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Pylos

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Blick über Pylos und die südliche Einfahrt in die Bucht von Navarino.

Pylos ist ein kleines Fischerdörfchen im Südwesten des Peloponnes, in dem der Tourismus schon lange angekommen ist, schmiegt sich reizvoll an einen Hang und bietet vielerorts einen schönen Ausblick über die historisch bedeutende Bucht. In unmittelbarer Nähe befinden sich schöne Strände, der Nestorpalast und eine verfallene Festung der Venezianer.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das historische Pylos des König Nestors wird heute ungefähr 10 Kilometer nordöstlich gewähnt. Aber auch die Bucht von Navarino war schon in antiker Zeit besiedelt. Eine Akropolis befand sich am Kap Koryphasion an der Stelle, wo heute die Ruinen der venezianischen Festung Paleokastro stehen.

Anreise[Bearbeiten]

Pylos ist am besten per Auto oder Bus zu erreichen. Kalamata liegt ungefähr eine Stunde (50 km) entfernt im Osten, nach Methoni sind es 15 Kilometer nach Süden und nach Kirparissia sind es 65 Kilometer nach Norden.

Die Bushaltestelle befindet sich auf dem zentralen Platz neben dem Hafen an der Shell-Tankstelle. Es gibt Busverbindungen nach Kalamata, Kirparissia, Chora (Palast des Nestor), Methoni und Athen. Die Abfahrtszeiten sind angeschlagen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Von den Ruinen des Paleo Kastro bietet sich ein schöner Blick über die Bucht von Navarino und Pylos.
  • Neo Kastro
Das neue Kastell liegt an der Straße Richtung Methoni im Süden des Dorfes. Die Befestigungsanlage wurde im 16. Jahrhundert von den Osmanen erichtet um die südliche Einfahrt in die Bucht von Navarino kontrollieren zu können. Die Anlage ist gut erhalten und bezeugt durch ihre Grö0e die Bedeutung des Hafens für die Osmanen. Bis in die jüngere Vergangenheit diente die Burganlage als Gefängnis bis sie für den Tourismus geöffnet wurde. Die Mauern können bestiegen werden und in den renovierten Innenräumen dokumentiert eine Ausstellung den Widerstand gegen die türkische Herrschaft.
  • Archäologischen Museum
Pylos verfügt auch über ein kleines Museum in dem Funde aus der näheren Umgebung ausgestellt werden. Zu sehen sind Funde aus der Zeit der ersten Besiedlung bis zur Zeit der Römer. Das Museum liegt an der Straße nach Methoni.
  • Paleo Kastro
An der nördlichen der Bucht von Navarino, wenige Kilometer nördlich von Pylos, liegt auf einem hohen Felsen am Kap Koryphasion eine verfallene Feste die sich hauptsächlich in venezianischen Besitz befand. Aber auch slawische Waren, Franken, Genuesen und Türken herrschten in der Burg vorrübergehend. In früherer Zeit befand sich an gleicher Stelle eine Akropolis und ein wichtiger, kleiner Hafen an der unterhalb gelegenen Meerenge Sykia. Die Burg kann vom Golden Beach aus erwandert werden. Ein guter freigeschlagener Weg führt bis ans Tor der Burg. Vom Parkplatz benötigt man etwa 30-45 Minuten für den Aufstieg, der bei großer Hitze anstregend werden kann aber sonst unbeschwerlich ist. Innerhalb der Anlage sind die Wege leider nicht mehr so gut. Die Zinsbewehrten Mauern können bestiegen werden und es lohnt sich auch sich den Weg quer durch den zugewachsenen Innenhof an die Ostseite der Anlage zu bahnen. Senkrecht fällt die Felswand hinab zu Lagune und es bietet sich ein fantastischer Blick über die Ochsenbauchbucht, die Lagune und die Bucht von Navarino. Etwas beschwerlicher, aber auch möglich, ist der Aufstieg von der Nestor-Grotte zum Kastell.
Gilt vielen als der schönste Strand des Peloponnes: die Ochsenbauchbucht (Bucht von Voidokilia).
  • Ochsenbauchbucht (Voidokilia)
Obwohl die Ochsenbauchbucht natürlich auch zum Baden einlädt ist sie auch an sich eine Sehenswürdigkeit. Vielen gilt sie als die schönste Buch des Peloponnes. Zwei Felsen an den Seiten haben für eine charakteristische Sichelform gesorgt. Am einfachsten erreicht man die Bucht über eine Stichstraße die in Romanos von der Strecke Pylos-Kyparissia abgeht (den Schildern "Voidokilia" folgen). Die Straße verwandelt sich in eine Piste, die aber sehr gut befahrbar ist. Wenn man eine Brücke über ein kleines Wasser überquert hat, lohnt es sich in den Kanal an der Seite der Straße zu schauen. Oft halten sich hier viele Schildkröten auf. Alternativ kann man den hintersten Parkplatz des Golden Beach anfahren und dann den Schildern folgen (ca. 20 min Laufzeit).
  • Nestor-Grotte
Die Höhle unterhalb des Paleo Kastro ist von der Ochsenbauchbucht nicht zu übersehen. Ungefähr auf halber Höhe des Felshanges befindet sich ein großes dunkles Loch. Die Höhle war in mykenischer Zeit bewohnt und ist auch in der Mythologie vertreten. Die Rinder des Königs Nestor sollen hier untergebrachtwesen sein und Hermes soll hier die Rinder die er dem Apollon gestohlen hat geschlachtet haben. Die aufgehängten Häute sollen sich dann in Stalaktiten verwandelt haben. Eine Besichtigung bietet außer Ziegenkot wenig. Der Weg zur Grotte ist ab dem Parkplatz des Golden Beach ausgeschildert (ca. 20 Minuten). Alternativ kann man die Höhle von der Ochsenbauchbucht anlaufen.

