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Sambia

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Victoriafälle
Lage
LocationZambia.svg
Flagge
Flagge von Sambia
Kurzdaten
Hauptstadt: Lusaka
Staatsform: Präsidiale Republik
Währung: Sambische Kwacha (ZMK)
Fläche: Gesamt:752.614 km², Wasser: 11.890 km², Land: 740.724 km²
Bevölkerung: 12,9 Mio
Sprachen: Englisch (offiziell), Bantusprachen
Religionen: Christen (50-75%), Muslime und Hindus (24-49%), Naturreligionen (1%)
Stromsystem: 230V/50Hz, Stecker-Typ C/D/G
Telefonvorwahl: +260
Internet TLD: .zm
Zeitzone: MEZ+1h


Karte von Sambia

Sambia (Republic of Zambia) – vormals Nordrhodesien – ist ein Binnenstaat im südlichen Afrika. Die Größe Sambias ist mit der von Frankreich oder Texas vergleichbar. Angrenzende Länder sind Tansania im Nordosten, Malawi im Osten, Mosambik im Südosten, Simbabwe und Botsuana (kurzer Abschnitt am Sambesi-Ufer) im Süden, Namibia im Südwesten, Angola im Westen sowie die Demokratische Republik Kongo im Norden. Darüber hinaus hat Sambia ebenfalls im Norden Anteil am Tanganjikasee.

Hintergrund[Bearbeiten]

Sambia bietet Reisenden die mitunter besten Safari-Möglichkeiten in ganz Afrika und gibt einen Blick frei auf das "Echte Afrika". Außerdem liegen an der Grenze zu Simbabwe die größten Wasserfälle der Welt, die Victoriafälle. Seit 1989 gehören sie zum UNESCO Weltnaturerbe.

In Sambia gibt es bisher nur einen sehr schwach ausgeprägten Tourismus. Menschen, die dorthin reisen, bewegen sich nicht auf ausgetretenen Pfaden und finden eine große Ursprünglichkeit vor. Dies gilt sowohl für die Menschen, Natur und Tierwelt. Bitte beachten Sie dies bei jeder Reise nach Sambia. Zeigen Sie sich von ihrer guten Seite, gehen Sie wertvoll mit Resourcen um und wahren Sie gegenüber den Menschen den größten Respekt. Viele von ihnen haben sehr geringe finanzielle Mittel, so dass jeder Reisende als unvorstellbar reich gilt. Bewahren Sie Sambias einzigartige Schönheit und seien Sie Vorbild für andere Reisende. Das Geschenk hierfür wird mindestens ein unvergesslicher Urlaub sein.

Regionen[Bearbeiten]

Städte[Bearbeiten]

  • Lusaka - Hauptstadt und größte Stadt des Landes
  • Chingola - In der Kupfergürtel-Region
  • Chipata - Provinzstadt auf dem Weg nach Malawi und Süd-Luangwa
  • Kabwe - Große Stadt auf halbem Weg zwischen Lusaka und Ndola
  • Kitwe - Stadt im industriell geprägten Kupfergürtel
  • Livingstone - Ausgangspunkt für die Erkundung der Victoriafälle
  • Lundazi - Bietet gute Einkaufsmöglichkeiten, nahe der Grenze zu Malawi
  • Mufulira - Eine weitere Stadt am Kupfergürtel
  • Ndola - Größte Stadt in der Kupfergürtel-Region

Weitere Ziele[Bearbeiten]


Anreise[Bearbeiten]

Einreisebestimmungen[Bearbeiten]

Sambias Visapolitik kann bestenfalls als verwirrend bezeichnet werden. Ein undurchschaubares Gewirr an Regelungen bestimmt wer ein Visum braucht und wer nicht, ob man die Visa bei der Einreise bekommt oder nicht und wieviel ein Visum letztlich kostet. Die einzelnen Grenzposten haben dann natürlich noch eigene Interpretationen dieser Regeln. Bei Paketangeboten von Reiseagenturen kann die Visapflicht auch schon mal entfallen. Hat man jedoch einmal rausgefunden in welche Kategorie man gehört, ist es in der Regel problemlos ein Visum zu bekommen. Grundsätzlich kann man mit einer Gebühr von ungefähr 50 USD für ein Visum rechnen. Diese kann bar in USD oder mit Visa-Card bezahlt werden. Will man zweimal nach Sambia einreisen, so empfiehlt sich ein "Double-Entry"-Visum. Es kostet ca. 80 USD. Ob für ein Tagesausflug z.B. nach Simbabwe auch ein solches erforderlich ist, dass hängt von Lust und Laune der Grenzbeamten ab. Aktuelle Informationen über die Visapolitik Sambias bieten die sambischen Botschaften.

