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Orkneyinseln

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Die Orkneyinseln bestehen aus etwa 100 Inseln und liegen 10 km (Insel Swona) nördlich der Küste Schottlands.

Brütende Eissturmvögel

Orte[Bearbeiten]

  • Kirkwall - die administrative Hauptstadt der Inseln.
  • Stromness - wichtiger Fährhafen, alte Hafenstadt

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Orkneys sind Teil der britischen Inseln im äußersten Nord-Osten Schottlands umgeben von Atlantik und Nordsee. Sie sind etwa 10 Kilometer vom "Festland" entfernt. Insgesamt sind 20 der 67 Inseln bewohnt. Die Gesamtgröße der Inseln beträgt etwa 950 Quadratkilometer, die Küstenlänge rund 900 Kilometer. Die Orkneys haben ca. 19.600 Einwohner, von denen der grösste Teil auf der Insel namens Mainland leben. Die Hauptstadt Kirkwall hat rund 8000 Bewohner.

Traditionell leben die Einwohner Orkneys von der Viehzucht. Weitere wichtige Erwerbszweige sind Fischerei und Fischzucht sowie das Erdöl aus der Nordsee.

In den Felsen vor allem an der Atlantikküste brüten im Sommer unzählige Seevögel, u. a. Papageientaucher (Vogelbeobachtung). Außerdem gibt es viele Seehunde und mit etwas Glück sind sogar Delphine und Wale zu beobachten.

Anreise[Bearbeiten]

Flugzeug: Es gibt einen kleinen nationalen Flughafen auf dem Mainland etwas außerhalb von Kirkwall. Erreichbar ist dieser von Edinburgh, Inverness, Glasgow und Aberdeen aus mit Loganair.

Bahn: First ScotRail hat eine recht gute Verbindung nach Thurso, welches etwa zwei Kilometer vom Fährhafen Scrabster entfernt liegt. Die Strecke führt teilweise durch beeindruckende Landschaften.

Bus: Besonders beliebt sind die "Go-Orkney" Tours

  • Citylink — Routenplanung und Preise
  • Megabus — Routenplanung und Preise

Auto: Es gibt keine Brücke, daher sollte man eine der Fähren nehmen.

Fähren: Es gibt mehrere Fährverbindungen auf die Orkneyinseln:

  • NorthLink Ferries verbinden Scrabster mit Stromness (1,5 h Fahrzeit; Hauptsaison (Juli/Augus) ca 75 Pfund für 2 Erwachsene und 1 Auto - einfache Fahrt) oder Aberdeen mit Kirkwall auf Mainland.
  • Pentland Ferries fahren von Gill's Bay (westlich von John O'Groats) nach St. Margaret's Hope auf South Ronaldsay.
  • Vom 1. Mai bis 30. September (Stand 2005) gibt es eine Passagierfähre von John O'Groats nach Burwick auf South Ronaldsay. Daran angeschlossen sind verschiedene Tagesbustouren zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

Untereinander sind die Orkneys mit den Orkney Ferries verbunden.

Reservierungen sind - auch für die Fähren zwischen den Inseln - in der Saison empfehlenswert.

Mobilität[Bearbeiten]

Flug: Loganair verbindet auch viele Inseln untereinander. Eine der Hauptaufgaben ist die Versorgung der Inseln. Sie fliegt täglich verschiedene Rundstrecken zu den Inseln und verteilt u.a. die Tageszeitung. Besonderheit: auf den Orkneys gibt es zwischen Westray und Papa Westray die weltweit kürzeste reguläre Flugstrecke. Der Flug dauert nur ca. 50 Sekunden!

Die Flüge sind von der Regierung bezuschusst und so kann man günstig einen Rundflug über die Inseln bekommen. Informationen dazu gibt es am Flughafen.

Auto: Die Inseln lassen sich gut mit dem Auto erkunden, viele Straßen sind - wie in Schottland üblich - 'Single Track'.

