-link-Karte zu bezahlen) für ein Einzelticket reichen von S$1,00 bis S$2,00 (plus S$1,00 Pfand) (Stand Februar 2013).

Bezahlen mit der EZ-link-Karte
Die Verwendung der EZ-link-Karte funktioniert folgendermaßen: Beim Einsteigen wird die Karte kurz zum Kartenleser gehalten. Dabei wird der maximale Ticketpreis abgebucht. Beim Aussteigen hält man die Karte noch einmal zum Lesegerät, und die Differenz wird rückerstattet.

Bus[Bearbeiten]

Im sehr gut ausgebauten Nahverkehrs-Bus-System gibt es keinen fixen Fahrplan. Stattdessen wird an den (meisten) Haltestellen das Fahrintervall der Busse angegeben. Das Bussystem wird von SMRT Corp. und SBS Transit betrieben. Die Busse verkehren in einer durchschnittlichen Taktrate von 10 bis 15 Minuten.

Das Tarifsystem bei Barzahlung ist sehr komplex. Am besten sollte man sich beim Fahrer nach dem Preis erkundigen, der bei Barzahlung etwas höher liegt. Eventuell anfallendes Wechselgeld wird nicht ausbezahlt. Die Bezahlung ist jetzt auch mit der EZ-link-Karte der MRT möglich, die Abrechnung erfolgt dabei über das gleiche System wie in der MRT (siehe Bezahlen mit der EZ-link-Karte).

Auto[Bearbeiten]

In Singapur herrscht durch den ehemaligen Status der englischen Kolonie Linksverkehr.

Mietwagen dürfen nur mit zwischenstaatlichem Führerschein gefahren werden.

Mietwagen in Singapur sind generell sehr teuer (ab S$100 pro Tag + Treibstoff und Maut). Bei einem Ausflug nach Malaysia wird empfohlen, erst nach der Grenze ein Auto zu mieten. Miete und Treibstoff kosten hier die Hälfte.

Cityspeed bietet Carsharing an.

Will man nach Malaysia mit einem singapurischen Auto ausreisen, so muss der Fahrzeugtank zu 75% gefüllt sein, da der Kraftstoffpreis (wie oben bereits genannt) in Malaysia billiger ist. Singapurische Autos sollten in Malaysia nicht an abgelegenen Orten abgestellt werden, da die Einbruchgefahr sehr hoch ist (viele Malaysier halten Singapurer für sehr reich). Malaysische Kennzeichen erkennt man daran, dass sie drei Buchstaben haben, denen einige Ziffern folgen, also <Buchstaben Ziffern>. Ein singapurisches Kennzeichen hat das Schema <Buchstaben Ziffern Buchstaben>

Taxi[Bearbeiten]

Taxis sind weit verbreitet und günstig. Eine Fahrt im zentralen Geschäftsgebiet kostet normalerweise nicht mehr als S$8,00. Es werden zwischen S$2,80 (alte Taxen), und S$3,20 (Mercedes) "Grundgebühr" berechnet, die für 1 Kilometer reichen, anschließend wird je 385m um 20 Cent erhöht. Allerdings können zusätzliche Kosten (im Bereich von wenigen Dollar) entstehen, z.B. Aufschlag in der Hauptverkehrszeit, Maut, ... Nach Mitternacht gibt es einen Aufschlag von 50%.

Im Zentrum ist es zur Hauptverkehrszeit empfehlenswert, ein Taxi zu rufen. Telefonnummern einiger Taxiunternehmen sind: Comfort 6552-1111, Tibs 6555-8888, City Cab 6552-2222, Smart 6485-7700 und Trans cab 6553-3333, Comfort, Tibs und City Cab sind die größten Unternehmen. Für Touristen mit Smartphone empfiehlt es sich außerdem eins der Taxiapps zu installieren, da die Adressangabe sonst sehr aufwändig werden kann.

Es kann zu starken Engpässen kommen, besonders während der Rush-Hour und zum Ladenschluss (22:00), Samstags und bei Regen.

ein Bumboot auf dem Singapore River

Trishaw[Bearbeiten]

Trishaws sind kleine Dreirad-Wagen, die v.a. auf Touristen ausgelegt sind. Sie sind in der Gegend um Chinatown und dem Singapur River zu finden. Vor dem Einsteigen sollte man unbedingt den Preis verhandeln, der aber kaum unter S$10 liegen wird.

Boot[Bearbeiten]

Bumboats, die regelmäßig über den Singapore River fahren, bieten eine gute Aussicht auf Hochhäuser, Kolonialbauten und Shophouses des Central Business Districts, so dass man eine Fahrt mit ihnen auf keinen Fall versäumen sollte. Entlang des Rivers gibt es mehrere Haltestellen, von denen die Boote laufend zu Rundtouren starten.