Aktueller Stand Dezember 2006, Grenzposten Livingstone/Victoria Falls: Wer über diesen Grenzposten nur einen Tagesausflug nach Simbabwe machen will muss sich vorher kein "Double-Entry"-Visum besorgen. Wiedereintritt ist am selben Tag problemlos möglich.

Nach Aussage des Auswärtigen Amts verlangt Sambia den Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. nördliche Nachbarländer). Obwohl das Gelbfieberrisiko für Sambia von der WHO als gering eingeschätzt wird, verlangt Südafrika den Nachweis einer Gelbfieberimpfung bei Ausreise nach oder Einreise aus Sambia (auch bei Transit). Dies wird streng kontrolliert. Die Impfung muss spätestens zehn Tage vor Einreise in ein Gelbfiebergebiet erfolgen.

Flugzeug[Bearbeiten]

Der wichtigste Flughafen im Land ist der Flughafen von Lusaka. Es bestehen Direktflüge von London mit British Airways, ab Amsterdam mit KLM oder seit 2012 von verschiedenen deutschen Flughäfen mit Emirates über Dubai. Dies dürfte vermutlich die komfortabelste Verbindung sein. Eine weitere Relation wird von Frankfurt via Addis Abeba mit Ethiopian angeboten. Daneben gibt es eine Menge anderer Verbindungen zu verschiedenen Flughäfen Afrikas. Wenn man plant, die östlichen Teile des Landes zu besuchen (z. B. Chipata), kann es sinnvoll sein, nach Lilongwe ins benachbarte Malawi zu fliegen. Dabei sollten man allerdings bedenken, dass Grenzübertritte in Afrika irgendwo zwischen problemlos und alptraumhaft liegen. In Livingstone bei den Victoriafällen und in Mfuwe nahe des South Luangwa National Park gibt es auch noch kleinere Flughäfen die von verschiedenen Orten Afrikas angeflogen werden.

Bahn[Bearbeiten]

TAZARA-Bahnen verkehren zwischen Kapiri Mposhi in Sambia und Dar es Salaam in Tansania jeden Dienstag und Donnerstag. Laut Fahrplan dauert die Fahrt 38 Stunden, aber der Zug hat oft Pannen und Verspätungen. Man sollte entsprechende Zeitpuffer bei der Urlaubsplanung mit einplanen. Die Fahrt ist nicht nur günstig (weniger als 10 USD), man bekommt auch sehr tolle Eindrücke von der Landschaft unterwegs.

Ein paar Tipps erleichtern die Fahrt mit dem Zug:

  • Genug Wasser mitnehmen
  • Die Zöllner stempeln die Pässe direkt an der Grenze, auch mitten in der Nacht. Allerdings sollte man sehr vorsichtig sein, wenn man nachts sein Abteil öffnet, da um diese Zeit auch Diebe und Räuber unterwegs sind.
  • Wenn man die Zöllner bei der Einreise verpasst gibt es zwei Möglichkeiten: Man wird zur Grenze zurückgeschickt oder man muss eine spezielle "Steuer" bezahlen.
  • Sobald man die Grenze überschritten hat wird an Bord des Zuges nicht mehr die Währung des Landes akzeptiert, dass man gerade erst verlassen hat. Deshalb sollte man Geld vor Antritt der Zugfahrt wechseln. Im Zug besteht zwar die Möglichkeit schwarz Geld zu wechseln, aber die Kurse sind äußerst schlecht.

Bus[Bearbeiten]

Internationale Busrouten bestehen von und nach Malawi, Simbabwe und Tansania. Lange Wartezeiten treten oft an den Grenzen auf, wenn ein ganzer Bus auf einmal überprüft wird.

Auto[Bearbeiten]

In Sambia herrscht Linksverkehr.

