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Port Said

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Suez-Kanal : Port Said
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Port Said (arab. بور سعيد, Būr Saʿīd) ist eine Hafenstadt im östlichen Nildelta am Suez-Kanal (Ägypten).

Kurzdaten
Staat Ägypten (Miṣr)
Name محافظة بور سعيد /
Gouvernement Būr Saʿīd

Gouvernement Port Said

Hauptstadt بور سعيد / Port Said
Fläche 72 km2
Einwohner 529.684 (2004)
Postleitzahlen 42xxx
Telefonvorwahl (+20) 066
Kfz-Kennzeichen ET, PTS
Offizielle Website

Das Gouvernement Port Said (arab. محافظة بور سعيد, Muḥāfaẓat Būr Saʿīd) grenzt im Norden an das Mittelmeer, im Süden an das Gouvernement Ismailiya und im Westen an die Gouvernements esch-Scharqīya und ed-Daqahlīya.

Hintergrund[Bearbeiten]

Port Said trägt seinen Namen nach dem damaligen Vizekönig Said und wurde 1859 im Zuge des Baus des Suezkanals gegründet. Der österreichische Eisenbahnpionier Alois Negrelli [1] entwarf Pläne für den Bau des Suezkanals [2], die nach seinem Tod jedoch vom französischen Konsul Ferdinand de Lesseps umgesetzt wurden. 1869 wurde der Kanal in Anwesenheit des ägyptischen Khediven Ismail, der französischen Kaiserin Eugénie und des österreichischen Kaisers Franz Josef feierlich eröffnet. Obwohl die Stadt heute eher ägyptisch als europäisch ist, und alle Straßenbezeichnungen ägyptisiert wurden, sind noch viele der Hauptstraßen unter den alten Namen bekannt.

Anreise[Bearbeiten]

Flugzeug[Bearbeiten]

Port Said (PSD) besitzt zwar einen Flughafen. Aufgrund zu geringer Passagierzahlen hat EgyptAir aber den Linienverkehr eingestellt.

Mobilität[Bearbeiten]

Am Besten erreicht man Port Said mit dem Bus oder Sammeltaxi aus Cairo oder Ismailia. Port Said hat aber auch einen Bahnhof, wo täglich Zugverbindungen zwischen Cairo, Ismailia, Alexandria und Port Said zu finden sind. Einmal täglich fährt ein Bus um 17 Uhr über Hurghada nach Luxor. Der Bus in Hurghada fährt gegen 1 Uhr nachts nach Port Said.(aufgrund der Anschläge 2005 werden vermehrt Buskontrollen durchgeführt, dadurch kann sich die Abfahrzeit verzögern)

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Port Said

Port Said ist eher etwas für ruhigere Urlauber. Die größte Attraktivität ist natürlich die Einfahrt zum Suez-Kanal und der Suez-Kanal selber mit dem imposanten Suez-Kanal-Verwaltungsgebäude, die Sh. Filastin mit dem alten Leuchtturm, der auf jeden Fall 1990 noch in Betrieb war. Mittlerweile gibt es einen neuen - ein häßliches Metallgerüst - am Mittelmeerstrand. In der 23.-Juli-Straße befindet sich ein Militärmuseum (die Stadt ist im vergangenen Jahrhundert ja durch 3 Kriege gegangen), und praktisch direkt am Passagierhafen befindet sich das relativ neue Port Said National Museum u.a. mit Mumien. Das Hafenviertels und somit der älteste Stadtteil, von den Einheimischen "La Franque" genannt, sind (noch) geprägt vom kolonialen Stil der Franzosen, Griechen, Italiener usw. Leider sind viele der über 100 Jahre alten Häuser mit ihren Holzveranden dem Verfall preisgegeben und einige wurden erst vor ein paar Jahren unwiederbringlich abgerissen. Lediglich die Gebäude der Suezkanalgesellschaft wurden renoviert. Wenn man in Nizza herumspaziert, weiß man plötzlich wieso der Bezirk in Port Said "La Franque" heißt... Der größte Markt in Port Said, der auch den Namen "Bazar" trägt (ansonsten spricht man vom Suq), ist immer ein lohnenswertes Ziel. Interessant ist auch der Friedhof am westlichen Stadtrand, getrennt in christlichen und islamischen Teil, sowie der Commonwealth-Friedhof mit den Soldatengräbern. In Port Said gibt es Kirchen beinahe aller Konfessionen aus der Zeit der Gründerväter, von denen einige von der koptischen Kirche übernommen wurden, sowie viele neue Moscheen. In der Nähe des Justizgebäudes führen die Dominikanerschwestern noch immer das "Hopital Délivrande", die Franziskanerschwestern betreiben in der Gumhuriya-Straße eine äußerst beliebte Privatschule. Weiters gibt es noch den Orden der Vinzentinerinnen in der Stadt, sowie die christliche Schule St. Mary.

