Patagonische Atlantikküste

Aus Wikitravel

Südamerika : Argentinien : Patagonia Argentina : Patagonische Atlantikküste
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Patagonische Atlantikküste zieht sich in Argentinien zwischen Viedma und dem Cabo Vírgenes entlang. Sie ist insgesamt sehr einsam und bietet zahlreiche vollkommen unentdeckte Strände. Bekannt ist sie vor allem wegen ihrer intakten Tierwelt. Man kan aber auch sehr gut baden - die Wasser- und Lufttemperaturen liegen in vielen Gebieten sogar über denen an der Atlantikküste der Provinz Buenos Aires.

[bearbeiten] Regionen

Die patagonische Atlantikküste kann man in folgende Unterregionen einteilen:

  • Golfo San Matías zwischen der Mündung des Río Negro und der Halbinsel Valdés, Wechsel zwischen Steilküsten und sandigen Buchten
  • Küste von Chubut zwischen Puerto Madryn und dem Cabo Dos Bahías, eine rauhe Küste mit vielen Buchten und Steilküsten
  • Golfo San Jorge im südlichen Chubut und nördlichen Santa Cruz, geprägt von Küstengebirge und Steilküste
  • Küste von Santa Cruz bis zum Cabo Virgenes, eine Steilküste mit teilweise Küstengebirgen und tiefen Flusseinschnitten

[bearbeiten] Orte

An der Atlantikküste Patagoniens konzentriert sich die Bevölkerung dieser Gegend. Weiter inlands ist das Gebiet kaum besiedelt, mit Ausnahme der Flusstäler.

[bearbeiten] Städte

  • Comodoro Rivadavia, 170.000 Ew, größte Stadt der Atlantikküste, gelegen in einer attraktiven Hügellandschaft, mit dem Badeort Rada Tilly
  • Rawson / Trelew, insg. 130.000 Ew., Doppelstadt am Río Chubut mit dem Badeort Playa Unión
  • Río Gallegos, 80.000 Ew., Hauptstadt der Provinz Santa Cruz, am gleichnamigen Fluss.
  • Puerto Madryn, 60.000 Ew), die Tauchmetropole Argentiniens am Golfo Nuevo in der Provinz Chubut, nahe der Halbinsel Valdés.
  • Viedma / Carmen de Patagones, 60.000 Ew., Hauptstadt der Provinz Río Negro, malerisch am gleichnamigen Fluss gelegen.
  • Caleta Olivia, 50.000 Ew., Erdölstadt in der Provinz Santa Cruz
  • San Antonio Oeste, 15.000 Ew., Hafenstadt in Río Negro an der San-Antonio-Bucht
  • Puerto Deseado, 12.000 Ew., attraktiver Hafenort im nördlichen Santa Cruz.
  • Sierra Grande, 10.000 Ew., Minenort am Fuß des gleichnamigen Mittelgebirges

[bearbeiten] Badeorte

  • Las Grutas, 5.000 Ew., größter Badeort Patagoniens, mit attraktiven Stränden mit Grotten
  • Playa Unión bei Rawson, an der Mündung des Río Chubut in den Atlantik. Beliebter Ferienort.
  • Rada Tilly bei Comodoro Rivadavia, sehr attraktiver Badeort in einer von Bergen eingerahmten Bucht
  • Balneario El Cóndor, 1.500 Ew, bei Viedma, attraktiver Badeort mit riesigem Sandstrand und viel Natur
  • Playas Doradas, 500 Ew, bei Sierra Grande, Badeort mit goldfarbenen Stränden, am Fuß der Sierra Grande
  • Camarones, 1.500 Ew., kleines Fischerdorf im zentralen Chubut mit attraktiven Stränden, Kaps, Bergen, Buchten und Inseln sowie reichhaltiger Tierwelt (Seelöwen und Pinguine)
  • Puerto Pirámides, 500 Ew., kleiner Touristenort im Süden der Halbinsel Valdés, mit Badestrand und guter Walbeobachtung.

[bearbeiten] Weitere Ziele

  • Halbinsel Valdés, weltberühmtes Naturschutzgebiet mit reichhaltiger Küstentierwelt: Pinguinen, See-Elefanten, Seelöwen, Robben, Wale und Vögel.

[bearbeiten] Hintergrund

Die Atlantikküste Patagoniens ist ein wahres Paradies für Naturliebhaber. Nur an wenigen Orten gibt es Massentourismus, der größte Teil der Küste dagegen ist nicht einmal mit dem Auto erreichbar. Praktisch an allen Stränden kann man nicht nur bei angenehmen Wassertemperaturen und sonnigem (wenn auch windigen) Klima baden und Wassersport betreiben, sondern auch Pinguine, Delfine, Seelöwen und Wale zu Gesicht bekommen.

