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Potosí

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Südamerika : Bolivien : Potosí
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Potosí ist eine Stadt im südlichen Bolivien und Hauptstadt des Departamentos Potosí. Potosí hat ungefähr 160.000 Einwohner und liegt auf ca. 4000 m Höhe, und gilt als die höchstgelegene Großstadt der Welt, deshalb sollte erst einmal langsamer laufen, um nicht außer Puste zu kommen. Potosís Innenstadt ist Unesco Weltkulturerbe, jedoch sind nicht alle Gebäude gut erhalten.

Hintergrund[Bearbeiten]

Potosí lebte schon immer und lebt immer noch vom Cerro Rico, dem reichen Berg, der direkt südlich von der Stadt liegt. Er ist immer ein guter Orientierungspunkt. Dort wurde früher die Hälfte des Silbers der Neuen Welt abgebaut. Jetzt wird noch Zink, Zinn und Blei gefördert, meist unter schlechtesten Bedingungen. Das Einkommensgefälle ist in Potosí sehr hoch. Minenbesitzer und teilweise Staatsdiener sind sehr gute Verdiener; es gibt jedoch auch sehr viele Arme, die sich ihren Lebensunterhalt als Minenarbeiter im Cerro Rico oder Tagelöhner verdienen. Viele kleine Jungen arbeiten als Schuhputzer im Zentrum. Potosí gilt als ärmste Stadt von Bolivien.

Anreise[Bearbeiten]

Flugzeug[Bearbeiten]

Vom Flughafen Potosí gibt es Flüge nach La Paz. Es wurden neue Strecken angekündigt, trotzdem ist der Flughafen von Sucre weiterhin deutlich wichtiger und wird auch von Potosinos viel genutzt, da von dort auch Flüge nach Cochabamba, Santa Cruz und Tarija starten.

Bahn[Bearbeiten]

Die Bahnstrecke von Oruro nach Potosí, die im westlichen Bahnnetz Boliviens liegt, ist stillgelegt. Es besteht jedoch die Möglichkeit, mit dem Ferrobus (einem auf Schienen fahrenden umgebauten Bus) auf der Strecke Sucre-Potosí zu fahren. Es gibt nur 3 Fahrten in jede Richtung pro Woche aber dafür ist die Fahrt wegen der Streckenführung ein Erlebnis. Der Ferrobus wird hauptsächlich von den Bewohnern der Dörfer an der Bahnstrecke genutzt, weil die Bahnstrecke nicht entlang der Fernstraße verläuft und die direkte Busverbindung nach Sucre schneller ist als der Ferrobus.

Bus[Bearbeiten]

Im Terminal Potosí sind Busverbindungen u.a. nach Sucre (ca. 3,5 h), Oruro, La Paz, Cochabamba, Tarija, Tupiza, Santa Cruz und Llallagua zu finden. Er liegt etwa zwei Kilometer westlich und bergabwärts vom Zentrum. Die Busse nach Uyuni (ca. 7 h) halten ebenfalls in der Av. Antofagasta, aber etwa einen halben Kilometer stadteinwärts.
Der Preis ist teilweise recht unterschiedlich, zu empfehlen ist immer Bus-Cama ("Bett-Bus-Liegewagen"), der besonders für Große wenigstens etwas Platz für die Beine schafft. Das gibt es allerdings nur für die häufig gefahrenen Routen, wie La Paz und Cochabamba.
Achtung, bei Streiks der Minenarbeiter (zuletzt im Oktober 2009) können die Verbindungen blockiert werden, so das die Stadt über Tage von der Außenwelt abgeschnitten ist.

Auto[Bearbeiten]

Das Straßennetz in Bolivien ist nicht durchgehend asphaltiert, aber man kann Potosí von überall erreichen.

Mobilität[Bearbeiten]

In der Stadt Potosí kann man sich ohne Weiteres zu Fuß bewegen, da die Stadt nicht sehr groß ist. Wenn man sich jedoch noch nicht an die Höhe gewöhnt hat, sollte man langsam laufen.

Überall in der Stadt findet man Micros und Minibusse. Im Fenster hängen immer die Ziele und manchmal schreien kleine Jungen auch Ziele aus dem Fenster (diese sind aber sehr schwer zu verstehen). Eine Fahrt kostet für einen Erwachsenen normalerweise 1 Boliviano, für Kinder 50 centavos. (Stand August 2007)

Wer nicht weiß, welcher Bus zu seinem Ziel fährt, kann ein Taxi nehmen. Man sollte aber Straße und Querstrassen sagen können. Ansonsten kann man markante Plätze angeben (Plaza, Terminal de buses ...).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Kirchen[Bearbeiten]

Die Kathedrale: wenn sie denn mal geöffnet ist. Wenn nicht, gelangt man von hinten in das dazugehörige Museum

San Francisco: Es ist neben dem Besuch der Kirche auch möglich auf das Dach zu steigen, um den Rundblick über die Stadt zu genießen.

San Benito: im maurischen Stil für die indigenen Untertanen erbaut.