Es gibt viele Grenzübergange für Autos, die meistgenutzten sind wahrscheinlich:

Wer die Grenze mit dem Fahrzeug überquert, muss eine Gebühr hierfür entrichten. Außerdem können die Grenzformalitäten einige Zeit in Anspruch nehmen, da teilweise verschiedene Büros aufgesucht werden müssen. Diese liegen nicht immer in nächster Nähe. Für einen normalen PKW sind folgende Kosten zu erwarten:

  • Kohlendioxid-Steuer, K50.000, nur in Kwacha zahlbar
  • Haftpflichtversicherung, ca. 46US$, zahlbar in Rand, US$ und Kwacha
  • wer die Brücke zwischen Sambia und Simbabwe nutzt, zahlt außerdem eine Maut i.H. von 10US$, zahlbar in US$.

Das Übertreten der Grenze hängt nicht selten von Bestechungsgeldern ab. Gerade Reisende, die mit dem PKW unterwegs sind, gelten als besonders gefährdet. Vermeiden Sie es, früh am Tag die Grenze zu passieren. Das könnte Sie vor die Wahl stellen, ein Bestechungsgeld zu bezahlen oder die Nacht an der Grenze zu verbringen.

Schiff[Bearbeiten]

Sambia liegt im Inland Afrikas und hat keine maritimen Küsten. Aber am Tanganykia See besteht eine internationale Fährverbindung nach Tansania. Die Fähre verkehrt einige Male pro Woche.

Auch wenn man Sambia durch Namibias Caprivi Strip bereist, muss man den Sambesi-Fluss überqueren. Zwei Möglichkeiten zur Überquerung stehen zur Wahl:

  1. Man nimmt die Fähre (für einen Dollar) oder
  2. Man lässt sich von einem Jungen (für 50 Cent) in dessen Kanu übersetzen.


Mobilität[Bearbeiten]

Flugzeug[Bearbeiten]

Inlandsflüge werden von Proflight Zambia angeboten. Die eingesetzten Flugzeuge sind oft klein und so ist die Sitzplatzanzahl begrenzt, man sollte sich also rechtzeitig um einen Platz bemühen. Es besteht auch die Möglichkeit für Gruppen, eigene Maschinen zu chartern. Die Kosten liegen bei genügender Personenzahl nicht viel höher als bei regulären Verbindungen.

Minibus[Bearbeiten]

Ein Minibus, startklar für den Straßenkampf

Beliebt sind die Minibusse, bei denen es sich um Vans, die mit zusätzlichen Sitzen ausgestattet wurden, handelt. Oft sind sie allerdings nicht zugelassen, unsicher und das Gegenteil von komfortabel. Um ihren Profit zu maximieren stopfen die Fahrer so viele Passagiere und Gepäck (katundu) wie nur irgend möglich in ihre Fahrzeuge. Der Komfort der anderen Passagiere hat nur eine nachrangige Bedeutung. Auf der anderen Seite gibt es wohl kaum eine bessere Möglichkeit die Landbevölkerung mal auf den Zahl zu fühlen und solch eine Fahrt ist definitiv ein besonderes Reiseerlebnis.

Bus[Bearbeiten]

Auch normale Großraumbusse verkehren in Sambia. Diese bieten naturgemäß ausreichend Platz für Passagier und Gepäck. In der Regel sind sie zuverlässiger als die Minibusse und halten sich an Zeitpläne. Tickets können im Voraus erworben werden.

Die Fernreisebusse sind jedoch nichts für schwache Nerven. Besonders auf der Great East Road zwischen Lusaka und Chipata kommt es auf den bergigen Streckenabschnitten bedingt durch zu hohe Geschwindigkeit, schlechte Bremsen/ Reifen und Schlaglöcher immer wieder zu schweren Unfällen. Sie sind zwar die Ausnahme und nicht die Regel, jedoch besteht ein Restrisiko für die Reisenden.

Auto[Bearbeiten]

In Sambia herrscht Linksverkehr - zumindest meistens. Es kann vorkommen, dass andere Fahrzeuge die volle Straßenbreite einnehmen. Nicht nur deshalb ist eine permanente und hohe Aufmerksamkeit zur eigenen Sicherheit unerlässlich.

