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Senegal

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Afrika : Westafrika : Senegal
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Senegal

Senegal Banner.jpg


River gambia Niokolokoba National Park.gif
Lage
Senegal in its region.svg
Flagge
Flagge von Senegal
Kurzdaten
Hauptstadt: Dakar
Staatsform: Präsidiale Republik
Währung: CFA-Franc BCEAO (XOF)
Fläche: 196.722 km²
Bevölkerung: 12.643.799
Sprachen: Französisch (offiziell), Wolof, Pulaar, Jola, Mandinka
Religionen: Muslime 94 %, Naturreligionen 1 %, Christen 5 % (meist Katholiken
Telefonvorwahl: +221
Internet TLD: .sn
Zeitzone: UTC±0
Website: Tourismusseite


Karte von Senegal

Der Senegal liegt in Westafrika und gehört zu den Sahelländern. Angrenzende Länder sind Mauretanien, Mali, Guinea, Guinea-Bissau und Gambia.

Regionen[Bearbeiten]

Städte[Bearbeiten]

  • Dakar - Hauptstadt mit 1,8 Mio Einwohnern mit einzigem internationalem Flughafen in Senegal
  • Saint-Louis - zweitgrößte Stadt des Landes im Kolonialstil.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Goree - Die ehemalige Sklaveninsel vor der Küste Dakars. Von hier aus wurden in den vergangenen Jahrhunderten Afrikas Sklaven nach Amerika verschifft.
  • Lac Rose - Ein Salzsee in der Nähe Dakars. Das Wasser ist rosafarben aufgrund einer speziellen Algensorte, die in diesem See heimisch ist. Ähnlich wie im Toten Meer kann man in diesem See auch nicht untergehen. Hier endete ebenfalls die berühmte "Rallye Paris-Dakar".
  • Inseln des Saloum - Die Inseln des Saloum liegen ca. 200 km südlich von Dakar und sind ein wahres Naturparadies mit Mangrovenwäldern, wo Sie mit motorisierten Pirogen auf eine Entdeckungsfahrt über die unzähligen Seitenarme des Flusses gehen können. Tier- und Pflanzenreichtum dieser Gegend sind unermesslich. Unterwegs haben Sie die Möglichkeit, gegrillte Austern der Region zu genießen.
  • Somone - Hübscher Strandort am Atlantik mit vielen Lodges und Hotelzimmern.

Hintergrund[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Flugzeug[Bearbeiten]

Über Paris bietet die Air France Linienflüge in die senegalesische Hauptstadt. Andere Varianten sind mit Iberia über Madrid, TAP über Lissabon, mit Air Brussels über Brüssel oder mit Royal Air Maroc über Casablanca.

Ab Düsseldorf fliegt Afriqiyah Airways mit kurzer Umsteigeverbindung in Tripolis zweimal wöchentlich nach Dakar.

Während der Ferienzeit gibt es außerdem die Möglichkeit günstig mit Condor nach Banjul (Gambia) oder mit zumeist französischen Fluggesellschaften nach Cap Skirring in der Casamance.

Bahn[Bearbeiten]

Es existiert eine Bahn, die auf der Strecke nach Bamako verkehrt. Abfahrtszeiten leider recht unregelmäßig.

Bus[Bearbeiten]

Mini-Busse (Taxi-Brousse, "Buschtaxi") fahren ständig und für kleines Geld jedes größere Dorf an. Die Mini-Busse halten direkt an der Straße auf Handzeichen, dann muss man nur noch erfragen, wohin der Bus überhaupt fährt. Für längere Überland-Strecken erkundigen, wo der richtige Bus abfährt. Die Abfahrtszeiten werden i.d.R. nicht eingehalten, auf längere Wartezeiten und völlig überfüllte Busse einstellen.

Auto[Bearbeiten]

Alle Touristen mit ein bisschen Afrika-Erfahrung können sich problemlos ein Auto mieten und selber fahren. Lediglich in Dakar ist der Verkehr etwas chaotisch - doch sobald man die Stadt verlassen hat, sind wesentlich weniger Fahrzeuge auf der Straße und die Verkehrslage ist wieder übersichtlich. Allerdings sollte man wegen der vielen Schlaglöcher lieber nicht nachts fahren. Bei Reisen auf den Nationalstraßen Ziguinchor-Banjul und der "Transgambienne", die Ziguinchor über die Fähre im gambischen Farafenni mit Dakar verbindet, muss mit langen Wartezeiten gerechnet werden. Zudem ist die Landstraße N1 ab Fatick über Kaolack bis zur gambischen Grenze in einem sehr schlechten Zustand.

