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Nordkorea

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Asien : Ostasien : Nordkorea
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Lage
noframe
Flagge
Kn-flag.png
Kurzdaten
Hauptstadt: Pjöngjang
Staatsform: Volksrepublik (Juche)
Währung: Nordkoreanischer Won (KPW)
Fläche: 121.000 km²
Bevölkerung: 22,7 Mio
Sprachen: Koreanisch
Religionen: traditionell Buddhismus und Konfuzianismus, heute mehrheitlich atheistisch
Telefonvorwahl: +850
Internet TLD: .kp
Zeitzone: UTC+9


Karte von Nordkorea

Nordkorea liegt in Asien. Im Norden grenzt Nordkorea an China und Russland und im Süden an Südkorea.

Regionen[Bearbeiten]

Städte[Bearbeiten]

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Myohyang-Gebirge

Die Natur der Gebirgslandschaft ist beeindruckend schön und kann auf einer Wanderung noch besser erlebt werden. Das Myohyang-Gebirge sollte daher auf keiner Reise fehlen.

Freundschaftsausstellungen: Hier sind die Geschenke ausgestellt, die Kim Il Sung und Kim Jong Il von Staatsoberhäuptern und auch von Privatpersonen erhalten haben. Die Ausstellungshallen sind tief in den Berg gebaut. Da man unmöglich alle Räume besichtigen kann, beschränkt sich der Besuch meist auf einige Räume mit den wertvollsten Geschenken und den Räumen für die Herkunftsländer der Besucher. Bei der Ausstellung für die Kim Il Sung-Ausstellung legt man besonderen Wert den Besuchern die Geschenke zu zeigen, die er nach dem Tod erhalten hat. Die Wachen an den Eingängen mit ihren versilberten Gewehren und die Ausstellungsräume dürfen nicht fotografiert werden. Fotoapparate und Kameras müssen am Eingang abgegeben werden, am Schluss der Führung geht es aber zum Aussichtsbalkon und dafür erhält man sie zurück, so dass man von diesem herrlichen Tal auch Fotos machen kann.

Pohyon-Tempel: Eine buddhistische Tempelanlage aus dem Jahr 1042, welche im Koreakrieg zerstört und später wieder rekonstruiert worden ist. Trotz des zu sehenden Mönches (laut örtlicher Touristenführerin leben 20 Mönche hier) fehlt der Anlage das Leben, sie ist architektonisch aber sehr interessant.


Päktu

Am Päktu ist nach der nordkoreanischen Geschichtsschreibung Kim Jong Il geboren und es war ein wichtiger Ort im Partisanenkampf von Kim Il Sung. Deshalb ist der heilige Berg der Revolution auf vielen Propagandaplakaten abgebildet. Leider ist die Gegend nur mit dem Flugzeug erreichbar und der Charterflug kostet 3000 bis 4000 Euro, so dass der Besuch meist nur mit einer entsprechend großen Gruppe möglich ist, um die Flugkosten zu verteilen. Zu sehen sind außer dem Geburtshaus zahlreiche Denkmäler, wie das beeindruckende Großmonument Samjiyon, ein Museum über die Gegend in Hyesan und der beeindruckende Kratersee Chon. Besonders empfehlenswert ist der Besuch auch wegen der Eindrücke vom harten Leben der Menschen in den kleinen Dörfern in dieser rauen Natur bei der Fahrt zu den offiziellen Sehenswürdigkeiten. Wegen des Klimas ist ein Besuch zur Zeit des Kim Il Sung-Geburtstages noch nicht oder nur eingeschränkt möglich, so dass man seine Rundreise zu einem späteren Zeitpunkt unternehmen sollte, wenn auf einen Besuch hier wert gelegt wird.