Ebenfalls interessant sind Hafenrundfahrten, die am Marina Bay von verschiedenen Anbietern mehrmals täglich angeboten werden. Sie bieten vor allem einen guten Panoramablick auf die Innenstadt und den riesigen Hafen, sowie die südlichen, meist unbewohnten Inseln.

Außerdem kann man von Changi Village aus mit dem Boot nach Pulau Ubin übersetzen, um auf dieser Insel noch das Singapur der 60er Jahre zu erleben.

Sprache[Bearbeiten]

Singapurs offizielle Sprachen sind Englisch, Malaiisch, Mandarin, Tamil. Englisch wird von fast jedem/r Singapurer/in unter 40 gesprochen, der als "Singlish" bezeichnete Dialekt kann jedoch schwer zu verstehen sein, weil auch Wörter und Phrasen (und teilweise der Satzbau) von anderen Sprachen, v.a. Chinesisch, verwendet werden. Dabei werden komplexe Satzstrukturen häufig vereinfacht, Plurale verschwinden, Verbkonjugationen werden durch Adverbe ersetzt, Fragen werden an die Chinesische Syntax angepasst und seltsame Partikel (besonders das berüchtigte "lah") erscheinen:

Singlish: You wan' beer or not? No lah, drink five botol oreddi. English: Do you want a beer? No, thanks, I've already drunk five bottles.

Dank landesweiter Kampagnen sind jedoch die meisten jüngeren Singapurer in der Lage, so genanntes "Gutes Englisch" zu sprechen, ebenso wird das Sprechen von Mandarin gefördert. Außerdem werden Chinesische Dialekte (vor allem Hokkien) und Indische Sprachen gesprochen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Das kleine Land hat ein breites Spektrum an Sehenswürdigkeiten zu bieten, von Hochhäusern und Kolonialbauten über Kirchen und Tempel, Museen und Themenparks, Naturreservaten und Tiergärten, Kultur und Küche bis zu Einkaufszentren und Stränden.

Kolonialbauten in Singapur
am Strand in Pasir Ris
Shophouses in Chinatown
freilebende Affen in Bukit Timah
  • Financial District
    • Esplanade - Theatres on the Bay
    • Padang
    • Supreme Court und City Hall
    • Old Parliament House
    • Empress Place
    • Raffles' Landing Site
    • CHIJMES
    • Fort Canning Park (am Rande stehen 10 Gräber von verdienten Persönlichkeiten, darunter zwei Deutschen, die in Singapur hohes Ansehen genossen [3])
    • Singapore Art Museum
    • Raffles Hotel
    • Raffles Place und UOB Plaza
  • Chinatown
    • Shophouses
    • Sri Mariamman Temple
    • Jamae Mosque
    • Thian Hock Keng Temple
  • Orchard Road
    • Godwood Park Hotel
    • Ngee Ann City, Centrepoint, Plaza Singapura
    • Peranakan Place
    • Istana
  • Riverside
    • Robertson Quay
    • Clarke Quay
    • Boat Quay
    • Fullerton
    • Merlion Park
  • Bugis and Kampong Glam
    • Parco Bugis Junction
    • Istana Kampong Glam
    • Sultan Mosque
    • Arab Street
  • Little India
    • Serangoon Road
    • Shophouses und Tempel
  • East Coast
    • Geylang
    • Katong
  • North and West
    • Chinese and Japanese Gardens
    • Jurong Bird Park
    • Pasir Ris
  • Central
    • Singapore Botanic Gardens und National Orchid Garden
    • Singapore Zoo und Night Safari
    • Bukit Timah Nature Reserve
  • Sentosa
    • Butterfly Park, Underwater World, Fort Siloso, Carlsberg Sky Tower
    • Palawan Beach, Tanjong Beach, Siloso Beach

Kaufen[Bearbeiten]

Die Innenstadt von Singapur von oben

Landeswährung ist der Singapore Dollar, abgekürzt mit SGD, S$ oder einfach nur $. Ein Dollar ist unterteilt in 100 Cents. Es sind Münzen im Nennwert von $0.05 (Messing), $0.10 (Nickel), $0.20 (Nickel), $0.50 (Nickel) und $1 (Messing) und Scheine im Wert von $2 (lila), $5 (grün), $10 (rot), $50 (blau), $100 (orange), $1000 (lila) und $10000 (gelb) im Umlauf. Der Brunei-Dollar hat den gleichen Nennwert wie der Singapore Dollar und die Währungen sind untereinander austauschbar, man braucht sich also nicht zu wundern, wenn man einen Geldschein aus Brunei als Wechselgeld erhält.