Es gibt einige Autovermietungen in Sambia, allerdings sind die Kosten, ein Auto zu mieten, recht hoch. Ein normales Auto kostet ungefähr 100 USD pro Tag, voll ausgestattete Geländewagen mit Camping-Zubehör und Dachzelten rund 190 USD (Stand: 07/2011). Bereits vor Übernahme des Mietwagens sollte darauf geachtet werden, dass ein Notfallequipment wie Abschleppseil, Kanister, Kompressor, Machete, Reserverad, Spaten, Wagenheber und Werkzeug an Bord sind.

Viele Straßen des Landes sind in einem sehr schlechtem Zustand. Schlaglöcher nehmen schon mal die ganze Straße ein und während der Regenzeit werden auch öfter mal Teile von Straßen weggeschwemmt. Außerhalb der Städte gibt es viele unbefestigte Straßen. Obwohl diese einen soliden Eindruck machen, ist der Untergrund oft locker. Die Folge sind häufige Unfälle. Somit sollte die Geschwindigkeit stets angepasst sein. Erkundigen Sie sich vor Fahrtantritt, wie lange Sie für eine Strecke benötigen und planen Sie unbedingt Pufferzeiten ein. Zu lang geplante Tagesetappen können in Übermüdung oder Nachtfahrten enden.

Die Gefahr, sich zu verfahren, besteht nur teilweise auf Grund der schlechten Pistenkennzeichnung. Auf eine gute Karte oder ein GPS-Gerät sollte besonders in entlegenen Gebieten nicht verzichtet werden. Bewährt haben sich die Zambia GPS-Karten von Tracks4Africa für Garmin Navigationssysteme (Stand: 07/2011). Ohne Allradantrieb geht zumindest während der Regenzeit nichts und auch das übrige Jahr sollte man - je nach Region - nicht darauf verzichten. Allerdings kann es Ihnen passieren, dass auch ein Allradantrieb in der Regenzeit nichts mehr nützt.

Besonders von Nachtfahrten ist, egal wo, dringend abzuraten. Auf der Fahrbahn können sich Hindernisse, langsam fahrende- oder unbeleuchtete Fahrzeuge befinden. Auch Pannenfahrzeuge werden oft einfach auf der Fahrbahn abgestellt und nur durch Äste gekennzeichnet. Sollte plötzlich Nebel auftreten, fahren Sie sehr langsam und vorsichtig weiter; vor Ihnen befindet sich vermutlich ein stark qualmender LKW. Neben Fahrzeughindernissen besteht auch hohe Kollisionsgefahr mit Wildtieren, Rindern usw. Schlaglöcher, Bodenwellen und andere Straßenschäden machen gerade bei Dunkelheit die Fahrt lebensgefährlich.

Bahn[Bearbeiten]

Völlig unabhängig vom TAZARA-Streckennetz gibt es auch eine Anzahl an Zugverbindungen im Norden des Landes. Die Hauptstrecke ist sicherlich von Livingstone über Lusaka nach Kitwe. Die Züge sind recht zuverlässig aber auch sehr langsam.

Trampen[Bearbeiten]

Trampen ist populär in Sambia, oft aber ein reines Glücksspiel aufgrund des niedrigen Verkehrsaufkommens. Außerdem sollte man beachten, dass wenn man von Einheimischen mitgenommen wird, in der Regel eine Bezahlung erwartet wird.

In Sambia hält man nicht den Daumen nach oben wenn man mitgenommen werden will. Die geeignete Methode ist wie folgt:

  1. Gepäck neben der Straße stapeln
  2. In den Schatten setzen
  3. Wenn man ein Fahrzeug hört oder sieht: aufspringen
  4. Zum Gepäck rennen
  5. Mit dem ganzen Arm auf und ab winken. Die Handfläche dabei geöffnet nach unten halten
  6. Hoffen, dass das Auto anhält

Sprache[Bearbeiten]

Dank der kolonialen Vergangenheit gehört Englisch zu Sambias acht Amtssprachen. Englisch wird auch meist in den Schulen, im Radio, in öffentlichen Ämtern, usw. gesprochen. Daneben gibt es über 70 verschiedene Bantu-Dialekte im ganzen Land. Die wichtigsten sind Bemba, das in Lusaka, Copperbelt und im Norden gesprochen wird, und Nyanja (Chewa), das im Osten, in Livingstone und ebenfalls in Lusaka recht geläufig ist.