Chilbo-Gebirge

Das Chilbo-Gebirge ist wie der Päktu nur per Charter-Flug erreichbar. Mittlerweile gibt es in Europa Reiseveranstalter, die dieses herrliche Gebirge in Verbindung mit dem Päktu in ihre Tour einbauen. Mögliche Flughäfen sind Orang oder Chongjin. Berühmt ist das Chilbo-Gebirge für seine Felsformationen. Dazwischen atemberaubende Naturlandschaften mit glasklaren Bächen und Wasserfällen, welche durch schöne Wege erschlossen sind. Eine Besonderheit des Chilbo ist, dass es unmittelbar am Meer beginnt, das heißt, dass man hier Baden mit Bergwandern verbinden kann. Ein Ausnahmefall ist das Feriendorf Poch'on-ri in der Nähe von Nojoktong, in dem Touristen in Häusern untergebracht werden, in denen im unterem Stock Koreaner wohnen, die einzigen "Privat"unterkünfte Nordkoreas. Auch wenn es sich sicherlich um ein Musterdorf handelt, ist man dem echten nordkoreanischen Leben nirgends so nahe wie hier, einschließlich Strom- und Wasserausfällen, freier Bewegung innerhalb des Dorfes, Maisanbau bis vor der Haustüre,... Ein kleiner, aber feiner Sandstrand liegt ebenfalls unmittelbar am Dorf.

Käsim-Tempel: Eine historische Tempelanlage aus dem Jahr 826 welche zum Standardprogramm in diesem Gebiet gehört. Sehr schön zu besichtigen, allerdings fehlt trotz des einen Mönches das echte Tempelleben (wie überall in Nordkorea).


Panmunjom

In der Nähe der Stadt Käsong in der sogenannten Demilitarisierten Zone an der Waffenstillstandslinie zu Südkorea liegt Panmunjom. Hier ist der Kalte Krieg noch lebendig. Zu besichtigen sind der Raum in dem das Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet wurde sowie die berühmten blauen Verhandlungsbaracken direkt auf der Demarkationslinie. Von der Besichtigungsterasse hat man einen guten Überblick auf die gespenstische Szenerie um die Baracken. Innerhalb (!) der mittleren Baracke darf die Linie überschritten werden, so dass man einige Schritte in Südkorea ist. Die Anweisungen des begleitenden Offiziers sind unbedingt einzuhalten, um keinen militärischen Zwischenfall zu riskieren. Unter dieser Bedingung gibt es nichts zu befürchten, man hat den Eindruck dass der Wahnsinn hier zur alltäglichen Routine geworden ist. Hier ist fotografieren ausdrücklich erlaubt, auch Fotos von den Soldaten sind kein Problem. Bei der Fahrt durch die Demilitarisierte Zone herrscht allerdings strengstes Fotografierverbot!

Hintergrund[Bearbeiten]

Kijong-dong an der Grenze zu Südkorea

Nordkorea ist ein Land, das von der Außenwelt immer noch sehr stark abgeschottet ist. Das dort herrschende Regime gilt als das restriktivste und totalitärste Herrschaftssystem der Welt. Seit 1984 ist es aber möglich, das Land als gewöhnlicher Tourist zu bereisen. Eine Reise durch Nordkorea ist aber mit Reisen durch andere Länder nicht vergleichbar. Gleich nach der Ankunft in Nordkorea werden Ihnen zwei staatliche Reiseleiter zur Seite gestellt, die bis zur Abreise immer an Ihrer Seite bleiben. Die Kontaktaufnahme mit der einheimischen Bevölkerung ist Touristen generell untersagt und kann für Einheimische bei einem Verstoß empfindliche Strafen nach sich ziehen. Es gibt auch keine Möglichkeit, das Land auf eigene Faust zu bereisen. Sehr wohl ist es aber möglich, anzugeben wo man gerne hin möchte (rechtzeitig vor der Reise und nur wenn man nicht an einer organisierten Gruppenreise teilnimmt). Spontane Programmänderungen während der Reise sind fast unmöglich. Andererseits sind Änderungen, insbesondere in der Reihenfolge, von Seiten der Reiseleitung nichts besonderes. Eine Begründung erfolgt meistens nicht. Bei einer Nordkoreareise muss man sich der Tatsache bewusst sein, dass man während des gesamten Aufenthalts im Land ständig unter Beobachtung steht. Man sollte eventuelle Kritik am Land und seiner Regierung also für die Zeit nach der Ausreise aufheben, auch gegenüber seinen Reiseleitern. Wer sich mit all diesen Einschränkungen arrangieren kann, für den wird Nordkorea ein ganz besonderes Reiseziel sein. Man hat dann die Möglichkeit ein Land kennen zu lernen, in dem ein politisches System existiert, das es so kein zweites Mal mehr gibt.

