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Samaria-Schlucht

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Griechenland : Kreta : Samaria-Schlucht
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Die Samaria-Schlucht im Westteil der Insel Kreta ist eine der längsten und tiefsten Schluchten Europas.

Bis zu 400 m steigen die Felswände fast senkrecht in die Höhe, an der engsten Stelle ist die Schlucht nur gut 3 Meter breit. Bis zum Frühsommer ist die Schlucht unbegehbar, weil sie aufgrund der Schneeschmelze von den bis 2450 m hohen "Weißen Bergen" einen reißenden Gebirgsfluss zum Meer führt. Im Sommer reduziert sich der Wasserlauf zu einem plätschernden Bach.

Wanderung[Bearbeiten]

Bis zu 400 m ragen die Felswände fast senkrecht in die Höhe. Die Wanderung führt abschnittweise durch das steinreiche Flussbett. Foto: Helmut Schultze, 2003

Eine Wanderung durch die Samaria-Schlucht macht man üblicherweise von oben nach unten, obwohl das ständige Bergabgehen die Kniegelenke ordentlich strapaziert. Der Einstieg in die Schlucht liegt am Ende der Straße auf der Omalós-Hochebene in 1227 m Höhe über dem Meeresspiegel und führt zunächst über eine Holztreppe auf den Boden der Schlucht hinab.

Die ersten 8 km wandert man überwiegend auf einem Weg entlang des Baches. Immer wieder trifft man auf Stellen, an denen man seine Trinkflasche mit Quellwasser auffüllen kann, bis man in dem verlassenen Dorf Samariá ankommt, in dem man auch andere Erfrischungen und eine Stärkung verzehren kann. Die Bewohner mussten 1962 das Dorf verlassen, als das Gebiet zum Nationalpark erklärt wurde; seitdem darf sich niemand mehr nachts in der Schlucht aufhalten.

Im zweiten Teil führt der Weg überwiegend durch das Flussbett, das voller großer und kleinerer Felssteine liegt. Wege und Stege helfen nur noch gelegentlich weiter, mehrfach muss der Bach überquert werden. Spätestens hier ist man dankbar, wenn man den Rat befolgt hat, festes Schuhwerk anzuziehen. Dieser Teil der Wanderung findet zudem - wenn man früh morgens gestartet ist - zur Mittagszeit statt, und die hochstehende Sonne scheint gnadenlos zwischen den Felswänden hindurch bis zum Schluchtboden. In diesem Abschnitt öffnen sich jedoch die faszinierendsten Blicke auf die grandiose Kulisse der Felswände, zwischen denen die Wanderer geradezu zwergenhaft wirken.

Ca. 3 km vom Meer entlässt die Schlucht den Wanderer nach einem beeindruckenden Naturerlebnis in eine weite Ebene, die in der schattenlosen Mittagshitze noch ca. 3 km bis zum Örtchen Agía Ruméli durchschritten werden muss. Dort laden zahlreiche Gasthäuser ein, um die durstigen und erschöpften Wanderer zu laben. Eine Apotheke gibt es am Ort jedoch nicht, an das lindernde Gel für strapazierte Muskeln und Gelenke muss man vor der Wanderung gedacht haben.

Organisation[Bearbeiten]

Es ist empfehlenswert, die Wanderung im Rahmen einer organisierten Tour zu machen: Der Bus holt den Wanderer am Hotel ab, bringt ihn auf die Hochebene und holt ihn in Chóra Sfakíon (wohin ein Schiff von Agía Ruméli aus fährt, eine Straßenverbindung gibt es nicht) wieder ab zur Rückfahrt zum Hotel.

Weiter geht's[Bearbeiten]

Wem die Samariaschlucht zu touristisch ist, der sollte über die Imbross- oder Rouwas-Schlucht nachdenken.

Weblinks[Bearbeiten]

http://www.west-crete.com/samaria/ger





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