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Qaṣr ez-Zaiyān

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Qaṣr ez-Zaiyān

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Qasr ez-Zaiyan (auch Qasr el-Zaiyan, Qasr el-Zajjan, Qasr el-Zayyan, arab. قصر الزيان, Qaṣr az-Zaiyān; das antike Tchōnemyris; altägyptisch TA-ẖnmt-wrt, „der große Brunnen“) ist eine archäologische Stätte in der Mitte der Senke el-Chārga in der Libyschen Wüste (Ägypten). Hier befindet sich der Tempel des Amenebis, des Amun von Hibis. Die Stätte befindet sich ca. 21 km südlich der Stadt el-Chārga.

Anreise[Bearbeiten]

Ostseite des Tempels des Amenebis
Äußerer Lehmziegelvorhof des Tempels des Amenebis
Das Relief auf dem Türsturz des Zugangs zum inneren Hof zeigt einen König, der das Bildnis der Göttin Maat an den widderköpfigen Amun opfert
Hof und Zugang zum Allerheiligsten des Tempels des Amenebis

Man kann mit einem PKW zu dieser Stätte gelangen. Man fährt auf der Fernverkehrsstraße nach Bārīs, bis man nach ca. 18 km an einen ausgeschilderten Abzweig nach Osten gelangt (25° 17' 42" N, 30° 32' 43" O). Von hier aus erreicht man sowohl den Tempel el-Ghweita als auch den von Qasr ez-Zaiyan, südlich des erstgenannten.

Mobilität[Bearbeiten]

Das Gelände des Tempels muss man zu Fuß ergründen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Der Tempel ist von 09:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt LE 20.

Die Tempelanlage des Amenebis stammt aus griechisch-römischer Zeit. Als Bauherr ist Antonius Pius (140 n. Chr.) ausgewiesen, der Restaurationsarbeiten an dem wohl seit griechischer Zeit bestehenden Heiligtum ausführen lässt. Der 8 × 43 m große Tempel mit einfachem Grundriss wird von einer 26 × 68 m großen Umfassungsmauer umgeben. Man betritt den Tempel im Süden. Der pylonartige Eingang führt zu einem etwa 22 m langen, undekorierten Vorhof, dessen Seitenwände aus Lehmziegeln errichtet wurden. Der anschließende Tempelteil ist aus Sandstein errichtet.

Ein weiterer Durchgang führt zum Opfertischsaal mit querliegendem anschließenden Sanktuar (Allerheiligstes). Die Darstellungen an den Durchgängen (Sturz und Pfosten) zeigen Antonius Pius in Opferhandlungen vor Amun-Re, Re-Harachte, Chons und der thebanischen Triade (Amun-Re, Mut, Chons). Der erste Durchgang zum Opfertischsaal trägt eine griechische Inschrift, die Antonius Pius als Auftraggeber der Restauration nennt. An der Rückwand des Sanktuars befindet sich die beschriftete Kultbildnische.

Im Umkreis des Tempels befinden sich Überreste einer griechisch-römischen Siedlung. In den 1980-er Jahren wurde der Tempel von der ägyptischen Antikenverwaltung rekonstruiert; er ist bisher aber kaum dokumentiert.

Unterkunft[Bearbeiten]

Eine Unterkunft wird üblicherweise in der Stadt el-Chārga gewählt.

Weiter geht's[Bearbeiten]

Der Tempel sollte zusammen mit dem Tempel von el-Ghweita und anderen Stätten entlang der Straße nach Bārīs besucht werden.








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