Anreise[Bearbeiten]

Eine Reise nach Nordkorea ist mit einigen bürokratischen Hindernissen verbunden. In der Regel stellt man gleichzeitig mit der Reisebuchung beim KITC (Korean International Travel Company) einen Visumsantrag. Dieser wird dann üblicherweise innerhalb von 20 Tagen genehmigt. Bei Gruppenreisen ist die Genehmigung normalerweise kein Problem. Wenn man alleine mit den Guides durch Nordkorea reisen will, wird genauer überprüft und es kommt vor, dass der Antrag abgelehnt wird. Auf keinen Fall sollte man angeben, dass man Journalist oder ähnliches ist. Journalisten wird die Einreise nach Nordkorea ziemlich sicher verweigert. Außerdem erhalten Staatsbürger von Südkorea normalerweise kein Visum. Als Bürger dieses Staates sollte man sich nach Ausnahmen erkundigen für die Zeit der Arirang Massengymnastik. Wenn der Antrag positiv beschieden ist, geht man in die zuständige Botschaft und lässt sich das Visum in den Pass geben.

Derzeit dürfen südkoreanische und amerikanische Staatsbürger als Touristen nur mit dem Flugzeug über Pyongyang Airport ein- und ausreisen, eine Bahnfahrt über den Grenzübergang Dandong/Sinuiju wird nicht genehmigt.

Botschaften der DVR Korea:

Deutschland: Glinkastraße 5-7, 10117 Berlin; Tel.: 030 229 3189

Österreich: Beckmanngasse 10-12, 1140 Wien; Tel.: 01 894 2311

Schweiz: Pourtalèsstraße 43, 3074 Muri; Tel.: 031 951 6621

Peking: Ritan Beilu, Jianggoumenwai, Chaoyang District; Tel.: 010 6532 1186 (Vorwahl für China 0086)

Die Botschaft in Peking ist hier deswegen angegeben, weil viele Reiseveranstalter die Reisen ab Peking anbieten und das Visum dann oft erst in Peking ausgehändigt wird.

Vor der Einreise muss man eine Zollerklärung ausfüllen. Auf dieser ist aufgelistet was nicht nach Nordkorea gebracht werden darf. Das sind neben üblichen Dingen wie Waffen oder Rauschgift auch feindlich gesinnte Publikationen. Was das ist, liegt im Ermessen des zuständigen Zollbeamten. Allgemein kann man aber sagen, dass zum Beispiel südkoreanische Publikationen stets als feindlich angesehen werden, ebenso der einzige deutschsprachige Reiseführer "Nordkorea-Handbuch". Bei der Einreise werden alle Koffer durchleuchtet aber nicht notwendigerweise geöffnet. Mobiltelefone werden bei der Einreise am Zoll abgenommen und hinterlegt und bei der Ausreise wieder ausgehändigt. Auch die Reisepässe und die Rückflugtickets werden bei der Ankunft (üblicherweise bei der Zimmerverteilung im Hotel) von den Reiseleitern eingesammelt und zum Schluß der Reise wieder zurückgegeben.

Üblicherweise erhält man bei Gruppenreisen ein Blattvisum, welches in den Pass eingelegt und abgestempelt wird, dabei sind dann keine nordkoreanischen Stempel im Pass vorhanden. Ist man allerdings mit der Bahn gefahren, so befindet sich der chinesische Dandong-Stempel im Pass, aus welchem erkannt werden kann, dass man in Nordkorea war. Einzelreisenden, die von Europa aus gebucht haben, wird üblicherweise das Visum in den Pass eingeklebt. Die Ein- und Ausreisestempel sowie die Meldestempel befinden sich dann auch im Pass.

Normalerweise bekommt man mit nordkoreanischen Einträgen im Pass keine Probleme bei der Einreise in andere Länder, in Südkorea und in den USA könnte es passieren, dass jemand die Stempel erkennt und nach dem Aufenthalt fragt. Das ist aber in erster Linie Neugierde.