Am besten mietet man ein Auto in Dakar an, dort sind die großen Autovermieter vertreten (Avis etc.), aber auch eine Handvoll nationale Anbieter. Hier muss man natürlich genau checken, was der Vertrag beinhaltet und ob der Wagen voll verkehrstauglich ist.

Wer lieber mit dem Taxi fährt, muss gut handeln können. Die Taxifahrer sind auch gerne zu längeren Überland-Strecken bereit (z.B. Dakar-Somone), aber hier ist ein bisschen Geschick beim Feilschen gefragt. In der Regel ist es sinnvoller, sich vorher zu erkundigen (z.B. beim Hotelpersonal), was eine Strecke maximal kosten darf, um einen Anhaltspunkt zu haben.

Schiff[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Überlandbusse verkehren mehr oder weniger regelmäßig zwischen den Städten.

Dabei gibt es grundsätzlich drei verschiedene Arten: Reisebusse mit vorab buchbaren Plätzen, welche regelmäßig und meist auch pünktlich von den größeren Städten von und in Richtung Dakar verkehren. Minibusse, welche festgelegte Strecken zwischen den Städten bedienen, und auch unterwegs das Ein- und Aussteigen ermöglichen. Die dritte Variante sind sogenannte "Sept-Places", achtsitzige Peugeot-Kombis älterer Bauart.

Insbesondere für die Mini-Busse, sowie die "Sept-Places" gilt, dass sie im Regelfall von der jeweiligen "Gare Routière", dem Busbahnhof einer Stadt, meist am Ortseingang gelegen, abfahren. Die Preise sind von der Fahrer-Vereinigung festgelegt, sodass man hier nicht zu feilschen braucht. Insbesondere bei den Mini-Bussen kann es jedoch auch vorkommen, dass man unbewusst einen kleinen Touristenaufpreis bezahlen muss.

Wie in den meisten afrikanischen Ländern fahren die "Sept Places" und Minibusse erst ab, wenn alle Plätze besetzt sind. Auf wenig befahrenen Strecken kann es daher durchaus zu längeren Wartezeiten kommen. Auch sollte aus Fragen des Komforts und der Sicherheit immer einmal ein vorheriger Blick auf den Gesamtzustand geworfen werden.

Sprache[Bearbeiten]

  • Französisch (nicht von allen Bevölkerungsteilen gesprochen, hängt insbesondere vom Bildungsstand der jeweiligen Person ab)
  • Wolof (landesweit, mit einigen Ausnahmen)
  • Diola (in der Casamance)
  • Pulaar (im Norden und Nordosten des Landes)

Kaufen[Bearbeiten]

Währung ist der Franc CFA, der in einem festen Wechselkursverhältnis zum Euro (1 Euro = 655,957 FCFA) steht. Devisen und Reiseschecks werden in Banken problemlos gewechselt. Kreditkarten werden in gehobenen Hotels und Restaurants akzeptiert, für Kredit- und EC-Karten gibt es in Dakar vereinzelt Geldautomaten. Dagegen sind auf deutsche Banken gezogene Schecks hier nicht verwendbar.

Nahrungsmittel sind durch die Kopplung des Fcfa an den Euro verhältnismäßig teuer. Viele Lebensmittel werden aus Europa importiert und sind dadurch teurer als bei uns (Zwiebeln, Karotten, Kartoffeln, Zucker, Mehl, Tomatenmark, Nescafé). Wenn man sich selbst versorgt, sollte man sich die kleinen Märkte nicht entgehen lassen, in denen einheimische Produkte verkauft werden (Fisch, Petersilie, Weißkohl, Tomaten, Okraschote, Zitronen.) Ein weiteres einheimisches Produkt sind Erdnüsse in jeder Variation (gesalzen, gesüßt, als Öl oder gemahlen für Erdnusssoße) und der Café Touba, der eigenhändig geröstet wird und einen sehr intensiven Geschmack hat.

