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Schottische Highlands

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Eilean Donan Castle am Loch Duich
Seeküste in den Highlands

Die schottischen Highlands liegen im nordwestlichen Teil Schottlands.

Regionen[Bearbeiten]

Orte[Bearbeiten]

  • Inverness ist die Hauptstadt und zugleich größte Stadt des Verwaltungsbezirks Highlands. Sie erhielt erst 2001 die Stadtrechte.
  • Fort William bezeichnet sich selbst aufgrund seiner Nähe zu Ben Nevis und Glencoe als Outdoor Capital of the UK.
  • Ullapool im Nordwesten dient als Fährhafen zu den äußeren Hebriden.
  • Thurso ist der nördlichste nenneswerte Ort des schottischen Festlandes und zugleich Startpunkt einer Fähre zu den Orkneys.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Die mit Abstand bekannteste Region in den Highlands ist das schroffe Tal Glencoe. Es ist ein Anziehungspunkt für in- und ausländische Touristen.
  • Ben Nevis, der höchste Berg Schottlands, siehe Sehenswürdigkeiten.
  • Loch Ness

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Begriff Highlands ist nicht eindeutig und wird in unterschiedlicher Weise verwendet. Der Verwaltungsbezirk Highlands ist der mit Abstand größte und dünnstbesiedelte Bezirk Schottlands. Er umfasst in etwa ein Drittel der Fläche Schottlands und reicht in etwa von Glencoe im Süden und der Bezirksverwaltung in Inverness im Osten bis an die westliche und nordliche Küste. Die Insel Skye gehört ebenfalls dazu.

Oft wird der Begriff jedoch als Bezeichnung für den nördlichen Landesteil Schottlands verwendet, der durch seine relativ hohen Berge gekennzeichnet ist. In diesem Kontext wird der Begriff oft als Kontrast zu den Lowlands bzw. Borders weiter im Süden Schottlands gebraucht. Zur Unterteilung Schottlands wird hier die Bezeichnung Highlands in diesem Sinne benutzt.

Geschichte

Die Highlands wurden ehemals von einer Bevölkerung keltischen und skandinavischen Ursprungs beherrscht. Bis zum Ende des 14. Jahrhunderts hatte sich eine patriarchalische Clan-Struktur herausgebildet. Die einzelnen Clans wurden von Clan-Chefs angeführt und lebten autark in ihren angestammten Gebieten. Es kam immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen, sowohl zwischen den Clans untereinander als auch mit den feudalistischen Herrschern der Lowlands aus dem Hause Stuart. Das Feudalsystem der Lowlands setzte sich jedoch allmälich auch in den Highlands durch, teils auf politischem und teils auf militärischem Wege. Am Ende des 16. Jahrhunderts konnten die Stuarts auf die Loyalität der meisten Clan-Chefs bauen.

Nach der Vereinigung der englischen und schottischen Königreiche und der Etablierung des englischen Führungsanspruchs kam es immer wieder zu Streitereien mit den Clans, die mehrheitlich auf Seiten der Stuarts standen. Während der beiden Jakobitenaufstände von 1715 unter Führung von James Francis Edward Stuart und 1745 unter Bonnie Prince Charlie trugen die Kämpfer der Clans aus den Highlands entschieden zur Kampfkraft der Aufständischen bei. Mit der Niederschlagung der Aufstände war auch der Niedergang der Clan-Strukturen besiegelt.

Große Teile der ehemaligen Clan-Bevölkerung wurden im Zuge der berüchtigten Highland Clearance im späten 18. und im 19. Jahrhundert aus ihren angestammten Gebieten vertrieben, um Raum für die profitablere Schafzucht zu schaffen. Es kam zu einer Auswanderungswelle nach Nordamerika und Australien. Die bis dahin in den Highlands gängige gälische Sprache war damit weitestgehend ausgestorben. Auch heute noch sind weite Teile der Highlands, besonders im Nordwesten, ausgesprochen dünn besiedelt.

Sprache[Bearbeiten]

Die Bevölkerung spricht durchgehend Englisch. Jedoch ist seit Beginn der schottischen Devolution auch Gälisch wieder offizielle Amtssprache, das einige Menschen im äußersten Norden und Westen der Region sprechen. Außerdem leiten sich die meisten Ortsbezeichnungen und sonstigen geografischen Namen in dieser Region aus dem Gälischen ab.

Anreise[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Der Ben Nevis ist mit 1.343 m der höchste Berg Schottlands und liegt nahe Fort Williams. Er lässt sich über einen beschwerlichen Wanderweg besteigen, der ca. 8 km lang ist, man braucht dafür ca. 3-4 h. Die Aussicht ist sehr schön. Es ist ratsam, warme Kleidung, genug zu trinken und essen mitzunehmen, weiter sollte man über die Besteigung jemanden informieren. In den Sommermonaten kommt es aber auch zu Volkswanderungen auf den Ben Nevis.