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Was wirklich toll ist: morgens am Strand joggen oder spazierengehen. (Überhaupt in der Früh spazierengehen, mit der Kamera bewaffnet, denn bis ca. 10:00 Uhr ist die Stadt noch sehr verschlafen und man kann praktisch gefahrlos und recht einsam auf den Straßen herumgehen.) Der Strand von Port Said hat zwar nicht das sauberste Wasser - die Wasserqualität ist in Port Fouad drüben bedeutend besser - aber das tut der Beliebtheit und dem Riesenandrang von Einheimischen und Kairoern von Mai bis September keinen Abbruch. Man kann sich Liegestuhl und Schirm mieten (oder auch nichts, je nach Lust und Laune) und den ganzen Tag am Meer verbringen. Es gehen ständig irgendwelche Verkäufer mit ihren Schubkarren den Strand auf und ab und bieten von gebratenem Mais über Taschentücher, Schwimmreifen, Tee, kandierte Äpfel bis zu Damenwäsche alles an! Seit einigen Jahren gibt es auch Duschen am Strand und eine befestigte Promenade, die besonders abends stark bevölkert ist. Der Strand ist besonders familienfreundlich, weil er ganz flach ist und man wirklich sehr weit ins Meer hineingehen kann.

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Port Said ist Freihandelszone und die ganze Stadt ist wie ein großer Basar. Man bekommt hier so gut wie alles was das Herz begehrt. In den Straßen in Hafennähe gibt es sehr gute kleine Parfum- und Räucherzeugläden und auch die unvermeidlichen Touristenläden mit ihren Mini-Pharaonen und Papyri. Wer gern typisch ägyptisches Knabberwerk (Kürbiskerne, Kichererbsen etc.) kaufen möchte, kriegt die beste Ware bei "Bondok" in der Sh. Saad Zaghloul (bei den Einheimischen heißt die Straße immer noch Delatini). Was man auf keinen Fall auslassen sollte, ist frisch gepresster Zuckerrohrsaft (azir asab). Kleidung besonders für Kinder kann man in guter Qualität günstig kaufen. Allerdings wird man selbst in Ägypten kaum die gute ägyptische Baumwolle kriegen, sondern meist Massenware aus China oder der Türkei. Kosmetika sind im Verhältnis zu Europa jedoch sehr teuer. Viele Zeitungsstände in Hafennähe bieten internationale Zeitungen und Magazine an.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Beliebt bei den Einheimischen ist Pizza Pino in der Sharia Gumhuriya, wo man preisgünstig gute Pizza und andere italienische Gaumenfreuden erhält. Ein berühmtes Fischrestaurant ist Abu Essam in der Sharia Atif Sadat. Galal an der Ecke Sharia Gumhuriya/ Sharia Gaberti bietet sehr preiswerten Fisch. Im Shopping Center in der Nähe des Sonesta Hotels befindet sich das gute und teure Restaurant Maxim. Cecil und Reana House, Sharia Gumhuriya, die Cecil-Bar offeriert nur Kaffee, Tee und Bier, das darüberliegende Reana bietet südostasiatische Küche, gemütlich, sauber und auch hier Bier erhältlich.