In den Städten sprechen viele Einheimische passables Englisch. In den ländlicheren Gegenden jedoch wird die Kommunikation schwieriger. Allerdings sollte man auch dort nicht überrascht sein, wenn man auf einen Sambianesen stößt, der fließend Englisch spricht und sich gut in der westlichen Welt auskennt.

Man sollte nie vergessen die Einheimischen zu grüßen. Beim ersten Kontakt sollte man stehts fragen "Wie geht's?" (Muli Bwanji?).

Kaufen[Bearbeiten]

Früher war Sambias Währung Kwacha (übersetzt "Sonnenaufgang", zur Ehrung der Unabhängigkeit) an den US-Dollar gekoppelt und die Umrechnung war einfach. In den späten 1990ern jedoch wurde der Kurs freigegeben und hat in der Folgezeit stark an Wert verloren. In den letzten Jahren hat sich der Kurs jedoch deutlich stabilisiert und ein Umtauschkurs von ungefähr 1 US$ = 5200 Kwacha bzw. 1 EUR = 6.800 Kwacha hat sich herausgebildet (Stand: 12/2012).


Einzig legale Währung in Zambia ist der Kwacha (ZMK). US-Dollar dürfen gem. einem Gesetz im Zuge der Währungsreform seit 06/2012 nicht mehr angenommen werden. Wer gegen das Gesetz verstößt, dem drohen hohe Gefängnisstrafen (bis zu 10 Jahre). Ziel der Reform ist es, den Kwacha zu stärken. Sämtliche Supermärkte, kleine Läden als auch Nationalparks handeln ausschließlich konform zu den Gesetzesvorgaben. Einzig die Camps und Autovermietungen haben im Sommer 2012 noch übergangsweise US-Dollar akzeptiert. In den Camps im Luangwa-Tal ist eine Zahlung nur in ZMK möglich; hier wird sehr restriktiv gehandelt. Sie sollten sich somit auf keinen Fall auf die Dollar-Akzeptanz verlassen.

Wenn Sie keine Möglichkeit haben, Bargeld in ausreichender Höhe an Geldautomaten per Kreditkarte (VISA immer, andere nur sporadisch) abzuheben, können Sie USD (oder ggf. Euro) bei den Wechselstuben tauschen. Sie erhalten grundsätzlich schlechtere Wechselkurse, als wenn Sie direkt vom Geldauomtaten abheben. Traveler Schecks werden nicht akzeptiert, da es in der Vergangenheit zu viele Betrugsversuche gab.

Bankautomaten (Englisch: ATM = Automated Teller Machine) können in den kleineren und größeren Städten überall gefunden werden, diese funktionieren meist einwandfrei. Abhebungen von mind. 2 Mio Kwacha pro Tag (ca. 320 EUR) und Person sind problemlos möglich (Stand: 07/2012). Manche Geschäfte und Restaurants akzeptieren Kreditkarten, genauso wie praktisch alle Luxushotels und Safari Lodges. In der Regel ist dann allerdings ein Preisaufschlag von 5-10% als Servicegebühr üblich. Diese Servicegebühr wird jedoch nicht immer erhoben und scheint auf dem Rückzug zu sein.


Wenn man sich der lokalen Ausdrucksweise ein bisschen anpassen möchte, sagt man zu 1.000 Kwacha Pin. Die Bezeichnung ist in den 1990ern entstanden, als die Währung so stark an Wert verlor, so dass die Nationalbank nicht mit dem Druck von entsprechend größeren Banknoten nachkam. Die Menschen mussten oft eine größere Anzahl an Banknoten zusammenheften (Englisch: to pin). Heute gibt es Banknoten von 50 bis 50.000 Kwacha. Trotzdem ist es empfehlenswert, auch immer kleinere Noten zur Hand zu haben, da oft nicht auf die großen Banknoten zurückgegeben werden kann. Im Zuge der Währungsreform (s.o.) wurden 3 Nullen gestrichen, in der Praxis ist dies jedoch noch nicht angekommen (Stand: 07/2012). Im Laufe des Jahres 2012, ggf. auch erst 2013 sollen neue Banknoten ausgegeben werden.


