Neu bei Wikitravel? Bitte lies dir kurz unsere Einsteigertipps durch.

Route 66

Aus Wikitravel
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel ist eine Reiseroute.

Die Route 66 ist eine 2448 Meilen (3940 km) lange historische Strecke in den USA und führt von Chicago an die pazifische Westküste nach Santa Monica bei Los Angeles.

Route 66
Route 66

Geschichte[Bearbeiten]

In den 30er Jahren löste eine Wirtschaftskrise in der Mitte der USA eine große Volkswanderung in Richtung Kalifornien aus. Wahre Ströme amerikanischer Siedler machten sich auf in den "goldenen Westen" um dort ein besseres Leben führen zu können. Der "Dust Bowl" zu dieser Zeit, als eine lang anhaltende Trockenheit und Dürre den Bewohnern durch schlechte Ernten die Lebensgrundlage entzog und das ganze Land in eine Wirtschaftskrise stürzte, veranlasste damals viele Menschen nach Kalifornien in den Westen zu ziehen "wo Gold und Honig fließen". Die Route 66 war ab 1926 die erste und fast einzige durchgehende Verbindung von Chicago zu Santa Monica (heute fast zusammengebaut mit Los Angeles) an der pazifischen Westküste. In den 50er und 60er Jahren, als nach dem 2. Weltkrieg ebenfalls viele Menschen an der Westküste ihr Glück suchten, erlebte die Route ihr zweites "goldenes Zeitalter". Die Ortschaften und Städte entlang der Route 66 blühten wirtschaftlich und touristisch auf.

Mit dem Bau der Interstates ab Ende der 50er Jahre - als Vorbild dienten für den damaligen Präsident Eisenhower übrigens die deutschen Autobahnen zu Hitlers Zeiten - war die bisherige Straßenverbindung plötzlich überflüssig. Von heute auf morgen hatten die Besitzer und Betreiber der Tankstellen, Motels, Hotels und Restaurants mit teilweise außergewöhnlich architektonischen Elementen kein Einkommen mehr. Schlimmer noch, der "Highway 66" wurde 1985 von den amerikanischen Straßenkarten gestrichen - offiziell gab bzw. gibt es also die Straße überhaupt nicht mehr.

Nur der Initiative von einigen hartnäckigen Anwohnern, welche die "Route 66 Association" gründeten, ist es zu verdanken, dass die knapp 4.000 km lange Strecke erhalten und teilweise wieder restauriert wird. Insbesondere "Guardian" Angel Delgadillo aus Seligman/Arizona erreichte, dass die Route 66 von der US-Regierung 1988 als historische Strecke anerkannt wurde.

Gebühren/Permits[Bearbeiten]

Auf der Strecke der Route 66 werden keine Gebühren erhoben. Benutzt man jedoch ab und zu die fast parallel verlaufende Interstate, muss für manche Teilabschnitte mit Gebühren gerechnet werden.

Route 66

Mobilität[Bearbeiten]

Die Route 66 ist eine Straßenverbindung, die durch 8 Bundesstaaten der USA mit teilweise eigener StVO führt. So gibt es z.B. in einigen Bundesstaaten keine Helmpflicht für Motorradfahrer.

Die Beschilderung der Strecke ist gut, eine entsprechende Vorbereitung bzw. Kartenmaterial oder GPS wird jedoch empfohlen.

Größtenteils verläuft die Route parallel zur Interstate, die im Zweifelsfall als gute Orientierung dient. Das Verkehrsaufkommenn auf der Route 66 ist recht gering, da Einheimische und Transitreisende die Autobahn bevorzugen.

Streckenverlauf[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Heute gilt die knapp 4.000 km lange Route 66 vor allem als Symbol für Freiheit, Ungebundenheit und der "guten alten Zeit". Direkt an der Route sucht man vergeblich nach klassischen touristischen Highlights, jedoch ist die Strecke gesäumt von historischen Relikten, in der Hauptsache Tankstellen, Restaurants, Motels und Souvenirshops. Der Weg ist hier das Ziel.

Arizona stellt zweifellos den schönsten Teil der Route 66. Nicht nur weil die historische Strecke hier oft eigene Wege geht und nicht dauernd neben der Interstate herläuft, sondern weil sich die Orte entlang der Strecke ganz und gar der Route 66 verschrieben haben. Überall am Straßenrand Tafeln und Schilder und schön restaurierte und herausgeputzte Gebäude. Es ist deutlich merkbar, dass die Initative, die Route 66 als historisch anzuerkennen und "wiederzubeleben", von den Bewohnern in diesem Bundesstaat ausging.