Autoverleiher gibt es u.a. am Flughafen und in Kirkwall.

Bus: Verschiedene Buslinien verbinden zusammen mit den Fähren die wichtigsten Punkte der Inseln.

Fähren: Die Fähren verbinden folgende Inseln: Eday, Egilsay, Flotta, Graemsay, Hoy, North Ronaldsay, Papa Westray, Rousay, Sanday, Shapinsay, Stronsay, Westray und Wyre.

Daumen: Auf den Inseln fahren häufig Autos die einen durch entsprechendes Handzeichen freundlich mitnehmen. Da die Distanzen meist nicht richtig abgeschätz werden, lohnt sich das Trampen bei allen Gelegenheiten. Für die Inselbewohner ist dies ein geläufiges Verkehrsmittel.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Mainland[Bearbeiten]

  • Kirkwall: Earl Patrick's Palace (Ruine), Bishop's Palace (Turm mit Aussicht), St. Magnus Cathedral (12. Jh.), Tankerness House Museum (Lokalgeschichte Steinzeit bis 19. Jh.; gegenüber Kathedrale), Highland Park Whiskey Distillery (Besichtigungen; Holm Road)
  • Stromness: alte Hafenstadt, heute Fährhafen für Autofähren nach Scrabster (Festland), Stromness Museum (Lokalgeschichte, Seefahrt, Heringsboom, Scapa Flow), Pier Arts Centre (zeitgenössische Kunst)
  • Skara Brae (11 km nördlich von Stromness, Tel 01856 841815). Dieses Steinzeitdorf lag ca. 4500 Jahre unter einer Sanddüne. Es ist ca. 5000 Jahre alt und wurde durch einen Sturm im Jahre 1850 freigelegt. Dadurch ist es sehr gut erhalten. Zahlreiche Einrichtungsgegenstände und Dinge des täglichen Gebrauchs sind hier ausgegraben worden und werden teilweise in den Häusern ausgestellt. Die meisten kleineren Fundstücke (Schmuck, Werkzeuge, Tonscherben) werden allerdings im National Museum of Antiquities in Edinburgh gezeigt. Das Dorf besteht aus acht Gebäuden mit nahezu vollständiger Einrichtung (Schränke, Vorratsnischen in den Wänden, Kistenbetten, ...). Alles aus Stein, da die Bewohner außer Treibholz kein Holz zur Verfügung hatten. Eines der Häuser ist zur Veranschulichung komplett mit sämtlichen Einrichtungsgegenständen nachgebaut worden. Das Dach besteht aus Walknochen, die mit Tierfellen und Erde bedeckt wurden.
    Skara Brae gehört zu "Historic Scotland"; Eintritt: im Sommer 6,50 £ (2,50 £ Kinder, Ermäßigt 5,00 £) dieser Eintritt gilt auch für das benachbarte Skaill House, im Winter 5,50 £ (2,00 £ Kinder, Ermäßigt 4,50 £) im Winter ist Skaill House nicht zu besichtigen; Öffnungszeiten: Apr - Sep 9:30 - 18:30, Okt - Mär 9:30 - 16:30
  • Skaill House Herrenhaus aus dem 17. Jh., zu Besichtigen nur im Sommer in Verbindung mit Skara Brae
  • Unstan Cairn (4 km östlich von Stromness): Unstan Cairn ist ein prähistorisches Kammergrab. Es besitzt eine große Grabkammer, die durch aufrecht stehende Steine in einzelne Grabnischen unterteilt ist (wie Midhowe auf Rousay). Zusätzlich gibt es eine kleine Grabkammer, die von der großen abgeht (wie die anderen Kammergräber auf Mainland). Es ist also eine Mischform aus "Stalled Cairn" und "Chambered Cairn". Bei den Ausgrabungen von 1884 wurden komplette menschliche Skelette, zahlreiche einzelne Knochen und auch Tierknochen gefunden. Außerdem wurde eine große Sammlung verzierter Tonschalen gefunden, die nach dem Fundort "Unstan Ware" genannt wurde. Ein in einen Stein des Grabes geritzter Vogel verrät, daß auch in diesem Grab Wikinger waren.
  • Ring of Brodgar (auch Ring of Brogar - beide Schreibweisen werden verwendet) Der Ring von Brodgar ist ein Steinkreis mit einem Durchmesser von 104 Metern, der ursprünglich 60 Steine enthielt. 27 dieser Steine stehen heute noch. Sie sind zwischen 2 und 4,5 m hoch. Der Steinkreis wurde vermutlich zwischen 2500 und 2000 v.Chr. errichtet. Er wird komplett von einem Graben umschlossen. In unmittelbarer Nähe des Steinkreises liegen etliche kleine Grabhügel.
