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Pampa Seca

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Die Pampa Seca ist der westliche Teil der argentinischen Pampa. Sie ist deutlich trockener als der Osten und von einer niedrigen Gras- und Buschlandschaft mit einigen Hügeln geprägt.

Regionen[Bearbeiten]

Die Pampa Seca ist als Naturregion relativ einheitlich. Sie reicht etwa von der Westgrenze der Provinz Buenos Aires bis in den Südosten von Mendoza. Die Südgrenze bildet der Río Colorado, dort beginnt Patagonien. Der Nordosten ist am feuchtesten, der Südwesten am trockensten.

Orte[Bearbeiten]

Nur wenige bedeutende Orte liegen in der Pampa Seca:

  • Santa Rosa de Toay, 100.000 Einwohner, Hauptstadt der Provinz La Pampa
  • General Pico, 50.000 Einwohner, Zentrum des fruchtbarsten Gebietes der Region im Nordosten von La Pampa
  • Realicó, 15.000 Einwohner, im äußersten Norden der Provinz La Pampa
  • Malargüe, 10.000 Einwohner, im Süden von Mendoza, Ausgangspunkt zu zahlreichen sensationellen Naturschönheiten
  • 25 de Mayo, 5.000 Einwohner, im Südwesten von La Pampa an einem Stausee
  • Puelches, 3.000 Einwohner, Ausgangspunkt zu den großen Seen Laguna La Dulce und Laguna La Amarga

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Pampa Seca hat im Gegensatz zur Pampa húmeda ausgeprägte Trockenzeiten und ist deshalb für die Landwirtschaft weniger geeignet. Trotzdem wird der Ostteil bewirtschaftet und vor allem zur Viehzucht genutzt. Der Westen dagegen ist eines der am dünnsten besiedelten Gebiete des Landes.

Im Westen des Gebietes gibt es viele Salzseen.

Interessant für Reisende ist vor allem die weitgehend unberührte Natur: die weiten Ebenen im Osten und die bizarre Meseta-Landschaft im Westen, die von vielen Salzseen und Vulkanen unterbrochen wird.

Sprache[Bearbeiten]

Im Süden der Region gibt es vereinzelte Vertreter der Mapuche und Puelche-Indianer, die noch ihre eigene Sprache sprechen.

Anreise[Bearbeiten]

Bester Ausgangspunkt für eine Reise in diese wilde Gegend ist die Stadt Santa Rosa de Toay, die dank ihrer zentralen Lage von fast überall her mit dem Bus direkt erreichbar ist. Für den Süden der Gegend ist auch Bahía Blanca empfehlenswert, für den Nordwesten die Stadt San Rafael in Mendoza, von der man aus leicht nach Malargüe gelangt.

Mobilität[Bearbeiten]

Es gibt außerhalb der Hauptrouten und des Ostteils der Provinz La Pampa so gut wie keine öffentlichen Verkehrsmittel. Ein Mietwagen ist sehr zu empfehlen, wenn man etwa die Wildnis der fast unberührten Sierra del Nevado oder der Hochebene von Payún erkunden will.

In vielen abgelegenen Gebieten ist ein allradgetriebenes Fahrzeug sehr von Vorteil. Außerdem ist zu beachten, dass oft tage- oder sogar wochenlang kein Fahrzeug auftauchen kann - man sollte also entweder mechanische Kenntnisse mitbringen oder die Strecken am besten mit zwei Fahrzeugen zurücklegen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

  • Felszeichnungen im Nationalpark Lihuel Calel
  • Historischer Landgasthof im Örtchen Chacharramendi, Folklore- und Gaucho-Treffpunkt
  • Llancanelo-See im Südosten von Mendoza, mit Flamingos und anderen Wasservögeln
  • Pozo de las Ánimas im Süden von Mendoza, ein riesiges, dolinenartiges Loch mit einem See (nahe Las Leñas)
  • Castillos de Pincheira im Süden von Mendoza, ein Labyrinth aus kuriosen Felsformationen

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Beliebt ist in der Region vor allem der Jagdsport, da es noch viele freilebende Wildtiere gibt und deren Bestand nicht gefährdet ist. Eine Jagdgenehmigung muss man sich, am besten in Santa Rosa, besorgen. In den Naturreservaten ist Jagen natürlich verboten!

Wandern kann man im Nationalpark Lihuel Calel, im Naturreservat Parque Luro nahe Santa Rosa, sowie in den Gebirgen im Südosten von Mendoza. Dort ist man allerdings meist auf sich allein gestellt, da es keinerlei Infrastruktur gibt. Dafür ist die Natur grandios und unberührt.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Wie in der feuchten Pampa besteht auch hier die Kost hauptsächlich aus Rindfleisch, je weiter man nach Süden und Westen kommt, desdo häufiger wird allerdings auch Schaffleisch verzehrt.

Ausgehen[Bearbeiten]

In jedem größeren Ort gibt es eine Diskothek oder einen Disco-Pub, auch wenn man nicht unbedingt auf Underground-Highlights treffen wird, am ehesten noch in Santa Rosa und General Pico.

Sicherheit[Bearbeiten]

Kriminelle braucht man in dieser abgelegenen Gegend wohl am wenigsten zu fürchten. Schon eher bewaffnete Großgrundbesitzer oder bissige Wachhunde, wenn man unvorsichtigerweise ein Privatgrundstück betritt, ohne den Besitzer um Erlaubnis zu bitten. Im Zweifelsfall nie direkt auf ein Haus zugehen, sondern mit gebührendem Abstand mit den Händen klatschen.

Auch auf die Tierwelt muss man aufpassen (Schlangen, ev. Pumas). Die starke Sonneneinstrahlung ist ebenfalls gefährlich, da es kaum Schatten gibt. Unbedingt bei Wanderungen auf Sonnenschutz achten!

In Mendoza gibt es manchmal Erdbeben.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima ist im Sommer heiß (in Santa Rosa durchschnittlich 33°C am Tag) und im Winter kühl (13°C am Tag, nachts oft Frost). Im Winter gibt es fast nie Niederschlag, im Sommer vereinzelt, aber relativ selten Regen, der meist als Gewitterschauer herunterkommt.

Weiter geht's[Bearbeiten]

Gut eignet sich die Gegend als Durchreisestation auf dem Weg von Buenos Aires in die Südanden.





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