Schwäbisch Gmünd

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Schwäbisch Gmünd
Lage
Lage von Schwäbisch Gmünd
Schwäbisch Gmünd
Schwäbisch Gmünd
Kurzdaten
Bevölkerung: 61.181
Höhe über NN: 321 m ü. NN
Koordinaten: 48° 48' 0" N, 9° 48' 0" O
Vorwahlnummer: 07171
Website: offizielle Website von Schwäbisch Gmünd
Im Notfall
Polizei: 110
Feuerwehr: 112

Schwäbisch Gmünd ist eine große Kreisstadt im Bundesland Baden-Württemberg (Deutschland) mit ca. 62.000 Einwohnern.

[bearbeiten] Hintergrund

Im 2. Jahrhundert führte durch die Gegend um Schwäbisch Gmünd der Raetoromanische Limes. Im 3. Jahrhundert wurden die Römer von einfallenden Alemannen vertrieben, die sich in der Gegend niederließen.

Die erste urkundliche Schwäbisch Gmünds ist eine Fälschung aus dem 9. Jahrhundert, die auf das Jahr 782 datiert ist. Aus dem nahegelegen Hohenstaufen ensprang das Geschlecht der Staufer-Kaiser, unter deren Herrschaft Schwäbisch Gmünd aufblüht. 1162 besaß Schwäbisch Gmünd bereits Stadtrecht und wird heute noch als Stauferstadt bezeichnet. Nach dem Untergang der Staufer bestand Schwäbisch Gmünd von einigen Unterbrechungen abgesehen als freie Reichstadt weiter.

Während des 30jährigen Krieges blieb Schwäbisch Gmünd unreformiert. Im 17. Jahrhundert entsteht eine große Gold- und Silberindustrie, die in zum Ende des 19 Jahrhunderts die größte in Deutschland war und erst in den späten 20ern des 20. Jahrhunderts eine tiefe Rezession erfuhr. Aber noch heute finden sich einzelne Edelmetall verarbeitende Betriebe in der Stadt.

Glücklicherweise blieb Schwäbisch Gmünd im 2. Weltkrieg unzerstört, so dass die Stadt heute noch eine relative intakte Altstadt und Gebäude aus 8 Jahrhunderten aufweisen kann. Nach dem 2. Weltkrieg war Schwäbisch Gmünd erst Kreisstadt bevor der Kreis im Rahmen der Kreisreform von 1972 zusammen mit Aalen zum Ostalbkreis zusammengefasst wurde.

[bearbeiten] Anreise

Schwäbisch Gmünd verfügt über einen Bahnhof, der an der Strecke Stuttgart - Nürnberg liegt. Daneben führt durch die Stadt die B29, die aus Stuttgarter Richtung vierspurig ausgebaut ist. Die nächsten Autobahnanschlußstellen sind die A8 bei Göppingen im Süden und die A7 bei Aalen im Osten, die ungefähr jeweils eine halbe Stunde von Schwäbisch Gmünd entfernt sind.

[bearbeiten] Mobilität

Schwäbisch Gmünd verfügt über ein Netz an Bussen, die sowohl Stadt als auch das Umland zugänglich machen.

[bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Ein Blick in das Heilig-Kreuz-Münster
Ein Blick in das Heilig-Kreuz-Münster
  • Augustinuskirche
Die ursprünglich spätgotische Klosterkirche wurde 1756 barockisiert. Die Spiegeldecke des Schiffs zeigt fünf Szenen aus dem Leben des Hl. Augustinus.
  • Heilig Kreuz Münster
Die größte Hallenkirche nördlich der Alpen. Unter einer Hallenkirche versteht man eine Kirche, bei der die Seitenschiffe genauso hoch wie das Hauptschiff sind. Im 14. Jahrhundert von den Parlern gebaut, die auch an den Domen in Köln und in Prag tätig waren. Das Münster ist im spätgotischen Stil und wurde zwischen 1315 und 1521 gebaut. An der Stelle des heutigen Münsters stand bereits ein romanisches Münster, dessen Türme beim Umbau einstürzten und nicht wieder errichtet wurden. Stattdessen befindet sich ein kleiner Glockenturm, bei dem es sich um ein umgebautes Haus handelt, neben dem Münster.
Die Johanniskirche gesäumt von Straßencafés.
Die Johanniskirche gesäumt von Straßencafés.
  • Johanniskirche
Die Johanniskirche ist eine spätromanische Pfeilerbasilika aus dem 13. Jahrhundert die Johannes dem Täufer geweiht ist. Zu beachten ist der Turm in Bodennähe viereckig ist und sich dann in eine Achteckige Turmspitze übergeht.
  • Marienbrunnen
Auf dem Marktplatz steht der Marienbrunnen. Die Säule mit der Maria im Strahlenkranz ist ein Bauwerk der Renessaince und entstand 1686). Bei der Figur handelt es sich um ein Doppelbild, das auf der einen Seite Maria mit Jesuskind auf der anderen als Unbefleckte darstellt. Der Trog des Brunnens ist von 1776 und zeigt die Wappen von zehn Gmünder Familien.
  • Marktplatz
Der Marktplatz ist gesäumt von Bauwerken aus 8 Jahrhunderten und hat die weite Form eines Exzerzierplatzes. Im Norden befindet sich das Spital, im Süden das Rathaus. Auf dem Marktplatz steht unter anderem aus das Grät - ein Fachwerkhaus von 1536.
  • Ott-Pausersche Fabrik - Silberwaren- und Bijouteriemuseum
Bereits 1845 wurde die Fabrik für Bijouterie (Schmuck) errichtet. Seit den 1930ern bestand in dem Gebäude eine Silberwarenfabrik. Heute kann der Besucher im Museum nacherleben Gold- und Silberarbeiter zwischen 1850 und 1970 gearbeitet haben. Daneben sind auch eine Goldschmiedewerkstatt und die Werkstätten eines Etuimachers und eines Guillocheurs zu sehen.
Adresse: Milchgässle 10, 73525 Schwäbisch Gmünd. Tel.:07171/38910 od. 603-4130, Fax:07171/603-4129, museum@schwaebisch-gmuend.de.
Öffnungszeiten: Mi u. Sa 14-17, So 11-17 (Vorführungen So 14)
  • Prediger
Im Prediger befand sich einst ein Dominikanerkloster von 1294, das im 19. Jahrhundert als Kaserne genutzt wurde. Heute befindet sich in den Räumen das Kulturzentrum Prediger, das Museum für Natur und Stadtkultur sowie die Galerie der Stadt.
Adresse: Johannisplatz 3, 73525 Schwäbisch Gmünd. Telefon: (0 71 71) 6 03-41 30, Telefax: (0 71 71) 6 03-41 29.
Öffnungszeiten: di, mi und fr 14-17 Uhr, do 14-19 Uhr, sa und so 11-17 Uhr, mo geschlossen
  • Rathaus
Das Rathaus befindet sich am oberen, südlichen Ende des Marktplatzes. Es ist ein 1783-85 barockisiertes ehemaliges Bürgerhaus.
Das Heiligtum St. Salvator
Das Heiligtum St. Salvator
  • St. Salvator
Hinter dem Bahnhof beginnt ein Kreuzweg, der zum St. Salvator Heiligtum führt. Im 17. Jahrhundert wurde eine bereits bestehende Höhle zu einer Kapelle ausgebaut und darüber eine weitere errichtet (Unter- und Oberkapelle). Ein achteckiger Zwiebelturm ist an die Kapellen angefügt. Beim Aufstieg zum Heiligtum bietet sich ein Panoramablick über Schwäbisch Gmünd, der leider durch den davorliegenden Bahnhof etwas getrübt wird.
  • Spital
Das Hospiz der Spitalbrüder wurde 1269 gegründet. Heute dient das Spital als Alterswohnheim. Im Amtshaus, einem imposanten Fachwerkhaus zwischen Spital und Marktplatz befindet sich heute die Stadtbücherei. Im Innenhof des Spitals befindet sich die Reste der ehemaligen Spitalmühle aus dem 16. Jahrhundert
  • Stadtmauer:
Leider ist von der Stadtmauer heute fast nichts mehr erhalten. Ein kleines Stück der Stadtmauer lässt sich noch neben dem Parkdeck Rems betrachten. Glücklicherweise erhalten blieben sechs Türme der Stadtmauer, die alle höchst unterschiedlich aussehen: Faulturm, Fünfknopfturm, Königsturm, Rinderbacher Torturm, Schmiedturm, Wasserturm. Bis auf dem Fünfknopfturm aus dem 15. Jahrhundert standen alle anderen Türme bereits vor 1350.

[bearbeiten] Aktivitäten

Jedes Jahr im Sommer (Juli/August) findet das Europäische Kirchenmusik Festival in den verschiedenen Kirchen Schwäbisch Gmünds statt. Das Repertoire der Musik reicht dabei von Klassik bis Jazz.
  • Internationales Guggenmusiktreffen
  • Stadtrundgänge
Eine Reihe verschiedener Stadtrundgänge und geführter Ausflüge ins nähere Umland werden auf der Internetseite der Stadt Schwäbisch Gmünd angeboten. Führungen durch die Innenstadt (90 min) mit ausführlichen Erklärungen über die Geschichte, die Bauwerke und vielen Anekdoten über die Stadt finden von Mai bis Oktober statt, und kosten 3 € (2 € für Schüler/Studenten).

[bearbeiten] Einkaufen

Die Innenstadt in Schwäbisch Gmünd bietet fast ausschließlich kleine Geschäfte und Boutiquen. Große Kaufhäuser existieren abgesehen von Woha-Kaufhaus am Marktplatz nicht (mehr). Der Marktplatz und die davon abgehenden Bocksgasse sind Fußgängerzonen. In der Nähe des Marktplatzes befindet sich auch das "City-Center", ein größeres Einkaufszentrum bestehend aus vielen kleineren Geschäften.

[bearbeiten] Küche

[bearbeiten] Günstig

[bearbeiten] Mittel

[bearbeiten] Gehoben

[bearbeiten] Ausgehen

  • Café Spielplatz - am Münsterplatz ist ein beliebtes Café (und Kneipe) für Jugendliche und Jungebliebene. Das Café ist ruhig und verfügt über eine große Auswahl verschiedener Säfte. Kleinere Gerichte, sowie Eis und Kuchen werden ebenfalls angeboten. Darüber hinaus finden an verschiedenen Tagen im Monat auch Kleinkunstaufführungen statt. Die verschiendenen Lampen neben dem Tresen sind übrigens eine Uhr.
  • KKF - "Kino, Kneipe, Fabrik". In der Tat ist an die Kneipe ein kleines Programmkino angeschlossen (oder ist es andersrum?). Die Kneipe ist stark von Schülern und Studenten frequentiert und strahlt einen alternativen Charme aus. Ein Kicker gehört auch zum Inventar.
  • B29 - Eine vor der Ostgrenze (Richtung Aalen) gelegene Großraumdisko mit 3 Floors (Dance, Hip-Hop, Après-Ski), aufgrund der ekszessiven Partynächten von Insidern auch "Partymekka" genannt.

[bearbeiten] Unterkunft

[bearbeiten] Günstig

[bearbeiten] Mittel

[bearbeiten] Gehoben

[bearbeiten] Weiter geht's

[bearbeiten] Weblinks