Im Januar 2012 entsprachen einem Euro etwa 1,67 S$

Restaurants geben die Preise meistens in der Form $19.99++ an, dass bedeutet, dass die Preise Steuern (7%) und Bedienung (10%) noch nicht enthalten und zum Rechnungsbetrag noch addiert werden. Hotels und schicke Restaurants schreiben eventuell sogar +++ hinter den Nettobetrag, hier wird noch 1% CESS (einer Art "Touristensteuer") aufgeschlagen.

Trinkgelder sind in Singapur unüblich, selbst Taxifahrer geben das Wechselgeld im Allgemeinen bis auf den letzten Cent raus oder runden sogar zu ihren Ungunsten ab, um sich nicht mit Kleingeld rumplagen zu müssen.

Preise: Verglichen mit anderen asiatischen Ländern ist Singapur teuer, für Touristen aus Industrienationen ist es jedoch immer noch günstig: 50 S$ pro Tag ist ein perfektes Auskommen für einen Backpacker, insbesondere Essen bekommt man mit dem exzellenten Hawker Food für weniger als 5 S$ pro Mahlzeit fast geschenkt. Für die Unterkunft zahlt man hingegen schon etwas mehr, aber ein Bett in einem Hostel findet man auch schon für weniger als 20 S$; und selbst in den meisten Luxushotels (vom Raffles vielleicht abgesehen) kann man sich mit den richtigen Rabatten schon für 200 S$ einquartieren.

Shopping: Neben Essen ist Einkaufen die große Lieblingsbeschäftigung der Singapurer, und dementsprechend ist diese Stadt das Einkaufsparadies schlechthin. Die größte Einkaufsstraße ist die Orchard Road, in der sich ein Einkaufszentrum an das nächste reiht, die vor allem Nobelgeschäfte beherbergen und dementsprechend hohe Preise haben. Günstigere Preise findet man in Bugis, hier gibt es die neuesten Trends (und daher ist es in erster Linie bei Singapurs Teenagern sehr beliebt). Die besten Preise und interessantesten Sachen gibt es in Little India oder Chinatown, denn hier leben und kaufen die einheimischen ethnischen Gruppen Singapurs, wobei es aber auch schon viele Läden gibt, die sich speziell auf Touristen eingerichtet haben.

Dank niedriger Steuern und Zölle ist Elektronik in Singapur vergleichsweise günstig. Allerdings sollte man die touristisch orientierten Geschäfte auf der Orchard Road (besonders den berüchtigten Lucky Plaza) meiden, und statt dessen besser die Funan oder Mustafa Shopping Mall ansteuern, dort bekommt man im Allgemeinen gute Ware zu angemessenen Preisen ohne übers Ohr gehauen zu werden. Für Computerzubehör empfiehlt sich auch der Sim Lim Square. Auf alle Fälle sollte man sich vor jedem Kauf bewusst sein, dass in Singapur 220V Spannung mit einem 3poligen Stecker verwendet wird.

Im Gegensatz zu den meisten anderen südost-asiatischen Ländern werden in Singapur Raubkopien nicht öffentlich verkauft und auf den Import solcher Ware stehen hohe Strafen. Trotzdem ist es nicht unbedingt schwierig, in Little India oder sogar in den Unterführungen der Orchard Road Fälscherware zu finden.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Singapur ist ein Schmelztiegel von Kochkünsten aus aller Welt und eine kulinarische Reise wert! Der Vielvölkerstaat ist ein Paradies für Gourmets, der eine einmalige Auswahl an Geschmacksrichtungen bietet: chinesische, malaiische, indische, thailändische, indonesische, japanische und koreanische Gerichte.

So breit wie die Auswahl an Geschmacksrichtungen, so vielfältig ist das Angebot an Restaurants im Stadtstaat. Die einheimische Küche kann man am besten in den einfachen Garküchen der Hawker Centres oder Foodcourts testen, dort werden landestypische Gerichte sehr schnell und preiswert (ein Gericht kostet nur wenige Dollar) serviert. In den luxoriösen, klimatisierten Restaurants und Hotels findet man exzellente Kulinaria aus der ganzen Welt, allerdings zu entsprechend höheren Preisen.

lokale Spezialitäten[Bearbeiten]

Folgende Gerichte gehören zu den Lieblingsgerichten der Einheimischen und sollten auf dem Speiseplan jedes Reisenden stehen:

  • Satay — Fleischspieße, serviert mit Erdnusssauce, in Kokosmilch gekochtem Reis, Gurke und Zwiebeln
  • Laksa — Kokosnuss-Curry-Suppe mit Reisnudeln und Shrimps
  • Hainanese Chicken Rice — gedünstetes Hähnchen mit Duftreis und Chili-Soße
  • Chilli Crab — hartschalige Krebse mit einer Tomaten-Chili-Soße
  • Char kway teow — verschiedene gebratene Nudeln mit einer dunklen, süßen Soße, Fischfrikadellen, chinesischen Würstchen, Hähnchen oder Shrimps und Gemüse
  • Fish Head Curry — in scharfer Currysoße gegarte Fischköpfe mit Gemüse und Reis
  • Rojak — Salat aus Früchten und Gemüse mit Krabbenpaste und Erdnüssen
  • Hokkien Fried Mee — gelbe Nudeln mit Schweinefleisch, Shrimps und Gemüse
  • Durian — eine tropische Singapur-typische Frucht, um die die meisten Touristen wegen ihres Gestanks angeekelt einen großen Bogen machen. Von den meisten Einheimischen wird die Durian jedoch als Spezialität betrachtet.

Hawker Centres und Foodcourts[Bearbeiten]

Ein typisches Hawker Centre

Die billigste und beliebteste Art in Singapur zu Essen sind Hawker Centres. Die heutigen Hawker Centre sind eine Ansammlung früherer Straßenverkäufer, die von der Regierung in geschlossene Komplexe gelenkt wurden, um so die Hygiene zu verbessern. Preise sind niedrig (die meisten Gerichte kosten 2-5 S$ ), Hygiene-Standards hoch (die einzelnen Garküchen, sogenannte Stalls, werden regelmäßig kontrolliert und bewertet) und das Essen kann ausgezeichnet sein (ein Indiz für gutes Essen sind lange Schlangen vor einem Stand und auch aufgehängte Zeitungsartikel, die von dem entsprechenden Stand handeln). An Atmosphäre mag es mitunter mangeln, es gibt auch keine Klimaanlage, jedoch ist der Besuch eines Hawker Centres ein unbedingtes Muss eines Singapur-Aufenthalts!

In den Hawker Centres ist es üblich, sich zuerst einen Tisch zu suchen und ihn irgendwie zu belegen, sich die Tischnummer zu merken und sich dann bei den Garküchen die angebotenen Gerichte anzusehen. Hat man sich für eins entschieden, nennt man bei der Bestellung seine Tischnummer und bekommt es wenige Zeit später an den Tisch geliefert. Bezahlt wird erst, wenn man das Essen erhält. Gelegentlich gibt es auch Stalls mit Selbstbedienung, in denen man sich das Gericht dann selber abholen muss. Hawker Center Gerichte lassen sich auch mitnehmen (Takeaway). Dazu wird das Essen in einen Plastikbehälter gepackt, sodass es sich leicht transportieren lässt.

In Singapur hat quasi jeder Wohnblock sein eigenes Hawker Centre, denn Singapurer kochen selten zu Hause und nehmen fast jede Mahlzeit außer Haus ein. Die beliebtesten Hawker Centre bei Touristen sind die zentral gelegenen Newton Circus (nahe der Orchard Road) und Lau Pa Sat (nahe des Singapore River), — weshalb sie aber nicht unbedingt die billigsten und besten sein müssen, vielmehr sollte der anspruchsvolle Gourmet sein Glück statt dessen lieber in Chinatown versuchen. Aktuelle Informationen über das beste Hawker Food der Stadt findet man unter Makansutra.

Foodcourts sind die verbesserte und klimatisierte Version der Hawker Centre. Man findet sie im Untergeschoss fast jeder Shopping Mall, das angebotene Essen ist das gleiche, unter Umständen jedoch etwa 1-2 S$ teurer.

Restaurants[Bearbeiten]

Singapur bietet eine große Auswahl an Restaurants, für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel. Als Hafenstadt sind Meeresfrüchte in Singapur eine allgemein anerkannte Spezialität, die besten Fischrestaurants findet man an der East Coast. Restaurants mit moderaten Preisen und internationalem Angebot findet man in CHIJMES, am Singapore River und in Holland Village. Luxusrestaurants gibt es vor allem in den Hotels der gehobenen oder Luxusklasse, wo Köche aus den verschiedenen kulinarischen Richtungen ausgezeichnete Gerichte der Fusion Cuisine kreieren.

  • Einen einmaligen Ausblick bietet das Equinox, das höchste Restaurants Asiens, was sich im 70. Stockwerk des markanten Swissôtel The Stamford befindet. Hier hat man bei ausgezeichnetem Essen in faszinierender Atmosphäre einen perfekten Blick auf das CBD mit seinen Kolonialbauten, dem Singapore River und den Wolkenkratzern der Finanzwelt.