[bearbeiten] Sprache

Fast das argentinische Standardspanisch, mit einigen regionalen Variationen und Ausdrücken.

[bearbeiten] Anreise

Die Anreiseroute für fast ganz Argentinien ist die Ruta Nacional 3, die mit gebührenden Abstand zum Meer an der Küste entlangführt und von der aus alle Orte und Städte über Stichstraßen zu erreichen sind.

Mit dem Bus gibt es Verbindungen nach Mendoza, Córdoba, Buenos Aires und Jujuy sowie natürlich zu allen Zwischenorten.

Ein günstiger Zug fährt von Buenos Aires aus Carmen de Patagones (bei Viedma) an.

Flughäfen gibt es von Nord nach Süd in Viedma, San Antonio Oeste, Trelew, Comodoro Rivadavia und Río Gallegos, Landepisten mit seltenen Verbindungen gibt es zudem in Puerto Deseado, Puerto San Julián und Puerto Santa Cruz.

[bearbeiten] Mobilität

Auf der Ruta Nacional 3 fahren zahllose Buslinien in hoher Dichte. Trotzdem muss man in den Sommermonaten in der Regel Langstrecken ein paar Tage vorher buchen.

[bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Architektonische Sehenswürdigkeiten darf man in den neuen, modernen patagonischen Küstenstädten (mit Ausnahme von Carmen de Patagones und einigen Dörfern der Walliser Kolonisten bei Trelew) nicht erwarten. Dafür gibt es jede Menge Natur zu erleben.

[bearbeiten] Aktivitäten

Es gibt zahllose Aktivitäten an der Küste zu tun. Unter anderem ist die Gegend um Puerto Madryn die bekannteste Gegend zum Tauchen in Argentinien, auch wenn an der gesamten patagonischen Küste gute Möglichkeiten für diesen Sport gegeben sind. An einigen Gebieten werden Gleitschirmflüge an den Küstenbarrieren angeboten (attraktiv insbesondere in der Gegend um Comodoro Rivadavia). Zum Strandsegeln eignen sich viele der weiten Strände bei El Cóndor.

[bearbeiten] Küche

In allen Hafenstädten gibt es vorzügliche Fischrestaurants.

[bearbeiten] Ausgehen

Ausgehen kann man in den größeren Städten und Badeorten hervorragend, auch wenn sich das Angebot sicher nicht mit den Massenferienorten der Provinz Buenos Aires messen kann. Dafür gibt es in einigen Orten Clubs und Diskotheken direkt am Strand, z.T. unter freiem Himmel.

[bearbeiten] Sicherheit

Wie überall gilt: In Großstädten muss man weit mehr Vorsicht walten lassen als in kleinen Orten, wo man kaum Opfer von Kriminellen werden wird.

Das Baden in abgelegenen Gebieten kann gefährlich sein, wegen der Strömungen und der Tatsache, das der nächste Schwimmer oft Hunderte von Kilometern entfernt sein kann. Die Haie, Orcas, Seelöwen und Delfine greifen dagegen keine Menschen an.

[bearbeiten] Klima

Die Temperaturen nehmen von Nord nach Süd ab. Als Beispiel seien vier Orte genannt:

  • San Antonio Oeste (und Las Grutas) hat heiße, trockene Sommer mit Tagestemperaturen um 30°C und kühle Winter mit Tagestemperaturen um 12°C und häufigem Frost. Baden kann man von Anfang Dezember bis Mitte April.
  • Puerto Madryn hat warme Sommer (27°C tagsüber) und kühle Winter (12°C). Baden kann man von Mitte Dezember bis Mitte April.
  • Comodoro Rivadavia hat warme Sommer (25°C tagsüber) und kühle Winter (11°C). Baden kann man von Anfang Januar bis Anfang April.
  • Río Gallegos hat kühle Sommer (20°C tagsüber) und relativ kalte Winter (7°C). Baden können nur Hartgesottene im Januar und Februar.

[bearbeiten] Weiter geht's

Eine Reise an die Atlantikküste Patagoniens kann von einem Ausflug nach Feuerland gekrönt werden, oder aber von einem Abstecher zum Nationalpark Los Glaciares in den Südanden. Weniger bekannt, aber ebenfalls sehr reizvoll ist eine Tour durch das Tal des Río Chubut bis nach Esquel.

[bearbeiten] Weblinks