Flugzeug[Bearbeiten]

Nordkorea verfügt über einen internationalen Flughafen. Dieser liegt in Pjöngjang (Code: FNJ). Meistens wird man von Peking aus ins Land fliegen. Die staatliche Fluggesellschaft ist die Air Koryo. Diese fliegt seit Mai 2006 dreimal wöchentlich (Dienstag, Donnerstag, Samstag) von Pjöngjang nach Peking und retour. Air Koryo-Flüge gibt es ferner von Shenyang, Bangkok und Wladiwostok aus. Die Flüge nach Europa (Berlin, Sofia) gibt es nicht mehr. Außerdem fliegt Air China dreimal wöchentlich (Mo, Mi, Fr) ab Peking. Die meisten Reiseveranstalter organisieren die Reise ab Peking, nach Peking muss man auf eigene Faust reisen. Über den Transport vom Flughafen in die Stadt muss man sich keine Gedanken machen, dieser wird von den Reiseleitern organisiert, die einen vom Flughafen abholen.

Air Koryo: Sunan District, Pjöngjang; Tel.: 00850 2 181 11 8108

Air Koryo in Deutschland: Waltersdorfer Chaussee 170, 12355 Berlin; Tel.: 030 676 5003

Bahn[Bearbeiten]

Eine Anreise mit der Bahn ist ebenso möglich. Allerdings muss auch die Bahnreise im Voraus beim KITC oder einem Reiseveranstalter gebucht werden. Die Züge verkehren von Peking aus 4 Mal in der Woche nach Pjöngjang und retour. Üblicherweise warten die Reiseleiter in Pjönjang bei Ankunft des Zuges, manchmal aber auch schon beim Grenzübergang zu Nordkorea. Die Einreise über den Grenzübergang Hasan-Tumangan zu Russland wird normalerweise nur für Fahrten in das Sonderwirtschaftsgebiet Rason genehmigt, nicht jedoch für eine Weiterfahrt über dieses Gebiet hinaus. Auch andere Zugfahrten innerhalb Nordkoreas sind wegen der Stromausfälle für Touristen nicht möglich. Ausgenommen sind Dampfzugfahrten von Spezialreiseveranstaltern für Zugfreunde (die momentan aber generell nicht stattfinden).

Bezüglich der Bahnreise ist anzumerken, dass diese unwesentlich günstiger ist als die Flugreise. Der Unterschied dürfte sich bei ca. 20 Euro pro Richtung bewegen. Dennoch ist es sinnvoll, zumindest einmal mit der Bahn zu fahren, da man hierbei sehr viel vom nordkoreanischen Land sieht. Obwohl man üblicherweise bei der Bahnfahrt alleine ist und kein Reiseleiter mitfährt, sollte man nicht aus dem Fenster hinausfotografieren - vor allem nicht mit Blitz. Das ist nämlich verboten und man muss damit rechnen, dass bei der (sehr lange dauernden) Ausreiseprozedur in Sinuiju durch Grenzpolizisten Bilder in den Kameras kontrolliert und ggf. gelöscht werden.

Wenn man sich die ca. 15-stündige und teure Fahrt von der nordkoreanischen Grenze nach Beijing ersparen möchte, kann man auch einen Flug ab Shenyang buchen - das ist ca. 2 Stunden Bus- oder Zugfahrt von der Grenze entfernt und hat einen internationalen Flughafen.

Man kann auch Nord- und Südkorea kombinieren, aus Nordkorea mit der Bahn nach Dandong in China ausreisen und von dort aus mit der Fähre nach Incheon, den Hafen von Seoul, fahren. Auch sind Flüge über Shenyang nach Seoul möglich.

Bus & Auto[Bearbeiten]

Eine Anreise mit dem Bus oder dem Auto ist nur bei Ausnahmen möglich.

Schiff[Bearbeiten]

Die Linienverbindung mit der Fähre zwischen Japan und Nordkorea existiert seit mehreren Jahren nicht mehr, es gibt einzelne Charterverbindungen, diese sind jedoch nur für Staatsbürger Japans und Nordkoreas zugänglich und nicht für Touristenreisen (auch nicht für Touristenreisen japanischer Staatsbürger).