Coffee Shops[Bearbeiten]

Coffee Shops sind das singapurische Äquivalent zu Kneipen, denn hier trifft man sich nicht nur morgens zum Frühstück, sondern auch auf ein Schwätzchen beim Bier am Abend. Auch wenn es der Name nicht unbedingt vermuten lässt, bieten Coffee Shops neben verschiedenen Kaffeearten eine große Auswahl an Getränken und kleineren oder größeren Gerichten.

Die meisten Coffee Shops gehören zu lokalen Ketten wie Coffee Bean and Tea Leaf, Coffee Club und Délifrance, die zu Hauf im CBD vertreten sind. Einen einfachen Iced Coffee bekommt man jedoch selten unter 4 S$, wobei ein einheimischer teh tarik or kopi Kaffee in jedem Hawker Centre schon für weniger als 1 S$ zu haben ist.

Nachtleben[Bearbeiten]

Singapurs Nachtleben ist zwar kein Vergleich zu Patpong, jedoch auch nicht zu verachten. Einige Clubs haben sogar 24-Stunden geöffnet, und nur wenige schließen vor 4 Uhr morgens. Das Nachtleben konzentriert sich hauptsächlich auf das CBD, vor allem auf die Mohammed Sultan Road und den Singapore River. Sehr beliebt bei den jungen Singapuries ist der Mittwoch, da es praktisch in jedem Club und in jeder Bar am Mittwoch eine Ladies Night gibt. Bei den Expats und Interns aus Europa findet das Insomnia im Chimes sehr großen Zuspruch, da es am Mittwoch "All you can Drink" Partys gibt.

Alkohol. Alkohol ist quasi überall verfügbar, jedoch auf Grund Singapurs hoher "Sündensteuern" ziemlich teuer, obgleich die Preise in letzter Zeit leicht gesunken sind, und man mittlerweise in einem Hawker Centre ein Bier für weniger als 6 S$ bekommt. In Bars oder Restaurants zahlt man jedoch für Drinks weiterhin exorbitante Preise (mindestens 10 S$).

  • Wie auch in Malaysia ist Tiger Beer, ein eher mildes Lager, Singapurs meistgetrunkenes Bier.
  • Touristen scharen sich in der Long Bar des Raffles Hotel um den original Singapore Sling zu probieren, der jedoch bei den Einheimischen keinen guten Ruf genießt und gemieden wird.

Tabak. Tabak wird ebenfalls heftig besteuert und ist daher sehr teuer. Bei der Einreise nach Singapur darf man keine Päckchen oder Stangen einführen. An den meisten öffentlichen Plätzen ist Rauchen nur an ausgewiesenen Stellen erlaubt, und in öffentlichen Verkehrsmitteln ist Rauchen komplett verboten. Es dürfen auch keine illegal eingeführten Zigaretten öffentlich geraucht werden. Seit dem 1.Nov.2008 ist ein Steuervermerk auf jeder einzelnen Zigarette aufgedruckt. (SDPCP) Wird man auf der Strasse mit einer Zigarette ohne Steuervemerk erwischt, zahlt man auch hier Strafe. Kontrolleure sind insbesondere in den Raucherräumen der Clubs und entlang der Orchard Road unterwegs.

Prostitution. Prostitution wird in sechs bestimmten Gegenden toleriert, einschließlich Geylang, wo man — nicht zufällig — auch die günstigsten Unterkünfte der Stadt findet. Die Branche hält sich in Singapur eher bedeckt (es gibt hier wenige Go-Go-Bars außer Orchard Towers und dieses ist bei weitem keine Touristenattraktion. Please practice safe sex.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Verglichen mit anderen südost-asiatischen Ländern sind Übernachtungsmöglichkeiten in Singapur nicht gerade günstig, da sich jedoch in letzter Zeit die Regierung verstärkt für günstige Hotels und Hostels einsetzt, lässt dies zu hoffen, dass sich die Situation diesbezüglich bald etwas verbessert.

das Raffles

Günstig. Backpacker-Hostels findet man hauptsächlich in Little India, Bugis und an der East Coast. Eine Übernachtung im Mehrbettzimmer kostet ungefähr S$20.

Mittel. Mittelklasse-Hotels drängen sich in Geylang, wo sie sich in erster Linie an Kunden richten, die Zimmer stundenweise mieten. Hotels unter S$100 sind zweckmäßig, jedoch einfach eingerichtet, in der Preisklasse von S$100-S$150 findet man aber auch schon einige gehobene Hotels. Die Kette Tekka Hotel ist eine preiswerte Option (Zimmer ab S$69, oft allerdings ohne Fenster oder mit brüllender Klimaanlage).