In den meisten Läden werden fixe Endpreise angegeben und die Besitzer wollen in der Regel nicht über den Preis verhandeln (obwohl es teilweise trotzdem möglich ist). Straßenhändler, Taxifahrer usw., geben oft keine Preise an und der Preis wird ausgehandelt. Generell kann man davon ausgehen, dass der erstgenannte Preis mindestens doppelt so hoch ist wie der Angemessene. Es wird ein bisschen Zeit und Übung kosten, bis Sie erfolgreich verhandeln können. Für die Verkäufer gehört Handeln insbesondere auf den Märkten dazu und wird auch vom Käufer im Gegenzug erwartet.

Trinkgeld ist nicht wie in anderen Ländern selbstverständlich oder notwendig, wird aber teilweise, besonders in den teuren Camps und Hotels mit westlichem Standard, erwartet. Portiere erhalten ca. 2000 ZMK pro Koffer, bessere Restaurants nehmen 10 % service charge oder erwarten ein Trinkgeld in dieser Höhe.

Wenn man größere Mengen eines kleineren Artikels kauft, sollte man sich nach einem mbasela erkundigen. Nach einem lokalen Brauch bekommt man dann nämlich einen Artikel gratis dazu.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Wer wegen der guten Küche nach Sambia reist, wird rasch auf dem Boden der Tatsachen ankommen. Eines der am weitesten verbreiteten Gerichte bei den Menschen ist eine Variation von Maisbrei. Zu diesem wird dann ggf. eine Art Soße und Gemüse gereicht. Gegessen wird meist mit den Händen aus einem großen Topf, in dem der Maisbrei zubereitet wurde. In den Städten gibt es jedoch diverse Möglichkeiten, sich an Imbissen mit Essen zu versorgen, welches über Maisbrei hinausgeht. Gerade in den Großstädten ist es kein großes Problem, indische-, asiatische- oder gar italienische Küche zu finden. Egal, was man isst: Sie sollten grundsätzlich darauf achten, dass Fleisch stets gut durchgegart- und nur abgekochtes- oder aus Flaschen entnommenes Wasser verwendet wird. Wenn Sie sich selbst versorgen, werden Sie in den großen Städten immer umfangreiche Nahrungsmittelangebote in Supermärkten vorfinden, die mit dem westlichen Standard konform sind.

Wenn Sie im Restaurant Essen gehen, können Sie von folgenden Preisgrenzen ausgehen

  • Einfache Mahlzeit: bis ZMK 20.000
  • Normales Essen: ZMK 20.000-50.000
  • Gehobenes Menü: mehr als ZMK 50.000

Ein ganz anderes Bild zeichnen hingegen die Camps mit Lodges am Rande der Nationalparks, sofern Sie eine Vollverpflegung buchen. Diese warten mit stets frischem Gemüse, Obst und Fleisch in vielen Variationen auf. Auch vegetarische Kost ist teilweise verfügbar. Die Qualität gilt im Allgemeinen als hervorragend, hat aber auch ihren Preis.


Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Übernachtungsmöglichkeiten in Sambia decken die ganze Skala ab: von Luxushotels, die mehrere hundert Dollar pro Person pro Nacht (pppn) kosten (bspw. The Intercontinental), über Mittelklassehotels (wie dem Ndeke), das ungefähr 50 USD pro Nacht kostet, bis hin zu einfachen Unterkünften wie dem ChaChaCha Backpackers, bei denen man auch für 5-15 USD pppn noch eine annehmbare Unterkunft bekommt. Daneben gibt es praktisch in jeder Preis- und Luxusklasse ein reichhaltiges Angebot. Generell ist man in teureren Hotels sicherer als in billigen Unterkünften. Derzeit (Stand: 07/2011) gibt es leider nur wenige Mittelklasse-Unterkünfte. Allerdings befinden sich diese in den touristisch interessanten Gebieten im Aufbau.

Außerhalb der Touristenzentren kann es schwierig werden, eine gute Unterkunft zu finden. Wer auf Luxus Wert legt, sollte sich überlegen, ob er zuweit in abgelegenere Landesteile reisen möchte. Allerdings gibt es hier diverse Camps mit Luxus-Lodges, die allen erdenklichen Comfort bei entsprechenden Preisen bieten. Auf der anderen Seite bieten dort die kleinen Hotels ein authentisches Erlebnis, an das man sich wahrscheinlich im positiven Sinne noch lange erinnern wird. Wahrscheinlich gibt es nirgendwo auf der Welt ein zweites Hotel wie das Castle Hotel in Lundazi.