  • Standing Stones of Stennes: Steinkreis mit ursprünglich 12 großen Steinen in Sichtweite vom "Ring of Brodgar" und "Maes Howe". Vier davon sind erhalten. Sie sind bis zu 5 m hoch. Die Steine wurden ca. 3000 v. Chr. errichtet. Der Steinkreis ist damit älter als der benachbarte "Ring of Brodgar".
  • Barnhouse Neolithic Settlement: liegt unmittelbar neben den "Stones of Stennes" und ist ein steinzeitliches Dorf ähnlich Skara Brae (nicht ganz so perfekt erhalten). Im Gegensatz zu Scara Brae handelte es sich hier aber offenbar um mehrere eigenständige voneinander getrennte Häuser. Außerdem gibt es ein Haus, das offenbar nicht bewohnt war und vermutlich als Gemeinschaftshaus/Tempel genutzt wurde.
  • Maes Howe (9 km westlich von Kirkwall, Tel. 01856 761606) ist eines der bedeutendsten Kammergräber in Europa und älter als die ägyptischen Pyramiden. Es wurde etwa um das Jahr 2800 v.Chr. gebaut. Von außen ist es ein ca. acht Meter hoher grasbewachsener Hügel. Um den Hügel herum sind Reste eines Grabens und eines Walles zu erkennen. Man betritt das Grab durch einen 11 m langen niedrigen Gang. Einer der größten Steine, die hier verbaut wurden bildet fast die gesamte seitliche Wand dieses Ganges. Die mittlere Kammer ist ungefähr 4 m hoch. Von ihr zweigen drei kleine Grabkammern ab, die mit speziellen Steinen verschlossen wurden konnten. Auch der Eingang kann mit einem Stein verschlossen werden. Es bleibt dann aber ein Lichtspalt durch den zur Wintersonnenwende das Licht der Sonne bei Sonnenuntergang für 20 min auf die hintere Wand mit einer der Grabnischen fällt. Bei den Ausgrabungen 1861 waren die Grabkammern leer. Stattdessen fand man die Wände bedeckt mit Runen, die eine Gruppe von Wikingern im 12. Jh. hier hinterließ. Es handelt sich um die größte steingeritzte Runensammlung. Außerdem gibt es einige in die Steine geritzte Zeichnungen. Die bekannteste ist der "Maehowe dragon". Mit ihm sind unzählige Souveniers der Orkneyinseln geschmückt.
    Das Grab kann nur mit Führung betreten werden (im Sommer ca. alle 45 min). Eintrittskarten gibt es in der renovierten Mühle auf der anderen Straßenseite. Öffnungszeiten: Apr - Sep 9.30 - 18.30, Okt - Mär 9.30 - 16.30; Eintritt: 4.50 £, 2,00 £ Kinder, 3,50 £ ermäßigt
  • Cuween Hill Cairn
  • Wideford Hill Cairn
  • Rennibister Earth House
  • Broch of Gurness
  • Dounby Click Mill
  • Corrigal Farm Museum
  • Kirbister Farm Museum
  • Brough of Birsay. Birsay liegt im Nord-Westen von West Mainland und ist nur zu Fuß und bei Ebbe zu erreichen. Die Tourist-Information in Kirkwall gibt Auskunft über den Tidenkalender, das vermeidet nasse Füße auf dem Rückweg.
    Vom Parkplatz kommt man zur Ruine der Wikingersiedlung, die auf noch älteren piktischen Resten steht. Viele Schautafeln und ein Besucherzentrum von Historic Scotland geben Auskunft.
    Vom Leuchtturm auf der Insel hat man einen fantastischen Blick auf die Umgebung.
  • Earl's Palace in Birsay
  • Italian Chapel. Im Jahre 1942 wurden etwa 550 italienische Kriegsgefangene aus Nordafrika auf die Orkneys gebracht. Sie wurden gebraucht, um die Churchill Barriers zu bauen. Diese bestehen aus 4 befahrbaren Dämmen, die die Inseln im Osten verbinden, nachdem das deutsche Uboot U47 dort nach Scapa Flow eindrang und die HMS Royal Oak versenkte.
    Die Kapelle besteht aus zwei Nissenhütten mit einem eindrucksvollen Portal und fantastischen Bemalungen der Wände von Domenico Chiocchetti im Inneren.