Santa Teresa: War ein Frauenkloster, heute gibt es spannende Besuchstouren durch den Komplex.

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Denkmäler[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Sehr sehenswert ist das Casa de la Moneda, wo früher die Silbermünzen geprägt wurden. Es ist das flächenmäßig größte Gebäude Südamerikas. Es gibt Touren in Englisch und Spanisch, geöffnet st vormittags ab 9 Uhr und nochmal nachmittags.
Ebenfalls lohnt sich ein Besuch des Konvents Santa Teresa und der Kirche San Francisco, von der man einen tollen Blick über die Dächer der Stadt hat. In beiden Sehenswürdigkeiten gibt es Führungen (in Spanisch).

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

Parks[Bearbeiten]

Verschiedenes[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Fast jeder Tourist macht eine Führung durch die Minen von Potosí. Angebote kann man in der Gegend der Casa de la Moneda finden. Man wird mit fester Kleidung und Stiefeln ausgerüstet und meist wird auch eine Dynamitexplosion vorgeführt. Weitere Touren führen nach Tarapaya oder zu den Kara Kara Stauseen oberhalb von Potosí.

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Obwohl es inzwischen einen Supermarkt in Potosí gibt, kaufen Einheimische alles (Nahrung, Gebrauchsgegenstände) auf der "feria"- dem Wochenendsmarkt. Auch fertige (typisch einheimische) Gerichte kann man dort für einen geringen Preis kaufen. Ansonsten kauft man im Mercado Central bei der Calle Bolívar an der "Rückseite" der Casa de la Moneda ein. Auch hier gibt es Shampoo, Milchprodukte, Cocablätter, Gemüse und Fleisch zu kaufen. Das Fleisch ist auf jeden Fall ein Foto wert, essen würde ich es aber nicht, denn es wird dort ohne Kühlung gelagert.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Ein Café-Restaurant direkt an der Ostseite der Plaza ist das "La Plata". Dort gibt es in warmen gemütlichen Ambiente leckere Snacks und Gerichte. Sehr zu empfehlen, für bolivianische Verhältnisse nicht ganz billig, für Europäer aber doch!!

Im 4060 ("cuarenta sesenta") in der Calle Ayacucho gibt es alles von traditionellen bolivianischen Gerichten bis Hamburger.

La Casona (direkt unterhalb der Casa de la Moneda) gibt es am Wochenende Live-Musik (traditionelles, Rock, Jazz...), meist so laut, dass man sich nicht besonders gut unterhalten kann. Das Essen ist aber sehr gut (vor allem die Forelle!!).

Gehoben[Bearbeiten]

Ausgehen[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Günstig[Bearbeiten]

  • Hostal "Casona", in Calle Chuquisaca, zwei Blocks südlich der Plaza, 35 Bolivianos im Schlafsaal inkl. Frühstück
  • Hotel "El Turista" (Calle Lanza # 19)

Mittel[Bearbeiten]

Hotel "Libertador" (Calle Millares # 58)

Hotel "Santa Teresa" (Calle Ayacucho # 43)

Gehoben[Bearbeiten]

Klarkommen[Bearbeiten]

Kommunizieren[Bearbeiten]

In Potosí kann man an jeder Ecke Internetcafés finden, die sehr billig sind (oft 2 Bolivianos pro Stunde) und manchmal auch relativ schnelle Verbindungen haben. Telefonieren kann man in Läden, wo außen ENTEL (oder auch VIVA) dransteht. Die Verbindungen nach Europa sind nicht immer die besten, aber meistens versteht man etwas.

Weiter geht's[Bearbeiten]

Tarapaya - Viele Kleinbusse fahren auf einem Platz ein wenig oberhalb des Busterminals ab. Der Preis sollte nicht über 5 Bolivianos liegen.

Tupiza - Einfach im Busterminal nach Busunternehmen suchen, an deren Schildern Tupiza dransteht. Die Fahrt dauert ca. 7-8 Stunden im Bus, aber man sollte lieber mit mehr rechnen, da jederzeit die Gefahr besteht, dass der Bus kaputtgeht. Der Preis schwankt sehr von 30 Bolivianos (Normalsaison) bis zu 70 Bolivianos (Hauptsaison- z.B. um Weihnachten).

Uyuni - Die zahlreichen "Reisebüros" in der Stadt bieten Reisen nach Uyuni, zum Salar de Uyuni und zu farbenfrohen Lagunen im Südwesten des Departamentos an, es ist jedoch empfehlenswerter direkt in Uyuni einen Reiseanbieter für die Lagunentour zu suchen. Die Busse nach Uyuni fahren 12 Uhr und 18 Uhr. Es reicht, 18 Uhr loszufahren, auch wenn man so erst gegen 22 Uhr in Uyuni ankommt (viel zu sehen gibt es in Uyuni ohnehin nicht). Dort wird man aber u.U. schon am Bus angesprochen oder sucht sich am nächsten Morgen einen Anbieter. Die Fahrt (1, 2, 3 oder 4 Tage, wobei 3 Tage die beliebteste Variante ist) beginnt nicht vor 10 Uhr.





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