Gehoben. Singapur bietet jede Menge Luxusunterkünfte, allen voran natürlich das legendäre Raffles Hotel. Die Preise für ein Doppelzimmer in einem Fünf-Sterne-Hotel beginnen bei S$200. Wer sich bei diesen Preisen keine Übernachtung leisten kann, sollte aber trotzdem an einem Abend die Bar des Hotels besuchen und dort einen Cocktail zu sich nehmen. Das Ambiente ist beeindruckend und abends gibt es häufiger Live-Musik.

Eine erholsame Alternative ausserhalb des City Centers ist die vorgelagert Insel Sentosa, die mit einer Brücke zu Hauptinsel verbunden ist. Auf Sentosa gibt es zwei excellente Hotels

  1. The Sentosa [4]: Fünf Sterne, Zimmer ab S$230
  2. Shangri-La Rasa Resort: Fünf Sterne, Zimmer ab S$250

Lernen[Bearbeiten]

  • Die National University of Singapore ist eine der besten Universitäten der Welt und sehr beliebt bei Austauschstudenten. Der Campus befindet sich 12 km außerhalb des Stadtzentrums in Kent Ridge.
  • Die Nanyang Technological University ist die zweite Universität von Singapur. Sie gehört zu den besten Universitäten in Südostasien, ist jedoch mehr auf technische Fächer ausgerichtet. Die Universität liegt im Westen von Singapur in Jurong.
  • Die Singapore Management University ist die dritte und neueste Universität von Singapur. Seit Juni 2005 hat die Universität ihren Campus von den Botanical Gardens in die Innenstadt verlegt, die angebotenen Fächer gehen alle in Richtung Business und Economics.

Allgemeine Informationen zum Thema findet man unter http://www.singaporeedu.gov.sg.

Arbeiten[Bearbeiten]

Gelegenheitsarbeit ist fast unmöglich, da man eine work permit (WP) oder einen employment pass (EP) braucht, um in Singapur zu arbeiten. Praktisch bedeutet dies, dass man ein konkretes Stellenangebot benötigt, und die betreffende Firma in deinem Namen eine Arbeitserlaubnis beantragt. Mit einer guten Ausbildung und den richtigen Fähigkeiten ist es aber im Allgemeinen nicht schwer, eine Arbeit in Singapur zu finden. Wenn die Beschäftigung jedoch beendet ist, erhält man ein Besuchervisum, das einem nur noch weitere 14 Tage Aufenthalt in Singapur erlaubt, in denen man eine neue Arbeit suchen kann. Auf keinen Fall hingegen sollte man das Visum überziehen, oder ohne die benötigten Papiere arbeiten, da dies in einem kurzen Aufenthalt in einem lokalen Gefängnis endet, mit zusätzlichen Geldstrafen und einer eventuellen Abschiebung. Weitere Informationen erteilt das Ministry of Manpower.

Feiertage[Bearbeiten]

Dank seiner multikulturellen Gesellschaft gibt es in Singapur neben den weltlichen Feiertagen chinesische, muslimische, hinduistische, buddhistische und christliche Feiertage. Viele religiöse Feiertage richten sich nach dem Mondkalender, so dass die Daten von Jahr zu Jahr variieren. Den genauen Tag kann man zum Beispiel unter http://www.sg/explore/holidays2007.htm nachschauen. Sollte ein Feiertag auf einen Sonntag fallen, ist der darauf folgende Montag ebenfalls Feiertag.

Feiern zum Chinesischen Neujahr
Termin Name Art Bedeutung
01.01. Neujahr weltlich Begrüßung des neuen Jahres mit Feuerwerken und Sylvesterparties
variiert Hari Raya Pusa islamisch Ende des Ramadans
Jan/Feb Chinesisches Neujahr chinesisch das größte Fest des Jahres, Feier des neuen Jahres nach dem Mondkalender
variiert Hari Raya Haji islamisch Fest zu Ehren der Mekkapilgerer
März/April Karfreitag christlich Gedenken an die Kreuzigung Jesu Christi
01.05. Tag der Arbeit weltlich Erinnerung an die Arbeiterbewegung
Mai/Juni Vesak Day buddhistisch Geburtstag des Buddha Sakyamuni
09.08. Nationalfeiertag weltlich Erinnerung an die Unabhängigkeit vom 9. August 1965
Okt/Nov Deepavali hinduistisch Triumph des Guten über das Böse
25.12. Weihnachten christlich Geburt Jesu Christi

Neben diesen offiziellen Feiertagen gibt es im Laufe des Jahres noch zahlreiche andere Feste.