Eine weitere gute Möglichkeit ist das Übernachten in einem der vielen Camps mit Campingplatz. Hier rangieren die Preise zwischen 5 und 20 USD pppn für 1 Zelt (Stand: 07/2011). Diese Preise beinhalten i.d.R. auch 4WD mit Dachzelten. Insbesondere am Stadtrand der großen Städte und am Rande der Nationalparks bieten sie eine preiswerte Alternative zu den teuren Lodges, aus denen die Camps häufig bestehen. Wer sich hier selbst versorgt, kann sehr viel Geld sparen (rund 100-150 USD/Tag), muss sich jedoch in den großen Städten mit Vorräten eindecken. Grundsätzlich sollte bedacht werden, dass das Bevorraten von Essen durch die Camps einen hohen Kostenfaktor darstellt und sich somit die hohen Preise ergeben. Schließlich muss alles mit dem PKW oder LKW in den Busch geschafft werden.

Die Camps weisen mittlerweile einen sehr guten Standard auf. So gehört fließendes (warmes) Wasser in der Buschdusche, eine Bar, Waschmaschine oder ein Internet-Terminal zur gängigen Ausstattung. Über eine eigene Website kann man sich heute hinreichend über die jeweilige Unterkunft informieren. Anfragen werden i. d. R. in weniger als einem Tag beantwortet und es herrscht große Hilfsbereitschaft.

Lernen[Bearbeiten]

Es existieren zwei Universitäten: Die University of Zambia in Lusaka und die Copperbelt University in Kitwe. Diese sind für die meisten Bewohner allerdings nicht bezahlbar. Daneben gibt es noch Technische Schulen. Lehrerausbildungsseminare finden sich in jeder Provinzhauptstadt. Ein zweijähriges Programm kostet dort ungefähr 300 USD.

Für Touristen kommen wahrscheinlich eher folgende "Bildungsangebote" in Frage:

  • Beim Besuch eines Wildparks kann man nahezu ein unendliches Wissen über die Tiere der Region von den Führern lernen. Bitte ein Trinkgeld nicht vergessen.
  • Eine Übernachtung in einem traditionellen afrikanischen Dorf arrangieren (das kann man bspw. bei Wade dem Besitzer des ChaChaCha Backpackers in Lusaka buchen). Natürlich ist das Programm auf die Touristen etwas abgestimmt und das Erlebnis nicht unbedingt 100% authentisch, allerdings bekommt man einen guten Eindruck vom harten Alltag in Sambia.

Arbeiten[Bearbeiten]

Feiertage[Bearbeiten]

Termin Name Bedeutung
01. Januar Neujahr
12. März Tag der Jugend
01. Mai Tag der Arbeit
25. Mai Afrikanischer Freiheitstag
04. Juli Heldentag
05. Juli Einheitstag
01. August Bauerntag
03. September Levy Mwanawasa Tag
24. Oktober Unabhängigkeitstag
25. Dezember Weihnachten

Sicherheit[Bearbeiten]

Sambia gilt als eines der sichersten Reiseländer im südlichen Afrika. Die Kriminalitätsrate ist deutlich niedriger als z. B. in Südafrika. Es kommt selten vor, dass ein Tourist ausgeraubt wird, denn die meisten Diebe werden sofort von Menschen auf der Straße verfolgt und verprügelt, wenn sie erwischt werden. Trotz allem sollte man sich abends nicht alleine an Seeufern oder auf der Straße aufhalten. Sie sollten nach Einbruch der Dunkelheit ein Taxi benutzen. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Kriminalitätsrate in den großen Städten, am Kupfergürtel und in Touristenzentren deutlich höher als auf dem Land ist.