Typische Touristensouvenirs sind Holzschnitzereien oder Schmuck. Diese werden in jeder touristischen Gegend angeboten, es gibt jedoch einen "Souvenirstandard", so dass hier selten individuelles Kunsthandwerk angeboten wird. Bilder jeder Größe auf Leinwand oder Pappe findet man in jeder Ausführung. Hier kann man auch echte Unikate finden, die sehr schön und farbig gestaltet sind.

Schöne, wirklich authentische Produkte sind die Kleidungen für Männer und Frauen, die reicht verziert sind und maßgeschneidert werden. Wenn man also im Senegal unterwegs ist, sollte man sich hier mindesten ein selbstgeschneidertes Kleidungsstück mitnehmen. Dieses bequeme Kleidungsstück ist auch für den Aufenthalt zu empfehlen, da die europäische, eng anliegende Kleidung schnell durchgeschwitzt ist.

Küche[Bearbeiten]

  • Thieboudienne ist das senegalesische Nationalgericht. Es besteht aus Reis mit Palmöl zu dem verschiedene Fischsorten, sowie unter anderem gekochte Möhren und Cassava-Wurzel, unterschiedliche Soßen bzw. Gewürzpasten, Nièbe (bohnenähnliche Schote) und anderes gereicht werden. Die Zubereitung variiert je nach Koch/Köchin, wobei im allgemeinen eine größere Zahl an Zutaten einen Hinweis auf den "Status" des Gastgebers gibt. Daher kann das gleiche Gericht einen immer mal wieder überraschen. Eine andere Variante, in welcher der Fisch durch Fleisch ersetzt wird heißt Thieboudiap.
  • Mafé: Fleisch (Mafe yapp), Huhn (Mafe Ginaar) oder Fisch (Mafe Jenn) mit Weißkohl, (Süß-)Kartoffeln, Möhren und Cassava in Erdnusssoße, serviert mit Reis.
  • Dibi (kommt von "Dibiterie", Restaurant mit offenem Ofen) ist gegrilltes Fleisch, welches direkt für jeden Kunden zerlegt und zubereitet wird. Serviert wird es schlicht mit Zwiebeln und Soße, meist Senf und Chili-Soße.
  • Cous - Cous (ein Hirsegericht) ist weit verbreitet. Es gibt ansonsten viel Reis, Hühnerfleisch, Lamm, Hammel, weniger Rind und kein Schweinefleisch.
  • Chawarma, vornehmlich in libanesischen Fast-Food Restaurants serviert. Ähnlich wie in Deutschland handelt es sich um eine Teigrolle mit Lammfleisch und Soße, ergänzend kommen im Senegal noch Pommes frites und einige Minzblätter mit hinein.
  • Hamburger local, dem weltweit bekannten Hamburger "nachempfunden". In einem großen Milchbrötchen serviertes Hamburger-Fleisch mit Spiegelei, Pommes frites und Ketchup.
  • Soupe-Kandia basiert auf Reis und Okra-Schoten und ist von daher von seiner Konsistenz her eine klebrige Masse. Es werden zusätzlich verschiedenste Meeresfrüchte und Fischarten sowie auch Fleisch verwendet, meist jedoch beschränkt es sich auf Fisch, Muscheln und einige Stückchen Rind oder Lamm.
  • Haussa-Grills, meist schlicht ein Grill oder eine kleine Hütte mit Feuerstelle findet man insbesondere in den Straßen Dakars relativ häufig. Betrieben werden sie in der Regel von Einwanderern der Haussa-Gruppe aus anderen westafrikanischen Staaten. Haussa bedeutet in der Regel ein Spieß mit einigen Stücken Lammfleisch in einer speziellen Panade. Wie beim Dibi gibt es hier Zwiebeln und Soßen dazu.
  • Zum Frühstück kann man sich an einem der zahlreichen informellen Stände mit einem Sandwich aus Baguette stärken. Hier gibt es in der Regel zwei Varianten, einmal mit Rührei oder aber mit einer soßenartigen Füllung aus warmen Bohnen mit Zwiebeln.