Termin Name Art Bedeutung
Jan/Feb Ponggal hinduistisch tamilisches Erntedankfest
Jan/Feb Thaipusam hinduistisch Fest zu Ehren des Hindugottes Subramaniam
Jan/Feb Chingay Parade chinesisch Parade auf der Orchard Road zum Abschluss des Chinesischen Neujahrsfestes
März/April Qing Ming Festival chinesisch Verehrung der Vorfahren
Juni Drachenbootfestival chinesisch Gedenken an den chinesischen Dichter Qu Yuan
Aug/Sep Hungry Ghosts Festival chinesisch Besänftigung der bösen Geister
September Mid-Autumn Festival chinesisch Fest zu Ehren eines chinesischen Patrioten

Sicherheit[Bearbeiten]

ein typisches "Fine"-Schild


Singapur gilt als eine der sichersten Städte der Welt. Kriminalität ist nahezu ein Fremdwort hier, da potenzielle Täter durch extrem hohe Strafen abgeschreckt werden. So kann man sich praktisch zu jeder Tageszeit und an wirklich jedem Ort völlig ungefährdet aufhalten und bewegen.

Allerdings muss sich auch ein normaler Bürger und Tourist entsprechend der singapurischen Strafgesetzgebung verhalten und in Singapur sind einige Sachen verboten, die in anderen Ländern toleriert werden. Zum Beispiel ist es untersagt, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder MRT-Stationen zu essen oder zu trinken, die Straße an nicht ausgewiesenen Übergängen zu überqueren, auf die Straße zu spucken oder Müll liegen zu lassen. Daher sollte man auf die ohnehin nicht zu übersehenden "Fine"-Schilder achten und sich entsprechend verhalten, denn bei Verstößen drohen einem nicht unbedeutende Strafen.

Auch wenn es die vielen Regeln und der Singapur-typische Slogan "Singapore is a fine city!" (Spiel mit der Doppelbedeutung von "fine" = "schön" und "fine" = "Strafe") vermuten ließen, sieht man in Singapur recht wenig Polizisten, die das Einhalten der Gesetze kontrollieren. Strafen werden hier hauptsächlich als (in der Tat wirkungsvolle) Präventiv-Maßnahme angesehen, die dafür sorgen, dass Singapur eine sehr sichere, saubere Stadt ist und bleibt.

Drogenverstöße werden in Singapur sehr ernst genommen. Jegliche Art von Drogenhandel, -herstellung, -import oder -export wird drakonisch bestraft. Dabei ist es nicht relevant, ob man der Eigentümer der Drogen ist. Ab einer Menge von 15 g Heroin, 28 g Morphium oder 500 g Cannabis wird zwingend die Todesstrafe verhängt, wenn man des Drogenhandels für schuldig befunden wird. Singapur hat im Verhältnis zur Einwohnerzahl die höchste Hinrichtungsrate der Welt. Auch an westlichen Ausländern wurde und wird die Todesstrafe durch Erhängen sofort vollstreckt. Daran änderten auch die z.T. massiven diplomatischen Bemühungen der jeweiligen Heimatländer und die persönliche Einschaltung der Regierungschefs nichts. Begnadigungen gibt es selten. Auch der Besitz geringer Drogenmengen zieht bereits hohe Strafen nach sich. Umso dringender muß auf auch sonst übliche Sicherheitsmaßnahmen verwiesen werden: Niemals für jemanden etwas mitnehmen und niemals Gepäck unbeaufsichtigt lassen.

Notfallnummern:

  • Feuerwehr/Ambulanz: 995
  • Polizei: 999
  • Samaritans of Singapore (SOS): 1800 221 4444
  • Ambulanz (kein Notfall): 1777
  • Singapore General Hospital: 6222 3322

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Leitungswasser kann in Singapur bedenkenlos getrunken werden, Hygienestandards sind sehr hoch und die ärztliche Versorgung ausgezeichnet.

Als tropisches Land ist Singapur heiß und feucht, und man sollte, um Kreislaufproblemen vorzubeugen, viel Wasser trinken. Die niedrigste Temperatur, die jemals in Singapur gemessen wurde, lag 1934 bei 19,4 Grad Celsius, weshalb man vor allem legere, leichte Baumwollkleidung mitnehmen sollte. Da in vielen Einkaufszentren, Restaurants, Hotels und öffentlichen Verkehrsmitteln Klimaanlagen meist auf sehr kalt eingestellt sind, kann hier ein leichter Pullover sehr nützlich sein.

Malaria ist in Singapur kein Thema, die Region ist jedoch unter Umständen vom Dengue-Fieber bedroht. Daher hält Singapur strikte Moskito-Kontrollen aufrecht (Zurücklassen von abgestandenem Wasser wird mit Geldbußen bestraft), die jedoch natürlich nicht bis in die Naturreservate der Insel reichen, daher kann hier die Verwendung von Insektenschutzmitteln sinnvoll sein.