Von Reisen in die Grenzregion zur Demokratischen Republik Kongo wird wegen gelegentlicher Übergriffe über die Grenze hinweg abgeraten. In den Grenzgebieten zur Demokratischen Republik Kongo, zu Angola und Mosambik bestehen weiterhin nicht gekennzeichnete Minenfelder.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Malaria[Bearbeiten]

Sambia gilt landesweit als Malariagebiet, insbesondere auch an den Viktoriafällen. Das Auswärtige Amt und auch das Tropeninstitut empfehlen die Einnahme von Prophylaxemedikamenten oder das Mitführen einer Stand-by Medikation. Wirksamen Schutz bieten auch das Tragen von langer Kleidung, für die Tropen geeignete Mückensprays sowie das Schlafen in klimatisierten Räumen oder unter einem Moskitonetz. Hotels und Lodges setzen häufig Mückenbekämpfungsmittel in den Zimmern ein, um für Schutz zu sorgen. Auch die sambische Regierung geht aktiv gegen die Anophelesmücke vor, weshalb die Zahl der Malariafälle in den letzten Jahren stark rückläufig ist.

Gelbfieber[Bearbeiten]

Das Gelbfieberrisiko für Sambia wird von der WHO als relativ gering eingeschätzt. Trotzdem verlangt Südafrika bei der Einreise aus oder der Ausreise nach Sambia den Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung.

Toiletten[Bearbeiten]

Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Toiletten:

  1. Die Westliche - Mit einem Spülbecken und Spülung. Sie sind meist in Restaurants, (gehobenen/guten) Camps oder Stadthäusern zu finden.
  2. Die Afrikanische - Ein Loch im Boden, über das sich gehockt wird (vergleichbar mit einer Hocktoilette aus dem asiatischen Kulturraum).

Die Qualität der Toiletten kann stark variieren; von abenteuerlich (Loch im Boden) bis hin zu luxuriös. Wenn Sie demnach keine Erwartungen an die Toilette haben, werden Sie auch keine Überraschungen erleben. Sorgen Sie aber stets für die größtmögliche persönliche Hygiene.

Klima[Bearbeiten]

Gemäß Landkarte liegt Sambia in den Tropen. Doch dank seiner erhöhten Lage im Binnenland gibt es sehr ausgeprägte Jahreszeiten. Diese sind wie folgt:

  • Trockenzeit - Mai bis August. Die kühlste Jahreszeit mit Temperaturen zwischen 15-28°C am Tag. Die Morgentemperaturen betragen ca. 10°C und die Nachttemperaturen können in den Hochebenen auf bis zu 4,5°C sinken. Wahrscheinlich die beste Jahreszeit, Sambia zu besuchen: Zu Beginn der Trockenzeit gibt es hervorragende Vogelbeobachtungsmöglichkeiten und die Victoriafälle haben anfangs nahezu die volle Größe. Zum Ende der Trockenzeit hin verwelkt das Gras weiter und Wildtiere sind noch leichter zu beobachten. Die Pisten sind anfänglich schwer befahrbar, trocknen aber ab und werden frisch geschoben.
  • Heiße Jahreszeit - September bis November. Die Tagestemperaturen liegen bei 24-32°C, klettern aber oft auf bis zu 38-42°C. Riesige Staubwolken machen das Fahren auf sandigen Pisten zu einem wahren Alptraum. Wer die Hitze erträgt, hat beste Safari-Möglichkeiten, da sich die Tiere um die wenigen Wasserlöcher tummeln und das Gras nahezu komplett vertrocknet ist. Die Pisten wurden größtenteils repariert und sind gut befahrbar. Auf Allradantrieb kann meist verzichtet werden.
  • Regenzeit - Dezember bis April. Es werden noch Höchsttemperaturen von rund 32°C erreicht, jedoch ist es oft schwül mit heftigen tropischen Stürmen. Tagsüber wechseln sich sehr starke Regenschauer (manchmal über Tage hinweg) mit stellenweise sonnigem Wetter ab. Viele der Camps schließen während der Regenzeit. Allerdings zeigt sich Sambia von seiner grünen Seite und die Victoriafälle erscheinen in voller Breite. Unbefestigte Pisten sind schwer-/ nicht befahrbar oder werden weggeschwemmt. Nur Fahrzeuge mit Allradantrieb kommen hier (meistens) noch weiter.

Die oben genannten Temperaturen gelten für die tiefliegenden Gebiete, in denen ein Großteil der Bevölkerung lebt und sich viele Nationalparks befinden. Wer in die Hochebenen reist, wird rund 5°C kühlere Temperaturen vorfinden.

Respekt[Bearbeiten]

Kommunizieren[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]





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