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Sa Pa

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Sa Pa oder Sapa ist eine Stadt in der Provinz Lào Cai im Norden Vietnams.

Hintergrund[Bearbeiten]

Sa Pa: Angezogen von dem angenehmen Klima und der faszinierenden Landschaft, errichteten die Franzosen schon 1922 in dem, in einer Höhe von 1600m im nordwestlichen Hochland von Vietnam gelegenen Sa Pa, eine Bergstation. Um 1930 zählte man dann bereits mehr als 200 Villen, einen Tennisplatz und eine Kirche. Viele dieser alten Gebäude sind heute nicht mehr zu besichtigen, sie fielen der chinesischen Invasion von 1979 und der bis heute ungezügelten Bautätigkeit zum Opfer.

Heute ist Sa Pa ein beliebtes Ziel organisierter Reisengruppen, aber auch viele Individualtouristen kommen in diese wunderschöne Region Nordvietnams. Der Ort selber hat nicht viel zu bieten, die Sa Pa umgebene Landschaft, mit seinen Minderheitendörfern um so mehr. Beinahe jedes Hotel in Sa Pa bietet organisierte Wanderungen in die, vor allem von den schwarzen Hmong und den roten Dao bewohnten, Minderheitendörfer an. Es sei aber ausdrücklich empfohlen, auch eine Wanderung auf eigene Faust zu machen.

Gerade 9km von Sa Pa entfernt, erhebt sich der Fan Si Pan (3143m), Vietnams höchster Berg. Auch er, ist in einer mehrtägigen Wandertour (nur mit Führer empfohlen) zu erkunden. In den Reisebüros in Sa Pa kann auch eine Eintagestour gebucht werden. Diese ist aber nur für sehr konditionsstarke Menschen geeignet. Es müssen in ca. 11h 22km bergauf-bergab bewältigt werden. (Kosten: ca. 27$ pro Person)

Hmong Siedlung

Anreise[Bearbeiten]

Von Hanoi aus erreicht man Sa Pa mit Zug und Bus. Mit dem Zug fährt man von Hanoi aus nach Lao Cai (3 x tgl.). Von Lao Cai geht es dann weiter, in einem der zu dutzenden vor dem Bahnhof wartenden Minibusse (unbedingt Preis verhandeln und nicht gleich das erstbeste Angebot nehmen).

Die Zugfahrt Sa Pa - Hanoi im Softsleeper (verkehrt nur nachts) kostete 2006 220.000 VD ( Im August 2012 kostete das unterste Bett im Hardsleeperabteil 405.000 VD und das mittlere Bett 380.000 VD) . Obwohl die Reise im Softsleeper sehr bequem und daher empfehlenswert ist, sollte man dennoch in Erwägung ziehen, eine der beiden Fahrten von und nach Hanoi tagsüber zu machen. Leider verkehren tagsüber nur die unbequemen Hardseat-Züge, die Fahrt entlang des Roten Flüsses entschädigt jedoch für die erlittenen Qualen. Mit etwas Glück bieten die Zugbegleiter dem Individualtouristen für ca. 150.000 VD auch eine Liege im Schlafwagen an, der normalerweise für das Zugpersonal reserviert ist.

Mobilität[Bearbeiten]

Beinahe jedes Hotel verleiht Motorräder. Die Motorräder sind meist gut in Schuß und eine Fahrt, z.B. nach Bac Ha, sollte man sich nicht entgehen lassen. Der Verkehr ist überschaubar, nicht zu hektisch und die Straßen in Ordnung.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Neben den Wanderungen in die Minderheitendörfer der Umgebung und zum Fan Si Pan, ist ein Ausflug zum Sonntagsmarkt nach Bac Ha mit dem Motorrad sehr zu empfehlen. Die Strecke von ca. 100 km ist leicht zu bewältigen (etwa 3h) und führt auf fast durchweg guten Straßen durch eine reizvolle Landschaft, urige Dörfer und für kurze Zeit sogar entlang der vietnamesisch-chinesischen Grenze. Der Verkehr ist ruhig und wird nur dann zur Last, wenn man das Pech hat, mit dem Motorrad hinter einem stinkenden Überlandbus festzuhängen. Entlang der Strecke gibt es immer wieder einfache Cafés und Restaurants. Die Vietnamesen begegnen dem Individualtouristen immer mit großem Interesse und Freundlichkeit. Zu den Mietkosten für das Motorrad (5 $/Tag) kommen noch geringe Spritkosten von etwa 50.000 VD (2006). Das Tanken entlang der Strecke ist ebenfalls kein Problem. Zum Sonntagsmarkt in Bac Ha sollte man früh aufstehen. Ab 10 Uhr treffen die Touristenbusse aus Sa Pa und Lao Cai ein und der Markt verliert dann etwas von seinem Charme. Aber auch dann noch ist er ein großes Erlebnis und man fühlt sich in eine andere Zeit versetzt.

Berglandschaft bei Sa Pa

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Geld (auch Euro) wechselt man am günstigsten in der Bank (Cau May Road). Die Hotels und Guesthouses tauschen zu deutlich schlechteren Konditionen.

Sa Pa bietet eine Vielzahl an Einkaufsmöglichkeiten. Lebensmittel bekommt man auf dem täglich stattfindenden Markt. Schmuck, Textilien und andere Handwerkskunst der ethnischen Minderheiten, findet man in einem der zahlreichen Souvenierläden oder direkt bei den allerorts präsenten Straßenhändlern. Eigentlich selbstverständlich, sei noch einmal darauf hingewiesen, nichts von Kindern zu kaufen. In Sa Pa wird man besonders von minderjährigen schwarzen Hmong angsprochen. Leider ist ihr Verkaufserfolg bei den Touristen so groß, dass die Eltern sie lieber weiter auf der Straße arbeiten lassen, statt sie zur Schule zu schicken. Wir haben Kinder von gerade einmal 2 Jahren gesehen, die von ihren Geschwistern bereits zu Straßenverkäufern "ausgebildet" wurden. Als westlicher Tourist hat man die Verantwortung dieser schlimmen Entwicklung entgegenzuwirken.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Ausgehen[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

  • Son Ha Guesthouse, Fan Si Pan, 020-3871273. 4-8$.  edit

Das Son Ha Guesthouse ist gut geführt und hat ein paar sehr schöne große Zimmer mit herrlichem Ausblick (obere Geschosse). Neben Motorradverleih (5$/Tag) gibt es hier auch Internet, Geldwechsel, Wäscheservice, Buchen von Touren und Tickets für alle gängigen Verkehrsmitttel.

Weiter geht's[Bearbeiten]

Züge nach Hanoi mehrmals tgl. 2 Softsleeperzüge fahren abends von Lao Cai nach Hanoi. Tickets für die Züge nach Hanoi organisieren viele Guesthouses. Wer die obligatorische Vermittlungsgebühr sparen will, kauft die Ticket am günstigsten am offiziellen Schalter der Zuggesellschaft in der Cau May Road. Die Zugfahrt Sa Pa - Hanoi im Softsleeper kostete hier 2006 220.000 VD.

Lao Cai erreicht man mit dem Nahverkehrsbus (1 1/2h) oder mit dem Minibus.



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