Sollte es mal nötig sein empfiehlt es sich in die Notaufnahme des SGH (Singapore General Hospital) zu gehen. Dort werden nicht nur Notfälle behandelt und als Tourist hat man eine Flatrate. Für alle Behandlungen zahlt man einmalig nur 90$.

Respekt[Bearbeiten]

Hindutempel
  • Kleidung — beim Besuch von Tempeln und Moscheen müssen Arme und Beine bedeckt sein
  • Schuhe ausziehen — beim Besuch von Hindu-Tempeln und Moscheen müssen Schuhe ausgezogen werden
  • Weitergeben von Essen — indische und muslimische Speisen sollten immer mit der rechten Hand gegessen und gereicht werden
  • Trinkgeld — in Restaurants und Taxis ist Trinkgeld nicht üblich, und am Flughafen sogar verboten; lediglich außergewöhnliche Leistungen sollten mit Geld honoriert werden

Klarkommen[Bearbeiten]

Botschaften[Bearbeiten]

Österreichische Botschaft in Singapur: 600 North Bridge Road, #24-04/05 Parkview Square, Singapore 188778, Tel.:(+65) 6396 6350 (Amt), (+65) 6396 6351 (Amt), (+65) 6396 6352 (Amt)

Embassy of Switzerland Singapur: 1, Swiss Club Link, Singapore 228162, Tel.:(+65) 6468 5788, Schweizerische Botschaft Singapur, Konsularbezirk für Singapur und Brunei Darussalam

Die deutsche Botschaft in Singapur erreicht man unter: 50 Raffles Place, #12-00 Singapore Land Tower, Singapore 048623, Tel. (+65) 6533 6002, germany@singnet.com.sg.

Kommunizieren[Bearbeiten]

Die internationale Vorwahl von Singapur ist 65.

Es gibt drei große Telefonanbieter in Singapur, die auch das Roaming von deutschen Mobiltelefonen (für GSM-900 oder GSM-1800 Netze) aus ermöglichen.

Es lohnt, wenn man sich bei seinem deutschen Mobilfunkbetreiber über die Preise der verschiedenen singapurischen Anbieter informiert, damit man sich dann in das günstigste Netz einwählen kann. Sollte man laenger als ein paar Tage bleiben, dann lohnt sich der Kauf einer Prepaid Karte von Singtel 8S$ zahlen, 10S$ Gespraechsguthaben und sehr guenstige Preise auch fuer Auslandstelefonate machen die Sache attraktiv und meist guenstiger als das Nutzen der deutschen Karte. Singtel und Starhub bieten zudem bezahlbare Prepaid Datentarife an. Diese beginnen bei 2$ für 50MB und gehen bis zu 1GB für 7$. Jeder Datentarif hat eine bestimmte Laufzeit, in welcher das Volumen gültig ist. Am besten direkt im Shop informieren. Singtel und Starhub haben beispielsweise beide einen Shop am Raffles Place.

Öffentliche Telefonzellen sind auf der Insel ebenfalls weit verbreitet. Es gibt Münztelefone (ein 3minütiges Ortsgespräch kostet 10 Cent), Kartentelefone (für die man unter anderem bei der Post Telefonkarten im Wert von 3, 5, 10, 20 oder 50 S$ kaufen kann), oder Kreditkarten-Telefone. Auslandsgespräche können am günstigsten von Kartentelefonen getätigt werden, zumal die meisten Münzfernsprecher ohnehin nur für Ortsgespräche funktionieren.

Der IDD-Zugangscode ist 001 (für SingTel), 002 (für M1) und 008 (für Star Hub), mittlerweile gibt es aber auch schon zahlreiche Billignummern, über die man sich bei den oben genannten Telefonanbietern erkundigen kann.

Sollte man längere Zeit in Singapur bleiben und viele Anrufe innerhalb Singapurs tätigen, ist es sinnvoll, eine Prepaid-Karte bei einem lokalen Anbieter zu erwerben, da sie deutlich günstigere Konditionen bieten. Eine SIM-Karte kostet 10-20 S$, ein Inlandsgespräch 5-25 Cent pro Minute und eine SMS ungefähr 5 Cent.


Post[Bearbeiten]

Die singapurische Post arbeitet sehr effizient, es gibt überall kleine oder größere Postämter. Eine herkömmliche Postkarte nach Europa kostet 50 Cent, eine neue grosse Postkarte kostet 1,10 S$, ein normaler Brief muss mit 1,10 S$ frankiert werden. Die Beförderung nach Europa dauert ungefähr eine Woche, wobei man die Sendungen mit einem Airmail-Aufkleber kennzeichnen sollte. Die Gebühren für andere Postdienste erfährt man bei der SingPost.

Weblinks[Bearbeiten]





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