Ausgehen[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Feiertage[Bearbeiten]

Termin Name Bedeutung
xx. yy Xyz Xyz

Sicherheit[Bearbeiten]

Für ein afrikanisches Land ist Senegal relativ sicher. Trotzdem sollte man sich speziell in Dakar als weiblicher Tourist oder ohne jegliche Ortskenntnisse nicht unbedingt alleine bei Dunkelheit draußen aufhalten. Die Wahrscheinlichkeit von Übergriffen ist jedoch tags wie nachts im Innenstadtbereich sehr gering, während einige Vororte Dakars auch am Tag nicht auf eigene Faust besucht werden sollten. Außerhalb der Hauptstadt, insbesondere in Kleinstädten und Dörfern, ist das Gewaltpotential sehr gering.

Von Reisen auf den Nationalstraßen Ziguinchor-Banjul und der „Transgambienne“, die Ziguinchor über die Fähre im gambischen Farafenni mit Dakar verbindet, wird jedoch abgeraten. Auch die Grenzgebiete zu Guinea-Bissau und zu Gambia sollten gemieden werden. Dort besteht abseits der großen Durchgangsstraßen teilweise Minengefahr.

Von Reisen in entlegene Grenzgebiete zu Mauretanien und Mali wird dringend abgeraten. Übernachtungen im Freien, Fahrten im Dunkeln und Einzelreisen sollten im Senegal vermieden werden.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Senegal ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Grundsätzlich ist die Impfung für alle Reisenden empfohlen, auch wenn bei direkter Einreise aus Europa keine Impfung verlangt wird. Nachweis einer Gelbfieberimpfung (Impfpass) wird bei der Einreise nur dann verlangt, wenn man aus einem Gelbfiebergebiet einreist.

Wie überall in Afrika kein Leitungswasser trinken, kein rohes Fleisch, keine offenen Salate essen. "Peel it or cook it!" - "Schäle es oder koche es!" ansonsten drohen Magen-Darmprobleme. Gute, auf europäischem Standard geführte Restaurants gibt es viele in den größeren Städten. Manche Reisenden meiden das Essen von den Straßenständen, welches jedoch meist das geringste Problem darstellt, da hier die Speisen i.d.R. dauernd frisch hergestellt werden.

Malaria ist in Senegal wie im übrigen Schwarzafrika ein sehr großes Problem, welches eines der Hauptgründe für die hohe Kindersterblichkeit dort ist. Es wird eine Prophylaxe empfohlen.

Klima[Bearbeiten]

Die Temperaturen liegen zwischen 22-27 °C im Winter an der Küste und über 40 °C am Ende der Trockenzeit im Landesinneren. Schwüle kommt nur kurzzeitig im März und April vor Regenzeit von Mitte Juli bis Mitte Oktober. Beste Reisezeit im Frühling, nicht zu heiß und nicht zu schwül.

Respekt[Bearbeiten]

Die Bevölkerung von Senegal gehört zu über 90 % dem Islam an. Obwohl die Bevölkerung grundsätzlich tolerant ist, sollte auf freizügige Kleidung verzichtet werden.

Frauen sollten nicht mehr Haut zeigen als unbedingt nötig. Man muss sich zwar nicht sich verschleiern, aber zum Beispiel ein Minirock oder ein bauchfreier Spaghettiträgertop sind unangebracht in der Öffentlichkeit. Keinen Alkohol in der Öffentlichkeit. Essen immer mit der rechten Hand, linke Hand ist unrein.

Kommunizieren[Bearbeiten]

Mit einem "Asalam Aleikum", einem arabischer Gruß, punktet man bei den Einheimischen. Wie gewöhnlich in vielen südlichen Ländern ist die Begrüßung elementarer Teil der Kommunikation und fällt daher weitaus länger aus, als man es in unseren Breiten gewohnt ist. Es werden Höflichkeiten ausgetauscht, insbesondere über das Befinden der Familie, die Hitze, die Tiere, allgemeine Neuigkeiten und etwaige Zwischenfälle der letzten Zeit.

Der überwiegende Teil der Senegalesen beherrscht 'Wolof' zusätzlich zu den anderen Sprachen der einzelnen Ethnien. Französisch wird in unterschiedlichen Maßen gesprochen, ist aber nur in ausreichend gebildeten Kreisen als fließend anzusehen. Zur Verständigung reicht es allerdings in den meisten Fällen vollkommen aus.







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