Mobilität[Bearbeiten]

Darüber wie man in Nordkorea voran kommt, muss man sich keine Gedanken machen. Das wird alles von den Reiseleitern organisiert. Meistens ist man mit Reisebussen (meist mit Klimaanlage, aber keine Toilette) unterwegs, einige Reiseanbieter haben aber auch Bahnreisen (Dampfzugfahrten für Freunde historischer Züge) im Programm. Wenn man mit Reisebussen unterwegs ist, fährt man meist auf vollkommen leeren Autobahnen. Es gibt nämlich nur sehr wenige, die mit Autos herumfahren dürfen. Die von Touristen benutzten Straßen, die sternförmig von Pjöngjang wegführen, sind durchwegs in gutem Zustand. Bei Fahrten im Norden des Landes (Berg Päktu) ist man oft auf unbefestigten Straßen in schlechtem Zustand unterwegs. Bei einigen Reiseangeboten ist ein Inlandsflug inbegriffen. Dieser wird dann von Air Koryo durchgeführt.

Sprache[Bearbeiten]

Fremdsprachen werden in Nordkorea kaum gesprochen. Die Reiseleiter sind hier jedoch eine Ausnahme. Wenn man eine Gruppenreise im deutschsprachigen Raum bucht, kann man davon ausgehen, dass der Reiseleiter Deutsch spricht und das ziemlich gut. Bei Individualreisen muss man früh angeben, dass man einen deutschsprechenden Reiseleiter haben möchte - es gibt davon nicht sehr viele. Die einfache Bevölkerung spricht nur Koreanisch. Die in Nordkorea gesprochene Version unterscheidet sich etwas von der, die in Südkorea gesprochen wird. Wer jedoch südkoreanisch beherrscht, wird auch nordkoreanisch verstehen und dort verstanden werden. Zu beachten ist, dass die Sprache in Nordkorea wesentlich formeller und höflicher ist. Als Tourist wird man allerdings nur wenige Gelegenheiten haben, mit Nordkoreanern (außer den Reiseleitern) zu sprechen. Das beschränkt sich üblicherweise auf das Personal im Hotel, den Fahrer des Busses / PKW sowie das Museumspersonal. An großen Feiertagen - z.B. am 1. Mai - ist die ganze Stadt Pjönjang voll mit feiernden Menschen, da wird man auch schon mal als Ausländer von ganz einfachen Nordkoreanern angesprochen und sogar zum Mitsingen und Mittanzen aufgefordert. Das wird auch akzeptiert. Wenn man mit den Leuten koreanisch spricht, wird der Reiseleiter schon etwas genauer hinhören, aber eine lockere Konversation ist bei solchen Anlässen durchaus möglich. Ansonsten sollte man sich zurückhalten und immer den Reiseleiter fragen, ob man jemanden ansprechen darf oder nicht. Nordkoreanern war es lange Zeit völlig verboten, mit "Fremden" ohne Genehmigung zu sprechen, das wirkt nach. Die Leute sind oftmals sehr zurückhaltend und ängstlich. Selbstverständlich sollte es sein, niemals - wirklich absolut nie - öffentlich - und dazu noch in koreanischer Sprache - das Land zu kritisieren. In Nordkorea ist das ein No-Go. Inwieweit man mit den Reiseleitern offen auch Probleme des Landes oder unterschiedliche Sichtweisen ansprechen kann, ist unterschiedlich. Es gibt welche, die blocken sofort ab, es gibt welche, mit denen kann man - wenn man höflich und konstruktiv formuliert, durchaus vernünftig reden. Grundsätzlich: Vertrauen ist alles. Wenn sich die Reiseleiter auf das korrekte Verhalten des Touristen verlassen können, wird die Stimmung meistens sehr entspannt und herzlich.