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

  • Baden
    • Pylos: Pylos verfügt zwar über ein paar kleinere Strandabschnitte, die alles in allem aber wenig zum Baden einladen.
    • Ochsenbauchbucht (Bucht von Voidokilia): Die Ochsenbauchbucht eignet sich herrvoragend zum Baden. Sie liegt eine Kilometer nördlich von Pylos und ist entweder über einen kurzen Fussweg vom Golden Beach oder eine Stichstraße aus Romanos (Schild "Voidokilia") zu erreichen. Meist verteilen sich die Touristenströme angenehm am Strand. Leider ist der Strand an einigen Stellen verschmutzt.
  • Golden Beach An der Nordseite der Bucht von Navarino liegt der weitgestreckte Golden Beach, der sich sehr gut zum Baden eignet. Vom Strand hat man einen schönen Blick über die Bucht von Navarino, Pylos und die Insel Sphaktiria. Leider wird viel Treibgut angespült. Es gibt eine Strandbar, die auch Sonnenschirme verleiht. Angefahren wird der Strand über eine kleine Stichstraße aus Gialova (Schild "Golden Beach").
  • Birdwatching: Die Lagune ist ein Vogelparadis. Man kann dort wunderbar Seidenreiher und Flamingos beobachten. Im Frühjahr bieten sich ausgedehnte Wanderungen durch die üppig blühende Umgebung an.

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Alles was man für den täglichen Bedarf benötigt findet sich am Platz am Hafen. Mehrere kleine Supermärkte, Gemüse- und Obsthändler, Souvenirläden, Zeitungskioske und eine Tankstelle.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

  • O Gregoris - Hier gibt es deftige griechische Küche. Die Chefin des Hauses lädt jeden Gast in die offene Küche und hebt jeden Topfdeckel einmal an um die leckeren Gerichte zu präsentieren. Sehr empfehlenswert ist die Moussaka, das Zuccinigemüse und Kohl-Reis-Röllchen. Ein Hauptgang liegt bei 5-7 Euro. Das Restaurant liegt oberhalb des Hauptplatzes etwas zurückgesetzt von der Straße nach Kalamata.

Beim Eintreten im "Gregorius" wird man sofort abgefangen und in die offene Küche gedrängt, um sich sofort für ein Gericht entscheiden zu müssen. Die Auswahl ist für den Touristen typisch und deckt die "griechische Küche" im wesentlichen ab. Man sitzt an wackeligen Tischen in einem schönen Freigarten, der terassenartig angelegt ist. Für den Ort ist das Preisniveau dem (betuchten) Touristen angepaßt. Weitaus günstiger, wenn auch rustikaler wird man im "o koukos" mit griechischen Gaumenfreuden aller Art verwöhnt. Das Restaurant liegt an der "Hauptstraße" vom ca. 100m entfernten Marktplatz und Hafenbereich. Alle Ofengerichte sind traumhaft zart und für maximal 8 Euro inkl. Beilage zu haben. Um den Hafen herum befinden sich 5 überdachte Restaurants direkt an der Kaje, die alle eine ähnliches Angebot haben und nur im Preis variieren. Auch dort kann man gut essen. Fisch kann auf Nachfrage im östlichsten Hafenrestaurant nach Rücksprache direkt ausgewählt werden.

Ausgehen[Bearbeiten]

Leckere Pizza gibt es kurz hinter dem großen Hafenplatz etwas versteckt, beim Supermarkt die kleine Straße entlang. Große Pizzen. Eine reicht für 2 Personen. Günstig. Update: bereits seit 2013 befindet sich die Pizzeria nicht mehr an dem erwähnten kleinen Platz, sondern ist umgezogen, und zwar in das erste Geschoss des Hotels GALAXY am Hauptplatz Trion Navarachon. Neuer Laden, aber alte bewährte Qualität.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Am Hafen gibt es zwei große Hotels (Kalaris); außerdem werden - wie überall auf dem Peloponnes - im Ort Zimmer oder Appartments angeboten.

Da das Hotel "Philip" direkt am Ortsausgang an der "Hauptstraße" nach Kalamata liegt, ist die Lautstärke der Pkw, Lkw und Buse manchmal schon störend. Das Frühstück ist sehr monoton. Die Räumlichkeiten und die Anlage sind sehr gepflegt und stilsicher arrangiert. Kontakte zum Betreiber endeten leider bereits beim "Kali 'mera". Rudimentärste Englisch-, gar keine Deutschkenntnisse.

Klarkommen[Bearbeiten]

Ist überhaupt kein Problem, die Griechen können meist gar nicht mal schlecht Englisch, so dass sämtliche Probleme im Zusammenhang mit Urlaub gelöst werden. Auch sind die meisten Schilder "zweischriftig", d.h. in griechischer aber auch in lateinischer Schrift, so dass sie auch für den "Standardeuropäer" lesbar sind.

Weiter geht's[Bearbeiten]

  • Palast des Nestor
  • Die "Augen Venedigs" Methoni und Koroni liegen nur wenige Kilometer entfernt. Imposante Festungsbauten an der Südspitze des Peloponnes zur Sicherung der Venizianischen Handelswege.

Weblinks[Bearbeiten]



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