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Palästina

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Vor Reisen in den Gazastreifen wird dringend gewarnt. Wer trotzdem reist, muss mit einer erheblichen Gefährdung terroristische Anschläge und Entführungen rechnen. Allgemein: Es immer wieder zu militärischen Operationen Israels im Gazastreifen. In solchen Fällen sind die Botschaft Tel Aviv oder das Vertretungsbüro Ramallah außerstande, den Reisenden die Ausreise zu ermöglichen. Die Ein- und Ausreise über den Grenzübergang Rafah ist für Touristen nicht möglich. Von Reisen in das Westjordanland wird grundsätzlich abgeraten. Aufenthalte in den Städten Bethlehem und Jericho und Tagfahrten nach und am Toten Meer (Straße 1) sowie Tagfahrten im Jordantal auf Straße 90 sind derzeit vertretbar.





Lage
Palestine in its region.svg
Flagge
Flagge von Palästina
Kurzdaten
Hauptstadt: Gaza und Ramallah (provisorisch, Ostjerusalem wird als Hauptstadt beansprucht)
Staatsform: Autonome Region
Währung: Neuer Israelischer Schekel (ILS)
Fläche: 6300 km²
Bevölkerung: 4.018.332 (2007; davon Westjordanland 2.535.927, Gazastreifen 1.482.405)
Sprachen: Arabisch; andere Sprachen: Englisch und Hebräisch
Religionen: hauptsächlich Muslime; Juden und große christliche Minderheit
Telefonvorwahl: +970
Internet TLD: .ps
Zeitzone: UTC+2h


Karte des Gazastreifens
Karte vom Westjordanland

Palästina liegt im Nahen Osten. Es umfasst den gesamten Gazastreifen und 40 % der Fläche des von Israel besetzten Westjordanlandes. Die Palästinensische Autonomiebehörde beansprucht jedoch das gesamte Westjordanland.

Regionen[Bearbeiten]

Die Mehrheit der Palästinenser (99,3%) sind Muslime, im Westjordanland (ohne den Gazastreifen) 75%. In einigen Gegenden finden sich große christliche Gemeinden, besonders in Bethlehem, Bait Sahur, Ost-Jerusalem und Ramallah. Arabische Christen bilden im Westjordanland 8% der Bevölkerung, währenddessen sie im Gazastreifen nur ca 3.000 Personen ausmachen.

Städte[Bearbeiten]

Gazastreifen:

  • Gaza
  • Rafah
  • Khan Younis
  • Beit Hanoun
  • Beit Lahya
  • Deir al-Balah

Westjordanland:

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Deutsche Staatsbürger sowie Besucher aus Österreich und der Schweiz benötigen für einen Aufenthalt von bis zu drei Monaten kein Visum. Allerdings muss der Reisepass noch sechs Monate gültig sein. Eine direkte Einreise nach Palästina ist nicht möglich, sondern kann nur über Jordanien, Ägypten oder Israel erfolgen.

Flugzeug[Bearbeiten]

Die Einreise mit dem Flugzeug ist derzeit nur über Israel möglich. Vom Israelischen Flughafen Ben Gurion kommt man in die palästinensischen Gebiete. In die Westbank kommt man über Ost-Jerusalem. Eine Einreise nach Gaza über Israel erfolgt über den Grenzübergang Beit Hanour (Erez).

Außerdem können Flughafen in Jordanien bzw. Ägypten angesteuert werden, um von dort aus in die Westbank bzw. nach Gaza einzureisen.

Bahn[Bearbeiten]

Es gibt keine Bahnverbindungen in die Palästinensergebiete.

Bus[Bearbeiten]

Als Verkehrsmittel werden Busse (zwischen Städten und Dörfern) und Taxen (innerhalb der Stadt) genutzt.

Auto[Bearbeiten]

Anreise über Jordanien: Grenzstationen von Jordanien aus sind die Allenby-Brücke und die Sheikh-Hussein-Brücke. Landweg über Ägypten: Der Grenzübergang Rafah zum Gaza-Streifen ist rund fünf Autostunden von der ägyptischen Hauptstadt Kairo entfernt.

Schiff[Bearbeiten]

Die Einreise mit dem Schiff ist z.Zt. nicht möglich.

Mobilität[Bearbeiten]

Es ist sehr gut möglich, zwischen den einzelnen Städten hin und her zu pendeln. Dies wird hier mit arabischen Bussen, Taxen und auch sogenannten Service (Großraumtaxi mit fester Route und festem Preis) ermöglicht. Die Busse fahren aber nur bis circa 19 Uhr.