Zwar nicht direkt an der Route 66, aber doch für amerikanische Verhältnisse in "unmittelbarer Umgebung" finden sich viele touristische und landschaftliche "Highlights", viele davon sind hierzulande bekannt durch Filme, Berichte und Nachrichten.

Angefangen in Chicago, eine architektonische Weltstadt mit Vergangenheit (Stichwort: "Al Capone") und Zukunft (Herkunft und Wirkungsort vieler bekannter amerikanischer Politiker und Präsidenten, der jüngste davon heißt "Barack Obama") führt die Route zuerst nach Süden in das Land von Tom Sawyer und Huckleberry Finn am Mississippi und Missouri. Mit St. Louis grüßt das "Tor zum Westen" und bezeichnet sich selbst als "Geburtsstätte des Blues". Anschließend beginnt westwärts in Kansas, Oklahoma und New Mexico der "Wilde Westen" mit historischen Spuren von Jesse James, Billy the Kid, Doc Holiday und wie die Revolverhelden sonst noch alle hießen. Heutige Symbole sind dort jedoch eher Ölbohrtürme.

Ab Oklahoma City beginnt der landschaftlich schönste Teil der Tour. Abgesehen davon, dass das Klima wärmer wird, war in Texas,New Mexico und Arizona die Heimat vieler bekannter Indianerstämme, am präsentesten sind heute noch davon zweifellos die Navajos.

Wer sich für landschaftliche Formationen aller Art interessiert, für den ist Arizona, Utah und Nevada das Dorado schlechthin. Grand Canyon, Monument Valley, Mexican Hat, Goosenecks, Death Valley, Lake Powell und Lake Mead sind nur ein paar Highlights, von den vielen Nationalparks in dieser Gegend einmal abgesehen.

Alle diese Attraktionen sind mit ein paar Tagesabstechern von der Route 66 gut zu bewältigen.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Die USA sind ein Fast Food-Land. Die Schnellrestaurantketten finden sich überall. Will man richtig gepflegt zum Essen gehen, sollte man vorher einen Sitzplatz buchen.

Generell heisst es "wait to be seated", d.h. man wartet am Eingang bis man einen Sitzplatz zugewiesen bekommt.

Das Trinkgeld sollte etwas üppiger ausfallen als hierzulande, da das Bedienungspersonal mit einem geringen Grundlohn arbeitet und auf das Trinkgeld angewiesen ist.

Als Trinkgeld wird in den USA inzwischen 15% - 20% des Rechnungspreises erwartet. In manchen Restaurants (z.B. Outback) werden Beträge nach Prozentsätzen in Höhe von 15% 18% 20% 25% auf dem Kreditkartenslip ausgeworfen, den man nur noch zu umranden braucht. Dieser Betrag wird dann von der Karte abgezogen. Man sollte nie weniger als 10% geben - nur wenn der Service mal wirklich schlecht ist, so sollte man unter Hinweis auf diesen schlechten Service den "Tip" nicht geben.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Es gibt zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten, vor allem an den Ausfahrten und an den Einfallstraßen größerer Orte. In der Regel wird in Motels unterschiedlicher Kategorien übernachtet. Eine Buchung ist nicht unbedingt erforderlich, da ein großes Angebot vorherrscht. Die Übernachtungspreise sind an den Wochenenden teurer.

Camping[Bearbeiten]

Camping- und Wohnmobill-Stellplätze (RV's) sind recht zahlreich und gut ausgeschildert.

Sicherheit[Bearbeiten]

Bewegt man sich auf den ausgeschilderten öffentlichen Straßen, besteht keinerlei Sicherheitsrisiko. Die Amerikaner fahren sehr rücksichtsvoll und sind sehr hilfsbereit und freundlich. Außerhalb der wenigen Großstädten auf der Route 66 geht es eher gemächlich zu.

Der Polizei sollte man jedoch mit ordentlichem Respekt gegenübertreten. In den USA besteht eine allgemeine Waffenerlaubnis und der Sheriff weiss ja nicht, wen er vor sich hat.

Weiter geht's[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Varianten

Aktionen

Insider für dieses Reiseziel:

In anderen Sprachen

andere seiten