South Ronaldsay[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Rousay[Bearbeiten]

  • Scapa Flow. Scapa Flow ist der innere Meeresteil südlich von Mainland und nahezu ringsherum von Inseln umschlossen. Dadurch ist er einer der größten natürlichen Häfen der Welt. Auf der Insel Hoy gibt es ein Besucherzentrum. Es schildert die militärische Nutzung und Ereignisse wie z.B. die Selbstversenkung der Deutschen Flotte (74 Schiffe) am 21. Juni 1919 und die Versenkung der HMS Royal Oak durch das U-Boot U47 am 14. Oktober 1939.

Kaufen[Bearbeiten]

Die Orkneys sind berühmt für ihren Käse, Lachs, Austern und Hummer. Die beiden Destillerien (Scapa und Highland Park) gehören zu besten Whiskyproduzenten in ganz Schottland. Die Highland Park Destillerie kann auch besucht werden und gehört zu den wenigen Unternehmungen im Lande, die noch den ganzen Arbeitsprozess der Whiskyproduktion ausführen und auch herzeigen.

Souvenirs: Das klassische Mitbringsel ist Silberschmuck mit tradtionellen Motiven aus der Umgebung (meist Wikingermotive - am beliebtesten ist der Drache/Löwe aus Maes Howe) und Schafwoll-Pullover.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

  • SYHA Jugendherbergen — Die SYHA (Scottish Youth Hostel Association) SYHA Hostelübersicht
  • Zahlreiche Independent Hostels gibt es auf vielen Inseln
  • Ayre Hotel (www.ayrehotel.co.uk)
  • zahlreiche B&B die man bei der Toruisteninformation erfragen kann. Vorsicht: einige können relativ "einsam" gelegen sein.

Camping[Bearbeiten]

  • Evie: schöner kleiner privater Campingplatz; saubere Sanitäranlagen; leicht hügeliges Gelände (Rasen); 2 Personen, 1 Auto, 1 Zelt ca. 6 Pfund/Nacht; nur Zelte?
  • Kirkwall
  • Stromness
  • Rousay


Klima[Bearbeiten]

Das Klima ist verhältnismäßig mild, was es namentlich dem Golfstrom verdankt, der die Westküsten bespült und an dieselben manchmal aus Westindien stammende Hölzer und andere Pflanzenteile anschwemmt. Februar, der kälteste Monat, hat eine Temperatur von 3,4° C., Juli von 12,9° C., und nur selten kommt es vor, dass die mittlere Temperatur eines Monats unter den Gefrierpunkt fällt. Es fallen jährlich etwa 93 cm Regen.

Weblinks[Bearbeiten]

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