Von Israel aus kann man ein arabisches Scherut nehmen. Man kommt vom Damaskustor in Jerusalem mit dem arabischen Scherut (grün-weiß, Nummer 18) ganz einfach für 6.50 Schekel nach Ramallah. Dabei muss man (bei der Einreise!) am Checkpoint nicht einmal einen Reisepass vorzeigen. Bei Ausflügen nach Ramallah von Jerusalem aus diesen Reisepass aber bloß nicht vergessen, sonst kommt man nicht mehr über die Grenze zurück. Von Ramallah aus zur israelischen Grenze zurück kommt man nur umständlich mit dem Scherut. Es empfiehlt sich ein Taxi zu nehmen und zu einem gut gehandelten Preis zum Checkpoint gebracht zu werden.

Sprache[Bearbeiten]

Gesprochen wird Palästinensisch-Arabisch, ein arabischer Dialekt, der sowohl Merkmale mit dem Ägyptisch-Arabischen als auch mit dem Syrisch-Libanesischen hat.

Während in Israel die meisten Menschen Englisch sprechen, stößt man in den Palästinensergebieten auf mehr Hindernisse, was die Sprache angeht. In den großen Städten wie Ramallah oder Hebron kann man sich auf Englisch in der Regel mit jedem Taxifahrer verständigen. Deutsch wird kaum gesprochen, obwohl es aber einige deutsche Schulen in Palästina gibt (z.B. Talitha Kumi in Beit Jala).

Hebräisch wird in den Palästinensergebieten kaum gesprochen. Es wird auch nicht sonderlich gern gehört. Man sollte also aufpassen, dass man nicht aus Versehen den Falafelbudenbesitzer auf Hebräisch anquatscht. Dieser Fehler ist vor allem unter deutschen Volontären verbreitet, die in Israel leben und arbeiten.

Kaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

In Palästina findet man in den Städten hauptsächlich Fastfood. Es erinnert an die türkischen Dönerbuden in Deutschland. Angeboten wird vor allem Falafel. Dieses vegetarische Gericht ist sehr schmackhaft und ziemlich preiswert. Falafelbällchen (aus Kichererbsenteig) werden mit Gemüse, Hummus und anderen Soßen in eine Pita (Fladenbrot) gefüllt. Eine Falafel ist in Ramallah schon für etwa 5 Schekel (1 Euro) zu haben. Ein anderes Fastfood-Gericht ist Schawarma, ein Fleischgericht, ähnlich wie ein Döner, das in ein dünnes Fladenbrot gewickelt – häufig zusammen mit Tahina (Sesampaste), Sumak und gebratenem oder milchsauer eingelegtem Gemüse, auch Salat verkauft wird.

Ausgehen[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Lernen[Bearbeiten]

Da es sich bei Palästina nach wie vor um eine sensitive und komplexe Krisenregion handelt, ist es empfehlenswert sich an lokale Touranbieter aus dem politischen oder dem alternativen Tourismusbereich zu wenden. Die wachsende Anzahl dieser Gruppen und Agenturen (siehe z.B.Green Olive Tours) bieten sowohl Tagesausflüge, als auch Touren, die mehrere Tage dauern. Die Informationen können historischer und/oder kultureller Natur sein, werden aber immer durch die politische Analyse des jeweiligen Reiseleiters in einen aktuellen Kontext gesetzt.

Arbeiten[Bearbeiten]

Feiertage[Bearbeiten]

Termin Name Bedeutung
xx. yy Xyz Xyz

Sicherheit[Bearbeiten]

Reisen nach Palästina sind generell möglich. Es wäre jedoch angebracht sich vorher über die aktuelle Sicherheitslage zu informieren. Immer wieder kommt es zu Zusammenstößen zwischen palästinensichen Demonstranten und israelischen Sicherheitskräften im Westjordanland. Im Gazastreifen kann es sogar zu Luftangriffen aus Israel kommen.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Es ist darauf zu achten wie die Trinkwasserquallität aus dem Wasserhahn in seiner Unterkunft ist, da es nicht in jedem Haushalt entsprechende Filteranlagen gibt.

Klima[Bearbeiten]

Palästina wird in vier Klimagebiete unterteilt, nämlich Küstenebene, Bergland, Jordangraben und Hochebene.

Respekt[Bearbeiten]

Grundsätzlich ist es angebracht, die Wert- und Moralvorstellungen der überwiegend muslimisch geprägten Gesellschaft zu respektieren und auf eine angemessene, saubere Kleidung zu achten. Bermudashorts oder Jogginghosen, kurze Röcke und Tops sollten in der Öffentlichkeit nicht getragen werden, beim Besuch einer Moschee ist es für Frauen empfehlenswert, die Haare mit einem Tuch zu bedecken.

Kommunizieren[Bearbeiten]

Telefon[Bearbeiten]

Palästina hat die Landesvorwahl +970. Von Deutschland ausgehende Telefongespräche müssen über die Vorwahl +972 geführt werden. (Quelle: Palästinensiche Mission in Deutschland)








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