Kaufen[Bearbeiten]

Offizielle Währung in Nordkorea ist der Won. Als Tourist wird man mit dem Won nicht in Kontakt kommen, es sei denn, man möchte ein paar Scheine oder Münzen als Andenken mit nach Hause nehmen. Wenn man das will, sollte man sich auch zurückhaltend an den Reiseleiter wenden. Das Betreten von gewöhnlichen Geschäften ist für Touristen üblicherweise untersagt, inzwischen gibt es jedoch Gruppenreisen, die einen Besuch in einem normalen Supermarkt einschließen. Zum Einkaufen werden Sie in eigene Touristenshops geführt, die für die einheimische Bevölkerung nicht zugänglich sind. Dort ist der Euro die häufigste Währung für Ausländer, ebenso chinesische Yuan. Ferner kann man auch mit japanischen Yen und US-Dollar bezahlen. Beliebte Mitbringsel sind Zigaretten (Schachtel 0,50 EUR), Schnaps (Schlangenschnaps Pulrosul), Ginsengprodukte (aus dem weltbekannten Anbaugebiet Käsong), Kunsthandwerk (Stickereien, Schnitzereien,...) oder Bücher und VCDs.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Wie beinahe alles andere, wird auch das Essen von den Reiseleitern organisiert. Serviert bekommt man zumeist koreanische Spezialitäten wie zum Beispiel Kimchi. Dabei handelt es sich um scharf eingelegten Chinakohl. Kimchi, eine Suppe sowie Reis sind bei jeder Mahlzeit dabei. Pro Aufenthalt wird meist einmal Bulgogi angeboten, eine am Tisch zubereitete Grillfleischspezialität. Allgemein wird viel mit Chili und Knoblauch gewürzt. Ab und zu werden auch westliche Gerichte wie Schnitzel oder Frikadellen serviert. Die Mahlzeiten, die serviert werden, sind von guter Qualität und reichhaltiger Menge. Wenn man Vegetarier ist, sollte man das bei der Buchung bekannt geben. Man bekommt dann auch vegetarisches Essen, nur ist dieses nicht sehr abwechslungsreich. In den Restaurants singen die Bedienungen oft nordkoreanische Lieder für die Gäste (Karaoke), ansonsten läuft der Fernseher mit den typisch nordkoreanischen Musikvideos (Militär oder schöne Landschaften).

Ausgehen[Bearbeiten]

Die einzige Möglichkeit, in Nordkorea ohne Reiseleiter "auszugehen", ist die Hotelbar. Manche Hotels haben auch kleine Diskotheken oder sogar ein Casino (Yanggakdo-Hotel). Auf die normale einheimische Bevölkerung wird man hier aber nicht treffen, denn solche Dinge sind den Touristen und der Parteielite vorbehalten. Im Casino haben Nordkoreaner grundsätzlich keinen Zutritt, das Personal ist aus China. In unmittelbarer Nähe des Koryo-Hotels gibt es ein internationales Café, wo man gegen Devisen essen und trinken kann. Mit einem Reiseführer kann man dorthin gehen, es wurde aber vereinzelt auch schon Gästen des Koryo-Hotels gestattet, frei dorthin zu gehen.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Die meisten Übernachtungen wird man in Pjöngjang haben, hier ist man meistens im Yanggakdo-Hotel untergebracht, was durch die Lage auf einer Insel die Überwachung einfacher macht, auf der anderen Seite kann man dadurch aber auch einen kleinen Spaziergang vorm Hotel ohne Begleitung machen. Seltener wird man im Koryo-Hotel untergebracht, dieses liegt sehr zentral in der Nähe des Bahnhofs. Bei beiden handelt es sich um zwei riesige Hotels mit über 40 Stockwerken, die westlichen Standard entsprechen (eigene Notstromversorgung, Drehrestaurant, Bars, Disko, Shops, Swimming Pool, Massage,...). Noch besseren Standard hat das kleine Potonggang-Hotel, auf besonderen Wunsch kann normalerweise auch hier übernachtet werden. Neuerdings gibt es Berichte darüber, dass auch Übernachtungen in preisgünstigeren Hotels in Pjöngjang arrangiert wurden, das muss aber bisher als Ausnahme verstanden werden.

Bei Ausflügen nach Kaesong wird man im Folk Hotel untergebracht. Das Besondere an diesem Hotel ist, dass man in renovierten Altstadthäusern im traditionellen Stil auf dem Boden - erwärmt von der Fußbodenheizung - schläft. Zu beachten ist, dass es hier zu Problemen bei der Strom- und Wasserversorgung kommen kann. Und man liegt nicht sehr angenehm, wenn man extrem harte Matratzen nicht gewöhnt ist.