Der Kaledonische Kanal oder Caledonian Canal, eine 97 km lange Wasserstraße von der Ost- zur Westküste Schottlands ist heute als technische Leistung seiner Zeit (Fertigstellung 1822) mit 29 Schleusen zu bewundern.

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Wandern und Bergsteigen

Die Highlands bieten ein fast unerschöpfliches Angebot von kurzen Spaziergängen bis zu anspruchsvollen bergsteigerischen Unternehmungen. Obwohl die absolute Höhe der Berge mit maximal 1343 m (Ben Nevis) auf den ersten Blick nicht allzu beeindruckend wirkt, sollte man nicht den Fehler begehen, sie an alpinen Maßstäben zu messen. Aufgrund des Klimas und der nördlichen Lage kann man das Gebirge der Highlands mit ca. 1200 m höher gelegenen alpinen Regionen vergleichen. Die Baumgrenze liegt hier bei ca. 500 m Höhe. Der rasche Wetterwechsel und die Abgelegenheit vieler Gebiete machen auch Tagestouren zu einer ernst zu nehmenden Unternehmung. Wetterfeste Kleidung, festes und wasserdichtes Schuhwerk, Karte und Kompass sind auch bei kürzeren Touren unbedingt notwendig. Für Wanderungen reichen normalerweise die violetten Ranger Maps im Maßstab 1:50.000 aus. Sie sind bei fast allen Touristen-Informationen, in entlegerenen Gebieten manchmal auch in Lebensmittelläden oder an Tankstellen erhältlich.

Die Wege sind von sehr unterschiedlicher Qualität. Während man in den Glens (Tälern) oft noch befahrbare Wirtschaftswege vorfindet, kann man in größerer Höhe den Pfad manchmal nur noch erahnen. Jedoch ist es bei guten Sichtverhältnissen unproblematisch, auch im weglosen Gelände gut voran zu kommen. Auf den ausgedehnten Feuchtwiesen und an manchmal ziemlich matschigen Hängen zahlt sich festes und wasserdichtes Schuhwerk aus.

In höheren Lagen darf man das Wetter nicht aus den Augen lassen. Innerhalb kurzer Zeit können Wolken, Regen und Nebel aufziehen und die Orientierung, vor allem im weglosen Geländen, stark erschweren. Ein Kompass kann einen vor dem Schlimmsten bewahren. Auf Bergkämmen kann der häufig auftretende kalte und kräftige Wind mehr als unangenehm werden.

Die 3000 ft (914 m) - Linie stellt eine Art magische Grenze dar. Berge, deren Gipfel darüber liegt, werden in Schottland Munro genannt. Das Ersteigen und "Sammeln" von Munros ist eine eigene Disziplin des schottischen Bergwanderns. Eine besondere Herausforderung sind schwer zugängliche Munros, die manchmal einen vielen Kilometer langen Zustieg durch einsames Gelände erfordern.

Besonders in den zahlreichen Naturparks sollte den an Wanderparkplätzen aufgestellten Hinweisschildern unbedingt Folge geleistet werden. Zu bestimmten Jahreszeiten ist es z.B. zum Schutz des Wildes verboten, die markierten Wege zu verlassen.

An Tagen mit hoher Luftfeuchtigkeit oder nach Einbruch der Dämmerung werden vielerorts die kleinen schwarzen Mücken zur alles beherrschenden Plage. Vom Übernachten im freien (ohne Zelt) ist entschieden abzuraten.

Weblinks:

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Ausgehen[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Highlands haben eine verschwindend geringe Verbrechensstatistik. Je weiter man von den wenigen Städten wegkommt, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, unverschlossene Haustüren vorzufinden. Der einzige angebrachte Sicherheitstipp betrifft die einschlägig bekannte Parkplätze, von denen Bergwanderer ihre Touren starten: Es empfielt sich Wertsachen nicht sichtbar im Auto zurückzulassen oder besser erst gar nicht mitzubringen.

Klima[Bearbeiten]

Einer weitverbreiteten Ansicht nach regnet es in den Highlands ständig. Dies ist sowohl quantitativ als auch qualitativ falsch. Die Regenmenge ist für Mittel- bis Nordeuropa eher durchschnittlich, und Niederschläge halten sich aufgrund der typischerweise starken Westwinde meist nur kurze Zeit. Dafür können sie ebenso kurzfristig am Horizont auftauchen, wetterfeste Kleidung ist bei Ausflügen in die Berge also immer anzuraten.

Weiter geht's[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]


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