Der Suez Canal Authority Club, Port Fuad, direkt links neben dem Ferry- Anleger, Einlass nur mit Pass und nur mittags, mit tollem Blick von der Terrasse auf Port Said hat ein relativ preiswertes Restaurantschiff "Noras", Abfahrt jeweils 14:30, 16:00 und 20:30Uhr, europäische und orientalische Küche.

Ausgehen[Bearbeiten]

In den größeren Hotels befinden sich Diskotheken. Ansonsten findet man Billardcafés, ein Kino und diverse schöne Restaurants und Caféhäuser, z.B. Gianola in der Gumhuriya-Straße. Beliebt bei den Einheimischen ist die Flaniermeile entlang der Strandpromenade des Mittelmeeres. Hier ist im Sommer bis in die frühen Morgenstunden etwas los. Ein Bummel entlang des Suez-Kanals ist immer lohnenswert. Wer Fussball liebt ist gut bedient, denn Port Said hat ein schönes großes Stadion mit Flutlichtanlage.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Hotels findet man ab ca.75LE am Mittelmeer gelegen. Die Grenze ist nach oben offen. Preiswert und gut sind Noras Beach und Carawan Beach. In der Sharia Gumhuriya liegen weitere kleinere Hotels, z.B. das alt-ehrwürdige Hotel De Laposte (ca. 70 LE/Nacht), Holiday Hotel (ca. 240 LE/Nacht EZ mit Frühstück; Stand Mai 2008). Helnans, das Beach Albatros und Sonesta(an der Einfahrt zum Suez-Kanal gelesen) gehören zur oberen Preisklasse. Im Sommer sollte man Vorausbuchen, da sich viele Ägypter und Araber in der Stadt aufhalten. Im Winter findet man immer etwas.

Klarkommen[Bearbeiten]

Touristik-Information[Bearbeiten]

Die Touristik-Information befindet sich in der Palastine St., Tel. und Fax: (066) 323 5289. Sie ist täglich außer freitags von 09:00 bis 18:00 Uhr, freitags von 09:00 bis 14:00 Uhr geöffnet. Viele öffentliche Gebäude und Touristenknotenpunkte werden von der Touristenpolizei bewacht, die bei allfälligen Fragen sehr hilfsbereit ist, aber auch bei Belästigung durch bettelnde Kinder einschreitet.

Kommunizieren[Bearbeiten]

Telefon[Bearbeiten]

Die Telefonvorwahl für Port Said ist 066 bzw. 002066 von Deutschland und Österreich aus. Seit 2005 sind alle Telefonnummern siebenstellig, den vormals sechsstelligen Telefonnummern wurde eine 3 vorangestellt. Mobiltelefonnummern sind hiervon nicht betroffen. Mittlerweile gibt auch in Port Said jede Menge Internet-Cafés, allerdings wartet man oft ewig lange bis sich die gewünschten Seiten öffnen. Man darf nicht vergessen, dass die Medien und somit auch das Internet von der Zensur betroffen sind und deshalb nicht alle Seiten aufgerufen werden können! Trotzdem ist diese Art der Kommunikation für Nachrichten nach Hause z.B. immer noch extrem billig - für eine halbe Stunde Internet zahlt man je nach Lage des Internetcafés von 50 Piaster bis zu 3 Pfund.

Weiter geht's[Bearbeiten]

Mit der öffentlichen Fähre, die alle paar Minuten abfährt, rüber nach Port Fuad, der Schwesterstadt Port Saids, auf die asiatische Seite. Die weiß-blauen Port Said Taxis sind durchaus leistbar: innerhalb der Stadt zahlt man derzeit 2 Pfund, von einem Ende der Stadt zum anderen etwa 3 Pfund. Ansonsten kann man auch mal eine Fahrt mit dem Micro-Bus wagen (kostet ca. 50 Piaster bis 1 Pfund). Cairo ist ca. 2 Autostunden entfernt, Ismailia ca. 50Minuten.

Weblinks[Bearbeiten]




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