Im Myohyang-Gebirge wird im pyramidenförmigen Hyangsan-Hotel übernachtet, diesem Hotel sieht man die Jahre teilweise schon an, es ist aber trotzdem absolut in Ordnung und hat eine gesicherte Strom- und Wasserversorung. Die Zimmer haben alle einen Balkon mit herrlicher Aussicht.

Bei Ausflügen zum Päktu verbringt man die Nacht im Paegebong-Hotel, dieses befindet sich im Wald in der Nähe von Samjiyon. Das Hotel ist in gutem Zustand, Warmwasser gibt es zu einer abgesprochenen Zeit. Es ist mit Problemen bei der Strom- und Wasserversorgung zu rechnen.

Allgemeines: Die Hotels darf man nicht alleine verlassen, mit der Ausnahme des Yanggakdo-Hotels. Dort darf man auf der Insel herumlaufen. Es gibt viele Reiseberichte, die darauf hinweisen, dass teilweise Hotelzimmer und der Barbereich abgehört werden; es empfiehlt sich also, auch auf dem Zimmer keine Kritik am System oder an der Führung zu üben.

Feiertage[Bearbeiten]

  • 1. Januar - Neujahrstag
  • 16. Februar - Geburtstag von Kim Jong Il
  • 8. März - Internationaler Frauentag
  • 15. April - Geburtstag von Kim Il Sung
  • 1. Mai - Tag der Arbeit
  • 15. August - Tag der Befreiung
  • 9. September - Tag der Gründung der DVRK
  • 10. Oktober - Tag der Gründung der Arbeiterpartei
  • 27. Dezember - Tag der sozialistischen Verfassung

Viele Reisetouren sind auf diese Feiertage abgestimmt, weil an diesen Tagen große Paraden und allerlei Festivitäten stattfinden.

Sicherheit[Bearbeiten]

Kriminalität gibt es in Nordkorea durch die ständige Überwachung gegenüber Ausländern nicht.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Die Gesundheitseinrichtungen sind in Nordkorea mangelhaft. Man sollte unbedingt eine Reisekrankenversicherung abschließen und sich im Notfall nach China oder in die Heimat überstellen lassen. Man kann sich aber sicher sein, dass von nordkoreanischer Seite - speziell von den Reiseleitern - im Krankheitsfall alles unternommen wird, dass der Kranke medizinische Hilfe bekommt.

Leitungswasser sollte nicht getrunken werden, Durchfall und Hepatitis A treten deshalb häufig auf. Mineral- und Tafelwasser ist günstig in den Hotelshops in Pyongyang erhältlich.

Vor allem in ländlichen Gebieten kann die Japanische Encephalitis auftreten, bei den üblichen Touristenreisen ist der Kontakt zu den Zwischenwirten (Haustiere) aber kaum gegeben.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima ist ähnlich dem in Mitteleuropa, aber die Jahreszeiten etwas ausgeprägter. Das heißt, der Winter etwas kälter und der Sommer heißer. Bei einem Flug zum Berg Päktu sollte man die Höhenlage beachten, also eine warme Jacke nicht vergessen. Ansonsten sollte man Kleidung einpacken, wie man sie zur jeweiligen Zeit auch bei uns benutzt.

Respekt[Bearbeiten]

In Nordkorea gibt es einige Verhaltensregeln, die zu beachten sind. Das ist sehr wichtig, da man sonst nicht nur sich, sondern vor allem seinen Reiseleiter in Schwierigkeiten bringen kann. Man sollte sich vor einer Buchung darüber im Klaren sein, ob man sich mit diesen Regeln irgendwie anfreunden kann. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, sollte man lieber ein anderes Reiseziel wählen. Denn ein Verhör bei der nordkoreanischen Polizei ist sicherlich kein angenehmes Erlebnis und im schlimmsten Fall droht die Ausweisung.

Das Fotografieren ist grundsätzlich erlaubt, nur gibt es sehr viele Einschränkungen. So dürfen zum Beispiel keine Baustellen oder baufällige Häuser fotografiert werden. Wenn man Menschen fotografieren will, muss man sie vorher unbedingt um Erlaubnis fragen. Es empfiehlt sich ohnehin, vor jedem Foto den Reiseleiter zu fragen, ob fotografieren hier erlaubt ist. Wenn der Reiseleiter das Fotografieren verbietet, sollte man sich auch daran halten. Das Fotografieren aus dem Bus während der Fahrt ist meistens nicht gestattet. Wenn man es doch macht, kann vor allem der Reiseleiter Probleme bekommen. Führerstatuen dürfen nicht von hinten und nur im ganzen fotografiert werden. Tipp: Wer ein Foto von Militärpersonen machen möchte, sollte beim Besuch in Panmunjom danach fragen. Die Offiziere, die die Touristen begleiten, stehen oft gerne Modell. Ansonsten gilt für Militärpersonal strenges Fotografierverbot.

Seine eigene politische Meinung sollte man bei Besuchen in Nordkorea nur sehr zurückhaltend äußern. Es wird von nordkoreanischer Seite erwartet, dass man die Verehrung von Kim Il Sung und Kim Jong Il akzeptiert. Wenn man Kim Il Sung-Statuen besucht, wird meistens eine Verbeugung zur Begrüßung erwartet ebenso wie am Leichnam im Kim-Il-Sung-Mausoleum. Für den Besuch im Mausoleum ist auch sehr gepflegte Kleidung angesagt, also im Normalfall Anzug mit Krawatte. Manchmal liegen an Denkmälern auch Blumensträuße zum Kauf bereit und der Reiseleiter fragt, wer welche kaufen "will". Auf Diskussionen mit den Reiseleitern braucht man sich nicht einzulassen, allerdings muss man sich nicht verbiegen und den Realsozialismus in der Gestalt der Juche-Ideologie gegen seine eigene innere Überzeugung loben. Eine diplomatische Formulierung ist das Wort "beeindruckend", denn das ist es in jedem Fall. Auch wenn es einem schwer fällt, sollte man das Land, für die Zeit die man dort verbringt, so nehmen, wie es ist. Wenn man sich ruhig verhält und die Regeln befolgt, hat man sicherlich einen angenehmeren Aufenthalt in Nordkorea und die Reiseleiter werden freundlicher und offener sein, als wenn man ständig für "Probleme" sorgt.

Kommunizieren[Bearbeiten]

Telefonieren ist für Touristen nur in den Hotels möglich. Die Preise für Telefonate nach Europa sind sehr hoch (ca. 1,70 EUR / pro angefangene Minute im März 2010) und sollten nur im Notfall geführt werden. Man kann ohne Probleme auf dem Hotelzimmer angerufen werden, sollte sich aber darüber im klaren sein, dass die Zimmer abgehört werden. Das nordkoreanische Handy-Netz ist für Touristen nicht zugänglich. Briefe und Postkarten (Postkartenporto im April 2007: 160 Won = 0,99 EUR) kann man üblicherweise in den Hotels aufgeben. Briefe nach Europa kommen nach ungefähr einer Woche an, man muss aber damit rechnen, dass die Briefe in Nordkorea geöffnet und überprüft werden. Also sollte man sich auch in Briefen mit politischen Äußerungen zurückhalten. Wenn man nach Nordkorea telefonieren will, muss man 00850 vorwählen. Die beiden großen Touristenhotels, das Yanggakdo und das Koryo Hotel verfügen seit kurzem über einen Zugang ins Internet, natürlich nur für Touristen. Sie wählen sich per Telefonleitung über China ins Internet ein. Die Verbindung ist jedoch sehr langsam (vergleichbar 56k) und sehr teuer. Zum Surfen völlig ungeeignet, aber wer unbedingt mal seine Emails checken will und sie auch von den Behörden lesen lässt, der kann auf diesen Service der beiden Hotels zurückgreifen.

Seit 2013 ist auch eine mobile Internetverbindung für Touristen verfügbar. Für die Einrichtung dieses Dienstes ist eine Gebühr von EUR 150,- fällig.






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